Posts mit dem Label Gelsenkirchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gelsenkirchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 30. August 2026

Gelsenkirchen-Buer: 11 neue Wohnungen an Schillerstraße entstehen

Gelsenkirchen-Buer: 11 neue Wohnungen an der Schillerstraße entstehen in bester Lage

Gelsenkirchen-Buer. In unmittelbarer Nähe des Stadtwaldes entsteht an der Ecke Schillerstraße/Goldbergstraße ein neues Mehrfamilienhaus. Der Beamtenwohnungsverein Gelsenkirchen eG realisiert auf einem rund 1.400 Quadratmeter großen Grundstück insgesamt elf neue Wohnungen.

Das Projekt befindet sich inzwischen deutlich in der Bauphase. Der Rohbau des Mehrfamilienhauses wurde seit November 2025 errichtet. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Gleichzeitig wird das benachbarte Bestandsgebäude mit 15 Wohnungen energetisch saniert. Neubau und Bestand sollen anschließend durch neu gestaltete Außenanlagen und einen Gemeinschaftsgarten zu einem aufgewerteten Wohnensemble verbunden werden.

Neubau ersetzt Gebäude aus den 1960er-Jahren

Bevor der Neubau entstehen konnte, wurde ein sanierungsbedürftiges Mehrfamilienhaus aus den 1960er-Jahren abgerissen. Der Abriss erfolgte im Oktober 2025. Anschließend begannen die Arbeiten für das neue Wohngebäude. Auf dem Grundstück entsteht ein Haus mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Insgesamt sind elf Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen vorgesehen. Dadurch soll das Gebäude sowohl Singles und Paare als auch Familien ansprechen.


Bild: Kemper, Steiner & Partner


Freitag, 21. August 2026

Boecker-Haus Gelsenkirchen: Neubau mit 40 Seniorenwohnungen geplant

Neubau am Gelsenkirchener Hauptbahnhof: Ehemaliges Boecker-Haus wird abgerissen

Gelsenkirchen. Das markante ehemalige Boecker-Haus am Bahnhofsvorplatz in Gelsenkirchen soll verschwinden. An seiner Stelle plant die Wohnungsgesellschaft Sahle Wohnen einen Neubau mit rund 40 seniorengerechten Wohnungen. Im Erdgeschoss sind Flächen für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen. Auch ein begrünter Dachbereich und ein Innenhof gehören zum Konzept.

Der ursprünglich für 2025 geplante Baustart verzögert sich allerdings. Unter anderem musste zunächst geklärt werden, was mit dem historischen Bahnhofsfenster an der Fassade des heutigen Gebäudes passiert. Inzwischen steht fest: Das Wahrzeichen wird ausgebaut, restauriert und soll später einen neuen Standort in der Nähe erhalten.

Ehemaliges Boecker-Haus wird durch Neubau ersetzt

Das Gebäude am Bahnhofsvorplatz steht bereits seit Frühjahr 2025 vollständig leer. Zuvor befand sich unter anderem die Eisdiele „Dolce Vita“ in dem Gebäude.

Nun soll das bestehende Haus weichen. Geplant ist ein vollständiger Rückbau bis auf die Kellerdecke. Anschließend soll an gleicher Stelle ein moderner Neubau entstehen.

Die Wohnungsgesellschaft Sahle Wohnen möchte damit einen bisher weitgehend ungenutzten Standort in zentraler Lage neu entwickeln.

Sonntag, 26. Juli 2026

Buerscher Waldbogen Gelsenkirchen: Neues Wohnquartier fast fertig

Buerscher Waldbogen in Gelsenkirchen: Aus ehemaliger Kinderklinik entsteht modernes Wohnquartier

Gelsenkirchen-Buer/Resse. Wo früher die Gelsenkirchener Kinderklinik stand, ist in den vergangenen Jahren ein neues Wohnquartier entstanden. Der Buersche Waldbogen zählt inzwischen zu den größten und erfolgreichsten Wohnbauprojekten im Gelsenkirchener Stadtnorden.

Rund zehn Jahre nach Beginn der Vermarktung ist das Quartier nahezu vollständig bebaut. Rund 800 Menschen leben mittlerweile in dem neuen Stadtviertel. Das ehemalige Klinikgelände wurde dabei grundlegend neu entwickelt. Statt Krankenhausgebäuden prägen heute Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Mehrfamilienhäuser, Grünflächen und Spielbereiche das Gebiet.

Vom Klinikgelände zum neuen Wohnquartier

Die Geschichte des Buerschen Waldbogens reicht bis in die Zeit der ehemaligen Gelsenkirchener Kinderklinik zurück. Bis 2007 befand sich die Kinderklinik auf dem Gelände. Nach dem Umzug an den heutigen Standort neben dem Knappschaftskrankenhaus wurden die früheren Klinikgebäude abgerissen.

Damit wurde eine große innerstädtische beziehungsweise innenstadtnahe Fläche für eine neue Nutzung frei.Im Jahr 2012 beschloss der Rat der Stadt Gelsenkirchen den Bebauungsplan für das Areal.

Vier Jahre später begann die Vermarktung der Grundstücke durch die Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen (SEG). Die vollständige Erschließung des Geländes übernahm NRW.URBAN. Aus dem ehemaligen Klinikstandort sollte ein modernes Wohnquartier mit viel Grün und einer hohen Aufenthaltsqualität entstehen.

Foto: Stadt Gelesenkirchen


Sonntag, 29. März 2026

Gelsenkirchen - MLP Business Park Schalke - In Bau

Der MLP Business Park Schalke entsteht derzeit in Gelsenkirchen und zählt zu den bedeutenden Revitalisierungsprojekten im nördlichen Ruhrgebiet. Auf dem Gelände eines ehemaligen Drahtwerks der Thyssen, das über Jahre hinweg brachlag, entwickelt die MLP Group einen modernen Gewerbe- und Logistikstandort. Ziel des Projekts ist es, die Fläche wirtschaftlich neu zu beleben und gleichzeitig Impulse für die städtebauliche Entwicklung im Stadtteil Schalke-Nord zu setzen. Als Generalunternehmer ist das Bauunternehmen Bremer für die Umsetzung verantwortlich.



Das Gesamtareal umfasst rund 120.000 Quadratmeter, auf denen mehr als 72.000 Quadratmeter flexibel teilbare Mietflächen entstehen. Das Nutzungskonzept richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Light Industrial sowie gewerbliche Dienstleistungen. Ergänzt werden die Hallen durch moderne Büro- und Sozialflächen sowie durch Grün- und Aufenthaltsbereiche, die zur Aufenthaltsqualität beitragen sollen. Der Baustart erfolgte im Jahr 2024, inzwischen sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Die erste Bauphase mit rund 30.000 Quadratmetern Fläche soll im vierten Quartal 2025 fertiggestellt werden, die Inbetriebnahme ist ab Anfang 2026 vorgesehen. Der Standort ist als Multi-User-Park konzipiert, sodass mehrere Unternehmen parallel Flächen nutzen können.


Ein wesentlicher Meilenstein in der Projektentwicklung ist bereits erreicht: Mit der Winit Germany GmbH wurde ein erster Großmieter gewonnen, der rund 36.000 Quadratmeter Fläche für E-Commerce-Logistik und Fulfillment-Prozesse angemietet hat. Am Standort sollen perspektivisch etwa 300 bis 400 Arbeitsplätze entstehen, was die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts für die Region unterstreicht. Insgesamt zielt der Business Park darauf ab, sich als moderner Logistik- und Gewerbestandort mit internationaler Anbindung zu etablieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Ausgestaltung des Projekts. Die Gebäude werden ressourcenschonend errichtet und sind auf eine energieeffiziente Nutzung ausgelegt. Dazu zählen unter anderem die Vorbereitung für Photovoltaikanlagen sowie die Integration von Grünflächen und Aufenthaltszonen. Das Vorhaben unterstützt zudem die Ziele des integrierten Entwicklungskonzepts für Schalke-Nord und trägt zur Aufwertung eines lange untergenutzten Industrieareals bei.

Bilder: MLP Group

Für die Stadt Gelsenkirchen stellt der MLP Business Park Schalke einen wichtigen Baustein der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung dar. Durch die Kombination aus Flächenrecycling, moderner Infrastruktur und neuen Arbeitsplätzen wird ein Beitrag zum Strukturwandel im Ruhrgebiet geleistet, der den Übergang von industrieller Vergangenheit hin zu zukunftsorientierten Gewerbe- und Logistiknutzungen weiter vorantreibt.

Samstag, 31. Januar 2026

Gelsenkirchen - Bürogeäude am Veltins Arena - In Planung

In Gelsenkirchen neben den gastronomischen Lokalen wie XIAO, L’Osteria und Café Del Sol ist der Bau eines Bürogebäudes geplant.Bei dem Objekt handelt es sich um ein hochwertiges Büro-Neubauprojekt mit insgesamt sechs Geschossen, das sich durch einen hohen Glasanteil und ein entsprechend repräsentatives Erscheinungsbild auszeichnet. Die großflächigen Verglasungen sorgen für helle, moderne Arbeitsräume und eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Die Büroflächen werden modern ausgestattet und können flexibel an die individuellen Anforderungen der zukünftigen Nutzer angepasst werden. Eine barrierefreie Erschließung ist sowohl über das Treppenhaus als auch über einen Personenaufzug gewährleistet. Zur Ausstattung zählen unter anderem arbeitsplatzgerechte Beleuchtung, außenliegender Sonnenschutz mit Sonnenschutzglas, eine Vollklimatisierung sowie Bodenbeläge, Verkabelung und Kabelführung nach Vereinbarung.

Derzeit stehen folgende Flächen zur Verfügung:

Im Erdgeschoss ca. 382 m², im 1. Obergeschoss ca. 519 m² sowie im 2. bis 4. Obergeschoss jeweils ca. 651 m². Die Büroeinheiten sind teilbar ab ca. 174 m² bzw. ab ca. 269 m², wodurch sowohl kleinere als auch größere Nutzungskonzepte realisierbar sind.

Die Immobilie befindet sich in attraktiver Lage direkt neben der Veltins Arena in Gelsenkirchen und verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs sind kurzfristig erreichbar, während die Autobahnen A2 und A42 nur wenige Fahrminuten entfernt liegen. Der Gelsenkirchener Hauptbahnhof ist in etwa zehn Minuten mit dem Auto erreichbar.

Im direkten Umfeld befinden sich zahlreiche gastronomische Angebote wie XIAO, L’Osteria und Café Del Sol, die eine komfortable Nahversorgung gewährleisten. Zudem ist der Standort geprägt von namhaften Unternehmen wie Gelsenwasser, Nordfrost, Erenja, IKK classic und Gelsendienste. Für Geschäftsreisende stehen mehrere Hotels in der näheren Umgebung zur Verfügung, darunter das Arena Hotel, Schloss Berge und das Hotel Buerer Hof.




Bilder: Ruhr-Real

Freitag, 2. Januar 2026

Gelsenkirchen - Psychologie-/Psychiatrie-Campus am EvK - In Planung

In der Gelsenkirchener Innenstadt ist der Bau eines groß angelegten, hochmodernen Psychologie- und Psychiatrie-Campus geplant, der die psychiatrische Versorgung in der Region nachhaltig verbessern soll. Das Projekt wird vom Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen (EvK) realisiert und mit rund 39,7 bis 40 Millionen Euro vollständig durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Eigenmittel des Krankenhauses sind für den Bau nicht erforderlich. Hintergrund des Vorhabens ist ein seit Jahren bestehender Mangel an vollstationären psychiatrischen Behandlungsplätzen in der Region.

Der neue Campus entsteht auf einem zentral gelegenen Areal an der Overwegstraße und Munckelstraße, direkt gegenüber dem Hauptgebäude des Evangelischen Klinikums. Auf dem Gelände befinden sich derzeit das ehemalige Amtsgericht sowie die frühere Sozialtherapeutische Anstalt (Sotha), beides seit Jahren leerstehende Gebäude. Das Amtsgericht wurde bereits 2013 wegen Einsturzgefahr geräumt, die Sotha wurde nach der Schließung nicht mehr genutzt. Beide Gebäude wurden vom Evangelischen Klinikum beziehungsweise vom Diakoniewerk erworben und sollen vollständig abgerissen werden. Mit dem Neubau wird zugleich ein städtebaulicher Missstand in unmittelbarer Innenstadtnähe beseitigt.

Geplant sind zunächst zwei miteinander verbundene Neubauten, die modular konzipiert sind und perspektivisch erweitert werden können. In einem möglichen dritten Bauabschnitt könnten weitere Stationen integriert werden. Ziel ist es, moderne Psychiatrie an einem Standort zu bündeln und alle Versorgungsformen – ambulant, teilstationär und vollstationär – räumlich und inhaltlich zu vereinen. Konkret sollen auf dem neuen Campus 120 vollstationäre Betten sowie 32 teilstationäre Plätze entstehen. Damit erhöht sich die Zahl der vollstationären Plätze um 78 gegenüber dem bisherigen Angebot. Insgesamt wird das Evangelische Klinikum künftig über rund 180 psychiatrische Betten verfügen.

In den Neubau sollen unter anderem die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) sowie die Tagesklinik einziehen, die derzeit noch an der Bruchstraße untergebracht sind. Zwei bestehende vollstationäre Stationen verbleiben vorerst im Hauptgebäude des EvK, können jedoch langfristig in eine spätere Erweiterung des Campus integriert werden. Die unmittelbare Nähe zum Hauptklinikum gilt als zentraler Vorteil des Standorts, da medizinische Leistungen jederzeit gebäudeübergreifend erbracht werden können, während die Patientinnen und Patienten zugleich in einem speziell auf psychiatrische Bedürfnisse zugeschnittenen Umfeld behandelt werden.

Das inhaltliche Konzept des Campus orientiert sich an einer modernen sozialpsychiatrischen Ausrichtung. Vorgesehen sind offene und helle Architektur, großzügige Außenflächen, Bewegungs- und Sportangebote als Teil der Therapie sowie eine stärkere Einbindung von Angehörigen und Selbsthilfegruppen. Die Klinik soll bewusst kein abgeschotteter Ort sein, sondern Offenheit und Teilhabe ermöglichen und starre Grenzen zwischen Klinik, Stadt und sozialem Umfeld auflösen.

Parallel zum eigentlichen Klinikbau ist ein weiteres Projekt vorgesehen: Auch das Gebäude an der Munckelstraße, in dem derzeit noch Beratungsdienste des Diakoniewerks untergebracht sind, soll abgerissen werden. An dieser Stelle ist der Neubau des sogenannten Wichernhauses geplant, einer Einrichtung des Diakoniewerks für betreutes Wohnen und soziale Hilfen. Vorgesehen ist ein Wohnheim mit 24 Plätzen für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen, das das medizinische Angebot des Campus durch sozial-therapeutische Unterstützung ergänzt.

Der Projektstand befindet sich derzeit an einem wichtigen Übergangspunkt. Die Vorentwurfsplanung ist abgeschlossen, aktuell läuft die Genehmigungsplanung, die Voraussetzung für den späteren Bauantrag ist. Die bisherige Vorplanung stammt vom Architekturbüro Ludes. Aufgrund der öffentlichen Fördermittel muss die weitere Planung europaweit ausgeschrieben werden. Parallel dazu wird der Abriss der Bestandsgebäude vorbereitet, wofür jedoch separate Abbruchgenehmigungen erforderlich sind. Konkrete Termine für den Abriss und den Baubeginn stehen noch nicht fest.

Die Fertigstellung des Psychologie-Campus ist nach aktuellem Stand für das Jahr 2030 vorgesehen. Für die Stadt Gelsenkirchen und die Landespolitik hat das Projekt eine besondere Bedeutung: Es stärkt die medizinische Schwerpunktbildung der Stadt, wertet die Innenstadt städtebaulich auf und gilt als eines der ersten großen Bauvorhaben der neuen Oberbürgermeisterin Andrea Henze. Gleichzeitig ist es Teil einer landesweiten Krankenhausstrategie, mit der Nordrhein-Westfalen gezielt Fachbereiche ausbaut und modernisiert, um die Versorgung langfristig sicherzustellen.

Quelle: WAZ - Mega-Bauprojekt in Gelsenkirchen: Das sind die Pläne für Millionenförderung - Paywall


Bild: EvK

Dienstag, 23. Dezember 2025

Gelsenkirchen - Kita + Wohngebäude Emil-Zimmermann-Allee - In Planung

Das seit 2004 leerstehende „Schrotthochhaus“ an der Emil-Zimmermann-Allee in Gelsenkirchen, das über zwei Jahrzehnte als Schandfleck galt und sogar von der Autobahn A2 deutlich sichtbar war, wird abgerissen. Nachdem die Stadt 2019 erstmals ein Rückbaugebot erlassen hatte, zog sich ein langwieriger Rechtsstreit hin, der 2024 mit einem Urteil zugunsten Gelsenkirchens endete und bundesweit Beachtung fand. Damit konnte die Stadt den Abriss gegen den Widerstand des früheren Eigentümers durchsetzen und schuf ein Beispiel für den Umgang mit Problemimmobilien. 

Den Neubau übernimmt nun Investor Michael Türk aus Ratingen, der rund 22 Millionen Euro in das Projekt investiert. Vorgesehen ist der Abriss des Hochhauses sowie zweier benachbarter Mehrfamilienhäuser und anschließend der Bau eines viergeschossigen, L-förmigen Gebäudes mit 41 Wohnungen. Im Erdgeschoss entsteht eine sechsgruppige Kindertagesstätte von Gekita mit insgesamt 110 Plätzen, darunter 32 für Kinder unter drei Jahren. Erste vorbereitende Maßnahmen wie Baumfällungen und Teilabrisse sind bereits erfolgt; der vollständige Abriss soll unmittelbar nach Bewilligung des Förderbescheids beginnen und ohne Sprengung per Bagger erfolgen. Die Arbeiten werden voraussichtlich innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein. Der Neubau ist für 2026 angesetzt, die Fertigstellung wird bis 2027 erwartet. 

Das Projekt gilt nicht nur als städtebauliche Aufwertung, sondern auch als rechtlich und politisch bedeutendes Signal, da es den erfolgreichen Einsatz des Rückbaugebots dokumentiert. Während Anwohner den Abriss und die Neubebauung überwiegend begrüßen, gibt es Kritik an der geringen Zahl geplanter Pkw-Stellplätze – lediglich 13 an der Zahl, ergänzt um rund 70 Fahrradplätze. Die Stadt verweist darauf, dass die Planung den Vorgaben der Stellplatzverordnung NRW entspricht und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr berücksichtigt wurde. Insgesamt markiert das Vorhaben einen Meilenstein für die Stadtentwicklung in Gelsenkirchen und soll ein jahrelanges Problemareal in ein modernes Wohn- und Betreuungsangebot verwandeln.

Quelle: WAZ - 22-Millionen-Investition: So geht es am Schrotthochhaus weiter - Paywall


Update 23.12.2025

Das sogenannte Schrotthochhaus an der Emil-Zimmermann-Allee in Gelsenkirchen soll ab dem 10. Februar 2026 abgerissen werden. Der Investor Michael Türk nannte erstmals einen konkreten Termin für den Beginn der Abrissarbeiten. Das Gebäude steht seit rund 20 Jahren leer, ist bereits entkernt und gilt über die Stadtgrenzen hinaus als Symbol für Problemimmobilien in Gelsenkirchen. Möglich wird der Abriss durch einen Förderbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund elf Millionen Euro, den Bauministerin Ina Scharrenbach an den Investor übergab.

Der Abriss hatte sich über Jahre verzögert, unter anderem wegen eines langwierigen Rechtsstreits mit dem früheren Eigentümer. Die Stadt Gelsenkirchen hatte ein Rückbaugebot erlassen, gegen das juristisch vorgegangen wurde. Erst 2024 bestätigte das Verwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens, was dem Projekt endgültig den Weg ebnete. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch artenschutzrechtliche Prüfungen, da Fledermäuse in dem Gebäude lebten. Diese wurden inzwischen umgesiedelt.

Nach dem Abriss plant die Unternehmensgruppe Michael Türk auf dem Gelände den Bau von 41 Wohnungen sowie einer Kindertagesstätte in Trägerschaft der Gekita. Insgesamt sollen rund 22 Millionen Euro investiert werden. Der Investor betont, dass das Projekt langfristig angelegt sei und die Gebäude auch nach Fertigstellung im eigenen Bestand bleiben sollen. Stadt und Landesregierung sehen den Abriss als wichtigen Schritt im Rahmen der Stadterneuerung und kündigten an, auch weitere Problemimmobilien in Gelsenkirchen abzubrechen.

Quelle: WAZ - Gelsenkirchener Schrotthochhaus: Termin für den Abriss steht jetzt fest - Paywall


Bild: Unternehmensgruppe Michael Türk

Montag, 22. Dezember 2025

Gelsenkirchen | ecoPARK - Fertig (12/25)

Auf einer Teilfläche des ehemaligen Schalker Vereins realisiert die ecoPARKS GmbH einen besonders nachhaltigen Business- und Multiuser-Gewerbepark. Für die drei Hallenneubauten inklusive Büroräumen mit rund 12.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wurde nun an der Europastraße der symbolische Spatenstich gefeiert.

Die Stadt Gelsenkirchen war zuvor über zehn Jahre um eine Nachfolgenutzung des in der Vergangenheit industriell genutzten Standorts bemüht. Nachdem der Abbruch der maroden Bestandsgebäude auf dem Grundstück und ihrer Fundamente bereits weitestgehend erfolgt ist, können mit dem Spatenstich nun die Tiefbau- und Erdarbeiten beginnen, auf die dann der Rohbau folgen wird. Die Fertigstellung des Business- und Gewerbepark könnte schon Mitte 2024 erfolgen. Gespräche mit Mietinteressenten werden bereits geführt.

Weil die ecoPARKS GmbH, eine Schwestergesellschaft der Landmarken AG, auf nachhaltige Gewerbe- und Logistikimmobilien spezialisiert ist, soll der ecoPARK Gelsenkirchen im Betrieb vollständig auf fossile Energieträger verzichten können. Dazu wird auf den gesamten Dächern eine Photovoltaik-Anlage errichtet, die Strom zur Eigennutzung und zur Einspeisung ins lokale Netz produziert. Zum Heizen und Kühlen ist der Einsatz von Wärmepumpen geplant. Die Dachtragwerke der Neubauten werden in Holzbauweise errichtet. Das Gebäude wird nach KfW-40-Standard ausgelegt.

Fassaden und Dächer werden mit recycelten Baustoffen errichtet und anschließend begrünt, was zur Verbesserung des Mikroklimas und der Feinstaubreduzierung beitragen soll. An der Europastraße gelegen, bildet der ecoPARK Gelsenkirchen aus westlicher Sicht den Auftakt zum neuen Industrie-, Gewerbe- und Logistikpark. Bei der 27.400 Quadratmeter großen Fläche handelt es sich um das ehemalige Grundstück einer Fabrik für Metallverarbeitung mit einer Nachbarfläche, die bereits im vergangenen Jahr erworben wurden.


Bild: ecoParks GmbH

Update 01.10.2024

Ein gutes Jahr haben die aufwändigen Abbruch- und Entsorgungsarbeiten gedauert. In Kürze soll die Baugenehmigung vorliegen, so das mit dem Hochbau begonnen werden kann. Für 2,1 Millionen Euro hatte die Eco-Parks GmbH aus Monheim, eine Firmentochter der Landmarken AG, den Zuschlag bei einer Zwangsversteigerung erhalten. Allein die Aufbereitung des Grundstücks mit seinen Altlasten ist mit etwa einer Million Euro zu Buche geschlagen. Nun wird mehr als das Zwanzigfache investiert, also über 20 Millionen Euro in den Neubau des ecoParks. Mitte 2025 rechnet das Unternehmen mit der Fertigstellung des Gewerbeparks.

Quelle: WAZ - Baustart in Sicht für neuen Öko-Gewerbepark in Gelsenkirchen / hinter Paywall


Update 02.03.2025

Der ecoPARK Gelsenkirchen ist seiner Zeit voraus – auch, was den Bau angeht. Denn früher als geplant konnte nun für den besonders nachhaltigen Business- und Multiuser-Gewerbepark, den die ecoPARKS GmbH auf einer Teilfläche des ehemaligen Schalker Vereins realisiert, Richtfest gefeiert werden. Während die Gesamtfertigstellung für das 3. Quartal dieses Jahres geplant ist, wird die Fläche vermutlich schon ab Mai für potenzielle Mieter verfügbar sein. Insgesamt entstehen auf rund 15.800 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ein teilbarer Hallenneubau sowie moderne Büroräume.

Realisiert wird das Projekt in Partnerschaft mit AEW, einem der weltweit führenden Immobilien-Investment- und Asset-Manager. AEW ist wie die ecoPARKS GmbH vom Standort überzeugt und hat das ca. 27.000 m² große Grundstück mitsamt Projektentwicklung von ecoPARKS erworben.

Pressemitteilung: Richtfest: Der ecoPARK Gelsenkirchen ist seiner Zeit voraus


Update 22.12.2025

Das E-Commerce-Unternehmen Tech & Home Mate, eine Tochter der Düsseldorfer Landport Group, erweitert seine Präsenz im Ruhrgebiet und hat rund 16.000 Quadratmeter Hallen- und Bürofläche im neu fertiggestellten ecoPARK Gelsenkirchen angemietet. Der nachhaltige Business- und Gewerbepark wurde von der ecoPARKS GmbH in Partnerschaft mit dem Immobilieninvestor AEW auf dem Gelände eines ehemaligen Schalker Vereins realisiert und ist nun vollständig vermietet. Der Neubau überzeugt durch ein klimaneutrales Betriebskonzept in Holz-Hybrid-Bauweise, Photovoltaik auf dem Dach, Wärmepumpen sowie begrünte Fassaden und Dächer aus recycelten Materialien. Ausgelegt nach BEG-40-Standard strebt das Projekt eine DGNB-Platin-Zertifizierung an. Mit dem neuen Standort schafft Tech & Home Mate die Grundlage für weiteres Wachstum und moderne, nachhaltige Logistik im Ruhrgebiet. Die Vermietung wurde durch die Ruhr Real GmbH vermittelt, der Einzug in die Flächen erfolgt nach der Übergabe im Dezember schrittweise.

Quelle: Tech & Home Mate kommt: ecoPARK Gelsenkirchen ist vollvermietet

Samstag, 15. November 2025

Gelsenkirchen - Neubau Logistikzentrum Grothusstraße - In Planung

Der Immobilieninvestor EQT Real Estate hat das rund 36.000 Quadratmeter große Gelände des ehemaligen Schlachthofs an der Grothusstraße in Gelsenkirchen-Heßler von Westfleisch erworben. Das Areal, das zuletzt mehrere Jahre brachlag, soll zu einer modernen Logistikimmobilie entwickelt werden. Westfleisch hatte den Standort bis 2021 betrieben, nachdem der Schlachthof, dessen Geschichte bis ins Jahr 1913 zurückreicht, zuvor einer der modernsten in Deutschland gewesen war. 2019 investierte das Unternehmen noch über eine Million Euro in den 11.500 Quadratmeter großen Produktionsbereich; 2020 wurden dort rund 970.000 Schweine geschlachtet. Mit der Schließung des Betriebs im Oktober 2021 standen 140 Schlachthofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie 42 städtische Angestellte aus der Fleischkontrolle vor einem möglichen Jobverlust, für nahezu alle wurde jedoch eine Anschlusslösung in anderen Betrieben oder durch Eigeninitiative gefunden. Da der Betrieb nach der Stilllegung vollständig eingerichtet blieb, handelte es sich bei dem Grundstück um eine zentrale Industriebrache („Brownfield“) mit bestehender Infrastruktur und guter verkehrlicher Anbindung.

EQT Real Estate betont, dass die Entwicklung des Areals Teil der unternehmensweiten Strategie ist, brachliegende Industrieflächen in nachhaltige und wirtschaftlich nutzbare Immobilien zu transformieren. Mit dem geplanten Neubau einer Logistikimmobilie sollen moderne Kapazitäten geschaffen und ein Beitrag zur Revitalisierung des Standorts Gelsenkirchen geleistet werden. Auch politisch wird das Projekt positiv aufgenommen: Die SPD-Ratsfraktion bezeichnet die geplante Ansiedlung eines Logistikunternehmens in unmittelbarer Nähe zur Autobahnauffahrt als Gewinn für die Stadt, da Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse entstehen, ohne die Straßen der Innenstadt zusätzlich zu belasten. Die Transaktion wurde vom Immobilienberatungsunternehmen Colliers begleitet und reiht sich in die strategische Expansion des europäischen Logistikportfolios von EQT Real Estate ein. Insgesamt wird das Projekt als wichtiger Baustein der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Gelsenkirchens betrachtet.

Quellen: EQT Real Estate kauft Ex-Westfleisch-Areal in Gelsenkirchen / WAZ - Gelsenkirchen: Das

Bild: Colliers


Sonntag, 19. Oktober 2025

Gelsenkirchen | Neubau Zentralbad & Bildungs- und Innovationscampus - In Bau

Oberbürgermeisterin Karin Welge hat heute die Pläne für den Neubau eines großen Bildungsgebäudes mit integriertem Zentralbad in unmittelbarer Citylage vorgestellt. Auf dem Gelände des alten, mittlerweile abgerissenen Zentralbades sowie der ebenfalls abgerissenen Polizeiinspektion Süd soll damit ein in vielerlei Hinsicht ambitioniertes Bauwerk entstehen, das gleichzeitig den Startschuss für die sukzessive Entwicklung eines Sport- und Bildungscampus und perspektivisch eines ganzen Zukunftsquartiers geben soll.

„Wir brauchen an dieser Stelle ein städtebaulich und architektonisch ambitioniertes Infrastrukturprojekt, dass hochwertigste Voraussetzungen für beste Bildung junger Menschen in unserer Stadt bietet. Und genau das planen wir jetzt. Wir wollen Bildung in die Innenstadt holen. Wir wollen einen starken Impuls für die Weiterentwicklung der City geben. Und wir wollen mit diesem ambitionierten Initialprojekt den Startschuss geben für die Entwicklung eines ganzen Areals, der Entwicklung eines Bildungscampus‘. Ja, mehr noch: der Entwicklung eines Zukunftsquartiers in unmittelbarer Innenstadtnähe in den nächsten zehn bis 20 Jahren“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge.

Neues Zentralbad mit Bildungsgebäude

Auf den Flächen in unmittelbarer Nähe des Musiktheaters und der City wird ein Bildungsgebäude mit einem integrierten neuen Zentralbad errichtet, das weit über die im Bäderkonzept festgelegte Konfiguration hinausgeht. Das neue Schwimmbad umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 5000 Quadratmetern und wird mit einem 50 Meter-Wettkampfbecken und einem weiteren Multifunktionsbecken ausgestattet und soll 2026 fertig gestellt werden. Harald Förster, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH: „Mit dem neuen Zentralbad löst die Stadt ihr Versprechen ein, wieder ein Bad in zentraler Innenstadtlage zu haben – und geht noch darüber hinaus.“

Gleichzeitig wird auf der Fläche bis Ende 2027 ein Bildungsgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von mindestens 20.000 m² entstehen zuzüglich einer Tiefgarage für rund 200 Fahrzeuge. Dieser Baukörper wird sich auf den ganzen Block zwischen Rolandstraße, Overwegstraße und Florastraße erstrecken und dreigeschossig zur Rolandstraße sowie viergeschossig zur Overwegstraße hin sein. „Geplant ist ebenfalls eine bis zu achtgeschossige Eckdominante an der Ecke Florastraße/Overwegstraße, um die exponierte städtebauliche Situation zu betonen“, so Harald Förster.

Beste technische Voraussetzungen für moderne berufliche Bildung

Dieses Bauprojekt soll den Einstieg schaffen, um nach und nach das gesamte Areal entlang der Overwegstraße umzugestalten und der beruflichen und außerschulischen Bildung in Gelsenkirchen beste bauliche Gegebenheiten bereitzustellen.

Derzeit arbeitet die Stadt Gelsenkirchen intensiv an der Bedarfs- und Zukunftsplanung der Gelsenkirchener Berufskollegs. Dabei zeichnet sich ab, dass es einen erheblichen Investitionsbedarf gibt.

Bildungsdezernentin Anne Heselhaus: „Wir haben ja erst kürzlich unsere Überlegungen zum Bildungscampus und der Neuordnung der Berufskollegs vorgestellt. Wir wollen die Profile der Berufskollegs schärfen. Dafür schauen wir uns bestimmte Berufsfelder noch einmal an, die Aufgabenzuschnitte und thematischen Schwerpunkte der einzelnen Berufskollegs werden sich etwas ändern und die Bedarfe in der Ausstattung wandeln sich natürlich. Was aber feststeht: Wir benötigen Flächen - und wir müssen bauen. Gut, dass wir jetzt für die berufliche Bildung die Fläche des bisherigen Zentralbads zur Verfügung haben. Hier werden wir auf jeden Fall bauen.“

Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Wir schaffen hier mit diesem Gebäude das erste Element und den Nukleus für einen künftigen viel größeren Bildungscampus. Hier sind ja bereits zwei Berufskollegs in der Nähe, hier ist das Musiktheater als kultureller Leuchtturm, wir sind in bzw. an der Innenstadt, die wir ja auch städtebaulich stärken wollen, bei der wir neue Frequenzbringer haben wollen. Wenn wir die Dinge im Zusammenhang sehen, dann eröffnen sich sehr spannende Perspektiven und Optionen, bildungspolitisch, aber auch städtebaulich. Und wenn wir das Zentralbad mitdenken, dann können wir jetzt schon ergänzen: Es wird ein Bildungs- und Sportcampus.“

Möglich wird diese Entwicklungsperspektive für die Innenstadt durch die Tatsache, dass am heutigen Mittwoch der für Gelsenkirchen tätige Projektentwickler für die Realisierung einer Hochschule für Polizei und Verwaltung (HSPV) des Landes Nordrhein-Westfalen seine Beschwerde gegen die Entscheidung der Vergabekammer beim Oberlandesgericht zurückgezogen hat. Damit ist klar: Dieses Areal muss nicht weiter für die HSPV reserviert bleiben.

„Natürlich bedauern wir, dass die HSPV aus Gelsenkirchen abgezogen wird. Und noch mehr bedauern wir das sehr unwürdige Verfahren, dass das Land aufgesetzt hat und das am Ende dafür gesorgt hat, dass gleich mehrere Städte im Ruhrgebiet zu Unbeteiligten in einem Wettbewerb der Investoren gemacht wurden bis einem strukturpolitisch so wichtigen Thema. Aber damit wollen wir uns nicht länger aufhalten. Die Zukunft ist viel spannender“, so Karin Welge. Denn durch diesen Schritt des Projektentwicklers gebe es nun Klarheit und eröffne sich ein neuer Weg hin zu einem anderen Zukunftsprojekt. „Wir waren natürlich auf diesen Moment und auf diesen möglichen Ausgang vorbereitet, und deshalb können wir heute ein solch ambitioniertes, großes bildungs-, sport- und stadtentwicklungspolitisches Projekt vorstellen, das an dieser Stelle und weiteren Flächen im näheren Umkreis entstehen soll.“

Sport- und Bildungscampus - Entwicklung des Zukunftsquartiers

Denn das Gebäude soll das Initialprojekt für die Entwicklung des gesamten Areals sein. Stadtbaurat Christoph Heidenreich umriss die unterschiedlichen Bausteine, die dabei eine Rolle spielen können. So sei etwa klar, dass das Bildungszentrum an der Ebertstraße in den nächsten Jahren „angefasst“ werden muss. Stadtbaurat Christoph Heidenreich: „Das Gebäude ist nicht bzw. kaum zu sanieren und energetisch zukunftsfähig aufzustellen, das ist schon länger ein Thema. Die Volkshochschule und die Stadtbibliothek sind dort suboptimal untergebracht. Zudem fügt es sich nicht vorteilhaft in die Gestaltung der Ebertstraße ein.“ Deshalb müsse auch darüber nachgedacht werden, dieses Gebäude zurückzubauen und die aktuell dort untergebrachte VHS und Stadtbibliothek perspektivisch als Bestandteile des künftigen Bildungscampus zufassen. Heidenreich: „Dadurch erschließt sich an dieser zentralen innerstädtischen Lage die einmalige Chance, ein Stück Stadtreparatur zu betreiben, das Musiktheater städtebaulich noch besser zu integrieren und die Raumkante zu schließen. Hier haben wir ein echtes Filetgrundstück für vielfältige Nutzungen.“

Wenn das Angebot der beruflichen Bildung baulich neu strukturiert wird, werden perspektivisch auch die Areale der benachbarten Berufskollegs mitgedacht werden müssen – entweder für bauliche Lösungen im Bestand an Ort und Stelle oder bei anderen Lösungen dann für Nachfolgenutzungen. angepackt. Stadtbaurat Heidenreich: „Am Ende einer Vielzahl von Rochaden kann es gut sein, dass auf diesem Areal noch Raum für mehr ist. Zum Beispiel haben wir an der Rolandstraße einen als Parkplatz vollkommen untergenutzten öffentlichen Raum. Durch die Tiefgarage des Bildungsgebäudes kann zumindest ein Teil des Parkplatzes entfallen und in die Grün- und Freiflächenplanung integriert werden. Und durch die Rochaden der Bildungsgebäude kann am Ende eine Fläche an der Königsstraße noch zur Wohnraumentwicklung genutzt werden.“

Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Wir wollen Gelsenkirchen groß denken.“

Um ein echtes Campusareal zu schaffen, wird auch eine verbindende Freiraumplanung notwendig, die eine gute Aufenthaltsqualität schafft. Dabei hat die Stadt auch die Verkehrsplanung mit im Blick. Die Überlegungen zum Ringschluss der Linie 301 werden eine wichtige Rolle spielen. Eine Haltestelle Bildungscampus würde dieses Areals optimal erschließen.

Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Wie sie sehen, reden wir tatsächlich dann auch nicht nur von einem Sport- und Bildungscampus, sondern von der Entwicklung eines echten Zukunftsquartiers. Wir beginnen mit einem starken, ambitionierten Initialprojekt, das wir gemeinsam mit einem Projektentwickler angehen wollen. Wir wollen diesen Raum der Möglichkeiten jetzt mit der Politik, den Bürgerinnen und Bürgern und allen Beteiligten der Schulentwicklungsplanung gestalten und ausarbeiten. Wir wollen alle gemeinsam Gelsenkirchen groß denken.“


Pressemitteilung: Startschuss für ein neues Zukunftsquartier in Gelsenkirchen


Update 19.10.2025

Am 15. Oktober 2025 erfolgte in Gelsenkirchen der offizielle Spatenstich für eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre: den Neubau des Zentralbads und den Bildungs- und Innovationscampus Gelsenkirchen. Auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern entsteht im Herzen der Stadt ein modernes Hallenbad, das zugleich den Auftakt für den neuen Campus bildet – ein Zukunftsprojekt, das Bildung, Wirtschaft, Kultur und Freizeit miteinander verbindet und die Innenstadt nachhaltig aufwerten soll.

Der Bildungs- und Innovationscampus wird entlang der Overweg- und Florastraße entwickelt und vereint künftig Einrichtungen der beruflichen Bildung mit Angeboten der Wirtschafts- und Innovationsförderung. Ziel ist es, die Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen in Gelsenkirchen zu verbessern, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen und die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken. Oberbürgermeisterin Karin Welge bezeichnete das Vorhaben als „Zukunftsquartier“, das nicht nur städtebaulich, sondern auch bildungs- und wirtschaftspolitisch ein klares Signal setze. Der Campus werde zu einem Markenzeichen für Gelsenkirchen und einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung der City und des südlichen Zentrums geben.

Das erste konkrete Bauvorhaben auf dem Areal ist das neue Zentralbad, das im Norden des Geländes an der Rolandstraße errichtet wird. Es umfasst ein 50-Meter-Wettkampfbecken, das sich in zwei 25-Meter-Becken unterteilen lässt, ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden sowie ein separates Kinderbecken. Ergänzt wird die Anlage durch Fitnessräume, Vereinsbereiche und eine Zuschauertribüne mit 150 Plätzen. Das Gebäude wird in einer nachhaltigen Hybridkonstruktion aus Stahlbeton und Holz errichtet, erhält eine extensive Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage. Der Anschluss an das Fernwärmenetz sowie umfassende Wärmerückgewinnungssysteme sollen für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Nutzung sorgen. Angestrebt wird eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Die architektonische Gestaltung stammt vom Büro RKW Architektur +. Der Entwurf kombiniert eine klare, moderne Formensprache mit natürlichen Materialien wie Holz, die der Fassade Struktur und Tiefe verleihen. Große Glasflächen sorgen für Transparenz und Licht, während vorgelagerte Holzlamellen den Baukörper rhythmisch gliedern. Alle Gebäudeteile sind barrierefrei geplant, mit rollstuhlgerechten Zugängen, WCs und Leitsystemen. Auch ökologische Aspekte wie Nistplätze für Vögel wurden in die Planung integriert.

Parallel zum Zentralbad entsteht in einem zweiten Bauabschnitt das neue Zentralgebäude des Bildungs- und Innovationscampus. Es wird künftig unter anderem das Berufskolleg für Technik und Gestaltung beherbergen, das derzeit noch an der Florastraße ansässig ist. Zusammen mit der Musikschule, dem Berufskolleg Königstraße, der Sporthalle am Schürenkamp und weiteren Bildungsbauten wird sich das Areal zu einem vernetzten Campus entwickeln, der als Ort des Lernens, der Begegnung und der Innovation fungiert.

Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Stadt Gelsenkirchen mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung, darunter die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Deren Präsident Lars Baumgürtel betonte die Bedeutung der frühzeitigen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft für den Erfolg des Projekts. Für Schulleiter Uwe Krakau vom Berufskolleg für Technik und Gestaltung ist der Campus ein „Symbol des Aufbruchs“, das weit über Gelsenkirchen hinausstrahlen werde.

Die Tiefbauarbeiten haben mit dem Aushub der Baugrube begonnen. Der Hochbau soll im Frühjahr 2026 starten. Die Fertigstellung des Zentralbads mit rund 15.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist für 2028 geplant, im selben Jahr sollen die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Bahnen ziehen. Mit dem Bildungs- und Innovationscampus entsteht damit ein zentraler Baustein der größten Bildungsoffensive in der Geschichte Gelsenkirchens – ein Ort, an dem Lernen, Forschen, Sport und Stadtleben in Zukunft auf einzigartige Weise miteinander verbunden werden.

Pressemitteilung: Spatenstich für das Zentralbad und den Bildungs- und Innovationscampus Gelsenkirchen


Bilder: RKW Architektur +

Samstag, 11. Oktober 2025

Gelsenkirchen - Wohnprojekt „Altes Amtsgericht Buer“ an der Goldbergstraße - In Bau

Das Neubauprojekt „Altes Amtsgericht Buer“ an der Goldbergstraße in Gelsenkirchen-Buer, das seit Jahren stillsteht, nimmt endlich wieder Fahrt auf. Ursprünglich von der Essener Firma Harfid geplant, wurden die Bauarbeiten 2022 aufgrund der Insolvenz des Unternehmens eingestellt, wodurch das Gelände zu einer regelrechten „Bauruine“ wurde. Anfang 2025 übernahm der Gelsenkirchener Wohnungskonzern Vivawest das Projekt und nutzte die folgenden Monate, um die notwendigen Voraussetzungen für die Fertigstellung zu schaffen. Dazu gehörten unter anderem die Begutachtung und Prüfung der bestehenden Gebäude, die Beschaffung und der Abgleich sämtlicher Unterlagen sowie die Abstimmung mit der Stadt Gelsenkirchen und den beteiligten Unternehmen. Ab der Kalenderwoche 39, also ab dem 22. September 2025, sollen die Bauarbeiten nun wieder aufgenommen werden.

Das Projekt umfasst insgesamt 107 Wohneinheiten, die in fünf fünfgeschossigen Gebäuden auf einer Fläche von 5.692 Quadratmetern errichtet werden. Zwei der Gebäude können ohne größere Eingriffe weitergebaut werden, während bei den anderen drei ein teilweiser Rückbau des bereits errichteten Mauerwerks notwendig ist, bevor der Weiterbau erfolgen kann. Die Wohnungen werden zwischen 60 und 100 Quadratmeter groß sein, barrierefreie Zugänge und Aufzüge bieten und über Terrassen oder Balkone in Süd- und Westausrichtung verfügen. Für die Bewohner sind 82 Stellplätze in einer Tiefgarage und 30 Außenparkplätze vorgesehen. Ein weiteres Gebäude an der Goldbergstraße ist in einem zweiten Bauabschnitt geplant, um das Ensemble abzurunden.

Die Lage des Neubaugebiets ist besonders attraktiv: Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Buerschen Innenstadt, sodass zahlreiche Geschäfte, Schulen, Kindertagesstätten, Restaurants und Cafés fußläufig erreichbar sind. Zudem sorgt die Nähe zu den Autobahnen A2 und A52 sowie die Anbindung an die Straßenbahnlinien 301 und 302 und den Busbahnhof für eine optimale Erreichbarkeit des gesamten Ruhrgebiets. Die städtebauliche Planung auf dem Gelände des ehemaligen Amtsgerichts, das seit der Schließung des Amtsgerichts 2015 frei war, sieht eine hochwertige Nachnutzung in Form von mehrgeschossigem Wohnraum vor und trägt zur Aufwertung des Stadtteils Buer bei.

Vivawest plant eine Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren, sodass die Fertigstellung des Projekts für das zweite Quartal 2028 vorgesehen ist. Mit der Wiederaufnahme der Bauarbeiten wird nicht nur der jahrelange Stillstand beendet, sondern auch dringend benötigter Wohnraum geschaffen. Das Vorhaben steht somit für die Modernisierung und Weiterentwicklung des Stadtteils, stärkt die Infrastruktur vor Ort und verbessert die Lebensqualität für zukünftige Bewohner. Insgesamt markiert das Projekt „Altes Amtsgericht Buer“ einen wichtigen Schritt für die städtebauliche Entwicklung von Buer und Gelsenkirchen.

Quelle: WAZ - Altes Amtsgericht Buer: Jetzt rücken endlich die Bagger an - Paywall


Projektübersicht:

  • Geplante Wohneinheiten: 107 Wohnungen
  • Gebäudestruktur: Fünf fünfgeschossige Gebäude
  • Gesamtfläche: 5.692 Quadratmeter
  • Parkmöglichkeiten: 82 Stellplätze in einer Tiefgarage und 30 Außenparkplätze
  • Wohnungsgrößen: Zwischen 60 m² und 100 m²
  • Ausstattung: Barrierefreie Zugänge, Aufzüge, Terrassen bzw. Balkone in Süd- und Westausrichtung
  • Fertigstellung geplant: 2. Quartal 2028

Bild: Bollmann Bauen & Wohnen GmbH

Update 11.10.2025

Wie Vivawest-Sprecher Jens Rospek erklärt, war der Weg zur Wiederaufnahme der Arbeiten juristisch äußerst kompliziert. Da Harfid für jedes Bauprojekt eigene Gesellschaften gegründet hatte – eine als Eigentümerin des Grundstücks, eine andere als ausführende Baufirma –, mussten die Besitzverhältnisse erst rechtlich geklärt werden. Zudem galt es, die ursprünglichen Architekten und Ingenieure, die durch die Insolvenz ebenfalls Verluste erlitten hatten, erneut für das Projekt zu gewinnen.

Der neue Generalunternehmer, die Firma F.-W. Struck, hat das Gelände begutachtet und entschieden, dass nur zwei der bereits errichteten Gebäude weiterverwendet werden können. Diese verfügen über Dächer und Fenster und sind strukturell intakt. Dagegen müssen die Gebäudeteile C, D und E, bei denen lediglich die ersten Etagen fertiggestellt waren, abgerissen werden. Die Tiefgarage sowie die Aufzugsschächte bleiben jedoch bestehen und werden in das neue Baukonzept integriert.

Laut Struck-Geschäftsführer Knut Kruska ist der Abriss notwendig, weil nicht eindeutig nachvollziehbar ist, welche Materialien in den unvollendeten Gebäuden verwendet wurden. Teilweise hätten Harfid-Mitarbeiter auf eigene Faust Baumaterialien beschafft, um den Baufortschritt zu sichern. Da die Stabilität der vorhandenen Bausubstanz nicht gewährleistet werden kann, sei ein Abriss die sicherste Lösung.

Die Abrissarbeiten sollen bereits Mitte Oktober beginnen, im November folgt der Neubau. Wenn alles nach Plan verläuft, wird Vivawest die fertiggestellten Immobilien im April 2028 übernehmen. Der Bezug der Wohnungen ist für den Sommer 2028 vorgesehen, die Vermarktung soll Anfang 2028 starten.

Damit scheint die lange Geschichte um die Bauruine am Goldberg endlich ein Ende zu finden – und das Gelände des ehemaligen Amtsgerichts in Buer erhält doch noch eine neue, zeitgemäße Nutzung.

Quelle: WAZ - Neustart in Buer: Arbeiten am Amtsgericht laufen wieder an - Paywall

Samstag, 20. September 2025

Gelsenkirchen - Neubau Kita Am Ahlmannshof - In Planung (Abriss läuft)

Am Ahlmannshof in Gelsenkirchen-Bismarck ist derzeit ein Wandel erkennbar. Die Häuserzeile zwischen Hausnummer 21 und 31, die lange Zeit leerstand, wird im Rahmen der Zukunftspartnerschaft Wohnen (ZPW) entwickelt. Geplant ist der Neubau einer vierzügigen Kindertagesstätte.

Die Gebäude standen teilweise mehr als 20 Jahre leer. Marode Dächer und alte Holzfenster führten zu erheblichen Feuchtigkeitsschäden. Kellerbereiche waren einsturzgefährdet, Räume teilweise vermüllt. Offene Kellerfenster wurden zur illegalen Abfallentsorgung genutzt, darunter Autoreifen, Farben, Lacke und asbesthaltige Baustoffe. Die Rückbauarbeiten haben begonnen und sollen bis September 2025 abgeschlossen sein. Anschließend wird die Fläche für den Kita-Neubau vorbereitet. Das Projekt reagiert nicht nur auf bauliche Missstände, sondern investiert in Bildungsinfrastruktur und Quartiersentwicklung.

Im Juni 2025 übergaben Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge und Staatssekretär Daniel Sieveke einen Förderbescheid über 15 Millionen Euro zur Fortführung der ZPW. Der Ahlmannshof wurde bewusst als erster Standort ausgewählt. Die SEG, zuständig für Ankauf und Entwicklung des Areals, konnte sechs Häuser zusammenführen, darunter mehrere Objekte einer internationalen Investmentgesellschaft. Die Rückbauarbeiten haben bereits begonnen.

Im Juni 2025 fand ein Baustellen-Event statt, bei dem Anwohner die Veränderungen vor Ort einsehen konnten. Die Einbindung der Nachbarschaft soll den sozialen Bezug des Standorts erhalten. Der geplante Neubau soll neue Betreuungsplätze schaffen und die soziale Infrastruktur im Quartier stärken. Stadtbaurat Christoph Heidenreich betonte, dass ähnliche Projekte notwendig seien, um Problemimmobilien zu beseitigen und neue Flächen nutzbar zu machen.

Quelle: Problemimmobilien werden zu Perspektiven

Samstag, 16. August 2025

Gelsenkirchen + Herten - Neue Zeche Westerholt

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westerholt an der Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Herten entsteht in den kommenden Jahren ein neues Wohn- und Gewerbequartier. Die Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt (EG NZW), eine gemeinsame Tochter der beiden Städte, hat für das Projekt bereits grünes Licht erhalten. Ab Oktober 2025 fließen die ersten Fördermittel in Höhe von 53,64 Millionen Euro, mit denen zunächst Straßen, Plätze, Grünflächen sowie die Kanalisation angelegt werden. Eine zweite Bauphase ist von 2030 bis 2034 geplant und wird mit weiteren 27 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt soll das Areal auf einer Fläche von 37 Hektar Platz für Wohnen, Arbeiten und Freizeit bieten.

Kern des Projekts ist neben klassischen Wohn- und Gewerbeflächen ein sogenannter „Dritter Ort“, der rund um das alte Schachthaus entstehen soll. Hier sind Cafés, Bars, Co-Working-Spaces, kulturelle Einrichtungen und Sportangebote geplant. Dieser Bereich liegt direkt neben einem parkähnlichen Grüngürtel und soll so das Konzept von Arbeiten, Wohnen und Freizeit eng miteinander verknüpfen. Experten rechnen mit bis zu 1400 neuen Arbeitsplätzen und einer jährlichen Wertschöpfung von rund 142 Millionen Euro. Mit der „Allee des Wandels“, einem Fuß- und Radweg, sowie einem neuen S-Bahn-Haltepunkt Westerholt wird das Gelände zudem eng an den öffentlichen Nahverkehr und die umliegenden Stadtteile angebunden.

Auch in Bezug auf die Immobilienpreise zeichnet sich ein klares Bild ab. Gewerbeflächen werden je nach Lage zwischen 75 und 100 Euro pro Quadratmeter angeboten, die Baugrundstücke für Wohnen liegen in einem breiten Spektrum. Entlang der Egonstraße, die als Mischgebiet ausgewiesen ist, bewegen sich die Preise zwischen 95 und 160 Euro pro Quadratmeter, für Einzelhandel sogar jenseits der 200-Euro-Marke. Besonders attraktiv für Eigenheime ist die Fläche des ehemaligen Mitarbeiterparkplatzes, die derzeit von einem Birkenwäldchen bewachsen ist. Hier sollen künftig Einfamilienhäuser entstehen, zu Preisen von etwa 340 Euro pro Quadratmeter – ähnlich wie im bereits entwickelten Quartier am Buerschen Waldbogen.

Die ersten Verkäufe von Grundstücken an private Bauherren werden ab 2029 erwartet, Vorbereitungen dafür sollen jedoch schon 2028 anlaufen. Ergänzend dazu sieht das Konzept im östlichen Teil des Geländes, der bereits auf Hertener Stadtgebiet liegt, Möglichkeiten für Mehrgenerationen-Wohnen, sozialen Wohnungsbau sowie Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich wie Reha- oder Physiopraxen vor. Insgesamt soll sich die neue Siedlung harmonisch in die bestehende Gartenstadt-Struktur mit den renovierten Zechenhäusern einfügen und so ein modernes, lebendiges Viertel schaffen.


Neue Siedlung auf der ehemaligen Zeche Westerholt (Gelsenkirchen/Herten)

  • Fördermittel: Ab Oktober 2025 fließen die ersten 53,64 Mio. € (Phase 1). Phase 2 (2030–2034) bringt weitere 27 Mio. €.
  • Flächen: Insgesamt 37 Hektar – geplant sind Wohnen, Gewerbe und ein „Dritter Ort“ (Szene-Meile mit Cafés, Bars, Co-Working, Fitness, Kultur).
  • Arbeitsplätze & Wertschöpfung: Rund 1.400 Jobs und jährlich ca. 142 Mio. € wirtschaftliche Effekte.
  • Infrastruktur: Neue Straßen, Grünflächen, „Allee des Wandels“ (Fuß-/Radweg), S-Bahn-Halt Westerholt.
 
Immobilien & Preise
  • Gewerbeflächen: 1.000–10.000 m² möglich, Grundstückspreise 75–100 €/m².
  • Wohngebiete: Entlang Egonstraße: Mischgebiet (95–160 €/m²; Einzelhandel >200 €/m²).
  • Ehemaliger Mitarbeiterparkplatz (30.000 m², derzeit Birkenwäldchen): Eigenheime, ca. 340 €/m², vergleichbar mit „Buerschem Waldbogen“.
  • Östliche Flanke (teils Hertener Gebiet): Optionen für Mehrgenerationen-Wohnen, sozialer Wohnungsbau, Gesundheitswirtschaft.
Zeitplan
  • 2025: Start der Fördergelder.
  • 2026: Ausschreibung für Baugrundaufbereitung.
  • 2028: Erste Vorbereitungen für Grundstücksverkauf.
  • 2029: Realistische Verkäufe an private Bauherren.
  • 2030: Abschluss Phase 1
  • 2034: Abschluss Phase 2
Besonderheit: Das Projekt soll Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereinen und ein komplett neues Szeneviertel im Gelsenkirchener Norden schaffen – mit hohem städtebaulichem Anspruch.

Quelle: WAZ - Wohnen in Gelsenkirchen: Neue Siedlungen auf der alten Zeche - Paywall

Sonntag, 3. August 2025

Gelsenkirchen - Kita an der Cranger Straße 23 - Fertig (08/25)

Mit der Eröffnung der neuen Kita „Kinderwelt“ an der Cranger Straße 23 in Gelsenkirchen-Buer ist aus der früheren Traditionsgaststätte „Haus Seifen“ ein Ort für kindliche Entfaltung geworden. Statt Schankraum und Stammtischen erwartet die Kinder nun ein modernes Gebäude mit einem eindrucksvollen Außengelände – inklusive künstlich angelegtem Bachlauf, Kletterhügeln, Sandfläche und naturnaher Ausstattung.

Betrieben wird die Kita vom Träger PlanB, einer gemeinnützigen und interkulturellen Organisation mit Sitz im Ruhrgebiet. Nach Einrichtungen in Bochum und Herne ist die Kita in Buer der erste Standort in Gelsenkirchen. 75 Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung finden hier Platz in vier Gruppen. Auf zwei Etagen bietet der Neubau insgesamt 419 m² Fläche. Auch kurzfristig sind noch Plätze verfügbar.

Besonders stolz zeigt sich Fachbereichsleiter Jan Gottschlich über das Spielgelände, das zum Teil selbst Wasserspiele wie den Bachlauf ermöglicht. Die Lage am Rande des Grüngürtels sorgt dafür, dass Naturerkundungen und urbane Einflüsse gleichermaßen in den pädagogischen Alltag einfließen. Dieses Gleichgewicht, so Gottschlich, bereite die Kinder auf ein Leben in einer modernen, vielfältigen Gesellschaft vor.

Auch Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung stehen im Fokus: Ein fest angestellter Koch bereitet die Mahlzeiten täglich frisch zu. Zusätzlich soll ein „Forschergarten“ auf dem Dach Umweltbewusstsein fördern. Medienkompetenz wird ebenfalls kindgerecht vermittelt – beispielsweise durch Projekte rund um den reflektierten Umgang mit digitalen Geräten.

Die Eröffnung wurde am Freitag (01.08.25)mit einem Tag der offenen Tür gefeiert, bevor am Montag, dem 4. August, der reguläre Kita-Alltag beginnt. Für PlanB ist das Projekt nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich ein neuer Meilenstein: Die Kita steht für Vielfalt, moderne Bildungsideale und ein Zusammenspiel von Stadt und Natur – und bringt so neues Leben an einen traditionsreichen Ort.

Quelle: WAZ - Bachlauf statt Bier: Neue Kita eröffnet in Gelsenkirchen-Buer - Paywall

Bild: PlanB-Ruhr


Dienstag, 22. Juli 2025

Gelsenkirchen - Grundschule „An der Gräfte“ - Fertig (07/25)

In Gelsenkirchen-Erle entsteht mit der Grundschule „An der Gräfte“ eine der modernsten Schulen der Stadt. Der Neubau wurde in Rekordzeit errichtet und soll am 27. August 2025 den Schulbetrieb aufnehmen. Das Schulgebäude umfasst rund 6670 Quadratmeter Nutzfläche, eine begrünte Außenanlage sowie eine Zweifeldsporthalle. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf etwa 32 Millionen Euro.

Die Schule startet zunächst mit 66 Kindern in drei Klassen, obwohl Kapazitäten für bis zu 104 Kinder vorhanden wären. Geplant ist ein stufenweiser Ausbau auf bis zu 400 Schülerinnen und Schüler innerhalb der nächsten drei Jahre. Das Leitungsteam besteht aus Carsten Wolff und Anne Lipinski-Althoff, die bereits seit 2016 erfolgreich zusammenarbeiten und nun gemeinsam die neue Schule aufbauen. Unterstützt werden sie durch ein kleines Team aus Lehrkräften, einer Sozialarbeiterin sowie Verwaltungs- und Hauspersonal.

Das pädagogische Konzept der Schule setzt auf moderne, kindgerechte Ansätze. Ein zentrales Element ist das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL), bei dem entweder die Jahrgänge eins und zwei oder langfristig sogar alle vier Grundschuljahre gemeinsam unterrichtet werden sollen. Ziel ist es, den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder besser gerecht zu werden. Der Unterricht soll sich an den Stärken und dem Tempo jedes einzelnen Kindes orientieren. Zudem wird Wert auf demokratisches Lernen gelegt – unter anderem durch Schülerparlamente und Klassenräte.

Auch die Architektur der Schule unterstützt das neue Lernkonzept: Die Klassenräume sind offen gestaltet, mit flexiblen Möbeln, digitalen Tafeln, Sitzkreisen und Gruppenarbeitsbereichen. Flure werden als zusätzliche Lernräume genutzt, und jeweils zwei Klassen sind über gemeinsame OGS-Räume miteinander verbunden. 

Die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, dass die neue Schule planmäßig starten kann. Der Innenausbau ist weit fortgeschritten, und die Übergabe des Gebäudes an die Stadt soll noch vor den Sommerferien erfolgen. Die neue Grundschule „An der Gräfte“ versteht sich als Modellprojekt für ein zukunftsorientiertes, kindzentriertes Lernen in Gelsenkirchen.

Neue Grundschule „An der Gräfte“


Standort & Bau
  • Ort: Frankampstraße, Gelsenkirchen-Erle
  • Bauzeit: Rekordtempo, Richtfest im August 2024 – Einzug im August 2025
  • Kosten: ca. 32 Mio. Euro
  • Neubau: ca. 28,3 Mio. Euro
  • Zweifeldsporthalle: zusätzlich ca. 3,5 Mio. Euro
  • Größe: 6670 m² Gesamtnutzfläche + begrünter Schulhof

Schulstart & Konzept
  • Start: 27. August 2025
  • Erstaufnahme: 66 Kinder in 3 Klassen (Platz für 104)
  • Ziel: 400 Schüler in drei Jahren

Unterrichtskonzept:
  • Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL): zunächst Klassen 1, später evtl. 1–2 oder 1–4 gemeinsam
  • Individualisiertes Lernen: angepasst an Lerntempo und Entwicklungsstand jedes Kindes
  • Demokratiebildung: Schülerparlament & Klassenräte geplant

Moderne Architektur & Raumkonzept
  • Flexible Raumgestaltung:
  • 16 Klassenzimmer + 8 Gruppenräume + Differenzierungsräume
  • Jeweils 2 Klassenräume mit gemeinsamem OGS-Raum verbunden
  • Nutzung der Flure als Lernräume mit Sitzgelegenheiten

Ausstattung:
  • Sitzkreise in jeder Klasse
  • Digitale Tafeln
  • Gruppenarbeitstische, Sitzgruppen, Materialschränke

Quelle: WAZ - Diese Grundschule wird die modernste der ganzen Stadt - Paywall



Bilder: Spital-Frenking / Schwarz Architekten

Update 22.07.2025

Pünktlich zum Schuljahresbeginn 2025 hat die ggw GmbH den Neubau der vierzügigen Gemeinschaftsgrundschule an der Frankampstraße in Erle fertiggestellt und feierlich an die Stadt Gelsenkirchen übergeben.Besonderes Augenmerk wurde auf Nachhaltigkeit gelegt: Der Neubau wurde nach dem KfW-Effizienzhaus-55-Standard errichtet. Eine leistungsstarke Photovoltaikanlage, extensive Dachbegrünung, begrünte Fassadenelemente sowie dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sorgen für einen umweltfreundlichen und energieeffizienten Betrieb.

Bereits nach den Sommerferien wird der erste Jahrgang – 66 Kinder in drei Klassen – das neue Schulgebäude beziehen. Auf dem rund 10.300 Quadratmeter großen Grundstück an der Frankampstraße ist damit ein zukunftsweisender Lern- und Lebensort entstanden, der nicht nur architektonisch, sondern auch pädagogisch neue Maßstäbe setzt.

Pressemitteilung: ggw übergibt Schulneubau an die Stadt Gelsenkirchen



Fotos: Stadt Gelsenkirchen / Gerd Kaemper - gkfoto.de

Dienstag, 3. Juni 2025

Gelsenkirchen - Wohngebäude Ecke Nordring/Königswiese - In Bau

Neues Wohnbauprojekt in Gelsenkirchen-Buer: 29 geförderte Wohnungen bis 2027

In Gelsenkirchen-Buer, am Rand des beliebten Quartiers Buer-Ost, entsteht ein neues Wohnprojekt mit 29 öffentlich geförderten Sozialwohnungen. Bauherr ist die Peter Jänsch Grundstücksgesellschaft mbH aus Essen, für die das Projekt die erste Investition in Gelsenkirchen darstellt. Die Fertigstellung der beiden geplanten Mehrfamilienhäuser ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Projektstandort und Umfeld

Der Bauort liegt an der Ecke Nordring/Königswiese, verkehrsgünstig mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein Lebensmittelvollsortimenter, ein Discounter sowie der Stadtwald – eine attraktive Lage für Familien und Berufstätige gleichermaßen.

Gebäudestruktur und Ausstattung

Die beiden Gebäude bestehen jeweils aus vier Vollgeschossen plus einem Staffelgeschoss. Alle 29 Wohneinheiten erhalten einen Balkon oder eine Terrasse, die obersten Wohnungen verfügen über Dachterrassen. Auf dem Grundstück wird zudem ein begrünter Spielplatz angelegt – ein klares Signal, dass auch Familien mit Kindern zur Zielgruppe gehören.

Bild: Studio-OM GmbH Düsseldorf


Weitere Ausstattungsmerkmale:
  • Tiefgarage mit 22 Stellplätzen inklusive Ladeinfrastruktur für E-Autos
  • 45 Fahrradstellplätze
  • Energieversorgung über Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen

Wohnungsgrößen und Zuschnitt

Die Wohnflächen der 29 Einheiten variieren zwischen 64 und 115 Quadratmetern. Damit sind sie für Zwei- bis Fünf-Personen-Haushalte geeignet. 

Die Aufteilung:
  • Ein Haus mit 19, das andere mit 10 Wohnungen
  • Größen: 64, 70, 80, 85, 110 und 115 m²
  • Sozialer Wohnungsbau – 90 Prozent Förderung
Das Projekt ist vollständig dem sozialen Wohnungsbau gewidmet. Es wird zu 90 Prozent durch die NRW-Bank öffentlich gefördert – rund 9 Millionen Euro Zuschuss bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 11 Millionen Euro.

Die Voraussetzungen für eine Wohnung:

  • Wohnberechtigungsschein (WBS) der Fördergruppe A (nur für einkommensschwache Haushalte)
  • Zustimmung der Stadt Gelsenkirchen zum Mietverhältnis

Die Mietpreise unterliegen einer Staffelmiete: Sie steigen alle 12 Monate um 2 Prozent.
Aktueller Stand und Zeitplan

Derzeit (Juni 2025) wird die Baugrube ausgehoben. Mit einem Bezug der Wohnungen ist im Frühjahr 2027 zu rechnen. Für die Projektentwicklung und Vermarktung ist die Immostore GmbH aus Essen zuständig.
Einordnung

Vor dem Hintergrund stark rückläufiger Baugenehmigungen in Gelsenkirchen – insbesondere für Mehrfamilienhäuser (Rückgang um 82 % von 2023 auf 2024) – stellt dieses Projekt eine seltene und bedeutende Investition in den sozialen Wohnungsbau dar. Trotz widriger Rahmenbedingungen wie hoher Baukosten, Fachkräftemangel und schwieriger Zinslage wird hier neuer, dringend benötigter Wohnraum geschaffen.

Quelle: WAZ - Beliebtes Quartier in Buer: Wo 29 neue Wohnungen entstehen

Donnerstag, 27. Februar 2025

Gelsenkirchen - Wohnpark „In der Eppmannssiedlung“ - In Planung

Die Deutsche Reihenhaus AG baut zum siebten Mal ein Stadtquartier in Gelsenkirchen. Auf einem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück werden im Wohnpark „In der Eppmannssiedlung“ am Nettelbuschweg insgesamt 26 Einfamilienhäuser in serieller Bauweise errichtet. Das gesamte Quartier entsteht mit einem zu 100 Prozent regenerativen Energiekonzept, das auf Photovoltaik und Wärmepumpen basiert. Die Häuser sind zudem förderfähig durch das Programm „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie durch die Förderbank für Nordrhein-Westfalen – NRW.BANK.

Zum Verkauf im neuen Stadt-Quartier stehen 23 Häuser „145 m² Familienglück“ mit einem Startpreis ab 384.990 Euro inklusive des Grundstücks für ein Reihenmittelhaus. Zudem werden drei Häuser „120 m² Wohntraum“ ab 359.990 Euro errichtet. Die Baugenehmigung liegt vor, die Arbeiten auf dem Gelände beginnen zum Ende dieses Jahres. Die noch stehenden Häuser der LEG Immobilien SE werden abgerissen. Voraussichtlich ein Jahr später soll das Quartier komplett fertiggestellt sein.

Pressemitteilung: Deutsche Reihenhaus baut siebtes Stadtquartier in Gelsenkirchen

Samstag, 5. Oktober 2024

Gelsenkirchen - Umbau Alte Post Buer - In Planung

Im Jahr 2020 ist die Postfiliale samt Postbank an die Hochstraße gezogen, nun steht das um 1927/28 erbaute Gebäude in Gelsenkirchen-Buer leer. Seit 1993 befindet sich der Bau auf der Denkmalliste der Stadt. Im Jahr 2021 erwarben drei Investoren aus dem niedersächsischen Vechta, Heike Mezger, Kerstin Müller und Stephan Siemer den Bau und gründeten die „Wohnquartier Alte Post Buer GmbH“.

Die Investoren planen den Umbau des Gebäudes in ein Wohnhaus mit 41 Wohneinheiten, die zwischen 31 und knapp 80 Quadratmeter groß sind. Zielgruppe sind ältere Menschen und Studenten. Bei den Bauarbeiten muss sich der Investor natürlich an die Denkmalvorgaben halten. Die Baugenehmigung soll voraussichtlich noch im Oktober erfolgen. Mit dem Bau wird dann direkt danach begonnen.

Quelle: WAZ - Exklusiv: Besitzer der Alten Post in Buer verrät seine Pläne - hinter Paywall

Samstag, 28. September 2024

Gelsenkirchen | Neubau Kulturschule | In Bau

Noch in dieser Woche beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den Schulneubau der Kulturschule an der Europastraße/Am Schalker Verein. Dabei werden bei den Mäharbeiten zur Räumung des Baufeldes der Biotop- und Artenschutz berücksichtigt. Dazu wurde eigens eine ökologische Baubegleitung beauftragt. So wird zum Beispiel überprüft, ob hier Arten wie die Kreuzkröte leben. Zum Schutz der Tiere wird ein Amphibienfangzaun aufgestellt, um hier möglicherweise lebende Tiere absammeln und in ein Ersatzhabitat umsiedeln zu können.

Auch im weiteren Verlauf werden ökologische Aspekte sowie der Klimaschutz und die Klimaanpassung beachtet und mitgedacht. Um die Schulhöfe klimagerecht gestalten zu können, werden rund 1.800 Quadratmeter Asphaltfläche entsiegelt. Hier werden 49 klimaresistente Bäume, Sträucher sowie Stauden- und Kräuterflure gepflanzt. Das hier entstehende Klimawäldchen trägt zur Schattenbildung bei und begünstigt zudem die Kühlung durch das Verdunsten von Regenwasser. Das versickerte Wasser versorgt die Pflanzen, belastet nicht die Kanalisation und füllt das Grundwasser auf. Gepflanzt werden Baumarten wie zum Beispiel Gleditschie, Purpur-Erle und Amberbaum, die Trockenheit ebenso trotzen wie zeitweisen Überschwemmungen nach starken Regenfällen.

Um das Baugrundstück zu erschließen, müssen zunächst insgesamt 44 Bäume gefällt werden. Darunter sind neun Bäume, die unter die Baumschutzsatzung fallen. Um die Bäume erhalten zu können, müsste der Schulneubau an anderer Stelle entstehen. Dies ist aber auf Grund der benötigten Gebäudeabmessungen und der durch den Bebauungsplan vorgegebenen Baugrenzen nicht möglich.

Bei den Bestandsbäumen ist zudem bei den zukünftig zu erwartenden heißen und trockenen Sommern mit einer deutlichen Verschlechterung der Gesundheit der Bäume zu rechnen. Weder die Baumarten noch ihre Standorte sind für einen sich verstärkenden Klimawandel geeignet.

Die Bäume werden innerhalb der Fällperiode bis zum 1. März gefällt, um die Zerstörung von Nistplätzen zur Aufzucht der Brut zu vermeiden. Der Baubeginn des Schulneubaus ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Die sechszügige Schule wird bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler unterrichten können.

Pressemitteilung:Start der vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Kulturschule berücksichtigt ökologische Aspekte

Bild; Stadt Gelsenkirchen



Update 28.09.2024

Im Herbst sollte der erste Spatenstich für das Hauptgebäude der Kulturschule, der seit 2017/18 geplanten neuen Gesamtschule, erfolgen. Seit April 2024 ist das benachbarte Oberstufengebäude in Bau, das in Modulbauweise errichtet wird und augenscheinlich im Zeitplan liegt.

Quelle: WAZ - Wird die Kulturschule Gelsenkirchen noch später fertig?

Donnerstag, 1. August 2024

Gelsenkirchen | Neubau Grundschule + Kita Kurt-Schumacher-Straße - Fertig (08/24)

Am 16 September 2022 fiel der offizielle Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt von Stadt und ggw – der Um- und Neubau einer vierzügigen Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte an der Kurt-Schumacher-Straße. Nachdem die Abbrucharbeiten auf der Baustelle abgeschlossen sind, konnte nun der offizielle Spatenstich vorgenommen werden. Hier werden ab dem Schuljahr 2024/25 topmoderne Klassenzimmer zur Verfügung stehen.

Das Ziel ist, die die neue Grundschule und die Kita in einer Bauzeit von zwei Jahren fertigzustellen. Bereits im Sommer 2024 können so zusätzliche Primarschul- und Kitaplätze in Gelsenkirchen angeboten werden. Mit der Umsetzung dieses ambitionierten Projekts im Stadtteil Schalke können in absehbarer Zeit dringend benötigte neue Angebote an Grundschul- und Betreuungsplätzen in einem Bereich mit besonders hohem Bedarf geschaffen werden. Darüber hinaus trägt das Bauvorhaben dazu bei, den durchschnittlichen Energiestandard der im Stadtgebiet befindlichen Schulen spürbar zu verbessern.

Insgesamt investiert die ggw rund 25 Millionen Euro in den Umbau und den Neubau der Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte. Perspektivisch soll zusätzlich eine Einfeld-Sporthalle für die Schülerinnen und Schüler im direkten Umfeld, an der Hülsmannstraße entstehen. Die Wohnungsbaugesellschaft setzt wie auch schon bei der neuen Grundschule an der Ebersteinstraße auf ein umweltfreundliches Energiekonzept – das Schulgebäude wird durch klimafreundliche Fernwärme mittels Fußbodenheizung sowie eine Photovoltaik-Anlage versorgt. Auch an der Kurt-Schumacher-Straße wird das Konzept durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie durch eine Dach- und Fassadenbegrünung vervollständigt.

Quelle: Zweites Schulprojekt von ggw und Stadt Gelsenkirchen offiziell gestartet


Bilder: Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH

Update 03.10.2025

In Gelsenkirchen-Schalke ist an der Kurt-Schumacher-Straße 146–148 ein neues Bildungszentrum entstanden, das eine vierzügige Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte und Familienzentrum vereint. Der Neubau wurde von der ggw GmbH in Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen realisiert und ist Teil der städtischen Strategie, die Bildungsinfrastruktur zu modernisieren und auszubauen. Das dreigeschossige Gebäude steht auf einem rund 5.730 Quadratmeter großen Grundstück und vereint auf insgesamt etwa 5.200 Quadratmetern Nutzfläche moderne Lern-, Betreuungs- und Gemeinschaftsräume. Die Schule selbst verfügt über acht Klassenzimmer und vier Differenzierungsräume, während die Kita acht Gruppenräume bietet. Ergänzt wird die Architektur durch großzügige Außenflächen: ein etwa 2.500 Quadratmeter großer Schulhof sowie rund 740 Quadratmeter Außengelände für die Kita. 

Auch Nachhaltigkeit spielte beim Bau eine wichtige Rolle. So sind Dach und Fassade begrünt, die Energieversorgung erfolgt über eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik und klimafreundliche Fernwärme. Mit einem Gesamtvolumen von rund 24 Millionen Euro gehört das Projekt zu den größten Investitionen der Stadt in den Bildungsbereich der letzten Jahre. Nach dem Baubeginn im November 2022 konnte das Gebäude bereits im Juli 2024 fertiggestellt und pünktlich zum Schuljahresstart am 21. August 2024 in Betrieb genommen werden. Damit entstand nicht nur dringend benötigter Raum für Schulklassen und Kinderbetreuung, sondern auch ein moderner Lern- und Lebensort, der pädagogische Qualität, Familienfreundlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.


Fotos: Baugruppe Zabel