Donnerstag, 4. Juni 2026

Hagen - Wohnquartier Brantheke - In Bau

Wohnpark Brantheke in Hagen: 84 neue Wohnungen für den Stadtteil Emst

Mit dem Richtfest für den ersten Bauabschnitt hat das Wohnquartier Brantheke in Hagen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (ha.ge.we) und das Bauunternehmen Goldbeck treiben das Projekt an der Elmenhorststraße planmäßig voran. Bis 2028 soll hier ein neues Wohnquartier mit insgesamt 84 Wohnungen entstehen.

Vom Altbestand zum modernen Wohnquartier

Dem Neubauprojekt ging ein umfassender Strukturwandel voraus. Auf dem Gelände standen zuvor elf ältere Wohngebäude, die als nicht mehr wirtschaftlich sanierungsfähig eingestuft wurden. Diese wurden abgerissen, um Platz für ein komplett neues Quartier zu schaffen. An ihrer Stelle entstehen nun neun moderne Mehrfamilienhäuser in zwei Bauabschnitten.

Der erste Bauabschnitt umfasst vier Gebäude mit insgesamt 40 Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Anschließend folgt der zweite Bauabschnitt mit weiteren 44 Wohnungen. Nach aktuellen Planungen soll das Gesamtprojekt bis 2028 abgeschlossen sein.

Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen

Die Wohnungen richten sich bewusst an verschiedene Bevölkerungsgruppen. Geplant sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 52 und 114 Quadratmetern. Das Angebot soll Singles, Paare, Familien sowie Seniorinnen und Senioren gleichermaßen ansprechen.



Ein Schwerpunkt liegt auf dem geförderten Wohnungsbau. Im ersten Bauabschnitt entstehen 33 öffentlich geförderte Wohnungen. Insgesamt wird ein Mix aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen geschaffen, um Menschen mit unterschiedlichen Einkommenssituationen Wohnraum anbieten zu können.



Millionenförderung durch das Land NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Projekt mit umfangreichen Fördermitteln. Für den ersten Bauabschnitt wurden rund 7,92 Millionen Euro bereitgestellt. Für den zweiten Bauabschnitt kamen weitere rund 6,96 Millionen Euro hinzu. Die Förderung soll dazu beitragen, langfristig bezahlbare Mieten zu sichern.

Die geförderten Wohnungen werden über die Stadt Hagen vergeben. Dabei kommen sowohl Wohnungen für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppe A als auch der Einkommensgruppe B auf den Markt. Dadurch können auch Haushalte mit mittleren Einkommen von den Förderangeboten profitieren.

Nach Angaben der ha.ge.we liegen die Mieten je nach Förderstatus und Ausstattung zwischen etwa 6,63 Euro und 9,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Nachhaltigkeit und moderne Bauweise

Das neue Quartier setzt auf energieeffiziente Gebäudetechnik. Geplant sind Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und eine nachhaltige Energieversorgung. Zudem wird das Projekt nach dem Nachhaltigkeitsstandard QNG umgesetzt.

Errichtet werden die Gebäude in serieller beziehungsweise systematisierter Bauweise durch Goldbeck. Diese Bauweise ermöglicht eine vergleichsweise schnelle und wirtschaftliche Umsetzung bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards.

Mehr als nur Wohnungen

Besonders bemerkenswert ist das städtebauliche Konzept des Wohnparks Brantheke. Die Planung beschränkt sich nicht auf den Wohnungsbau, sondern umfasst auch großzügige Grünflächen, Spielbereiche und Begegnungsorte für die Bewohner.

Eine Besonderheit ist die Einbindung der angrenzenden Kleingartenanlage in die Quartiersplanung. Zwischen den Gebäuden soll ein zentraler Quartiersplatz entstehen, der als Treffpunkt für Bewohner und Kleingärtner dienen wird. Darüber hinaus ist ein gestalterischer Übergang zur umliegenden Wald- und Wiesenlandschaft vorgesehen. Damit soll ein Wohnumfeld geschaffen werden, das die naturnahe Lage am Fuße von Emst bewusst einbezieht.

Bedeutung für den Hagener Wohnungsmarkt

Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten aktuellen Wohnungsbauvorhaben der ha.ge.we. Angesichts der steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum soll der Wohnpark Brantheke einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Hagener Wohnungsmarktes leisten.

Mit der Mischung aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen, moderner Energieversorgung und einem umfassenden Quartierskonzept entsteht in Emst ein neues Wohngebiet, das langfristig Wohnraum für unterschiedliche Generationen und Einkommensgruppen bieten soll.

Mit dem abgeschlossenen Rohbau des ersten Bauabschnitts beginnt nun die nächste Phase: der Innenausbau. Die ersten Bewohner könnten bereits im Herbst 2026 ihre neuen Wohnungen beziehen.

Bochum - Sanierung Eckhaus an der Dr.-C.-Otto-Straße - In Bau

Bochum-Linden: Sanierung eines lange leerstehenden Altbaus hat begonnen

In Bochum-Linden haben die Arbeiten zur Sanierung eines markanten Eckhauses an der Dr.-C.-Otto-Straße begonnen. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude stand über viele Jahre größtenteils leer und befand sich zuletzt in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand.

Bekannt war das Haus unter anderem als ehemaliger Standort der Naturfreunde Linden-Dahlhausen, die das Erdgeschoss bis 2022 nutzten. Seit dem Auszug des Vereins blieb das Gebäude weitgehend ungenutzt.

Umfassende Modernisierung geplant

Der neue Eigentümer plant eine vollständige Sanierung des Altbaus. Nach Angaben der Projektbeteiligten wird das Gebäude technisch auf einen modernen Standard gebracht. Vorgesehen sind insgesamt zwölf Wohnungen, die sich insbesondere an Singles, Paare und Senioren richten sollen.

Ein Aufzug im Treppenhaus soll künftig einen barrierearmen Zugang zu den Wohnungen ermöglichen. Die geplanten Wohnungsgrößen liegen überwiegend zwischen 65 und 70 Quadratmetern.

Schwierige Ausgangslage

Die Sanierung stellt die Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen. Das Gebäude befand sich nach Angaben des Architekturbüros in einem sehr schlechten Zustand. Zu den festgestellten Schäden gehören ein undichtes Dach, Taubenbefall in den oberen Etagen sowie teilweise eingestürzte Deckenbereiche.

Aktuell wird das Haus vollständig entkernt. Anschließend folgen Rohbauarbeiten, technische Modernisierungen und der komplette Innenausbau.

Historische Fassade bleibt erhalten

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erhalt des äußeren Erscheinungsbildes. Trotz energetischer Anforderungen soll die historische Fassade erhalten bleiben. Dafür wurde ein Konzept mit Innendämmung entwickelt, um die charakteristische Gestaltung des Gebäudes zu bewahren.

Der Eigentümer verfolgt damit das Ziel, modernen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den ursprünglichen Charakter des Altbaus zu erhalten.

Keine gewerbliche Nutzung mehr vorgesehen

Anders als in der Vergangenheit wird das Erdgeschoss künftig nicht mehr gastronomisch genutzt. Stattdessen entstehen dort zusätzliche Wohnungen. Als Gründe werden die bereits vorhandenen leerstehenden Gewerbeflächen im Umfeld sowie die hohen Anforderungen an gastronomische Betriebe genannt.

Fertigstellung innerhalb eines Jahres angestrebt

Die Bauzeit wird derzeit auf neun bis zwölf Monate geschätzt. Sollte der Zeitplan eingehalten werden, könnten die ersten Bewohner bereits im Laufe des kommenden Jahres einziehen.

Mit der Sanierung wird eines der langjährigen Leerstandsobjekte in Bochum-Linden wieder einer Nutzung zugeführt und zusätzlicher Wohnraum im Stadtteil geschaffen.


Quelle: WAZ - Nach langem Leerstand: Marodes Eckhaus in Bochum-Linden wird saniert - Paywall

Samstag, 30. Mai 2026

Herne - Klimasiedlung auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei - In Bau

In Herne-Sodingen haben die vorbereitenden Arbeiten für ein neues Wohnquartier begonnen. Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Straße „Am Hauptfriedhof“ entsteht in den kommenden Jahren eine Klimasiedlung mit rund 130 Wohneinheiten. Das Projekt zählt zu den größeren Wohnungsbauvorhaben der Stadt und soll modernen Wohnraum mit nachhaltigen und klimafreundlichen Konzepten verbinden.

Das rund zwei Hektar große Areal befindet sich direkt am Hauptfriedhof an der Wiescherstraße. Die Fläche liegt eingebettet in eine grüne Umgebung und wurde in den vergangenen Jahren nur noch eingeschränkt genutzt. Zahlreiche Gewächshäuser, Nebengebäude und Garagen prägen derzeit noch das Erscheinungsbild des Geländes. Bevor die eigentliche Bebauung beginnen kann, müssen die vorhandenen Anlagen vollständig zurückgebaut werden.

130 Wohneinheiten in unterschiedlichen Gebäudetypen

Nach den bisherigen Planungen sollen auf dem Grundstück Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und sogenannte Townhouses entstehen. Das Quartier wird in mehreren Wohnhöfen organisiert, die durch gemeinschaftliche Aufenthalts- und Begegnungsflächen ergänzt werden. Ziel ist es, eine aufgelockerte Bebauung mit einem hohen Anteil an Grünflächen zu schaffen.

Die Mischung verschiedener Wohnformen soll unterschiedliche Zielgruppen ansprechen – von Familien über Paare bis hin zu Senioren. Ein Teil der Wohnungen wird öffentlich gefördert. Nach Angaben der Stadt sollen etwa 25 Prozent der Wohneinheiten in dieses Segment fallen.

Weitgehend autofreies Quartier geplant

Ein zentrales Element des Konzepts ist die Reduzierung des motorisierten Verkehrs innerhalb des Wohngebiets. Die Bewohner sollen ihre Fahrzeuge überwiegend in einer separaten Quartiersgarage abstellen. Innerhalb der Siedlung sollen die Freiflächen weitgehend den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten bleiben.

Lediglich für Anlieferungen, Umzüge oder andere notwendige Fahrten wird eine Zufahrt in das Quartier vorgesehen. Durch dieses Konzept sollen die Aufenthaltsqualität erhöht und zusätzliche Flächen für Grünanlagen und Begegnungsorte geschaffen werden.

Kosten haben sich verdoppelt

Die Entwicklung des Projekts verlief nicht ohne Herausforderungen. Ursprünglich waren für die Klimasiedlung Investitionen von rund 30 Millionen Euro vorgesehen. Mittlerweile wird von Gesamtkosten in Höhe von etwa 60 Millionen Euro ausgegangen.

Als wesentlicher Grund für die Kostensteigerungen und die mehrjährige Verzögerung gelten die aufwendigen Vorbereitungen für den Abriss der bestehenden Anlagen. Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche ältere Gewächshäuser mit Asbestbelastung, deren Rückbau besondere Sicherheitsmaßnahmen erfordert. Die Planung und Abstimmung der Abrissarbeiten nahm daher deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich erwartet.

Erste Bauarbeiten beginnen

Mit dem offiziellen Baustart beginnt zunächst die Phase des Rückbaus. Die vorhandenen Gebäude und Gewächshäuser sollen in den kommenden Monaten entfernt werden. Anschließend sind umfangreiche Arbeiten zur Vorbereitung des Baugrunds vorgesehen.

Da derzeit noch Brut- und Nistzeiten verschiedener Tierarten berücksichtigt werden müssen, sollen größere Grünarbeiten erst im Herbst beginnen. Nach aktuellem Zeitplan ist der Beginn der eigentlichen Hochbaumaßnahmen für Ende 2027 vorgesehen.

Fertigstellung bis Ende des Jahrzehnts angestrebt

Die Stadt wird die einzelnen Bauabschnitte und Investorenleistungen ausschreiben. Parallel dazu werden die weiteren Planungen konkretisiert und die notwendigen Bebauungsplanverfahren durchgeführt.

Nach heutiger Einschätzung könnte das neue Wohnquartier bis zum Ende der 2020er Jahre vollständig realisiert werden. Angaben zu späteren Mietpreisen, Kaufpreisen oder Vermarktungszeiträumen liegen derzeit noch nicht vor.

Mit der Klimasiedlung entsteht in Herne eines der bedeutendsten aktuellen Wohnungsbauprojekte der Stadt. Neben der Schaffung neuer Wohnungen stehen dabei insbesondere nachhaltige Stadtentwicklung, eine hohe Aufenthaltsqualität und die Integration großzügiger Grünflächen im Mittelpunkt der Planungen.

Quelle: WAZ - Klimasiedlung entsteht in Herne: 130 Wohnungen für 60 Millionen Euro - Paywall

Samstag, 23. Mai 2026

Bochum | Wohnquartier Schloßstraße | In Bau

Die Firma Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH wird das Grundstück der Stiftung Situation Kunst an der Schloßstraße im Erbbaurecht entwickeln. In einem Workshopverfahren zwischen Adams und dem Architekturbüro Holle ist ein städtebaulicher Entwurf ausgearbeitet worden. Dieser städtebauliche Entwurf soll nun die Grundlage für die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens bilden


Der aktuelle Entwurf geht von etwa 25.000 m² Bruttogeschossfläche (BGF) auf dem Stiftungsgrundstück und etwa 8.000 m² BGF auf dem städtischen Grundstück aus. Dies entspricht nach Berechnungsschlüssel der Firma Adams etwa 210 Wohnungen auf dem Stiftungsgrundstück und etwa 60 Wohnungen auf dem städtischen Grundstück. Die Anzahl der Wohneinheiten wird je nach tatsächlichem Wohnungsgrößenmix variieren.

Neben freifinanzierten Wohnungen ist auch geförderter Wohnungsbau geplant. Der Anteil geförderten Wohnungsbaus beträgt für die Fläche der Stiftung Situation Kunst 20 % und für das städtische Grundstück 30 %. Auch der Bau einer 4-gruppigen Kindertagesstätte ist geplant.

Quelle: https://session.bochum.de/bi/v…nr=7076792&voselect=12965

Bild: Adams Immobilien

Update 10.01.2023

Auf einem über 21.000 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Weitmar errichtet die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH in drei Bauabschnitten das neue VIVAWEST-Quartier „Am Schlosspark“. Dabei entstehen an der Schlossstraße 246 neue Wohnungen – 53 davon öffentlich gefördert – in 23 Wohngebäuden. Ebenfalls zur Projektentwicklung gehören eine vierzügige Kindertagesstätte und eine Tiefgarage mit 185 Stellplätzen für künftige Mieter. Der Baubeginn ist für Anfang 2024 vorgesehen. Nach der voraussichtlichen Fertigstellung Ende 2027 wird VIVAWEST die Wohnungen und die Kindertagesstätte schlüsselfertig übernehmen. Der Quartiersname leitet sich vom nahegelegenen, historischen Schlosspark ab, in dem bis heute die Ruine eines im 16. Jahrhundert erbauten Wasserschlosses zu sehen ist.

Nach der Fertigstellung bietet das Quartier am Schlosspark in Bochum-Weitmar über 20.600 Quadratmeter Gesamtwohnfläche. Die modernen 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von 45 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche sprechen sowohl Paare und Singles aller Altersgruppen als auch Familien an. Hinzu kommt die Kindertagestätte mit einer Nutzfläche von 772 Quadratmetern sowie die 185 Stellplätze umfassende Tiefgarage und acht zusätzliche Außenstellplätze.

Alle im Rahmen des Projekts entstehenden Gebäude folgen der Klimaschutzstrategie von VIVAWEST, die einen klimaneutralen Gebäudebestand bis spätestens 2045 vorsieht. Das gesamte Quartier wird ressourcenschonend per Geothermie (Tiefenwärme) beheizt. Sämtliche Gebäude entsprechen zudem dem Standard KfW 55 EE.

Pressemitteilung: 246 moderne Wohnungen und eine Kindertagesstätte: VIVAWEST investiert in neues Quartier in Bochum

An der Schloßstraße in Bochum-Weitmar hat die Erschließung für das Bauprojekt bereits begonnen. Der Projektentwickler, die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH aus Essen, hat in der vergangenen Woche einen Bauantrag für den ersten Teilabschnitt eingereicht. Mit dem A-Quartier, dem ersten von drei Abschnitten, will Entwickler Adams im Frühjahr beginnen. Dazu zählen auch eine vierzügige Kindertagesstätte und eine Tiefgarage mit 185 Stellplätzen für künftige Mieter. Die Bauanträge für das B-Quartier und das C-Quartier werden im Januar gestellt und dann später realisiert.

Alle 246 Wohnungen, die auf der größeren, östlichen Seite des gesamten Baugebiets entstehen, hat das Wohnungsunternehmen Vivawest schlüsselfertig gekauft, wie aus der Pressemitteilung zuvor hervorgeht. Unklar ist noch, ob die Adams Wohnungsbau GmbH auch die kleinere, westliche Seite des Areals bebauen. Den Zuschlag für das Gelände haben sie noch nicht. 53 Wohnungen können auf der Fläche entstehen, die noch zum Friedhofsgelände gehört. Sollte Adams auch dort bauen, würde das Unternehmen die frei finanzierten Wohnungen selbst vermarkten wollen. Das Investitionsvolumen für das komplette Baugebiet würde bei einer Summe von bis zu 100 Millionen Euro liegen.

Quelle: WAZ - 246 Wohnungen gekauft - Konzern steigt bei Neubauprojekt ein | hinter Paywall


Update 17.07.2024

Am 4 Juli 2024 wurde der erste Spatenstich für das Bauprojekt gefeiert. Im November 2023 starteten auf dem knapp 21.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Schlossstraße in Bochum-Weitmar die Erschließungsarbeiten, seit knapp drei Monaten laufen die Arbeiten am ersten (Quartier A) von insgesamt drei Teilabschnitten. Der künftige Quartiersname leitet sich vom nahegelegenen historischen Schlosspark ab, in dem die Ruine eines ursprünglich im 16. Jahrhundert erbauten Wasserschlosses steht.

Pressemitteilung: Ein neues Quartier in Bochum-Weitmar: VIVAWEST und ECKEHARD ADAMS WOHNUNGSBAU feiern Spatenstich für 244 Wohnungen und eine Kita


Bild: Holle Architekten

Update 23.05.2026

Großprojekt in Bochum-Weitmar: 244 Mietwohnungen kurz vor Fertigstellung

In Bochum-Weitmar nähert sich eines der derzeit größten Wohnungsbauprojekte der Stadt seinem Abschluss. An der Schloßstraße entstehen insgesamt 244 neue Mietwohnungen, die bis Ende 2026 bezugsfertig sein sollen. Die ersten Wohnungen sollen bereits im August übergeben werden.

Projektentwickler ist die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH, die nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro in das Quartier investiert hat. Käufer der neun Mehrfamilienhäuser ist der Wohnungsanbieter Vivawest.

Großprojekt mit langer Vorgeschichte

Das Baugebiet an der Schloßstraße war in den vergangenen Jahren mehrfach Gegenstand politischer und öffentlicher Diskussionen. Themen waren unter anderem die Bebauungsdichte, die Verkehrsbelastung während der Bauphase sowie die städtebauliche Gestaltung des rund 3,7 Hektar großen Areals.

Die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH hatte sich 2019 mit ihrem Konzept in einem städtebaulichen Wettbewerb durchgesetzt. Zwei Jahre nach dem Baustart ist das Quartier inzwischen weitgehend fertiggestellt. Die Baukräne wurden bereits abgebaut.

Weitere Bauabschnitte bereits geplant

Parallel zur Fertigstellung des ersten Abschnitts laufen bereits die Vorbereitungen für die Erweiterung des Quartiers. Südwestlich des aktuellen Baugebiets sollen zwei weitere Gebäude mit insgesamt 78 Wohnungen entstehen.

Geplant sind:

  • 42 öffentlich geförderte Mietwohnungen für Vivawest
  • 36 Eigentumswohnungen unterschiedlicher Größe

Nach Angaben des Projektträgers sollen rund 60 Prozent der neuen Mietwohnungen öffentlich gefördert werden. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der noch ausstehenden Baugenehmigung.

Eigentumswohnungen ab 2027

Für den zweiten Bauabschnitt kündigt der Projektentwickler außerdem den Bau hochwertiger Eigentumswohnungen an. Die Vermarktung soll bereits im August starten, der eigentliche Baustart ist für Sommer 2027 geplant.

Vorgesehen sind Wohnungen zwischen etwa 50 und 170 Quadratmetern Wohnfläche sowie ein großes Penthouse mit rund 220 Quadratmetern.

Kita und Grünflächen im Quartier

Zum neuen Wohnquartier gehört auch eine vierzügige Kindertagesstätte, die im Erdgeschoss eines der Gebäude eingerichtet wird. Betreiber wird die Arbeiterwohlfahrt sein.

Zusätzlich entstehen begrünte Innenhöfe und Außenanlagen. Unter dem Quartier wurde eine Tiefgarage mit 185 Stellplätzen gebaut.

Insgesamt 322 Wohnungen geplant

Mit dem geplanten Ausbau wächst das Gesamtprojekt an der Schloßstraße auf insgesamt 322 Wohnungen. Die Gesamtinvestitionen sollen sich laut Projektentwickler auf rund 136 Millionen Euro belaufen.

Das Projekt zählt damit zu den größten aktuellen Wohnungsbauvorhaben in Bochum und verdeutlicht den weiterhin hohen Bedarf an neuem Wohnraum im Ruhrgebiet.


Quelle: WAZ - Riesiges Bauprojekt: 244 neue Mietwohnungen in Bochum sind fast fertig - Paywall

Freitag, 22. Mai 2026

Essen - Revitalisierung Ruhrturm (67m) - In Planung

Der Ruhrturm an der Huttroper Straße/Ruhrallee in Essen ist zweieinhalb Jahre nach der Insolvenz der Fakt AG verkauft worden. Neuer Eigentümer ist die P-Touch-Gruppe, ein international tätiges Family Office und Projektentwickler mit über 40 Jahren Erfahrung. Das 1976 als Konzernzentrale der Ruhrgas AG erbaute Gebäude mit 16 Etagen und rund 40.000 Quadratmetern Fläche wurde 2011 von der Fakt AG übernommen, die bereits versuchte, das Hochhaus breiter aufzustellen und neben Büros auch ein Hotel, ein Tagungscenter sowie ein Coworking-Konzept unterzubringen. Nach der Insolvenz der Fakt AG 2022 und der anschließenden Finanzierung durch die Gläubiger wurde der Verkauf des Ruhrturms möglich.

Die neuen Eigentümer planen, den Ruhrturm zu einem gemischt genutzten Gebäude umzubauen. Geplant sind Wohnungen und Micro-Apartments für Studierende, Berufstätige und Langzeitgäste, ein Kindergarten, ein medizinisches Versorgungszentrum sowie neue Gastronomieangebote. Das bestehende Hotel soll erhalten bleiben, Büros weiterhin verfügbar sein, allerdings in reduziertem Umfang, um auf die veränderte Nachfrage am Büromarkt zu reagieren. Zudem soll die Fassade modernisiert werden, um dem Gebäude ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu verleihen. Ziel der P-Touch-Gruppe ist es, den Ruhrturm wieder als positives Wahrzeichen für Essen zu etablieren, das Menschen verbindet und den Stadtteil stärkt.


Verkauf: Ruhrturm in Essen an der Huttroper Straße/Ruhrallee nach Insolvenz der Fakt AG verkauft.

Neuer Eigentümer: P-Touch-Gruppe, international tätiges Family Office und Projektentwickler mit über 40 Jahren Erfahrung.


Gebäudehistorie:
  • 1976 als Konzernzentrale der Ruhrgas AG erbaut
  • 16 Etagen, 60 Meter hoch, ca. 40.000 m² Fläche
  • 2011 von Fakt AG übernommen; Nutzung: Büros, Hotel, Tagungscenter, Coworking, Schönheitsklinik
  • Bisherige Nutzung: Kombination aus Büros, Hotel, Tagungscenter, Coworking und Schönheitsklinik
Zukünftige Pläne:
  • Umbau zu gemischt genutztem Gebäude
  • Wohnungen und Micro-Apartments für Studierende, Berufstätige und Langzeitgäste
  • Kindergarten und medizinisches Versorgungszentrum
  • Neue Gastronomie
  • Bestehendes Hotel bleibt erhalten
  • Weniger Büroflächen, Anpassung an veränderte Nachfrage
  • Modernisierung der Fassade, neues äußeres Erscheinungsbild
Quelle: WAZ - Ruhrturm ist verkauft: Der neue Eigentümer hat große Pläne - Paywall


Update 22.05.2026

Ruhrturm Essen: Vom Bürohochhaus zur vertikalen Stadt

Der Ruhrturm in Essen-Huttrop steht vor einer umfassenden Transformation. Das markante Hochhaus aus den 1970er Jahren soll in den kommenden Jahren zu einem modernen Mixed-Use-Komplex umgebaut werden – mit Rooftop-Bar, Hotel, Gesundheitsangeboten, Wohnen, Gastronomie und begrünten Dachflächen. Für die Architektur- und Stadtentwicklungsbranche ist das Projekt ein spannendes Beispiel dafür, wie bestehende Hochhäuser neu gedacht werden können.

Ein Hochhaus mit Geschichte

Der rund 67 Meter hohe Ruhrturm wurde 1972/73 errichtet und diente viele Jahre als Unternehmenszentrale der Ruhrgas AG. Trotz seiner markanten Erscheinung verlor das Gebäude in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung. Große Teile der über 40.000 Quadratmeter Nutzfläche standen leer oder wurden nur eingeschränkt genutzt.

Mit dem Kauf durch die P-Touch-Group im Jahr 2025 beginnt nun ein neues Kapitel. Statt Abriss setzen die neuen Eigentümer auf Revitalisierung – ein Ansatz, der im Sinne nachhaltiger Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Revitalisierung statt Neubau

Besonders interessant ist die Entscheidung, die bestehende Gebäudestruktur weitgehend zu erhalten. Laut Projektentwicklern verfügt der Turm über eine hochwertige Grundsubstanz, die eine Modernisierung wirtschaftlich und technisch sinnvoll macht.

Dennoch ist der Eingriff tiefgreifend:

  • vollständige Entkernung,
  • neue Gebäudetechnik,
  • energetische Sanierung,
  • Anpassung an aktuelle Brandschutzstandards,
  • Neugestaltung der Fassaden.

Die neue Fassadengestaltung soll dem Gebäude eine elegantere vertikale Wirkung verleihen und den bislang eher monolithischen Charakter aufbrechen.

Die Idee der „5-Minuten-Stadt“

Das Konzept orientiert sich an der Idee der kompakten Stadt: Arbeiten, Wohnen, Freizeit und Versorgung sollen an einem Ort zusammenkommen.

Geplant sind unter anderem:

  • Hotel mit rund 130 Zimmern,
  • Rooftop-Bar mit Blick über das Ruhrgebiet,
  • Restaurant und Außenbereiche,
  • Event- und Konferenzflächen,
  • Fitnessstudio,
  • medizinisches Versorgungszentrum,
  • Boarding-House,
  • Azubi- und Studentenapartments,
  • Senioren-WG,
  • Tagespflege,
  • Kita mit Dachspielflächen.

Damit entsteht kein klassischer Büroturm mehr, sondern ein hybrider Gebäudekomplex mit urbanem Nutzungsmix.

Dachflächen als neuer Lebensraum

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Aktivierung der Dachflächen. Mehrere Dächer sollen begrünt und für unterschiedliche Nutzungen geöffnet werden.

Besonders auffällig:

  • Rooftop-Bar auf den oberen Etagen,
  • begrünte Aufenthaltsbereiche,
  • Spielflächen für die Kita,
  • mögliche „Dachalm“ mit Tieren wie Hühnern oder Schafen.

Gerade diese Dachnutzung zeigt, wie stark sich Architektur heute mit Aufenthaltsqualität und sozialer Nutzung beschäftigt – selbst in Bestandsgebäuden der Nachkriegsmoderne.

Kein Supermarkt – bewusst

Ursprünglich war im Ruhrturm ein Supermarkt vorgesehen. Dieses Konzept wurde jedoch verworfen. Stattdessen soll ein kleiner Nahversorgungsbereich mit Kiosk, DHL-Shop und saisonalen Verkaufsständen entstehen.

Die Entscheidung zeigt, dass Projektentwickler zunehmend stärker kuratierte Nutzungskonzepte verfolgen, statt klassische Einzelhandelsflächen zu integrieren.

Bilder: WAZ / P-Touch Group

Architekturtrend: Transformation statt Abriss

Der Ruhrturm steht exemplarisch für einen wichtigen Trend der Gegenwart:
Die Umnutzung bestehender Hochhäuser wird zunehmend attraktiver als ein kompletter Neubau.

Gründe dafür sind:

  • Nachhaltigkeit,
  • graue Energie im Bestand,
  • steigende Baukosten,
  • Flächenknappheit,
  • neue Anforderungen an urbane Nutzungsmischung.

Gerade ehemalige Bürohochhäuser bieten großes Potenzial für neue hybride Nutzungskonzepte.

Fazit

Mit dem Umbau des Ruhrturms entsteht in Essen eines der spannendsten Revitalisierungsprojekte im Ruhrgebiet. Das Vorhaben verbindet Bestandserhalt, urbane Nutzungsmischung und neue Aufenthaltsqualitäten auf engem Raum.

Ob das Konzept langfristig funktioniert, wird sich erst nach Fertigstellung zeigen. Architektonisch und städtebaulich liefert das Projekt jedoch bereits jetzt interessante Impulse für die Zukunft ehemaliger Bürohochhäuser in deutschen Städten.

Quelle: WAZ - Rooftop-Bar, aber kein Supermarkt: Das sind die Pläne für den Ruhrturm in Essen - Paywall

Sonntag, 17. Mai 2026

Recklinghausen | Neubau Trainingszentrum der Polizei | In Bau

In Recklinghausen am Westring entsteht ein Polizei-Neubau. Es handelt sich dabei um ein Regionales Trainingszentrum (RTZ), wo Beamte aus dem gesamten nördlichen Ruhrgebiet trainert werden. Den Zuschlag für die Maumaßnhme erhielt eine Bietergemeinschaft der Firmen JBR aus Münster und Ten Brinke aus den Niederlanden. Die Polizei zieht als Mieterin für 25 Jahre in die Gebäude. Die Investitionskosten bewegen sich im höheren zweistelligen Millionenbereich.

Für den Fertigstellungstermin kann noch kein konkreter Zeitpunkt gennant werden, da man sich aktuell noch in der Planungsphase befindet. Das vorgesehene Gelände befindet sich am Westring in Recklinghausen und umfasst 50.000 Quadratmeter. Neben dem Trainingszentrum werden auf dem Gelände Dienststellen der Polizei Recklinghausen untergebracht. So werden die Hundertschaft, verschiedene Kommissariate, Sachgebiete und die Fahrzeugwerkstatt eine neue Wirkungsstätte finden. Zudem sind Parkmöglichkeiten für Dienstfahrzeuge und die Fahrzeuge der Mitarbeitenden vorgesehen. Das Präsidium am Westerholter Weg in Recklinghausen wird trotz des Neubaus nicht aufgegeben, es bleibt die erste Heimat der Polizei Recklinghausen.

Quelle: WAZ - Neubau mit Trainingszentrum auch für Gladbecker Polizisten  - (August 2024)


Bild: JBR-Partner


Update 17.05.2026

Spatenstich für die Polizei der Zukunft: Neues Polizeiquartier und Trainingszentrum in Recklinghausen

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich fiel am 5. Mai 2026 der Startschuss für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Polizei in Nordrhein-Westfalen: In Recklinghausen entstehen eine neue Zentrale Polizeiliche Liegenschaft (ZPL) sowie ein modernes Regionales Trainingszentrum (RTZ). Vertreter aus Politik, Polizei, Verwaltung und Wirtschaft kamen zusammen, um den Beginn der Bauarbeiten offiziell zu feiern.

Ein starkes Signal für moderne Polizeiarbeit

Der Neubau steht für eine klare Zukunftsvision: moderne Arbeitsplätze, innovative Trainingsmöglichkeiten und eine leistungsfähige Infrastruktur für die Polizei der Region. Gemeinsam mit dem Projektentwickler Ten Brinke und den planenden Architekten der JBR-Partnergesellschaft entsteht am Westring ein zukunftsorientierter Standort für Sicherheit und Ausbildung.

Bereits im Juli 2024 wurde der Mietvertrag unterzeichnet. Nach intensiver Planung beginnt nun die praktische Umsetzung eines Projekts, das die Polizeiarbeit in der Region nachhaltig stärken soll.

Zentrale Bündelung wichtiger Polizeidienststellen

Die neue Liegenschaft wird künftig zahlreiche Bereiche der Polizei unter einem Dach vereinen. Dazu gehören:

  • Verwaltungsdienststellen der Polizei Recklinghausen
  • die Hundertschaft
  • verschiedene Kriminalkommissariate
  • die Fahrzeugwerkstatt

Auf dem rund 62.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen zusätzlich umfangreiche Park- und Fahrzeugflächen.

Modernes Training für reale Einsatzlagen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem geplanten Regionalen Trainingszentrum Recklinghausen. Dort sollen künftig nicht nur Einsatzkräfte aus Recklinghausen, sondern auch Polizistinnen und Polizisten aus Gelsenkirchen und Oberhausen trainieren.

Ziel ist es, Einsatzkräfte noch besser auf unterschiedlichste Einsatzlagen vorzubereiten – mit modernen Trainingsmethoden, zeitgemäßer Technik und realitätsnahen Übungsmöglichkeiten.

NRW-Innenminister Herbert Reul betonte die Bedeutung solcher Einrichtungen:

„Moderne Dienststellen und regionale Trainingszentren gehören zu einer professionellen Polizeiarbeit dazu.“

Stimmen zum Projekt

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen sieht in dem Bauprojekt einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Polizei:

„Mit dem Spatenstich beginnt die Bauphase eines Projekts, das unsere Polizei zukunftstauglich macht.“

Auch Bürgermeister Axel Tschersich unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei und bezeichnete die neue Einrichtung als wichtigen Standortfaktor für Recklinghausen.

Von Seiten des Bauherrn erklärte Albert ten Brinke, CEO von Ten Brinke:

„Hier entsteht ein modernes Polizeiquartier, das höchste Anforderungen der polizeilichen Arbeit erfüllt.“

Investition in Sicherheit und Zukunft

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen mit Genehmigung des Innenministeriums NRW. Mit dem Baustart wurde nun der Grundstein für eine moderne Polizeiinfrastruktur gelegt, die weit über Recklinghausen hinaus Bedeutung haben wird.



Pressemitteilung: Spatenstich für zentralen Polizeistandort in Recklinghausen

Moers - Neubau Volksbank Hülsdonker Straße - In Planung

Volksbank Niederrhein investiert in die Zukunft: Neubauprojekt in Moers gestartet

Die Volksbank Niederrhein setzt ein starkes Zeichen für Zukunft, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit: In der Moerser Innenstadt entsteht ein modernes neues Bankgebäude im neu entwickelten WEYERPARK an der Hülsdonker Straße. Mit dem jetzt unterzeichneten Bauvertrag beginnt offiziell eines der bedeutendsten Projekte der Bank in den kommenden Jahren.

Ein klares Bekenntnis zum Standort Moers

Für Vorstandsvorsitzenden Guido Lohmann ist der Neubau weit mehr als nur ein modernes Verwaltungsgebäude. Vielmehr versteht die Bank das Projekt als langfristige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und als klares Bekenntnis zur Region Niederrhein.

Das neue Gebäude soll moderne Beratungswelten, attraktive Arbeitsplätze und nachhaltige Architektur miteinander verbinden. Gleichzeitig möchte die Volksbank einen offenen Begegnungsort für Mitglieder, Kunden und Mitarbeitende schaffen.

Bild: Volksbank Niederrhein

Modernes Kompetenzzentrum auf 1.600 Quadratmetern

Nach Fertigstellung stehen rund 1.600 Quadratmeter Büro-, Service- und Beratungsfläche zur Verfügung. Geplant ist ein zentraler Kompetenzstandort für die Region Moers, an dem künftig verschiedene Bereiche gebündelt werden:

  • Firmenkundenbetreuung
  • Private Banking
  • Baufinanzierung
  • Privatkundengeschäft

Besonderes Highlight wird ein Veranstaltungsbereich im obersten Stockwerk mit großzügiger Dachterrasse sein. Die Räumlichkeiten sollen nicht nur intern genutzt werden, sondern auch regionalen Vereinen und gemeinnützigen Organisationen kostenfrei für Veranstaltungen oder Jahreshauptversammlungen zur Verfügung stehen.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

Bei der Planung spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das Gebäude soll hohe energetische Standards erfüllen und ressourcenschonend betrieben werden. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Energieversorgung über Solaranlagen und Wärmepumpentechnik
  • Fahrradstellplätze mit Solardächern
  • Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge
  • Gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

Damit möchte die Volksbank nicht nur wirtschaftlich investieren, sondern auch ökologische Verantwortung übernehmen.

Regionale Unternehmen übernehmen die Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit regionalen Partnern. Die Projektentwicklung übernimmt die Area & Clavis GmbH. Der Rohbau wird von der Malesevic Bau GmbH realisiert. Für die Innenarchitektur und bankspezifischen Konzepte wie Tresorräume oder Schließfachanlagen zeichnet die Raumplan GmbH verantwortlich.

Die enge Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen sei laut Vorstand ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Fertigstellung für 2028 geplant

Die Bauanträge wurden bereits eingereicht. Der Baubeginn ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird für Herbst 2028 erwartet.

Nach dem Umzug wird die Volksbank ihren bisherigen Standort an der Mühlenstraße aufgeben. Das derzeit genutzte Gebäude gilt laut Bank als energetisch und bautechnisch nicht mehr zeitgemäß sowie langfristig wirtschaftlich unattraktiv.