Donnerstag, 22. Januar 2026

Oberhausen - Neubau des Polizeipräsidiums - In Planung

Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen steht nun fest: Oberhausen bekommt ein neues Polizeipräsidium – und zwar auf dem Concordia-Gelände zwischen Hauptbahnhof und Bero-Zentrum. Damit ist ein bedeutender Schritt für die Modernisierung der Polizeiinfrastruktur der Stadt getan. Das neue Gebäude soll nicht nur funktional, sondern auch architektonisch überzeugen: Geplant ist ein moderner, heller Bau mit großzügigen Glaselementen, der gleichzeitig schusssicher und einbruchshemmend ist. Auf rund 13.500 Quadratmetern entstehen Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsräume für die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei Oberhausen.

Besonderen Wert legen die Verantwortlichen auf Nachhaltigkeit: Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, außerdem wird das Gebäude maximal begrünt. Eine Tiefgarage wird direkt in den Bau integriert. Weitere Parkmöglichkeiten für Mitarbeitende entstehen auf einem Parkdeck an der Friedrich-Karl-Straße. Für Besucherinnen und Besucher ist eine eigene Parkfläche gegenüber dem Haupteingang vorgesehen.

Der Umzug an den neuen Standort soll im Jahr 2029 abgeschlossen sein. Bereits bis Ende 2025 soll das derzeitige Concordia-Gelände freigeräumt werden. Die Kfz-Zulassungsstelle zieht ins Technische Rathaus, das Team der Jugendhilfe an die Danziger Straße.

Dem Neubau war ein langwieriger Entscheidungsprozess vorausgegangen. Zwischenzeitlich war auch ein Standort in der Neuen Mitte, nahe dem Centro, im Gespräch – ein Vorschlag, den vor allem das NRW-Innenministerium und die Polizei favorisierten. Doch bei der europaweiten Ausschreibung für den Bau des Präsidiums kam für diesen Standort kein akzeptables Angebot zustande. Letztlich erhielt die Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG gemeinsam mit dem Architekturbüro JBR Partner den Zuschlag für das Concordia-Gelände. Das Büro JBR ist erfahren im Bau von Behördenstandorten – unter anderem war es bereits am Neubau des Polizeipräsidiums in Münster beteiligt.


Standort
  • Lage: Concordia-Gelände zwischen Hauptbahnhof und Bero-Zentrum
  • Bisherige Nutzung: Marodes Concordiahaus & Kfz-Zulassungsstelle
  • Alternative (verworfen): Neue Mitte beim Centro
 
Gebäude und Ausstattung
  • Größe: Rund 13.500 m²
  • Nutzung: Büros, Besprechungs- & Aufenthaltsräume für ca. 400 Mitarbeitende

Besonderheiten:
  • Helle Fassade mit Glaselementen
  • Schusssicher und einbruchshemmend
  • Tiefgarage
  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Maximale Dachbegrünung
 
Parkplätze
  • Mitarbeiter: Parkdeck an der Friedrich-Karl-Straße
  • Besucher: Parkplatz gegenüber des Haupteingangs
 
Zeitplan
  • Bis Ende 2025: Räumung des Concordia-Geländes
  • Kfz-Zulassungsstelle → Technisches Rathaus
  • Jugendhilfe → Danziger Straße
  • Fertigstellung Neubau: Geplant für 2029
 
Planung und Vergabe
  • Bauherr: Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung & JBR Partner
  • Architekt: Büro JBR (u. a. auch Präsidium in Münster)
  • Europäische Ausschreibung: Standort Centro scheiterte an fehlenden Angeboten
Quelle: WAZ - Neue Details: So soll Oberhausens Polizeipräsidium aussehen - Paywall


Bild: Bietergemeinschaft Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG und JBR Partner


Update 22.01.2026

Ten Brinke bereitet den Neubau des Polizeipräsidiums Oberhausen an der Concordiastraße in zentraler Innenstadtlage vor. Auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein modernes, energieeffizientes Gebäude mit etwa 21.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, davon rund 13.500 Quadratmeter Mietfläche. Der Neubau soll künftig mehrere bislang über das Stadtgebiet verteilte Dienststellen der Polizei Oberhausen an einem Standort bündeln und wird vom Polizeipräsidium stellvertretend für das Land Nordrhein-Westfalen angemietet. Bauvorbereitende Maßnahmen und Abrissarbeiten beginnen aktuell, der eigentliche Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung zur Jahresmitte 2029.

Das Projekt erfüllt hohe Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität, Barrierefreiheit und Energieeffizienz und strebt eine BNB-Zertifizierung in Silber sowie den Energieeffizienzstandard GEG 40 an. Vorgesehen sind zudem eine speziell für polizeiliche Nutzfahrzeuge geplante Tiefgarage, ein Besucherparkplatz sowie weitere Stellplätze an der Friedrich-Karl-Straße. Ein positiver Bauvorbescheid liegt vor, der Bauantrag soll zeitnah eingereicht werden.

Dem Projekt ging ein europaweites Vergabeverfahren des Landes Nordrhein-Westfalen voraus, das 2022 gestartet und im März 2025 mit der Vergabe an eine Bietergemeinschaft aus Ten Brinke und JBR-Partner abgeschlossen wurde. Mit der Standortfestlegung wurde die Grundlage für die Umsetzung eines der bedeutendsten Behördenneubauten der Region geschaffen, der sowohl verbesserte Arbeitsbedingungen für die Polizei als auch einen zentralen, gut erreichbaren Anlaufpunkt für die Bevölkerung bieten soll.

Pressemitteilung: Polizeipräsidium Oberhausen: Ten Brinke bereitet Start für Herbst vor

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