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Dienstag, 25. August 2026

Essen-Rüttenscheid: 42 neue Wohnungen an der Veronikastraße 7–11

Essen-Rüttenscheid. An der Veronikastraße 7–11 entsteht derzeit ein neues Wohnensemble mit drei freistehenden Mehrfamilienhäusern. Insgesamt werden 42 moderne Wohnungen gebaut. Zum Projekt gehört außerdem eine gemeinsame Tiefgarage mit 35 Stellplätzen.

Der Rohbau startete im Mai 2025, die Fertigstellung des Neubauprojekts ist für 2027 vorgesehen.

Drei Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen

Das Neubauprojekt umfasst drei eigenständige Gebäude, die sich harmonisch in das Wohnumfeld von Essen-Rüttenscheid einfügen sollen. Insgesamt entstehen 42 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen rund 59 und 109 Quadratmetern.

Durch die unterschiedlichen Wohnungsgrößen richtet sich das Angebot an verschiedene Haushalte – von kleineren Wohnungen für Singles und Paare bis hin zu größeren Wohnungen für Familien.

Die insgesamt vermietbare Wohnfläche beträgt rund 3.510 Quadratmeter.

Bild: immostore

Freitag, 14. August 2026

Neubau in Essen-Altenessen: Wohnungen, Supermarkt und Tiefgarage

An der Altenessener Straße / Wilhelm-Nieswandt-Allee in Essen-Altenessen soll ein neuer Gebäudekomplex mit Wohnungen, einem großen Supermarkt und weiteren Gewerbeflächen entstehen. Der Investor Immobilienkontor Ruhr GmbH aus Bottrop plant auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Areal etwa 50 neue Wohnungen, einen Supermarkt, eine Bäckerei, Büros und weitere Geschäfte.

Ein großer Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden. Zusätzlich sind rund 90 Stellplätze für den Supermarkt, eine Tiefgarage für die Bewohner sowie begrünte Dächer und eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Neues Wohn- und Geschäftsgebäude an der Altenessener Straße

Das Baugrundstück befindet sich an der Ecke Altenessener Straße und Wilhelm-Nieswandt-Allee im Essener Stadtteil Altenessen-Nord.

Auf dem Areal standen früher zwei Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude wurden Ende 2023 nach längerem Leerstand abgerissen. Seitdem liegt die Fläche weitgehend brach.

Der Investor möchte das Grundstück gemeinsam mit angrenzenden Flächen neu entwickeln. Geplant ist ein bis zu viergeschossiger Gebäudekomplex, der den nördlichen Eingangsbereich des Zentrums von Altenessen städtebaulich aufwerten soll.

Bild: © Immobilienkontor Ruhr GmbH

Dienstag, 14. Juli 2026

Essen | Neubau Firmensitz Atlas Copco - Fertig (05/26)

Die TÜV NORD GROUP entwickelt den nördlichen Teil des Geländes am Technologiepark in Essen komplett neu. Das erste Großprojekt wird die neue Deutschlandzentrale von Atlas Copco. Die TÜV NORD GROUP plant es als Bauherr 2025 fertigzustellen und an den schwedischen Atlas Copco-Konzern als erstem Mieter zu übergeben; vermittelt hatte das Maklerunternehmen Brockhoff. Momentan betreibt er in der Langemarckstraße seine Deutschlandzentrale. Der neue Mietvertrag ist auf 15 Jahre angelegt mit der Option, diesen um weitere 12 Jahre zu verlängern.

Das Gebäude für Atlas Copco wird eine Bürofläche von etwa 6.600 Quadratmetern haben und den 350 Mitarbeitenden Platz bieten. Geplant sind im Gebäude auch sogenannte Multi-Space-Flächen und Kollaborationszonen für den interdisziplinären Austausch – hier werden Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten kombiniert mit Sonderflächen, die beispielsweise mit einem Kicker bestückt werden können. Außerdem ist eine Halle als Ausstellungs- und Ausrüstungsfläche mit etwa 1.600 Quadratmetern geplant.

Atlas Copco wird 2025 nach dann 25 Jahren eine Liegenschaft in der Langemarckstraße verlassen, die aufgrund des Baujahrs nicht mehr heutigen Büro- und energetischen Anforderungen entspricht. Das neue Gebäude ist hingegen ressourceneffizient geplant: Das Sparen von Energie, Wasser und Material stehen besonders im Fokus, das Dach ist für die Ausstattung mit einer Photovoltaikanlage konzipiert. Das Gebäude wird an das vorhandene Fernwärmenetz angeschlossen und trägt insofern zur Reduktion der CO2-Emmision bei. Einschließlich Parkhaus und Außenanlagen betragen die Investitionskosten über 50 Millionen Euro.

Quelle: Essener Technologiepark wird zeitgemäßes und nachhaltiges Gewerbegebiet

Bild: Arctum Architektubüro Köln

Foto: hanbrohat / 11/2025



Update 14.07.2026

Atlas Copco bezieht neue Deutschlandzentrale – Kita am Technologiepark Essen ebenfalls fertiggestellt

Im Technologiepark auf dem Gelände des TÜV NORD in Essen-Frillendorf ist eines der größten Gewerbeprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurden sowohl die neue Deutschlandzentrale der Atlas Copco Group als auch die Kita am Technologiepark fertiggestellt und in Betrieb genommen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für beide Neubauten beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro.

Neue Deutschlandzentrale für rund 380 Beschäftigte

Mit dem Bezug der neuen Unternehmenszentrale hat die Atlas Copco Group ihren bisherigen Standort an der Langemarckstraße aufgegeben und ist innerhalb Essens in den Technologiepark umgezogen. Das Unternehmen bekennt sich damit langfristig zum Wirtschaftsstandort Essen.

Der fünfgeschossige Neubau bietet auf rund 6.600 Quadratmetern moderne Büroflächen für etwa 380 Mitarbeitende. Das Gebäude wurde nach einem offenen Arbeitsplatzkonzept gestaltet und verfügt über Multi-Space-Büros, Besprechungsräume sowie flexible Kollaborations- und Workshopbereiche.

Direkt angeschlossen ist eine rund 2.300 Quadratmeter große Werkhalle mit Application Center, Showroom, Trainingsbereichen, Lagerflächen sowie Werkstätten und Prüflaboren für Industriewerkzeuge und Kompressoren.

Zum Campus gehört außerdem ein Parkhaus mit rund 220 Stellplätzen, von denen ein großer Teil für die Elektromobilität vorbereitet wurde.

Kita mit 60 Betreuungsplätzen eröffnet

Zeitgleich wurde auch die neue Kita am Technologiepark fertiggestellt und an den Betreiber Kinderhut übergeben. Die Einrichtung bietet auf rund 760 Quadratmetern Platz für bis zu 60 Kinder in vier Gruppen.

Ergänzt wird die Kindertagesstätte durch ein etwa 800 Quadratmeter großes Außengelände mit naturnahem Erlebnisbereich. Von den Betreuungsplätzen sind 20 Plätze für Kinder von Beschäftigten des TÜV NORD reserviert, weitere 10 Plätze stehen Mitarbeitenden der Atlas Copco Group zur Verfügung.

Mit der neuen Einrichtung wird das Betreuungsangebot im Stadtteil erweitert und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die ansässigen Unternehmen verbessert.

Nachhaltiger Technologiepark wächst weiter

Beide Gebäude wurden nach modernen Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Aufbereitetes Abbruchmaterial der zuvor auf dem Grundstück befindlichen Gebäude wurde im Baugrund wiederverwendet. Photovoltaikanlagen erzeugen einen Teil des Strombedarfs, während die Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz erfolgt. Darüber hinaus wurden Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und E-Bikes installiert.

Mit der Fertigstellung der neuen Deutschlandzentrale der Atlas Copco Group und der Kita am Technologiepark gewinnt der Technologiepark Essen weiter an Bedeutung als moderner Wirtschaftsstandort. Das Projekt verbindet hochwertige Büro- und Produktionsflächen mit einer zeitgemäßen Infrastruktur sowie nachhaltigen Bau- und Energiekonzepten und stärkt den Innovationsstandort Essen langfristig.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Essen - Einkaufsquartier am Hellweg - In Planung

Einkaufsquartier am Hellweg in Essen-Freisenbruch: Abrissarbeiten wieder aufgenommen

Nach längerer Unterbrechung werden die Abrissarbeiten für das geplante Einkaufsquartier am Hellweg in Essen-Freisenbruch fortgesetzt. Auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Areal an der Bochumer Landstraße soll in den kommenden Jahren ein neues Nahversorgungszentrum entstehen.

Die Gebäude an der Bochumer Landstraße 354 bis 358 werden derzeit zurückgebaut. Zuvor waren die Arbeiten gestoppt worden, nachdem die beauftragte Fachfirma die Schadstoffsanierung nicht wie vorgesehen durchführen konnte. Nach einer Neuausschreibung konnten die Abbrucharbeiten nun wieder aufgenommen werden. Der vollständige Rückbau soll nach Angaben der Stadt Essen bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.

Unmittelbar im Anschluss ist der Umbau der Kreuzung Bochumer Landstraße, Rodenseelstraße und Sachsenring vorgesehen. Die neue Verkehrsführung soll das künftige Einkaufszentrum erschließen und die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes verbessern. Für die Dauer der Arbeiten kommt es bereits zu Fahrspursperrungen und geänderten Verkehrsführungen.



Planung wurde überarbeitet

Das Projekt wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Während ursprünglich ein zweigeschossiges Gebäude mit ergänzender Wohnnutzung vorgesehen war, soll nun ein eingeschossiges Nahversorgungszentrum realisiert werden. Zu den ursprünglich angekündigten Ankermietern gehörten Aldi, Edeka und dm. Ob diese weiterhin Bestandteil des Projekts sind, wurde zuletzt nicht bestätigt.

Die Stadt Essen rechnet derzeit mit der Erteilung der Baugenehmigung im Laufe des Jahres 2026. Anschließend könnte der Hochbau beginnen. Nach aktuellem Zeitplan ist eine Fertigstellung des Einkaufsquartiers jedoch nicht vor Ende 2028 zu erwarten.

Mit dem Neubau soll die Nahversorgung im Essener Stadtteil Freisenbruch langfristig gestärkt werden. In den vergangenen Jahren haben dort mehrere Einzelhandelsbetriebe geschlossen, wodurch sich das Angebot insbesondere für die wohnortnahe Versorgung deutlich verringert hat.


Bilder: List Develop Commercial


Projekt auf einen Blick

Projekt: Einkaufsquartier am Hellweg
Standort: Bochumer Landstraße, Essen-Freisenbruch
Grundstücksgröße: ca. 9.000 m²
Aktueller Stand: Abriss der Bestandsgebäude läuft
Nächster Schritt: Straßenbau und Umbau der Kreuzung
Geplanter Baubeginn: nach Erteilung der Baugenehmigung (voraussichtlich 2026)
Voraussichtliche Fertigstellung: frühestens Ende 2028



Fotos: hanbrohat / Abriss der Bestandsgebäude für das EKZ Juli 2026

Samstag, 4. Juli 2026

Essen | Barbara Höfe - Fertig (07/26)

Auf einem ca. 4.498 m2 großen Grundstück an der Elisenstraße / Barbarakirchgang realisiert die Wohnquartier Barbara Höfe GmbH den Neubau eines Wohnquartiers. Auf dem Gelände der bereits 2014 geschlossenen Barbarakirche entstehen nach deren Abriss 64 Etagenwohnungen sowie 61 Tiefgaragen- und 5 Außenstellplätze. 

Der Baubeginn ist bereits erfolgt und soll bis 2022 abgeschlossen sein. Die zu errichtende Wohnfläche beträgt insgesamt rd. 4.444 m2 und verteilt sich auf 1 bis 4- Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 34 m2 und 90 m2. Noch vor Baubeginn wurde das neue Wohnquartier bereits an Vivawest verkauft.


Update 28.06.2025

Nach der Insolvenz des Bauträgers Harfid im Herbst 2022 lag ein Rohbau im Essener Ostviertel brach. Die unvollendete Immobilie wurde von Obdachlosen genutzt, von Metalldieben geplündert und durch Wasserschäden schwer beschädigt.

Im Dezember 2024 übernahm Vivawest, ursprünglich nur als Käufer der fertigen Wohnungen vorgesehen, die Ruine und entschloss sich trotz erheblicher Risiken, den Bau selbst fertigzustellen. Dies erforderte umfangreiche Aufräumarbeiten, Reparaturen und Neuverhandlungen mit Architekten, Handwerkern und Behörden.

Seit Anfang 2025 laufen die Bauarbeiten wieder. Auf dem Gelände entstehen in fünf Gebäuden insgesamt 64 Wohnungen (zwischen 46 und 98 m²), alle mit Fernwärme, Balkon oder Terrasse. Dazu kommen 61 Tiefgaragenplätze, Außenstellplätze, ein Spielplatz und die Rückkehr der Barbara-Statue, die an die frühere Barbara-Kirche erinnert.

Die Vermarktung der Wohnungen soll Frühjahr 2026 starten, Einzug ab Herbst 2026. Mietpreise sollen bei rund 12 €/m² liegen. Genaue Investitionssummen nennt Vivawest nicht, betont aber, dass das Projekt trotz Verzögerungen „gut im Budget“ sei.


Quelle: WAZ - Happy End für Essener Harfid-Ruine: Vivawest baut 64 Wohnungen - hinter Paywall






Bilder: Vivawest


Update 04.07.2026

Sechs Jahre nach Baustart ziehen bald die ersten Mieter in die „Barbara Höfe“ im Ostviertel ein. Heute feierten VIVAWEST-Geschäftsführer Haluk Serhat und weitere Gäste die Fertigstellung der 64 Wohnungen am Barbarbakirchgang. Ein besonderer Höhepunkt: die Segnung der Heiligen Barbara. Die Statue war einst in der Barbarakirche, die bis 2020 an gleicher Stelle gestanden hatte, zu Hause. In Erinnerung an die Historie des Grundstücks und der Pfarrei St. Gertrud steht sie nun im Innenhof des Quartiers.

Mitte 2020 starteten die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Kirchenareal im Essener Ostviertel. Gut zwei Jahre später musste der ursprüngliche Projektentwickler, von dem VIVAWEST die Wohnungen nach Fertigstellung schlüsselfertig übernehmen sollte, Insolvenz anmelden. Nach einem langwierigen Prozess erwarb das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen das Grundstück und das Neubauprojekt und baute in Eigenregie weiter. Jetzt sind die fünf Mehrfamilienhäuser und 64 Wohnungen fertig. Den erfolgreichen Projektabschluss feierte VIVAWEST mit den beteiligten Projektpartnern und Vertretern des Bistums Essen, das das Grundstück verkauft hatte.


Modernes Wohnen in zentraler Lage

Die fertiggestellten drei- und viergeschossigen Mehrfamilienhäuser stehen auf einem rund 5.100 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Barbarakirchgang und Elisenstraße östlich der Essener Innenstadt. Die Grundrisse der 64 barrierearmen und hochwertig ausgestatteten 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sprechen mit Wohnflächen zwischen 35 und 101 Quadratmetern Singles, Senioren, Paare und kleine Familien an.

Alle fünf Wohngebäude werden per Fernwärme versorgt und entsprechen dem KfW 55-Standard. Für ausreichend Parkmöglichkeiten der künftigen Mieterinnen und Mieter sorgen eine Tiefgarage mit insgesamt 61 Stellplätzen sowie fünf Außenstellplätze auf dem Grundstück. Hinzu kommen 64 Fahrradstellplätze.

Mietergarten mit Besonderheit

Im grünen Innenhof des neuen VIVAWEST-Quartiers können Mieterinnen und Mieter künftig gemeinsam Zeit verbringen – und haben dabei Gesellschaft. Im Rahmen der Fertigstellung bezieht eine rund 90 Zentimeter große und über 100 Jahre alte Statue der „Heiligen Barbara“ eine für sie angefertigte Stele und bildet den Mittelpunkt des Mietergartens. Die Skulptur ist eine Referenz an die vorherige Nutzung des Grundstücks. Ab 1905 stand die zur Gemeinde St. Gertrud gehörende Barbarakirche auf dem Areal und war für viele Menschen aus der Umgebung eine feste Anlaufstelle. 2014 wurde die Kirche außer Dienst gestellt, profanisert und schließlich 2020 abgerissen. Die Statue erinnert an die bewegte Geschichte.



Vermarktung läuft – einige Wohnungen noch frei

Dank der zentralen Lage sind Geschäfte des täglichen Bedarfs schnell erreichbar. Eine Bushaltestelle liegt in direkter Nähe. Auch die Autobahnen A40 und A52 sind in wenigen Fahrminuten erreicht, der Hauptbahnhof und die Innenstadt liegen keine zwei Kilometer entfernt. Die Vermarktung der Wohnungen ist im Frühjahr gestartet, die ersten Mieterinnen und Mieter ziehen im September ein. Aktuell sind noch einige Einheiten frei.

Pressemitteilung: VIVAWEST feiert Fertigstellung von 64 Wohnungen in Essen


Freitag, 22. Mai 2026

Essen - Ruhrturm: Umbau, Wohnungen, Rooftop-Bar und aktuelle Pläne

Ruhrturm Essen: Umbau zum modernen Mixed-Use-Komplex mit Wohnungen, Hotel und Rooftop-Bar

Essen-Huttrop. Der Ruhrturm an der Huttroper Straße/Ruhrallee steht vor einer umfassenden Neuausrichtung. Das markante Hochhaus soll in den kommenden Jahren von einem überwiegend gewerblich genutzten Gebäude zu einem modernen Mixed-Use-Komplex umgebaut werden.

Geplant sind unter anderem Wohnungen und Micro-Apartments, ein Hotel, Gastronomie, eine Rooftop-Bar, Gesundheitsangebote, eine Kindertagesstätte sowie Büro- und Konferenzflächen. Auch die Fassade soll umfassend modernisiert werden.

Neuer Eigentümer des Ruhrturms ist die P-Touch-Gruppe, ein international tätiges Family Office und Projektentwickler. Nach der Insolvenz der früheren Eigentümerin Fakt AG war das Gebäude verkauft worden.

Bild: WAZ / P-Touch Group


Montag, 23. Februar 2026

Essen - Neubau Verwaltungscampus "Bernestraße" - In Planung

Neuer Verwaltungscampus in Essen: Sachstand, Planung und Perspektiven

Am östlichen Rand der Innenstadt von Essen entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbades an der Bernestraße ein neuer Verwaltungscampus. Nachdem die Pläne für ein 60 Meter hohes „Bürgerrathaus“ im Jahr 2022 aus Kostengründen aufgegeben wurden, setzt die Stadt nun auf eine schrittweise Entwicklung mit mehreren Bauabschnitten

Standort und städtebaulicher Kontext

Das rund 9.000 Quadratmeter große Grundstück liegt zwischen Bernestraße, Varnhorststraße und Steeler Straße, in unmittelbarer Nähe zur Alte Synagoge. Ziel ist es, das Areal städtebaulich neu zu ordnen und den östlichen Innenstadtrand aufzuwerten.

Der erste Baukörper soll sich zur Innenstadt öffnen und einen öffentlich zugänglichen Vorplatz erhalten. Eine großzügige Treppenanlage ist als verbindendes Element zwischen Stadtraum und Gebäude geplant. Gleichzeitig wird laut Jury auf einen angemessenen Abstand zu benachbarten Bestandsgebäuden geachtet.

Bild: fore+ut / PBA Architekten

Siegerentwurf und architektonisches Konzept

Den Zuschlag erhielt das Büro
PBA Peter Bastian Architekten.

Der Entwurf sieht einen siebengeschossigen Baukörper mit Glasfassade vor, ergänzt durch weitere Geschosse entlang der Varnhorststraße. Ein Dachgarten bildet einen gestalterischen Akzent. Das Konzept ermöglicht eine abschnittsweise Realisierung, sodass zunächst nur ein Teil des Gesamtareals bebaut wird.

Das Preisgericht bewertete insbesondere die Umsetzbarkeit des ersten Bauabschnitts als eigenständig funktionierenden „Solitär“ positiv.


Nutzung und Funktion

Im ersten Bauabschnitt sollen Polizei und Ordnungsamt eine gemeinsame Adresse erhalten. Beide Einrichtungen werden die Flächen zu gleichen Teilen nutzen. Vorgesehen ist eine langfristige Nutzung durch die Polizei über mindestens 35 Jahre. Die bisherige Innenstadtwache am III. Hagen soll aufgegeben werden.

Die gemeinsame Unterbringung wird von der Stadt als Beitrag zu einer engeren „Sicherheitspartnerschaft“ verstanden.


Zeitplan und Kosten

Der weitere Ablauf ist wie folgt geplant:

  • Planungsbeschluss durch den Rat: vorgesehen im Jahr 2026

  • Baubeschluss: geplant für 2027

  • Fertigstellung des ersten Bauabschnitts: angestrebt bis 2030

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden aktuell mit rund 55 Millionen Euro veranschlagt.


Weitere Entwicklung des Areals

Für einen zweiten Bauabschnitt entlang der Steeler Straße sieht der Siegerentwurf einen vier- bis sechsgeschossigen Baukörper vor. Die konkrete Nutzung ist noch offen. Diskutiert werden unter anderem studentisches Wohnen oder altengerechte Wohnformen. Eine Entscheidung hängt vom künftigen Bedarf und der wirtschaftlichen Entwicklung ab.

Langfristig soll das Projekt zur städtebaulichen Neuordnung des Quartiers beitragen und den östlichen Innenstadteingang gestalterisch aufwerten.

Bild: fore+ut / PBA Architekten

Fazit

Mit dem Verwaltungscampus verfolgt die Stadt Essen einen pragmatischeren Ansatz als beim ursprünglich geplanten Hochhausprojekt. Statt eines zentralen Großbaus setzt man auf eine modulare, schrittweise Entwicklung. Der erste Bauabschnitt soll bis 2030 realisiert werden und Polizei sowie Ordnungsamt an einem neuen Standort bündeln.

Ob und in welchem Umfang die weiteren Bauabschnitte umgesetzt werden, wird maßgeblich von finanziellen Rahmenbedingungen und dem zukünftigen Flächenbedarf abhängen.


Quelle: WAZ - So soll der neue Verwaltungs-Campus am Rande der Essener Innenstadt aussehen - hinter Paywall

Sonntag, 8. Februar 2026

Essen - Umbau Immobilie Viehofer Straße 62 zum Apartmenthaus - In Planung

In der Viehofer Straße 62 in Essen, dem ehemaligen Standort des Traditionsgeschäfts Leuchten Kaiser, entsteht ein größeres Wohnungsprojekt mit dem Ziel, lebendige Strukturen in die Innenstadt zurückzubringen. Das langjährige Lampengeschäft wurde verkauft und wird derzeit umfangreich umgebaut. Auf dem Grundstück sollen in den kommenden Jahren insgesamt 84 möblierte Apartments auf Hotelniveau entstehen, die sich sowohl an Studierende als auch an junge berufstätige Akademiker richten sollen. Teil des Konzepts sind ein Concierge-Service, eine große Dachterrasse für die Bewohner sowie zusätzliche Serviceangebote im Erdgeschoss, etwa ein Fitnessstudio oder Räume für Freizeitnutzungen wie eine E-Sports-Arena. Die Umplanung und Gestaltung wird in Zusammenarbeit mit den Projektentwicklern von Maas & Partner und UND Real umgesetzt.

Die geplanten Wohneinheiten sollen sowohl Langzeit- als auch Kurzzeitvermietungen ermöglichen und damit unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die Nähe zum Campus der Universität Duisburg-Essen und zur Innenstadt macht den Standort besonders attraktiv für Studierende, Dozenten, junge Fachkräfte und Pendler. Durch diese Nutzungsmischung erhoffen sich die Akteure eine Belebung des bislang stark vom Leerstand geprägten Straßenzugs, der zwischen Einkaufsstraßen und Universitätsviertel liegt.

Die Investitionssumme für Ankauf, Umbau und energetische Sanierung des ehemaligen Kaufhauses wird mit rund 13 bis 14,5 Millionen Euro beziffert. Das Projekt ließe sich ohne staatliche Förderprogramme und Zuschüsse wirtschaftlich nur schwer realisieren, weshalb verschiedene Fördermittel zur Finanzierung herangezogen werden.

Quelle: WAZ - Innenstädte: Investoren setzen auf Wohnungen in Kaufhäusern - Paywall


Bild: Mass & Partner Architekten mbB


Samstag, 7. Februar 2026

Essen - Haverkamp-Quartier - In Bau

In Essen-Burgaltendorf entstehen am Haverkamp vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 29 Eigentumswohnungen. Auf dem Grundstück, auf dem zuvor ein Einfamilienhaus und ein Doppelhaus standen, haben nach dem Abriss nun die Bauarbeiten begonnen. Geplant sind drei Gebäude mit jeweils acht Wohneinheiten sowie ein weiteres Haus mit fünf Wohnungen. Die Wohnungen verfügen über zwei bis fünf Zimmer und Wohnflächen zwischen etwa 70 und 177 Quadratmetern. Zur Ausstattung gehören Aufzüge, Gärten, Dachterrassen, Penthouse-Ebenen sowie eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen.

Die Vermarktung der Wohnungen hat bereits begonnen. Neun Einheiten sind verkauft, vier weitere reserviert. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen rund 4.800 und 5.650 Euro, ein Stellplatz in der Tiefgarage kostet 26.000 Euro. Interessenten kommen vor allem aus Burgaltendorf, von der Ruhrhalbinsel und aus der Nachbarstadt Hattingen. Häufig handelt es sich um Käufer, die aus Einfamilienhäusern in barrierefreie Wohnungen wechseln oder Wohnungen zunächst als Kapitalanlage erwerben und einen späteren Eigenbedarf planen.

Das Projekt wurde nach erteiltem Bauvorbescheid, Genehmigung und Ausführungsplanung offiziell gestartet. Die Bauzeit ist mit etwa 24 Monaten angesetzt, ein Einzug der künftigen Bewohner wird gegen Ende des Jahres 2027 erwartet.

Quelle: WAZ - Neubauten im Essener Süden: Die Vermarktung der 29 Wohnungen ist gestartet - Paywall





Bilder: Arsatec


Sonntag, 28. Dezember 2025

Essen - Neues Polizeipräsidium Essen - In Planung

Der Büropark Bredeney in Essen ist nach längerer Unsicherheit verkauft worden und soll nun zum neuen Polizeipräsidium der Stadt umgebaut werden. Erwerber sind die Düsseldorfer Projektentwicklungsfirma die developer Projektentwicklung GmbH sowie die Gustav-Zech-Stiftung, die zur Zech-Gruppe gehört. Der Kaufvertrag wurde bereits notariell beurkundet, der Vollzug ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Mit dem Eigentümerwechsel endet die mehr als einjährige Hängepartie, die durch die Insolvenz der vorherigen Eigentümerin ausgelöst worden war und die Weiterentwicklung des Areals blockiert hatte.

Der Büropark umfasst insgesamt rund 36.285 Quadratmeter Mietfläche und besteht aus zwei Gebäuden. Das zur Hatzper Straße gelegene Gebäude mit etwa 25.000 Quadratmetern soll nach den Plänen der Schrammen Architekten umfassend umgebaut und modernisiert werden und künftig das neue Polizeipräsidium Essen beherbergen. Vorgesehen sind eine grundlegende bauliche und technische Neugestaltung, eine moderne Fassadengestaltung mit gläsernen Elementen sowie eine klare funktionale Trennung der Gebäudeteile. Ziel ist es, ein zeitgemäßes und zukunftsfähiges Gebäude zu schaffen, das den steigenden Raumbedarf und die heutigen Anforderungen der Polizeiarbeit erfüllt.

Das zweite Gebäude des Ensembles bleibt als eigenständige Immobilie erhalten und wird von einem Unternehmen der Gustav-Zech-Stiftung in den eigenen Bestand übernommen. Es soll weiterhin von unterschiedlichen Firmen und Institutionen genutzt werden. Die neuen Eigentümer kündigten an, dem gesamten Areal eine klare Entwicklungsstrategie und ein langfristig tragfähiges Nutzungskonzept zu geben.

Der Umzug des Polizeipräsidiums aus dem bisherigen Sitz an der Büscherstraße ist bereits seit mehreren Jahren geplant. Das historische Gebäude gegenüber dem Landgericht soll aufgegeben werden, ein konkreter Termin für den Umzug nach Bredeney steht jedoch weiterhin nicht fest. Die Verzögerungen sind vor allem auf die Insolvenz der früheren Projektgesellschaft zurückzuführen, die bislang nur vorbereitende Maßnahmen für den Umbau umgesetzt hatte. Polizeipräsident Andreas Stüve begrüßt die neue Entwicklung und sieht in dem Projekt die Chance auf moderne Arbeitsbedingungen. Was künftig mit dem alten Polizeipräsidium an der Büscherstraße geschieht, ist noch offen; zunächst wird geprüft, ob andere Landeseinrichtungen dort untergebracht werden können, andernfalls soll das Gebäude vermarktet werden.

Quelle: WAZ - Büropark in Essen-Bredeney verkauft: Hier entsteht das neue Polizeipräsidium - Paywall


Bild: Schrammen Architekten

Sonntag, 23. November 2025

Essen - Kontorhaus Ost - In Bau

Das Kontorhausviertel in der Essener weststadt wächst: Die Hamburger Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-AG plant auf einer rund 35.000 m² großen stillgelegten Industriefläche westlich der Innenstadt, zwischen Hans-Böckler-Straße, Frohnhauser Straße und Schwanenkampstraße, vier neue Bauprojekte. Insgesamt entstehen bis zu 60.000 m² moderne Büroflächen, ergänzt durch Wohnungen, ein Hotel und Nahversorgungsmöglichkeiten. Den Auftakt bildet das Kontorhaus Ost – mit 104 Wohnungen und rund 11.000 m² hochflexiblen Büroflächen. Mit einem Spatenstich wurde der Baustart des Kontorhauses Ost gestern offiziell eingeläutet.

Vom Open-Space bis zum klassischen Einzelbüro – das Kontorhaus Ost bietet moderne und flexible Büroflächen in Größen von ca. 400 bis ca. 11.000 m². Zusätzlich entstehen 104 Wohnungen in Größen von ca. 65 bis ca. 100 m² mit einer Gesamtfläche von ca. 7.500 m². Die Fertigstellung des Bürogebäudes ist für Oktober 2027 geplant, das Wohngebäude soll im März 2028 bezugsfertig sein. Der erste Mieter steht auch schon fest: Die Stadt Essen hat für den Fachbereich Immobilienwirtschaft ca. 5.580 m² Bürofläche im neuen Kontorhaus Ost angemietet.

Das Kontorhaus Ost ergänzt die Reihe moderner Neubauprojekte in der Essener Weststadt und setzt wichtige städtebauliche Impulse. Auf dem früheren Zugang zur Krupp-Stadt ist ein lebendiges Quartier entstanden, das Arbeiten, Wohnen und Freizeitangebote miteinander verbindet. Die Stadtspitze betont, dass das Projekt beispielhaft für gelungene urbane Transformation steht und das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit Essens unterstreicht. Mit dem Engagement der Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-AG entstehen neben modernen Büroflächen auch 104 neue Wohnungen, die dringend benötigten Wohnraum schaffen und einen Beitrag zur Wohnbauinitiative des Landes leisten. Das Kontorhaus Ost bildet zugleich den Abschluss einer Entwicklung, die in den 1990er-Jahren begann und die Weststadt zu einem gefragten, vielseitigen Stadtteil mit Büros, Wohnungen, Einzelhandel, Hotels, Kino, Eventhalle und Grünflächen geformt hat.

Quelle: Baustart für das Kontorhausviertel in Essen / Projektseite: Kontorhausviertel-Essen


Bild: Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-AG

Samstag, 15. November 2025

Essen - Umbau Hochbunker an der Helenenstraße - In Bau

Der denkmalgeschützte Hochbunker an der Helenenstraße in Essen-Altendorf wird derzeit umfassend zu Wohnraum umgebaut. Auf dem Grundstück stehen der sechsstöckige Betonbau sowie ein kleines früheres Technikgebäude, dessen Erdgeschoss vollständig aus Haustechnik bestand. Nach der Aufgabe durch den Bund wurde der Bunker zunächst versteigert und ging schließlich in den Besitz des Essener Projektentwicklers Michael Nehring über, dessen Unternehmen bereits einen weiteren ehemaligen Bunker an der Körnerstraße zu 31 Appartements umgebaut hat. Für den Altendorfer Bunker sind zehn Wohnungen sowie ein rund 120 Quadratmeter großes Loft mit Dachterrasse geplant. Die Vermarktung hat bereits begonnen, obwohl die Baustelle aktuell noch im Rohzustand ist und aus der Außenwand massive Betonquader herausgeschnitten wurden, um neue Fensteröffnungen zu schaffen.

Der Umbau ist aufgrund der strengen denkmalrechtlichen Vorgaben besonders anspruchsvoll. Nur die Hälfte des Gebäudes darf zu Wohnraum umgenutzt werden, während die andere Hälfte als historisches Denkmal erhalten bleiben muss. Die Fassade darf lediglich im Bereich der Fenster verändert werden; der restliche Stahlbeton mit seinem teils natürlichen Bewuchs muss bestehen bleiben. Auch im Inneren bleiben historische Elemente sichtbar, darunter gusseiserne Treppengeländer und frühere Luftfilteranlagen. Die Zusammenarbeit mit Denkmalschutz- und Baubehörden wird von der Bauleitung als konstruktiv beschrieben.

Die baulichen Eingriffe sind erheblich: Ein Treppenhaus wurde zu Wohnraum umgebaut, Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser werden neu verlegt, und ein Fahrstuhlschacht wird bis ins Fundament hinein ausgebrochen. In der sechsten Etage entsteht eine nahezu vollständig verglaste Wohnung mit weitem Blick über Altendorf bis nach Gelsenkirchen-Buer und Bottrop. Auf dem Dach des zweiten Bunkerturms wird eine Terrasse errichtet, deren Böden derzeit vorbereitet werden. Für jede Mietpartei sollen auf jeder Etage separate Abstellräume eingerichtet werden, da klassische Kellerräume fehlen.

Trotz des sichtbaren Baustellenzustands geht die Bauleitung davon aus, dass die ersten Mieter bereits im Januar 2026 einziehen können. Die Innenarbeiten seien weit fortgeschritten: Vinylböden werden verlegt, Küchen sollen demnächst eingebaut werden, und im Außenbereich beginnen Ende November die Gartenarbeiten. Die Kaltmieten der neuen Wohnungen sollen zwischen 700 und 800 Euro liegen, während das Loft voraussichtlich mehr als 2000 Euro monatlich kosten wird. Der 1940 im Rahmen des „Führer-Sofortprogramms“ errichtete Bunker war während des Zweiten Weltkriegs der größte in Essen und bot auf sechs Etagen Schutz für bis zu 1150 Personen. Nach einer Modernisierung im Kalten Krieg blieb er bis 2017 in Bundeseigentum, bevor er versteigert wurde.


Quelle: WAZ - Wohnungen und Loft mit Dachterrasse: So wird ein Essener Bunker umgebaut - Paywall

Samstag, 8. November 2025

Essen - Büro & Wohngebäude „WEBER1“ - In Bau

Der Allbau hat mit dem Richtfest des Neubauprojekts „WEBER1“ in der nördlichen Essener Innenstadt einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Nach der Grundsteinlegung im Januar 2025 feierten Oberbürgermeister Thomas Kufen, Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski und rund 100 Gäste gemeinsam mit den am Bau beteiligten Handwerkern das Fortschreiten des Projekts, das vom Düsseldorfer Architekturbüro gna entworfen wurde. Generalunternehmer ist die Firma Kögel Bau, deren Vertreter Stefan Just den traditionellen Richtspruch sprach.

Mit der Fertigstellung des Rohbaus sind die Arbeiten nun in die nächste Phase übergegangen: Die Gebäudehülle und Dachabdichtungen werden aktuell umgesetzt, während im Inneren die Grobinstallationen der technischen Gewerke voranschreiten. Noch in diesem Jahr soll das Gebäude wetterfest verschlossen werden, um anschließend den Innenausbau mit Putz- und Trockenbauarbeiten zu starten. Bis Anfang März 2026 soll die Fassade vollständig fertiggestellt und das Gerüst abgebaut sein; die Gesamtfertigstellung des Projekts ist für Ende 2026 geplant.

Auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern entsteht das neue Standesamt der Stadt Essen, das künftig die bisher genutzten, nicht mehr zeitgemäßen Räumlichkeiten im Gildehofcenter ersetzen wird. Das neue Gebäude bietet modern gestaltete Traubereiche und ausreichend Platz für Hochzeitsgesellschaften, um dem besonderen Anlass einer Eheschließung ein angemessenes Ambiente zu verleihen.

Neben dem Standesamt entstehen 51 öffentlich geförderte Wohnungen, die einen vielfältigen Wohnungsmix abbilden: eine Ein-Raum-Wohnung (35 qm), 23 Zwei-Raum-Wohnungen (44–61 qm), 12 Drei-Raum-Wohnungen (69–76 qm), 14 Vier-Raum-Wohnungen (92–95 qm) sowie eine Fünf-Raum-Wohnung (106 qm). Voraussetzung für die Anmietung ist ein Wohnberechtigungsschein, die Kaltmieten liegen je nach Einkommensstufe zwischen 7,40 Euro und 8,55 Euro pro Quadratmeter. Mit der Vermarktung der Wohnungen wird Allbau im dritten Quartal 2026 beginnen.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist eine Gastronomiefläche im Erdgeschoss, die zur Belebung des Weberplatzes beitragen soll. Durch ein erweitertes gastronomisches Angebot soll das Quartier stärker als sozialer und urbaner Treffpunkt wirken.

Parallel zur Bautätigkeit treibt die Stadt Essen die Neugestaltung des Weberplatzes voran. Nach dem Entwurf der Kölner Greenbox Landschaftsarchitekten entsteht hier unter dem Leitmotiv „Das blaugrüne Wohnzimmer am Weberplatz“ ein moderner, multifunktionaler und inklusiver Stadtraum, der ökologische, soziale und ästhetische Anforderungen vereint. Die Fertigstellung der Platzgestaltung ist für Ende 2027 vorgesehen.

Oberbürgermeister Thomas Kufen hob beim Richtfest die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung hervor. Mit WEBER1 setze Allbau sein langjähriges Engagement für die positive Entwicklung der Innenstadt fort – in unmittelbarer Nachbarschaft zu Projekten wie den Kastanienhöfen und weiteren Modernisierungen im Bestand. Allbau agiere dabei nicht nur als Wohnungsanbieter, sondern als aktiver Stadtentwickler, der mit WEBER1 ein modernes, prägnantes und vielseitig nutzbares Gebäude schaffe, das das Stadtbild nachhaltig prägen werde – ganz im Sinne des städtebaulichen Gesamtkonzepts „Rund um den Weberplatz“.

Pressemitteilung: Richtfest „WEBER1“ sorgt für Zuversicht


Bild: Allbau

Foto: Andre Schuster / Allbau

Samstag, 18. Oktober 2025

Essen - ''Königshof'' - Revitalisierung Kaufhof Immobilie - Fertig (10/25)

Das Projekt „Königshof“ in Essen zählt zu den bedeutendsten Revitalisierungsmaßnahmen in der Innenstadt. Auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhofs am Willy-Brandt-Platz entsteht seit 2021 eine multifunktionale Immobilie, die Handel, Gastronomie, Büros und Praxen miteinander verbindet. Eigentümer und Bauherr ist die Koerfer-Gruppe, die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit RKW Architektur+ sowie den Bauunternehmen Friedrich Wassermann und Hans Lamers. Ziel ist es, die Innenstadt von einer rein auf den Einzelhandel ausgerichteten Struktur hin zu einem lebendigen urbanen Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln.

Das Gebäude verfügt über eine Bruttogeschossfläche von rund 32.500 Quadratmetern und einen Bruttorauminhalt von etwa 159.000 Kubikmetern. Dafür wurde der Altbau nahezu vollständig entkernt und technisch modernisiert. Besondere Eingriffe waren der Einbau eines großzügigen Atriums zur besseren Belichtung der Innenbereiche, eine neue Fassadengestaltung mit Bezug zur historischen Natursteinoptik sowie die Wiederherstellung der markanten abgerundeten Gebäudeecke an der Lindenallee. Darüber hinaus wurden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen, moderne Lüftungs- und Haustechnik sowie eine direkte Anbindung an die U-Bahn integriert.

Die Nutzung des Gebäudes ist klar gegliedert: Im Untergeschoss sind bereits seit 2024 Supermärkte, ein türkischer und ein asiatischer Lebensmittelmarkt, kleinere Läden sowie ein Fitnessstudio angesiedelt. Im Erdgeschoss eröffnet am 9. Oktober 2025 die Markthalle mit insgesamt 37 Ständen, die ein breites gastronomisches Spektrum von koreanischer und persischer über italienische und türkische bis hin zu mexikanischer und indischer Küche abdeckt. Ergänzt wird das Angebot durch Spezialitätenstände, eine Vinothek, eine Düsseldorfer Kaffeerösterei sowie eine Tagesbar. Parallel nimmt das Hofbräuhaus Essen mit 550 Sitzplätzen seinen Betrieb auf und bietet bayerische Küche in einem modernen Ambiente. Ein vorgelagerter Biergarten auf dem Willy-Brandt-Platz sorgt zusätzlich für Freiluftgastronomie und Belebung des öffentlichen Raums.

In den Obergeschossen des Königshofs sind Büro- und Praxisflächen entstanden, von denen ein Teil bereits vermietet und bezogen ist. Gestalterisch setzt man hier auf eine offene Architektur mit sichtbarer Gebäudetechnik und industriell anmutenden Böden, die an die Geschichte der Stadt als Standort von Kohle und Stahl erinnern.

Das Projekt trägt nicht nur zur Aufwertung des Gebäudes selbst bei, sondern ist ein zentraler Baustein der städtischen Strategie zur Neubelebung der Essener Innenstadt. Durch die Mischung aus Nahversorgung, Gastronomie, Dienstleistungen und Arbeitsplätzen soll der Willy-Brandt-Platz als Standort gestärkt und wieder stärker frequentiert werden. Mit der Eröffnung von Markthalle und Hofbräuhaus im Herbst 2025 wird ein weiterer wichtiger Abschnitt dieser Entwicklung abgeschlossen.




Bilder: Koerffer-Gruppe

Update 18.10.2025

In Essen hat eine neue kulinarische Attraktion eröffnet: die Markthalle im Königshof. Seit dem 9. Oktober 2025 können Besucher im Untergeschoss des modernen Gebäudekomplexes mitten in der Essener Innenstadt eine große Vielfalt internationaler Speisen und Getränke entdecken. Auf einer Fläche von über 2000 Quadratmetern laden rund 40 Marktstände zum Probieren, Genießen und Verweilen ein. Das Angebot reicht von türkischer, spanischer, indischer und chinesischer bis hin zu koreanischer Küche und umfasst beliebte Trendgerichte wie Hotpot, Smashburger, Ramen, Matcha oder Soufflé-Pancakes. Neben den kulinarischen Highlights gibt es auch einige nicht gastronomische Anbieter, darunter eine Schmuckmanufaktur, einen Blumen- und Dekostand sowie einen Geschenke-Shop. 

Ein besonderes Highlight der neuen Markthalle ist das große bayerische Brauhaus, das 550 Sitzplätze, zwei separate Säle und eine Bühne für Livemusik bietet. Hier werden bayerische Spezialitäten und Biere serviert – perfekt für gemütliche Abende in geselliger Atmosphäre. Der neue Königshof, dessen Umgestaltung die Koerfer-Gruppe 2020 übernommen hat, vereint Einzelhandel, Gastronomie, Büros und Freizeitangebote und soll zu einem neuen Anziehungspunkt in der Essener Innenstadt werden. Die Markthalle ist montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Quelle: Rund 40 kulinarische Angebote: Riesige Markthalle in NRW eröffnet




Fotos: hanbrohat


Montag, 6. Oktober 2025

Essen - Erweiterung Emschergenossenschaft & Lippeverband (EGLV) - In Bau

Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband (EGLV), Deutschlands größter Wasserwirtschaftsverband, erweitern derzeit ihre Hauptverwaltung im Essener Südviertel. Der Neubau an der Mozartstraße/Am Bernewäldchen ergänzt das historische, zwischen 1908 und 1910 nach Plänen von Wilhelm Kreis errichtete und denkmalgeschützte Emscherhaus, das bereits mehrfach durch Anbauten erweitert worden ist. Mit dem aktuellen Projekt entsteht ein neues Gebäudeensemble, das den Blockrand schließt und das sogenannte „Emscher-Karree“ komplettiert.

Ziel der Erweiterung ist es, künftig alle Beschäftigten, die bislang auf mehrere Standorte in Essen verteilt sind, unter einem Dach zusammenzuführen und ihnen moderne, flexible Arbeitswelten zu bieten. Das Raumprogramm sieht dafür variabel nutzbare Bürokonzepte von Einzel- bis Gruppenbüros vor. Eine neue Eingangssituation auf der straßenabgewandten Südecke führt in ein großzügiges Foyer, in die Büroetagen sowie in ein Mitarbeiterrestaurant mit Blick auf den neu gestalteten Innenhof. Dieser Innenhof wird entsiegelt und in eine sogenannte „blaugrüne Mitte“ verwandelt: Ein Wasserbecken und eine vielfältige Begrünung schaffen eine zentrale Aufenthaltszone für Beschäftigte und Gäste, anstelle des bisherigen Parkplatzes.

Der Entwurf stammt vom Büro Gerber Architekten. Gestalterisch verbindet er moderne Elemente mit Rücksicht auf den historischen Bestand. Eine Rasterfassade mit einer markanten Glasfläche markiert den neuen Eingang und eröffnet Sichtbeziehungen zum benachbarten Park. Die Fassadengliederung und Farbigkeit orientieren sich am historischen Emscherhaus, während die größere Tiefe der neuen Bauteile für eine natürliche Verschattung sorgt. Das Gebäude wird in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet, erhält ein begrüntes, begehbares Dach, das zusätzlich als Aussichtsplattform dient, und ist umfassend auf Nachhaltigkeit und Klimawandel-Anpassung ausgelegt. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen sowie ein Gründach, das Regenwasser speichert und durch Verdunstung die Umgebungstemperatur senkt, sind zentrale Bausteine.

Das Bauprojekt, dessen Rohbau inzwischen weit fortgeschritten ist und dessen Fertigstellung für Ende 2026 vorgesehen ist, markiert damit einen bedeutenden Schritt in Richtung klimafreundlicher Verwaltungsbau. Es spiegelt zugleich das Selbstverständnis des Verbands wider, ökologische und energetische Belange mit repräsentativer Architektur zu verbinden.

Allerdings sind die Bauarbeiten nicht unumstritten. Für die Erweiterung mussten zwei alte Mehrfamilienhäuser weichen, darunter ein Gebäude aus der Zeit um 1900, eines der letzten Überbleibsel des historischen Bernewäldchenviertels, das im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde. Zudem klagen Anwohner über erhebliche Lärmbelastungen durch die Baustelle, die auch samstags bis in die Abendstunden andauern. Während die Emschergenossenschaft darauf verweist, dass sämtliche Arbeiten im Rahmen der gesetzlich zulässigen Zeiten erfolgen, zeigt sie Verständnis für die Beschwerden und kündigt an, lärmintensive Tätigkeiten an Wochenenden künftig möglichst zu vermeiden.

Damit steht die Erweiterung des Emscherhauses in einem Spannungsfeld: Sie vereint die Tradition eines über hundert Jahre alten Verwaltungsbaus mit den Anforderungen nachhaltiger, moderner Arbeitswelten – sorgt zugleich aber für Eingriffe in das historische Stadtbild und Belastungen für die Nachbarschaft.


Quelle: WAZ - Grüner Innenhof, Wasserbecken: Riesen-Gebäude entsteht in Essen - Paywall

Gerber Architekten Dortmund - Erweiterung Hauptverwaltung der Emschergenossenschaft




Bilder: Gerber Architekten

Samstag, 4. Oktober 2025

Essen - Wohngebäude Hanielstraße 12 - In Bau

In Essen-Katernberg wird an der Hanielstraße 12 ein über Jahre geplantes Bauprojekt des Wohnungsunternehmens Allbau umgesetzt. Auf dem Gelände, direkt am renaturierten Katernberger Bach, entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 20 öffentlich geförderten Wohnungen, 20 Kfz-Stellplätzen und 44 Fahrradstellplätzen. Das Projekt war bereits seit 2015 geplant, als die Stadt Essen das Grundstück zur Bebauung ausgeschrieben hatte. Das ursprünglich favorisierte Unternehmen Sahle konnte die Pläne aufgrund technischer und inhaltlicher Differenzen nicht umsetzen, sodass Allbau, das zweitbeste Angebot abgegeben hatte, das Projekt übernommen hat.

Die beiden Gebäude werden als leicht versetzte dreigeschossige Riegel mit teilweise ausgebautem Dachgeschoss errichtet. Geplant sind acht Zwei-Raum-Wohnungen (53–60 m²), zwei Drei-Raum-Wohnungen (79 m²) und zehn Vier-Raum-Wohnungen (96–99 m²), die für alle Generationen geeignet sein sollen. Alle Wohnungen werden barrierefrei über Aufzüge erschlossen, die Erdgeschosswohnungen verfügen über Terrassen mit Gartenzugang, die übrigen Wohnungen über meist gartenseitige Balkone. Da eine Unterkellerung der Gebäude nicht möglich ist, werden Ersatzräume im Dachgeschoss vorgesehen. Große Teile der Außenbereiche sind für die Gemeinschaft nutzbar, und für Kleinkinder wird ein Spielbereich eingerichtet.

Technisch setzt Allbau auf Nachhaltigkeit: Die Wärmeversorgung erfolgt über Luft-Wärmepumpen mit dezentralen Durchlauferhitzern, und auf Teilen der Dachflächen werden Photovoltaikanlagen installiert. Die Gebäude sollen den energetischen Standard „BEG Effizienzhaus 55“ erreichen, der den Vorgaben der Landeswohnraumförderung entspricht.

Die Mietpreise orientieren sich an der Einkommensklasse: 14 Wohnungen sollen für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, sechs Wohnungen für 7,40 Euro pro Quadratmeter. Die Investitionskosten für Allbau belaufen sich auf etwa 6,8 Millionen Euro. Die Erschließung des Geländes begann im Oktober 2024, die Vermarktung der Wohnungen startet im vierten Quartal 2025, und die Fertigstellung mit Übergabe an die neuen Mieter ist für das zweite Quartal 2026 geplant.


Quelle: WAZ - 20 geförderte Wohnungen entstehen in Essen-Katernberg - Paywall

Bild: Allbau

Freitag, 3. Oktober 2025

Essen | ''ZECH Hochhaus'' - 50m - In Planung

Mit dem ZECH Haus will die Gustav Zech Stiftung am Grugaplatz auf einem bisherigen Parkplatz in Essen Rüttenscheid ein nachhaltiges Bürohaus für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zech Group aus der Rhein-Ruhr-Region entwickeln. Das Gebäude soll den Grugaplatz fassen, die identitätsstiftende Faltung des Grugahallen-Dachs in einer begrünten Fassade aufnehmen und die Aufenthaltsqualität verbessern. Das Haus wird dabei nicht nur äußerlich, sondern auch technisch ein besonders grünes und smartes Gebäude werden. Auch das direkte Umfeld kann profitieren: Neue Rampen zum Gruga-Radweg und eine Brücke ins Schönleinviertel schaffen attraktive Verbindungen in Rüttenscheid und zur Messe Essen.

An der Alfredstraße und direkt neben dem ATLANTIC Congress Hotel Essen können mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 12.000 m² neue Arbeitsplätze für circa 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. Das Gebäude bildet dann ergänzend zum Wohnhaus an der Ecke Norbertstraße sowie der Messe- und der Grugahalle eine weitere Raumkante im Norden und sorgt dafür, den Grugaplatz zu rahmen und das Entrée der Messe Essen sowie der Grugahalle aufzuwerten.

Gerade die bestehende Grugahalle besticht mit ihrer zweifach geknickten Bauform als prägendes Gebäude in Essen Rüttenscheid, das ZECH Haus will mit seiner Architektur aus der Feder des renommierten Büros HPP darauf Bezug nehmen, u.a. mit versetzt gefalteten und auskragenden begrünten Terrassen. Die Fassade des Neubaus soll einen sichtbaren und aktiven Beitrag zur grünen Stadt Essen leisten. Außerdem ermöglichen die Balkone ein besonders attraktives Arbeitsumfeld mit natürlicher Belüftung und Sonnenschutz.

Das ZECH Haus wird nicht nur mit der grünen Fassade Verantwortung für die Umwelt übernehmen. Auch die Energieversorgung des Gebäudes wird zum großen Teil CO2-neutral ablaufen. So erfolgt die Abdeckung des Grundenergiebedarfs über ein kohlendioxidneutrales Biogas-BHKW und der Nutzung von eigenem Biogas, welches vom Tochterunternehmen der Gustav Zech Stiftung, der Deutschen Agrar Holding, produziert und geliefert wird. Hinzu kommen modernste Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach, die für die Ergänzung des Energiebedarfs sorgen. Auch Sensoren und smarte Gebäudetechnologie helfen später dabei, den Energieverbrauch zu senken.

Oberhalb der Messe-Verbindungstraße entsteht laut der Planungen zur Alfredstraße ein kleiner Vorplatz mit dem Eingang zum ZECH Haus. In den drei Untergeschossen werden u.a. eine Fahrradgarage und eine Fahrrad-Servicestation integriert, die sich zur neuen Plaza Richtung Atlantic Congress Hotel öffnen. Dieser Platz wird Dreh- und Angelpunkt für neue großzügige Rampen sowie eine Fußgänger- und Fahrradbrücke zum Schönleinviertel. Besonders da Rampen an den Gruga-Radweg im Zuge der Sanierung der Alfredstraßenbrücke wegfallen, werden die neuen Verbindungen dabei helfen, mit dem ZECH Haus einen sehr gut integrierten Ort zu schaffen.

Das notwendige Planungsrecht für das ZECH Haus soll mit Beschluss des Rates der Stadt Essen nach der Sommerpause geschaffen werden.

PM: Nachhaltiges und innovatives ZECH Haus für den Grugaplatz in Essen



Bilder: HPP Architekten

Update 22.10.2022

Die Planung von der Zeche Gruppe geplanten Bürohochhauses auf dem Messeplatz nahe der Grugahalle in Essen-Rüttenscheid schreitet voran. Der für Stadtplanung und Bauordnung zuständige Fachausschuss des Stadtrates stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mehrheitlich zu.

Gewünschte Standards für ökologisches und nachhaltiges Bauen soll die Verwaltung nun im städtebaulichen Vertrag festschreiben, den die Stadt Essen mit Zech abschließen wird. Zech sei außerdem bereit, die geplante Tiefgarage um ein weiteres Geschoss zu erweitern. Die bislang vorgesehenen 56 Stellplätze würden sich dann in die gewünschte Richtung 150 Plätze bewegen.



Update 28.10.2024

In Essen sorgt das geplante Hochhaus der Zech Gruppe am Messeplatz in Rüttenscheid für eine überraschende Wendung. Ursprünglich sollte das Projekt durch einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan abgesichert werden, was ein langwieriges Verfahren bedeutet hätte. Nun hat die Stadtverwaltung jedoch mitgeteilt, dass dies nicht erforderlich sei. Stattdessen soll das Hochhaus auf Grundlage von § 34 des Baugesetzbuches genehmigt werden, der vorsieht, dass sich ein Bauvorhaben in die vorhandene Umgebung einfügen muss. Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt bereits vor, das Genehmigungsverfahren läuft. Grundlage für diese Entscheidung ist ein Gerichtsurteil, das die Stadt anwenden ließ und durch eine externe Kanzlei bestätigen ließ. Damit sind die planungsrechtlichen Hürden deutlich niedriger, das Bauverfahren könnte erheblich beschleunigt werden.

Die Politik hatte ihre Zustimmung an bestimmte Bedingungen geknüpft, die nun in einem „Letter of Intent“ zwischen Stadt und Investor festgeschrieben wurden. Darin verpflichtet sich die Zech Gruppe unter anderem zu Dachbegrünung, Photovoltaikanlagen, begrünten Balkonen und Terrassen sowie zur Anbindung des benachbarten Schönleinviertels über eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Zudem ist nun nicht mehr nur eine kleine Stellplatzanlage vorgesehen, sondern eine dreigeschossige Tiefgarage. CDU und Grüne, die im Stadtrat die Mehrheit bilden, bewerten diese Zusagen als großen Gewinn für die Stadt: Es entstünden moderne Arbeitsplätze in einem architektonisch und ökologisch zukunftsweisenden Gebäude, das zugleich das Umfeld aufwerte.

Ganz anders sieht es die Bürgerinitiative „Kein Platz für Zech-Hochhaus“. Deren Sprecher zeigt sich überrascht, dass die Stadt das Bebauungsplanverfahren nicht weiterverfolgt, und verweist darauf, dass der gültige Bebauungsplan an dieser Stelle eigentlich keine Bebauung zulasse. Die Initiative will nun über ihr weiteres Vorgehen beraten, betont aber, dass sie an ihrer grundsätzlichen Ablehnung des Projekts festhält. Damit bleibt das Vorhaben politisch und gesellschaftlich umstritten, auch wenn die planungsrechtlichen Hürden gesenkt wurden und ein schnellerer Baubeginn möglich scheint.

Quelle: WAZ - Stadt Essen überrascht mit Wende bei geplantem Hochhaus-Bau - Paywall


Update 03.10.2025

Im Jahr 2025 bleibt das geplante Hochhaus der Zech-Gruppe am Messeplatz in Essen-Rüttenscheid ein umstrittenes Projekt. Die Stadtverwaltung setzt weiterhin auf eine Genehmigung nach § 34 Baugesetzbuch, wodurch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan nicht nötig ist, und stützt sich auf einen städtebaulichen Vertrag mit dem Investor, der Nachhaltigkeitsstandards wie Dachbegrünung, Photovoltaik und begrünte Balkone festschreibt. Zugleich formiert sich Widerstand: Im April 2025 reichte eine Anwohnerin unterstützt von der Bürgerinitiative „Kein Platz für’s Zech-Hochhaus“ Klage beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein. Kritiker bemängeln, dass das vereinfachte Verfahren demokratische Mitspracherechte unterlaufe, und viele Anwohner sehen die geplante Verdichtung des Stadtteils problematisch. Ein Bürgerforum im Mai 2025 bot Gelegenheit zur Diskussion, konnte die Spannungen jedoch nicht auflösen. Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich von der juristischen Entscheidung des Verwaltungsgerichts ab.

Dienstag, 30. September 2025

Essen | Zentrale für Wohnungsgenossenschaft Essen Nord - Fertig (09/25)

Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord errichtet in Altendorf ihre neue Zentrale. Das Bürogebäude mit viel Glas, direkt am Westausgang der S-Bahn-Station Essen-Frohnhausen an der Ecke Nöggerathstraße/Onckenstraße soll Mitte 2024 fertig sein. Die Bauarbeiten sollen in kürze beginnen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 10 Mio Euro. Der Entwurf kommt vom Büro Hartmann Architekten aus Mönchengladbach.

Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord eG ist mit mehr als 4.800 Mitgliedern und rund 3.700 eigenen Wohnungen eine mittelgroße und traditionsreiche Wohnungsgenossenschaft mit Sitz in Essen. Seit vielen Jahren bieten wir Menschen in Essen, Düsseldorf, Ratingen, Dortmund und Dülmen ein Zuhause. 


Update 30.09.2025

Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord hat am Heinrich-Hirtsiefer-Platz in Essen-Altendorf ihre neue Geschäftsstelle eröffnet und setzt dabei auf ein innovatives Energiekonzept, das Tradition und Zukunft verbindet. Der Spatenstich erfolgte am 20. März 2023, das Richtfest wurde am 7. Juni 2024 gefeiert, und inzwischen ist die Geschäftsstelle offiziell in Betrieb genommen worden. Die Baukosten beliefen sich auf rund 16,5 Millionen Euro, wovon eine Million Euro durch öffentliche Fördergelder abgedeckt wurde.

Das Verwaltungsgebäude erfüllt den Effizienzhaus-Standard 40 EE. Herzstück ist ein Eisspeicher mit einem Volumen von rund 250 Kubikmetern, der durch das Gefrieren und Auftauen von Wasser sowohl Heiz- als auch Kühlenergie bereitstellt. Ergänzt wird die Technik durch eine Photovoltaikanlage mit 80 Kilowattpeak, die im Jahresdurchschnitt etwa 57 bis 62 Prozent des Energiebedarfs deckt. Durch dieses Konzept sinkt der Betriebsenergieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Gebäuden um rund die Hälfte, zudem ist der Betrieb nahezu CO₂-frei. Die Amortisationsdauer wird mit rund zehn bis zwölf Jahren angegeben.

Der unterirdische Eisspeicher ist ein fünf Meter hoher Betontank mit einem Durchmesser von acht Metern und über 3,2 Kilometern Rohrleitungen. Das System ist wartungsarm, nahezu geschlossen und erlaubt im Sommer energiesparendes Natural Cooling. Im Neubau arbeiten künftig rund 34 Mitarbeitende.

Im Foyer dokumentiert ein multimedialer Erlebnisraum die über 100-jährige Geschichte der Genossenschaft, während ein neues Forum Veranstaltungen ermöglicht. Das alte Verwaltungsgebäude wird in neun Wohnungen umgebaut, das dortige Rechenzentrum bleibt erhalten. Architektonisch setzt der Neubau auf Transparenz und Offenheit: große Glasflächen, flexible Raumkonzepte, Innenbegrünung sowie eine Tiefgarage mit 34 Stellplätzen und Ladepunkten für Elektrofahrzeuge.

Die Genossenschaft verwaltet aktuell etwa 3.746 Wohneinheiten für 5.100 Mitglieder. Die Mieten liegen zwischen fünf und sechzehn Euro pro Quadratmeter, das Angebot reicht von kleinen Appartements bis zu Einfamilienhäusern.

Die innovative Technik weckt großes Interesse – unter anderem bei Schulen, die den Eisspeicher besichtigen wollen. Dennoch zeigen sich die Grenzen solcher Lösungen: Frank Pieper von den Stadtwerken Essen verweist auf Flächenmangel und fehlende Fachkräfte im urbanen Raum, während Daniel Ranker vom Regionalverband der Wohnungswirtschaft vor überzogenen Energiestandards warnt, die das Wohnen verteuern könnten.

Quelle: WAZ - Eisspeicher als Herzstück: Eine Wohnungsgenossenschaft zieht um - Paywall

Bild: Wohnungsgenossenschaft Essen -Nord

Samstag, 6. September 2025

Essen - Nena Serviced Apartments - In Planung

Die Nena Hospitality GmbH plant einen weiteren Standort im Ruhrgebiet und wird in Essen ein neues Serviced-Apartment-Haus errichten. Nach den bisherigen Eröffnungen in Berlin, Bochum, München und zuletzt Bremen setzt die Gruppe damit ihre bundesweite Expansion fort. Bauherr des Projekts ist die Kölner PV 13. Objektgesellschaft mbH, ein Unternehmen der Property Ventures Gruppe. Der Neubau entsteht als siebengeschossiges Eckgebäude mit insgesamt 96 Studios, die jeweils zwischen 17 und 28 Quadratmeter groß sein werden. Die Ausstattung orientiert sich am Münchner Standard der Gruppe mit Vinylböden, funktionalen Möbeln und einer integrierten Chaiselongue. Jedes Apartment erhält eine eigene Küchenzeile, sodass sowohl Kurzzeit- als auch Langzeitaufenthalte möglich sind.

Im Erdgeschoss des Hauses sind eine kleine Lounge mit kompakter Rezeption sowie ein Café vorgesehen, das von einem externen Partner betrieben und auch Frühstücksgästen offenstehen wird. Ergänzt wird das Angebot durch einen Waschsalon im Keller, der insbesondere für Langzeitgäste gedacht ist. Der Zugang zu den Apartments soll größtenteils digital erfolgen, wodurch der Betrieb effizient und zugleich flexibel gestaltet werden kann.

Der Baustart ist für das erste Quartal 2026 geplant, die Eröffnung rund zwei Jahre später im Jahr 2028. Für die Wahl des Standorts nennt Geschäftsführer Florian Wichelmann die positiven Erfahrungen in Bochum sowie die Attraktivität Essens als Wirtschafts- und Kulturstandort. Die Stadt gilt als bedeutender Unternehmenssitz, Einkaufsmetropole und kulturelles Zentrum, was sie für Geschäftsreisende ebenso interessant macht wie für Touristen. Damit erweitert Nena Hospitality ihr Angebot um einen weiteren Standort mit urbaner Ausrichtung und klarer Serviceorientierung.

Quelle: Essen wird neuer Nena-Standort

Bild: ARCU4 GmbH