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Donnerstag, 20. August 2026

Maggi-Kirche in Bochum wird zum Büro: WBGW baut ehemalige Kirche um

Bochum-Wattenscheid. Die markante Maggi-Kirche in Bochum-Westenfeld hat eine neue Aufgabe bekommen. Die ehemalige St.-Nikolaus-Kirche wurde umfassend umgebaut und dient heute als Geschäftsstelle der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid (WBGW). Aus dem früheren Gotteshaus ist ein moderner Bürostandort entstanden, bei dem die historische Kirchenarchitektur mit einer zeitgemäßen Arbeitswelt verbunden wird.

Ehemalige Kirche wird zur neuen Geschäftsstelle

Die St.-Nikolaus-Kirche an der Westenfelder Straße wurde 1933 errichtet. 2008 wurde die Kirche im Zuge der Zusammenlegung katholischer Ortsgemeinden außer Dienst gestellt und damit aus der kirchlichen Nutzung genommen.

Nach mehreren Jahren ohne ursprüngliche Nutzung erhielt das markante Gebäude schließlich eine neue Perspektive. Die Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid erwarb die ehemalige Kirche und ließ sie zu einem neuen Verwaltungsstandort umbauen.

Heute befinden sich dort die Geschäftsstelle der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid eG sowie die Räume der Tochtergesellschaft WBGW Bau Service Wattenscheid GmbH.

Die markante Architektur der ehemaligen Kirche blieb dabei erhalten. Gleichzeitig wurde das Gebäude im Inneren grundlegend neu organisiert.

St.-Nikolaus-Kirche, 2006 – Foto: Theol / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0


Sonntag, 16. August 2026

Bottrop: Ehemaliges Karstadt-Gebäude wird zur Phönix-Galerie

Bottrop – Ehemaliges Karstadt-Gebäude wird zur Phönix-Galerie | Revitalisierung

Das ehemalige Karstadt-Gebäude an der Hansastraße in der Bottroper Innenstadt blickt auf eine wechselvolle Entwicklung zurück. Nach dem Ende der Warenhausnutzung wurde die Immobilie ab 2016 umfassend umgebaut. Unter dem Namen Althoff-Arkaden sollte ein neues Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit Einzelhandel und Hotel entstehen.

Das ursprünglich von der Devello Immobilien AG entwickelte Konzept wurde in wesentlichen Teilen umgesetzt. Inzwischen steht jedoch eine erneute Neuausrichtung an: Das Gebäude wird unter dem Namen Phönix-Galerie umfassend revitalisiert. Die Stadt Bottrop wird künftig einen großen Teil der oberen Geschosse als Verwaltungsstandort nutzen.

Umbau des ehemaligen Karstadt-Hauses

Nach den ersten Planungen sollten rund 30 bis 40 Millionen Euro in die Revitalisierung investiert werden. Das Gebäude wurde ab Ende 2016 nahezu vollständig entkernt. Lediglich die statisch notwendigen Bauteile blieben erhalten.

Vorgesehen waren damals rund zehn Einzelhandelsgeschäfte in den unteren Etagen. In den oberen Geschossen sollte ein Best Western Hotel entstehen. Außerdem sollte die historische Kaufhausfassade an der Hansastraße erhalten und modernisiert werden.

Auch die Verbindung zwischen Hochstraße und Hansastraße sollte barrierefrei durch das Gebäude geführt werden. 

Foto: Bärbel Miemietz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 / Foto von 2022

Sonntag, 2. August 2026

Oberhausen - Office West: Neubau am Centro

Office West am Centro Oberhausen – Neubau eines Bürogebäudes

Am Westfield Centro in Oberhausen entsteht mit dem „Office West“ ein neues Büro- und Geschäftshaus. Das fünfgeschossige Gebäude wird auf einem rund 2.900 m² großen Grundstück an der Centroallee in der Neuen Mitte Oberhausen errichtet.

Das Projekt umfasst rund 5.100 m² Bürofläche sowie 25 Serviced Apartments. Die Investitionssumme liegt inzwischen bei rund 15 Millionen Euro. Zu den Mietern gehören unter anderem Radio NRW und Ecovis.

Neubau direkt am Centro

Das Office West entsteht unmittelbar am Westfield Centro und soll den Bürostandort rund um die Neue Mitte weiter stärken.

Der fünfgeschossige Neubau verfügt über eine moderne Fassadengestaltung mit bodentiefen Fensterflächen. Vorgesehen sind außerdem eine Tiefgarage, Fahrradstellplätze, E-Ladesäulen und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Die insgesamt rund 5.100 m² Bürofläche sind für unterschiedliche Nutzer konzipiert.

Bild: EcoLoft

Dienstag, 14. Juli 2026

Essen | Neubau Firmensitz Atlas Copco - Fertig (05/26)

Die TÜV NORD GROUP entwickelt den nördlichen Teil des Geländes am Technologiepark in Essen komplett neu. Das erste Großprojekt wird die neue Deutschlandzentrale von Atlas Copco. Die TÜV NORD GROUP plant es als Bauherr 2025 fertigzustellen und an den schwedischen Atlas Copco-Konzern als erstem Mieter zu übergeben; vermittelt hatte das Maklerunternehmen Brockhoff. Momentan betreibt er in der Langemarckstraße seine Deutschlandzentrale. Der neue Mietvertrag ist auf 15 Jahre angelegt mit der Option, diesen um weitere 12 Jahre zu verlängern.

Das Gebäude für Atlas Copco wird eine Bürofläche von etwa 6.600 Quadratmetern haben und den 350 Mitarbeitenden Platz bieten. Geplant sind im Gebäude auch sogenannte Multi-Space-Flächen und Kollaborationszonen für den interdisziplinären Austausch – hier werden Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten kombiniert mit Sonderflächen, die beispielsweise mit einem Kicker bestückt werden können. Außerdem ist eine Halle als Ausstellungs- und Ausrüstungsfläche mit etwa 1.600 Quadratmetern geplant.

Atlas Copco wird 2025 nach dann 25 Jahren eine Liegenschaft in der Langemarckstraße verlassen, die aufgrund des Baujahrs nicht mehr heutigen Büro- und energetischen Anforderungen entspricht. Das neue Gebäude ist hingegen ressourceneffizient geplant: Das Sparen von Energie, Wasser und Material stehen besonders im Fokus, das Dach ist für die Ausstattung mit einer Photovoltaikanlage konzipiert. Das Gebäude wird an das vorhandene Fernwärmenetz angeschlossen und trägt insofern zur Reduktion der CO2-Emmision bei. Einschließlich Parkhaus und Außenanlagen betragen die Investitionskosten über 50 Millionen Euro.

Quelle: Essener Technologiepark wird zeitgemäßes und nachhaltiges Gewerbegebiet

Bild: Arctum Architektubüro Köln

Foto: hanbrohat / 11/2025



Update 14.07.2026

Atlas Copco bezieht neue Deutschlandzentrale – Kita am Technologiepark Essen ebenfalls fertiggestellt

Im Technologiepark auf dem Gelände des TÜV NORD in Essen-Frillendorf ist eines der größten Gewerbeprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurden sowohl die neue Deutschlandzentrale der Atlas Copco Group als auch die Kita am Technologiepark fertiggestellt und in Betrieb genommen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für beide Neubauten beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro.

Neue Deutschlandzentrale für rund 380 Beschäftigte

Mit dem Bezug der neuen Unternehmenszentrale hat die Atlas Copco Group ihren bisherigen Standort an der Langemarckstraße aufgegeben und ist innerhalb Essens in den Technologiepark umgezogen. Das Unternehmen bekennt sich damit langfristig zum Wirtschaftsstandort Essen.

Der fünfgeschossige Neubau bietet auf rund 6.600 Quadratmetern moderne Büroflächen für etwa 380 Mitarbeitende. Das Gebäude wurde nach einem offenen Arbeitsplatzkonzept gestaltet und verfügt über Multi-Space-Büros, Besprechungsräume sowie flexible Kollaborations- und Workshopbereiche.

Direkt angeschlossen ist eine rund 2.300 Quadratmeter große Werkhalle mit Application Center, Showroom, Trainingsbereichen, Lagerflächen sowie Werkstätten und Prüflaboren für Industriewerkzeuge und Kompressoren.

Zum Campus gehört außerdem ein Parkhaus mit rund 220 Stellplätzen, von denen ein großer Teil für die Elektromobilität vorbereitet wurde.

Kita mit 60 Betreuungsplätzen eröffnet

Zeitgleich wurde auch die neue Kita am Technologiepark fertiggestellt und an den Betreiber Kinderhut übergeben. Die Einrichtung bietet auf rund 760 Quadratmetern Platz für bis zu 60 Kinder in vier Gruppen.

Ergänzt wird die Kindertagesstätte durch ein etwa 800 Quadratmeter großes Außengelände mit naturnahem Erlebnisbereich. Von den Betreuungsplätzen sind 20 Plätze für Kinder von Beschäftigten des TÜV NORD reserviert, weitere 10 Plätze stehen Mitarbeitenden der Atlas Copco Group zur Verfügung.

Mit der neuen Einrichtung wird das Betreuungsangebot im Stadtteil erweitert und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die ansässigen Unternehmen verbessert.

Nachhaltiger Technologiepark wächst weiter

Beide Gebäude wurden nach modernen Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Aufbereitetes Abbruchmaterial der zuvor auf dem Grundstück befindlichen Gebäude wurde im Baugrund wiederverwendet. Photovoltaikanlagen erzeugen einen Teil des Strombedarfs, während die Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz erfolgt. Darüber hinaus wurden Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und E-Bikes installiert.

Mit der Fertigstellung der neuen Deutschlandzentrale der Atlas Copco Group und der Kita am Technologiepark gewinnt der Technologiepark Essen weiter an Bedeutung als moderner Wirtschaftsstandort. Das Projekt verbindet hochwertige Büro- und Produktionsflächen mit einer zeitgemäßen Infrastruktur sowie nachhaltigen Bau- und Energiekonzepten und stärkt den Innovationsstandort Essen langfristig.

Freitag, 10. Juli 2026

Dortmund - Neubau Hülpert-Zentrale - In Bau

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich am 7. Juli 2026 hat die Hülpert Unternehmensgruppe den Bau ihrer neuen Unternehmenszentrale am Phoenix See offiziell begonnen. Auf einem rund 20.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Berghofer Straße entsteht bis 2028 ein neuer Unternehmensstandort, der Verwaltung, Vertrieb und Service an einem Ort zusammenführt.

Der Neubau wird als Vier-Marken-Standort für Volkswagen, Škoda, SEAT und CUPRA realisiert. Geplant sind eine Nettogeschossfläche von mehr als 5.000 Quadratmetern, ein viergeschossiger Verwaltungstrakt, eine rund 1.200 Quadratmeter große Werkstatt sowie moderne Ausstellungs-, Beratungs- und Servicebereiche. Mit der Bündelung bislang verteilter Unternehmensfunktionen sollen interne Abläufe optimiert und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen verbessert werden.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung zeitgemäßer Arbeitswelten. Offene Bürostrukturen, flexible Kommunikations- und Besprechungsbereiche sowie kurze Wege zwischen Verwaltung, Vertrieb und Werkstatt sollen den Anforderungen eines modernen Mobilitätsunternehmens gerecht werden. Gleichzeitig werden die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um auf die fortschreitende Digitalisierung sowie die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität und vernetzter Mobilitätslösungen zu reagieren.

Auch Nachhaltigkeitsaspekte fließen in die Planung ein. Vorgesehen sind unter anderem eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung sowie eine rund 1.800 Quadratmeter große Dachbegrünung. Darüber hinaus soll das Gebäude nach aktuellen energetischen Standards errichtet werden und langfristig einen ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen.

Bilder: Hülpert

Mit dem Neubau setzt die Hülpert Unternehmensgruppe ein weiteres Zeichen für den Wirtschaftsstandort Dortmund. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 900 Mitarbeitende an insgesamt 13 Standorten in Dortmund, Unna, Soest, Bergkamen und Recklinghausen. Mit jährlich rund 17.000 verkauften Fahrzeugen und einem Jahresumsatz von etwa 640 Millionen Euro zählt Hülpert zu den größten Automobilhandelsunternehmen im östlichen Ruhrgebiet und bundesweit zu den 30 umsatzstärksten Autohandelsgruppen.

Der neue Standort am Phoenix See ergänzt die kontinuierliche Entwicklung des ehemaligen Stahlwerksareals zu einem hochwertigen Büro-, Dienstleistungs- und Gewerbestandort. Mit der Ansiedlung der Unternehmenszentrale entstehen moderne Arbeitsplätze in einem der wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete Dortmunds. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Freitag, 22. Mai 2026

Essen - Ruhrturm: Umbau, Wohnungen, Rooftop-Bar und aktuelle Pläne

Ruhrturm Essen: Umbau zum modernen Mixed-Use-Komplex mit Wohnungen, Hotel und Rooftop-Bar

Essen-Huttrop. Der Ruhrturm an der Huttroper Straße/Ruhrallee steht vor einer umfassenden Neuausrichtung. Das markante Hochhaus soll in den kommenden Jahren von einem überwiegend gewerblich genutzten Gebäude zu einem modernen Mixed-Use-Komplex umgebaut werden.

Geplant sind unter anderem Wohnungen und Micro-Apartments, ein Hotel, Gastronomie, eine Rooftop-Bar, Gesundheitsangebote, eine Kindertagesstätte sowie Büro- und Konferenzflächen. Auch die Fassade soll umfassend modernisiert werden.

Neuer Eigentümer des Ruhrturms ist die P-Touch-Gruppe, ein international tätiges Family Office und Projektentwickler. Nach der Insolvenz der früheren Eigentümerin Fakt AG war das Gebäude verkauft worden.

Bild: WAZ / P-Touch Group


Sonntag, 17. Mai 2026

Moers - Neubau Volksbank Hülsdonker Straße - In Planung

Volksbank Niederrhein investiert in die Zukunft: Neubauprojekt in Moers gestartet

Die Volksbank Niederrhein setzt ein starkes Zeichen für Zukunft, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit: In der Moerser Innenstadt entsteht ein modernes neues Bankgebäude im neu entwickelten WEYERPARK an der Hülsdonker Straße. Mit dem jetzt unterzeichneten Bauvertrag beginnt offiziell eines der bedeutendsten Projekte der Bank in den kommenden Jahren.

Ein klares Bekenntnis zum Standort Moers

Für Vorstandsvorsitzenden Guido Lohmann ist der Neubau weit mehr als nur ein modernes Verwaltungsgebäude. Vielmehr versteht die Bank das Projekt als langfristige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und als klares Bekenntnis zur Region Niederrhein.

Das neue Gebäude soll moderne Beratungswelten, attraktive Arbeitsplätze und nachhaltige Architektur miteinander verbinden. Gleichzeitig möchte die Volksbank einen offenen Begegnungsort für Mitglieder, Kunden und Mitarbeitende schaffen.

Bild: Volksbank Niederrhein

Modernes Kompetenzzentrum auf 1.600 Quadratmetern

Nach Fertigstellung stehen rund 1.600 Quadratmeter Büro-, Service- und Beratungsfläche zur Verfügung. Geplant ist ein zentraler Kompetenzstandort für die Region Moers, an dem künftig verschiedene Bereiche gebündelt werden:

  • Firmenkundenbetreuung
  • Private Banking
  • Baufinanzierung
  • Privatkundengeschäft

Besonderes Highlight wird ein Veranstaltungsbereich im obersten Stockwerk mit großzügiger Dachterrasse sein. Die Räumlichkeiten sollen nicht nur intern genutzt werden, sondern auch regionalen Vereinen und gemeinnützigen Organisationen kostenfrei für Veranstaltungen oder Jahreshauptversammlungen zur Verfügung stehen.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

Bei der Planung spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das Gebäude soll hohe energetische Standards erfüllen und ressourcenschonend betrieben werden. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Energieversorgung über Solaranlagen und Wärmepumpentechnik
  • Fahrradstellplätze mit Solardächern
  • Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge
  • Gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

Damit möchte die Volksbank nicht nur wirtschaftlich investieren, sondern auch ökologische Verantwortung übernehmen.

Regionale Unternehmen übernehmen die Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit regionalen Partnern. Die Projektentwicklung übernimmt die Area & Clavis GmbH. Der Rohbau wird von der Malesevic Bau GmbH realisiert. Für die Innenarchitektur und bankspezifischen Konzepte wie Tresorräume oder Schließfachanlagen zeichnet die Raumplan GmbH verantwortlich.

Die enge Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen sei laut Vorstand ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Fertigstellung für 2028 geplant

Die Bauanträge wurden bereits eingereicht. Der Baubeginn ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird für Herbst 2028 erwartet.

Nach dem Umzug wird die Volksbank ihren bisherigen Standort an der Mühlenstraße aufgeben. Das derzeit genutzte Gebäude gilt laut Bank als energetisch und bautechnisch nicht mehr zeitgemäß sowie langfristig wirtschaftlich unattraktiv.

Sonntag, 5. April 2026

Duisburg - Neubau Verwaltungsgebäude ehemaliger Parkplatz „Old Daddy“ - In Planung

Neues Verwaltungsgebäude in Duisburg: Chancen, Kosten und städtebauliche Bedeutung

Seit Jahren prägt eine unbebaute Fläche die Duisburger Innenstadt – eine rund 7.300 Quadratmeter große Brache, die bislang als Symbol gescheiterter Investitionsprojekte galt. Nun plant die Stadt, das Areal selbst zu entwickeln und dort ein neues Verwaltungsgebäude zu errichten. Mit veranschlagten Kosten von etwa 136 Millionen Euro gehört das Vorhaben zu den größten kommunalen Bauprojekten der letzten Jahre.

Ziel: Zentralisierung der Verwaltung

Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Bündelung bislang verstreuter Verwaltungsstandorte. Aktuell sind zahlreiche Ämter über das gesamte Stadtgebiet verteilt, was sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Durch die Zusammenführung von rund 30 Standorten in einem neuen Gebäudekomplex erhofft sich die Verwaltung effizientere Abläufe sowie jährliche Einsparungen bei Mietkosten in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Darüber hinaus soll das neue Gebäude die Stadt als Arbeitgeberin attraktiver machen. Moderne Arbeitsbedingungen gelten zunehmend als wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte im öffentlichen Dienst.

Architektur und städtebauliche Integration

Geplant ist ein Gebäudekomplex mit rund 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, verteilt auf zwei Baukörper mit bis zu zehn Etagen. Die Architektur soll sich in die bestehende Innenstadtstruktur einfügen und gleichzeitig neue Akzente setzen. Vorgesehen ist unter anderem eine gestaffelte Fassadengestaltung, die wichtige Sichtachsen – etwa auf historische Bauwerke – erhält.

Eine neu angelegte Straße wird das Areal durchziehen und zusätzliche Verbindungen zur Altstadt schaffen. Damit reagiert die Planung auch auf Kritik aus der Vergangenheit, wonach die Brache als Barriere im innerstädtischen Gefüge wahrgenommen wurde.

Infrastruktur und Nutzungskonzept

Neben Büroflächen sind ergänzende Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder sowie publikumsnahe Angebote wie ein Café im Erdgeschoss. Auch eine Kindertagesstätte in der Umgebung ist geplant, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Im Inneren setzt die Stadt auf ein modernes Arbeitskonzept. Klassische Einzelbüros sollen weitgehend durch flexible Arbeitsbereiche ersetzt werden. Unterschiedliche Zonen für konzentriertes Arbeiten, Besprechungen und publikumsintensive Tätigkeiten sind vorgesehen. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass ein Teil der Arbeit künftig im Homeoffice erfolgt.

Zeitplan und Umsetzung

Über die konkrete Umsetzung soll im Rahmen politischer Beschlüsse entschieden werden. Vorgesehen ist, einen Generalunternehmer im Rahmen eines europaweiten Verfahrens zu beauftragen. Der Baubeginn wird derzeit für das Jahr 2027 anvisiert. Erste Teile des Gebäudes könnten Ende 2029 oder Anfang 2030 in Betrieb gehen.

Quelle: WAZ - Stadt Duisburg plant schicke Büros für 136 Millionen Euro - Paywall

Mittwoch, 1. April 2026

Dortmund - Neubau Sparkasse inkl Hochhaus - In Planung

Neubau der Sparkasse Dortmund: Impuls für die Innenstadtentwicklung

Die Sparkasse Dortmund plant die Errichtung einer neuen Unternehmenszentrale im Zentrum von Dortmund. Das Bauprojekt soll auf dem bestehenden Grundstück an der Kampstraße umgesetzt werden und gilt als bedeutender Baustein für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Ausgangslage und Entscheidungsprozess

Die derzeitige Zentrale besteht aus mehreren Gebäuden aus den 1960er Jahren. Trotz zwischenzeitlicher Modernisierungen entsprechen diese nicht mehr den heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze, technische Infrastruktur und Energieeffizienz. In einem mehrjährigen Prüfprozess wurden sowohl Sanierungs- als auch Neubauoptionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Neubau langfristig wirtschaftlicher und funktionaler ist.

Geplantes Bauvorhaben

Vorgesehen ist der Abriss zentraler Gebäudeteile, darunter das Hochhaus und die Kundenhalle. An ihrer Stelle sollen zwei neue Gebäude entstehen, von denen eines als Hochpunkt geplant ist. Ein bestehendes technisches Gebäude soll erhalten und in das neue Ensemble integriert werden.

Die Gesamtfläche wird im Zuge der Neuentwicklung von derzeit rund 26.000 Quadratmetern auf etwa 17.000 Quadratmeter reduziert. Grundlage dafür sind optimierte Flächennutzungen sowie moderne Arbeitskonzepte wie flexible Arbeitsplatzmodelle und gemeinsam genutzte Besprechungsbereiche.

Nutzungskonzept und Quartiersentwicklung

Neben der Eigennutzung durch die Sparkasse sind zusätzliche Flächen für externe Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen Büros, Gastronomie, Einzelhandel sowie ein Hotel. Ziel ist eine stärkere Belebung des Quartiers und eine funktionale Durchmischung.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Architekturwettbewerbs auch die Gestaltung der umliegenden Freiräume berücksichtigt, um eine qualitative Aufwertung des städtischen Umfelds zu erreichen.

Architekturwettbewerb

Für die Planung wurde ein international besetzter Architekturwettbewerb gestartet. Insgesamt elf Planungsteams nehmen daran teil. Nach einer Zwischenpräsentation im Sommer ist die finale Entscheidung durch eine Jury für Ende November vorgesehen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Die Sparkasse Dortmund strebt Klimaneutralität bis 2035 an. Entsprechend soll der Neubau hohe ökologische Standards erfüllen, darunter eine Zertifizierung nach dem DGNB-System in Gold. Neben energieeffizienter Bauweise trägt auch der teilweise Erhalt bestehender Gebäudestrukturen zur Ressourcenschonung bei.

Zeitplan und Umsetzung

Der Baubeginn ist derzeit für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Bauzeit wird auf etwa drei Jahre geschätzt, sodass eine Fertigstellung im Jahr 2031 angestrebt wird. Während der Bauphase wird ein Interimsstandort genutzt, unter anderem am Westfalenpark.

Quelle: Sparkasse Dortmund startet Architekturwettbewerb für neue Zentrale

Dienstag, 31. März 2026

Bochum - Bremer B OFFICE - In Bau

Baugenehmigung erteilt: BREMER Projektentwicklung errichtet B OFFICE in Bochum / Im zweiten Quartal 2025 starten die Arbeiten im Innovationsquartier MARK 51°7. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2025 geplant. Ein Teil der Mietflächen ist bereits vergeben - auch die BREMER Projektentwicklung GmbH sowie die BREMER Rhein-Ruhr selbst werden in das Gebäude einziehen. Noch stehen rund 3.080 m² flexibel aufteilbare Büroflächen zu Beginn des vierten Quartals 2026 zur Verfügung. Die exklusive Vermarktung übernimmt CUBION Immobilien AG.

Mit dem B OFFICE schafft die BREMER Projektentwicklung ein zukunftsweisendes Bürogebäude, das auf die veränderten Anforderungen moderner Arbeitswelten reagiert. Digitalisierung und flexible Arbeitsmodelle erfordern Räume, die Innovationen, Zusammenarbeit und Wohlbefinden fördern. "Unser Bürokonzept des B OFFICE passt perfekt zu MARK 51°7 - wir schaffen flexibel nutzbare Flächen für Kreativität, Networking und kollaboratives Arbeiten", sagt Bernd Jungholt, Geschäftsführer der BREMER Projektentwicklung GmbH. "Weil wir von unserem Konzept überzeugt sind, ziehen wir selbst in Teilflächen ein."

Zum Konzept gehören ebenfalls großzügige Gastronomieflächen im Erdgeschoss, die sowohl den Mitarbeitenden als auch Besucherinnen und Besuchern offen stehen. Anfragen von interessierten Gastronomiebetrieben werden gerne entgegengenommen.

Attraktiver Mieterstrom von eigener PV-Anlage

Bei B OFFICE überzeugt nicht nur das moderne Bürokonzept: Auch in puncto Nachhaltigkeit werden Maßstäbe gesetzt. Das hochgedämmte Gebäude wird durch fossilfreie Energie temperiert und belüftet. Dank eines attraktiven Mieterstrommodells können die zukünftigen Mieter den Strom der gebäudeeigenen Photovoltaikanlage direkt vor Ort nutzen und so ihre Betriebskosten senken.

Optimale Lage und zukunftsorientierte Mobilität

Das B OFFICE entsteht in unmittelbarer Nähe zur Ruhr-Universität Bochum und ist durch eine Straßenbahnhaltestelle optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Ein geplanter Radschnellweg wird das Gebäude direkt mit dem Stadtzentrum verbinden. Auch für Pendler ist die Lage ideal: Das Bürogebäude verfügt über eine hervorragende Anbindung an das Autobahn- und Schienennetz. Neben zahlreichen Ladepunkten für Elektrofahrzeuge werden auch Ladestationen für E-Bikes installiert.

Pressemitteilung: Die BREMER Projektentwicklung GmbH hat die Baugenehmigung für das B OFFICE im Innovationsquartier MARK 51°7 in Bochum erhalten

Bild: Bremer

Update 31.03.2026

Richtfest für das B OFFICE in Bochum: Nachhaltiger Neubau im Zeitplan

Mit dem Richtfest für das neue Bürogebäude „B OFFICE“ hat die BREMER Projektentwicklung einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Projekt entsteht auf dem ehemaligen Opel-Areal in Bochum im Innovationsquartier MARK 51°7 und soll im November 2026 bezugsfertig sein.

Moderner Bürostandort mit flexiblen Flächen

Das sechsgeschossige Gebäude wird von BREMER West als Generalunternehmer realisiert und bietet insgesamt mehrere tausend Quadratmeter Geschossfläche. Rund 3.700 m² stehen als flexibel teilbare Mietflächen zur Verfügung. Damit richtet sich das B OFFICE insbesondere an Unternehmen, die moderne und anpassungsfähige Arbeitsumgebungen suchen.

Architektonisch zeichnet sich der Neubau durch eine markante Weißbetonfassade aus, die dem Gebäude eine klare und hochwertige Erscheinung verleiht.

Innovative Bauweise und nachhaltige Technik

Ein besonderes Merkmal des Projekts ist der Einsatz neu entwickelter TT-Decken. Diese Bauweise ermöglicht eine schlanke Konstruktion und trägt gleichzeitig zu einer ressourcenschonenden Herstellung bei. Die CO₂-Emissionen bewegen sich auf einem vergleichbaren Niveau wie bei klassischen Bauweisen, bieten jedoch zusätzliche funktionale Vorteile.        

Bild: Bremer


Auch im Betrieb setzt das Gebäude auf Nachhaltigkeit: Das B OFFICE wird vollständig fossilfrei betrieben. Zum Einsatz kommen unter anderem Wärmepumpen, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Photovoltaikanlage. Ergänzt wird dies durch ein Smart-Metering-System, das den Energieverbrauch transparent macht.

Ein Mieterstrommodell ermöglicht es zukünftigen Nutzern, vor Ort erzeugten Strom direkt zu beziehen und dadurch Betriebskosten zu senken.

Teil einer erfolgreichen Standortentwicklung

Das Projekt ist Teil der fortschreitenden Entwicklung des ehemaligen Opel-Geländes zu einem modernen Technologie- und Unternehmensstandort. Das Quartier MARK 51°7 hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Zentrum für Innovation und wissensbasierte Arbeit im Ruhrgebiet entwickelt.

Mit dem B OFFICE entsteht dort ein weiterer zeitgemäßer Arbeitsort. Auch die BREMER Projektentwicklung selbst wird künftig Flächen im Gebäude nutzen und ihren Standort vor Ort weiter ausbauen.

Ausblick

Mit dem planmäßigen Baufortschritt und der geplanten Fertigstellung im November 2026 leistet das B OFFICE einen weiteren Beitrag zur Transformation des Standorts. Der Neubau verbindet moderne Architektur, flexible Nutzungskonzepte und nachhaltige Gebäudetechnik und stärkt damit die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bochum.

Sonntag, 29. März 2026

Witten - Neubau Volksbank - Fertig (03/26)

Die Volksbank wird ihre Hauptfiliale an der Heilenstraße aus dem Jahr 1968 abreißen und ein neues Gebäude bauen. Schon im Oktober soll mit dem Abriss des Altbaus begonnen werden. Der Neubau an der Heilenstraße soll Ende 2025 fertiggestellt werden. Das Untergeschoss wird rund 400 Quadratmeter groß sein, Erd- und Obergeschoss 500 Quadratmeter.Für die Kundinnen und Kundinnen soll das neue Kompetenzcenter in Zukunft gut erreichbar sein. So sind 18 Stellplätze für Fahrräder und 15 weitere für Pkw geplant.

Quelle: WAZ -Volksbank in Witten zieht um und bleibt doch in der City - hinter Paywall


Bild: Volksbank Bochum Witten eG

Update 21.07.2025

Nur ein halbes Jahr nach dem Abriss des alten Gebäudes steht der Rohbau der neuen Volksbank an der Wiesenstraße/Ecke Heilenstraße in Witten bereits. Der markante Neubau mit viel Glas ersetzt den Altbau von 1968. Aktuell läuft der Innenausbau – die Wiedereröffnung ist für Frühjahr 2026 geplant.

Bis dahin bleibt das Provisorium im Celestian-Haus bestehen. Der Neubau wird als modern, nachhaltig und barrierefrei beschrieben, mit Photovoltaikanlage, 15 Parkplätzen und 18 Fahrradstellplätzen. Auf über 1000 m² sollen alle Beratungsteams wieder unter einem Dach vereint werden.

Quelle: WAZ - Volksbank Bochum/Witten: Der gläserne Neubau steht schon - hinter Paywall


Update 29.03.2026

Neues KompetenzCenter in Witten-Innenstadt eröffnet

Am 23. März 2026 hat die Volksbank Bochum Witten ihr neues KompetenzCenter in der Wittener Innenstadt eröffnet. Nach weniger als 1½-jähriger Bauzeit wurde der Neubau sogar früher fertiggestellt als ursprünglich geplant – ein Erfolg, der die Zusammenarbeit aller Beteiligten unterstreicht.

Rückkehr an den früheren Standort

Mit dem Neubau kehrt die Bank an ihren früheren Standort zurück – mitten ins Herz von Witten. Das neue Gebäude bietet moderne, barrierefreie Räumlichkeiten für Beratungsgespräche, Kundentermine und Mitarbeitertätigkeiten. Der Fokus liegt auf persönlicher Beratung, zeitgemäßen Finanzlösungen und einem kundenfreundlichen Umfeld.

Bau und Ausstattung

Der Rohbau war bereits im Sommer 2025 fertiggestellt. Danach folgten Innenausbau, Fassadenarbeiten und die Installation moderner Technik. Das Gebäude wurde unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz errichtet, unter anderem mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Auf über 1.000 m² Fläche stehen den Kunden nun neue Beratungsräume zur Verfügung, ergänzt durch barrierefreien Zugang, Parkplätze und Fahrradstellplätze.

Bedeutung für die Innenstadt

Mit dem Neubau setzt die Bank ein klares Signal für die Zukunft des Standorts Witten. Trotz der bundesweiten Schließung vieler Bankfilialen wird hier bewusst in die Innenstadt investiert und ein Treffpunkt für Kunden und Mitglieder geschaffen. Die Investition unterstreicht das Engagement der Bank für die Region und die lokale Wirtschaft.

Foto: Volksbank Bochum-Witten eG

Bottrop - Light-Industrial-Projekt „Central Ruhr“ - In Bau

Das Light-Industrial-Projekt „Central Ruhr“ in Bottrop

Mit dem Projekt „Central Ruhr“ entsteht in Bottrop ein moderner Gewerbe- und Logistikstandort, der gezielt auf die Anforderungen zeitgemäßer Produktions- und Logistikunternehmen ausgerichtet ist. Hinter der Entwicklung steht der Investor und Projektentwickler Swiss Life Asset Managers, der das Areal als Teil seiner europäischen Logistikstrategie erschließt.

Grundlage des Projekts ist ein rund 100.000 Quadratmeter großes Brownfield-Grundstück im Bottroper Stadtteil Eigen. Die Entwicklung sieht eine Logistikimmobilie mit insgesamt etwa 33.000 bis 33.400 Quadratmetern Mietfläche vor. Davon entfallen rund 30.000 Quadratmeter auf Lagerflächen, ergänzt durch etwa 2.000 Quadratmeter Mezzanine-Flächen sowie rund 1.300 bis 1.800 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. Zusätzlich entsteht ein separater Büroneubau mit etwa 842 Quadratmetern Fläche. 

Bild: Swiss Life Asset Managers

Die Immobilie wird in drei Halleneinheiten mit einer lichten Höhe von rund zwölf Metern unterteilt und kann sowohl von einem einzelnen Großnutzer als auch von mehreren Mietern genutzt werden. Insgesamt sind etwa 30 Verladetore sowie mehrere ebenerdige Zufahrten vorgesehen, um flexible Logistikprozesse zu ermöglichen. 

Der Baustart für „Central Ruhr“ ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Erste Baufortschritte wurden bereits im selben Jahr sichtbar, unter anderem mit dem Richtfest für Teile des Bürogebäudes. Die Fertigstellung wird marktüblich in einem Zeitraum von etwa 18 bis 24 Monaten nach Baubeginn erwartet, sodass eine Inbetriebnahme voraussichtlich im Zeitraum 2026 bis 2027 erfolgen kann.

Ein konkretes Investitionsvolumen oder Baukosten wurden bislang nicht öffentlich kommuniziert. Vergleichbare Logistikentwicklungen dieser Größenordnung bewegen sich jedoch üblicherweise im mittleren zweistelligen Millionenbereich, abhängig von Bauqualität, ESG-Standards und technischer Ausstattung.

Inhaltlich folgt das Projekt dem Konzept moderner Light-Industrial-Immobilien. Diese kombinieren klassische Lagerflächen mit Elementen leichter Produktion, E-Commerce-Abwicklung und urbaner Fertigung. Zielgruppen sind insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Fulfillment, Automotive-Zulieferung, High-Tech-Montage sowie urbane Produktionsbetriebe.

Ein besonderer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Geplant sind unter anderem Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen, der Einsatz von Wärmepumpen sowie eine Gebäudezertifizierung nach BREEAM-Standard „Very Good“. Damit positioniert sich „Central Ruhr“ als ESG-konforme Immobilie innerhalb eines zunehmend regulierten Marktes für Gewerbeimmobilien. 

Die Standortwahl in Bottrop ist strategisch begründet. Das Ruhrgebiet zählt zu den größten Logistikregionen Europas und bietet Zugang zu einem Einzugsgebiet von mehreren Millionen Menschen. Die Nähe zu Städten wie Essen, Oberhausen und Gelsenkirchen sowie die Anbindung an zentrale Autobahnen ermöglichen insbesondere effiziente Last-Mile-Logistiklösungen.

Darüber hinaus steht das Projekt exemplarisch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Auf ehemaligen Industrieflächen entstehen neue, zukunftsorientierte Gewerbestandorte, die traditionelle Nutzungsmuster ablösen und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen. „Central Ruhr“ reiht sich damit in eine Vielzahl von Transformationsprojekten ein, die den Wandel von der Montanindustrie hin zu einer diversifizierten Wirtschaftsstruktur vorantreiben.

Insgesamt zeigt das Projekt, wie sich moderne Logistik- und Light-Industrial-Immobilien zunehmend als zentrale Bausteine urbaner Wirtschaftsräume etablieren. Die Kombination aus Lagequalität, Flexibilität und Nachhaltigkeit macht „Central Ruhr“ zu einem typischen Vertreter dieser neuen Immobiliengeneration.

Quelle: Immobilienmanager

Sonntag, 8. März 2026

Bochum - Erweiterungsbau Volkswagen Infotainment - In Planung

Der neue Hauptsitz von Volkswagen Infotainment wurde Anfang 2024 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Der rund 20.000 m² große Büro- und Technologiekomplex bündelt die zuvor auf mehrere Standorte verteilten Aktivitäten des Unternehmens in Bochum und bietet Arbeitsplätze für etwa 1.000 Mitarbeitende. Nun ist ein Erweiterungsbau geplant, der flexible Büroflächen zur Miete mit einer Gesamtfläche von etwa 7.592 m² bietet. Das Gebäude befindet sich derzeit in Planung bzw. Entwicklung und wird voraussichtlich im Jahr 2028 fertiggestellt, sodass ein Erstbezug ab dem dritten Quartal 2028 möglich ist.

Der Neubau wird nach modernen und nachhaltigen Standards errichtet und ermöglicht durch seine flexible Architektur unterschiedliche Büro- und Arbeitskonzepte. Die Ausstattung und Raumaufteilung können in Abstimmung mit dem Eigentümer an die Anforderungen der zukünftigen Mieter angepasst werden. Insgesamt stehen rund 175 Stellplätze im Parkhaus zur Verfügung, zudem ist ein Personenaufzug vorgesehen.


Bild: Brockhoff

Bochum - Büro & Wohnquartier Hüttenstraße - In Planung

Das ehemalige Druckerei-Gelände an der Hüttenstraße in Bochum wird zu einem urbanen Quartier mit einer Mischung aus Wohnen und Arbeiten entwickelt. Das rund 17.000 Quadratmeter große Areal wurde in zwei Bereiche aufgeteilt, die jeweils von unterschiedlichen Investoren genutzt werden. Im östlichen Teil errichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) einen Neubau für das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA). Etwa 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit noch auf dem nahegelegenen Campus Bergmannsheil tätig sind, werden künftig dort arbeiten. Das IPA beschäftigt sich mit arbeitsbedingten Erkrankungen, unterstützt Berufsgenossenschaften und ist zudem in der Lehre an der Ruhr-Universität Bochum aktiv. Der Baustart ist für Anfang 2026 geplant, derzeit läuft ein EU-weites Vergabeverfahren.

Im westlichen Teil des Geländes plant die Landmarken AG ein Wohnprojekt mit etwa 200 Wohnungen, von denen ein Großteil öffentlich gefördert sein soll. Zusätzlich ist der Bau einer Kindertagesstätte vorgesehen. Das Projekt soll eine ehemalige Gewerbebrache in dringend benötigten Wohnraum umwandeln, ohne neue Flächen zu versiegeln. Die Bauzeit wird auf etwa zwei Jahre geschätzt, vorbehaltlich eines Satzungsbeschlusses im laufenden Bebauungsplanverfahren. Die Stadt Bochum legt besonderen Wert auf eine durchdachte Einbindung in das umliegende Viertel, das durch Wohnbebauung, Kleingärten, Gewerbe und den Iduna-Park geprägt ist. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist mit der nahegelegenen Haltestelle „Bergmannsheil“ gewährleistet. Um eine große Platane auf dem Gelände zu erhalten, wurde die ursprüngliche Bauplanung überarbeitet und die Gebäudeanzahl reduziert. Statt fünf Baukörpern entstehen nun drei, wobei ein L-förmiger Gebäuderiegel das Quartier prägen wird. So entsteht ein modernes Stadtviertel, das Wohnen, Arbeiten und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Allgemeines

  • Standort: Ehemaliges Druckerei-Gelände Laupenmühlen, Hüttenstraße, Bochum
  • Gesamtfläche: ca. 17.000 m²
  • Zwei Teilbereiche: Forschungseinrichtung (östlich) & Wohnprojekt (westlich)

Forschungseinrichtung (DGUV / IPA)

  • Investor: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
  • Fläche: ca. 8550 m²
  • Nutzung: Neubau für das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA)
  • Beschäftigte: ca. 140 Mitarbeitende, derzeit noch am Campus Bergmannsheil
  • Forschungsschwerpunkt: Arbeitsbedingte Erkrankungen & Berufskrankheiten
  • Lehre: Fach Arbeitsmedizin an der Ruhr-Universität Bochum
  • Kooperationspartner: Uniklinik Bochum

Zeitplan:

  • EU-weites Vergabeverfahren läuft
  • Geplanter Baustart: 1. Quartal 2026
  • Investitionsvolumen: Noch nicht bekannt

Wohnprojekt (Landmarken AG)

  • Fläche: ca. 8459 m²
  • Planung: Bau von rund 200 Wohnungen, überwiegend öffentlich gefördert
  • Ziel: Umnutzung ehemals gewerblicher Brache, keine zusätzliche Flächenversiegelung
  • Investition: Mittlerer zweistelliger Millionenbetrag
  • Bebauungsplanverfahren läuft, Öffentlichkeitsbeteiligung im Sommer 2025
  • Geplante Bauzeit: ca. 2 Jahre (nach Satzungsbeschluss)
  • Besondere Nutzung: Kita im nördlichen Gebäudeteil geplant

Städtebauliche Aspekte

  • Integration in ein gemischtes Umfeld: Wohnbebauung, Kleingärten, Gewerbe, Iduna-Park
  • Gute Anbindung: Haltestelle „Bergmannsheil“ (Linien 308/318)
  • Anpassung der Bauplanung:
  • Reduktion von ursprünglich 5 auf 3 Gebäude
  • Erhalt einer großen Platane, daher Änderung der Gebäudeanordnung
  • L-förmiger Gebäuderiegel ersetzt ursprünglichen Entwurf an der Straße

Sonntag, 1. März 2026

Dortmund - Revitalisierung Bundesbankgebäude - In Bau

Die Thalia Bücher GmbH wird ihren Zentralstandort Hagen Mitte des Jahres 2028 in das nah gelegene Dortmund verlegen. Nach intensiver Prüfung verschiedener Alternativen fiel die Entscheidung auf das ehemalige Bundesbankgebäude in der Dortmunder Innenstadt. Thalia hatte in Hagen lange, aber am Ende erfolglos nach einer Alternative zu den Räumlichkeiten der Zentrale in Hagen-Bathey gesucht.

ngo Kretzschmar, Vorsitzender der Geschäftsführung von Thalia, erklärt: „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, denn Thalia hat eine lange und enge Verbindung zur Stadt Hagen. Auch im intensiven Austausch mit der Hagener Wirtschaftsförderung, die sich sehr dafür eingesetzt hat, dass wir in der Stadt bleiben, konnten wir keine adäquate Lösung finden. Zugleich haben wir uns an unserem aktuellen Standort auf Dauer nicht mehr gesehen – er ist strategisch ungünstig gelegen und es fehlt ein attraktives Umfeld. Dennoch war uns bei der Wahl des neuen Standortes mit Blick auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig, dass wir im engen Umkreis von Hagen bleiben. Genau diese Voraussetzung erfüllt der künftige Standort in der Dortmunder Innenstadt. Dort finden wir eine bessere Infrastruktur sowie ein deutlich ansprechenderes Umfeld für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem erleichtern diese Rahmenbedingungen auch die Gewinnung weiterer, qualifizierter Fachkräfte, die wir aufgrund unseres nachhaltigen Wachstums benötigen.“




Das zunächst favorisierte Projekt Westside in der Nähe des Hagener Hauptbahnhofs kam als potenzieller Standort nicht in Frage, da die Entwicklungspläne nicht wie erwartet vorankamen. Daher wurde schließlich die Entscheidung getroffen, auch Alternativen außerhalb der Stadtgrenze zu prüfen.

Monica Sawhney, kaufmännische Geschäftsführerin von Thalia, sagt: „Der neue Standort in Dortmund bringt vor allem für die rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aktuell am Standort Hagen beschäftigt sind und mit nach Dortmund umziehen werden, zahlreiche Vorteile mit sich. Nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, überzeugt er durch seine zentrale Lage mit einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung. Die neuen Räumlichkeiten bieten moderne Arbeitswelten, eine Eventfläche für bis zu 200 Gäste, einen begrünten Innenhof sowie eine schöne Cafeteria, die wir im Stil unseres aus den Buchhandlungen bekannten Café-Konzepts gestalten. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verbessert zudem die Erreichbarkeit für Pendlerinnen und Pendler.“




Verbindung zu Hagen bleibt bestehen

Das Engagement von Thalia für die Region und die Stadt Hagen endet nicht mit dem Umzug nach Dortmund. Die Thalia Buchhandlungen in Hagen sowie in den angrenzenden Städten haben ohnehin ihren festen Platz in den jeweiligen Innenstädten. Auch bei Phoenix Hagen und der BBA ist Thalia weiterhin als Sponsor aktiv. „Als gebürtiger Hagener ist es mir ein Herzensanliegen, dass wir der Stadt auf vielfältige Weise treu bleiben“, so Ingo Kretzschmar.

Durch Um- und Neubau entstehen 13750 qm Bürofläche. Die Kölbl Group plant im Juli den Bauantrag einzureichen und noch dieses Jahr mit den Arbeiten beginnen.

Pressemitteilung: Thalia verlegt Mitte des Jahres 2028 den Zentralstandort Hagen nach Dortmund


Projektupdate BE DO – Aktueller Baufortschritt - (Stand 01.03.2026)

Auf der Baustelle des Projekts BE DO schreiten die Arbeiten planmäßig voran. In den vergangenen Wochen wurden zentrale Voraussetzungen für die nächsten Bauphasen geschaffen.

Vorbereitung des Kranstandorts

Derzeit wird die Fläche für den künftigen Kranstandort hergestellt. Mit der Einrichtung des Kranplatzes wird die logistische Grundlage für die kommenden Hochbauarbeiten geschaffen. Eine stabile und präzise vorbereitete Aufstellfläche ist essenziell, um Materialtransporte und Bauabläufe effizient sowie sicher zu organisieren.

Freilegung der Neubaufläche

Parallel dazu wird das Baufeld für den Erweiterungsbau weiter freigelegt. Aktuell werden unter anderem Anker für den Verbau gesetzt, um die Baugrube fachgerecht zu sichern. Diese Maßnahmen dienen der Stabilisierung der umliegenden Bereiche und bereiten die anstehenden Gründungsarbeiten vor.

Mit dem Fortschreiten der Arbeiten wird die Dimension des zukünftigen Neubaus entlang der Poststraße zunehmend erkennbar.

Schutzmaßnahmen im Bestandsgebäude

Zeitgleich laufen im Bestandsgebäude umfassende Schutzmaßnahmen. Die denkmalgeschützten Bereiche werden sorgfältig gesichert, um die historische Substanz während der Bauphase zu bewahren. Zum Einsatz kommen unter anderem temporäre Einhausungen und Schutzverkleidungen sensibler Bauteile.

Damit wird gewährleistet, dass die Revitalisierung des Gebäudes im Einklang mit den Anforderungen des Denkmalschutzes erfolgt.


Insgesamt zeigt sich das Projekt BE DO in einer Phase, in der sowohl vorbereitende Maßnahmen für den Neubau als auch der Schutz des historischen Bestands konsequent umgesetzt werden. Weitere Fortschritte werden in den kommenden Wochen erwartet.

Quelle: https://www.linkedin.com/posts/freundlieb_projektupdate-be-do-activity-7429834652800086016-rDkS/?originalSubdomain=de

Montag, 23. Februar 2026

Essen - Neubau Verwaltungscampus "Bernestraße" - In Planung

Neuer Verwaltungscampus in Essen: Sachstand, Planung und Perspektiven

Am östlichen Rand der Innenstadt von Essen entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbades an der Bernestraße ein neuer Verwaltungscampus. Nachdem die Pläne für ein 60 Meter hohes „Bürgerrathaus“ im Jahr 2022 aus Kostengründen aufgegeben wurden, setzt die Stadt nun auf eine schrittweise Entwicklung mit mehreren Bauabschnitten

Standort und städtebaulicher Kontext

Das rund 9.000 Quadratmeter große Grundstück liegt zwischen Bernestraße, Varnhorststraße und Steeler Straße, in unmittelbarer Nähe zur Alte Synagoge. Ziel ist es, das Areal städtebaulich neu zu ordnen und den östlichen Innenstadtrand aufzuwerten.

Der erste Baukörper soll sich zur Innenstadt öffnen und einen öffentlich zugänglichen Vorplatz erhalten. Eine großzügige Treppenanlage ist als verbindendes Element zwischen Stadtraum und Gebäude geplant. Gleichzeitig wird laut Jury auf einen angemessenen Abstand zu benachbarten Bestandsgebäuden geachtet.

Bild: fore+ut / PBA Architekten

Siegerentwurf und architektonisches Konzept

Den Zuschlag erhielt das Büro
PBA Peter Bastian Architekten.

Der Entwurf sieht einen siebengeschossigen Baukörper mit Glasfassade vor, ergänzt durch weitere Geschosse entlang der Varnhorststraße. Ein Dachgarten bildet einen gestalterischen Akzent. Das Konzept ermöglicht eine abschnittsweise Realisierung, sodass zunächst nur ein Teil des Gesamtareals bebaut wird.

Das Preisgericht bewertete insbesondere die Umsetzbarkeit des ersten Bauabschnitts als eigenständig funktionierenden „Solitär“ positiv.


Nutzung und Funktion

Im ersten Bauabschnitt sollen Polizei und Ordnungsamt eine gemeinsame Adresse erhalten. Beide Einrichtungen werden die Flächen zu gleichen Teilen nutzen. Vorgesehen ist eine langfristige Nutzung durch die Polizei über mindestens 35 Jahre. Die bisherige Innenstadtwache am III. Hagen soll aufgegeben werden.

Die gemeinsame Unterbringung wird von der Stadt als Beitrag zu einer engeren „Sicherheitspartnerschaft“ verstanden.


Zeitplan und Kosten

Der weitere Ablauf ist wie folgt geplant:

  • Planungsbeschluss durch den Rat: vorgesehen im Jahr 2026

  • Baubeschluss: geplant für 2027

  • Fertigstellung des ersten Bauabschnitts: angestrebt bis 2030

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden aktuell mit rund 55 Millionen Euro veranschlagt.


Weitere Entwicklung des Areals

Für einen zweiten Bauabschnitt entlang der Steeler Straße sieht der Siegerentwurf einen vier- bis sechsgeschossigen Baukörper vor. Die konkrete Nutzung ist noch offen. Diskutiert werden unter anderem studentisches Wohnen oder altengerechte Wohnformen. Eine Entscheidung hängt vom künftigen Bedarf und der wirtschaftlichen Entwicklung ab.

Langfristig soll das Projekt zur städtebaulichen Neuordnung des Quartiers beitragen und den östlichen Innenstadteingang gestalterisch aufwerten.

Bild: fore+ut / PBA Architekten

Fazit

Mit dem Verwaltungscampus verfolgt die Stadt Essen einen pragmatischeren Ansatz als beim ursprünglich geplanten Hochhausprojekt. Statt eines zentralen Großbaus setzt man auf eine modulare, schrittweise Entwicklung. Der erste Bauabschnitt soll bis 2030 realisiert werden und Polizei sowie Ordnungsamt an einem neuen Standort bündeln.

Ob und in welchem Umfang die weiteren Bauabschnitte umgesetzt werden, wird maßgeblich von finanziellen Rahmenbedingungen und dem zukünftigen Flächenbedarf abhängen.


Quelle: WAZ - So soll der neue Verwaltungs-Campus am Rande der Essener Innenstadt aussehen - hinter Paywall

Sonntag, 15. Februar 2026

Duisburg | VITALUM - Gesundheitszentrum - (Baustop)

In Duisburg realisiert der Berater für Gesundheits- und Sozialimmobilien und Projektentwickler Fellow Capital Partners (FCP) erstmals das neue Gesundheitszentrum VITALUM. Die „Gesundheitsimmobilie 4.0“ hatte das luxemburgische Unternehmen rund um die Entwickler Bernhard Goldmann und Steffen Wilde zwei Jahre lang gemeinsam mit dem Duisburger Allgemeinmediziner Dr. med. Uwe Heinen entwickelt. Die energieeffiziente und pandemietaugliche Immobilie entsteht an der Kaiser-Friedrich/Ecke Holtener Straße im Stadtteil Röttgersbach. „VITALUM - das Gesundheitszentrum“ umfasst rund 5.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, eine Arztpraxis in der Form eines großen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit bis zu 12 Ärzten (Allgemeinmedizinern und Fachärzten), einer Apotheke sowie einigen therapeutischen Praxen. Ein weiterer Schwerpunkt des VITALUM liegt auf der Geriatrie und damit auf Angeboten für die älter werdende Bevölkerung. Grundsteinlegung in Duisburg war am 13. August. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das erste Halbjahr 2024 vorgesehen. Das Investitionsvolumen liegt im zweistelligen Millionenbereich.

Das von Fellow Capital Partners gemeinsam mit der lanian Immobilien GmbH & Co. KG entwickelte „VITALUM - das Gesundheitszentrum“ entsteht in ressourcenschonender, modularer Bauweise. Mit seiner digitalen Ausstattung ist als intelligentes, energieeffiziente Gebäude konzipiert. Ebenfalls zum Konzept gehören ein Restaurant sowie eine Lehrküche für gesunde Ernährung.

Nach dem Vorbild des „VITALUM - das Gesundheitszentrum“ in Duisburg, das als erstes pandemietaugliches Gesundheitszentrum der Primärversorgung mit Allgemeinmedizin, Prävention (bewegen, ernähren, denken) und Geriatrie in Deutschland entsteht, sind weitere Häuser in Troisdorf, Krefeld, Saarbrücken und Plauen sowie in der Region Marburg geplant. Bis zu zehn dieser Objekte jährlich möchte FCP in den kommenden Jahren innerhalb partnerschaftlicher Strukturen realisieren. Investiert werden jeweils zwischen 20 und 30 Millionen Euro. Finanzierungspartner sind Banken, Sparkassen und Fonds.

„Gesundheitsimmobilie 4.0“: Antwort auf Hausärztemangel außerhalb der Metropolen
„VITALUM - das Gesundheitszentrum“ in Duisburg ist von seiner Lage in der Nähe des Neubaugebietes Kaspersfeld aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Ab der ersten Jahreshälfte 2024 wird es eine multiprofessionelle haus- und fachärztliche Grundversorgung sowie ergänzende Leistungen auf vier Etagen bieten. Eine Bepflanzung der Außenanlage mit regionaler, insektenfreundlicher Flora sowie die Dachbegrünung runden das VITALUM ökologisch ab. Realisiert werden zudem eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen und Ladestationen für E-Mobilität sowie knapp 60 Fahrradstellplätze. In dem nach dem „WELL-Building“ Standard geplanten Gebäude können bis zu 25.000 Menschen eines oder mehrerer Stadtteile bzw. Ortschaften in Form einer erweiterten Hausärzteversorgung betreut werden.

Pressemitteilung 17.08.2022: Start für VITALUM - das Gesundheitszentrum der FCP in Duisburg



Bilder: lanian GmbH & Co. KG

Update 18.01.2026

Das Gesundheitszentrum „Vitalum“ an der Kaiser-Friedrich-Straße in Duisburg-Röttgersbach ist bislang nicht eröffnet. Das ursprünglich für Mitte 2024 geplante Projekt hat sich deutlich verzögert. Hauptgründe dafür sind unerwartete technische Probleme – insbesondere der Fund von Grundwasser beim Bau des Therapieschwimmbads –, zusätzliche behördliche Anforderungen wie Verkehrs- und Lärmgutachten sowie stark gestiegene Bau- und Materialkosten. Diese Faktoren führten zu erheblichen Mehrkosten, weshalb ein zweiter Investor gesucht wird; entsprechende Gespräche laufen, die finanzierende Bank unterstützt die Fertigstellung.

Ein Baustopp liegt nach Angaben des Bauherrn nicht vor. Der Innenausbau wurde und wird weitergeführt, auch wenn von außen zeitweise wenig Fortschritt sichtbar ist. Der zuletzt kommunizierte realistische Eröffnungstermin lag bei Herbst 2025. Bis Anfang 2026 gibt es jedoch keine bestätigte offizielle Meldung, dass das Vitalum tatsächlich den Betrieb aufgenommen hat. Das Projekt gilt damit weiterhin als im Bau bzw. in der Fertigstellungsphase.

Quelle: WAZ -  „Vitalum“ in Duisburg: So steht es um das neue Gesundheitszentrum - Paywall


Update 15.02.2026

Vitalum Duisburg: Insolvenz und ungewisse Zukunft des Gesundheitszentrums

Das ambitionierte Prestigeprojekt Vitalum in Duisburg-Röttgersbach sorgt weiterhin für Schlagzeilen – allerdings nicht mit medizinischen Erfolgen, sondern mit Bauverzögerungen und finanziellen Turbulenzen. Nachdem der geplante Eröffnungstermin mehrfach verschoben wurde, steht das Gesundheitszentrum an der Kaiser-Friedrich-Straße nun vor einer entscheidenden Phase. Die hinter dem Projekt stehende Lanian Immobilien GmbH & Co. KG ist insolvent.

Stillstand auf der Baustelle: Was ist passiert?

Ursprünglich sollte das Vitalum bereits Mitte 2024 seine Pforten öffnen. Doch wer heute an der Baustelle im Duisburger Norden vorbeifährt, sieht ein Gebäude, das bereits Patina und Grünspan ansetzt. Die Bauzäune blockieren seit über drei Jahren wichtige Rad- und Gehwege, was zunehmend den Unmut der Anwohner und der Lokalpolitik auf den Plan ruft.

Bauherr Dr. Uwe Heinen führt die Verzögerungen auf eine Kombination aus bürokratischen Hürden, technischen Komplikationen und massiv gestiegenen Kosten im Bausektor zurück. Um das Projekt zu retten, wird nun händringend nach einem neuen Investor gesucht.

Das neue Konzept: Fokus auf medizinische Kernkompetenz

Die ursprünglichen Pläne für das Vitalum waren weitreichend, müssen nun aber aufgrund der wirtschaftlichen Realität angepasst werden. Eine geplante Dachterrasse mit Restaurant und Blick über das Stahlwerk Bruckhausen wurde offenbar gestrichen.

Stattdessen liegt der Fokus nun konsequent auf der medizinischen Versorgung:

  • Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ): Hauptmieter mit über 22 Behandlungsräumen und acht Fachärzten.

  • Apotheke & Sanitätshaus: Die Nahversorgung soll durch die Ansiedlung einer Fachapotheke gesichert werden.

  • Therapieangebote: Geplant sind Praxen für Physiotherapie (inklusive Schwimmbecken im Keller), Logopädie, Ergotherapie und Podologie.

  • Seniorenwohnen: Ein innovatives Konzept für eine geriatrische Reha-Wohngruppe sowie seniorengerechte Mietwohnungen.

Sanierung durch Insolvenz: Wie geht es weiter?

Die Insolvenz der Lanian Immobilien GmbH & Co. KG wird vom Bauherrn als Sanierungsinstrument bezeichnet. Ziel ist eine geordnete Restrukturierung oder eine vollständige Übernahme durch einen Investor. Laut aktuellen Informationen wurden bereits Mantelgesellschaften (wie die Vitalum Holding und die Restaurant GmbH) veräußert, um laufende Kosten zu senken.

Wichtige Termine für 2026

Die Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes soll spätestens bis zum Ende des ersten Quartals 2026 fallen. Derzeit werden verschiedene Modelle geprüft:

  1. Eine gemeinsame Umsetzung mit einem neuen Partner.

  2. Eine investorengetragene Weiterentwicklung.

  3. Die vollständige Übernahme der Immobilie durch einen neuen Betreiber.

Fazit für die Bürger in Duisburg-Röttgersbach

Für die Bewohner im Duisburger Norden bleibt die Situation unbefriedigend. Während die medizinische Infrastruktur dringend benötigt wird, bleibt das Vitalum vorerst ein "Sorgenkind" der Stadtentwicklung. Sollte bis zum Frühjahr keine tragfähige Lösung gefunden werden, fordert die Politik bereits den Rückbau der Bauzäune, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer wiederherzustellen.

Quelle: WAZ - Vitalum ist insolvent: Prestigeprojekt steht vor einer unsicheren Zukunft - hinter Paywall

Bochum - Büro & Geschäftshaus K49 - Fertig (02/26)

Das Gebäude „K49“ an der Kortumstraße 49 in Bochum steht kurz vor seiner Wiedereröffnung und gilt als wichtiger Baustein zur Aufwertung der Innenstadt. Das markante Haus, in dem früher die Landeszentralbank untergebracht war, stand über sieben Jahre leer und wurde nun von der RLS Group unter Leitung von Robin Heckendorf umfassend kernsaniert. In das Projekt wurden 5,1 Millionen Euro investiert. Die Arbeiten umfassten eine vollständige Modernisierung des Objekts, sodass es nun technisch und optisch den heutigen Anforderungen entspricht.

Im Erdgeschoss entstehen neue Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Hauptmieter wird die Drogeriekette dm, die ihre bestehende Filiale an der Kortumstraße dorthin verlagert. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Gastronomiebetriebe: den Burger-Anbieter „Take the good Food“ auf der linken Seite und eine Subway-Filiale auf der rechten Seite. Beide sollen noch im vierten Quartal 2025 eröffnen.

Die Obergeschosse werden überwiegend vom Callcenter-Betreiber Triple S genutzt, der hier rund 1.370 Quadratmeter Bürofläche langfristig anmietet. Das Unternehmen verlegt Teile seines bisherigen Standorts aus dem Kortumhaus in das neue Gebäude, während weitere Niederlassungen in Wattenscheid und Witten bestehen bleiben. Neben modernen Büroräumen erhält Triple S auch ein Staffelgeschoss mit einer Dachterrasse, die zur Verbesserung der Arbeitsatmosphäre beiträgt. Unternehmensgründer Alfons Bromkamp, seit 40 Jahren in der Branche tätig, betont den Anspruch, seinen Beschäftigten trotz des oft schwierigen Branchenimages ein angenehmes Arbeitsumfeld und ein Stück Heimat zu bieten.

Die Lage in der Bochumer Innenstadt gilt als sehr zentral und verkehrsgünstig. Fußläufig befinden sich zahlreiche Geschäfte, das Capitol-Kino sowie der Husemannplatz. Mit dem „K49“ erhält die Kortumstraße nach Jahren des Stillstands eine deutliche Aufwertung, die in das Gesamtbild der umfangreichen Stadtentwicklungsmaßnahmen passt. Eigentümer Heckendorf, der das Projekt als „Lokalpatriot“ vorantreibt, sieht darin einen Beitrag zur weiteren Belebung der Innenstadt. Gemeinsam mit seinen Partnern plädiert er für eine noch stärkere Mischung aus hochwertiger Gastronomie, attraktivem Einzelhandel und Wohnnutzungen, um die Zukunftsfähigkeit des Stadtzentrums zu sichern.

Quelle: WAZ - „K49“ soll der Kortumstraße in Bochum neuen Glanz verleihen - Paywall



Bilder: RLS Group

K49 Bochum: Revitalisierung an der Kortumstraße 49 erfolgreich abgeschlossen

Das markante Büro- und Geschäftshaus K49 in der Bochumer Innenstadt ist offiziell fertiggestellt. Nach einer umfassenden Kernsanierung durch die RLS Group präsentiert sich das Gebäude an der Ecke Kortumstraße / Südring als moderner Standort für Systemgastronomie und Dienstleistungen. Das Investitionsvolumen für die Aufwertung der Immobilie belief sich auf rund 5,1 Millionen Euro.

Nutzungskonzept: Fokus auf Gastronomie und Business-Services

Das K49 zeichnet sich durch einen gezielten Mietermix aus, der sowohl die Frequenz der Fußgängerzone nutzt als auch hochwertige Bürokapazitäten im Herzen des Ruhrgebiets schafft.

Gastronomie im Erdgeschoss

Die Retail-Flächen im Erdgeschoss werden durch bekannte Namen der Systemgastronomie sowie innovative Konzepte belebt:

  • Subway: Die weltweit bekannte Sandwich-Kette nutzt die prominente Ecklage für eine moderne Filiale.

  • Take The Good Food: Das wachsende Burger-Konzept (bekannt für Smashed Burger) hat hier einen neuen Standort eröffnet und stärkt das kulinarische Angebot in der südlichen City.

  • dm-drogerie markt (Hauptmieter EG): Der Drogeriefachmarkt belegt die großzügige Einzelhandelsfläche im Erdgeschoss. Die Filiale wurde von einem kleineren, nahegelegenen Standort hierher verlegt, um den Kunden ein modernes Einkaufserlebnis auf erweiterter Fläche zu bieten.

Moderne Arbeitswelten in den Obergeschossen

In den oberen Etagen wurden flexible und technisch hochgerüstete Büroflächen realisiert:

  • Triple S Manufaktur: Der Callcenter-Spezialist und BPO-Dienstleister (Business Process Outsourcing) betreibt hier einen seiner modernen Standorte. Die Räumlichkeiten bieten Platz für spezialisierte Kommunikationsteams und Verwaltung.


Architektur und technische Highlights

Die Revitalisierung hat das Erscheinungsbild des ehemaligen Leerstands grundlegend gewandelt. Zu den baulichen Eckpunkten gehören:

  • Fassadengestaltung: Eine helle, moderne Optik mit großzügigen Glasfronten sorgt für hohe Sichtbarkeit der Ladenlokale.

  • Staffelgeschoss: Das Gebäude wurde um ein attraktives Staffelgeschoss erweitert, das über eine Dachterrasse mit Blick über die Bochumer Skyline verfügt.

  • Infrastruktur: Vollständige Barrierefreiheit und Integration moderner Klimatechnik sowie Glasfaseranbindung.

Foto: hanbrohat

Fazit für den Standort Bochum

Die Fertigstellung des K49 ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Bochumer Innenstadt. Durch die Ansiedlung von Dienstleistern wie Triple S und die Stärkung der Gastronomie durch Subway und Take The Good Food, sowie dem Einzelhändler dm wird eine nachhaltige Belebung der südlichen Kortumstraße erreicht. Das Projekt zeigt, dass auch Bestandsimmobilien durch gezielte Investitionen wieder zu erstklassigen Adressen in der 1A-Lage werden können.

Samstag, 14. Februar 2026

Bochum - Büro & Geschäftshaus Dr. Ruer-Platz | In Bau

Wie nun bekannt wurde soll das Traditionslokal „Die Uhle“ am Dr. Ruer-Platz Anfang Januar 2019 geschlossen werden. Seniorchefin Brigitte Streberg hatte mit 86 ihren Abschied erklärt und das Gebäude verkauft. Die ersten Pläne für die Neubebauung des Areals präsentierten die Kemper - Steiner & Partner Architekten auf ihrer Homepage bereits 2016. Bei dem Käufer handelt es sich um die Sparkasse Bochum. Die Sparkasse beabsichtigt, das Objekt abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Die Planungen hierzu laufen.

Quelle: WAZ - Das Bochumer Traditionslokal „Die Uhle“ schließt Anfang 2019



Update 13.01,2019

Das Traditionslokal ''Uhle'' schließt nun endgültig. Im Februar geht das Gebäude in den Besitz der Sparkasse Bochum über. Diese hat bereits  mit den vorbereitenden Vermessungsarbeiten für einen mehrgeschossigen Neubau begonnen. Geplant ist neben Gewerbe und Handel auch Wohnungen. Dabei soll wohl auch das Gebäude zwischen Uhle und Sparkasse, das ebenfalls dem Geldinstitut gehört, mit einbezogen werden. Der architektonischer Entwurf für das neue Objekt wird vom hauseigenen Architekten Ludger Kroos entwickelt.

Quelle: WAZ - Trauriger Abschied von der „Uhle“: Traditionslokal schließt


Update 19.10.2019

Bis spätestens Frühjahr 2021 wird das Gebäude an der Ecke Huestraße/Dr.-Ruer-Platz mit der Traditionsgaststätte „Die Uhle“ abgerissen. Die Sparkasse Bochum plant an gleicher Stelle den Bau eines „EnergieHauses Plus“, das mehr Energie produzieren als verbrauchen soll. Der Neubau wird in seinen Proportionen und in seiner Gestaltung harmonisch in die angrenzende Bebauung einfügen.

Das Gebäude soll auch die Lücke zum benachbarten Altbau schließen, in dem das Kundenservicecenter der Sparkasse untergebracht ist. Eine einheitliche Fassade soll Alt- und Neubau optisch zusammenfügen. Ins Erdgeschoss zieht wieder Gastronomie ein. Drei Architekturbüros wurden eingeladen Entwürfe für den Neubau zu entwickeln. Im März 2020 wird entschieden welcher Entwurf umgesetzt wird. Im Jahr 2021 soll der Baubeginn erfolgen.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/ga...227328797.html

Update 22.09.2020

Mit einer außergewöhnlichen Fassade und vielen beeindruckenden und überraschenden Lösungen für den Neubau haben die Architekten O & O Baukunst aus Köln überzeugt. Die Anbindung an die beiden bestehenden Sparkassen-Gebäude am Dr.-Ruer-Platz ist gelungen. Sie fügt die einzelnen Gebäudeteile zu einem attraktiven Gesamtkomplex zusammen.


Insgesamt waren drei ausgewählte Büros aus der Region eingeladen worden, ihre Visionen für dieses Projekt einzureichen. Ihre Aufgabe war es, auf dem Grundstück der „Uhle“ einen mehrgeschossigen Neubau zu planen – mit einer Gaststätte im Erdgeschoss und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für die Etagen. Ferner sollte der Neubau an das direkte Nachbargebäude angebunden werden, in dem sich unter anderem ein Café und die Digitale Beratung der Sparkasse Bochum befinden. Dieser Bau aus den 60er Jahren wiederum sollte mit dem Sparkassen-Hauptgebäude mit einer Brücke verbunden werden. Soweit einige Vorgaben, die zu erfüllen waren. 

Die Lösung des Siegerentwurfs hatte alle Entscheider, zu denen neben Vertretern der Sparkasse und ihrer Gremien auch unabhängige Architekten und Vertreter der Stadt gehörten, übereinstimmend überzeugt. Alle drei Entwürfe wurden positiv wahrgenommen. Doch die Entscheidung für das Kölner Modell fiel einstimmig. „Das optisch und planerisch gelungene Gesamtkonzept wird die Attraktivität des Dr.-Ruer-Platzes erhöhen“, ist Jürgen Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum, überzeugt. Äußerlich führt eine gefaltete Fassade geschickt die drei Bestandteile zusammen, ohne die einzelnen Elemente (Hauptgebäude, Café und Neubau) zu verwässern. Eine spannende Lösung bietet der Entwurf mit der Erschließung des Neubaus über das vorhandene Treppenhaus des Nachbarhauses. 

In den Obergeschossen werden unterschiedliche Varianten für eine Eigennutzung oder auch Fremdvermietung aufgezeigt. „Gerade die letzten Wochen und Monate haben deutlich gemacht, wie schnell sich neue Entwicklungen auch auf Arbeitssituationen auswirken können. Darauf möchten wir flexibel reagieren können,“ betont Vorstandsmitglied Yvonne van den Hövel-Meyer. In die Gastronomie führen im Entwurf zwei Eingänge. Einer davon liegt voraussichtlich – wie bisher – an der Ecke DrRuer-Platz/Huestraße. Innen besticht der Entwurf mit einer schmalen Galerie entlang der gläsernen Fassade. „Das ist sehr beeindruckend und verdoppelt voraussichtlich die Zahl der begehrten Fensterplätze“, so die Baudezernentin der Sparkasse. Auch die geschwungene freie Treppe unterstütze die räumliche und architektonische Qualität dieses Entwurfs. „Das wird ein Schmuckstück für Bochum!“, freut sich Christian Heuchel von O & O Baukunst in Köln. „Wir freuen uns sehr, die Innenstadt durch hochwertige Architektur zu unterstützen.“ „Wir sind nun einen großen Schritt weiter“, betont Alexander Schüning, Leiter der Bauabteilung der Sparkasse Bochum. Nun beginne die Feinjustierung nach den Vorstellungen und Wünschen der Sparkasse Bochum. 

Bis die Baugenehmigung vorliege, werde es noch etwas dauern, so dass auch der Abriss voraussichtlich frühestens gegen Ende nächsten Jahres erfolgen könne. Bis dahin kann Bochum Marketing weiterhin die „Kultur-Uhle“ für eigene Projekte nutzen. Allerdings mit einer Einschränkung, räumt Alexander Schüning ein: „Wenn das Dach undicht wird, müssen wir das Gebäude vorher aus Sicherheitsgründen schließen“.

Pressemitteilung: Sparkasse Bochum 

Bild: Sparkasse Bochum

Update 23.12.2021

Beeindruckend, überraschend, attraktiv – so beschrieb die Jury aus unabhängigen
Architekten, Vertretern der Stadt und der Sparkasse Bochum im September 2020 den Entwurf des Kölner Planungsbüros Ortner & Ortner Baukunst für den Neubau an Bochums 1. Adresse. Erste Visualisierungen zeigen jetzt das Schmuckstück, das die Sparkasse Bochum am Dr.- Ruer-Platz für Bochum baut. Ins Auge sticht die gefaltete Gebäudehülle mit großen Fenstern und Natursteinelementen, die die Elemente Neubau Dr.-Ruer-Platz 8 und den Altbau mit Café am Dr.-Ruer-Platz 6 geschickt zusammenführt, ohne dabei einzelne Bestandteile zu verwischen.

An der historischen Stelle der „Uhle“ ist im Erdgeschoss wieder ein Restaurant geplant - mit innenliegender Galerie zur Fensterseite und einer Außengastronomie, die für eine zusätzliche Belebung des Dr.-Ruer-Platzes sorgen wird. Außerdem wird der Neubau multifunktionale Büros für moderne Arbeitswelten schaffen. Die Sparkasse selbst nutzt voraussichtlich nur die vierte Etage.

Im September wurde der Bauantrag gestellt, im neuen Jahr starten die ersten Arbeiten. Anfang Januar wird die künftige Baustelle eingezäunt. Der Rückbau des Altgebäudes erfolgt mit strenger Trennung der auszubauenden Materialien. Bei der Planung wurde viel Wert auf nachhaltiges Bauen und eine ausgewogene Energiebilanz gelegt, das Plus-Energiehaus wird seine Energie durch Photovoltaikelemente selbst erwirtschaften.


Nach dem Rückbau ist ab März der Abbruch des verbliebenden Massivgebäudes geplant. „Zur Sicherung der Baugrube und der Nachbarhäuser werden Bohrpfähle entlang der Außenkante zwölf Meter tief gesetzt. Danach beginnt die Ausschachtung für den Neubau“, erklärt Sparkassen-Architekt und Bauherrnvertreter Michael Allweins. Während der Bauzeit dieses attraktiven Gebäudes im Herzen der City ist es das Bestreben der Sparkasse Bochum, das Leben und Einkaufen in der City sowie die Nachbarn so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Um die Baustelle auf dem kürzesten Weg zu erreichen, werden die Baustellenfahrzeuge die Luisenstraße für die notwendigen und gesicherten An und Abfahrten nutzen. Die übrige Fußgängerzone und der Einzelhandel bleiben so weit wie möglich unberührt.

Um allerdings diese Zufahrt rechts von der Tiefgarageneinfahrt für schwere Fahrzeuge nutzen zu können, muss sie verstärkt werden. Auch diese Arbeiten beginnen im Januar. „Das ist leider nicht zu verhindern. Der vorhandene Untergrund an dieser Stelle ist für schwere Last nicht ausgerichtet“, bedauert Michael Allweins.

Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes aus Alt- und Neubau ist in 2024 geplant. Dann wird Bochums neues Schmuckstück mit seiner hochwertigen Architektur die Attraktivität des Dr.- Ruer-Platzes und der Bochumer Innenstadt deutlich steigern.

Pressemitteilung: Sparkasse Bochum




Update 11.06.2022

Das endgültig letzte Kapitel der früheren Traditionsgastronomie am Dr.-Ruer-Platz hat begonnen. Das Dach ist bereits weg und die Abbruchhämmer graben sich unerbittlich in das Ziegelmauerwerk. Bis zum 21. Juni soll oberirdisch alles verschwunden sein. Bis zum 11. Juli soll der schmale Zuweg für schwere Baufahrzeuge über die Luisenstraße möglich sein. Erst dann wird mit den Arbeiten für die Baugrube des Neubaus begonnen. In rund 13 Metern Tiefe erfolgt eine Gründung auf dem dort anstehenden Mergel – in direkter Nachbarschaft zur Tiefgarage.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…die-uhle-id235504953.html

Hier und hier eine Luftaufnahme

Update 29.07.2023

Viele Monate lang haben sich die Arbeiten auf der Baustelle der Sparkasse Bochum auf dem Dr.-Ruer-Platz in die Tiefe gerichtet. Bis zu zwölf Meter tief wurde ausgeschachtet. Nun entwickeln sich die Aktivitäten endlich nach oben. In den letzten Wochen wurde das Fundament des neuen Gebäudes gegossen, das vom Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst geplant und von der Firma Echterhoff-Holland Hoch- und Tiefbau gebaut wird.

„Das Wetter in diesem Frühjahr war wirklich gegen uns“, sagte Bauherrnvertreter Michael Allweins von der Sparkasse Bochum. „Es hat enorm viel geregnet und das hat dem Boden, den wir in der Tiefe vorgefunden haben, nicht gutgetan.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte Michael Allweins (der ebenfalls Architekt ist): „Der Boden, den wir in der Tiefe vorgefunden haben, heißt Schluff – und genauso verhält er sich auch.“ Kommt Schluff mit Wasser in Berührung, verwandelt er sich zu einem glibberigen Brei. Auf diesem Brei kann man nicht stehen, arbeiten oder gar gründen. Also hieß es weiter ausschachten. Insgesamt mussten 4.800 Kubikmeter Schluff aus-gehoben werden, bis die Arbeiter schließlich auf stabilen Essener Grünsandmergel stießen. Auf diesem sicheren Boden entsteht nun das neue Gebäude.

Vorbereitungen für Arbeiten in der engen Innenstadt

Nicht nur der Boden hat die Arbeiten erschwert. Sicherheit geht vor – und gerade auf einer Baustelle im engen Innenstadtraum mussten langwierige Vorbereitungen getroffen werden: Eine Zuwegung zur Baustelle für die schweren Lastwagen und Geräte musste erst geschaffen werden. Die Luisenstraße wurde dafür aufwändig mit Pfählen, die tief in den Boden getrieben wurden, ertüchtigt. Diese Lösung sorgt dafür, dass die Fußgängerzone auf der Huestraße jetzt nahezu unbehelligt von den Bauarbeiten bleibt, denn die Baufahrzeuge nehmen nun den kürzeren Weg über die Luisenstraße. Auch die Baugrube selbst musste nach dem Ausschachten zunächst stabilisiert werden. Dafür sorgen 88 Betonbohrpfähle an den Baugrubenseiten. Die Pfähle sind 16 Meter lang, haben einen Durchmesser von 62 Zentimetern und werden auf zwei Ebenen von Stahlgurten umfasst. So wird die Baugrube stabil und gegen nach-fallendes Erdreich geschützt.

So sehen die nächsten Schritte aus

Stabil gesichert, geht es nun auf einem insgesamt drei Meter dicken Fundament nach oben. Aktuell entstehen die Betonwände des dritten Kellergeschosses. Daran schließt sich mit Decken und Wänden das zweite Untergeschoss an. „Diese Gebäudeteile werden künftig als Parkgaragen genutzt“, berichtete Michael Allweins. Mit dem ersten Untergeschoss wird sich die Nutzung ändern. „Hier entstehen Keller- und Lagerräume für das zukünftige Restaurant.“ Der Erdgeschossboden selbst wird voraussichtlich Ende des Jahres fertig sein. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2024/Anfang 2025 geplant. Zeitgleich soll die Fassadensanierung des benachbarten Bestandsgebäudes fertiggestellt werden. Optisch verschmelzen Neu- und Altbau zu einer Einheit.

„Wir gestalten die Innenstadt von Morgen mit“

Das neue Gebäude wird ein Plusenergiehaus. Das bedeutet, dass es mehr Energie erzeugt als selbst verbraucht. Möglich wird das durch eine effiziente Luftwärme-pumpe. Den dazu benötigten Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Neubau die Innenstadt um ein sehr schönes Gebäude ergänzen können“, sagte Sparkassen-Vorstandsmitglied und Baudezernentin Yvonne van den Hövel-Meyer. „Wir lassen etwas Neues entstehen, mitten in der Stadt. Wir bauen etwas auf und gestalten die Stadt von morgen aktiv mit.“

Pressemitteilung: https://www.sparkasse-bochum.d…nt.pdf?stref=imagetextbox

Update 16.07.2024

Eigentlich sollte der Neubau bereits fertig sein. Gefühlt geht es nur sehr langsam auf der Baustelle voran. Als einer der Gründe werden die langwierigen Arbeiten an und in der Baugrube gennat. Der sandige Boden, „Schluff“ genannt, hat sich wegen des ständigen Regens in eine breiige Masse verwandelt, die nur schwer zu handeln war. Mittlerweile steht das Erdgeschoss, die größten Probleme scheinen überwunden zu sein. Rund fünf Wochen werden aktuell für eine Etage benötigt. Mitte 2025 soll das Gebäude fertig sein, mit ca 9 Monaten Verzögerung. Im imposanten Erdgeschoss soll auf ca 389 qm eine Gatronimie einziehen.

Zudem bekommt die in die Jahre gekommene Fassade des Bestandsgebäudes, in dem sich u.a. die US-Kaffeekette Starbucks und das Spielzeug-Paradies befinden und die von Oktober an abgebaut wird, ein modernes Gesicht. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 15 Mio Euro.

Quelle: WAZ - werden die nie fertig? - Sparkassenbeubau hat viele Tücken - Paypall




Fotos: O & O Baukunst

Update 26.10.2024

Es wird wie angekündigt eine neue Gastronomie im Erdgeschoss des Neubaus geben. Voraussichtlich im September 2025 wird die Restaurantkette „Wilma Wunder“ in den Neubau der Sparkasse Bochum am Dr.-Ruer-Platz ziehen. Ein besonderer Akzent des Lokals wird neben dem Ganztagsbetrieb und der regionalen Ausrichtung die Innenausstattung sein. Zu dem Lokal mit der imposanten Deckenhöhe von 5,01 Meter und der auffälligen „Falt-Fassade“ gehört ein großzügiger Außengastronomiebereich auf dem Dr.-Ruer-Platz und der Huestraße. Insgesamt etwa 300 Plätze, 150 innen und 150 außen, werde das Restaurant bieten. Zu den Besonderheiten gehöre die großzügige Fensterfassade zum Dr.-Ruer-Platz. Diese könne komplett geöffnet werden und so einen nahtlosen Übergang von Innen nach Außen ermöglichen.

Quelle: WAZ - Neues Lokal: Wilma Wunder öffnet 2025 im Herzen Bochums - hinter Paywall


Update 28.10.2025

Der Neubau der Sparkasse am Dr.-Ruer-Platz in Bochum verzögert sich. Statt wie geplant im September 2025 soll er nun erst im Januar 2026 fertiggestellt werden. Grund dafür ist die komplexe Baustellensituation, da der Platz häufig für Veranstaltungen wie den Wochenmarkt, Musiksommer oder Weihnachtsmarkt genutzt wird, was die Bauarbeiten einschränkt.

Im Januar 2026 sollen die Gastronomie „Wilma Wunder“ und eine Anwaltskanzlei einziehen. Die Sparkasse nutzt die übrigen Räume selbst. Parallel dazu laufen die Planungen für eine Skywalk-Brücke, die den Neubau mit dem Hauptgebäude verbinden soll. Der Baubeginn ist noch für 2025 vorgesehen, die Fertigstellung Anfang 2026.

Quelle: Radio Bochum


Update 14.02.2026

Die Realisierung moderner Architekturprojekte ist oft ein Wettlauf gegen die Zeit – ein Rennen, das im Fall des aktuellen Bauvorhabens in der Bochumer City vorerst ausgebremst wurde. Von einer Fertigstellung Anfang 2026 kann inzwischen leider keine Rede mehr sein. Die Bauarbeiten ziehen sich weiter in die Länge, was bei Anwohnern und Interessenten Fragen zur Logistik und zum Zeitmanagement aufwirft.

Foto: hanbrohat

Stillstand beim Brückenschluss zum Nachbargebäude?

Besonders im Fokus der Kritik steht der angekündigte Brückenschluss zum Nachbargebäude. Bislang ist an dieser zentralen Schnittstelle nur wenig sichtbare Bewegung erkennbar. Für Außenstehende und Passanten wirkt die Baustelle daher weiterhin wie ein Projekt im Wartemodus.

Dabei ist gerade diese Verbindung essenziell für das architektonische Gesamtkonzept. Ein Brückenschluss ist bautechnisch hochkomplex: Er erfordert präzise statische Abstimmungen und erfüllt wichtige Funktionen im Bereich des Brandschutzes und der barrierefreien Erschließung. Dass hier die Fortschritte ausbleiben, verzögert unweigerlich die nachfolgenden Gewerke im Innenausbau.

Foto: hanbrohat

Hochwertige Fassadengestaltung: Ein Blick durch das Gerüst

Trotz der terminlichen Rückschläge gibt es erste positive Eindrücke, die die Qualität des Vorhabens unterstreichen. Wer genau hinsieht, kann durch das Baugerüst bereits Details der hochwertigen Fassade erkennen.

Die Ausführung lässt auf eine sorgfältige Planung schließen:

  • Materialwahl: Die verwendeten Oberflächen wirken edel und langlebig.

  • Linienführung: Eine klare, moderne Formsprache wird sichtbar.

  • Proportionen: Das Gebäude fügt sich harmonisch, aber dennoch präsent in die Umgebung ein.

Diese ersten Vorboten machen neugierig auf das Endergebnis. Man bekommt zumindest eine Ahnung davon, welches architektonische Statement das Gebäude einmal setzen soll, wenn die Hüllen endgültig fallen.

Foto: hanbrohat