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Samstag, 8. August 2026

Castrop-Rauxel - Neue Feuer- und Rettungswache: FURCAS

Neue Feuer- und Rettungswache FURCAS in Castrop-Rauxel

Auf dem Gelände des ehemaligen Klöckner-Kraftwerks in Castrop-Rauxel soll eine neue Feuer- und Rettungswache entstehen. Das Großprojekt trägt den Namen FURCAS und soll künftig Feuerwehr und Rettungsdienst unter einem modernen Gebäudekomplex zusammenführen.

Die Stadt Castrop-Rauxel hat den Auftrag für Planung, Bau und ausgewählte Betriebsleistungen an die GOLDBECK Public Partner GmbH vergeben. Das Projekt wird als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt.

Für die Stadt ist die neue Feuer- und Rettungswache eines der bedeutendsten Bauprojekte der kommenden Jahre.

Bild: GOLDBECK, SSP Architekten + Ingenieure, brandenfels landscape + environment)

Sonntag, 17. Mai 2026

Recklinghausen | Neubau Trainingszentrum der Polizei | In Bau

In Recklinghausen am Westring entsteht ein Polizei-Neubau. Es handelt sich dabei um ein Regionales Trainingszentrum (RTZ), wo Beamte aus dem gesamten nördlichen Ruhrgebiet trainert werden. Den Zuschlag für die Maumaßnhme erhielt eine Bietergemeinschaft der Firmen JBR aus Münster und Ten Brinke aus den Niederlanden. Die Polizei zieht als Mieterin für 25 Jahre in die Gebäude. Die Investitionskosten bewegen sich im höheren zweistelligen Millionenbereich.

Für den Fertigstellungstermin kann noch kein konkreter Zeitpunkt gennant werden, da man sich aktuell noch in der Planungsphase befindet. Das vorgesehene Gelände befindet sich am Westring in Recklinghausen und umfasst 50.000 Quadratmeter. Neben dem Trainingszentrum werden auf dem Gelände Dienststellen der Polizei Recklinghausen untergebracht. So werden die Hundertschaft, verschiedene Kommissariate, Sachgebiete und die Fahrzeugwerkstatt eine neue Wirkungsstätte finden. Zudem sind Parkmöglichkeiten für Dienstfahrzeuge und die Fahrzeuge der Mitarbeitenden vorgesehen. Das Präsidium am Westerholter Weg in Recklinghausen wird trotz des Neubaus nicht aufgegeben, es bleibt die erste Heimat der Polizei Recklinghausen.

Quelle: WAZ - Neubau mit Trainingszentrum auch für Gladbecker Polizisten  - (August 2024)


Bild: JBR-Partner


Update 17.05.2026

Spatenstich für die Polizei der Zukunft: Neues Polizeiquartier und Trainingszentrum in Recklinghausen

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich fiel am 5. Mai 2026 der Startschuss für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Polizei in Nordrhein-Westfalen: In Recklinghausen entstehen eine neue Zentrale Polizeiliche Liegenschaft (ZPL) sowie ein modernes Regionales Trainingszentrum (RTZ). Vertreter aus Politik, Polizei, Verwaltung und Wirtschaft kamen zusammen, um den Beginn der Bauarbeiten offiziell zu feiern.

Ein starkes Signal für moderne Polizeiarbeit

Der Neubau steht für eine klare Zukunftsvision: moderne Arbeitsplätze, innovative Trainingsmöglichkeiten und eine leistungsfähige Infrastruktur für die Polizei der Region. Gemeinsam mit dem Projektentwickler Ten Brinke und den planenden Architekten der JBR-Partnergesellschaft entsteht am Westring ein zukunftsorientierter Standort für Sicherheit und Ausbildung.

Bereits im Juli 2024 wurde der Mietvertrag unterzeichnet. Nach intensiver Planung beginnt nun die praktische Umsetzung eines Projekts, das die Polizeiarbeit in der Region nachhaltig stärken soll.

Zentrale Bündelung wichtiger Polizeidienststellen

Die neue Liegenschaft wird künftig zahlreiche Bereiche der Polizei unter einem Dach vereinen. Dazu gehören:

  • Verwaltungsdienststellen der Polizei Recklinghausen
  • die Hundertschaft
  • verschiedene Kriminalkommissariate
  • die Fahrzeugwerkstatt

Auf dem rund 62.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen zusätzlich umfangreiche Park- und Fahrzeugflächen.

Modernes Training für reale Einsatzlagen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem geplanten Regionalen Trainingszentrum Recklinghausen. Dort sollen künftig nicht nur Einsatzkräfte aus Recklinghausen, sondern auch Polizistinnen und Polizisten aus Gelsenkirchen und Oberhausen trainieren.

Ziel ist es, Einsatzkräfte noch besser auf unterschiedlichste Einsatzlagen vorzubereiten – mit modernen Trainingsmethoden, zeitgemäßer Technik und realitätsnahen Übungsmöglichkeiten.

NRW-Innenminister Herbert Reul betonte die Bedeutung solcher Einrichtungen:

„Moderne Dienststellen und regionale Trainingszentren gehören zu einer professionellen Polizeiarbeit dazu.“

Stimmen zum Projekt

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen sieht in dem Bauprojekt einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Polizei:

„Mit dem Spatenstich beginnt die Bauphase eines Projekts, das unsere Polizei zukunftstauglich macht.“

Auch Bürgermeister Axel Tschersich unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei und bezeichnete die neue Einrichtung als wichtigen Standortfaktor für Recklinghausen.

Von Seiten des Bauherrn erklärte Albert ten Brinke, CEO von Ten Brinke:

„Hier entsteht ein modernes Polizeiquartier, das höchste Anforderungen der polizeilichen Arbeit erfüllt.“

Investition in Sicherheit und Zukunft

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen mit Genehmigung des Innenministeriums NRW. Mit dem Baustart wurde nun der Grundstein für eine moderne Polizeiinfrastruktur gelegt, die weit über Recklinghausen hinaus Bedeutung haben wird.



Pressemitteilung: Spatenstich für zentralen Polizeistandort in Recklinghausen

Montag, 23. Februar 2026

Essen - Neubau Verwaltungscampus "Bernestraße" - In Planung

Neuer Verwaltungscampus in Essen: Sachstand, Planung und Perspektiven

Am östlichen Rand der Innenstadt von Essen entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbades an der Bernestraße ein neuer Verwaltungscampus. Nachdem die Pläne für ein 60 Meter hohes „Bürgerrathaus“ im Jahr 2022 aus Kostengründen aufgegeben wurden, setzt die Stadt nun auf eine schrittweise Entwicklung mit mehreren Bauabschnitten

Standort und städtebaulicher Kontext

Das rund 9.000 Quadratmeter große Grundstück liegt zwischen Bernestraße, Varnhorststraße und Steeler Straße, in unmittelbarer Nähe zur Alte Synagoge. Ziel ist es, das Areal städtebaulich neu zu ordnen und den östlichen Innenstadtrand aufzuwerten.

Der erste Baukörper soll sich zur Innenstadt öffnen und einen öffentlich zugänglichen Vorplatz erhalten. Eine großzügige Treppenanlage ist als verbindendes Element zwischen Stadtraum und Gebäude geplant. Gleichzeitig wird laut Jury auf einen angemessenen Abstand zu benachbarten Bestandsgebäuden geachtet.

Bild: fore+ut / PBA Architekten

Siegerentwurf und architektonisches Konzept

Den Zuschlag erhielt das Büro
PBA Peter Bastian Architekten.

Der Entwurf sieht einen siebengeschossigen Baukörper mit Glasfassade vor, ergänzt durch weitere Geschosse entlang der Varnhorststraße. Ein Dachgarten bildet einen gestalterischen Akzent. Das Konzept ermöglicht eine abschnittsweise Realisierung, sodass zunächst nur ein Teil des Gesamtareals bebaut wird.

Das Preisgericht bewertete insbesondere die Umsetzbarkeit des ersten Bauabschnitts als eigenständig funktionierenden „Solitär“ positiv.


Nutzung und Funktion

Im ersten Bauabschnitt sollen Polizei und Ordnungsamt eine gemeinsame Adresse erhalten. Beide Einrichtungen werden die Flächen zu gleichen Teilen nutzen. Vorgesehen ist eine langfristige Nutzung durch die Polizei über mindestens 35 Jahre. Die bisherige Innenstadtwache am III. Hagen soll aufgegeben werden.

Die gemeinsame Unterbringung wird von der Stadt als Beitrag zu einer engeren „Sicherheitspartnerschaft“ verstanden.


Zeitplan und Kosten

Der weitere Ablauf ist wie folgt geplant:

  • Planungsbeschluss durch den Rat: vorgesehen im Jahr 2026

  • Baubeschluss: geplant für 2027

  • Fertigstellung des ersten Bauabschnitts: angestrebt bis 2030

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden aktuell mit rund 55 Millionen Euro veranschlagt.


Weitere Entwicklung des Areals

Für einen zweiten Bauabschnitt entlang der Steeler Straße sieht der Siegerentwurf einen vier- bis sechsgeschossigen Baukörper vor. Die konkrete Nutzung ist noch offen. Diskutiert werden unter anderem studentisches Wohnen oder altengerechte Wohnformen. Eine Entscheidung hängt vom künftigen Bedarf und der wirtschaftlichen Entwicklung ab.

Langfristig soll das Projekt zur städtebaulichen Neuordnung des Quartiers beitragen und den östlichen Innenstadteingang gestalterisch aufwerten.

Bild: fore+ut / PBA Architekten

Fazit

Mit dem Verwaltungscampus verfolgt die Stadt Essen einen pragmatischeren Ansatz als beim ursprünglich geplanten Hochhausprojekt. Statt eines zentralen Großbaus setzt man auf eine modulare, schrittweise Entwicklung. Der erste Bauabschnitt soll bis 2030 realisiert werden und Polizei sowie Ordnungsamt an einem neuen Standort bündeln.

Ob und in welchem Umfang die weiteren Bauabschnitte umgesetzt werden, wird maßgeblich von finanziellen Rahmenbedingungen und dem zukünftigen Flächenbedarf abhängen.


Quelle: WAZ - So soll der neue Verwaltungs-Campus am Rande der Essener Innenstadt aussehen - hinter Paywall

Sonntag, 22. Februar 2026

Bochum - Haus der Musik - In Bau

Haus der Musik in Bochum: Vom „hässlichen Entlein“ zum kulturellen Herzstück

Mitten in der Bochumer Innenstadt entsteht ein Projekt, das das Gesicht des Marienplatzes nachhaltig verändern soll: Das ehemalige Landesbehördenhaus wird zum Haus der Musik umgebaut. Gemeinsam mit dem benachbarten Anneliese Brost Musikforum Ruhr soll hier bis 2028 ein neues kulturelles Zentrum entstehen.

Ein Gebäude mit Geschichte – und Zukunft

Das viergeschossige Gebäude am Marienplatz diente bis 2017 als Sitz des Arbeitsgerichts. 2018 kaufte die Stadt Bochum die Immobilie vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Schon damals war klar: Das Haus braucht eine grundlegende Modernisierung.

Inzwischen ist das Gebäude vollständig entkernt. Die Schadstoffsanierung – darunter Asbest, PCB und PAK, typische Altlasten aus den 1960er- und 70er-Jahren – ist abgeschlossen. Große Teile des Innenlebens wurden entfernt. Der eigentliche Umbau kann beginnen.

Ab Mitte März startet die Baustelleneinrichtung rund um Marienplatz und Humboldtstraße. Anschließend folgen die Rohbauarbeiten. Ein erster sichtbarer Schritt: Die Parkdecke im Innenhof wird abgerissen, um Platz für eine neue Tiefgarage und einen Neubau zu schaffen.

Sparmaßnahmen verändern die Pläne

Ursprünglich wurde der Umbau mit rund 6,6 Millionen Euro kalkuliert. Später stiegen die veranschlagten Kosten auf fast 30 Millionen Euro. Da Fördermittel in Höhe von über sechs Millionen Euro nicht bewilligt wurden, musste die Stadt Einsparungen vornehmen.

Das hat konkrete Folgen für die Architektur:

  • Die Dachhaut wird nicht vollständig saniert

  • Die Fenster bleiben erhalten

  • Die geplante Glasfuge, die der Fassade eine moderne, transparente Optik verleihen sollte, entfällt

  • Die Fassade zur Humboldtstraße wird lediglich optisch überarbeitet

Trotz dieser Anpassungen soll das Gebäudeensemble am Ende ein repräsentatives Aushängeschild für die Musik in Bochum werden.

Bild: dreibund architekten

Ein neues Zuhause für 11.000 Musikschüler

Mitte 2028 soll das Haus der Musik eröffnet werden. Dann zieht die Musikschule Bochum vom Westring an den Marienplatz. Rund 11.000 Musikschülerinnen und -schüler erhalten hier moderne Unterrichts- und Probenräume – in direkter Nachbarschaft zum Musikforum.

Die Vision: ein lebendiges Zentrum für musikalische Bildung, Konzerte und kulturellen Austausch im Herzen der Stadt.

Belastungen für die Nachbarschaft

Wo gebaut wird, entstehen jedoch auch Belastungen. Anwohner berichten von starkem Lärm und Staub im vergangenen Sommer. Insbesondere das Entsorgen von Baumaterial in Container sorgte für erhebliche Geräuschentwicklung. Neben der baulichen Entwicklung wünschen sich viele Nachbarn künftig eine transparentere Kommunikation über Bauphasen und Maßnahmen. Hier steht die Stadt vor der Aufgabe, Informationsfluss und Bürgerdialog zu verbessern.

Stadtentwicklung mit Signalwirkung

Mit dem Haus der Musik setzt Bochum ein deutliches Zeichen für kulturelle Bildung und die Aufwertung der Innenstadt. Aus einem lange als unansehnlich geltenden Gebäude soll eine architektonische Perle werden. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Marienplatz 2028 nicht nur baulich, sondern auch kulturell in einem neuen Licht erscheinen – als lebendiger Treffpunkt für Musik, Begegnung und städtisches Leben.

Quelle: WAZ - Nach Staub und Lärm im Vorjahr: So geht es beim Haus der Musik in Bochum weiter - hinter Paywall

Samstag, 14. Februar 2026

Bochum - Sanierung Ostbad Langendreer - In Planung

Die Stadt Bochum setzt ihr umfassendes Bäderkonzept konsequent fort. Als nächstes Großprojekt steht die umfassende Sanierung und Modernisierung des Hallenbads in Langendreer (Ostbad) an. Mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro soll der Standort am Eschweg zukunftsfähig aufgestellt werden.

Für Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer bedeutet dies jedoch eine mindestens zweijährige Schließungsphase. Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick.

Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH

Der Zeitplan: Baustart und Kopplung an das Südbad

Die Verantwortlichen der Wasserwelten Bochum verfolgen einen abgestimmten Zeitplan, um die Wasserflächen im Stadtgebiet optimal zu verwalten. Der Umbau in Langendreer ist direkt an die Fertigstellung des Südbads in Linden gekoppelt.

  • Voraussichtlicher Baubeginn: Sommer 2026 (nach vollständiger Inbetriebnahme des Südbads).

  • Geplante Dauer: Mindestens zwei Jahre.

  • Voraussichtliche Fertigstellung: Im Laufe des Jahres 2028.

Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH

Sanierungsmaßnahmen: Das wird im Ostbad verändert

Ziel der Maßnahme ist nicht nur eine optische Aufwertung, sondern eine grundlegende technische und energetische Sanierung. Das Gebäude aus den 1960er/70er Jahren entspricht nicht mehr den aktuellen Standards.

Kernpunkte der Modernisierung:

  1. Energetische Sanierung: Erneuerung von Dach und Fassade zur Steigerung der Energieeffizienz.

  2. Erweiterung des Angebots: Anbau eines neuen Kursbeckens mit Hubboden, um die Kapazitäten für Aquakurse zu erhöhen.

  3. Neubau des Kleinkindbereichs: Das Kinderbecken zur Wassergewöhnung wird komplett neu konzipiert.

  4. Technik-Update: Modernisierung des 25-Meter-Kombibeckens sowie der gesamten Badetechnik.

Auswirkungen auf Schulen und Vereine

Da das Ostbad ein zentraler Knotenpunkt für den Schwimmsport im Bochumer Osten ist, müssen zahlreiche Nutzergruppen ausweichen. Betroffen sind unter anderem:

  • Vereine: SG Bochum Ost, Waspo Blau Gelb, DLRG Werne und DLRG Linden-Dahlhausen.

  • Institutionen: Das Polizeipräsidium Bochum und die örtlichen Schulen.

Ausweichstandorte und Lösungen

Um den Schwimmbetrieb aufrechtzuerhalten, werden alternative Wasserzeiten in den Bädern in Linden, Querenburg (Uni-Bad) und Hofstede koordiniert. Ein wichtiger Baustein ist zudem das Lehrschwimmbecken der Willy-Brandt-Gesamtschule, das nach aktueller Planung nach Ostern 2026 wieder zur Verfügung stehen soll.

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Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH

„Urban Blue“ bleibt erreichbar

Ein wichtiger Punkt für Familien: Der Außenbereich, der erst kürzlich zum Freizeit- und Wasserpark „Urban Blue“ umgestaltet wurde, soll auch während der Bauarbeiten am Hallenbad nutzbar bleiben. Je nach Baufortschritt kann es hier zu einer verkürzten Saison oder provisorischen Sanitärlösungen (Container) kommen, der Kernbetrieb des Außenparks soll jedoch gesichert werden.

Fazit: Ein Teil des 105-Millionen-Euro-Plans

Die Modernisierung in Langendreer ist ein Baustein des stadtweiten Bäderkonzepts. Bis zum Jahr 2030 planen die Wasserwelten Bochum, insgesamt 105 Millionen Euro in die Infrastruktur zu investieren, um alle städtischen Bäder auf einen modernen, energetisch effizienten Stand zu bringen.


Quelle: WAZ - Langer Schwimmbad-Umbau: Das sind die Auswirkungen für Vereine und Schulen - hinter Paywall

Donnerstag, 29. Januar 2026

Bochum - Neubau Großsporthalle - In Planung

Bochum steht vor der Entscheidung über den Bau einer neuen Großsporthalle, da die bestehende Rundsporthalle mit rund 1500 Plätzen technisch und funktional stark veraltet ist. Sie genügt weder den Anforderungen des modernen Veranstaltungsbetriebs noch denen des Profisports. Besonders für den Basketball stellt die geringe Kapazität ein Problem dar: Für einen möglichen Aufstieg der VfL Sparkassen Stars in die 1. Bundesliga wären mindestens 4500 Zuschauerplätze erforderlich. Zudem fehlen zeitgemäße Presse-, Funktions- und Nebenräume.

Eine vom Institut für Sportstättenberatung erstellte Machbarkeitsstudie sieht den Neubau einer modernen Großsporthalle mit Teleskoptribünen und deutlich erweiterter Nutzfläche vor. Die geplante Halle soll rund 2000 Quadratmeter umfassen und damit doppelt so groß sein wie die heutige Rundsporthalle. Als bevorzugter Standort gilt der Kirmesplatz an der Castroper Straße gegenüber dem Ruhrstadion, der aus Sicht der Gutachter geeignete Voraussetzungen bietet.

Die Halle soll nicht nur dem Profibasketball dienen, sondern auch den Schul- und Vereinssport stärken. Bestehende Schulsportzeiten könnten übernommen werden, während zusätzliche Räume und eine bessere Ausstattung die Nutzungsmöglichkeiten insgesamt verbessern würden. Auch für Vereine entstünden neue Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten. Darüber hinaus könnte eine Halle dieser Größe nationale und internationale Sportveranstaltungen, etwa im Handball oder Volleyball, nach Bochum holen.

Ein zentrales Merkmal des Konzepts ist ein innovativer LED-Glasboden, der verschiedene Spielfelder und Werbeflächen digital darstellen kann und so flexible Nutzungen ohne aufwendige Umbauten ermöglicht. Die Kosten für das Projekt werden auf rund 59,4 Millionen Euro netto geschätzt. Bei einem Baubeginn frühestens Ende 2026 oder Anfang 2027 wäre mit einer Fertigstellung zwischen 2029 und 2030 zu rechnen. Die Finanzierung ist bislang nicht gesichert: Fördermittel sind beantragt, im aktuellen Haushalt der Stadt ist das Projekt jedoch noch nicht verankert. Der Rat hat bisher lediglich die Machbarkeitsstudie beschlossen, eine endgültige Entscheidung über den Bau steht noch aus.

  • Geplante Kapazität: mind. 4500 Zuschauer
  • Fläche: ca. 2000 m² (Rundsporthalle derzeit ca. 1000 m²)
  • Ausstattung: Teleskoptribünen, moderner Funktions- und Pressebereich
  • Besonderheit: LED-Glasboden für flexible Spielfeld- und Werbeanzeigen
  • Standort: Kirmesplatz an der Castroper Straße, gegenüber dem Ruhrstadion

Nutzung:
  • Profibasketball (VfL Sparkassen Stars)
  • Schul- und Vereinssport mit besseren Bedingungen
  • Möglichkeit für nationale und internationale Sportevents
  • Kosten: ca. 59,4 Mio. Euro netto

Zeitplan:
  • möglicher Baubeginn: Ende 2026 / Anfang 2027
  • Fertigstellung: 2029–2030

Finanzierung:
  • Fördermittel beantragt
  • Projekt bislang nicht im städtischen Haushalt eingeplant
  • Finanzierung noch offen

Politischer Stand:
  • Rat hat bisher nur die Machbarkeitsstudie beschlossen
  • Grundsatzentscheidung zum Bau steht noch aus

Quelle: WAZ - Bochum plant eine neue Großsporthalle für Basketball und Schule: Alle Details - Paywall

Bild: Stadt Bochum / IFS

Donnerstag, 22. Januar 2026

Oberhausen - Neubau des Polizeipräsidiums - In Planung

Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen steht nun fest: Oberhausen bekommt ein neues Polizeipräsidium – und zwar auf dem Concordia-Gelände zwischen Hauptbahnhof und Bero-Zentrum. Damit ist ein bedeutender Schritt für die Modernisierung der Polizeiinfrastruktur der Stadt getan. Das neue Gebäude soll nicht nur funktional, sondern auch architektonisch überzeugen: Geplant ist ein moderner, heller Bau mit großzügigen Glaselementen, der gleichzeitig schusssicher und einbruchshemmend ist. Auf rund 13.500 Quadratmetern entstehen Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsräume für die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei Oberhausen.

Besonderen Wert legen die Verantwortlichen auf Nachhaltigkeit: Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, außerdem wird das Gebäude maximal begrünt. Eine Tiefgarage wird direkt in den Bau integriert. Weitere Parkmöglichkeiten für Mitarbeitende entstehen auf einem Parkdeck an der Friedrich-Karl-Straße. Für Besucherinnen und Besucher ist eine eigene Parkfläche gegenüber dem Haupteingang vorgesehen.

Der Umzug an den neuen Standort soll im Jahr 2029 abgeschlossen sein. Bereits bis Ende 2025 soll das derzeitige Concordia-Gelände freigeräumt werden. Die Kfz-Zulassungsstelle zieht ins Technische Rathaus, das Team der Jugendhilfe an die Danziger Straße.

Dem Neubau war ein langwieriger Entscheidungsprozess vorausgegangen. Zwischenzeitlich war auch ein Standort in der Neuen Mitte, nahe dem Centro, im Gespräch – ein Vorschlag, den vor allem das NRW-Innenministerium und die Polizei favorisierten. Doch bei der europaweiten Ausschreibung für den Bau des Präsidiums kam für diesen Standort kein akzeptables Angebot zustande. Letztlich erhielt die Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG gemeinsam mit dem Architekturbüro JBR Partner den Zuschlag für das Concordia-Gelände. Das Büro JBR ist erfahren im Bau von Behördenstandorten – unter anderem war es bereits am Neubau des Polizeipräsidiums in Münster beteiligt.


Standort
  • Lage: Concordia-Gelände zwischen Hauptbahnhof und Bero-Zentrum
  • Bisherige Nutzung: Marodes Concordiahaus & Kfz-Zulassungsstelle
  • Alternative (verworfen): Neue Mitte beim Centro
 
Gebäude und Ausstattung
  • Größe: Rund 13.500 m²
  • Nutzung: Büros, Besprechungs- & Aufenthaltsräume für ca. 400 Mitarbeitende

Besonderheiten:
  • Helle Fassade mit Glaselementen
  • Schusssicher und einbruchshemmend
  • Tiefgarage
  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Maximale Dachbegrünung
 
Parkplätze
  • Mitarbeiter: Parkdeck an der Friedrich-Karl-Straße
  • Besucher: Parkplatz gegenüber des Haupteingangs
 
Zeitplan
  • Bis Ende 2025: Räumung des Concordia-Geländes
  • Kfz-Zulassungsstelle → Technisches Rathaus
  • Jugendhilfe → Danziger Straße
  • Fertigstellung Neubau: Geplant für 2029
 
Planung und Vergabe
  • Bauherr: Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung & JBR Partner
  • Architekt: Büro JBR (u. a. auch Präsidium in Münster)
  • Europäische Ausschreibung: Standort Centro scheiterte an fehlenden Angeboten
Quelle: WAZ - Neue Details: So soll Oberhausens Polizeipräsidium aussehen - Paywall


Bild: Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG und JBR Partner


Update 22.01.2026

Ten Brinke bereitet den Neubau des Polizeipräsidiums Oberhausen an der Concordiastraße in zentraler Innenstadtlage vor. Auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein modernes, energieeffizientes Gebäude mit etwa 21.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, davon rund 13.500 Quadratmeter Mietfläche. Der Neubau soll künftig mehrere bislang über das Stadtgebiet verteilte Dienststellen der Polizei Oberhausen an einem Standort bündeln und wird vom Polizeipräsidium stellvertretend für das Land Nordrhein-Westfalen angemietet. Bauvorbereitende Maßnahmen und Abrissarbeiten beginnen aktuell, der eigentliche Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung zur Jahresmitte 2029.

Das Projekt erfüllt hohe Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität, Barrierefreiheit und Energieeffizienz und strebt eine BNB-Zertifizierung in Silber sowie den Energieeffizienzstandard GEG 40 an. Vorgesehen sind zudem eine speziell für polizeiliche Nutzfahrzeuge geplante Tiefgarage, ein Besucherparkplatz sowie weitere Stellplätze an der Friedrich-Karl-Straße. Ein positiver Bauvorbescheid liegt vor, der Bauantrag soll zeitnah eingereicht werden.

Dem Projekt ging ein europaweites Vergabeverfahren des Landes Nordrhein-Westfalen voraus, das 2022 gestartet und im März 2025 mit der Vergabe an eine Bietergemeinschaft aus Ten Brinke und JBR-Partner abgeschlossen wurde. Mit der Standortfestlegung wurde die Grundlage für die Umsetzung eines der bedeutendsten Behördenneubauten der Region geschaffen, der sowohl verbesserte Arbeitsbedingungen für die Polizei als auch einen zentralen, gut erreichbaren Anlaufpunkt für die Bevölkerung bieten soll.

Pressemitteilung: Polizeipräsidium Oberhausen: Ten Brinke bereitet Start für Herbst vor

Sonntag, 18. Januar 2026

Duisburg - Neuer „Skywalk“ für den Rheinpark Duisburg (IGA 2027) - In Bau

Die Stadt Duisburg bereitet sich intensiv auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 vor, bei der der Rheinpark in Hochfeld einer der zentralen Standorte sein wird. Nach anfänglicher Kritik an Verzögerungen wurden Planung und Umsetzung maßgeblich von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD) übernommen. Inzwischen liegen alle wesentlichen Genehmigungen vor, sodass die Bauarbeiten planmäßig ab 2025 gestartet sind. Der Rheinpark befindet sich seit Herbst 2025 in einer umfassenden Umgestaltungsphase und ist bis zur Eröffnung der IGA im Frühjahr 2027 vollständig gesperrt.

Ein zentrales Projekt ist die Neugestaltung des ehemaligen industriell genutzten Kultushafens. Dieser soll dauerhaft zu einem naturnahen Aufenthalts-, Freizeit- und Veranstaltungsort entwickelt werden. Über eine flach ansteigende, barrierearme Rampe in Serpentinenform wird der Zugang bis in Wassernähe ermöglicht. Ziel ist es, den Hafenbereich langfristig als Treffpunkt mit Aufenthaltsqualität zu etablieren, ergänzt durch ein hochwertiges gastronomisches Angebot und Flächen für Veranstaltungen – auch über die IGA hinaus.

Ein besonderes Highlight des Rheinparks wird der sogenannte „Skywalk“. Er ersetzt einen ursprünglich geplanten Aussichtsturm, dessen Umbau nicht barrierefrei möglich gewesen wäre. Der Skywalk ist als etwa 50 Meter lange und rund acht Meter breite, vollständig barrierefreie Aussichtsplattform konzipiert. Er bietet neue Blickachsen auf den Rhein, den Park sowie die umliegende Industriearchitektur und soll auch in den Abendstunden illuminiert werden. Zusätzlich wird die Erzbunkerwand im Bereich der Skateranlage als weitere erhöhte Aussichtsplattform genutzt und in das Gesamtkonzept eingebunden.

Parallel zu diesen Maßnahmen werden umfangreiche infrastrukturelle Arbeiten durchgeführt. Dazu zählen neue Strom- und Versorgungstrassen, der Umbau von Wegen sowie die Neugestaltung des sogenannten Grünen Rings mit stärkerem Fokus auf Begrünung, Klimaresilienz und Aufenthaltsflächen. Neue Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer, unter anderem über eine neu errichtete Brücke, verbessern die Erreichbarkeit des Areals. Ergänzend entstehen ein inklusiver Großspielplatz, neue Sport- und Bewegungsflächen sowie ein Bühnen- und Veranstaltungsplatz für kulturelle Nutzungen.

Während der Bauphase kommt es zu spürbaren Einschränkungen für Anwohner und Besucher, darunter die vollständige Schließung des Rheinparks, der Wegfall von Veranstaltungen und die vorübergehende Schließung gastronomischer Angebote. Diese Maßnahmen sind bis zur IGA-Eröffnung im April 2027 vorgesehen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass Duisburg zur Gartenausstellung rund eine Million Besucher empfangen wird. Der Rheinpark gehört dabei zu den kostenpflichtigen IGA-Standorten.

Quelle: WAZ - „Skywalk“: Duisburgs Rheinpark bekommt ein neues Highlight


So soll der Skywalk aussehen

Über eine Rampe wird der ehemals industriell genutzte Kultushafen erreichbar. Er soll ein neuer Freizeit-Treffpunkt werden.

Gastronomie Angebot soll es auch geben - Bilder: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Sonntag, 11. Januar 2026

Mülheim - Neubau des Hallenbades in Mülheim-Heißen - In Bau

Der Neubau des Hallenbades in Mülheim-Heißen stellt eines der derzeit wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt im Bereich Sport, Bildung und Freizeit dar. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich im November 2024 begann offiziell die Bauphase für das neue Bad, das direkt neben dem bestehenden Friedrich-Wennmann-Bad entsteht. Dieses alte Hallenbad aus dem Jahr 1975 ist baulich stark überaltert und soll so lange weiterbetrieben werden, bis der Neubau voraussichtlich im Frühjahr 2027 eröffnet wird. Durch die unmittelbare Nachbarschaft beider Gebäude kann der Schwimmbetrieb während der Bauzeit aufrechterhalten werden.

Die Bauarbeiten waren von Beginn an anspruchsvoll. Insgesamt wurden rund 13.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, wodurch ein großer Baukrater entstand. Verzögerungen ergaben sich unter anderem durch notwendige Sicherungsmaßnahmen aufgrund früheren Bergbaus im Untergrund sowie durch witterungsbedingte Probleme, da starke Regenfälle die Baustelle zeitweise in ein Schlammfeld verwandelten. Inzwischen schreitet der Bau jedoch planmäßig voran, und die Grundstruktur des neuen Hallenbades ist bereits deutlich erkennbar.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei über 20 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch die Stadt Mülheim an der Ruhr, ohne Fördermittel von Bund oder Land. Eine Stiftung beteiligt sich mit rund 3,8 Millionen Euro an den Kosten, insbesondere zur Unterstützung einzelner funktionaler Bereiche. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt wird der Neubau dennoch als notwendige Investition betrachtet, da das bestehende Bad den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Kapazität und Barrierefreiheit nicht mehr gerecht wird.

Inhaltlich soll das neue Hallenbad eine deutliche Verbesserung der Schwimminfrastruktur darstellen. Herzstück ist ein modernes Sportbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen und einer Drei-Meter-Sprunganlage. Damit wird es erstmals möglich sein, in Mülheim Schwimmwettkämpfe der Kategorie D auszurichten. Zudem erlaubt die zusätzliche Bahn sowie die Teilbarkeit des Beckens eine wesentlich flexiblere Nutzung. Insbesondere für den Schulsport bedeutet dies einen großen Fortschritt: Die Zahl der Schwimmstunden kann künftig verdoppelt werden, da mehrere Gruppen parallel unterrichtet werden können.

Ergänzt wird das Sportbecken durch ein Lehrschwimmbecken mit höhenverstellbarem Hubboden, das für Schwimmunterricht, Reha-Sport, Seniorenangebote und inklusive Nutzung vorgesehen ist. Für Kleinkinder ist ein separates Planschbecken geplant. Das gesamte Bad wird barrierefrei gestaltet und mit moderner, energieeffizienter Technik ausgestattet. Vorgesehen sind unter anderem nachhaltige Energiekonzepte wie Photovoltaik, Fernwärme und begrünte Dachflächen, um den laufenden Betrieb möglichst ressourcenschonend zu gestalten.

Außenanlagen wie eine Liegewiese und Aufenthaltsflächen sollen das Angebot ergänzen, auch wenn es keinen klassischen Freibadbetrieb mehr geben wird. In Mülheim verbleiben damit lediglich das Naturbad sowie ein privat betriebenes Freibad in Dümpten. Ein Ersatz für ein städtisches Freibad ist derzeit nicht geplant. Als Gründe nennt die Stadt neben der hohen Verschuldung auch den zunehmenden Personalmangel im Bäderbetrieb sowie fehlende geeignete Flächen. Private Investitionen in diesem Bereich schließt die Stadt jedoch grundsätzlich nicht aus.

Der Neubau des Hallenbades Heißen ist vor allem vor dem Hintergrund des langjährigen Mangels an Wasserflächen in Mülheim von Bedeutung. Schulen, Vereine und Öffentlichkeit leiden seit Jahren unter eingeschränkten Nutzungszeiten. Die Stadt verweist darauf, dass viele Kinder das Grundschulalter erreichen, ohne sicher schwimmen zu können – ein Zustand, dem mit dem neuen Bad gezielt entgegengewirkt werden soll.

Quelle: WAZ - Neues Schwimmbad in Heißen: Viele Vorteile sind versprochen - Paywall 08.11.2024

Bild: Architekten bda - gaising + böker

Herne - Neubau der Rettungs- und Feuerwache - In Bau

Der Neubau der Rettungs- und Feuerwache in Herne, das größte und teuerste Bauprojekt in der Geschichte der Stadt, hat mit der Grundsteinlegung einen wichtigen Meilenstein erreicht. Obwohl das Gebäude derzeit nur digital existiert und mithilfe von Virtual-Reality-Technik bereits virtuell begehbar ist, sollen die Bauarbeiten bis 2027 abgeschlossen sein, sodass die neue Wache dann real in Betrieb gehen kann. Erste bauliche Fortschritte sind bereits sichtbar: Bodenplatten und erste Wände wurden errichtet, die Umrisse des Gebäudes zeichnen sich ab.

Die neue Rettungs- und Feuerwache entsteht am Florianweg an der Ecke Hölkeskampring/Trimbuschhof und wird über eine Bruttogeschossfläche von rund 24.000 Quadratmetern verfügen. Dort sollen künftig etwa 600 Menschen ihren Dienst verrichten. Neben dem Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr werden auch Verwaltungseinheiten, die Freiwillige Feuerwehr sowie die Kinder- und Jugendfeuerwehr untergebracht. Darüber hinaus ist die neue Wache als zentrale Anlaufstelle für Hilfsorganisationen und den Krisenstab der Stadt Herne vorgesehen. Herzstück des Neubaus wird eine hochmoderne Leitstelle sein, die mit einer großen Bildschirmwand, zahlreichen Monitoren und lichtdurchfluteten Arbeitsräumen optimale Bedingungen für die Koordination von Einsätzen bieten soll.

Feuerwehrchef Marco Diesing bezeichnete die Grundsteinlegung als einen sehr bedeutenden Tag für die Feuerwehr. Er hob hervor, dass es im Berufsleben selten vorkomme, den Neubau eines kompletten Feuerwehrstandorts begleiten zu können. Zugleich machte er deutlich, wie groß der Unterschied zwischen der bestehenden Feuerwache an der Sodinger Straße und dem Neubau sei. Die derzeitige Wache, die 1969 in Betrieb genommen wurde, sei zu klein, technisch überholt und in einem maroden Zustand. Die neue Rettungs- und Feuerwache hingegen werde zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in Deutschland zählen.

Auch Oberbürgermeister Frank Dudda unterstrich die Bedeutung des Projekts. Er verwies darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch auf Sicherheit hätten und dazu eine leistungsfähige Infrastruktur im sogenannten „Blauen Bereich“ gehöre, zu dem Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk zählen. Nachdem Polizei und THW in den vergangenen Jahren bereits neue Standorte erhalten hätten, sei nun die Feuerwehr an der Reihe. Trotz der angespannten finanziellen Lage der Stadt investiert Herne rund 140 Millionen Euro in den Neubau. Dudda betonte, dass diese Investition nicht nur der Sicherheit der Bevölkerung diene, sondern auch den Einsatzkräften bestmögliche Arbeitsbedingungen bieten solle, da sie häufig unter schwierigen und gefährlichen Umständen Hilfe leisten müssten. Zudem ermögliche der neue Standort schnellere Wege zu Einsatzstellen. Der Zeitplan für die Fertigstellung gilt als ambitioniert, dennoch sollen die Bauarbeiten planmäßig voranschreiten.

Quelle: WAZ - Meilenstein für historisches Bauprojekt der Stadt Herne - Paywall 06.11.2024




Bilder: agn

Update 27.08.2025

Der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache am Florianweg in Herne hat mit dem Richtfest am 26. August 2025 einen weiteren zentralen Meilenstein erreicht. Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehr, der Stadt Herne, des Architektur- und Fachplanungsbüros agn Niederberghaus & Partner GmbH sowie des ausführenden Bauunternehmens MBN Bau GmbH würdigten gemeinsam den Abschluss des Rohbaus. Mit einem Investitionsvolumen von rund 140 Millionen Euro handelt es sich um das größte kommunale Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Stadt.

Seit dem Spatenstich Ende April 2024 wird auf der Baustelle intensiv gearbeitet. Dabei wird besonderer Wert auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen gelegt. Nach Angaben der Stadt liegt das Projekt weiterhin im geplanten Zeit- und Kostenrahmen. Die Inbetriebnahme der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache ist für Mai 2027 vorgesehen.

Der Gebäudekomplex ist aufgrund seiner Funktion und technischen Ausstattung besonders anspruchsvoll. Künftig werden dort Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam untergebracht. Zusätzlich entsteht eine redundante, interkommunale Einsatzzentrale mit moderner IT- und Kommunikationstechnik, die einen durchgehenden Betrieb im Not- und Krisenfall gewährleistet. Mit dem Übergang vom Rohbau zur nächsten Bauphase wird unter anderem die Frequentis AG aus Wien in das Projekt eingebunden, ein Spezialist für Kommunikationslösungen in der kritischen Infrastruktur.

Die neue Hauptwache bietet moderne Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen, ausreichend Stellflächen für den erweiterten Fuhrpark, Sport- und Bereitschaftsräume sowie Übungs-, Ausbildungs- und Werkstattbereiche. Damit werden sowohl die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr als auch die Attraktivität des Standorts für zukünftige Nachwuchskräfte gestärkt.

Ein weiteres Element des Neubaus ist die Integration einer originalgetreuen Replik der „Florian“-Skulptur des Herner Bildhauers Hermann Gesing aus dem Jahr 1969, die künftig im Eingangsbereich der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache aufgestellt wird.

Quelle: Neue Hauptfeuer- und Rettungswache feiert Richtfest

Samstag, 10. Januar 2026

Bochum - Neubau Hallenbad im Südpark Höntrop - In Planung

Der Neubau des Schwimmbads im Bochumer Südpark in Wattenscheid-Höntrop ist seit Jahren geplant, kommt aber weiterhin nicht über das Vorbereitungsstadium hinaus. Zwar liegen die Planungen inzwischen vollständig vor, doch der tatsächliche Baubeginn ist weiterhin ungewiss. Hauptgrund dafür sind rechtliche und genehmigungsrechtliche Hürden, die bislang nicht abschließend geklärt sind.

Das neue Bad soll das frühere Hallen- und Freibad Höntrop ersetzen, das nach einem Brand im Jahr 2016 geschlossen, 2018 im Freibadbereich aufgegeben und 2020 endgültig abgerissen wurde. Vorgesehen ist ein modernes, flach gebautes Hallenbad mit Holzfassade und begrüntem Dach. Im Inneren sind ein Schwimmerbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen sowie ein Kursbecken mit Hubboden geplant. Große Schiebetüren sollen den Übergang zu Außenbereichen ermöglichen, darunter eine Sonnenterrasse, Liegewiesen, ein Spraypark und ein Freizeitbereich. Der markante Zehn-Meter-Sprungturm des früheren Freibads bleibt als Landmarke erhalten, wird jedoch zu einem Rutschenturm umgebaut und in das neue Konzept integriert.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch infrastrukturelle Maßnahmen, insbesondere der Ausbau der Zufahrtsstraße „In der Mark“, wo Kurven verbreitert werden müssen, um den erwarteten Verkehr aufzunehmen. Betreiber des neuen Bads sind die Wasserwelten Bochum, ein Tochterunternehmen von Stadt und Stadtwerken. Ein Totalunternehmer für Planung und Bau wurde bereits beauftragt, steht aufgrund der bestehenden Unsicherheiten jedoch lediglich auf Abruf.

Der geplante nächste formale Schritt ist die Einreichung des Bauantrags, die für Mai oder Juni 2026 vorgesehen ist. Selbst bei einer zügigen Bearbeitung der Baugenehmigung rechnen die Wasserwelten jedoch nicht mit einem unmittelbaren Baustart. Hintergrund ist eine weiterhin anhängige Klage eines Anwohners, der das Projekt wegen befürchteter zusätzlicher Verkehrsbelastung verhindern möchte. Zwar hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen diese Klage bereits abgewiesen und festgestellt, dass die zu erwartende Verkehrsbelastung zwar spürbar, aber rechtlich nicht rücksichtslos sei. Der Kläger hat jedoch Berufung beantragt, über deren Zulassung nun das Oberverwaltungsgericht Münster entscheidet. Dieses Verfahren kann sich nach Einschätzung des Gerichts durchaus bis zu einem Jahr hinziehen.

Die Wasserwelten haben deutlich gemacht, dass sie mit den eigentlichen Bauarbeiten erst beginnen wollen, wenn das Gerichtsverfahren endgültig abgeschlossen und die Klage rechtskräftig abgewiesen ist. Auf diese Weise soll das finanzielle Risiko begrenzt werden. Derzeit besteht dieses Risiko vor allem in den bereits angefallenen Planungskosten, die verloren wären, falls das Projekt doch noch gestoppt würde.

Ein Baustart noch im Jahr 2026 gilt deshalb als sehr unwahrscheinlich. Sollte das Verfahren zügig enden und anschließend die Baugenehmigung erteilt werden, wäre eine Bauzeit von etwa 21 Monaten vorgesehen. In diesem optimistischen Szenario könnte das neue Bad frühestens im Frühjahr 2028 eröffnet werden. Jede weitere Verzögerung im Rechts- oder Genehmigungsverfahren verschiebt diesen Zeitpunkt entsprechend nach hinten.

Der Neubau in Höntrop ist Teil eines umfassenden Bäderkonzepts der Stadt Bochum. Der Rat hatte 2021 beschlossen, bis 2030 rund 105 Millionen Euro in die Modernisierung und den Neubau städtischer Bäder zu investieren. Bereits umgesetzt oder weit fortgeschritten sind unter anderem das Freibad in Werne, die Freizeit- und Wasserlandschaft „Urban Blue“ in Langendreer, die Sanierung des Südbads in Linden sowie der Umbau des Wellenfreibads Südfeldmark. Nach Höntrop sollen anschließend weitere Standorte wie Hofstede modernisiert werden.

Trotz fertiger Pläne und politischer Beschlüsse bleibt das Schwimmbadprojekt in Höntrop damit vorerst Zukunftsmusik. Erst wenn die rechtlichen Streitigkeiten beendet und alle Genehmigungen erteilt sind, kann aus der Planung ein tatsächlicher Baubeginn werden.

Quelle: WAZ - Pläne fertig, Baubeginn unbekannt: Woran der Bau des neuen Bochumer Bads hakt - Paywall

Bild: Wasserwelten Bochum

Sonntag, 28. Dezember 2025

Essen - Neues Polizeipräsidium Essen - In Planung

Der Büropark Bredeney in Essen ist nach längerer Unsicherheit verkauft worden und soll nun zum neuen Polizeipräsidium der Stadt umgebaut werden. Erwerber sind die Düsseldorfer Projektentwicklungsfirma die developer Projektentwicklung GmbH sowie die Gustav-Zech-Stiftung, die zur Zech-Gruppe gehört. Der Kaufvertrag wurde bereits notariell beurkundet, der Vollzug ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Mit dem Eigentümerwechsel endet die mehr als einjährige Hängepartie, die durch die Insolvenz der vorherigen Eigentümerin ausgelöst worden war und die Weiterentwicklung des Areals blockiert hatte.

Der Büropark umfasst insgesamt rund 36.285 Quadratmeter Mietfläche und besteht aus zwei Gebäuden. Das zur Hatzper Straße gelegene Gebäude mit etwa 25.000 Quadratmetern soll nach den Plänen der Schrammen Architekten umfassend umgebaut und modernisiert werden und künftig das neue Polizeipräsidium Essen beherbergen. Vorgesehen sind eine grundlegende bauliche und technische Neugestaltung, eine moderne Fassadengestaltung mit gläsernen Elementen sowie eine klare funktionale Trennung der Gebäudeteile. Ziel ist es, ein zeitgemäßes und zukunftsfähiges Gebäude zu schaffen, das den steigenden Raumbedarf und die heutigen Anforderungen der Polizeiarbeit erfüllt.

Das zweite Gebäude des Ensembles bleibt als eigenständige Immobilie erhalten und wird von einem Unternehmen der Gustav-Zech-Stiftung in den eigenen Bestand übernommen. Es soll weiterhin von unterschiedlichen Firmen und Institutionen genutzt werden. Die neuen Eigentümer kündigten an, dem gesamten Areal eine klare Entwicklungsstrategie und ein langfristig tragfähiges Nutzungskonzept zu geben.

Der Umzug des Polizeipräsidiums aus dem bisherigen Sitz an der Büscherstraße ist bereits seit mehreren Jahren geplant. Das historische Gebäude gegenüber dem Landgericht soll aufgegeben werden, ein konkreter Termin für den Umzug nach Bredeney steht jedoch weiterhin nicht fest. Die Verzögerungen sind vor allem auf die Insolvenz der früheren Projektgesellschaft zurückzuführen, die bislang nur vorbereitende Maßnahmen für den Umbau umgesetzt hatte. Polizeipräsident Andreas Stüve begrüßt die neue Entwicklung und sieht in dem Projekt die Chance auf moderne Arbeitsbedingungen. Was künftig mit dem alten Polizeipräsidium an der Büscherstraße geschieht, ist noch offen; zunächst wird geprüft, ob andere Landeseinrichtungen dort untergebracht werden können, andernfalls soll das Gebäude vermarktet werden.

Quelle: WAZ - Büropark in Essen-Bredeney verkauft: Hier entsteht das neue Polizeipräsidium - Paywall


Bild: Schrammen Architekten

Sonntag, 23. November 2025

Dortmund - Neubau der Jungen Bühne - In Planung

Im Sommer 2026 beginnen am Hiltropwall die Bauarbeiten für die Junge Bühne Dortmund, in der künftig das Kinder- und Jugendtheater sowie die Junge Oper unter einem Dach vereint werden. Das neue Gebäude soll ein architektonisches und kulturelles Highlight mit überregionaler Strahlkraft werden und ein offenes Forum für junge Kunst, Bildung und Teilhabe schaffen. Bevor der eigentliche Hochbau starten kann, sind jedoch umfangreiche Vorbereitungen notwendig: Ab Januar 2026 verlegt DONETZ Stromleitungen, wofür die Hövelstraße bis zur Kuhstraße voraussichtlich zwölf Wochen lang voll gesperrt wird. Eine Umleitung über die Hansastraße und Kuhstraße stellt die Erreichbarkeit von Parkhaus und Hotel sicher. Im April 2026 schließt DEW21 mit der Verlegung von Fernwärmeleitungen in der Kuhstraße an. Dafür wird dieser Straßenabschnitt gesperrt, während die Hövelstraße wieder befahrbar ist. Trotz der Bauarbeiten soll der Verkehr auf dem Wall weitestgehend ungestört fließen.

Die Stadt steht im engen Austausch mit Cityring und IHK, um für Gewerbetreibende und Lieferverkehr praktikable Lösungen zu sichern. Im Zuge der Arbeiten müssen mehrere Bäume weichen: Drei Platanen an der Ecke Hiltropwall/Hövelstraße sowie sechs Kastanien entlang des Walls können aufgrund der Baumaßnahmen und künftig anstehender Kanalarbeiten nicht erhalten bleiben. Nach Möglichkeit sollen später neue Bäume gepflanzt werden, um den Allee-Charakter wiederherzustellen. Da die Baustelle mitten in der Innenstadt liegt, ist zudem mit archäologischen Funden oder sogar Blindgängern zu rechnen, die den Baufortschritt beeinflussen könnten.

Die Junge Bühne Dortmund soll auf rund 10.060 Quadratmetern entstehen und eine Hauptbühne mit 304 Sitzplätzen (erweiterbar um 56 Plätze), eine Studiobühne mit 142 Plätzen sowie zwei Probebühnen umfassen. Bauherr ist das Theater Dortmund, das die Fertigstellung des 93,7 Millionen Euro teuren Projekts für das Jahr 2030 erwartet.

  • Baubeginn Vorarbeiten: Januar 2026
  • Hochbau-Start: Mitte 2026
  • Fertigstellung: voraussichtlich 2030
  • Kosten: 93,7 Mio. Euro
  • Fläche des Neubaus: ca. 10.060 m²
Quelle: Bald geht’s los: Am Hiltropwall wird der Baustart der Jungen Bühne Dortmund vorbereitet




Bilder: Playtime/JSWD

Sonntag, 19. Oktober 2025

Gelsenkirchen | Neubau Zentralbad & Bildungs- und Innovationscampus - In Bau

Oberbürgermeisterin Karin Welge hat heute die Pläne für den Neubau eines großen Bildungsgebäudes mit integriertem Zentralbad in unmittelbarer Citylage vorgestellt. Auf dem Gelände des alten, mittlerweile abgerissenen Zentralbades sowie der ebenfalls abgerissenen Polizeiinspektion Süd soll damit ein in vielerlei Hinsicht ambitioniertes Bauwerk entstehen, das gleichzeitig den Startschuss für die sukzessive Entwicklung eines Sport- und Bildungscampus und perspektivisch eines ganzen Zukunftsquartiers geben soll.

„Wir brauchen an dieser Stelle ein städtebaulich und architektonisch ambitioniertes Infrastrukturprojekt, dass hochwertigste Voraussetzungen für beste Bildung junger Menschen in unserer Stadt bietet. Und genau das planen wir jetzt. Wir wollen Bildung in die Innenstadt holen. Wir wollen einen starken Impuls für die Weiterentwicklung der City geben. Und wir wollen mit diesem ambitionierten Initialprojekt den Startschuss geben für die Entwicklung eines ganzen Areals, der Entwicklung eines Bildungscampus‘. Ja, mehr noch: der Entwicklung eines Zukunftsquartiers in unmittelbarer Innenstadtnähe in den nächsten zehn bis 20 Jahren“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge.

Neues Zentralbad mit Bildungsgebäude

Auf den Flächen in unmittelbarer Nähe des Musiktheaters und der City wird ein Bildungsgebäude mit einem integrierten neuen Zentralbad errichtet, das weit über die im Bäderkonzept festgelegte Konfiguration hinausgeht. Das neue Schwimmbad umfasst eine Bruttogeschossfläche von rund 5000 Quadratmetern und wird mit einem 50 Meter-Wettkampfbecken und einem weiteren Multifunktionsbecken ausgestattet und soll 2026 fertig gestellt werden. Harald Förster, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH: „Mit dem neuen Zentralbad löst die Stadt ihr Versprechen ein, wieder ein Bad in zentraler Innenstadtlage zu haben – und geht noch darüber hinaus.“

Gleichzeitig wird auf der Fläche bis Ende 2027 ein Bildungsgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von mindestens 20.000 m² entstehen zuzüglich einer Tiefgarage für rund 200 Fahrzeuge. Dieser Baukörper wird sich auf den ganzen Block zwischen Rolandstraße, Overwegstraße und Florastraße erstrecken und dreigeschossig zur Rolandstraße sowie viergeschossig zur Overwegstraße hin sein. „Geplant ist ebenfalls eine bis zu achtgeschossige Eckdominante an der Ecke Florastraße/Overwegstraße, um die exponierte städtebauliche Situation zu betonen“, so Harald Förster.

Beste technische Voraussetzungen für moderne berufliche Bildung

Dieses Bauprojekt soll den Einstieg schaffen, um nach und nach das gesamte Areal entlang der Overwegstraße umzugestalten und der beruflichen und außerschulischen Bildung in Gelsenkirchen beste bauliche Gegebenheiten bereitzustellen.

Derzeit arbeitet die Stadt Gelsenkirchen intensiv an der Bedarfs- und Zukunftsplanung der Gelsenkirchener Berufskollegs. Dabei zeichnet sich ab, dass es einen erheblichen Investitionsbedarf gibt.

Bildungsdezernentin Anne Heselhaus: „Wir haben ja erst kürzlich unsere Überlegungen zum Bildungscampus und der Neuordnung der Berufskollegs vorgestellt. Wir wollen die Profile der Berufskollegs schärfen. Dafür schauen wir uns bestimmte Berufsfelder noch einmal an, die Aufgabenzuschnitte und thematischen Schwerpunkte der einzelnen Berufskollegs werden sich etwas ändern und die Bedarfe in der Ausstattung wandeln sich natürlich. Was aber feststeht: Wir benötigen Flächen - und wir müssen bauen. Gut, dass wir jetzt für die berufliche Bildung die Fläche des bisherigen Zentralbads zur Verfügung haben. Hier werden wir auf jeden Fall bauen.“

Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Wir schaffen hier mit diesem Gebäude das erste Element und den Nukleus für einen künftigen viel größeren Bildungscampus. Hier sind ja bereits zwei Berufskollegs in der Nähe, hier ist das Musiktheater als kultureller Leuchtturm, wir sind in bzw. an der Innenstadt, die wir ja auch städtebaulich stärken wollen, bei der wir neue Frequenzbringer haben wollen. Wenn wir die Dinge im Zusammenhang sehen, dann eröffnen sich sehr spannende Perspektiven und Optionen, bildungspolitisch, aber auch städtebaulich. Und wenn wir das Zentralbad mitdenken, dann können wir jetzt schon ergänzen: Es wird ein Bildungs- und Sportcampus.“

Möglich wird diese Entwicklungsperspektive für die Innenstadt durch die Tatsache, dass am heutigen Mittwoch der für Gelsenkirchen tätige Projektentwickler für die Realisierung einer Hochschule für Polizei und Verwaltung (HSPV) des Landes Nordrhein-Westfalen seine Beschwerde gegen die Entscheidung der Vergabekammer beim Oberlandesgericht zurückgezogen hat. Damit ist klar: Dieses Areal muss nicht weiter für die HSPV reserviert bleiben.

„Natürlich bedauern wir, dass die HSPV aus Gelsenkirchen abgezogen wird. Und noch mehr bedauern wir das sehr unwürdige Verfahren, dass das Land aufgesetzt hat und das am Ende dafür gesorgt hat, dass gleich mehrere Städte im Ruhrgebiet zu Unbeteiligten in einem Wettbewerb der Investoren gemacht wurden bis einem strukturpolitisch so wichtigen Thema. Aber damit wollen wir uns nicht länger aufhalten. Die Zukunft ist viel spannender“, so Karin Welge. Denn durch diesen Schritt des Projektentwicklers gebe es nun Klarheit und eröffne sich ein neuer Weg hin zu einem anderen Zukunftsprojekt. „Wir waren natürlich auf diesen Moment und auf diesen möglichen Ausgang vorbereitet, und deshalb können wir heute ein solch ambitioniertes, großes bildungs-, sport- und stadtentwicklungspolitisches Projekt vorstellen, das an dieser Stelle und weiteren Flächen im näheren Umkreis entstehen soll.“

Sport- und Bildungscampus - Entwicklung des Zukunftsquartiers

Denn das Gebäude soll das Initialprojekt für die Entwicklung des gesamten Areals sein. Stadtbaurat Christoph Heidenreich umriss die unterschiedlichen Bausteine, die dabei eine Rolle spielen können. So sei etwa klar, dass das Bildungszentrum an der Ebertstraße in den nächsten Jahren „angefasst“ werden muss. Stadtbaurat Christoph Heidenreich: „Das Gebäude ist nicht bzw. kaum zu sanieren und energetisch zukunftsfähig aufzustellen, das ist schon länger ein Thema. Die Volkshochschule und die Stadtbibliothek sind dort suboptimal untergebracht. Zudem fügt es sich nicht vorteilhaft in die Gestaltung der Ebertstraße ein.“ Deshalb müsse auch darüber nachgedacht werden, dieses Gebäude zurückzubauen und die aktuell dort untergebrachte VHS und Stadtbibliothek perspektivisch als Bestandteile des künftigen Bildungscampus zufassen. Heidenreich: „Dadurch erschließt sich an dieser zentralen innerstädtischen Lage die einmalige Chance, ein Stück Stadtreparatur zu betreiben, das Musiktheater städtebaulich noch besser zu integrieren und die Raumkante zu schließen. Hier haben wir ein echtes Filetgrundstück für vielfältige Nutzungen.“

Wenn das Angebot der beruflichen Bildung baulich neu strukturiert wird, werden perspektivisch auch die Areale der benachbarten Berufskollegs mitgedacht werden müssen – entweder für bauliche Lösungen im Bestand an Ort und Stelle oder bei anderen Lösungen dann für Nachfolgenutzungen. angepackt. Stadtbaurat Heidenreich: „Am Ende einer Vielzahl von Rochaden kann es gut sein, dass auf diesem Areal noch Raum für mehr ist. Zum Beispiel haben wir an der Rolandstraße einen als Parkplatz vollkommen untergenutzten öffentlichen Raum. Durch die Tiefgarage des Bildungsgebäudes kann zumindest ein Teil des Parkplatzes entfallen und in die Grün- und Freiflächenplanung integriert werden. Und durch die Rochaden der Bildungsgebäude kann am Ende eine Fläche an der Königsstraße noch zur Wohnraumentwicklung genutzt werden.“

Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Wir wollen Gelsenkirchen groß denken.“

Um ein echtes Campusareal zu schaffen, wird auch eine verbindende Freiraumplanung notwendig, die eine gute Aufenthaltsqualität schafft. Dabei hat die Stadt auch die Verkehrsplanung mit im Blick. Die Überlegungen zum Ringschluss der Linie 301 werden eine wichtige Rolle spielen. Eine Haltestelle Bildungscampus würde dieses Areals optimal erschließen.

Oberbürgermeisterin Karin Welge: „Wie sie sehen, reden wir tatsächlich dann auch nicht nur von einem Sport- und Bildungscampus, sondern von der Entwicklung eines echten Zukunftsquartiers. Wir beginnen mit einem starken, ambitionierten Initialprojekt, das wir gemeinsam mit einem Projektentwickler angehen wollen. Wir wollen diesen Raum der Möglichkeiten jetzt mit der Politik, den Bürgerinnen und Bürgern und allen Beteiligten der Schulentwicklungsplanung gestalten und ausarbeiten. Wir wollen alle gemeinsam Gelsenkirchen groß denken.“


Pressemitteilung: Startschuss für ein neues Zukunftsquartier in Gelsenkirchen


Update 19.10.2025

Am 15. Oktober 2025 erfolgte in Gelsenkirchen der offizielle Spatenstich für eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre: den Neubau des Zentralbads und den Bildungs- und Innovationscampus Gelsenkirchen. Auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern entsteht im Herzen der Stadt ein modernes Hallenbad, das zugleich den Auftakt für den neuen Campus bildet – ein Zukunftsprojekt, das Bildung, Wirtschaft, Kultur und Freizeit miteinander verbindet und die Innenstadt nachhaltig aufwerten soll.

Der Bildungs- und Innovationscampus wird entlang der Overweg- und Florastraße entwickelt und vereint künftig Einrichtungen der beruflichen Bildung mit Angeboten der Wirtschafts- und Innovationsförderung. Ziel ist es, die Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen in Gelsenkirchen zu verbessern, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen und die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken. Oberbürgermeisterin Karin Welge bezeichnete das Vorhaben als „Zukunftsquartier“, das nicht nur städtebaulich, sondern auch bildungs- und wirtschaftspolitisch ein klares Signal setze. Der Campus werde zu einem Markenzeichen für Gelsenkirchen und einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung der City und des südlichen Zentrums geben.

Das erste konkrete Bauvorhaben auf dem Areal ist das neue Zentralbad, das im Norden des Geländes an der Rolandstraße errichtet wird. Es umfasst ein 50-Meter-Wettkampfbecken, das sich in zwei 25-Meter-Becken unterteilen lässt, ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden sowie ein separates Kinderbecken. Ergänzt wird die Anlage durch Fitnessräume, Vereinsbereiche und eine Zuschauertribüne mit 150 Plätzen. Das Gebäude wird in einer nachhaltigen Hybridkonstruktion aus Stahlbeton und Holz errichtet, erhält eine extensive Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage. Der Anschluss an das Fernwärmenetz sowie umfassende Wärmerückgewinnungssysteme sollen für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Nutzung sorgen. Angestrebt wird eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Die architektonische Gestaltung stammt vom Büro RKW Architektur +. Der Entwurf kombiniert eine klare, moderne Formensprache mit natürlichen Materialien wie Holz, die der Fassade Struktur und Tiefe verleihen. Große Glasflächen sorgen für Transparenz und Licht, während vorgelagerte Holzlamellen den Baukörper rhythmisch gliedern. Alle Gebäudeteile sind barrierefrei geplant, mit rollstuhlgerechten Zugängen, WCs und Leitsystemen. Auch ökologische Aspekte wie Nistplätze für Vögel wurden in die Planung integriert.

Parallel zum Zentralbad entsteht in einem zweiten Bauabschnitt das neue Zentralgebäude des Bildungs- und Innovationscampus. Es wird künftig unter anderem das Berufskolleg für Technik und Gestaltung beherbergen, das derzeit noch an der Florastraße ansässig ist. Zusammen mit der Musikschule, dem Berufskolleg Königstraße, der Sporthalle am Schürenkamp und weiteren Bildungsbauten wird sich das Areal zu einem vernetzten Campus entwickeln, der als Ort des Lernens, der Begegnung und der Innovation fungiert.

Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Stadt Gelsenkirchen mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung, darunter die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Deren Präsident Lars Baumgürtel betonte die Bedeutung der frühzeitigen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft für den Erfolg des Projekts. Für Schulleiter Uwe Krakau vom Berufskolleg für Technik und Gestaltung ist der Campus ein „Symbol des Aufbruchs“, das weit über Gelsenkirchen hinausstrahlen werde.

Die Tiefbauarbeiten haben mit dem Aushub der Baugrube begonnen. Der Hochbau soll im Frühjahr 2026 starten. Die Fertigstellung des Zentralbads mit rund 15.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist für 2028 geplant, im selben Jahr sollen die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Bahnen ziehen. Mit dem Bildungs- und Innovationscampus entsteht damit ein zentraler Baustein der größten Bildungsoffensive in der Geschichte Gelsenkirchens – ein Ort, an dem Lernen, Forschen, Sport und Stadtleben in Zukunft auf einzigartige Weise miteinander verbunden werden.

Pressemitteilung: Spatenstich für das Zentralbad und den Bildungs- und Innovationscampus Gelsenkirchen


Bilder: RKW Architektur +

Samstag, 11. Oktober 2025

Duisburg - Erweiterung Amts- und Landgericht - In Bau

Auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Duisburg-Mitte entsteht derzeit ein moderner Erweiterungsbau für das Amts- und Landgericht Duisburg. Das Projekt, das vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) realisiert wird, soll die Justizstandorte in der Stadt künftig bündeln und die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern. Der dreigeschossige Neubau mit einer Bruttogrundfläche von rund 13.000 Quadratmetern wird zwischen dem historischen Gerichtsgebäude am König-Heinrich-Platz und der denkmalgeschützten Kulturkirche Liebfrauen errichtet und schließt damit eine seit Jahren bestehende städtebauliche Lücke im Herzen der Duisburger Innenstadt.

Der Erweiterungsbau wird architektonisch an das denkmalgeschützte Bestandsgebäude angepasst und über einen verglasten Übergang mit diesem verbunden. Geplant sind moderne Büroflächen, mehrere Verhandlungssäle – darunter ein großer Saal für umfangreiche Verfahren –, ein neuer Vorführbereich mit angeschlossenem Hausgefängnis, eine Kantine sowie eine Tiefgarage. Insgesamt bietet der Neubau künftig Platz für rund 130 zusätzliche Beschäftigte. Damit können die derzeit noch genutzten Standorte an der Kardinal-Galen-Straße sowie in Duisburg-Hamborn aufgegeben und die Justizdienststellen zentral am König-Heinrich-Platz zusammengeführt werden.

Der symbolische Spatenstich fand im Oktober 2025 unter Teilnahme zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Politik und Verwaltung statt, darunter Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Landgerichtspräsident Ulf-Thomas Bender, Amtsgerichtsdirektor Joachim Busch und Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW. In ihren Reden betonten sie die Bedeutung des Projekts für die Stärkung der Justiz in Nordrhein-Westfalen und die städtebauliche Aufwertung der Duisburger Innenstadt. Nach langen Planungsjahren und mehrfachen Verzögerungen gilt der Baubeginn als wichtiges Signal für den Fortschritt des Vorhabens.

Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Projekt Maßstäbe: Der Neubau wird nach dem KfW-Effizienzhaus-40-Standard errichtet und mit einem modernen Heiz- und Kühlsystem sowie einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung ausgestattet. Damit soll das Gebäude nicht nur funktional und zukunftsfähig, sondern auch energieeffizient betrieben werden.

Während die Bauarbeiten nun anlaufen, werden zunächst das ehemalige JVA-Mauerwerk entfernt, Bodenuntersuchungen durchgeführt und das Baufeld vorbereitet. Anschließend folgt der Aushub der Baugrube. Der Haupteingang des Gerichts bleibt während der gesamten Bauphase zugänglich, der barrierefreie Zugang wird jedoch vorübergehend verlegt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen alle Justizbediensteten unter einem Dach arbeiten können – in einem modernen, nachhaltigen und zentral gelegenen Justizzentrum, das Alt und Neu architektonisch harmonisch miteinander verbindet.

Quelle: Neubau zwischen Denkmalschutz und Historie



Bilder: bloomimages im Auftrag rw+