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Sonntag, 23. August 2026

Bochum-Hamme: Neuer Anbau für Gemeindezentrum – Kreuzkirche wird abgerissen

Bochum-Hamme: Gemeindezentrum erhält neuen Anbau – Kreuzkirche soll abgerissen werden

Bochum-Hamme. Auf dem Gelände der evangelisch-lutherischen Einigkeits-Gemeinde in Bochum-Hamme stehen in den kommenden Jahren größere Veränderungen an. Die Kreuzkirche an der Gahlenschen Straße soll abgerissen werden. Gleichzeitig plant die Gemeinde einen rund 1,2 Millionen Euro teuren Anbau an das bestehende Gemeindezentrum.

Aus dem bisherigen Gemeindesaal soll ein modernes Gemeinde- und Begegnungszentrum für unterschiedliche Gruppen und Veranstaltungen entstehen. Der Baubeginn für den Anbau ist derzeit für 2027 vorgesehen.

Bochum - Wohnhäuser Hasenwinkler Straße: Baustart 2026

Wohnhäuser an der Hasenwinkler Straße in Bochum-Dahlhausen: Baustart 2026

Bochum-Dahlhausen. Auf dem Grundstück des ehemaligen Penny-Marktes an der Hasenwinkler Straße 160 soll neuer Wohnraum entstehen. Die seit Jahren brachliegende Fläche wird damit voraussichtlich einer neuen Nutzung zugeführt. Die FROHNE GRUPPE plant dort zwei Wohnhäuser mit insgesamt rund 2.500 Quadratmetern Wohnfläche. Der Baustart soll noch 2026 erfolgen.

Damit werden die bereits seit 2023 bekannten Überlegungen für eine Wohnbebauung auf dem ehemaligen Penny-Gelände konkreter.


Bild: Frohne Gruppe


Freitag, 21. August 2026

Bochum - Liboriusstraße: 38 neue Wohnungen in Grumme fertig

38 Wohnungen an der Liboriusstraße in Bochum-Grumme fertiggestellt

Bochum-Grumme. An der Liboriusstraße am nördlichen Rand der Bochumer Innenstadt sind zwei neue Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 38 Wohnungen entstanden. Das Wohnprojekt wurde nach mehreren Verzögerungen inzwischen fertiggestellt. Die ersten Wohnungen sind seit 2026 bezugsfertig.

Auf dem rund 2.800 Quadratmeter großen Grundstück entstanden zwei Wohngebäude mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen. Das Angebot reicht von kleineren Wohnungen für Singles und Paare bis hin zu größeren Wohnungen für Familien.

38 neue Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern

Das Neubauprojekt an der Liboriusstraße umfasst insgesamt 38 freifinanzierte Wohnungen. Die ursprünglich geplanten Wohnungsgrößen liegen zwischen etwa 54 und 146 Quadratmetern. Angeboten werden 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Damit soll eine gemischte Bewohnerstruktur entstehen. Neben Einpersonenhaushalten und jungen Paaren richtet sich das Angebot auch an Familien.

Die beiden Mehrfamilienhäuser unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Gebäudehöhe. Ein Gebäude verfügt über vier Geschosse, das zweite über zwei Geschosse sowie ein zusätzliches Staffelgeschoss. Die Gebäude sind barrierearm geplant.

Bild: Vivawest

Donnerstag, 20. August 2026

Maggi-Kirche in Bochum wird zum Büro: WBGW baut ehemalige Kirche um

Bochum-Wattenscheid. Die markante Maggi-Kirche in Bochum-Westenfeld hat eine neue Aufgabe bekommen. Die ehemalige St.-Nikolaus-Kirche wurde umfassend umgebaut und dient heute als Geschäftsstelle der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid (WBGW). Aus dem früheren Gotteshaus ist ein moderner Bürostandort entstanden, bei dem die historische Kirchenarchitektur mit einer zeitgemäßen Arbeitswelt verbunden wird.

Ehemalige Kirche wird zur neuen Geschäftsstelle

Die St.-Nikolaus-Kirche an der Westenfelder Straße wurde 1933 errichtet. 2008 wurde die Kirche im Zuge der Zusammenlegung katholischer Ortsgemeinden außer Dienst gestellt und damit aus der kirchlichen Nutzung genommen.

Nach mehreren Jahren ohne ursprüngliche Nutzung erhielt das markante Gebäude schließlich eine neue Perspektive. Die Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid erwarb die ehemalige Kirche und ließ sie zu einem neuen Verwaltungsstandort umbauen.

Heute befinden sich dort die Geschäftsstelle der Wohnungsbaugenossenschaft Wattenscheid eG sowie die Räume der Tochtergesellschaft WBGW Bau Service Wattenscheid GmbH.

Die markante Architektur der ehemaligen Kirche blieb dabei erhalten. Gleichzeitig wurde das Gebäude im Inneren grundlegend neu organisiert.

St.-Nikolaus-Kirche, 2006 – Foto: Theol / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0


Samstag, 15. August 2026

Bochum - Edeka Neubau Hattinger Straße Bochum-Linden

Neubau Edeka Hattinger Straße in Bochum-Linden

Auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Wortmann an der Hattinger Straße in Bochum-Linden entsteht ein neuer Edeka-Supermarkt. Nach rund drei Jahren Umbauarbeiten befindet sich das Projekt inzwischen in der entscheidenden Phase der Fertigstellung. Die Eröffnung ist nach aktuellem Stand für Mitte bis Ende November 2026 vorgesehen.

Ehemaliges Kaufhaus Wortmann wird zum Edeka-Markt

Das ehemalige Kaufhaus Wortmann war über 70 Jahre lang eine feste Größe in Bochum-Linden. Nachdem das Kaufhaus 2014 geschlossen wurde, stand das Gebäude mehrere Jahre leer.

Bereits 2015 wurde bekannt, dass Edeka das ehemalige Kaufhaus sowie das angrenzende Grundstück einer früheren Volksbank erworben hatte. Statt das historische Gebäude vollständig abzureißen, wurde entschieden, große Teile der vorhandenen Bausubstanz und die Fassade zu erhalten und in den neuen Supermarkt zu integrieren.

Für den Edeka-Markt wurde das Gebäude umfangreich umgebaut und nach hinten erweitert.

Bild: EDEKA /Burkowski


Bochum - Seniorenwohnanlage Wittener Straße 230 in Altenbochum

An der Ecke Wittener Straße / Goystraße in Bochum-Altenbochum entsteht seit Jahren ein Wohn- und Pflegezentrum für Senioren. Das ursprünglich als Seniorenwohnanlage geplante Gebäude befindet sich seit längerer Zeit im Rohbau. Wegen wiederholter Probleme mit Bauunternehmen und mehrfacher Verzögerungen ist das Projekt inzwischen als „Geisterbaustelle“ bekannt.

Die Stadt Bochum hat der Bauherrin zuletzt eine Frist bis 15. August 2026 gesetzt. Bis dahin muss nachgewiesen werden, dass die Bauarbeiten tatsächlich wieder fortgeführt werden. Andernfalls könnte die Baugenehmigung erlöschen. Quelle

Bild: Planungsgruppe ZWO


Bochum - Neubau „Am Dornbusch“: 30 geförderte Wohnungen

Neubau im Quartier „Am Dornbusch“ in Bochum-Altenbochum

Im Bochumer Stadtteil Altenbochum entwickelt der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) das Quartier „Am Dornbusch“ umfassend weiter. Im Rahmen der Quartiersentwicklung entsteht unter anderem ein neues Wohngebäude mit 30 öffentlich geförderten Wohnungen.

Der Neubau soll bis Mitte 2027 fertiggestellt werden. Gleichzeitig wird das bestehende Wohnumfeld aufgewertet. Insgesamt sollen im Quartier perspektivisch rund 70 neue Wohneinheiten durch Neubau und Aufstockungen entstehen.


Bild: GWV / Tor5 Architekten

Sonntag, 2. August 2026

Gelsenkirchen - Sanierung Wohnquartier Memeler Straße & Chaudronstraße - In Planung

In Gelsenkirchen-Rotthausen startet eines der größten Modernisierungsvorhaben im Wohnungsbestand der vergangenen Jahre. Die Gesellschaft für Wohnungsbau (GFW) investiert rund 26 Millionen Euro in die umfassende Erneuerung eines Wohnquartiers an der Memeler Straße und Chaudronstraße. Insgesamt 153 Wohnungen in 17 Mehrfamilienhäusern aus den Jahren 1976 bis 1979 werden energetisch und wohntechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Das Projekt gilt als eines der ersten großen Vorhaben im Rahmen der NRW-„Modernisierungsoffensive+“ und soll zeigen, wie bestehender Wohnraum nachhaltig modernisiert werden kann, ohne neue Flächen zu versiegeln.


Start der Bauarbeiten im Oktober 2026

Der erste Bauabschnitt soll im Oktober 2026 beginnen. Für diesen Abschnitt werden rund 9 Millionen Euro investiert. Davon stammen etwa 7,8 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt wird das Großprojekt in vier Bauabschnitten umgesetzt.

Nach Angaben der GFW wurden die Förderanträge für die weiteren Bauabschnitte bereits eingereicht.

Bild: Baubetreuungsbüro Schäf



Das wird modernisiert

Die Sanierung geht weit über eine klassische Fassadenerneuerung hinaus. Geplant sind unter anderem:

  • Austausch der alten Nachtspeicherheizungen gegen Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • energetische Dämmung von Dach und Fassaden
  • komplette Modernisierung der Badezimmer
  • neue Vorstellbalkone für alle Gebäude
  • Aufwertung der Außenanlagen
  • Reduzierung von Barrieren für ältere und mobilitätseingeschränkte Bewohner
  • Vergrößerung der Wohnflächen durch Integration der bisherigen Loggien in die Wohnungen

Dadurch sollen sowohl der Wohnkomfort als auch die Energieeffizienz deutlich verbessert werden.


Mehr Wohnqualität bei bezahlbaren Mieten

Das Förderprogramm „Modernisierungsoffensive+“, das 2021 vom Land Nordrhein-Westfalen aufgelegt wurde, verfolgt das Ziel, größere Wohnquartiere energetisch zu sanieren und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu erhalten.

Für die Mieter bedeutet das:

  • niedrigere Heizkosten durch moderne Technik,
  • zeitgemäß ausgestattete Wohnungen,
  • größere Wohnflächen,
  • mehr Barrierefreiheit,
  • sowie eine attraktivere Wohnumgebung.

GFW investiert in ihren Bestand

Die GFW besitzt rund 1.300 Wohnungen in Gelsenkirchen. Mit dem Projekt in Rotthausen wird künftig mehr als zehn Prozent des gesamten Wohnungsbestandes energetisch modernisiert.

GFW-Geschäftsführer Joachim Bracke betont, dass ein Projekt dieser Größenordnung ohne die umfangreichen Landesfördermittel wirtschaftlich kaum realisierbar gewesen wäre.

Auch Oberbürgermeisterin Andrea Henze bezeichnet das Vorhaben als wichtigen Schritt für die Stadtentwicklung. Statt ausschließlich auf Neubauten zu setzen, werde vorhandener Wohnraum nachhaltig modernisiert und langfristig erhalten.


Architektur bleibt erhalten – Erscheinungsbild wird deutlich moderner

Die Gebäude behalten ihre Grundstruktur, erhalten jedoch ein vollständig neues Erscheinungsbild. Helle Fassaden, moderne Balkone und eine freundlichere Gestaltung der Außenbereiche sollen das Quartier deutlich aufwerten.

Die Visualisierungen zeigen eine deutlich modernisierte Fassadengestaltung mit großzügigen Balkonen und einem zeitgemäßen Erscheinungsbild. Gleichzeitig bleibt der vorhandene Wohnraum erhalten – ein Ansatz, der sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Fazit

Mit Investitionen von rund 26 Millionen Euro entsteht in Rotthausen eines der derzeit größten Modernisierungsvorhaben im Gelsenkirchener Wohnungsbestand. Die Kombination aus energetischer Sanierung, moderner Haustechnik, mehr Barrierefreiheit und einer sichtbaren architektonischen Aufwertung macht das Projekt zu einem wichtigen Baustein für die zukünftige Wohnraumentwicklung der Stadt.

Der Baustart ist für Oktober 2026 vorgesehen. Nach Abschluss aller vier Bauabschnitte werden 153 Wohnungen fit für die kommenden Jahrzehnte sein – mit geringerem Energieverbrauch, höherem Wohnkomfort und einem deutlich moderneren Erscheinungsbild.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Bochum - Neuentwicklung Gelände der Lewackerschule - In Bau

Auf dem ehemaligen Gelände der Lewacker-Grundschule in Bochum-Linden entsteht eines der größten Wohnbauprojekte im Bochumer Südwesten. Das rund 13.000 Quadratmeter große Areal wird seit mehreren Jahren zu einem modernen Wohnquartier entwickelt. Neben Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern entsteht hier auch ein neues Wohnheim der Diakonie für Menschen mit Behinderung. Mit dem Baufortschritt wird das neue Quartier nun immer deutlicher sichtbar.

Vom Schulgelände zum modernen Wohnquartier

Bis 2019 befanden sich auf dem Grundstück die Gebäude der ehemaligen Lewacker-Grundschule, die zuletzt als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wurden. Nach dem Abriss begann die Planung für ein neues Wohngebiet, das unterschiedliche Wohnformen miteinander verbindet.

Den Auftakt bildeten die umfangreichen Erschließungsarbeiten. Über den neu angelegten Gisela-Piedboeuf-Weg, benannt nach der ehemaligen Bezirksvorsteherin des Bochumer Südwestens, wird das Quartier künftig erschlossen. Im Zuge der Arbeiten wurden neue Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt sowie moderne Rigolen zur Versickerung des Niederschlagswassers eingebaut. Die aufwendige Entwässerung verzögerte den Baubeginn zwar um einige Zeit, bildet nun aber die Grundlage für die weitere Bebauung.

Vielfältige Wohnbebauung

Auf dem Areal entsteht ein abwechslungsreicher Mix verschiedener Wohnformen. Geplant beziehungsweise bereits realisiert werden:

  • sechs freistehende Einfamilienhäuser,
  • acht Doppelhaushälften,
  • zwei kleinere Mehrfamilienhäuser,
  • öffentlich geförderte Wohnungen,
  • sowie ein modernes Wohnheim der Diakonie.

Die Grundstücke für die Einfamilienhäuser und Doppelhäuser wurden an private Bauherren vergeben, während die Mehrfamilienhäuser von Investoren entwickelt werden. Ein Mehrfamilienhaus mit öffentlich geförderten Wohnungen wurde bereits fertiggestellt.

Modernes Wohnheim für 24 Menschen mit Behinderung

Den größten Gebäudekomplex im Quartier bildet das neue Wohnheim der Diakonie Ruhr an der Ecke Lewackerstraße/Langenberger Straße. Dort entstehen 24 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung, verteilt auf drei Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnerinnen und Bewohnern.

Die Bewohner werden zwischen etwa 40 und Mitte 70 Jahre alt sein. Viele leben derzeit noch im Ruhrlandheim oberhalb des Kemnader Sees, das gemeinsam mit einem zweiten Neubau in Bochum-Hamme ersetzt wird. Ziel ist es, den Menschen künftig ein deutlich selbstständigeres Leben mitten im Stadtteil zu ermöglichen.

Jeder Bewohner erhält ein rund 16 Quadratmeter großes Einzelzimmer mit eigenem Bad. Ergänzt wird das Gebäude durch großzügige Gemeinschaftsbereiche sowie einen Flachbau für die Tagesgestaltung mit Angeboten wie gemeinsames Kochen, Musik, Spielen oder kreativen Aktivitäten.

Offenes Haus für den Stadtteil

Die Diakonie verfolgt mit dem Neubau bewusst ein inklusives Konzept. Das Wohnheim soll kein abgeschlossener Bereich sein, sondern Teil des Quartiers werden. Deshalb sollen die Gemeinschaftsräume außerhalb der Betreuungszeiten auch Vereinen, Nachbarn oder Kursangeboten zur Verfügung stehen. Denkbar sind beispielsweise Yogakurse, Nachbarschaftstreffen oder gemeinsame Veranstaltungen.

Nach dem Einzug ist bereits ein Nachbarschaftsgrillen geplant, um Bewohner und Anwohner miteinander bekannt zu machen und den Austausch im Quartier zu fördern.

Sozialer Standort bleibt erhalten

Das Gelände blickt auf eine lange Geschichte sozialer Nutzung zurück. Zunächst befand sich hier eine Schule, später eine Förderschule und anschließend eine Flüchtlingsunterkunft. Mit dem Neubau des Wohnheims bleibt dieser soziale Charakter erhalten und wird zugleich zeitgemäß weiterentwickelt.

Auch Bezirksbürgermeister Marc Gräf begrüßt diese Entwicklung. Seiner Ansicht nach wird der soziale Zweck des Standortes damit sinnvoll fortgeführt und das neue Wohnheim bereichert den Stadtteil.

Bau nähert sich der Fertigstellung

Der Rohbau des Wohnheims soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Anschließend folgen Innenausbau und Möblierung. Der Einzug der Bewohner ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Damit entsteht auf dem ehemaligen Schulgelände ein modernes, vielfältiges Wohnquartier, das klassischen Wohnungsbau mit sozialer Infrastruktur verbindet. Die Kombination aus Eigenheimen, Mehrfamilienhäusern, öffentlich gefördertem Wohnraum und einem inklusiven Wohnheim macht das Projekt zu einem besonderen Beispiel für eine ausgewogene Quartiersentwicklung in Bochum-Linden.

Quelle: „Auch mal laut, aber immer herzlich“: Bochumer Neubaugebiet bekommt 24 neue Nachbarn - Paywall

Donnerstag, 9. Juli 2026

Bochum - Neubau Gebäude GC - RUB - In Bau

Der Gebäudekomplex GC wird in den kommenden Jahren schadstoffsaniert, zurückgebaut und schließlich neu errichtet. Bereits Anfang Juli 2023 haben die vorbereitenden Maßnahmen für das Projekt begonnen. So wird zum Beispiel das Gebäude entrümpelt, das Baufeld eingezäunt und ein Container-Dorf eingerichtet. Die Bautätigkeiten im Teilprojekt Abbruch haben im Juli 2023 mit Vorarbeiten begonnen, die Hauptleistungen werden ab Mitte August 2023 erbracht. Die Fertigstellung, d.h. kompletter Rückbau mit Erstellung der Baugrube und Baugrubensicherung ist für Ende Dezember 2024 geplant.

Der Baubeginn für den eigentlichen Ersatzneubau verschiebt sich entsprechend in Abhängigkeit von dem Rückbau des Bestandsgebäudes auf Anfang 2025, die Fertigstellung des Neubaus auf Ende 2028. Nach einer Inbetriebnahme-Phase soll dann das Gebäude im Frühjahr 2029 an die RUB übergeben werden. Eine Aufnahme der ersten Nutzungen wird zum Wintersemester 2029/30 angestrebt, eine verlässlichere Aussage hierzu ist aber erst in den kommenden Projektphasen möglich, wenn die Bauleistungen für den Neubau erfolgreich vergeben wurden und verlässliche Baufortschritte zu verzeichnen sind.

In den Ersatzneubau wird dann als Hauptnutzer die Fakultät für Philologie mit der Fachbibliothek einziehen. Weiter werden das Institut für Deutschlandforschung, das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung ZEFIR und der Optionalbereich Räume in dem Neubau beziehen. Die Bibliothek GC wird im Süden des Gebäudes auf 2 Ebenen verortet werden und mit einer Verbindung zur Bibliothek GD das nächste Bauteil der Reihenbibliothek G-Reihe bilden. Die neue Cafeteria des Akafö wird im Süden des Gebäudes untergebracht und um eine Außenterrasse erweitert. Außerdem erhalten natürlich die RUB-Betriebseinheiten Räumlichkeiten.


Bild: RUB Marquard - Das Gebäude GC wird einem Neubau weichen. Auf diesem Foto aus dem Jahr 2017 befand sich das angrenzende GD noch im Bau.

Update 31.12.2025

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat nach dem erfolgreichen Abschluss der Abbrucharbeiten mit dem Neubau des GC-Gebäudes auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum begonnen. Mit diesem Projekt wird die umfassende Campusmodernisierung der Universität weitergeführt. Die Erdarbeiten sind bereits angelaufen; insgesamt werden rund 61.000 Kubikmeter Boden ausgehoben, was einem Volumen von etwa 32 Olympiaschwimmbecken entspricht.

An der Stelle des ehemaligen GC-Gebäudes entsteht ein moderner Ersatzneubau für die Geisteswissenschaften, der sich in den denkmalgeschützten Campus einfügen und zugleich zeitgemäße Lehr- und Forschungsbedingungen bieten soll. Geplant sind moderne Büro- und Seminarräume für verschiedene Fakultäten, darunter die Fachbereiche Philologie und Ostasienwissenschaften. Ein zentrales Element des Neubaus ist eine großzügig konzipierte Bibliothek, die sich über mehrere Etagen erstreckt und als offenes Lern- und Arbeitsumfeld den fachlichen Austausch fördern soll. Ergänzend dazu ist eine Etage vorgesehen, die ausschließlich Seminarräumen vorbehalten ist.

Das ursprüngliche GC-Gebäude stammte aus der Gründungszeit der Ruhr-Universität Bochum und wurde Ende der 1960er Jahre errichtet. Aufgrund seines baulichen Zustands sowie vorhandener Schadstoffe war ein vollständiger Rückbau des denkmalgeschützten Gebäudes erforderlich. Dabei wurden alle 13 Geschosse mit einer Gesamtgrundfläche von mehr als 50.000 Quadratmetern in einem schrittweisen Verfahren zurückgebaut, um das unmittelbare Umfeld möglichst gering zu belasten.

Der Neubau folgt dem Prinzip des originalgetreuen Wiederaufbaus: Die charakteristische Architektur des 1960er-Jahre-Gebäudes sowie die prägende Fassadengestaltung und wesentliche konstruktive Merkmale bleiben erhalten. Die Bauarbeiten finden während des laufenden Universitätsbetriebs statt und werden durch ein Emissions-Monitoring begleitet, das Lärm- und Staubbelastungen kontinuierlich überwacht, um Beeinträchtigungen für den Hochschulbetrieb zu minimieren.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit des neuen Gebäudes. Eine Geothermieanlage soll künftig die Energieversorgung sicherstellen, ergänzt durch Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen sowie auf einer neu überdachten Parkplatzfläche. Begrünte Dächer tragen zusätzlich zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Insgesamt soll der neue GC-Bau als zukunftsfähiger, funktionaler und nachhaltiger Standort für die Geisteswissenschaften dienen.


Quelle: BLB NRW - Ein neuer Leuchtturm für die Geisteswissenschaften


Bild: Gerber Architekten

Foto: Ruhr-Universität Bochum

Update 09.07.2026

Neubau GC an der Ruhr-Universität Bochum: Rohbau startet im Sommer 2026

Nach dem vollständigen Abriss des ehemaligen Gebäudes GC sowie der Flachbauten GBCF und GCFW ist ein wichtiger Meilenstein beim Neubau des Gebäudekomplexes an der Ruhr-Universität Bochum erreicht. Seit Ende 2025 laufen die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau.

Aktuell wird die Baugrube entsprechend der Planung profiliert. Da das neue Gebäude teilweise eine tiefere Gründung als der Vorgängerbau erhält, werden umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt, die voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2026 andauern. Zusätzlich sind Sicherungsmaßnahmen zur benachbarten Bebauung erforderlich. Im Bereich des Querforums West werden außerdem die Einzelfundamente des ehemaligen Hörsaals HGC entfernt.

Parallel zur Baugrubenvorbereitung schreiten die Baustelleneinrichtungen voran. Die Montage des Baukrans begann bereits, die Fertigstellung ist für Ende Juni vorgesehen. Ebenfalls im Juni entsteht auf dem Parkplatz GB Süd eine Containeranlage für die Baustellenlogistik. Ende Juni starten zudem die Arbeiten an den Brückenauflagern im Querforum West.

Ein weiterer wichtiger Bauabschnitt beginnt in der 30. Kalenderwoche 2026: Dann startet der Rohbau mit den ersten Betonagen.

Quelle: https://uni.ruhr-uni-bochum.de/de/aktuelles-zum-projekt-enb-gc

Mittwoch, 8. Juli 2026

Bochum - Umbau Herz-Mariä-Kirche + Neubau Seniorenheim - In Planung

Für die ehemalige Herz-Mariä-Kirche im Bochumer Stadtteil Günnigfeld zeichnet sich eine neue Zukunft ab. Nach einem Vermarktungsverfahren steht der Verkauf des Kirchengebäudes sowie des rund 9.000 Quadratmeter großen Grundstücks kurz vor dem Abschluss. Neuer Eigentümer soll der Münchner Projektentwickler Commonground Real Estate werden.

Pflegeeinrichtung als erster Bauabschnitt

Das Entwicklungskonzept sieht eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten vor. Zunächst soll auf dem Grundstück eine stationäre Pflegeeinrichtung mit rund 100 Pflegeplätzen entstehen. Etwa zehn davon sind für die Kurzzeitpflege vorgesehen. Für den Neubau werden das bestehende Pfarrhaus sowie ein weiteres Wohngebäude auf dem Areal abgebrochen.

Nach Angaben des Projektentwicklers befindet sich die Entwurfsplanung bereits in Bearbeitung. Im Anschluss soll das Genehmigungsverfahren folgen. Die Fertigstellung der Pflegeeinrichtung wird derzeit für das Jahr 2030 angestrebt.

Bild: Max Office

Kirchengebäude bleibt erhalten

Im zweiten Bauabschnitt soll das ehemalige Kirchengebäude selbst umgenutzt werden. Geplant ist die Schaffung von Seniorenwohnungen innerhalb der bestehenden Kirche. Dabei soll die neugotische Außenfassade weitgehend erhalten bleiben.

Auch im Innenraum sollen nach Möglichkeit prägende Elemente des ursprünglichen Kirchengebäudes bewahrt werden. Die Wohnungen sollen in Modulbauweise entstehen: Vorgefertigte Wohnmodule werden in das bestehende Gebäude integriert. Die genaue Anzahl der entstehenden Wohneinheiten steht derzeit noch nicht fest.

Bewusste Entscheidung für den Erhalt

Obwohl die Herz-Mariä-Kirche nicht unter Denkmalschutz steht und ein Abriss grundsätzlich möglich gewesen wäre, fiel die Entscheidung zugunsten einer Umnutzung. Nach Angaben der katholischen Kirchengemeinde wurden mehrere Angebote geprüft. Ausschlaggebend sei letztlich das Konzept gewesen, das den größten Mehrwert für den Stadtteil verspreche.

Der letzte Gottesdienst in der Herz-Mariä-Kirche findet am 18. Juli 2026 statt. Anschließend wird das Gebäude für die geplante Entwicklung vorbereitet. Eine Zwischennutzung bis zum Beginn der Bauarbeiten ist derzeit nicht vorgesehen.

Mit dem Projekt erhält das markante Kirchengebäude eine neue Nutzung, während gleichzeitig zusätzliche Pflege- und Wohnangebote für Senioren in Bochum-Günnigfeld geschaffen werden.

Quelle: Katholische Kirche in Bochum verkauft: Neuer Eigentümer hat große Pläne - Paywall

Bochum - ALDI-Neubau in Bochum-Stiepel: Aktueller Baufortschritt an der Kemnader Straße

ALDI-Neubau in Bochum-Stiepel: Baufortschritt und aktueller Stand

Bochum-Stiepel. An der Kemnader Straße 329 entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Möbelhauses Rumberg ein neuer ALDI-Markt. Das Bauprojekt ist aufgrund der besonderen Hanglage außergewöhnlich: Der rund 1.040 Quadratmeter große Verkaufsmarkt entsteht auf einer tiefer gelegenen Ebene, während sich darüber ein Parkdeck und zwei Wohnungen befinden. Die ursprünglich für Ende Juni 2026 geplante Eröffnung konnte nicht eingehalten werden. Ein neuer Eröffnungstermin steht derzeit noch nicht fest.

Bild: Aldi Nord

Montag, 6. Juli 2026

Bochum - Waldorf-Kita auf dem Gelände der GLS Bank - In Bau

Neue Waldorf-Kita auf dem Gelände der GLS Bank in Bochum-Ehrenfeld 

In Bochum-Ehrenfeld entsteht auf dem Gelände der GLS Bank eine neue Waldorf-Kindertagesstätte. Die Einrichtung mit dem Namen „Birkenhaus“ soll zum Betreuungsjahr 2027/28 ihren Betrieb aufnehmen und Platz für insgesamt 30 Kinder bieten. Zehn der Betreuungsplätze sind für Kinder unter drei Jahren vorgesehen.

Nachhaltiger Neubau in Holzbauweise

Die Kita wird als zweigeschossiger Anbau an das bestehende Verwaltungsgebäude der GLS Bank an der Christstraße errichtet. Ursprünglich war ein freistehendes Gebäude geplant. Im weiteren Planungsverlauf entschied sich die Bauherrin jedoch dafür, nicht mehr vollständig benötigte Flächen des Verwaltungsgebäudes in das Konzept einzubeziehen. Dadurch kann das Bauvorhaben ressourcenschonender umgesetzt werden.

Der Neubau entsteht in Holzbauweise und erhält ein Gründach. Nach Angaben der Projektbeteiligten kommen überwiegend nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz. Die Konstruktion umfasst unter anderem eine Holzskelettbauweise, Holzrahmenwände sowie Dübelholzdecken mit integrierten Akustikelementen. Zudem soll das Gebäude einen hohen energetischen Standard erfüllen.


Bild: ACMS Architekten

Betreuung für Familien im Stadtteil

Träger der neuen Einrichtung ist der Bochumer Waldorfkindergarten e.V. Die Platzvergabe wird künftig über den Verein erfolgen. Nach Angaben des Trägers steht die Kita allen Kindern offen und orientiert sich an den Grundsätzen der Waldorfpädagogik mit einem Schwerpunkt auf ganzheitlicher Bildung, kreativer Entwicklung und naturnahem Lernen.

Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Idee für das Projekt entstand innerhalb der Belegschaft der GLS Bank. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und gleichzeitig zusätzliche Betreuungsplätze im Stadtteil Bochum-Ehrenfeld zu schaffen.

Mit der Grundsteinlegung haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bochum, der GLS Bank und des Trägers den offiziellen Baubeginn eingeleitet. Die Eröffnung der neuen Waldorf-Kita ist für das Betreuungsjahr 2027/28 vorgesehen.

Bochum - Wohngebäude Pulverstraße 25 - In Planung

Neubauprojekt Pulverstraße 25 in Bochum-Höntrop: Moderne Eigentumswohnungen mit Haus-im-Haus-Konzept

Mit dem Neubauprojekt Pulverstraße 25 entsteht im Bochumer Stadtteil Höntrop ein modernes Wohnensemble mit insgesamt zwölf Wohneinheiten. Das Projekt richtet sich sowohl an Eigennutzer als auch an Kapitalanleger und verbindet zeitgemäße Architektur mit energieeffizienter Gebäudetechnik.

Wohnkonzept

Geplant sind sieben klassische Eigentumswohnungen sowie fünf sogenannte Haus-im-Haus-Einheiten. Diese erstrecken sich über zwei Ebenen, verfügen über einen separaten Eingang und einen eigenen Garten. Die Wohnflächen reichen von rund 63 bis 130 Quadratmetern und bieten unterschiedliche Grundrissvarianten für Singles, Paare und Familien.

Die Wohnungen in den Obergeschossen verfügen über Balkone, während die Erdgeschosswohnungen mit Terrassen und Gartenanteilen ausgestattet sind. Ergänzt wird das Wohnangebot durch einen gemeinschaftlichen Spielplatz und einen Gartenbereich für alle Bewohner.

Bild: Pro+ Immobilien GmbH

Moderne Ausstattung

Das Neubauprojekt setzt auf eine zeitgemäße technische Ausstattung. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Fußbodenheizung
  • elektrische Rollläden
  • Videogegensprechanlage
  • bodengleiche Duschen
  • Aufzug mit schwellenfreiem Zugang
  • Kellerräume sowie Wasch- und Trockenraum
  • Tiefgaragenstellplätze und optionale Außenstellplätze

Die Kombination aus energieeffizienter Heiztechnik und moderner Ausstattung entspricht den heutigen Anforderungen an komfortables und nachhaltiges Wohnen.

Lage in Bochum-Höntrop

Der Stadtteil Höntrop liegt im Westen Bochums und bietet eine gute Mischung aus ruhigem Wohnen und einer gut ausgebauten Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken, Schulen und Kindergärten befinden sich in der näheren Umgebung. Auch der Südpark sowie die Grünanlage „Saure Wiesen“ sind schnell erreichbar und bieten Möglichkeiten zur Naherholung.

Über den Bahnhof Höntrop-Wattenscheid besteht eine Anbindung an die S-Bahn-Linie S1 in Richtung Dortmund und Solingen. Zudem sind die Autobahnen A40 und A448 innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Projektentwickler

Realisiert wird das Bauvorhaben von der Pro+ Immobilien GmbH aus Bochum. Das Unternehmen entwickelt seit den 1990er-Jahren Wohnprojekte in der Region und arbeitet eng mit dem Architekturbüro Knaup + Krampe zusammen. Nach Unternehmensangaben werden die Bauvorhaben in Kalksandsteinbauweise ausgeführt und durch baubegleitende Qualitätsaudits der DEKRA überwacht.

Sonntag, 5. Juli 2026

Bochum + Herne | Lidl Lebensmittelverteilzentrum | Fertig (02/26)

Lidl geht den ersten Schritt zu einer optimierten Nahversorgung der Region: Gestern startete beim offiziellen Spatenstich der Bau eines weiteren nachhaltigen und hochmodernen Lebensmittelverteilzentrums neben dem Bestandsobjekt an der Südstraße in Herne. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich im Sommer 2024 in Betrieb genommen. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes ist bis Frühjahr 2026 geplant. Mit dem neuen Gebäudekomplex sollen auf einer Gesamtfläche von 54.000 Quadratmetern die Verwaltung und Belieferung von bis zu 120 Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen mit Lebensmitteln und Waren sichergestellt werden.

Umweltfreundliche Bauweise

Das neue Gebäude setzt Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit: Die energieeffiziente Kälteanlage mit Wärmerückgewinnung des neuen Lebensmittelverteilzentrums „HerBo 43“ wird ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben, was den ökologischen CO2-Fußabdruck um bis zu 200 Tonnen pro Jahr verringert. Die Abwärme der Kälteanlage wird für die Heizung des gesamten Lagers und des Verwaltungstraktes genutzt. Somit kommt der Standort ohne fossile Energieträger aus und ist daher unabhängig von deren Verfügbarkeit.

Die Photovoltaikanlage auf dem Gebäudedach hat eine Leistung von 1.200 KWh und produziert rund eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresverbrauch von rund 225 Vier-Personen-Haushalten. Darüber hinaus werden E-Ladesäulen mit AC- und DC-Anschlüssen zur Verfügung stehen, an denen E-Fahrzeuge geladen werden können.

11.000 Quadratmeter Blühwiese und 7.400 Quadratmeter Gründach

Auf dem insgesamt 20 Hektar großen Areal in Herne und Bochum soll außerdem eine rund 11.000 Quadratmeter große Blühweise entstehen. Darüber hinaus wird eine rund 7.400 Quadratmeter große Dachfläche des Gebäudes zur Verdunstung und Abkühlung des Umfeldes begrünt. Zudem bindet es bis zu sechs Tonnen CO2 pro Jahr. Gleichzeitig trägt das Gründach zur Steigerung der Biodiversität bei.

Rund 200 zusätzliche Arbeitsplätze für die Region

In der bestehenden Lidl-Regionalgesellschaft in Herne sind derzeit etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Zahl soll sich nach der Vergrößerung mittelfristig fast verdoppeln. Die Mitarbeiter sind dann in mehr als 15 verschiedenen Berufsfeldern in den Bereichen Logistik, Vertrieb, Warengeschäft, Immobilien und Personal tätig.

Pressemitteilung: Bauarbeiten für „HerBo 43“ starten


Bild: Lidl

Update 20.01.2024

Das Hallengebäude des ersten Bauabschnitts direkt an der A43 ist bereits im Rohrbau fertiggestellt. Wenn der Neubau, wie geplant im Sommer fertiggestellt ist, geht die Arbeit in der direkten Nachbarschaft gleich weiter. Dabei wird das bestehende Lagergebäude abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau errichtet. Von hier aus will Lidl ab 2026 bis zu 120 Filialen in Nordrhein-Westfalen mit Lebensmitteln und Waren beliefern.



Update 01.10.2024

Am 16 September 2024 ist der erste Bauabschnitt des neuen Lidl Logistikzentrums in Betrieb genommen worden. Drinnen wurde teils vollautomatisierte Hochregallager und Kühlbereiche gebaut. Direkt neben dem Neubau liegt (komplett auf Herner Stadtgebiet) das gut 25 Jahre alte bisherige Lidl-Lager. Das Altlager wird ab dem 30. September 2024 zurückgebaut, um die Baufreiheit für den zweiten Bauabschnitt zu schaffen.Die Fertigstellung des gesamten Standorts ist bis zum Frühjahr 2026 geplant.

Quelle: WAZ - Mega-Lager von Lidl an A43 in Betrieb – was passiert drin?


Update 05.07.2026

Lidl nimmt neues Warenverteilzentrum „HerBo43“ in Herne vollständig in Betrieb

Lidl hat den zweiten Bauabschnitt seines Verwaltungs- und Warenverteilzentrums „HerBo43“ in Herne offiziell in Betrieb genommen. Mit der Fertigstellung ist der im April 2023 begonnene Neubau nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit vollständig abgeschlossen.

Der zweite Bauabschnitt umfasst rund 22.500 Quadratmeter und ist auf die Lagerung sowie den Umschlag temperaturgeführter und sensibler Warengruppen ausgelegt. Dazu zählen Kühl-Trockenprodukte, Molkereiprodukte, Frischfleisch und Tiefkühlkost. Durch die Erweiterung entstehen zusätzliche Lagerkapazitäten für etwa 10.000 Europaletten.

Insgesamt verfügt das Verwaltungs- und Warenverteilzentrum über eine Fläche von rund 54.000 Quadratmetern, einschließlich eines 3.500 Quadratmeter großen Verwaltungsbereichs. Auf dem rund 20 Hektar großen Grundstück stehen Lagerkapazitäten für insgesamt etwa 43.300 Europaletten zur Verfügung. Von dem Standort aus werden künftig bis zu 120 Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen beliefert.

Mit der Inbetriebnahme des vollständigen Standorts schafft Lidl rund 100 zusätzliche Arbeitsplätze in den Bereichen Logistik, Verwaltung und Technik. Damit steigt die Zahl der Beschäftigten am Standort auf rund 300 Mitarbeiter.

Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei dem Neubau eine wichtige Rolle. Zum Einsatz kommen eine energieeffiziente Kälteanlage, deren Abwärme zur Beheizung des Gebäudes genutzt wird, eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 500 kWp sowie eine extensive Dachbegrünung. Ergänzend werden 135 heimische Bäume gepflanzt und eine rund 39.000 Quadratmeter große Blühwiese angelegt, um die Biodiversität auf dem Gelände zu fördern.

Für den Lkw-Verkehr wurde eine Drivers Lounge mit Sanitäranlagen, Duschen, Küche sowie Wasch- und Trocknungsmöglichkeiten eingerichtet. Darüber hinaus verfügen 20 der insgesamt 60 Lkw-Stellplätze über Stromanschlüsse zur emissionsarmen Versorgung der Kühlaggregate. Für Mitarbeiter und Besucher stehen außerdem 24 Pkw-Stellplätze mit elf E-Ladesäulen zur Verfügung.

Mit dem vollständig in Betrieb genommenen Verwaltungs- und Warenverteilzentrum stärkt Lidl seine regionale Logistik im Ruhrgebiet und erweitert die Kapazitäten für die Versorgung seiner Filialen in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Verwaltungs- und Warenverteilzentrum: Lidl nimmt in Herne Bereich für sensible Kühlprodukte in Betrieb


Foto: Lidl


Mittwoch, 24. Juni 2026

Bochum - Neubau Wohngebäude + Kita Unterstraße - In Planung

Neue Kindertagesstätte mit fünf Gruppen in Bochum-Langendreer geplant

Bauprojekt an der Unterstraße

Im Bochumer Stadtteil Langendreer ist die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte mit fünf Gruppen vorgesehen. Das Bauvorhaben soll auf einem Grundstück an der Unterstraße 36 realisiert werden und nach Fertigstellung Platz für rund 95 Kinder bieten. Davon sind etwa 35 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren vorgesehen.

Für das Projekt liegt nach Angaben des Entwicklers bereits eine Baugenehmigung vor. Der Abriss der bestehenden Bebauung ist für das Jahr 2026 geplant. Anschließend soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.


Neubau mit moderner Ausstattung

Die geplante Kindertagesstätte wird über eine Nutzfläche von rund 915 Quadratmetern verfügen. Vorgesehen ist eine moderne Gebäudetechnik mit Wärmepumpe. Darüber hinaus entstehen Stellplätze für Mitarbeitende und Besucher, darunter auch ein barrierefreier Parkplatz.

Das Projekt ist auf eine langfristige Nutzung als Bildungseinrichtung ausgerichtet. Nach Angaben des Entwicklers soll die Einrichtung von einem erfahrenen Träger betrieben werden.

Ergänzende Wohnbebauung

Neben der Kindertagesstätte ist auf dem Areal auch der Bau eines Mehrfamilienhauses mit mehreren Wohneinheiten (5-6 WE) vorgesehen. Durch die Kombination aus sozialer Infrastruktur und Wohnraum soll das Grundstück künftig vielfältig genutzt werden.

Die derzeit auf dem Grundstück vorhandenen Gebäude sollen vollständig zurückgebaut werden, um Platz für die Neubebauung zu schaffen.



Lage im Stadtteil Langendreer

Der Standort befindet sich in einem gewachsenen Wohngebiet von Bochum-Langendreer. In der näheren Umgebung befinden sich Einkaufsmöglichkeiten, Bildungseinrichtungen, Grünflächen sowie öffentliche Verkehrsanbindungen. Auch der Volkspark Langendreer und weitere Freizeitangebote sind vom Grundstück aus gut erreichbar.

Mit der geplanten Kindertagesstätte soll das Betreuungsangebot im Stadtteil erweitert werden. Gleichzeitig entsteht durch die ergänzende Wohnbebauung zusätzlicher Wohnraum in einem nachgefragten Bochumer Stadtteil.


Bilder: Bau- & Immobilien-Entwicklungsgesellschaft mbH

Projektdaten im Überblick

  • Standort: Unterstraße 36, Bochum-Langendreer
  • Nutzung: Kindertagesstätte mit fünf Gruppen
  • Geplante Betreuungsplätze: ca. 95
  • U3-Plätze: ca. 35
  • Nutzfläche: ca. 915 m²
  • Grundstücksgröße: ca. 2.300 m²
  • Heiztechnik: Wärmepumpe
  • Zusätzliche Bebauung: Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohneinheiten
  • Geplanter Baubeginn: 2026
  • Geplante Fertigstellung: nach Abschluss der Bauarbeiten ca. 2028

Montag, 15. Juni 2026

Bochum - Loth40 - Umbau Verwaltungsgebäude Zeche Lothringen - In Bau

Loth40 in Bochum-Gerthe: Modernes Wohnen in historischem Ambiente

Mit dem Wohnprojekt Loth40 entsteht an der Lothringer Straße 40 in Bochum-Gerthe neuer Wohnraum in einem Gebäude mit industrieller Vergangenheit. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Lothringen wird umfassend saniert und zu einem modernen Wohnhaus mit insgesamt 32 Mietwohnungen umgebaut.



Historisches Gebäude mit neuer Nutzung

Das im Jahr 1907 errichtete Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zeche Lothringen prägt seit mehr als einem Jahrhundert das Erscheinungsbild des Standorts. Durch die Umnutzung zu Wohnzwecken bleibt die historische Bausubstanz erhalten und erhält gleichzeitig eine zeitgemäße Funktion. Das Projekt bildet einen weiteren Baustein bei der Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes.

Großzügige Wohnungen im Loftstil

Die geplanten Wohnungen verfügen über zwei bis drei Zimmer und Wohnflächen zwischen 88 und 153 Quadratmetern. Charakteristisch sind die großzügigen Raumhöhen, die für eine helle und offene Wohnatmosphäre sorgen. Zur Ausstattung gehören unter anderem Parkettböden, Vliestapeten sowie 2,20 Meter hohe Innentüren.

Ein neu errichteter Treppenturm mit Aufzugsanlage ermöglicht die barrierearme Erreichbarkeit aller Wohnungen. Zusätzlich stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern 32 Außenstellplätze für Pkw zur Verfügung, von denen ein Teil bereits für Elektromobilität vorbereitet ist. Fahrradstellplätze ergänzen das Mobilitätsangebot.

Das Gebäude wird nach dem KfW-Effizienzhaus-55-Standard modernisiert. Durch die energetische Sanierung sollen zeitgemäße Anforderungen an Energieeffizienz und Wohnkomfort erfüllt werden.


Bilder: KZVK

Zeitplan und Baufortschritt

Die Umwandlung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Zeche Lothringen in modernen Wohnraum erfolgt im Rahmen einer umfassenden Sanierung. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und umfassen sowohl die Modernisierung des Bestandsgebäudes als auch die Errichtung neuer Gebäudeteile, darunter der Treppenturm mit Aufzugsanlage.

Die Fertigstellung des Projekts ist nach aktuellem Planungsstand für das Jahr 2027 vorgesehen. Interessierte Mieterinnen und Mieter können den Baufortschritt regelmäßig über die Projektinformationen des Bauträgers verfolgen. Mit Abschluss der Arbeiten werden insgesamt 32 hochwertige Mietwohnungen zur Verfügung stehen.

Quelle: Loth40 – Glückauf zum modernen Wohnen

Donnerstag, 4. Juni 2026

Bochum - Sanierung Eckhaus an der Dr.-C.-Otto-Straße - In Bau

Bochum-Linden: Sanierung eines lange leerstehenden Altbaus hat begonnen

In Bochum-Linden haben die Arbeiten zur Sanierung eines markanten Eckhauses an der Dr.-C.-Otto-Straße begonnen. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude stand über viele Jahre größtenteils leer und befand sich zuletzt in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand.

Bekannt war das Haus unter anderem als ehemaliger Standort der Naturfreunde Linden-Dahlhausen, die das Erdgeschoss bis 2022 nutzten. Seit dem Auszug des Vereins blieb das Gebäude weitgehend ungenutzt.

Umfassende Modernisierung geplant

Der neue Eigentümer plant eine vollständige Sanierung des Altbaus. Nach Angaben der Projektbeteiligten wird das Gebäude technisch auf einen modernen Standard gebracht. Vorgesehen sind insgesamt zwölf Wohnungen, die sich insbesondere an Singles, Paare und Senioren richten sollen.

Ein Aufzug im Treppenhaus soll künftig einen barrierearmen Zugang zu den Wohnungen ermöglichen. Die geplanten Wohnungsgrößen liegen überwiegend zwischen 65 und 70 Quadratmetern.

Schwierige Ausgangslage

Die Sanierung stellt die Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen. Das Gebäude befand sich nach Angaben des Architekturbüros in einem sehr schlechten Zustand. Zu den festgestellten Schäden gehören ein undichtes Dach, Taubenbefall in den oberen Etagen sowie teilweise eingestürzte Deckenbereiche.

Aktuell wird das Haus vollständig entkernt. Anschließend folgen Rohbauarbeiten, technische Modernisierungen und der komplette Innenausbau.

Historische Fassade bleibt erhalten

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erhalt des äußeren Erscheinungsbildes. Trotz energetischer Anforderungen soll die historische Fassade erhalten bleiben. Dafür wurde ein Konzept mit Innendämmung entwickelt, um die charakteristische Gestaltung des Gebäudes zu bewahren.

Der Eigentümer verfolgt damit das Ziel, modernen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den ursprünglichen Charakter des Altbaus zu erhalten.

Keine gewerbliche Nutzung mehr vorgesehen

Anders als in der Vergangenheit wird das Erdgeschoss künftig nicht mehr gastronomisch genutzt. Stattdessen entstehen dort zusätzliche Wohnungen. Als Gründe werden die bereits vorhandenen leerstehenden Gewerbeflächen im Umfeld sowie die hohen Anforderungen an gastronomische Betriebe genannt.

Fertigstellung innerhalb eines Jahres angestrebt

Die Bauzeit wird derzeit auf neun bis zwölf Monate geschätzt. Sollte der Zeitplan eingehalten werden, könnten die ersten Bewohner bereits im Laufe des kommenden Jahres einziehen.

Mit der Sanierung wird eines der langjährigen Leerstandsobjekte in Bochum-Linden wieder einer Nutzung zugeführt und zusätzlicher Wohnraum im Stadtteil geschaffen.


Quelle: WAZ - Nach langem Leerstand: Marodes Eckhaus in Bochum-Linden wird saniert - Paywall

Samstag, 16. Mai 2026

Bochum - Neubau Mehrfamilienhaus Feldmark, Ecke Maria-Merian-Weg - In Planung

Familienfreundlicher Neubau im Ostpark geplant

Im Ostpark entsteht ein weiteres öffentlich gefördertes Wohnbauprojekt: Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) realisiert an der Feldmark, Ecke Maria-Merian-Weg insgesamt 39 Wohnungen mit Schwerpunkt auf familiengerechten Grundrissen. Das Vorhaben ergänzt die laufende Entwicklung des neuen Stadtquartiers und setzt zugleich auf energieeffiziente Gebäudetechnik sowie nachhaltige Freiraumkonzepte.

Bild: Tor5 Architekten, Bochum

Öffentlich geförderter Wohnraum für Familien

Die geplanten Wohnungen richten sich an Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen. Mit einer Nettokaltmiete von 7,45 Euro pro Quadratmeter bleibt das Projekt deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Vorgesehen sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, wobei der Fokus auf größeren Einheiten zwischen 80 und 110 Quadratmetern liegt – ein Segment, das im geförderten Wohnungsbau vieler Städte weiterhin knapp ist.

Das Gebäude umfasst vier Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss und erreicht eine Gesamtwohnfläche von rund 3.040 Quadratmetern. Die kompakte Bauweise reagiert auf die urbane Lage innerhalb des Entwicklungsgebiets Ostpark und kombiniert hohe Wohnraumausnutzung mit familienfreundlichen Wohnungszuschnitten.

Bild: Tor5 Architekten, Bochum

Nachhaltige Gebäudetechnik und Regenwassermanagement

Auch technisch orientiert sich das Projekt an aktuellen Anforderungen des nachhaltigen Wohnungsbaus. Der Neubau erfüllt den Effizienzhaus-40-Standard und wird mit einer Kombination aus Geothermie und Photovoltaik ausgestattet. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine extensive Dachbegrünung.

Besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem Entwässerungssystem im Quartier. Das Niederschlagswasser wird nicht direkt in die Kanalisation eingeleitet, sondern oberirdisch über Rinnen, Wasserläufe und Rückhaltebecken geführt und anschließend dem Harpener Bach zugeleitet. Das Konzept verbindet technische Infrastruktur mit landschaftsplanerischen Elementen und trägt zur klimaresilienten Quartiersentwicklung bei.

Bild: Tor5 Architekten, Bochum

Mobilitätskonzept mit Tiefgarage und Fahrradstellplätzen

Zur Entlastung des öffentlichen Raums entsteht unter dem Gebäude eine Tiefgarage mit 20 PKW-Stellplätzen. Ergänzend sind Fahrradstellplätze sowie Flächen für Lastenräder vorgesehen. Weitere Stellplätze stehen in der benachbarten Quartiersgarage zur Verfügung.

Das rund 2.230 Quadratmeter große Grundstück integriert damit unterschiedliche Mobilitätsformen und reagiert auf die veränderten Anforderungen urbaner Wohnquartiere.

Baustart ab Ende 2026 vorgesehen

Die Baugenehmigung für das Projekt liegt bereits vor. Ab Mai 2026 beginnen zunächst vorbereitende Bodenuntersuchungen. Der offizielle Spatenstich ist für November geplant, der eigentliche Baubeginn soll Ende des Jahres erfolgen.

Quelle: Ostpark wächst – mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien

Sonntag, 10. Mai 2026

Bochum - Wohngebäude Wasserstraße 170c - In Bau

Hinterlandbebauung als städtebauliches Prinzip im Bochumer Süden

An der Wasserstraße 170c in Bochum-Wiemelhausen entsteht derzeit ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Eigentumswohnungen. Das Projekt unterscheidet sich von vielen klassischen Straßenrandbebauungen vor allem durch seine Positionierung im hinteren Grundstücksbereich. Die geplante Hinterlandbebauung reagiert damit auf die dichte urbane Struktur entlang der Wasserstraße und schafft einen räumlich abgeschirmten Wohnbereich innerhalb eines gewachsenen Stadtquartiers.

Städtebauliche Einordnung

Die Wasserstraße gehört zu den wichtigen innerstädtischen Verbindungsachsen im Bochumer Süden. Das Umfeld ist geprägt von einer Mischung aus Nachkriegswohnungsbau, kleinteiligen Mehrfamilienhäusern und einzelnen verdichteten Neubauten. Gleichzeitig weist der Stadtteil Wiemelhausen weiterhin zahlreiche tief geschnittene Grundstücke auf, die Potenzial für Nachverdichtung bieten.

Das Projekt an der Wasserstraße 170c nutzt genau diese Struktur. Statt einer straßenbegleitenden Ergänzung entsteht der Neubau im rückwärtigen Grundstücksbereich. Diese Form der Nachverdichtung ist in vielen Ruhrgebietsstädten zunehmend zu beobachten, da innerstädtische Bauflächen begrenzt sind und gleichzeitig Wohnraum geschaffen werden soll.

Die architektonische Herausforderung solcher Projekte besteht häufig darin, ausreichende Belichtung, Erschließung und Freiraumqualität trotz dichter Umgebung sicherzustellen.

Gebäudestruktur und Wohnkonzept

Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Die Wohnungen reichen von kleineren 2,5-Zimmer-Grundrissen bis hin zu größeren Familien- und Penthousewohnungen.

Das Projekt orientiert sich typologisch an zeitgenössischen Neubauten im mittleren Geschosswohnungsbau:

  • kompakte Eigentümergemeinschaft
  • barrierearme Erschließung
  • Aufzug
  • Tiefgarage
  • klar standardisierte Grundrisssysteme

Die Wohnungsgrößen zwischen etwa 71 und 121 Quadratmetern deuten auf eine relativ breite Zielgruppe hin. Auffällig ist dabei die Kombination aus kleineren Einheiten und großzügigeren Penthousewohnungen innerhalb eines vergleichsweise kleinen Gebäudes.

Architektur zwischen Funktionalität und Energieeffizienz

Aus den bislang bekannten Informationen ergibt sich kein spektakulärer architektonischer Ansatz, vielmehr folgt das Projekt einem derzeit typischen Schema des energieeffizienten Wohnungsneubaus:

  • kompakte Baukörper
  • wirtschaftliche Grundrissorganisation
  • reduzierte technische Komplexität
  • Fokus auf Energieeffizienz und Barrierearmut

Geplant ist ein KfW-55-Standard in Verbindung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Damit bewegt sich das Projekt innerhalb der gegenwärtig üblichen energetischen Anforderungen für Neubauten im Wohnungsbau.

Interessant ist dabei weniger die technische Innovation als vielmehr die Frage, wie sich solche Standards langfristig auf Baukosten, Betriebskosten und architektonische Gestaltung auswirken. Viele aktuelle Wohnungsneubauten stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck, wodurch Fassadengestaltung, Materialität und räumliche Großzügigkeit häufig reduziert werden.

Hinterlandbebauung und urbane Nachverdichtung

Das Projekt lässt sich auch als Beispiel für die zunehmende Nachverdichtung innerhalb bestehender Wohnquartiere lesen. Während freie Bauflächen im Ruhrgebiet lange ausreichend vorhanden waren, rücken heute stärker jene Grundstücke in den Fokus, die bislang nur teilweise genutzt wurden.

Hinterlandbebauungen bieten dabei Vorteile und Konfliktpotenziale zugleich:

Potenziale

  • effizientere Flächennutzung
  • Schaffung zusätzlichen Wohnraums ohne neue Siedlungsflächen
  • ruhigere Wohnsituationen trotz zentraler Lage
  • bessere Ausnutzung bestehender Infrastruktur

Herausforderungen

  • eingeschränkte Belichtung und Sichtachsen
  • Konflikte mit Bestandsbebauung
  • höhere Anforderungen an Erschließung und Feuerwehrzufahrt
  • mögliche Versiegelung bislang offener Hofflächen

Gerade in dicht gewachsenen Stadtteilen wie Wiemelhausen wird die Qualität solcher Projekte stark davon abhängen, wie sorgfältig Übergänge zwischen Bestand und Neubau gestaltet werden.

Einordnung in den Bochumer Wohnungsmarkt

Mit den derzeit aufgerufenen Kaufpreisen bewegt sich das Projekt im oberen Segment des Bochumer Neubauwohnungsmarktes. Dies verweist auf eine Entwicklung, die sich in vielen Ruhrgebietsstädten beobachten lässt: Neubauten orientieren sich zunehmend an energetischen und technischen Standards, die erhebliche Baukosten verursachen und damit auch in traditionell günstigeren Städten zu deutlich höheren Quadratmeterpreisen führen.

Gleichzeitig verändert sich dadurch die soziale Zusammensetzung neuer Wohnprojekte. Eigentumswohnungen dieser Größen- und Preisklasse richten sich heute überwiegend an Haushalte mit vergleichsweise hoher Kaufkraft.

Fazit

Das Neubauprojekt an der Wasserstraße 170c steht exemplarisch für aktuelle Entwicklungen im urbanen Wohnungsbau des Ruhrgebiets: Nachverdichtung im Bestand, energieeffiziente Bauweise und standardisierte Eigentumswohnungsprojekte innerhalb gewachsener Stadtquartiere.

Architektonisch scheint weniger ein experimenteller Ansatz im Vordergrund zu stehen als vielmehr die funktionale Umsetzung eines wirtschaftlich tragfähigen Neubaus unter heutigen energetischen Rahmenbedingungen. Interessant bleibt vor allem die städtebauliche Wirkung der Hinterlandbebauung und die Frage, wie sich solche Projekte langfristig in bestehende Quartiersstrukturen integrieren.

Bilder + Quelle: Bollmann - Gruppe -Wasserstraße 170c Projektentwicklung