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Sonntag, 22. Februar 2026

Bochum - Haus der Musik - In Bau

Haus der Musik in Bochum: Vom „hässlichen Entlein“ zum kulturellen Herzstück

Mitten in der Bochumer Innenstadt entsteht ein Projekt, das das Gesicht des Marienplatzes nachhaltig verändern soll: Das ehemalige Landesbehördenhaus wird zum Haus der Musik umgebaut. Gemeinsam mit dem benachbarten Anneliese Brost Musikforum Ruhr soll hier bis 2028 ein neues kulturelles Zentrum entstehen.

Ein Gebäude mit Geschichte – und Zukunft

Das viergeschossige Gebäude am Marienplatz diente bis 2017 als Sitz des Arbeitsgerichts. 2018 kaufte die Stadt Bochum die Immobilie vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Schon damals war klar: Das Haus braucht eine grundlegende Modernisierung.

Inzwischen ist das Gebäude vollständig entkernt. Die Schadstoffsanierung – darunter Asbest, PCB und PAK, typische Altlasten aus den 1960er- und 70er-Jahren – ist abgeschlossen. Große Teile des Innenlebens wurden entfernt. Der eigentliche Umbau kann beginnen.

Ab Mitte März startet die Baustelleneinrichtung rund um Marienplatz und Humboldtstraße. Anschließend folgen die Rohbauarbeiten. Ein erster sichtbarer Schritt: Die Parkdecke im Innenhof wird abgerissen, um Platz für eine neue Tiefgarage und einen Neubau zu schaffen.

Sparmaßnahmen verändern die Pläne

Ursprünglich wurde der Umbau mit rund 6,6 Millionen Euro kalkuliert. Später stiegen die veranschlagten Kosten auf fast 30 Millionen Euro. Da Fördermittel in Höhe von über sechs Millionen Euro nicht bewilligt wurden, musste die Stadt Einsparungen vornehmen.

Das hat konkrete Folgen für die Architektur:

  • Die Dachhaut wird nicht vollständig saniert

  • Die Fenster bleiben erhalten

  • Die geplante Glasfuge, die der Fassade eine moderne, transparente Optik verleihen sollte, entfällt

  • Die Fassade zur Humboldtstraße wird lediglich optisch überarbeitet

Trotz dieser Anpassungen soll das Gebäudeensemble am Ende ein repräsentatives Aushängeschild für die Musik in Bochum werden.

Bild: dreibund architekten

Ein neues Zuhause für 11.000 Musikschüler

Mitte 2028 soll das Haus der Musik eröffnet werden. Dann zieht die Musikschule Bochum vom Westring an den Marienplatz. Rund 11.000 Musikschülerinnen und -schüler erhalten hier moderne Unterrichts- und Probenräume – in direkter Nachbarschaft zum Musikforum.

Die Vision: ein lebendiges Zentrum für musikalische Bildung, Konzerte und kulturellen Austausch im Herzen der Stadt.

Belastungen für die Nachbarschaft

Wo gebaut wird, entstehen jedoch auch Belastungen. Anwohner berichten von starkem Lärm und Staub im vergangenen Sommer. Insbesondere das Entsorgen von Baumaterial in Container sorgte für erhebliche Geräuschentwicklung. Neben der baulichen Entwicklung wünschen sich viele Nachbarn künftig eine transparentere Kommunikation über Bauphasen und Maßnahmen. Hier steht die Stadt vor der Aufgabe, Informationsfluss und Bürgerdialog zu verbessern.

Stadtentwicklung mit Signalwirkung

Mit dem Haus der Musik setzt Bochum ein deutliches Zeichen für kulturelle Bildung und die Aufwertung der Innenstadt. Aus einem lange als unansehnlich geltenden Gebäude soll eine architektonische Perle werden. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Marienplatz 2028 nicht nur baulich, sondern auch kulturell in einem neuen Licht erscheinen – als lebendiger Treffpunkt für Musik, Begegnung und städtisches Leben.

Quelle: WAZ - Nach Staub und Lärm im Vorjahr: So geht es beim Haus der Musik in Bochum weiter - hinter Paywall

Dienstag, 1. November 2022

Gelsenkirchen | Eingangs- und Verwaltungsgebäude am Amphitheater

Der Haupteingang zum Zukunftsgarten Gelsenkirchen soll während der IGA 2027 im Bereich des Amphitheaters verortet werden. Geplant ist ein multifunktionales, klimaangepasstes und begrüntes Eingangsgebäude zum Empfang der Besucherinnen und Besucher. Das Gebäude soll ökologisch und architektonisch hochwertig und unter Nutzung innovativer Bautechnologien errichtet werden.

Nach der IGA 2027 soll das Gebäude, das eine Bruttogrundfläche von etwa 400 qm hat, als Ergänzung des Amphitheaters in Form von Lager- und Sozialräumen sowie öffentlichen Sanitäranlagen genutzt werden.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) beteiligt sich über die „Festbetragsförderung“ an der Finanzierung des Gebäudes.

In der Jurysitzung am 20. Oktober wurden die Siegerentwürfe des Architekten-Wettbewerbs ermittelt.

Der 1. Preis geht an das Büro Daniel Zajsek Architekten in München. Den 2. Preis erhält das Büro MS PLUS Architekten BDA in Münster, und der 3. Preis geht an das anderswo.studio Unger Haxhi Architekten PartG mbB in Köln.

Als „angenommene Baukosten“ wurden damals 1,26 Millionen Euro benannt, ein späteres Planungshonorar wird mit 245.000 Euro beziffert. Für den Wettbewerb selbst standen 110.000 Euro bereit. Langfristig soll der Bau bei Bedarf umgenutzt und modular erweitert werden können, „ohne sein Erscheinungsbild zu verändern“.

Pressemitteilung: Stadt Gelsenkirchen


Bild: Daniel Zajsek/Stadt Gelsenkirchen

Samstag, 1. Juni 2019

MKM Museum Küppersmühle Duisburg: Erweiterungsbau von Herzog & de Meuron

Erweiterungsbau MKM Museum Küppersmühle in Duisburg

Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen wurde um einen zusätzlichen Ausstellungstrakt erweitert. Der viergeschossige Neubau entstand nach Plänen des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron und schafft rund 2.500 m² zusätzliche Ausstellungsfläche für die Sammlung Ströher.

Der Erweiterungsbau befindet sich an der Ostseite des bestehenden Museums und wurde über den historischen Silo-Trakt mit dem Stammhaus verbunden.



Donnerstag, 17. Januar 2019

Gelsenkirchen | Umbau Heilig-Kreuz-Kirche zum Kulturzentrum

Die Landesregierung fördert den Umbau der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen mit rund 9,7 Millionen Euro aus dem Programm "Starke Quartiere - starke Menschen". In einer neuen Funktion als Kultur- und Veranstaltungszentrum soll das entwidmete Gotteshaus in den kommenden Jahren Impulse für den Wandel in Gelsenkirchen-Ückendorf setzen. Geplant sind dort unter anderem ein Multifunktionssaal für bis zu 700 Personen sowie Seminar- und Ausstellungsräume.

Die Heilig-Kreuz-Kirche gilt als einzigartiges Denkmal der expressionistischen Backsteinarchitektur im Ruhrgebiet. Der Gelsenkirchener Architekt Josef Franke baute sie von 1927 bis 1929 als Parabelkirche; so ist in die mächtige blockhafte Fassade ein großes Fenster in Form einer Parabel eingeschnitten, das den gesamten Kirchenraum prägt und an einen Bergbaustollen erinnert.

Der Umbau des seit 2007 weitgehend leer stehenden Kirchengebäudes symbolisiert den Wandel an der Bochumer Straße. Die einstige Prachtstraße mit zahlreichen Gründerzeitbauten war in den vergangenen Jahren zunehmend verwahrlost und leidet unter starkem Verkehr. Die Sanierung bzw. der Abriss von Immobilien, eine Neugestaltung von Grünflächen sowie das neue Justizzentrum sollen das Viertel in Zukunft aufwerten und beleben.

Pressemitteilung: Westfalen-Heute 


Fotos: Stadt Gelsenkirchen/Pedro Malinowski | Quelle: http://www.westfalen-heute.de/mitteilung.php?42281

Update 17.01.2019

Die Stadt Gelsenkirchen baut eine der baugeschichtlich herausragendsten Kirchen der Stadt zum Veranstaltungshaus um. Gestern (16. Januar) wurde der Grundstein für den Umbau der Heilig Kreuz-Kirche gelegt. Das denkmalgeschützte Gotteshaus soll ab 2021 mit einem 400 Quadratmeter großen Saal Platz für bis zu 700 Personen bieten. Außerdem sollen Räume für Vereine und Initiativen aus dem Quartier sowie eine Gastronomie entstehen.

Das Gotteshaus von Josef Franke gilt als eines der Hauptwerke des Backsteinexpressionismus. Zum Zeitpunkt des Baus 1929 Ende war die Ückendorfer Pfarrgemeinde St. Josef mit 17.000 Gläubigen die größte Kirchengemeinde Deutschlands. 2007 wurde die Kirche außer Dienst gestellt, 2017 kaufte die Stadt Gelsenkirchen das Gebäude. Der Umbau zählt zu den zentralen Zukunftsprojekten der Stadt. Als Quartierszentrum soll die Kirche den Stadtteil beleben. Betrieben wird der neue Veranstaltungsort künftig von der Emschertainment GmbH.

Die Kosten für das Projekt werden derzeit auf ca. 12,3 Mio. Euro geschätzt. 90 Prozent werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Quelle: idr | Infos unter www.gelsenkirchen.de

Dienstag, 13. November 2018

Hagen | Freilichtmuseum - Neubau Eingangsgebäude und Besucherbahn

Die geplante "Wegebahn" im LWL-Freilichtmuseum Hagen hat die nächste Etappe erreicht: Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat den Baubeschluss zur Wegebahn und zum neuen Eingangsgebäude am Freitag (9.11.) in Münster befürwortet. Der LWL-Landschaftsausschuss entscheidet am 23. November abschließend über den Baubeschluss des rund 4,75 Millionen Euro teuren Projektes.

Mit der "Wegebahn", die aus einer Zugmaschine mit Anhängern besteht, will der LWL den Besuchern in seinem 42 Hektar großen Freilichtmuseum in Hagen die langen Wege erleichtern. Damit die Besucher die Elektrobahn direkt ab dem Parkplatz nutzen können, soll das Eingangsgebäude mit Ticketverkauf, Shop und Toilettenanlagen hierhin verlegt werden. Das eingeschossige Gebäude soll direkt am Mäckingerbach entstehen. So können die Besucherinnen den Bach, der ein wiederkehrendes Element des Museums ist, schon hier erleben. Hier soll es dann auch Schließfächer sowohl für Bollerwagen wie auch für Fahrrad- und Motorradhelme geben.

"Vom Parkplatz bis zum Handwerkerdorf im oberen Museumsbereich müssen die Besucher 2,5 Kilometer zu Fuß zurücklegen. Dabei müssen sie 80 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 15 Prozent überwinden. Das wollen wir vor allem Menschen mit Behinderung, älteren Museumsbesucherinnen und Familien mit Kinder- oder Bollerwagen nicht zumuten", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Künftig können die Besucher am Parkplatz in die Bahn einsteigen, die sie bis zur Bäckerei im oberen Museumsbereich bringt. Insgesamt sind fünf Haltestellen vorgesehen, zum Beispiel an der Gastronomie "Museumsterrassen". Einer der Anhänger soll so umgebaut werden, dass Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen leicht transportiert werden können.

Der Vorschlag sieht vor, dass eine Elektro-Zugmaschine mit drei geschlossenen Anhängern, die Platz für rund 60 Personen und mindestens zwei Rollstühle bieten, weitgehend auf dem bestehenden Wirtschaftsweg fährt. "Die Trennung von den Besucherwegen ist am sichersten, außerdem bringt diese Trassenführung die geringsten Eingriffe in die Landschaft mit sich, gleichzeitig tun wir aber viel für mehr Barrierefreiheit", erklärte Rüschoff-Parzinger. "Da wir für das neue Bahnbetriebsgebäude eine Photovoltaikanlage geplant haben, können wir einen großen Teil des Stroms, den die Wegebahn benötigt, umweltfreundlich selbst produzieren."


Wenn der LWL-Landschaftsausschuss den Baubeschluss Ende November endgültig gefasst hat, wird der LWL Fördermittel beim NRW-Wirtschaftsministerium beantragen. Im kommenden Jahr wird der LWL dann die Maßnahme im Detail planen, den Bauantrag stellen, die Arbeiten ausschreiben und vergeben. Die Bauarbeiten, die rund 13 Monate dauern werden, sollen im Frühsommer 2020 beginnen.

Pressemitteilung: LWL

Bild: LWL

Donnerstag, 14. Juni 2018

Castrop-Rauxel | Neubau für Westfälisches Landestheater

"Das Westfälische Landestheater (WLT) in Castrop-Rauxel erhält ein neues Proben- und Logistikzentrum. Am 4. Juli 2018 werden die zwei miteinander verbundenen Gebäude eingeweiht - ein 650 Quadratmeter großes Lager für Requisiten und Kulissen sowie ein Haus mit 750 Quadratmetern für zwei Probebühnen, Sozial- und Produktionsräume. Das NRW-Kulturministerium hat das Zentrum mit 750.000 Euro gefördert. Bisher war das WLT an fünf verschiedenen Standorten in Castrop-Rauxel und Herne untergebracht. Das Westfälische Landestheater mit Sitz in Castrop-Rauxel ist eines von vier Landestheatern in Nordrhein-Westfalen."

Quelle: idr

Mittwoch, 29. November 2017

Essen | Euref Gründerzentrum auf der Zeche Zollverein

Ein Unternehmen aus Berlin plant ein Gründerzentrum auf der ehemaligen Essener Zeche Zollverein. Hier soll der sogenannte Campus Ruhr entstehen. 50 Millionen Euro will der Berliner Unternehmer Reinhard Müller investieren. Highlight der Pläne ist eine nachgebildete Reichstagskuppel, die später für die ARD-Talkshow Günther Jauch verwendet worden ist. Eine ähnliche Funktion soll sie auch auf Zollverein bekommen – und zwar in einem der beiden Kühltürme neben dem Essener Gasometer, wo unter der Kuppel ein Veranstaltungsraum für rund 600 Menschen entstehen soll, zum Beispiel für Messen oder Kongresse.

Zudem werden in alten Industrieanlagen auf dem Gelände der Kokerei Zollverein Büros und ein Campus entstehen. Kleine Start-Up-Unternehmen und große Konzerne sollen hier nach Willen des Unternehmers einziehen, um gemeinsam Ideen für die Energiewende zu entwickeln. Zum Beispiel intelligente Stromnetze oder Batteriespeicher. Teil des Konzepts für Zollverein sei auch eine Produktion von Algen im großen Stil. Die Algen können seiner Darstellung zufolge in der Pharmazie, für Kosmetik oder Nahrungsmittel eingesetzt werden.

Auf dem Campus in Essen könnten rund 500 Arbeitsplätze entstehen. Mit rund 30 000 Quadratmetern sei die Fläche auf Zollverein etwa halb so groß wie der Euref-Standort in Berlin. Die Bauarbeiten sollen 2018 beginnen.

Quelle: WAZ - Berliner Investor will Jauchs Kuppel nach Essen bringen | WDR - "Jauch-Kuppel" soll bald in Essen stehen



Bilder: Euref
 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Bottrop | Erweiterung Josef Albers-Museum

Die Gewinner des Architekturwettbewerbs für den Erweiterungsbau des Museums Quadrat kommen aus Zürich. Eine Jury hat sich nach eine rund zwölfstündigen Beratung für den Entwurf des Büros Annette Gigon und Mike Guyer entschieden.

Klaus Müller will jetzt mit den Preisträgern über die Details verhandelt. Dazu gehörten technische Fragen und mögliche Veränderungen bei der Raumkonzeption. Wichtig zu klären sei zudem die Vorgabe, bei einer Auftragserteilung den Kostenrahmen von zehn Millionen Euro nicht zu überschreiten.

Bis April sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Das Konzept wird dann abschließend in der Politik beraten und beschlossen. Kulturdezernent Willi Loeven rechnet noch in diesem Jahr mit dem Beginn der Bauarbeiten. „Ziel ist es durchaus, in 2018 ein Zeichen zu setzen“, sagt Loeven mit Verweis auf das Ende des Steinkohlebergbaus.

Quelle: https://www.bottrop.de/kultur-und-bi...rat/plaene.php



Bilder: © Annette Gigon und Mike Guyer Architekten