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Donnerstag, 4. Juni 2026

Hagen - Wohnquartier Brantheke - In Bau

Wohnpark Brantheke in Hagen: 84 neue Wohnungen für den Stadtteil Emst

Mit dem Richtfest für den ersten Bauabschnitt hat das Wohnquartier Brantheke in Hagen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (ha.ge.we) und das Bauunternehmen Goldbeck treiben das Projekt an der Elmenhorststraße planmäßig voran. Bis 2028 soll hier ein neues Wohnquartier mit insgesamt 84 Wohnungen entstehen.

Vom Altbestand zum modernen Wohnquartier

Dem Neubauprojekt ging ein umfassender Strukturwandel voraus. Auf dem Gelände standen zuvor elf ältere Wohngebäude, die als nicht mehr wirtschaftlich sanierungsfähig eingestuft wurden. Diese wurden abgerissen, um Platz für ein komplett neues Quartier zu schaffen. An ihrer Stelle entstehen nun neun moderne Mehrfamilienhäuser in zwei Bauabschnitten.

Der erste Bauabschnitt umfasst vier Gebäude mit insgesamt 40 Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Anschließend folgt der zweite Bauabschnitt mit weiteren 44 Wohnungen. Nach aktuellen Planungen soll das Gesamtprojekt bis 2028 abgeschlossen sein.

Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen

Die Wohnungen richten sich bewusst an verschiedene Bevölkerungsgruppen. Geplant sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 52 und 114 Quadratmetern. Das Angebot soll Singles, Paare, Familien sowie Seniorinnen und Senioren gleichermaßen ansprechen.



Ein Schwerpunkt liegt auf dem geförderten Wohnungsbau. Im ersten Bauabschnitt entstehen 33 öffentlich geförderte Wohnungen. Insgesamt wird ein Mix aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen geschaffen, um Menschen mit unterschiedlichen Einkommenssituationen Wohnraum anbieten zu können.



Millionenförderung durch das Land NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Projekt mit umfangreichen Fördermitteln. Für den ersten Bauabschnitt wurden rund 7,92 Millionen Euro bereitgestellt. Für den zweiten Bauabschnitt kamen weitere rund 6,96 Millionen Euro hinzu. Die Förderung soll dazu beitragen, langfristig bezahlbare Mieten zu sichern.

Die geförderten Wohnungen werden über die Stadt Hagen vergeben. Dabei kommen sowohl Wohnungen für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppe A als auch der Einkommensgruppe B auf den Markt. Dadurch können auch Haushalte mit mittleren Einkommen von den Förderangeboten profitieren.

Nach Angaben der ha.ge.we liegen die Mieten je nach Förderstatus und Ausstattung zwischen etwa 6,63 Euro und 9,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Nachhaltigkeit und moderne Bauweise

Das neue Quartier setzt auf energieeffiziente Gebäudetechnik. Geplant sind Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und eine nachhaltige Energieversorgung. Zudem wird das Projekt nach dem Nachhaltigkeitsstandard QNG umgesetzt.

Errichtet werden die Gebäude in serieller beziehungsweise systematisierter Bauweise durch Goldbeck. Diese Bauweise ermöglicht eine vergleichsweise schnelle und wirtschaftliche Umsetzung bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards.

Mehr als nur Wohnungen

Besonders bemerkenswert ist das städtebauliche Konzept des Wohnparks Brantheke. Die Planung beschränkt sich nicht auf den Wohnungsbau, sondern umfasst auch großzügige Grünflächen, Spielbereiche und Begegnungsorte für die Bewohner.

Eine Besonderheit ist die Einbindung der angrenzenden Kleingartenanlage in die Quartiersplanung. Zwischen den Gebäuden soll ein zentraler Quartiersplatz entstehen, der als Treffpunkt für Bewohner und Kleingärtner dienen wird. Darüber hinaus ist ein gestalterischer Übergang zur umliegenden Wald- und Wiesenlandschaft vorgesehen. Damit soll ein Wohnumfeld geschaffen werden, das die naturnahe Lage am Fuße von Emst bewusst einbezieht.

Bedeutung für den Hagener Wohnungsmarkt

Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten aktuellen Wohnungsbauvorhaben der ha.ge.we. Angesichts der steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum soll der Wohnpark Brantheke einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Hagener Wohnungsmarktes leisten.

Mit der Mischung aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen, moderner Energieversorgung und einem umfassenden Quartierskonzept entsteht in Emst ein neues Wohngebiet, das langfristig Wohnraum für unterschiedliche Generationen und Einkommensgruppen bieten soll.

Mit dem abgeschlossenen Rohbau des ersten Bauabschnitts beginnt nun die nächste Phase: der Innenausbau. Die ersten Bewohner könnten bereits im Herbst 2026 ihre neuen Wohnungen beziehen.

Sonntag, 27. Juli 2025

Hagen - Erweiterung Werner von Siemens-Realschule - In Bau

Im Gladbecker Stadtteil Ellinghorst grenzen die Werner-von-Siemens-Realschule und die Wittringer Gemeinschaftsgrundschule in direkter Innenstadtlage aneinander. Beide Schulen verzeichnen steigende Schülerzahlen, was in den vergangenen Jahren zu einem zunehmenden Platzmangel geführt hat. Die vierzügige Realschule mit rund 650 Schülerinnen und Schülern nutzt derzeit Räume der benachbarten Grundschule, um ihren Unterrichtsbetrieb aufrechterhalten zu können. Diese dreizügige bis vierzügige Grundschule mit offenem Ganztagsangebot für etwa 320 Kinder benötigt die eigenen Flächen jedoch dringend selbst, um ihre pädagogischen Angebote im Ganztag abzusichern und weiterzuentwickeln.

Um diese Raumsituation langfristig zu verbessern, hat die Stadt Gladbeck das Büro P+ Architekten Ingenieure mit der Planung eines Erweiterungsbaus für die Werner-von-Siemens-Realschule beauftragt. Geplant ist ein dreigeschossiger Neubau, der in direkter Anbindung an das bestehende Hauptgebäude rund 1.800 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche bereitstellen wird. Neben mehreren neuen Klassenräumen sind Lager-, Sanitär- und Technikräume vorgesehen. Herzstück des Neubaus ist eine neue Mensa, die von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden soll. Ergänzend werden im Bestandsgebäude kleinere Umbaumaßnahmen im Lehrerzimmer sowie im Ostflügel durchgeführt.

Der Erweiterungsbau wird in nachhaltiger Holzbauweise realisiert. Die Konstruktion erfolgt überwiegend in vorgefertigter Holzrahmenbauweise mit Massivholzdecken, wodurch sowohl Bauzeit als auch CO₂-Bilanz positiv beeinflusst werden. Lediglich die Erschließungskerne werden aus brandschutztechnischen Gründen in Stahlbeton ausgeführt. Die Fassade besteht aus hinterlüfteten, vorgegrauten Holzpaneelen mit roten Fensterelementen als gestalterischem Akzent. Das extensiv begrünte Retentionsdach dient nicht nur der Regenwasserrückhaltung, sondern wird zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, um regenerative Energie zu erzeugen.

Nach dem positiven Ratsbeschluss im Jahr 2021 wurde das Bauvorhaben im Rahmen einer funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt das Unternehmen Brüggemann Holzbau, das die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) an P+ Architekten Ingenieure vergab. Damit wird die bisherige Planung auch in der weiteren Projektumsetzung fortgeführt. Der Baustart erfolgte im Juli 2025. Die Fertigstellung und Übergabe des Gebäudes sind für den Sommer 2026 vorgesehen.

Quelle: WAZ - Anwohner in Gladbeck betroffen: Hier wird es ab Montag laut + P+ Architekten Ingenieure

Bild: P+Architekten / Stadt Hagen

Sonntag, 28. Januar 2024

Hagen | FernUni - Neubau Fakultät für Psychologie | In Bau

Für rund 19 Millionen Euro baut die FernUniversität aus Landesmitteln einen Neubau für ihre 2018 gegründete Fakultät für Psychologie. Dieser soll bis Ende 2023 fertig sein. Umgesetzt wird das Konzept der Baufirma Goldbeck West. Auf rund 2700 Quadratmetern Nutzfläche werden den Forschenden, Lehrenden und Studierenden flexibel nutzbare Büroflächen und offene Begegnungsräume zur Verfügung stehen.

Zum ersten Mal ist die FernUniversität selbst Bauherrin bei einem größeren Neubau-Projekt und setzt dabei auf eine nachhaltige Bauweise. „Es handelt sich zwar um ein klassisches Stahlbetongebäude. Dies hat aber höchsten Anspruch an den Klimaschutz“, sagt Baudezernent Wolfram Krunke. Gebaut wird daher materialreduziert mit besonders schlanken Bauteilen und einem hohen Anteil an Recyclingmaterialien. Erdwärme und Photovoltaik liefern die Energie.

Das nachhaltige Gebäude an der Ecke Feithstraße / Universitätsstraße wird als eigenständiger Bau an die Riegel der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften angrenzen. Bisher waren die Lehrgebiete und Mitarbeitenden der Fakultät für Psychologie auf verschiedene Gebäude auf dem gesamten Campus verteilt. Sie können mit der Einweihung des Neubaus inhaltlich und räumlich enger zusammenrücken und haben dann deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig werden für die weiteren vier Fakultäten der FernUniversität in den anderen Gebäuden Kapazitäten frei. Zudem werden angemietete Flächen außerhalb des Campus aufgegeben.

Pressemitteilung: Nachhaltiger Neubau für die Fakultät für Psychologie

Bild: Goldbeck

Update 22.06.2022

Der Bauzaun steht, die Bagger rollen Anfang Juli auf dem Campus an. Eine Vision nimmt nun Gestalt an. Bis Ende 2023 soll das klimaneutrale Gebäude gleich am Anfang des Universitätsgeländes in die Höhe wachsen. Lehrende und Forschende aus der Psychologie wollen im Frühjahr 2024 einziehen.

Pressemitteilung: Spatenstich für den Neubau der Fakultät für Psychologie


Bild: Goldbeck

Update 17.03.2023

Im Sommer 2022 sind die Bagger angerollt. Gut ein halbes Jahr nach dem Baubeginn für den Neubau der Fakultät für Psychologie ist das klimaneutrale Gebäude direkt am Anfang des Universitätsgeländes im raschen Tempo in die Höhe geschossen. Die Bauelemente sind fertig montiert, die Gebäudehülle ist regendicht. Diesen wichtigen Meilenstein hat die FernUniversität jetzt beim Richtfest mit rund 100 Gästen gefeiert.

Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp und Thorsten Schenk, Niederlassungsleiter des Bauunternehmens GOLDBECK in Dortmund, hoben den schnellen Baufortschritt und die Nachhaltigkeit des Gebäudes hervor. Gebaut wird materialreduziert, beheizt mit Erdwärme, auf dem Dach liefert eine Photovoltaikanlage Solarenergie. „In Zeiten von gestörten Lieferketten sowie von Material- und Personalengpässen sind wir sehr froh, dass wir in unserem sportlichen Zeitplan liegen“, sagte Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp. „Das ist eine besondere Herausforderung“, ergänzte Thorsten Schenk.

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz freute sich, dass eine Vision nun mit einem neuen Gebäude eine Heimat erhält. „Es ist schön zu sehen, wie der Campus weiter wächst“, so Schulz. „Die FernUni mit ihren 1800 Beschäftigten ist eine der größten Arbeitgeberinnen unserer Stadt. Das ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft.“ Er bedankte sich zudem für den freiwilligen Beitrag zum Klimaschutz im Zuge der Baumaßnahme. Ende des Jahres hatte die FernUni gemeinsam mit der Firma GOLDBECK 2000 Setzlinge im Hagener Süden gepflanzt.

Indes bleibt der Zeitplan für das rund 19 Millionen Euro teure Bauprojekt, das aus Landesmitteln finanziert wird, ambitioniert. Bis Ende 2023 soll der Innenausbau fertig sein. Lehrende und Forschende aus der Psychologie wollen im Frühjahr 2024 einziehen.

Pressemitteilung: Richtfest für den Neubau Psychologie

Foto: FernUni Hagen


Sonntag, 7. Januar 2024

Hagen | Logistikzentrum auf Steinfabrik-Gelände | In Planung

Auf dem Gelände der ehemaligen Steinfabrik plant der Immobilienentwickler Panattoni ein neues Logistikzentrum. Fast 121.000 m² umfasst das Gelände, auf dem mehr als 100 Jahre lang Dolomitgestein zu Verkleidungen für Koks- und Stahlhochöfen verarbeitet wurde. Davon fallen 43.000 m² auf eine stillgelegte Halde und 77.000 m² werden nun baulich genutzt. Bei dem Neubau werden 35.000 m² Logistik- und Industriefläche, 1.800 m² Büro- und Sozialfläche und 2.700 m² Lagermezzanin geschaffen. 130 Pkw- und 13 Lkw-Stellplätze werden ausreichend Platz für Firmenfahrzeuge, Mitarbeitende und Zulieferer bieten.

Für die Revitalisierung des Brownfields ist ein kompletter Abriss und Neubau erforderlich. Im Jahr 2021 begann die Hagedorn Unternehmensgruppe nach dem Erwerb der Fläche mit dem Rückbau. Es mussten nicht nur die Bestandsgebäude zurückgebaut, sondern auch große Mengen Erdmasse bewegt werden, um Höhenunterschiede auf dem Grundstück auszugleichen. Ein Großteil des Abbruchmaterials wurde recycelt. Um die starken Verunreinigungen im Boden zu reduzieren, wurde ein umfassendes Sanierungskonzept umgesetzt. Im letzten Quartal 2023 ist das planierte Grundstück an Panattoni übergeben worden.

Beim Neubau legt Panattoni besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Der Projektentwickler strebt mindestens eine Zertifizierung nach dem DGNB-Gold-Standard an. Zum umfangreichen Maßnahmenpaket in den Bereichen Ökologie und Soziales gehören die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern und die Nutzung von Regenwasser. Für die künftigen Mitarbeitenden entsteht ein Well-Being-Bereich am Standort. Darüber hinaus setzt Panattoni auf eine naturnahe Gestaltung der Außenanlagen. Der verrohrte Ölmühlenbach, der auf der Grundstücksfläche verläuft, wird offengelegt und renaturiert. Eine Wildblumenwiese und Nistkästen verschönern nicht nur das Landschaftsbild, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Zudem sorgen eine landschaftsgerechte Fassadenfarbe und eine gute Einbettung in das Relief dafür, dass die Immobilie sich gut in die Umgebung eingliedert.

Der Bauantrag wurde Ende 2023 eingereicht. Im zweiten Quartal 2024 soll mit dem Bau gestartet werden. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2025 terminiert.

Zu Spitzenzeiten waren im Lennetal 1.000 Menschen beschäftigt. Als die Produktion im Jahr 2020 endgültig eingestellt wurde, bedeutete dies für 130 Beschäftigte das Aus.

Pressemitteilung: Panattoni baut zukunftsweisende Immobilie auf altem Steinfabrik-Gelände in Hagen

Bild:  Panattoni Projektentwicklung

Sonntag, 12. Juni 2022

Hagen | ARENAhagen

Die VfL Eintracht Hagen Handball-Förder gGmbH plant die Errichtung einer multifunktionalen und bundesligatauglichen Ballsport- und Eventhalle im Sportpark Ischeland in Hagen. Die ARENAhagen wird über eine Besucherkapazität in der Endausbaustufe von 5.000 Zuschauer verfügen. Neben dem zentralen Hallenraum für Handball, Basketball, Volleyball, Badminton und Veranstaltung sind weitere Nutzungen in der Multifunktionsarena geplant. So ergänzen u.a. eine Trainingsballsporthalle unter der ARENA, eine Kletterhalle über mehrere Geschosse, zahlreiche Umkleiden, Heimumkleide mit Cooldown-Bereich, Fitnessräume, Physiotherapie, eine Multifunktionssportfläche für Funsport/ Squash/ Speed-Court/ Street-Basketball/ Badminton die Hauptnutzungen. Weiterhin sind ein Bewegungsbecken, ein Sport-Wellnessbereich mit zwei Saunen, Büros, Gastronomieflächen, zahlreiche WC-Anlagen, Hausmeister- und Security-Services, Showrooms, Meeting- und VIP-Bereiche sowie Lager- und Technikräume geplant. 

Damit entsteht ein multifunktionales Sporthaus für den Breiten- und Spitzensport.Das Gebäude wird im etablierten Sportpark Ischeland auf dem Gelände des ehemaligen „Käfig“-Sportplatzes errichtet. Die neue ARENAhagen steht städtebaulich über den neuen „Hagenplatz“ unmittelbar in Zusammenhang zur bestehenden Ischelandhalle, welche strukturell in die Planung eingebunden wird. Architektonisch zeichnet die kristalline Metall-Silhouette der neuer ARENA einen markanten Baukörper, welcher das Images des Standortes und Hagen als Sportstandort und Oberzentrum in die Zukunft tragen wird.


Der Rat der Stadt Hagen hat Anfang des Jahres 2022 grünes Licht für Verhandlungen mit dem Investor Detlef Spruth gegeben. Der Vorsitzende des VfL Eintracht Hagen will den Neubau über eine Stiftung finanzieren und realisieren. Der Baubeginn könnte noch dieses Jahr erfolgen.




Bilder: Archiprocess

Samstag, 16. April 2022

Hagen | Neubau- und Modernisierung Polizeipräsidium

Auf dem Areal an der Hoheleye baut der BLB NRW für die Hagener Polizistinnen und Polizisten einen viergeschossigen Neubau. Zudem werden ein angrenzendes Hochhaus sowie eine KFZ-Werkstatt, die bereits seit rund 50 Jahren von der Polizei genutzt werden, grundlegend saniert und modernisiert. „Wir verbinden hier in Hagen neu und alt – und schaffen mit einem Neubau und sanierten Bestandsbauten mehr als 16.500 Quadratmeter modernsten Raum für die Polizei. Zugleich sparen wir durch diese Verknüpfung wertvolle Ressourcen. Mit gleich mehreren Photovoltaikanlagen und einer modernen Wärmerückgewinnungsanlage sorgen wir in vielerlei Hinsicht für ein zukunftsfähiges Polizeipräsidium“, freute sich die Geschäftsführerin des BLB NRWs, Gabriele Willems, in ihrer Ansprache.

Das Gebäude soll Ende 2025 eingeweiht und sukzessive von insgesamt rund 200 Mitarbeitenden der Hagener Polizei bezogen werden. In dem zukunftsorientierten Präsidium werden nach der geplanten Fertigstellung alle Beschäftigten der Kriminalpolizei, Verkehrspolizei und Polizeiverwaltung, sowie die Behördenleitung mit ihrem Leitungsstab ihren Dienst verrichten. Auch die Leitstelle wird die neuen Räumlichkeiten beziehen und dann über neueste Technik verfügen.

PM: Feierliche Grundsteinlegung läutet die Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen für das Hagener Polizeipräsidium ein



Bilder: FUNKE POPAL STORM fps Architektur und Generalplanung GmbH, Oberhausen

Dienstag, 13. November 2018

Hagen | Freilichtmuseum - Neubau Eingangsgebäude und Besucherbahn

Die geplante "Wegebahn" im LWL-Freilichtmuseum Hagen hat die nächste Etappe erreicht: Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat den Baubeschluss zur Wegebahn und zum neuen Eingangsgebäude am Freitag (9.11.) in Münster befürwortet. Der LWL-Landschaftsausschuss entscheidet am 23. November abschließend über den Baubeschluss des rund 4,75 Millionen Euro teuren Projektes.

Mit der "Wegebahn", die aus einer Zugmaschine mit Anhängern besteht, will der LWL den Besuchern in seinem 42 Hektar großen Freilichtmuseum in Hagen die langen Wege erleichtern. Damit die Besucher die Elektrobahn direkt ab dem Parkplatz nutzen können, soll das Eingangsgebäude mit Ticketverkauf, Shop und Toilettenanlagen hierhin verlegt werden. Das eingeschossige Gebäude soll direkt am Mäckingerbach entstehen. So können die Besucherinnen den Bach, der ein wiederkehrendes Element des Museums ist, schon hier erleben. Hier soll es dann auch Schließfächer sowohl für Bollerwagen wie auch für Fahrrad- und Motorradhelme geben.

"Vom Parkplatz bis zum Handwerkerdorf im oberen Museumsbereich müssen die Besucher 2,5 Kilometer zu Fuß zurücklegen. Dabei müssen sie 80 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 15 Prozent überwinden. Das wollen wir vor allem Menschen mit Behinderung, älteren Museumsbesucherinnen und Familien mit Kinder- oder Bollerwagen nicht zumuten", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Künftig können die Besucher am Parkplatz in die Bahn einsteigen, die sie bis zur Bäckerei im oberen Museumsbereich bringt. Insgesamt sind fünf Haltestellen vorgesehen, zum Beispiel an der Gastronomie "Museumsterrassen". Einer der Anhänger soll so umgebaut werden, dass Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen leicht transportiert werden können.

Der Vorschlag sieht vor, dass eine Elektro-Zugmaschine mit drei geschlossenen Anhängern, die Platz für rund 60 Personen und mindestens zwei Rollstühle bieten, weitgehend auf dem bestehenden Wirtschaftsweg fährt. "Die Trennung von den Besucherwegen ist am sichersten, außerdem bringt diese Trassenführung die geringsten Eingriffe in die Landschaft mit sich, gleichzeitig tun wir aber viel für mehr Barrierefreiheit", erklärte Rüschoff-Parzinger. "Da wir für das neue Bahnbetriebsgebäude eine Photovoltaikanlage geplant haben, können wir einen großen Teil des Stroms, den die Wegebahn benötigt, umweltfreundlich selbst produzieren."


Wenn der LWL-Landschaftsausschuss den Baubeschluss Ende November endgültig gefasst hat, wird der LWL Fördermittel beim NRW-Wirtschaftsministerium beantragen. Im kommenden Jahr wird der LWL dann die Maßnahme im Detail planen, den Bauantrag stellen, die Arbeiten ausschreiben und vergeben. Die Bauarbeiten, die rund 13 Monate dauern werden, sollen im Frühsommer 2020 beginnen.

Pressemitteilung: LWL

Bild: LWL