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Mittwoch, 13. August 2025

Bottrop - Neubau Feuer- und Rettungswache Kirchhellen - In Bau

In Bottrop-Kirchhellen hat mit dem offiziellen Spatenstich der Bau der neuen Feuer- und Rettungswache 2 begonnen. Auf dem Gelände an der Rentforter Straße/In der Koppel wird zunächst der Baugrund vorbereitet, bevor Anfang 2026 der Rohbau startet. Bereits jetzt entstehen Lärmschutzwände, die Anwohner während der Bauphase und im späteren Betrieb vor zusätzlicher Lärmbelastung schützen.

Die moderne Rettungs- und Feuerwache soll Anfang 2028 fertiggestellt werden. Die Baukosten liegen bei rund 26 Millionen Euro. Der Standort war im Vorfeld umstritten, doch ein Lärmschutzgutachten bestätigt die Einhaltung aller Grenzwerte. Zusätzlich wird eine ökologische Bauleitung eingesetzt, um Natur- und Umweltschutz sicherzustellen.

Die neue Wache vereint Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst an einem Standort. Geplant sind sechs Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge, zwei für den Rettungsdienst, eine Werkstatt und ein Übungsturm für Höhenrettungen. Das nachhaltige Baukonzept sieht ein Erdgeschoss in langlebiger Ziegelbauweise und ein Obergeschoss mit Holzfassade vor. Außerdem wird das Gelände so konzipiert, dass zukünftige Erweiterungen möglich sind.


Quelle: WAZ - Startschuss für eine moderne Feuerwache im Bottroper Norden - Paywall



Bilder: Architekturbüro pxg/ Josef Knipping | Architekturbüro pxg/ Josef Knipping

Sonntag, 10. August 2025

Essen - Neubau Feuerwache Werden/Heidhausen - In Bau

In Essen Werden/Heidhausen ist der Bau einer neuen Feuerwache geplant. Dies hat der Rat der Stadt Essen bereits im Juni 2024 beschlossen. Das in die Jahre gekommene Bestandsgebäude wird abgerissen. An gleicher Stelle wird der Neubau entstehen. In der neuen Feuerwache werden verschiedenen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr und des Rettungsdienstes Platz finden. Im Katastrophenfall soll die Wache der Versorgung und Betreuung von Bürgerinnen*Bürgern für die Stadtteile Werden und Heidhausen dienen. Die Kosten belaufen sich auf rund 23,5 Millionen Euro. Eine Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2027 / Anfang 2028 geplant.

Update 10.08.2025

In Essen-Heidhausen ist der Startschuss für den Neubau der Feuerwache Werden/Heidhausen gefallen. Beim Spatenstich am Brakeler Wald versammelten sich zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Vertreter aus Politik und Verwaltung. Die alte, in die Jahre gekommene Wache wurde bereits abgerissen. Der Neubau soll nicht nur deutlich mehr Platz bieten, sondern auch energetisch und nachhaltig vorbildlich sein. Geplant ist unter anderem ein begrüntes Dach, großzügige Aufenthalts- und Schulungsräume sowie eine Fahrzeughalle mit Platz für sechs Feuerwehrfahrzeuge und einen rund um die Uhr besetzten Rettungswagen. Der weithin sichtbare Schlauchturm der alten Wache wird allerdings nicht mehr gebaut.

Aktuell hat der Löschzug, einer der drei größten der Freiwilligen Feuerwehr Essen mit 89 Mitgliedern, seine Fahrzeuge im Frielingsdorfweg und die Schulungsräume in der Ludgerusstraße untergebracht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft der Einsatzbetrieb reibungslos. Löschzugführer Florian Classen, seit November 2024 im Amt, betonte den erfolgreichen Tag der offenen Tür im Juli, der wegen der Bauarbeiten auf den Platz der Feintuchwerke verlegt wurde und deutlich mehr Besucher anzog. Auch 2026 soll die Veranstaltung dort stattfinden.

Oberbürgermeister Thomas Kufen und Feuerwehrdirektor Jörg Wackerhahn hoben die Bedeutung des Projekts hervor: Die neue Wache werde die Einsatzfähigkeit verbessern und den hohen Anforderungen moderner Gefahrenabwehr gerecht. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 vorgesehen, die Kosten belaufen sich auf rund 24,59 Millionen Euro.

Quelle: WAZ - Startschuss für ein modernes Feuerwehrhaus im Essener Süden - Paywall

Samstag, 9. August 2025

Bottrop - Neubau der Hauptfeuerwache - In Planung

Die Stadt Bottrop plant den Neubau der Hauptfeuerwache an der Kreuzung Kirchhellener Straße und Josef-Albers-Straße, um die bisherigen Feuerwehrgebäude an der Hans-Sachs-Straße zu ersetzen. Diese sind seit 1972 in Betrieb und entsprechen aufgrund ihres Alters und der gestiegenen Anforderungen nicht mehr den aktuellen Standards. Eine Sanierung der bestehenden Feuerwache wurde wegen der hohen Kosten und der langen voraussichtlichen Bauzeit von bis zu 16 Jahren als unwirtschaftlich bewertet. Deshalb setzt die Stadt auf einen Neubau, der bis voraussichtlich Ende 2031 fertiggestellt sein soll.

Mit dem Neubau wird ein moderner Standort geschaffen, der alle Funktionen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Leitstelle an einem zentralen Ort vereint. Das beauftragte Planungsbüro agn konnte im Vergabeverfahren mit seinem Konzept überzeugen und erhielt den Auftrag zur Generalplanung. Auf einer Nettogrundfläche von etwa 12.000 Quadratmetern sollen die unterschiedlichsten Nutzungen untergebracht werden. Dazu gehören neben der Freiwilligen, Jugend- und Berufsfeuerwehr auch die Leitstelle, der Rettungsdienst sowie diverse Ausbildungs- und Sportbereiche. Zudem sind Verwaltungsräume, Lagerflächen, Werkstätten und ein arbeitsmedizinisches Zentrum geplant. Besonderen Anforderungen wird mit einer Aufbereitungsstrecke, einer Atemschutzwerkstatt und -übungsstrecke sowie einem Übungshof mit einem Übungsturm Rechnung getragen.

Ein wichtiger Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit des Neubaus. Das Konzept sieht vor, den baulichen Fußabdruck möglichst kompakt zu halten und das Grundstück nur in reduziertem Maße zu nutzen, um ausreichend Flächenreserven zu erhalten. Ein kleiner Wald auf dem Gelände soll erhalten bleiben, und versiegelte Flächen werden so weit wie möglich minimiert, um den Grünflächenanteil zu erhöhen. Zur ökologischen Ausstattung sind extensive Gründächer mit integrierten Photovoltaikanlagen sowie Fassadenbegrünungen vorgesehen. Das Materialkonzept wird im weiteren Planungsverlauf noch detailliert ausgearbeitet.

Parallel zur Planung laufen bereits verschiedene Ausschreibungen für die Umsetzung der Bauarbeiten, beispielsweise für erweiterte Rohbauarbeiten und die technische Gebäudeausstattung. Die Stadt Bottrop treibt die Planung und Realisierung der neuen Feuerwache kontinuierlich voran, um das Projekt zügig und wirtschaftlich umzusetzen. Mit dem Neubau wird ein zeitgemäßer, nachhaltiger und multifunktionaler Standort für alle Einsatzkräfte geschaffen, der den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.

Quelle: agn - neue Feuerwache in Bottrop


Bild: agn

Sonntag, 3. August 2025

Witten - Neubau Sporthalle Vormholz - In Bau

Der Bau einer neuen Zweifeldsporthalle in Vormholz hat offiziell begonnen. Nachdem die marode Horst-Schwartz-Sporthalle 2020 abgerissen wurde und eine Traglufthalle als Übergangslösung diente, entsteht nun auf dem Gelände der Grundschule am Vormholzer Ring ein moderner, barrierefreier Neubau mit 2000 qm Gesamtfläche (davon 1200 qm Hallenfläche).

Die neue Halle erhält unter anderem eine Holzprallwand, moderne Sportgeräte, ein taktiles Leitsystem sowie ein nachhaltiges Energiekonzept mit Holzdachtragwerk, Wärmepumpe, PV-Anlage und Gründach. Der Bau soll zu 80 % energieautark sein und wird nach EH 40 Standard errichtet. Die Gesamtkosten betragen rund 6,7 Millionen Euro.

Die Halle wird für Schul- und Vereinssport genutzt, Ligasport ist aufgrund des Lärmschutzes jedoch nicht möglich. Zuschauerkapazitäten sind in begrenztem Rahmen vorhanden.Das Bauunternehmen Goldbeck (Niederlassung Bochum) übernimmt die Umsetzung. Dank vorgefertigter Elemente ist ein zügiger Bauablauf geplant. Das Richtfest ist für September 2025 vorgesehen, eine Teilinbetriebnahme im 2. Quartal 2026. Die vollständige Fertigstellung soll am 23. Oktober 2026 erfolgen.

Quelle: Rennen, turnen, toben – Vormholz bekommt neue Sporthalle


Bild: Goldbeck

Samstag, 2. August 2025

Oberhausen - Umbau des Stadion Niederrhein - In Planung

Rot-Weiß Oberhausen hat ein umfassendes Konzept für den Umbau des Stadion Niederrhein vorgestellt, das pünktlich zum 100. Geburtstag der Spielstätte im Jahr 2026 verwirklicht werden soll. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Schranz und Sportdezernent Jürgen Schmidt präsentierte der Verein Maßnahmen, mit denen die Heimstätte des Regionalligisten fit für die Anforderungen der 3. Liga gemacht werden soll. Den Anstoß dazu gab das Lizenzierungsverfahren nach der erfolgreichen letzten Saison, bei dem sich zeigte, dass das Stadion in mehreren Punkten nicht den Vorgaben des DFB entspricht.

Ein zentrales Element des Konzepts ist der Ersatz der in die Jahre gekommenen Kanalkurve durch eine neue Kanaltribüne. Diese soll 3030 überdachte Sitzplätze in vier Blöcken mit jeweils 21 Reihen erhalten und einen modernen VIP-Bereich mit acht Logen bieten. Auch barrierefreie Plätze für Rollstuhlfahrer sind vorgesehen. Die neue Tribüne wird darüber hinaus multifunktional nutzbar sein: Im rückwärtigen Bereich zum Rhein-Herne-Kanal hin sind Büro- und Gewerbeflächen sowie Vermarktungsmöglichkeiten für Drittveranstaltungen geplant. Ergänzt wird das Konzept durch ein ganzjähriges gastronomisches Angebot, Aufenthaltsflächen für Fußgänger und Radfahrer sowie einen kleinen Bootsanlegesteg.

Technisch besteht vor allem bei der Beleuchtung Handlungsbedarf. Aktuell verfügt das Stadion nur über drei Flutlichtmasten, was laut RWO-Vorstandsvorsitzendem Marcus Uhlig zu einer ungleichmäßigen Ausleuchtung des Spielfelds führt. Da jedes Spiel der 3. Liga live bei Magenta TV übertragen wird, gelten hohe Anforderungen an die Lichtqualität, die im derzeitigen Zustand nicht erfüllt werden. Daher ist ein vierter Flutlichtmast sowie eine Umrüstung aller Leuchten auf moderne LED-Technik geplant.

Auch die bestehende Rasenheizung entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Sie funktioniert zwar grundsätzlich, ist jedoch nur mit großem Aufwand zu betreiben und nutzt veraltetes Heizöl. Deshalb soll sie im Zuge des Umbaus durch eine nachhaltigere Lösung ersetzt werden. Darüber hinaus plant der Verein die Erneuerung der veralteten Anzeigetafel – möglicherweise sogar durch zwei digitale Tafeln – sowie eine Aufrüstung der Videoüberwachung und den Aufbau eines elektronischen Einlasssystems.

Langfristig soll das modernisierte Stadion eine Kapazität von rund 12.000 Plätzen bieten. Aussagen zu den Kosten des Vorhabens machten weder die Vereinsführung noch die Stadtvertreter. Diese sollen im Rahmen weiterer Gespräche konkretisiert werden, um eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien zu schaffen. Oberbürgermeister Schranz betonte, dass man nach dem erfolgreichen Umbau der Emscherkurve zur Revierkrafttribüne im Jahr 2018 nun mit der Kanaltribüne den nächsten Schritt zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Stadions gehen wolle.

Quelle: WAZ - RWO stellt Konzept für Umbau des Stadion Niederrhein vor



Bilder: rwo

Mittwoch, 30. Juli 2025

Oberhausen - Neubau des Polizeipräsidiums - In Planung

Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen steht nun fest: Oberhausen bekommt ein neues Polizeipräsidium – und zwar auf dem Concordia-Gelände zwischen Hauptbahnhof und Bero-Zentrum. Damit ist ein bedeutender Schritt für die Modernisierung der Polizeiinfrastruktur der Stadt getan. Das neue Gebäude soll nicht nur funktional, sondern auch architektonisch überzeugen: Geplant ist ein moderner, heller Bau mit großzügigen Glaselementen, der gleichzeitig schusssicher und einbruchshemmend ist. Auf rund 13.500 Quadratmetern entstehen Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsräume für die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei Oberhausen.

Besonderen Wert legen die Verantwortlichen auf Nachhaltigkeit: Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, außerdem wird das Gebäude maximal begrünt. Eine Tiefgarage wird direkt in den Bau integriert. Weitere Parkmöglichkeiten für Mitarbeitende entstehen auf einem Parkdeck an der Friedrich-Karl-Straße. Für Besucherinnen und Besucher ist eine eigene Parkfläche gegenüber dem Haupteingang vorgesehen.

Der Umzug an den neuen Standort soll im Jahr 2029 abgeschlossen sein. Bereits bis Ende 2025 soll das derzeitige Concordia-Gelände freigeräumt werden. Die Kfz-Zulassungsstelle zieht ins Technische Rathaus, das Team der Jugendhilfe an die Danziger Straße.

Dem Neubau war ein langwieriger Entscheidungsprozess vorausgegangen. Zwischenzeitlich war auch ein Standort in der Neuen Mitte, nahe dem Centro, im Gespräch – ein Vorschlag, den vor allem das NRW-Innenministerium und die Polizei favorisierten. Doch bei der europaweiten Ausschreibung für den Bau des Präsidiums kam für diesen Standort kein akzeptables Angebot zustande. Letztlich erhielt die Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG gemeinsam mit dem Architekturbüro JBR Partner den Zuschlag für das Concordia-Gelände. Das Büro JBR ist erfahren im Bau von Behördenstandorten – unter anderem war es bereits am Neubau des Polizeipräsidiums in Münster beteiligt.


Standort
  • Lage: Concordia-Gelände zwischen Hauptbahnhof und Bero-Zentrum
  • Bisherige Nutzung: Marodes Concordiahaus & Kfz-Zulassungsstelle
  • Alternative (verworfen): Neue Mitte beim Centro
 
Gebäude und Ausstattung
  • Größe: Rund 13.500 m²
  • Nutzung: Büros, Besprechungs- & Aufenthaltsräume für ca. 400 Mitarbeitende

Besonderheiten:
  • Helle Fassade mit Glaselementen
  • Schusssicher und einbruchshemmend
  • Tiefgarage
  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Maximale Dachbegrünung
 
Parkplätze
  • Mitarbeiter: Parkdeck an der Friedrich-Karl-Straße
  • Besucher: Parkplatz gegenüber des Haupteingangs
 
Zeitplan
  • Bis Ende 2025: Räumung des Concordia-Geländes
  • Kfz-Zulassungsstelle → Technisches Rathaus
  • Jugendhilfe → Danziger Straße
  • Fertigstellung Neubau: Geplant für 2029
 
Planung und Vergabe
  • Bauherr: Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung & JBR Partner
  • Architekt: Büro JBR (u. a. auch Präsidium in Münster)
  • Europäische Ausschreibung: Standort Centro scheiterte an fehlenden Angeboten
Quelle: WAZ - Neue Details: So soll Oberhausens Polizeipräsidium aussehen - Paywall


Bild: Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG und JBR Partner

Dienstag, 22. Juli 2025

Duisburg - Neubau Tierheim - In Planung

Die Stadt Duisburg plant den Neubau eines modernen Tierheims, da das derzeitige Heim in Neuenkamp baulich stark veraltet ist und nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen genügt. Nach jahrelanger Standortsuche soll der Neubau auf einer rund 25.000 Quadratmeter großen Fläche an der Essenberger Straße in Duisburg-Asterlagen entstehen. Ein konkreter Entwurf liegt inzwischen vor und bildet die Grundlage für die Genehmigungsplanung. Die Stadt plant, den Bauantrag im dritten Quartal 2025 einzureichen. Erste Bautätigkeiten sind frühestens ab 2026 zu erwarten.

Im Entwurf sind bereits wesentliche Punkte wie die Gebäudeanordnung, die Nutzung des Geländes sowie geplante Schutzmaßnahmen berücksichtigt. Auch betriebliche Abläufe wie das Ausführen der Hunde sowie mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft sollen in die weitere Planung einfließen. Ziel ist ein funktionales, nachhaltiges und möglichst naturnah integriertes Tierschutzzentrum mit Platz für rund 80 Hunde, 185 Katzen und 130 Kleintiere. Besonderer Wert wird laut Stadt auf Lärm- und Emissionsschutz sowie auf die Einbindung eines Biotops gelegt.

Trotz dieser Planungen regt sich in der betroffenen Nachbarschaft erheblicher Widerstand. Anwohnerinnen und Anwohner der nahegelegenen Bergmannssiedlung Diergardt äußern Sorgen vor dauerhafter Lärmbelästigung, einer möglichen Ratten- und Mäuseplage sowie dem Verlust eines Naherholungsgebiets. Auch Naturschützer im Umweltausschuss hatten die Fläche im Außenbereich kritisiert und betont, dass es Alternativen gäbe. Die Stadt betont jedoch, dass sie die Interessen der Anwohner ernst nehme und einen strukturierten Beteiligungsprozess plane. Dabei sollen Hinweise und Einwände aus der Bevölkerung einfließen.

Finanziell veranschlagt die Stadt für den Neubau rund 20 Millionen Euro. Einen Teilbetrag in Höhe von 1,7 Millionen Euro deckt eine Erbschaft einer bereits 2013 verstorbenen Katzenliebhaberin. Diese Summe wurde zwischenzeitlich zur Schuldentilgung verwendet, soll jedoch laut Stadt vollständig in den Tierheimneubau einfließen. Ob darüber hinaus Fördermittel bereitgestellt werden, ist noch unklar. Die Landes-Tierschutzbeauftragte stellte zuletzt eine mögliche Förderung von bis zu 80.000 Euro in Aussicht.



Update 22.07.2025

Die Planungen für ein neues Tierheim in Duisburg-Asterlagen nehmen konkrete Formen an. Bei einer gut besuchten öffentlichen Informationsveranstaltung in der Erlöserkirche in Rheinhausen hat die Stadt erstmals umfassende Details zu dem Projekt präsentiert, das auf einer rund 31.900 Quadratmeter großen Fläche an der Essenberger Straße entstehen soll. Die Vergrößerung der Fläche im Vergleich zur ursprünglichen Planung erklärt sich unter anderem durch die geplante Anlage eines Biotops in Richtung Rhein.

Der geplante Tierschutzcampus soll aus insgesamt 13 Gebäuden bestehen, darunter ein Empfangsgebäude mit Seminar- und Sozialräumen, ein Kleintierhaus, zwei Hundehäuser, ein Katzenhaus und eine Voliere. Für die Unterbringung der Tiere sind umfassende Kapazitäten vorgesehen: Bis zu 135 Kleintiere, 85 Hunde, 223 Katzen sowie bis zu 70 Vögel sollen dort Platz finden. Die Einrichtungen sollen überdurchschnittlich großzügig gestaltet sein – mit Raumgrößen, die über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Trennung von Besucherbereichen und sensiblen Bereichen wie Quarantäne und Krankenstationen.

Ein zentrales Anliegen der Anwohner – der Lärmschutz – wurde ebenfalls in die Planung einbezogen. Vorgesehen ist eine begrünte, fünf Meter hohe Schallschutzwand entlang der östlichen und südlichen Grundstücksgrenzen. Zusätzlich soll durch gezielte Anordnung der Gebäude eine Lärmminderung erreicht werden. Laut den vorliegenden Berechnungen eines Gutachters werden die gesetzlichen Immissionsrichtwerte um mindestens sechs Dezibel unterschritten.

Der gesamte Tierschutzcampus wird eine Bruttogeschossfläche von rund 11.520 Quadratmetern umfassen. Für Besucher und Mitarbeiter sind 89 Pkw-Stellplätze und 32 Fahrradstellplätze vorgesehen. Nachhaltigkeitsaspekte wie der Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen auf allen Gebäuden sind Teil des Konzepts. Gebaut werden soll in massiver Bauweise. Der Bauantrag ist für das dritte Quartal 2025 geplant, mit einem Baubeginn Mitte 2026. Die Fertigstellung wird für Ende 2027 erwartet. Die Bauzeit soll maximal 18 Monate betragen. Die Durchführung des Projekts übernimmt die Duisburger Infrastrukturgesellschaft (DIG), die bereits bei anderen Großprojekten erfolgreich tätig war.


Allgemeines zum Projekt

  • Standort: Essenberger Straße, Duisburg-Asterlagen
  • Fläche: ca. 31.900 m² (inkl. Biotop Richtung Rhein)
  • Projektname: Tierschutzcampus Duisburg
  • Baukosten: ca. 20 Mio. Euro
  • Fertigstellung geplant: Ende 2027
  • Bauzeit: max. 18 Monate
  • Bauantrag: geplanter Einreichungstermin im 3. Quartal 2025
  • Baubeginn: voraussichtlich Mitte 2026
 
Gebäude & Infrastruktur

  • 13 Gebäude, davon 11 eingeschossig, 2 zweigeschossig
  • Bruttogeschossfläche: ca. 11.520 m²
  • 89 Pkw-Stellplätze, 32 Fahrradstellplätze
  • Massive Bauweise, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen
 
Tierunterbringung
 
  • 135 Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse etc.)
  • 85 Hunde (inkl. Quarantäne- und Krankenbereich)
  • 10–12 m² pro Tierzimmer
  • Hunde nachts im Gebäude
  • 223 Katzen (inkl. Quarantäne- und Krankenbereich)
  • mind. 6 m² pro Tier
  • 70 Vögel in geplanter Voliere
  • Strikte Trennung von Besucher- und Quarantäne-/Krankenbereich
 
Lärm- & Umweltschutz

  • 5 Meter hohe begrünte Schallschutzwand an Ost- und Südseite
  • Pflanzungen (Bäume/Büsche) zur Abschirmung
  • Lage der Gebäude lärmoptimiert
  • Lärmrichtwerte laut Gutachten um mind. 6 Dezibel unterschritten
  • Anlage eines neuen Biotops

Quelle: WAZ - Neues Tierheim in Duisburg: Stadt legt Karten für Anwohner offen - Paywall

Bild: Stadt Duisburg / Architekturbüro Röhm

Freitag, 18. Juli 2025

Essen - Neubau Grundschule Moltkestraße - In Bau

Der Bedarf an Schulplätzen in Essen ist hoch. Deshalb müssen viele Grundschulen sowie weiterführende Schulen aus- bzw. neugebaut werden. Anfang 2023 hatte die Stadt Essen auf der Suche nach geeigneten Grundstücken einen Investorenwettbewerb ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung hin ergab sich eine Zusammenarbeit mit der Kölbl Group GmbH und der Ufer Leowald GmbH als Projektentwickler. Der Essener Bauunternehmer Stephan Kölbl hatte die eehemalige Bundesbank Immobilie Ende 2023 erworben. 

Für rund 36 Millionen Euro soll das Gebäude in eine Schule verwandelt werden. Aus dem Tresor- soll ein Bewegungsraum werden, und an die Stelle einer Tiefgarage soll eine Turnhalle entstehen. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1986 und dient ersten Schätzungen zufolge als Schule für 416 Kinder.

Im ersten Schritt wird das Gebäude der ehemaligen Bundesbank im Inneren entkernt und die Fassade demontiert. Das zweite Obergeschoss wird abgetragen, sodass nur noch der Rohbau der ehemaligen Bundesbank stehen bleibt, der für das zukünftige Schulgebäude weiterverwendet wird. Während an Stelle der Tiefgarage eine Turnhalle entstehe, könne dann die Aufstockung und die Erweiterung des Schulgebäudes sowie die Montage der neuen Fassade erfolgen. Danach starte der Innenausbau.

Durch den Erhalt des Bestandsgebäudes und den Ausbau gemäß der aktuellen Nachhaltigkeitsstandards will die Stadt eine „ökologische und ökonomisch zu betreibende Bildungsimmobilie“ entstehen lassen, die auch mit einer Photovoltaikanalage auf dem Dach ausgestattet werde. Die geplante Holzfassade soll sich laut Verwaltung farblich harmonisch in die Umgebungsbebauung des Moltkeviertels mit zahlreichen Baudenkmälern einfügen.

Quelle: WAZ - In Essen wird die Bundesbank jetzt zur Grundschule - hinter Paywall



Update 18.07.2025

In Essen entsteht an der Moltkestraße im Stadtteil Südostviertel erstmals eine Grundschule im Rahmen eines privatwirtschaftlich initiierten Investorenmodells. Für rund 46 Millionen Euro wird das ehemalige Bundesbank-Gebäude aus dem Jahr 1986 zu einer vierzügigen Grundschule umgebaut. Die Fertigstellung ist für Ende des ersten Halbjahres 2027 vorgesehen. Die Schule soll Platz für etwa 416 Schülerinnen und Schüler bieten.

Die Projektumsetzung erfolgt im Auftrag der Stadt Essen durch die Immobilien Management Essen GmbH (IME) in Zusammenarbeit mit der Kölbl Group GmbH und der Ufer Leowald GmbH, die das Projektmanagement übernimmt. Ziel ist es, dem steigenden Bedarf an Schulplätzen in Essen, insbesondere im Raum Rüttenscheid, gerecht zu werden. Da im städtischen Bestand kein geeignetes Grundstück zur Verfügung stand, wurde das Projekt im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung an private Investoren vergeben. Die Stadt hatte das Areal Moltkestraße 31 und 33 im September 2024 erworben.

Das Bestandsgebäude wird umfassend umgebaut und erweitert. Dabei wird das bestehende Staffelgeschoss entfernt und durch eine zusätzliche Etage in Holzbauweise ersetzt. Außerdem ist eine Verlängerung des Gebäudes vorgesehen. Die neue Fassade wird aus vorgefertigten Holzelementen bestehen, um das Bauwerk in das historische Stadtbild des Moltkeviertels einzufügen. Die frühere Tiefgarage wird zur Sporthalle umgebaut, der ehemalige Tresorraum als Bewegungsraum für die Kinder genutzt.

Zur energetischen Versorgung wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert, ergänzt durch weitere energieeffiziente Systeme zur Reduzierung der Betriebskosten. Schadstoffbelastungen wie im benachbarten Gebäude Schinkelstraße 38, das nach Sanierung abgerissen werden soll, liegen im Schulgebäude nicht vor. Das Grundstück der ehemaligen Villa soll künftig als Schulhof genutzt werden.

Das Projekt gilt in Essen als Pilotvorhaben für eine nachhaltige und ressourcenschonende Nutzung bestehender Bausubstanz für schulische Zwecke. Ein vergleichbares Vorhaben gibt es laut Projektleitung bereits in Hagen, wo ebenfalls ein ehemaliges Bundesbank-Gebäude für eine Kindertageseinrichtung umgebaut wird.

Ort: Moltkestraße, Essen-Südostviertel
Projekt: Umbau eines ehemaligen Bundesbank-Gebäudes zur vierzügigen Grundschule
Kosten: ca. 46 Millionen Euro
Fertigstellung: Geplant zum Ende des 1. Halbjahres 2027

Besonderheit:
Zum ersten Mal wird in Essen ein Schulbau im privatwirtschaftlich initiierten Investorenmodell realisiert – unter Leitung der Ufer Leowald GmbH in Kooperation mit der Kölbl Group GmbH und dem städtischen Referat Schulbau (IME).

Nachhaltigkeit & Umbau:

  • Bestandsgebäude von 1986 wird ökologisch umgestaltet.

  • Aufstockung in Holzbauweise, Entfernung des alten Staffelgeschosses.

  • Fassade aus Holzelementen, um sich in das historische Moltkeviertel einzufügen.

  • Alte Tiefgarage wird zur Sporthalle, Tresorraum zum Bewegungsraum.

  • Photovoltaikanlage und energieeffiziente Systeme zur Senkung der Betriebskosten.

  • Quelle: WAZ - Einen solchen Schulneubau gibt es in Essen zum ersten Mal - hinter Paywall


    Bild: Ufer Leowald GmbH

Dienstag, 10. Juni 2025

Bottrop - Ausbau Kirchhellen Heidhof - In Planung

Mitten im Naturraum Kirchheller Heide entsteht in den kommenden Jahren ein zukunftsweisendes Zentrum für Umweltbildung und nachhaltige Forstwirtschaft: Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat die lang erwartete Modernisierung des Heidhofs beschlossen. Das Projekt steht exemplarisch für eine Architektur, die Bildung, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität im Grünen miteinander verbindet.

Transformationsprozess eines historischen Lernorts

Der Heidhof ist seit über 30 Jahren als außerschulischer Lernort etabliert – nun wird er neu interpretiert. Der geplante Umbau sieht eine gestalterische, funktionale und energetische Neuausrichtung des Gebäudeensembles vor. Der erste Bauabschnitt beginnt voraussichtlich im Sommer 2026, die Fertigstellung ist für 2027 geplant.

Im Zentrum steht die behutsame Umgestaltung bestehender Strukturen: Die offene Remise wird in ein Waldlabor mit Lehrküche umgewandelt – ein Ort, an dem Umweltbildung experimentell und praxisnah erlebt werden kann. Ein grünes Klassenzimmer im Außenbereich ergänzt das pädagogische Konzept.

Transparenz und Offenheit: Die neue Mitte des Heidhofs

Besonderes architektonisches Merkmal der Neugestaltung ist die gläserne Eingangsfassade, mit der das historische Haupthaus zum Innenhof geöffnet wird. Das großzügige Foyer dient künftig als Ausstellungsfläche und Orientierungspunkt für Besucher. Flexible Raumkonzepte im Obergeschoss bieten Platz für Schulungen, Workshops und Verwaltungsnutzung. Auch die Werkstatt-Scheune wird integriert und künftig als Holzwerkraum genutzt – ein klares Bekenntnis zur Verbindung von Handwerk, Naturbezug und Bildungsauftrag.

Nachhaltig geplant, ressourcenschonend umgesetzt

Die Baukosten für die erste Phase belaufen sich auf über acht Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt durch Eigenmittel des RVR, Mittel der RAG zur Beseitigung bergbaubedingter Schäden sowie beantragte Fördergelder im Rahmen energieeffizienter Gebäudesanierung. Der Entwurf verfolgt eine ökologisch und funktional nachhaltige Linie, bei der sowohl energieeffiziente Bauweise als auch ressourcenschonende Materialien eine Rolle spielen.

Mehr als ein Bauprojekt: Ein Ort für Generationen

„Der neue Heidhof wird kein reines Besucherzentrum, sondern ein Ort, an dem Bildung, Erholung und Engagement für den Klimaschutz zusammenkommen“, sagt RVR-Sprecher Jens Hapke. Mit dem Umbau entsteht ein Ort der Begegnung, der das Potenzial hat, Modellcharakter für bildungsbezogene Architektur in naturnahen Räumen zu entwickeln.

Die zweite Bauphase, die unter anderem eine neue Fahrzeugremise und Kioskinfrastruktur umfasst, befindet sich derzeit noch in der Finanzierungsplanung.

Fazit: Architektur im Dienst der Umweltbildung

Die Modernisierung des Heidhofs zeigt beispielhaft, wie bestehende Bausubstanz neu gedacht und sinnvoll erweitert werden kann – im Einklang mit Landschaft, Nutzung und pädagogischem Anspruch. Der Entwurf verbindet transparente Gestaltung mit funktionaler Offenheit und schafft Raum für eine umweltbewusste Zukunft.


Bauherr: Regionalverband Ruhr (RVR)
Planung & Umsetzung: [Architekturbüro noch nicht genannt]
Baukosten Phase 1: > 8 Mio. €
Bauzeit: 2026–2027
Nutzung: Umweltpädagogik, Ausstellung, Verwaltung, Forstwirtschaft



Quelle: WAZ - Lange angekündigt: Kirchhellens Heidhof wird 2026 ausgebaut

Sonntag, 20. April 2025

Bochum | Neubau NA-Gebäude - RUB | In Bau

Mit dem Rückbau des NA-Gebäudes nimmt ein Großprojekt für die Campusmodernisierung der Ruhr-Universität-Bochum (RUB) Fahrt auf. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW lässt das bestehende Gebäude in den kommenden Jahren abbrechen. Im Anschluss an die Rückbauarbeiten wird an derselben Stelle ein Ersatzneubau entstehen.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, aktuell wird rund um den Gebäudekomplex NA die Baustelle eingerichtet. Die eigentlichen Abbrucharbeiten inklusive der fachgerechten Beseitigung aller Schadstoffe starten im Januar 2022 und sollen im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Im Anschluss realisiert der BLB NRW an derselben Stelle einen Ersatzneubau, mit dem dort wieder ein zeitgemäßes und modernes Studien- und Forschungsumfeld entstehen wird...

Die Bauarbeiten finden inmitten des laufenden Universitätsbetriebs auf dem Campusgelände statt. Entsprechend umfangreich sind die Planungen, um den Ablauf der Bauarbeiten so gut es geht an den Hochschulalltag anzupassen. Die Beeinträchtigungen sollen möglichst gering bleiben, und das nicht nur bei der Baulogistik. So gibt es beispielweise ein Konzept zum Emissions-Monitoring: Lärm- und Staubentwicklung bei den Bauarbeiten werden regelmäßig überprüft...

Bei den Rückbauarbeiten wird jedes der insgesamt 13 Geschosse des NA-Gebäudes Stück für Stück abgetragen. Als letztes folgen die zum Gebäudekomplex gehörenden Flachbauten NAFOF und NABF. Dieses schrittweise Rückbauverfahren ist für das direkte Umfeld deutlich ‚schonender‘ als andere Abbruchvarianten. „Ein gleichzeitiger Abbruch aller Stockwerke entlang der Gebäudefront käme hier zum Beispiel gar nicht infrage.“, erklärt Ina Geisensetter. Besondere Sorgfalt gilt auch beim Rückbau von schadstoffbelasteten Bauteilen, die durch Fachleute gesondert entfernt und fachgerecht entsorgt werden.

Das Gebäude NA stammt noch aus der Gründungszeit der Ruhr-Universität und wurde mit dem gesamten Campus Ende der 1960er Jahre errichtet. Entsprechend groß ist der Anpassungsbedarf an die aktuellen Anforderungen für Studium, Forschung und Lehre. Umfangreiche Untersuchungen hatten ergeben, dass eine Sanierung des Gebäudekomplexes mit mehr als 25.000 Quadratmetern Nutzfläche nicht mehr möglich ist. Daher haben sich die Verantwortlichen von RUB und BLB NRW, in Abstimmung mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und der Bezirksregierung Arnsberg, für einen Abbruch des Gebäudes und einen Ersatzneubau an derselben Stelle entschieden. „Der Ersatzneubau wird sich wieder nahtlos in das Gesamtbild des denkmalgeschützten Campus einfügen“, erläutert Anke Richter. „Aber eben mit neuster Gebäudetechnik, anderen Raumaufteilungen und zeitgemäßen Nutzungsmöglichkeiten im Innern“.

Pressemitteilung: https://www.blb.nrw.de/presse/…-ruhr-universitaet-bochum

Foto: BLB NRW


Update 12.03.2023

Der Abriss des NA Gebäudes kommt zügig voran. Im November wurde mit dem tatsächlichen Abriss begonnen, nachdem NA erst entkernt wurde und mittlerweile auch zu 85 Prozent schadstoffsaniert ist. Und schon jetzt ist das Hochhaus zur Hälfte verschwunden. Unten müssen noch später noch die bis zu 2,20 Meter dicke Betonsohle, auf der das Gebäude steht abgerissen werden. Bis Ende des Jahres soll alles weg sein. Danach beginnen die Bauarbeiten für den Neubau. Ende 2025 soll das neue NA-Gebäude fertig sein. Äußerlich soll es dem Originalbau entsprechen, im Inneren aber allen modernen Ansprüchen an ein Wissenschaftsgebäude genügen.

Außerdem beginnt noch in diesem Jahr , die Sanierung des Verkehrsbauwerks und der Bau eines neuen Parkhauses. Zudem werden auch die Abrissarbeiten am GC Gebäude aufgenommen.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…gezaehlt-id237853439.html


Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum

Uodate 25.02.2024

Nach rund zwei Jahren ist der Rückbau des alten NA-Komplexes im Rahmen der Campussanierung an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) nahezu abgeschlossen. An derselben Stelle wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) einen modernen Ersatzneubau errichten, der mit erstklassigen Lehr- und Forschungsbedingungen aufwartet und sich perfekt in den denkmalgeschützten Campus einfügt.

Mit innovativer Ausstattung und zeitgemäßen Nutzungsmöglichkeiten wird der Ersatzneubau
des NA-Gebäudes zu einem pulsierenden Zentrum des Wissens und der Forschung. Der NA-Nachfolger wird mit modernster Gebäudetechnik und einer neuen Raumaufteilung ausgestattet sein. Das Gebäude beherbergt zukünftig die Fakultät Physik und Astronomie sowie ein Schülerlabor. Neben den Forschungslaboren für die Fakultäten werden Lern- und Bibliotheksflächen sowie eine Cafeteria das Angebot ergänzen. Der Ersatzneubau wird optisch dem alten NA-Gebäude nachempfunden und harmonisch in das Gesamtbild des denkmalgeschützten Campusensembles integriert.

Nach dem erfolgreichen Rückbau des alten Gebäudes wird durch die Erstellung der Baugrube Platz geschaffen für das Fundament des neuen Gebäudes. Die Baustelleneinrichtung ist in den kommenden Wochen geplant. Für die Baugrube, die rund 135 Meter lang und 120 Meter breit ist, sind aufwendige Verbaumaßnahmen erforderlich. Dabei wird mit einem rückverankerten sogenannten „Essener Verbau“, welcher aus Stahlträgern mit Holzverstärkung besteht, der Erddruck abgefangen und die Baugrube geschützt. Im besonderen Fall muss hier - wegen der zum Teil großen Höhe des Baugrubenverbaus - im unteren Bereich sogar Spritzbeton anstelle von Holz eingebracht werden. Daneben werden spezielle Maßnahmen für den Schutz und zur Sicherung der Nachbargebäude durchgeführt.

„Die Rohbauarbeiten werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte starten. In Spitzenzeiten werden bis zu 400 Menschen auf der Baustelle beschäftigt sein. Das stellt eine logistische Herausforderung dar, die wir gemeinsam meistern werden“, berichtet Ina Geisensetter, Projektverantwortliche des BLB NRW aus der Niederlassung Dortmund.

Der Rückbau des alten NA-Komplexes, der in den 1960er Jahren errichtet wurde, hatte im November 2021 begonnen. Die Studierenden und Forschenden sind zwischenzeitlich in den Gebäuden IA und IB untergebracht. Die Universität wird rollierend saniert. Durch Entkernung, Schadstoffsanierung und spezielle Tiefenenttrümmerungsarbeiten wurde Platz geschaffen für einen Neuanfang. Untersuchungen hatten gezeigt, dass eine Sanierung des alten Gebäudes nicht mehr möglich war. „Wir als Bauherr freuen uns, dass nun mit dem hochmodernen Ersatzneubau ein weiterer Teil des zukünftigen Campus der RUB fit für die Zukunft gemacht wird – und somit die Sanierung der naturwissenschaftlichen Gebäudereihe (N-Reihe) beginnt“, sagt die Dortmunder Niederlassungsleiterin des BLB NRW, Anke Richter.

Pressemitteilung: Ersatzneubau des NA-Gebäudes am RUB-Campus entsteht


Update 24.10.2024

Im Zuge der umfangreichen Campus-Sanierung wurde am 22. Oktober 2024 der Grundstein für den Ersatzneubau des NA-Gebäudes gelegt. Der Neubau wird 20 Meter breit, 100 Meter lang und 15 Geschosse hoch sein. Nutzfläche zuzüglich Flächen für Verkehrswege und Technik: rund 27.000 Quadratmeter. Neben den Fakultäten für Physik und Astronomie und dem Institut für Neuroinformatik werden auch das Alfried Krupp-Schülerlabor, Bereiche aus der Fakultät für Informatik sowie den Arbeitsmedizinischen Dienst einziehen. Ein umfangreiches Angebot von Forschungslaboren wird durch Lern- und Bibliotheksflächen sowie eine Cafeteria ergänzt.

Neben dem Hochhaus entstehen angrenzend Flachbauten, die zwei- bis viergeschossig errichtet werden. Eine Photovoltaik-Anlage sowie Dachbegrünung sind geplant. Die erste Maßnahme des Generalunternehmers für den Neubau war die Vorbereitung der Baugrube. Im nächsten Schritt werden die Fundamente und die Bodenplatten errichtet, sodass anschließend der Gebäudekomplex nach und nach wachsen wird. Eine Besonderheit des Projektes sind die beengten Platzverhältnisse des Baufeldes und die Bauausführung während des laufenden Uni-Betriebes bei gleichzeitig laufenden weiteren Großprojekten in unmittelbarer Nähe auf dem Campus. Die Studierenden und Forschenden sind zwischenzeitlich in den Gebäuden IA und IB untergebracht.

Der Rückbau des alten NA-Komplexes, der in den 1960er-Jahren errichtet worden war, hatte im Januar 2022 begonnen. Durch Entkernung, Schadstoffsanierung und spezielle Tiefenenttrümmerungsarbeiten wurde Platz geschaffen für einen Neuanfang. Untersuchungen hatten gezeigt, dass eine Sanierung des alten Gebäudes nicht mehr möglich war.

Die Ruhr-Universität Bochum wird rollierend saniert. Mit dem ersten gesetzten Stein des Rohbaus schreitet die umfassende Campus-Modernisierung weiter erfolgreich voran. Dabei wird sich der neue moderne Bau optisch an das alte NA-Gebäude anlehnen und sich nahtlos in das historische Ambiente des denkmalgeschützten Campus einfügen. Die Fassaden werden aufgrund technischer Anforderungen mit Wärmedämmverbundsystem und Putzoberfläche moderner ausgeführt als im Bestand und erhalten einen Anstrich gemäß dem ursprünglichen Farbkonzept des Campus. Die umlaufenden Balkone werden als Betonfertigteile vorgelagert und dienen Wartungszwecken sowie der Wiederherstellung des Bestandsvorbildes. Der Neubau soll 2027 bezugsfertig sein.

Pressemitteilung: Grundsteinlegung NA - Eine emotionale Angelegenheit

Bild: Gerber Architekten

Dienstag, 15. April 2025

Bochum - Neubau Polizeipräsidium - In Bau

Die Polizei sucht in Bochum nach einer Liegenschaft für ein neues Polizeipräsidium. Mit Wehmut trennt sich die Polizei Bochum vom bisherigen Standort. Um die Polizei für Bochum, Herne und Witten für die nächsten Jahrzehnte zukunftssicher aufzustellen, startete am 16.03.2022 ein europaweites Vergabeverfahren.
Das neue Präsidium soll alle Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Polizeibehörde erfüllen. Gleichzeitig soll das Gebäude der zunehmenden Digitalisierung und Technisierung in der Gesamtgesellschaft sowie in der polizeilichen Arbeit Rechnung tragen. Deshalb sucht die Polizei Bochum nun nach einem geeigneten Standort/Neubau in zentraler Lage von Bochum.

Das Polizeipräsidium Bochum ist mit knapp 2.000 Beschäftigten als fünftgrößte Polizeibehörde in NRW für die Sicherheit von über 600.000 Menschen in Bochum, Herne und Witten verantwortlich. Das künftige Präsidiumsgebäude muss in zentraler, verkehrsgünstiger Lage liegen, um für die Bürgerinnen und Bürger optimal erreichbar zu sein - auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Neubau wird die gesamte polizeiliche Verwaltung einziehen, ebenso wie eine Polizeiwache und ein Großteil der Kriminal- und Verkehrskommissariate. Darüber hinaus ist die Errichtung einer öffentlich zugänglichen Kantine vorgesehen.

Der Mietvertrag soll nach aktuellen Planungen eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren haben.

Nähere Informationen zum europaweiten Vergabeverfahren, den Anforderungen sowie dem weiteren Vorgehen, ergeben sich aus den Vergabeunterlagen unter folgendem Link: https://url.nrw/ausschreibung_polizei_bochum


Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/5177410

Update 14.12.2023

Das neue Polizeipräsidium wird verkehrsgünstig umgeben vom Sheffield-Ring und Harpener Hellweg entstehen. Durch die optimale Infrastruktur können alle Einsatzorte weiterhin schnell und effizient erreicht werden. Für die Erreichbarkeit rund um die Uhr am neuen Standort sorgen unter anderem die integrierte Polizeiwache Mitte und die Kriminalwache. Aber nicht nur die Polizei- und die Kriminalwache ziehen um, sondern unter anderem auch die Dienststellen, die derzeit noch an der Uhlandstraße untergebracht sind, sowie die Behördenleitung. Insgesamt werden mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zukünftig ihre neue dienstliche Heimat finden.

Polizeipräsident Jörg Lukat ist überaus zufrieden, dass die intensive mehrjährige Vorbereitungszeit im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens mit der Unterzeichnung des Mietvertrags nun einen gewaltigen Schritt weiter ist.

In Harpen entsteht nun bis September 2027 auf einem rund 60.000 qm großen Grundstück ein viergeschossiger, kubusförmiger Gebäudekomplex - hell, einladend und modern integriert sich das Präsidium in die bestehende Infrastruktur. Das Gebäude ist sowohl individuell als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Natürlich sind Bürgerinnen und Bürger auch eingeladen, die öffentliche Kantine zu nutzen, ohne ein polizeiliches Anliegen zu haben.

"Dieser Schritt in Richtung eines Neubaus war aus mehreren Gründen unumgänglich", so Jörg Lukat. "Das bisherige Polizeipräsidium war über ein Jahrhundert Dienstsitz der Polizei Bochum. Dieses zu verlassen fällt nicht leicht, allerdings war eine Sanierung des Gebäudes und eine technische Ertüchtigung im benötigten Umfang schlichtweg nicht möglich. Um den zukünftigen Anforderungen an eine erfolgreiche und effiziente Gewährleistung der Sicherheit im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Bochum nachkommen zu können, bietet der Neubau neben dem Einsatz fortschrittlichster Technologien auch organisatorisch herausragende Möglichkeiten."

Das Gebäude zeichnet sich durch die zentrale Lage des Dienstgebäudes mit Parkmöglichkeiten für Besuchende, integrierte bürgerfreundliche Wartebereiche, die Berücksichtigung komplexer Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz, eine hochmoderne Leitstelle nebst Führungsraum sowohl zur kompetenten Bewältigung des täglichen Dienstes als auch für besondere Lagen - um nur einige Beispiele zu nennen - aus. Mit ihm wird eine optimale Arbeitsumgebung und zugleich eine solide Basis für anspruchsvolle Arbeit einer modernen Polizei und ihrer Erreichbarkeit geschaffen, ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger der Städte Bochum, Herne und Witten, für deren Sicherheit das Präsidium verantwortlich ist.

"Mit der Thelen Gruppe ist es uns nach intensiven Planungen gelungen, einen starken und erfahrenen Investor zu gewinnen. Die Bürgerinnen und Bürger werden sich schnell mit dem modern und offen gestalteten Präsidium an dieser exponierten Stelle identifizieren, da bin ich mir sicher!", so Lukat.

Auch die Stadt Bochum begrüßt die aktuelle Entwicklung. "Eine leistungsstarke Polizei braucht optimale Rahmenbedingungen für ihre Aufgabenwahrnehmung. Dies wird durch den zukunftsorientierten Neubau an herausgehobener und verkehrlich gut angebundener Stelle in Bochum geschaffen," so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Es handele sich um ein wichtiges Projekt mit großer Strahlkraft für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. "Ich freue mich, dass die bereits in der Vergangenheit gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und der Stadt Bochum an neuem Standort erfolgreich und langfristig gesichert fortgesetzt werden kann."

Pressemitteilung: Polizei Bochum

Bild: Polizei Bochum

Update 07.04.2025

Im Dezember 2024 haben die Bauarbeiten für das neue Polizeipräsidium Bochum am Harpener Hellweg begonnen. Das Projekt umfasst einen viergeschossigen, kubusförmigen Gebäudekomplex auf einem etwa 60.000 Quadratmeter großen Gelände, mit einer geplanten Fertigstellung bis September 2027. Der Neubau entsteht auf dem Gelände zwischen Sheffieldring und Harpener Hellweg und wird über moderne Infrastruktur sowie nachhaltige Bauweise verfügen. Mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort ihren neuen Arbeitsplatz finden. Im Zusammenhang mit dem Bau mussten 59 Alleebäume am Harpener Hellweg gefällt werden, um Platz für das Präsidium und eine optimierte Verkehrsanbindung zu schaffen. Der Neubau soll den Anforderungen einer modernen Polizei gerecht werden und beinhaltet unter anderem eine hochmoderne Leitstelle sowie bürgerfreundliche Wartebereiche.

Quelle: Baustart für neues Polizeipräsidium in Bochum


Update 15.04.2025

Auf dem Gelände des künftigen Polizeipräsidiums in Bochum laufen bereits die Erdarbeiten, mit dem Bau soll jedoch erst im Jahr 2026 begonnen werden. Obwohl mit schwerem Gerät der Boden vorbereitet wird und archäologische Ausgrabungen stattfinden, wurde noch keine Baugenehmigung erteilt.Die Polizei und der Essener Bauträger Thelen hatten Ende 2023 der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass der geplante Fertigstellungstermin September 2027 sei, was nun nicht mehr umsetzbar sei. Joachim Bernstein, Sprecher von Thelen, wies darauf hin, dass die voraussichtliche Fertigstellung nun für das Jahr 2028 vorgesehen sei, abhängig von der für die Baugenehmigung notwendigen rechtskräftigen Feststellung des derzeit in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans. Die Stadt rechnet mit einer Entscheidung zu diesem Plan bis Ende 2025, so dass mit dem Bau im Jahr 2026 begonnen werden kann.

Es erfolgt ein Komplettumzug aller Abteilungen inklusive der Kriminalpolizei und der Präsidiumsleitung mit einem Umzug von über 900 Mitarbeitern. Die Baukosten werden auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Trotz des Umzugs wird die Polizeipräsenz im Stadtzentrum weiterhin stark sein und mögliche Bedenken hinsichtlich der Entfernung zum Zentrum werden als unbegründet erachtet.

Auch der Zufahrtsbereich am Harpener Hellweg wird deutlich verbessert, um insbesondere vor dem Hintergrund der bisherigen Verkehrsunfälle in der Region eine schnelle Reaktionszeit der Einsatzfahrzeuge zu gewährleisten. Was aus dem jetzigen Polizeigelände in der Uhlandstraße, das teilweise unter Denkmalschutz steht, wird, ist ungewiss.

Auf dem Gelände des künftigen Polizeipräsidiums haben Experten nach Angaben eines Archäologen Spuren einer über tausend Jahre alten Siedlung gefunden. Das neue Polizeipräsidium in Bochum-Harpen wird auf dem Gelände einer mittelalterlichen Siedlung errichtet. Überreste dieser Siedlung liegen seit über tausend Jahren im Baugebiet, das derzeit mit leistungsstarken Maschinen ausgegraben wird und dabei wertvolle Relikte freilegt.

Dr. Eva Cichy, Archäologin vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), bestätigte, dass bei vorbereitenden Erdarbeiten Siedlungsspuren aus dem Hochmittelalter entdeckt wurden. Dieser Zeitraum erstreckt sich vom 9. bis zum 12. Jahrhundert und umfasst Pfostenlöcher, wo einst Häuser standen. Es wurden auch größere Gruben mit Holzkohle und gebrannter Erde gefunden. Der Archäologe ist von diesen Erkenntnissen überzeugt.

Auf dem Gelände sind auch alte Gräber dokumentiert, deren Datierung jedoch noch nicht möglich ist. Der LWL weist darauf hin, dass möglicherweise Überreste aus der späten Bronzezeit vorhanden sind; entsprechende Untersuchungen dauern an. Spuren der Besiedlung können die Forscher anhand spezifischer Bodenverfärbungen erkennen.

Alle archäologischen Funde werden dokumentiert und konserviert. Eigentümer des Grundstücks ist die Thelen-Gruppe, die bei der archäologischen Untersuchung gemeinsam mit dem LWL vorgeht. Die Suche nach weiteren archäologischen Überresten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Gegenstände wie Tonscherben und Knochen werden zur Lagerung sichergestellt. Für den Bau des Polizeipräsidiums, der voraussichtlich bis 2028 fertiggestellt sein wird, stellen die Entdeckungen keine Gefahr dar. Die archäologische Bauaufsicht des LWL war bereits vor Projektbeginn an der Begutachtung des Geländes beteiligt. Die Ausgrabungen werden von Eggenstein Exca aus Dortmund durchgeführt.

Quelle: WAZ - Die Bagger rollen: Hier entsteht das neue PolizeipräsidiumArchäologie-Fund in Bochum: Mittelalter-Siedlung entdeckt / hinter Paywall

Samstag, 15. Februar 2025

Bochum - Sanierung Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus - In Bau

Seit 2017 wird das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus in Bochum-Langendreer umgebaut, saniert und erweitert. Gestartet wurde mit dem Um- und Neubau einer Radiologie im laufenden Betrieb mit Bi-Plan-Angiographie, DVT/OPG, Lumios, AWR und allen erforderlichen Nebenbereichen die für eine moderne und zukunftssichere Funktionsabteilung nötig sind.

Weitergehend wurde bisher umgesetzt: LHKM, Chefarzt-Gruppe, Funktionsbereiche zur Augen-OP, Neubau einer Endoskopie, Strangsanierungen in 8 OPs, Büro- und Behandlungsflächen für Anästhesieambulanz. Sowie aktuell die Sanierung der Stationen 3-14 des Bettenhauses. Alle Maßnahmen finden laufenden Betrieb statt.

Das Bettenhochhaus ist als Landmarke ein fester Bestandteil des Bochumer Städtebaus und zugleich Wahrzeichen des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer.Die Aufgabestellung besteht – neben der Sanierung der Stationen – darin, die Fassade des Hochhauses aus energetischen, konstruktiven und gestalterischen Gründen sowie und unter Berücksichtigung der ursprünglichen Entwurfsidee zu sanieren bzw. zu erneuern und dabei die Identität des Bettenhochhauses zu erhalten.Die avisierte Sanierung umfasst insgesamt drei Einzelmaßnahmen:

  • die Sanierung der im Bettenhaus vorhandenen Stationen (Ebenen 03-14),
  • die Sanierung der Fassaden
  • die Errichtung eines Hubschrauberlandeplatzes nach §6 LuftVG (Luftverkehrsgesetz) auf dem Dach des Bettenhochhauses.

Quelle: Sanierung des Bettenhochhauses Haus a




Bilder: Stiller Architekten

Sonntag, 20. Oktober 2024

Essen - Uni Essen - Sanierung des Gebäudes R09 S - In Bau

Um eine zukunftsfähige Umgebung für Studierende und Lehrkräfte der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu schaffen, saniert der BLB NRW die leerstehenden Obergeschosse des Gesamtkomplexes R09 S auf dem Campus Essen. Der Fokus liegt dabei auf einer umfangreichen Fassaden- und Fenstersanierung, einer Erneuerung der Gebäudetechnik und Maßnahmen, die die Nachhaltigkeit des Gebäudes verbessern. Im R09 S sind die Geisteswissenschaften und Gesellschaftswissenschaften sowie die Universitätsbibliothek der UDE untergebracht.
 
Entkernung bis auf den Rohbau

Das Gebäude wird vom zweiten bis zum fünften Obergeschoss bis auf den Rohbauzustand zurückgebaut, sodass nur noch die Stützen und Stahlbetonböden sichtbar sein werden. Das Kernstück der Baumaßnahme sind die umfangreichen Dach- und Fassadensanierungen. Insgesamt werden 1.500 Quadratmeter Fassadenfläche erneuert, von denen allein 700 Quadratmeter auf die Fenster entfallen. Bis auf die zuletzt bereits sanierte Bibliothek, die sich im Sockelbereich befindet und weiterhin in Betrieb sein wird, bringt der BLB NRW das Gebäude rundum auf den aktuellen Stand der Technik. Decken, Wände und Bodenbeläge werden erneuert, ebenso die Sanitärbereiche sowie die Elektro- und Heizungsinstallationen. Auch die Brandschutztechnik inklusive Meldeanlagen, Überwachung und Kabeln wird im Zuge der Arbeiten auf den neuesten Stand gebracht. Die Beleuchtung wird während der Sanierung auf energiesparende LED umgestellt.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Auf der Dachfläche werden über 100 Solarmodule installiert, die zukünftig mehr als 40.000 Kilowattstunden nachhaltigen Strom pro Jahr produzieren. Diese Strommenge würde ausreichen, um mit einem durchschnittlichen Elektroauto rund 200.000 Kilometer weit zu fahren. Zusätzlich wird das Dach des Gebäudes umfangreich begrünt. Neben der verbesserten Luftqualität für den gesamten Essener Campus sorgt die Bepflanzung im Sommer für kühle Innenräume. Im Winter hält sie wiederum einen Teil der Wärme im Gebäude und spart somit Heizenergie. Für die Herstellung der Fassade und Fensterrahmen wird 100 Prozent recyceltes Aluminium verwendet, ein sogenanntes „End-of-Life-Aluminium“. Im Vergleich zu marktüblichen Fertigungsprozessen hat diese neuere Produktionsweise den geringsten CO2-Fußabdruck, da pro Kilogramm Aluminium weniger als 0,5 Kilogramm CO2 freigesetzt werden. Zum Vergleich: Bei der herkömmlichen Produktion ist der CO2-Ausstoßim Schnitt gut dreißigmal so hoch. Der sanierte Gebäudeteil wird sich im Anschluss nahtlos in das Erscheinungsbild des Gesamtkomplexes einfügen.

Start der Baumaßnahme und anspruchsvolle Baulogistik

Die Vorbereitungen für die große Sanierungsmaßnahme laufen auf Hochtouren: Die Wartungsbalkone am Gebäude sind in den letzten Wochen bereits demontiert worden. Aktuell wird rund um den Gebäudekomplex R09 S das Gerüst mit Treppentürmen und Aufzug aufgebaut. Eine baulogistische Herausforderung ist, dass während der Bauphase die Bibliothek im Sockelbereich des Gebäudes in Betrieb bleibt. Der Zugang zu den Sanierungsflächen ist deshalb nur über die Gerüst-Treppentürme mit Aufzug möglich. Um Auswirkungen durch die Baustelle zu reduzieren, passt der BLB NRW die umfangreichen Arbeiten an den Hochschulbetrieb an.

Pressemitteilung: Energiebilanz am Campus Essen wird verbessert

Bild: BLB NRW

Samstag, 19. Oktober 2024

Witten - Bildungsquartier in Witten-Annen - In Bau

Das Bildungsquartier Annen entsteht derzeit nordwestlich des Bahnhofs Annen-Nord und direkt angrenzend an den Park der Generationen auf einer etwa 2,2 Hektar großen Fläche. Es wird die Baedekerschule, die OGS und den Kindertreff beherbergen. Zudem sind barrierefreie Räumlichkeiten geplant, die auch bürgerschaftlich genutzt werden können, beispielsweise für Vereinsarbeit, Vorträge, Repaircafés oder Feiern. Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Dreifeldsporthalle, die das Angebot des Breitensports in Annen deutlich verbessern wird.

Bei der Planung und dem Bau wurden auch ökologische Fragen berücksichtigt, wobei diverse nachhaltige Elemente wie Holzbauelemente, Recyclingmaterialien, Gründächer, Photovoltaikanlagen und ein gemeinsames Blockheizkraftwerk mit dem Hallenbad integriert wurden. Die Fertigstellung des Bildungsquartiers Annen ist zum Schuljahr 2025/2026 geplant. Die Kosten für das Bauvorhaben liegen aktuell bei 33,6 Mio Euro.

Quelle: Stadt Witten - Bildungsquartier Annen auf gutem Weg




Bilder: Kuckert Architekten, Münster


Montag, 30. September 2024

Bochum - Neubau der Feuer- und Rettungswache Weitmar - Fertig (03/24)

Der Neubau der Feuer- und Rettungswache Weitmar wird an dem aktuellen Standort der Rettungswache IV, Hattinger Straße 410, errichtet. Dabei wird die aktuelle Rettungswache IV in den Neubau integriert, erhält jedoch eine gänzlich neue Nutzung. Denn der neue Standort der Feuerwehr und des Rettungsdienstes wird gleichzeitig auch zentrales Lager des Bekleidungsservices (Kleiderkammer) der Feuerwehr Bochum. Die derzeitigen Räumlichkeiten an der Hauptfeuer- und Rettungswache in Werne sind zu klein und werden daher an den neuen Standort verlagert.

Zur Verbesserung des Brandschutzes und der Hilfeleistung werden ein Löschfahrzeug, eine Drehleiter sowie das Rettungsboot dort stationiert. Der Rettungsdienst wird mit zwei Rettungswagen und einem Notarztwagen vertreten sein. Im März 2024 soll das Bauvorhaben abgeschlossen werden.


Bild: Stadt Bochum



Foto von Juli 2023


Fotos: hanbrohat


Fotos von September 2024




Fotos: hanbrohat


Samstag, 28. September 2024

Gladbeck - Gesundheits- und Integrationshaus im Sportpark Mottbruch - Fertig (09/24)

Am Freitag, 13. September, öffnet das Gebäude am Eingang zum Sportpark in Gladbeck-Brauck seine Türen.Mit dem SportPark Mottbruch entstand im Stadtteil Brauck ein modernes, attraktives und multifunktionales Angebot für Sport und Naherholung.Da der SportPark Mottbruch so konzipiert ist, dass die Nutzung auch durch nicht vereinsorganisierte Gruppen und individuelle Nutzer möglich ist, finden sich hier auch Umkleidemöglichkeiten und Sanitäranlagen für Einzelne sowie selbstorganisierte Gruppen. Ein Café mit Außenbereich bietet einen guten Überblick über den SportPark.

Städtebaulich wird das Gebäude mit dem neugestalteten Quartiersplatz am Kreisverkehr Horster Straße/Roßheidestraße und den umliegenden Gebäuden die bis heute fehlende Stadtteilmitte neu bilden. Das markante Gebäude mit Café wird Identifikationspunkt sein und die Verbindung des Stadtteils mit dem SportPark übernehmen.

Quelle: SportPark Mottbruch – Volkspark des 21. Jahrhunderts


Foto: Stadt Gladbeck


Gelsenkirchen | Neubau Kulturschule | In Bau

Noch in dieser Woche beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den Schulneubau der Kulturschule an der Europastraße/Am Schalker Verein. Dabei werden bei den Mäharbeiten zur Räumung des Baufeldes der Biotop- und Artenschutz berücksichtigt. Dazu wurde eigens eine ökologische Baubegleitung beauftragt. So wird zum Beispiel überprüft, ob hier Arten wie die Kreuzkröte leben. Zum Schutz der Tiere wird ein Amphibienfangzaun aufgestellt, um hier möglicherweise lebende Tiere absammeln und in ein Ersatzhabitat umsiedeln zu können.

Auch im weiteren Verlauf werden ökologische Aspekte sowie der Klimaschutz und die Klimaanpassung beachtet und mitgedacht. Um die Schulhöfe klimagerecht gestalten zu können, werden rund 1.800 Quadratmeter Asphaltfläche entsiegelt. Hier werden 49 klimaresistente Bäume, Sträucher sowie Stauden- und Kräuterflure gepflanzt. Das hier entstehende Klimawäldchen trägt zur Schattenbildung bei und begünstigt zudem die Kühlung durch das Verdunsten von Regenwasser. Das versickerte Wasser versorgt die Pflanzen, belastet nicht die Kanalisation und füllt das Grundwasser auf. Gepflanzt werden Baumarten wie zum Beispiel Gleditschie, Purpur-Erle und Amberbaum, die Trockenheit ebenso trotzen wie zeitweisen Überschwemmungen nach starken Regenfällen.

Um das Baugrundstück zu erschließen, müssen zunächst insgesamt 44 Bäume gefällt werden. Darunter sind neun Bäume, die unter die Baumschutzsatzung fallen. Um die Bäume erhalten zu können, müsste der Schulneubau an anderer Stelle entstehen. Dies ist aber auf Grund der benötigten Gebäudeabmessungen und der durch den Bebauungsplan vorgegebenen Baugrenzen nicht möglich.

Bei den Bestandsbäumen ist zudem bei den zukünftig zu erwartenden heißen und trockenen Sommern mit einer deutlichen Verschlechterung der Gesundheit der Bäume zu rechnen. Weder die Baumarten noch ihre Standorte sind für einen sich verstärkenden Klimawandel geeignet.

Die Bäume werden innerhalb der Fällperiode bis zum 1. März gefällt, um die Zerstörung von Nistplätzen zur Aufzucht der Brut zu vermeiden. Der Baubeginn des Schulneubaus ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Die sechszügige Schule wird bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler unterrichten können.

Pressemitteilung:Start der vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Kulturschule berücksichtigt ökologische Aspekte

Bild; Stadt Gelsenkirchen



Update 28.09.2024

Im Herbst sollte der erste Spatenstich für das Hauptgebäude der Kulturschule, der seit 2017/18 geplanten neuen Gesamtschule, erfolgen. Seit April 2024 ist das benachbarte Oberstufengebäude in Bau, das in Modulbauweise errichtet wird und augenscheinlich im Zeitplan liegt.

Quelle: WAZ - Wird die Kulturschule Gelsenkirchen noch später fertig?

Donnerstag, 19. September 2024

Bochum | Haus des Wissens + Markthalle | In Bau

Die Gespräche für eine gemeinsame Entwicklung des Viktoria-Quartiers zwischen Baltz (Telekomblock) und HBB (Justizareal) sind  gescheitert. Das Telekom Gebäude gegenüber dem Rathaus gelgen soll nicht abgerissen werden. Es soll zu einem Büro und Geschäftshaus umgebaut werden.

Mit Rundbögen aus den 20er-Jahren und der alten Fassade will der Besitzer Baltz das alte Gebäude äußerlich wieder auf den historischen Stand bringen. Auch das historische Eingangsportal gegenüber dem Rathaus  soll wiederbelebt und der Innenhof bebaut werden. Bodentiefe Fenster und Schaufensterfronten, Eingänge an den Ecken und ein überbauter Innenhof: So soll wohl ein erster Entwurf des Architekturbüros Farwick und Grote für den Telekom-Block gegenüber dem Rathaus aussehen.

Zu den geplanten 5000 m² Verkaufsfläche könnten weitere 10 000 m² für Büronutzungen im Gebäudekomplex entstehen. Eines ist aber jetzt schon klar, die Handelsfläche soll zum gleichen Zeitpunkt fertig werden wie die im Viktoria-Karree, also 2020.

Quelle: WAZ - Investor will Bochums Viktoria-Karree bis 2020 bauen


Update 26.05.2018 

Ein „Haus des Wissens“ will die Stadt Bochum in dem aktuell wenig genutzten Telekom-Gebäude gegenüber dem Rathaus errichten. In dem stadtbildprägendem Gebäude aus rotem Ziegel sollen die Stadtbücherei und die Volkshochschule einziehen. Im Erdgeschoss soll im künftig überdachten Innenhof eine Markthalle entstehen, die täglich frische hochwertige Lebensmittel anbietet und durch kleinere gastronomische Angebote ergänzt wird. Dazu soll der offene Innenhof des Telekom-Komplexes, der aktuell als Parkplatz für dienstliche wie private Fahrzeuge vor allem von Stadtbeschäftigten genutzt wird, ein Dach erhalten. Das Obergeschoss möchte die Stadt überwiegend für die Volkshochschule und Stadtbücherei nutzen.

Der Umbau soll außen optisch an alte Qualität des stadtbildprägenden Gebäudes anknüpfen – dies nicht historisierend, sondern im Sinne einer zeitgemäßen Weiterentwicklung. So könnten die ehemaligen Bogengänge, über die das Gebäude einst verfügte und die mit den Bogengängen des Rathauses korrespondierten nachempfunden werden. Auch sollte der nachträglich geschaffene linke Seiteneingang, für den eine Ecke des Gebäudes entfernt wurde, wieder ausgemauert und als Innenfläche genutzt werden, damit das Haus mit seiner starken baulichen Substanz wieder optisch „geerdet“ wirkt.

Bis Ende 2018 will die Stadt ein inhaltliches Gesamtkonzeptes für das „Haus des Wissens“ und die Bibliothekszweigstellen der Stadtbücherei erstellen. Bis 2019 sollen die Bau-, Raum- und Finanzplanung sowie ein Architektenwettbewerb für die Gestaltung folgen. Bauzeit könnte von 2020 bis 2023 sein. Die Eröffnung ist somit 2023 realisierbar.

Quelle: Stadt Bochum 


Update 12.05.2019

Es liegen nun erste Kostenschätzungen für das geplante Haus des Wissens mit integrierter Markthalle im Telekom-Block vor. Demnach belaufen sich die Baukosten auf ca. 90 Mio Euro. Diese sollen zu einem großen Teil über Fördermittel aus den Töpfen von Bund und Land finanziert werden.

Noch in diesem Jahr soll der EU-weite Realisierungswettbewerb mit maximal 25 Architekturbüros auf den Weg gebracht werden. Im Jahr 2023 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Die Eckdaten für den Umbau:
  • Markthalle mit 2000 m² Fläche im Innenhof
  • „Open Space“ als Eingangs-/Aufenthalts- und Aktionsbereich mit 5000 m² Gruppenarbeitsbereiche (1300 m²)
  • offene Werkstätten (600 m²)
  • ein Beratungsbereich (400 m²)
  • Büroflächen (1050 m²)
  • Nebenräume (500 m²).
  • ca. 11.000 Quadratmeter beträgt die gesamte Nutzfläche
Gutachten über den Zustand des Daches, des Bodens, der Statik und möglicher Schadstoffe im Gebäude sind beauftragt. Die Projektsteuerung ist an zwei Büros vergeben, eines davon an die Bochumer Convis. Auch der Auftrag für die Ausarbeitung des Konzepts wurde an zwei Büros vergeben.

Quelle: WAZ - Bochumer Haus des Wissens wird etwa 90 Millionen Euro kosten

Weitere Informationen zum Konzept gibt es hier: https://session.bochum.de/bi/vo0050....voselect=11487



Update 07.12.2019

Das „Haus des Wissens“ (Arbeitstitel) ist eines der herausragendsten und spannendsten Projekte der nächsten Jahre in Bochums Innenstadt. Herzstück bilden die Stadtbibliothek, Volkshochschule, UniverCity und eine Markthalle im historischen Postgebäude vis à vis zum Rathaus. Im so genannten „Telekomgebäude“ sollen sie in einer einmaligen Kombination neu verortet, gedacht und etabliert werden, um so an zentraler Stelle einen attraktiven Treffpunkt lebenslangen gemeinsamen Lernens, Erlebens und Erfahrens entstehen zu lassen.

Nachdem der Rat im Sommer den Beschluss zum Realisierungswettbewerb für das geschätzt 90 Millionen Euro umfassende Bauprojekt gefasst hat, lobte die Stadt Bochum Anfang August für diese architektonisch und konzeptionelle einzigartige Bauaufgabe einen EU-weiten, beschränkten Architektenwettbewerb aus. Jetzt erreichen die Planungen den nächsten Meilenstein. Am Freitag, 6. Dezember, tagt das Preisgericht zum Architekturwettbewerb.


Das Aachener Architekturbüro ''Cross Architecture'' hat den Wettbewerb für das neue Haus des Wissen mit Markthalle gewonnen. Ein repräsentativer und klar strukturierter Eingang gegenüber dem Rathaus, die Hervorhebung der historischen Fassade und ein großzügiger, lichtdurchfluteter Baukörper im Innenhof, wo die Markthalle entstehen wird, gehören zu den markanten Elementen des Entwurfs des Architekturbüros aus Aachen.

Unter den 23 teilnehmenden Büros, von denen am Ende 15 einen Entwurf eingereicht haben, waren auch drei Büros aus dem Ausland – aus Kopenhagen, Rotterdam und Wien. Im Jahr 2021 soll der Bauantrag eingereicht werden. Ende 2023, so die derzeitige Planung, „soll der veredelte Rohbau stehen“.

Quelle: WAZ - Bochum: Aachener Büro gewinnt Architekturwettbewerb

Pressemitteilung: Stadt Bochum


Update 03.05.2020

Das Projekt wurde nun politisch auf den Weg gebracht. Der Rat beauftragte die Verwaltung, den Auftrag für die anstehenden planerisch-baulichen Leistungen zu vergeben. Auf 11.500 m² Nutzfläche finden die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, das Netzwerk UniverCity und eine Markthalle Platz. Für die Finanzierung sind in den Haushaltsjahren 2020 bis 2024 90 Millionen Euro eingestellt worden. Weitere 27 Millionen sollen über Förderprogramme oder Fundraising eingeworben werden.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…rkthalle-id229034765.html



Update 23.05.2021

Grüne Dachlandschaft und Konzept zur Barrierefreiheit

„Haus des Wissens“ nimmt weiter Gestalt an

Mitten in der Innenstadt, am Rande der Fußgängerzone steht ein fast 100 Jahre alter roter Backsteinbau mit Innenhof, seit Jahren verwaist, den Bochumerinnen und Bochumern bekannt als „da war doch mal die Post“. Hier entsteht das „Haus des Wissens“. Es ist eines der spannendsten Projekte der Bochum Strategie 2030. Es integriert die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, Angebote des Zusammenschlusses der Bochumer Hochschulen (UniverCity) sowie eine Markthalle in zentraler Innenstadtlage. Im Fokus steht hier die Entwicklung eines neuen Ortes der Begegnung, der Partizipation, des Wissensaustausches sowie ein Ort der Sinne und des Einkaufgenusses für jedermann.

Jetzt ist der nächste Schritt getan: Das von der Stadt Bochum beauftragte Architekturbüro cross architecture hat den Vorentwurf fertiggestellt. „Jetzt machen wir uns auf den Weg, dem Haus wirkliches Leben einzuhauchen“, so der zuständige Bildungs- und Kulturdezernent Dietmar Dieckmann. „Mit dem Projekt schaffen wir in dieser Kombination deutschlandweit etwas Einzigartiges!“

Neu im Vorentwurf ist vor allem die komplett begrünte Dachlandschaft, die sich in drei Zonen fast über die gesamte Grundfläche erstrecken soll. Barrierefrei und nachhaltig wird die Dachfläche den unterschiedlichen Nutzungswünschen der Bochumerinnen und Bochumer gerecht. „In den ‚Urbanen Gärten‘ können Kinder zum Beispiel ihr eigenes Gemüse anbauen, die ‚Gartenlogen‘ werden Ruhe- und Erholungsorte inmitten der belebten Innenstadt und der ‚Wandelgang‘ lädt zum Flanieren ein“, erklärt Architekt Markus Sporer. Weiterentwickelt wurde auch in den Bereichen Lichtplanung und Energiemanagement. Die Nutzfläche des Gebäudes wird durch den Umbau von rund 5.000 Quadratmetern auf 11.000 mehr als verdoppelt.

„Mit dem ‚Haus des Wissens‘ und damit mit der Vereinigung von Bestand, Bildungsikone und Genuss leisten wir den wichtigsten Beitrag zur Innenstadtentwicklung“, so Baudezernent Dr. Markus Bradtke. „Die Strahlkraft des Hauses wird weit über Bochum hinausgehen!“

Im Juni wird der Vorentwurf dem Rat der Stadt Bochum zur Abstimmung vorgelegt. Wird dieser beschlossen, kann Mitte nächsten Jahres der Umbau starten. Vor dem Beginn des Neubaus, der für das zweite Quartal im Jahr 2023 geplant ist, muss in einem ersten Schritt der Rückbau von beispielsweise Schadstoffen erfolgen. Die reinen Baukosten - ohne Planungs- und Ausstattungkosten - belaufen sich dabei auf 61 Millionen Euro, rund ein Drittel der Kosten soll über Sonderförderungsprogramme finanziert werden. Ende 2026 soll das ‚Haus des Wissens‘ dann unter seinem finalen Namen eröffnet werden.

Offizielle Pressemitteilung 










Bild: Cross Architecture | Quelle: Stadt Bochum

Update 20.03.2022

Bevor der Umbau beginnen kann, müssen die Schadstoffe aus dem Bestandsbau entfernt werden. Die Stadt hat nun die Arbeiten zur Beseitigung der Schadstoffe ausgeschrieben. Die Schadstoffsanierung umfasst demnach unter anderem die Demontage diverser Asbestbauteile und Bauteile, die künstliche Mineralfasern enthalten, von etwa 1200 Quadratmeter asbesthaltiger Putz- und Spachtelmassen, 2200 Quadratmeter PCB-haltiger Abstriche sowie 1550 Quadratmeter Schwarzanstrichen in Innenräumen, die Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Außerdem ist der Abbruch von 6000 Quadratmetern Mauerwerk, 9000 Quadratmeter Estrich und 4800 Quadratmeter Putzfläche vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis Mitte März 2023 dauern.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…est-raus-id234854011.html


Update 14.04.2022

Nach knapp zweijähriger, intensiver Planungszeit hat das Architekturbüro cross Architecture Mitte März den Entwurf abgegeben. Die konzeptuelle und räumliche Idee von Verschränkung und Durchlässigkeit, mit der das Büro damals den Wettbewerb gewonnen hat, wurde weiter vertieft und präzisiert.

Hier einige Blicke von außen. Die "neue" alte Fassade mit Haupteingang vom Willy Brandt Platz und die öffentliche Dachterrasse. Die bildet nach wie vor eines der Highlights und wurde von Greenbox gestaltet. Interior Bilder sollen folgen.



Bilder: cross architecture | GREENBOX Landschaftsarchitekten | rendertaxi


Update 14.10.2023

Bereits letztes Jahr hat die Schadstoffsanierung begonnen. Aktuell finden intensive Arbeiten am Dach des zukünftigen Haus des Wissens statt.

Im Herbst 2022 wurde bekannt, dass der Bund das Haus des Wissens mit 7,85 Millionen Euro fördern wird. Im Juli hatte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) die ausgewählten Projekte bekanntgegeben, die mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert werden. Insgesamt werden bundesweit nur 18 Projekte ausgezeichnet. Die 7,85 Millionen Euro für Bochum sind die dritthöchste Fördersumme.

Die integrierte Markthalle soll zu einem der besten Orte für frische regionale Produkte in der ganzen Region werden. Ergänz wird das Angebot durch Gastronomie. Klar ist jedoch, dass die Bochumer Markthalle keine „Fressmeile“ werden soll, also keine Ansammlung von Imbissen, wie etwa im benachbarten Ruhr Park oder dem Centro in Oberhausen. Ein Markthallen-Management soll die Qualität der Händler dauerhaft kontrollieren. In der Markthalle selbst soll es laut aktuellen Plänen 40 feste und neun mobile Stände geben. Je nach Art des Händlers können mehrere Module zusammengeschlossen werden, sodass zwischen 20 und 30 verschiedene Anbieter ihre Produkte präsentieren können.

Während die Markthalle Bochum tagsüber ein Ort des Handels und der Begegnung sein soll, könnte es ab dem Nachmittag/Abend Austragungsort besonderer Events sein. So sind Kochshows, Degustationen, Kochbuchvorstellungen und Kooperationen mit VHS-Kursen und Schulen bis hin zu temporären Events zu Wissensthemen geplant. Geht der Plan der Stadt Bochum auf, könnte mit der Markthalle im „Haus des Wissens“ ein Ort entstehen, der „die Menschen (zurück) in die Innenstadt holt.

Quelle: Markthalle Bochum soll „einer der besten Einkaufsorte“ im Ruhrgebiet werden | Auszeichnung für das "Haus des Wissens"


Foto: hanbrohat - 10/23

Update 17.07.2024

Das Innere im zukünftigen Haus des Wissens wird vom Berliner Architekturbüro Kinzo entworfen. Kinzo wurde mit der Gestaltung der öffentlich zugänglichen Bereiche in dem fast 22.000 Quadratmeter großen Gebäude beauftragt. Das Büro hat Veranstaltungs- und Lehrbereiche, Ausstellungsbereiche, eine Bibliothek, offene Werkstätten sowie die Büroflächen für die Verwaltung entworfen. Dazu gehören auch die ganze Möblierung und feste Einbauten.

Quelle: Millionenprojekt Haus des Wissens: So wird es innen aussehen - Paywall





Bild: rendertaxi



Foto - Update - 09/2024



Fotos: hanbrohat - 09/2024

Update 19.09.2024

Heute wurde der Grundstein für das Haus des Wissens gesetzt. Mitten in der Innenstadt soll bis 2027 das Projekt entstehen. Die Stadt investiert dafür 153 Mio Euro. In dem ehemaligen Telekom Gebäude wurden Schadstoffe ausgebaut, Decken und Wände herausgerissen und ein Luftschutzbunker ausgegraben. Nun steht von dem Ende der 1920 Jahre erbauten, einst mächtigen Gebäude kaum mehr als die Hülle; gestützt durch 220 Tonnen Stahl. Mittendrin wird jetzt der Neubau hochgezogen.

Quelle: WAZ - Bochum legt den Grundstein für 153-Millionen-Euro-Projekt - hinter Paywall