Samstag, 14. Februar 2026

Bochum - Büro & Geschäftshaus Dr. Ruer-Platz | In Bau

Wie nun bekannt wurde soll das Traditionslokal „Die Uhle“ am Dr. Ruer-Platz Anfang Januar 2019 geschlossen werden. Seniorchefin Brigitte Streberg hatte mit 86 ihren Abschied erklärt und das Gebäude verkauft. Die ersten Pläne für die Neubebauung des Areals präsentierten die Kemper - Steiner & Partner Architekten auf ihrer Homepage bereits 2016. Bei dem Käufer handelt es sich um die Sparkasse Bochum. Die Sparkasse beabsichtigt, das Objekt abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Die Planungen hierzu laufen.

Quelle: WAZ - Das Bochumer Traditionslokal „Die Uhle“ schließt Anfang 2019



Update 13.01,2019

Das Traditionslokal ''Uhle'' schließt nun endgültig. Im Februar geht das Gebäude in den Besitz der Sparkasse Bochum über. Diese hat bereits  mit den vorbereitenden Vermessungsarbeiten für einen mehrgeschossigen Neubau begonnen. Geplant ist neben Gewerbe und Handel auch Wohnungen. Dabei soll wohl auch das Gebäude zwischen Uhle und Sparkasse, das ebenfalls dem Geldinstitut gehört, mit einbezogen werden. Der architektonischer Entwurf für das neue Objekt wird vom hauseigenen Architekten Ludger Kroos entwickelt.

Quelle: WAZ - Trauriger Abschied von der „Uhle“: Traditionslokal schließt


Update 19.10.2019

Bis spätestens Frühjahr 2021 wird das Gebäude an der Ecke Huestraße/Dr.-Ruer-Platz mit der Traditionsgaststätte „Die Uhle“ abgerissen. Die Sparkasse Bochum plant an gleicher Stelle den Bau eines „EnergieHauses Plus“, das mehr Energie produzieren als verbrauchen soll. Der Neubau wird in seinen Proportionen und in seiner Gestaltung harmonisch in die angrenzende Bebauung einfügen.

Das Gebäude soll auch die Lücke zum benachbarten Altbau schließen, in dem das Kundenservicecenter der Sparkasse untergebracht ist. Eine einheitliche Fassade soll Alt- und Neubau optisch zusammenfügen. Ins Erdgeschoss zieht wieder Gastronomie ein. Drei Architekturbüros wurden eingeladen Entwürfe für den Neubau zu entwickeln. Im März 2020 wird entschieden welcher Entwurf umgesetzt wird. Im Jahr 2021 soll der Baubeginn erfolgen.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/ga...227328797.html

Update 22.09.2020

Mit einer außergewöhnlichen Fassade und vielen beeindruckenden und überraschenden Lösungen für den Neubau haben die Architekten O & O Baukunst aus Köln überzeugt. Die Anbindung an die beiden bestehenden Sparkassen-Gebäude am Dr.-Ruer-Platz ist gelungen. Sie fügt die einzelnen Gebäudeteile zu einem attraktiven Gesamtkomplex zusammen.


Insgesamt waren drei ausgewählte Büros aus der Region eingeladen worden, ihre Visionen für dieses Projekt einzureichen. Ihre Aufgabe war es, auf dem Grundstück der „Uhle“ einen mehrgeschossigen Neubau zu planen – mit einer Gaststätte im Erdgeschoss und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für die Etagen. Ferner sollte der Neubau an das direkte Nachbargebäude angebunden werden, in dem sich unter anderem ein Café und die Digitale Beratung der Sparkasse Bochum befinden. Dieser Bau aus den 60er Jahren wiederum sollte mit dem Sparkassen-Hauptgebäude mit einer Brücke verbunden werden. Soweit einige Vorgaben, die zu erfüllen waren. 

Die Lösung des Siegerentwurfs hatte alle Entscheider, zu denen neben Vertretern der Sparkasse und ihrer Gremien auch unabhängige Architekten und Vertreter der Stadt gehörten, übereinstimmend überzeugt. Alle drei Entwürfe wurden positiv wahrgenommen. Doch die Entscheidung für das Kölner Modell fiel einstimmig. „Das optisch und planerisch gelungene Gesamtkonzept wird die Attraktivität des Dr.-Ruer-Platzes erhöhen“, ist Jürgen Hohmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum, überzeugt. Äußerlich führt eine gefaltete Fassade geschickt die drei Bestandteile zusammen, ohne die einzelnen Elemente (Hauptgebäude, Café und Neubau) zu verwässern. Eine spannende Lösung bietet der Entwurf mit der Erschließung des Neubaus über das vorhandene Treppenhaus des Nachbarhauses. 

In den Obergeschossen werden unterschiedliche Varianten für eine Eigennutzung oder auch Fremdvermietung aufgezeigt. „Gerade die letzten Wochen und Monate haben deutlich gemacht, wie schnell sich neue Entwicklungen auch auf Arbeitssituationen auswirken können. Darauf möchten wir flexibel reagieren können,“ betont Vorstandsmitglied Yvonne van den Hövel-Meyer. In die Gastronomie führen im Entwurf zwei Eingänge. Einer davon liegt voraussichtlich – wie bisher – an der Ecke DrRuer-Platz/Huestraße. Innen besticht der Entwurf mit einer schmalen Galerie entlang der gläsernen Fassade. „Das ist sehr beeindruckend und verdoppelt voraussichtlich die Zahl der begehrten Fensterplätze“, so die Baudezernentin der Sparkasse. Auch die geschwungene freie Treppe unterstütze die räumliche und architektonische Qualität dieses Entwurfs. „Das wird ein Schmuckstück für Bochum!“, freut sich Christian Heuchel von O & O Baukunst in Köln. „Wir freuen uns sehr, die Innenstadt durch hochwertige Architektur zu unterstützen.“ „Wir sind nun einen großen Schritt weiter“, betont Alexander Schüning, Leiter der Bauabteilung der Sparkasse Bochum. Nun beginne die Feinjustierung nach den Vorstellungen und Wünschen der Sparkasse Bochum. 

Bis die Baugenehmigung vorliege, werde es noch etwas dauern, so dass auch der Abriss voraussichtlich frühestens gegen Ende nächsten Jahres erfolgen könne. Bis dahin kann Bochum Marketing weiterhin die „Kultur-Uhle“ für eigene Projekte nutzen. Allerdings mit einer Einschränkung, räumt Alexander Schüning ein: „Wenn das Dach undicht wird, müssen wir das Gebäude vorher aus Sicherheitsgründen schließen“.

Pressemitteilung: Sparkasse Bochum 

Bild: Sparkasse Bochum

Update 23.12.2021

Beeindruckend, überraschend, attraktiv – so beschrieb die Jury aus unabhängigen
Architekten, Vertretern der Stadt und der Sparkasse Bochum im September 2020 den Entwurf des Kölner Planungsbüros Ortner & Ortner Baukunst für den Neubau an Bochums 1. Adresse. Erste Visualisierungen zeigen jetzt das Schmuckstück, das die Sparkasse Bochum am Dr.- Ruer-Platz für Bochum baut. Ins Auge sticht die gefaltete Gebäudehülle mit großen Fenstern und Natursteinelementen, die die Elemente Neubau Dr.-Ruer-Platz 8 und den Altbau mit Café am Dr.-Ruer-Platz 6 geschickt zusammenführt, ohne dabei einzelne Bestandteile zu verwischen.

An der historischen Stelle der „Uhle“ ist im Erdgeschoss wieder ein Restaurant geplant - mit innenliegender Galerie zur Fensterseite und einer Außengastronomie, die für eine zusätzliche Belebung des Dr.-Ruer-Platzes sorgen wird. Außerdem wird der Neubau multifunktionale Büros für moderne Arbeitswelten schaffen. Die Sparkasse selbst nutzt voraussichtlich nur die vierte Etage.

Im September wurde der Bauantrag gestellt, im neuen Jahr starten die ersten Arbeiten. Anfang Januar wird die künftige Baustelle eingezäunt. Der Rückbau des Altgebäudes erfolgt mit strenger Trennung der auszubauenden Materialien. Bei der Planung wurde viel Wert auf nachhaltiges Bauen und eine ausgewogene Energiebilanz gelegt, das Plus-Energiehaus wird seine Energie durch Photovoltaikelemente selbst erwirtschaften.


Nach dem Rückbau ist ab März der Abbruch des verbliebenden Massivgebäudes geplant. „Zur Sicherung der Baugrube und der Nachbarhäuser werden Bohrpfähle entlang der Außenkante zwölf Meter tief gesetzt. Danach beginnt die Ausschachtung für den Neubau“, erklärt Sparkassen-Architekt und Bauherrnvertreter Michael Allweins. Während der Bauzeit dieses attraktiven Gebäudes im Herzen der City ist es das Bestreben der Sparkasse Bochum, das Leben und Einkaufen in der City sowie die Nachbarn so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Um die Baustelle auf dem kürzesten Weg zu erreichen, werden die Baustellenfahrzeuge die Luisenstraße für die notwendigen und gesicherten An und Abfahrten nutzen. Die übrige Fußgängerzone und der Einzelhandel bleiben so weit wie möglich unberührt.

Um allerdings diese Zufahrt rechts von der Tiefgarageneinfahrt für schwere Fahrzeuge nutzen zu können, muss sie verstärkt werden. Auch diese Arbeiten beginnen im Januar. „Das ist leider nicht zu verhindern. Der vorhandene Untergrund an dieser Stelle ist für schwere Last nicht ausgerichtet“, bedauert Michael Allweins.

Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes aus Alt- und Neubau ist in 2024 geplant. Dann wird Bochums neues Schmuckstück mit seiner hochwertigen Architektur die Attraktivität des Dr.- Ruer-Platzes und der Bochumer Innenstadt deutlich steigern.

Pressemitteilung: Sparkasse Bochum




Update 11.06.2022

Das endgültig letzte Kapitel der früheren Traditionsgastronomie am Dr.-Ruer-Platz hat begonnen. Das Dach ist bereits weg und die Abbruchhämmer graben sich unerbittlich in das Ziegelmauerwerk. Bis zum 21. Juni soll oberirdisch alles verschwunden sein. Bis zum 11. Juli soll der schmale Zuweg für schwere Baufahrzeuge über die Luisenstraße möglich sein. Erst dann wird mit den Arbeiten für die Baugrube des Neubaus begonnen. In rund 13 Metern Tiefe erfolgt eine Gründung auf dem dort anstehenden Mergel – in direkter Nachbarschaft zur Tiefgarage.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…die-uhle-id235504953.html

Hier und hier eine Luftaufnahme

Update 29.07.2023

Viele Monate lang haben sich die Arbeiten auf der Baustelle der Sparkasse Bochum auf dem Dr.-Ruer-Platz in die Tiefe gerichtet. Bis zu zwölf Meter tief wurde ausgeschachtet. Nun entwickeln sich die Aktivitäten endlich nach oben. In den letzten Wochen wurde das Fundament des neuen Gebäudes gegossen, das vom Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst geplant und von der Firma Echterhoff-Holland Hoch- und Tiefbau gebaut wird.

„Das Wetter in diesem Frühjahr war wirklich gegen uns“, sagte Bauherrnvertreter Michael Allweins von der Sparkasse Bochum. „Es hat enorm viel geregnet und das hat dem Boden, den wir in der Tiefe vorgefunden haben, nicht gutgetan.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte Michael Allweins (der ebenfalls Architekt ist): „Der Boden, den wir in der Tiefe vorgefunden haben, heißt Schluff – und genauso verhält er sich auch.“ Kommt Schluff mit Wasser in Berührung, verwandelt er sich zu einem glibberigen Brei. Auf diesem Brei kann man nicht stehen, arbeiten oder gar gründen. Also hieß es weiter ausschachten. Insgesamt mussten 4.800 Kubikmeter Schluff aus-gehoben werden, bis die Arbeiter schließlich auf stabilen Essener Grünsandmergel stießen. Auf diesem sicheren Boden entsteht nun das neue Gebäude.

Vorbereitungen für Arbeiten in der engen Innenstadt

Nicht nur der Boden hat die Arbeiten erschwert. Sicherheit geht vor – und gerade auf einer Baustelle im engen Innenstadtraum mussten langwierige Vorbereitungen getroffen werden: Eine Zuwegung zur Baustelle für die schweren Lastwagen und Geräte musste erst geschaffen werden. Die Luisenstraße wurde dafür aufwändig mit Pfählen, die tief in den Boden getrieben wurden, ertüchtigt. Diese Lösung sorgt dafür, dass die Fußgängerzone auf der Huestraße jetzt nahezu unbehelligt von den Bauarbeiten bleibt, denn die Baufahrzeuge nehmen nun den kürzeren Weg über die Luisenstraße. Auch die Baugrube selbst musste nach dem Ausschachten zunächst stabilisiert werden. Dafür sorgen 88 Betonbohrpfähle an den Baugrubenseiten. Die Pfähle sind 16 Meter lang, haben einen Durchmesser von 62 Zentimetern und werden auf zwei Ebenen von Stahlgurten umfasst. So wird die Baugrube stabil und gegen nach-fallendes Erdreich geschützt.

So sehen die nächsten Schritte aus

Stabil gesichert, geht es nun auf einem insgesamt drei Meter dicken Fundament nach oben. Aktuell entstehen die Betonwände des dritten Kellergeschosses. Daran schließt sich mit Decken und Wänden das zweite Untergeschoss an. „Diese Gebäudeteile werden künftig als Parkgaragen genutzt“, berichtete Michael Allweins. Mit dem ersten Untergeschoss wird sich die Nutzung ändern. „Hier entstehen Keller- und Lagerräume für das zukünftige Restaurant.“ Der Erdgeschossboden selbst wird voraussichtlich Ende des Jahres fertig sein. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2024/Anfang 2025 geplant. Zeitgleich soll die Fassadensanierung des benachbarten Bestandsgebäudes fertiggestellt werden. Optisch verschmelzen Neu- und Altbau zu einer Einheit.

„Wir gestalten die Innenstadt von Morgen mit“

Das neue Gebäude wird ein Plusenergiehaus. Das bedeutet, dass es mehr Energie erzeugt als selbst verbraucht. Möglich wird das durch eine effiziente Luftwärme-pumpe. Den dazu benötigten Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Neubau die Innenstadt um ein sehr schönes Gebäude ergänzen können“, sagte Sparkassen-Vorstandsmitglied und Baudezernentin Yvonne van den Hövel-Meyer. „Wir lassen etwas Neues entstehen, mitten in der Stadt. Wir bauen etwas auf und gestalten die Stadt von morgen aktiv mit.“

Pressemitteilung: https://www.sparkasse-bochum.d…nt.pdf?stref=imagetextbox

Update 16.07.2024

Eigentlich sollte der Neubau bereits fertig sein. Gefühlt geht es nur sehr langsam auf der Baustelle voran. Als einer der Gründe werden die langwierigen Arbeiten an und in der Baugrube gennat. Der sandige Boden, „Schluff“ genannt, hat sich wegen des ständigen Regens in eine breiige Masse verwandelt, die nur schwer zu handeln war. Mittlerweile steht das Erdgeschoss, die größten Probleme scheinen überwunden zu sein. Rund fünf Wochen werden aktuell für eine Etage benötigt. Mitte 2025 soll das Gebäude fertig sein, mit ca 9 Monaten Verzögerung. Im imposanten Erdgeschoss soll auf ca 389 qm eine Gatronimie einziehen.

Zudem bekommt die in die Jahre gekommene Fassade des Bestandsgebäudes, in dem sich u.a. die US-Kaffeekette Starbucks und das Spielzeug-Paradies befinden und die von Oktober an abgebaut wird, ein modernes Gesicht. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 15 Mio Euro.

Quelle: WAZ - werden die nie fertig? - Sparkassenbeubau hat viele Tücken - Paypall




Fotos: O & O Baukunst

Update 26.10.2024

Es wird wie angekündigt eine neue Gastronomie im Erdgeschoss des Neubaus geben. Voraussichtlich im September 2025 wird die Restaurantkette „Wilma Wunder“ in den Neubau der Sparkasse Bochum am Dr.-Ruer-Platz ziehen. Ein besonderer Akzent des Lokals wird neben dem Ganztagsbetrieb und der regionalen Ausrichtung die Innenausstattung sein. Zu dem Lokal mit der imposanten Deckenhöhe von 5,01 Meter und der auffälligen „Falt-Fassade“ gehört ein großzügiger Außengastronomiebereich auf dem Dr.-Ruer-Platz und der Huestraße. Insgesamt etwa 300 Plätze, 150 innen und 150 außen, werde das Restaurant bieten. Zu den Besonderheiten gehöre die großzügige Fensterfassade zum Dr.-Ruer-Platz. Diese könne komplett geöffnet werden und so einen nahtlosen Übergang von Innen nach Außen ermöglichen.

Quelle: WAZ - Neues Lokal: Wilma Wunder öffnet 2025 im Herzen Bochums - hinter Paywall


Update 28.10.2025

Der Neubau der Sparkasse am Dr.-Ruer-Platz in Bochum verzögert sich. Statt wie geplant im September 2025 soll er nun erst im Januar 2026 fertiggestellt werden. Grund dafür ist die komplexe Baustellensituation, da der Platz häufig für Veranstaltungen wie den Wochenmarkt, Musiksommer oder Weihnachtsmarkt genutzt wird, was die Bauarbeiten einschränkt.

Im Januar 2026 sollen die Gastronomie „Wilma Wunder“ und eine Anwaltskanzlei einziehen. Die Sparkasse nutzt die übrigen Räume selbst. Parallel dazu laufen die Planungen für eine Skywalk-Brücke, die den Neubau mit dem Hauptgebäude verbinden soll. Der Baubeginn ist noch für 2025 vorgesehen, die Fertigstellung Anfang 2026.

Quelle: Radio Bochum


Update 14.02.2026

Die Realisierung moderner Architekturprojekte ist oft ein Wettlauf gegen die Zeit – ein Rennen, das im Fall des aktuellen Bauvorhabens in der Bochumer City vorerst ausgebremst wurde. Von einer Fertigstellung Anfang 2026 kann inzwischen leider keine Rede mehr sein. Die Bauarbeiten ziehen sich weiter in die Länge, was bei Anwohnern und Interessenten Fragen zur Logistik und zum Zeitmanagement aufwirft.

Foto: hanbrohat

Stillstand beim Brückenschluss zum Nachbargebäude?

Besonders im Fokus der Kritik steht der angekündigte Brückenschluss zum Nachbargebäude. Bislang ist an dieser zentralen Schnittstelle nur wenig sichtbare Bewegung erkennbar. Für Außenstehende und Passanten wirkt die Baustelle daher weiterhin wie ein Projekt im Wartemodus.

Dabei ist gerade diese Verbindung essenziell für das architektonische Gesamtkonzept. Ein Brückenschluss ist bautechnisch hochkomplex: Er erfordert präzise statische Abstimmungen und erfüllt wichtige Funktionen im Bereich des Brandschutzes und der barrierefreien Erschließung. Dass hier die Fortschritte ausbleiben, verzögert unweigerlich die nachfolgenden Gewerke im Innenausbau.

Foto: hanbrohat

Hochwertige Fassadengestaltung: Ein Blick durch das Gerüst

Trotz der terminlichen Rückschläge gibt es erste positive Eindrücke, die die Qualität des Vorhabens unterstreichen. Wer genau hinsieht, kann durch das Baugerüst bereits Details der hochwertigen Fassade erkennen.

Die Ausführung lässt auf eine sorgfältige Planung schließen:

  • Materialwahl: Die verwendeten Oberflächen wirken edel und langlebig.

  • Linienführung: Eine klare, moderne Formsprache wird sichtbar.

  • Proportionen: Das Gebäude fügt sich harmonisch, aber dennoch präsent in die Umgebung ein.

Diese ersten Vorboten machen neugierig auf das Endergebnis. Man bekommt zumindest eine Ahnung davon, welches architektonische Statement das Gebäude einmal setzen soll, wenn die Hüllen endgültig fallen.

Foto: hanbrohat

Bochum - Sanierung Ostbad Langendreer - In Planung

Die Stadt Bochum setzt ihr umfassendes Bäderkonzept konsequent fort. Als nächstes Großprojekt steht die umfassende Sanierung und Modernisierung des Hallenbads in Langendreer (Ostbad) an. Mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro soll der Standort am Eschweg zukunftsfähig aufgestellt werden.

Für Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer bedeutet dies jedoch eine mindestens zweijährige Schließungsphase. Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick.

Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH

Der Zeitplan: Baustart und Kopplung an das Südbad

Die Verantwortlichen der Wasserwelten Bochum verfolgen einen abgestimmten Zeitplan, um die Wasserflächen im Stadtgebiet optimal zu verwalten. Der Umbau in Langendreer ist direkt an die Fertigstellung des Südbads in Linden gekoppelt.

  • Voraussichtlicher Baubeginn: Sommer 2026 (nach vollständiger Inbetriebnahme des Südbads).

  • Geplante Dauer: Mindestens zwei Jahre.

  • Voraussichtliche Fertigstellung: Im Laufe des Jahres 2028.

Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH

Sanierungsmaßnahmen: Das wird im Ostbad verändert

Ziel der Maßnahme ist nicht nur eine optische Aufwertung, sondern eine grundlegende technische und energetische Sanierung. Das Gebäude aus den 1960er/70er Jahren entspricht nicht mehr den aktuellen Standards.

Kernpunkte der Modernisierung:

  1. Energetische Sanierung: Erneuerung von Dach und Fassade zur Steigerung der Energieeffizienz.

  2. Erweiterung des Angebots: Anbau eines neuen Kursbeckens mit Hubboden, um die Kapazitäten für Aquakurse zu erhöhen.

  3. Neubau des Kleinkindbereichs: Das Kinderbecken zur Wassergewöhnung wird komplett neu konzipiert.

  4. Technik-Update: Modernisierung des 25-Meter-Kombibeckens sowie der gesamten Badetechnik.

Auswirkungen auf Schulen und Vereine

Da das Ostbad ein zentraler Knotenpunkt für den Schwimmsport im Bochumer Osten ist, müssen zahlreiche Nutzergruppen ausweichen. Betroffen sind unter anderem:

  • Vereine: SG Bochum Ost, Waspo Blau Gelb, DLRG Werne und DLRG Linden-Dahlhausen.

  • Institutionen: Das Polizeipräsidium Bochum und die örtlichen Schulen.

Ausweichstandorte und Lösungen

Um den Schwimmbetrieb aufrechtzuerhalten, werden alternative Wasserzeiten in den Bädern in Linden, Querenburg (Uni-Bad) und Hofstede koordiniert. Ein wichtiger Baustein ist zudem das Lehrschwimmbecken der Willy-Brandt-Gesamtschule, das nach aktueller Planung nach Ostern 2026 wieder zur Verfügung stehen soll.

.

Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH

„Urban Blue“ bleibt erreichbar

Ein wichtiger Punkt für Familien: Der Außenbereich, der erst kürzlich zum Freizeit- und Wasserpark „Urban Blue“ umgestaltet wurde, soll auch während der Bauarbeiten am Hallenbad nutzbar bleiben. Je nach Baufortschritt kann es hier zu einer verkürzten Saison oder provisorischen Sanitärlösungen (Container) kommen, der Kernbetrieb des Außenparks soll jedoch gesichert werden.

Fazit: Ein Teil des 105-Millionen-Euro-Plans

Die Modernisierung in Langendreer ist ein Baustein des stadtweiten Bäderkonzepts. Bis zum Jahr 2030 planen die Wasserwelten Bochum, insgesamt 105 Millionen Euro in die Infrastruktur zu investieren, um alle städtischen Bäder auf einen modernen, energetisch effizienten Stand zu bringen.


Quelle: WAZ - Langer Schwimmbad-Umbau: Das sind die Auswirkungen für Vereine und Schulen - hinter Paywall

Sonntag, 8. Februar 2026

Bochum - Neubau für Grönemeyer Institut und Med 360° | Fertig (04/25)

Das international bekannte Grönemeyer Institut und die Med 360° investieren an der Herner Straße im Stadtteil Riemke in den Neubau eines neuen Unternehmensstandortes. Auf dem etwa 17.500 Quadratmeter großen Areal an der Ecke Herner Straße/Rensingstraße entsteht ein Ensemble aus insgesamt drei Gebäuden, zwischen denen ein urbaner Platz mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden soll. Der Gebäudekomplex genügt darüber hinaus besonders nachhaltigen und ökologischen Aspekten. So wird beispielsweise bei der Dach- und Außengestaltung darauf geachtet, dass Aspekte der Luftreinigung, der Wärmeregulierung und der Artenvielfalt berücksichtigt werden.

Das Grönemeyer Institut zieht vom bisherigen Standort, dem Campus der Ruhr-Universität Bochum, nach Riemke, da die Universität Eigenbedarf für ihre weitere Expansion beantragt hat. Baubeginn des neuen Gebäude-Ensembles ist für Anfang kommenden Jahres geplant, der Umzug soll 2023 erfolgen.
Das geplante Ensemble wird in insgesamt drei Bauabschnitten entwickelt. Im ersten Bauabschnitt ist die Nutzung durch das Grönemeyer Institut und Praxen und Einrichtungen der Med 360° geplant.


"Wir möchten hier ein interdisziplinäres Gesundheitszentrum für Diagnostik und Therapie aufbauen, von dem nicht nur die Menschen im Stadtteil, sondern auch über Bochum hinaus profitieren können. Neben dem Grönemeyer Institut werden am neuen Standort auch eine Radiologie 360°, eine Orthopädie 360°, eine Physiotherapie 360° und ein Sanitätshaus 360° ihren Betrieb aufnehmen", sagt Patricia Haenisch, Leiterin Marketing und Kommunikation der Med 360°. Am neuen Standort sollen etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden.

Der erste Bauabschnitt des geplanten Ensembles umfasst einen Baukörper mit ca. 7.000 qm Nutzfläche an der Ecke Herner Straße/Rensingstraße und ein Parkhaus, welches bereits auf den Gesamtbedarf der vorgesehenen Bebauung ausgelegt ist. Diesem vorgelagert entsteht ein Grünbereich. In Verlängerung entlang der Herner Straße soll sich im zweiten Bauabschnitt ein Gebäude mit ca. 3.000 qm Nutzfläche anschließen. Im Verlauf der Rensingstraße zur Meesmann-Straße erstreckt sich der dritte Bauabschnitt mit einem Baukörper mit ca. 6.000 qm Nutzfläche. In einem ersten Schritt wurde das Projekt Anfang Mai im Beirat für Gestaltung und Baukultur der Stadt Bochum vorgestellt. Der Beirat würdigte das Projekt ausdrücklich als wichtigen Stadtbaustein mit großem Potential und positiver Strahlkraft. Die Stadt Bochum wird die Weiterentwicklung begleiten und in die bauliche Entwicklung die Empfehlungen des hochkarätigen Beirates für Gestaltung und Baukultur einfließen lassen.

Pressemitteilung: Klare Entscheidung für Bochum: Grönemeyer Institut und Med 360° investieren in Neubau an der Herner Straße


Update 17.07.2022

Laut dem ausführenden Bauunternehmen Rotterdam Bau begannen auf dem ehemaligen Grundstück des Möbelhauses 'Unger' an der Herner Strasse 419 im Juni die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt. Der Medizindienstleister Med 360° und die Grönemeyer Medizin GmbH werden auf dem 17.500 m² großen Grundstück in Bochum-Riemke mit dem ersten Bauabschnitt ein medizinisches Versorgungszentrum mit Abteilungen für Radiologie, Orthopädie, Physiotherapie, Neurologie, Gynäkologie, Allgemeinmedizin sowie ein Sanitätshaus ansiedeln. Ebenso erfolgt in diesem Zuge die Errichtung eines Parkhauses.

Update 12.09.2022

Im aktuellen WAZ Artikel wird über den Neubau des Grönemeyer Instituts berichtet. Demnach soll der Einzug Anfang 2024 stattfinden. Zunächst 200 Menschen werden künftig dort arbeiten. Es werden rund 50 Mio Euro in den Neubau investiert. Dafür gibt es nicht nur Grundstück und Gebäude. Das Gesundheitszentrum wird auch komplett neu eingerichtet; darunter mit zehn Computertomographen (CT) und drei Magnetresonanztomographen (MRT).


Update 08.02.2026

Das neue Grönemeyer-Medizinzentrum an der Herner Straße in Bochum-Riemke ist auf dem ehemaligen Gelände von „Möbel Unger“ errichtet worden und wurde am 1. April 2025 den Betrieb genommen. Der Einzug der Einrichtungen war für Ende März 2025 vorgesehen. Der Neubau hatte bereits seit Längerem fertiggestanden, dennoch hatte sich die Inbetriebnahme verzögert. Ursprünglich war eine Eröffnung Anfang 2024 geplant gewesen, dieser Termin hatte jedoch nicht eingehalten werden können. Als Gründe waren unter anderem noch ausstehende Restarbeiten an der Elektro- und EDV-Infrastruktur, die hohen technischen und infrastrukturellen Anforderungen eines medizinischen Großzentrums, umfangreiche Brandschutzauflagen sowie eine angespannte Personalsituation in der Baubranche und teilweise lange Lieferzeiten genannt worden.

Die baubehördliche Abnahme des Gebäudes war im September 2024 erfolgt. Zu Beginn des Jahres 2025 war mit dem Einbau der EDV-Infrastruktur, der Möblierung sowie der Installation der medizinischen Großgeräte begonnen worden. Vorgesehen gewesen waren drei Magnetresonanztomografen (MRT) und zehn Computertomografen (CT). Der Neubau war statisch speziell auf diese tonnenschweren Geräte ausgelegt worden und hatte über entsprechende Einbringungsöffnungen verfügt.

In dem rund 7000 Quadratmeter großen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sind ab April 2025 die bisherigen Standorte des Grönemeyer-Instituts zur Behandlung von Rückenschmerzen sowie der Einrichtungen „Radiologie 360°“ und „Orthopädie 360°“ zusammengeführt worden, die zuvor im Technologiezentrum auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt gewesen waren. Zusätzlich war der Umzug des zum Unternehmen gehörenden MVZ „Medi Plaza“ mit Angeboten in der Allgemeinmedizin und Gynäkologie geplant worden, der im Verlauf des zweiten Quartals 2025 erfolgen sollte.

Der neue Standort ist aufgrund seiner zentralen Lage sowie der guten Anbindung an die Autobahn A43 und den öffentlichen Nahverkehr als besonders geeignet bewertet worden und hat zudem Erweiterungspotenzial für zukünftige medizinische Angebote. Eigentümer des Gebäudes ist eine Immobiliengruppe aus Leverkusen, die einen hohen achtstelligen Betrag, nach Angaben mehr als 50 Millionen Euro, in den Neubau investiert hatte. 

Quelle: WAZ - Neues Grönemeyer-Institut in Bochum-Riemke: Wann es eröffnet - Paywall


Fotos: Graner + Partner Ingenieure


Essen - Umbau Immobilie Viehofer Straße 62 zum Apartmenthaus - In Planung

In der Viehofer Straße 62 in Essen, dem ehemaligen Standort des Traditionsgeschäfts Leuchten Kaiser, entsteht ein größeres Wohnungsprojekt mit dem Ziel, lebendige Strukturen in die Innenstadt zurückzubringen. Das langjährige Lampengeschäft wurde verkauft und wird derzeit umfangreich umgebaut. Auf dem Grundstück sollen in den kommenden Jahren insgesamt 84 möblierte Apartments auf Hotelniveau entstehen, die sich sowohl an Studierende als auch an junge berufstätige Akademiker richten sollen. Teil des Konzepts sind ein Concierge-Service, eine große Dachterrasse für die Bewohner sowie zusätzliche Serviceangebote im Erdgeschoss, etwa ein Fitnessstudio oder Räume für Freizeitnutzungen wie eine E-Sports-Arena. Die Umplanung und Gestaltung wird in Zusammenarbeit mit den Projektentwicklern von Maas & Partner und UND Real umgesetzt.

Die geplanten Wohneinheiten sollen sowohl Langzeit- als auch Kurzzeitvermietungen ermöglichen und damit unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die Nähe zum Campus der Universität Duisburg-Essen und zur Innenstadt macht den Standort besonders attraktiv für Studierende, Dozenten, junge Fachkräfte und Pendler. Durch diese Nutzungsmischung erhoffen sich die Akteure eine Belebung des bislang stark vom Leerstand geprägten Straßenzugs, der zwischen Einkaufsstraßen und Universitätsviertel liegt.

Die Investitionssumme für Ankauf, Umbau und energetische Sanierung des ehemaligen Kaufhauses wird mit rund 13 bis 14,5 Millionen Euro beziffert. Das Projekt ließe sich ohne staatliche Förderprogramme und Zuschüsse wirtschaftlich nur schwer realisieren, weshalb verschiedene Fördermittel zur Finanzierung herangezogen werden.

Quelle: WAZ - Innenstädte: Investoren setzen auf Wohnungen in Kaufhäusern - Paywall


Bild: Mass & Partner Architekten mbB


Samstag, 7. Februar 2026

Essen - Haverkamp-Quartier - In Bau

In Essen-Burgaltendorf entstehen am Haverkamp vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 29 Eigentumswohnungen. Auf dem Grundstück, auf dem zuvor ein Einfamilienhaus und ein Doppelhaus standen, haben nach dem Abriss nun die Bauarbeiten begonnen. Geplant sind drei Gebäude mit jeweils acht Wohneinheiten sowie ein weiteres Haus mit fünf Wohnungen. Die Wohnungen verfügen über zwei bis fünf Zimmer und Wohnflächen zwischen etwa 70 und 177 Quadratmetern. Zur Ausstattung gehören Aufzüge, Gärten, Dachterrassen, Penthouse-Ebenen sowie eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen.

Die Vermarktung der Wohnungen hat bereits begonnen. Neun Einheiten sind verkauft, vier weitere reserviert. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen rund 4.800 und 5.650 Euro, ein Stellplatz in der Tiefgarage kostet 26.000 Euro. Interessenten kommen vor allem aus Burgaltendorf, von der Ruhrhalbinsel und aus der Nachbarstadt Hattingen. Häufig handelt es sich um Käufer, die aus Einfamilienhäusern in barrierefreie Wohnungen wechseln oder Wohnungen zunächst als Kapitalanlage erwerben und einen späteren Eigenbedarf planen.

Das Projekt wurde nach erteiltem Bauvorbescheid, Genehmigung und Ausführungsplanung offiziell gestartet. Die Bauzeit ist mit etwa 24 Monaten angesetzt, ein Einzug der künftigen Bewohner wird gegen Ende des Jahres 2027 erwartet.

Quelle: WAZ - Neubauten im Essener Süden: Die Vermarktung der 29 Wohnungen ist gestartet - Paywall





Bilder: Arsatec


Bochum - Neubau Polizeipräsidium Bochum - In Planung

Die Polizei sucht in Bochum nach einer Liegenschaft für ein neues Polizeipräsidium. Mit Wehmut trennt sich die Polizei Bochum vom bisherigen Standort. Um die Polizei für Bochum, Herne und Witten für die nächsten Jahrzehnte zukunftssicher aufzustellen, startete am 16.03.2022 ein europaweites Vergabeverfahren.
Das neue Präsidium soll alle Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Polizeibehörde erfüllen. Gleichzeitig soll das Gebäude der zunehmenden Digitalisierung und Technisierung in der Gesamtgesellschaft sowie in der polizeilichen Arbeit Rechnung tragen. Deshalb sucht die Polizei Bochum nun nach einem geeigneten Standort/Neubau in zentraler Lage von Bochum.

Das Polizeipräsidium Bochum ist mit knapp 2.000 Beschäftigten als fünftgrößte Polizeibehörde in NRW für die Sicherheit von über 600.000 Menschen in Bochum, Herne und Witten verantwortlich. Das künftige Präsidiumsgebäude muss in zentraler, verkehrsgünstiger Lage liegen, um für die Bürgerinnen und Bürger optimal erreichbar zu sein - auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Neubau wird die gesamte polizeiliche Verwaltung einziehen, ebenso wie eine Polizeiwache und ein Großteil der Kriminal- und Verkehrskommissariate. Darüber hinaus ist die Errichtung einer öffentlich zugänglichen Kantine vorgesehen.

Der Mietvertrag soll nach aktuellen Planungen eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren haben.

Nähere Informationen zum europaweiten Vergabeverfahren, den Anforderungen sowie dem weiteren Vorgehen, ergeben sich aus den Vergabeunterlagen unter folgendem Link: https://url.nrw/ausschreibung_polizei_bochum


Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/5177410

Update 14.12.2023

Das neue Polizeipräsidium wird verkehrsgünstig umgeben vom Sheffield-Ring und Harpener Hellweg entstehen. Durch die optimale Infrastruktur können alle Einsatzorte weiterhin schnell und effizient erreicht werden. Für die Erreichbarkeit rund um die Uhr am neuen Standort sorgen unter anderem die integrierte Polizeiwache Mitte und die Kriminalwache. Aber nicht nur die Polizei- und die Kriminalwache ziehen um, sondern unter anderem auch die Dienststellen, die derzeit noch an der Uhlandstraße untergebracht sind, sowie die Behördenleitung. Insgesamt werden mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zukünftig ihre neue dienstliche Heimat finden.

Polizeipräsident Jörg Lukat ist überaus zufrieden, dass die intensive mehrjährige Vorbereitungszeit im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens mit der Unterzeichnung des Mietvertrags nun einen gewaltigen Schritt weiter ist.

In Harpen entsteht nun bis September 2027 auf einem rund 60.000 qm großen Grundstück ein viergeschossiger, kubusförmiger Gebäudekomplex - hell, einladend und modern integriert sich das Präsidium in die bestehende Infrastruktur. Das Gebäude ist sowohl individuell als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Natürlich sind Bürgerinnen und Bürger auch eingeladen, die öffentliche Kantine zu nutzen, ohne ein polizeiliches Anliegen zu haben.

"Dieser Schritt in Richtung eines Neubaus war aus mehreren Gründen unumgänglich", so Jörg Lukat. "Das bisherige Polizeipräsidium war über ein Jahrhundert Dienstsitz der Polizei Bochum. Dieses zu verlassen fällt nicht leicht, allerdings war eine Sanierung des Gebäudes und eine technische Ertüchtigung im benötigten Umfang schlichtweg nicht möglich. Um den zukünftigen Anforderungen an eine erfolgreiche und effiziente Gewährleistung der Sicherheit im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Bochum nachkommen zu können, bietet der Neubau neben dem Einsatz fortschrittlichster Technologien auch organisatorisch herausragende Möglichkeiten."

Das Gebäude zeichnet sich durch die zentrale Lage des Dienstgebäudes mit Parkmöglichkeiten für Besuchende, integrierte bürgerfreundliche Wartebereiche, die Berücksichtigung komplexer Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz, eine hochmoderne Leitstelle nebst Führungsraum sowohl zur kompetenten Bewältigung des täglichen Dienstes als auch für besondere Lagen - um nur einige Beispiele zu nennen - aus. Mit ihm wird eine optimale Arbeitsumgebung und zugleich eine solide Basis für anspruchsvolle Arbeit einer modernen Polizei und ihrer Erreichbarkeit geschaffen, ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger der Städte Bochum, Herne und Witten, für deren Sicherheit das Präsidium verantwortlich ist.

"Mit der Thelen Gruppe ist es uns nach intensiven Planungen gelungen, einen starken und erfahrenen Investor zu gewinnen. Die Bürgerinnen und Bürger werden sich schnell mit dem modern und offen gestalteten Präsidium an dieser exponierten Stelle identifizieren, da bin ich mir sicher!", so Lukat.

Auch die Stadt Bochum begrüßt die aktuelle Entwicklung. "Eine leistungsstarke Polizei braucht optimale Rahmenbedingungen für ihre Aufgabenwahrnehmung. Dies wird durch den zukunftsorientierten Neubau an herausgehobener und verkehrlich gut angebundener Stelle in Bochum geschaffen," so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Es handele sich um ein wichtiges Projekt mit großer Strahlkraft für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. "Ich freue mich, dass die bereits in der Vergangenheit gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und der Stadt Bochum an neuem Standort erfolgreich und langfristig gesichert fortgesetzt werden kann."

Pressemitteilung: Polizei Bochum

Bild: Polizei Bochum

Update 07.04.2025

Im Dezember 2024 haben die Bauarbeiten für das neue Polizeipräsidium Bochum am Harpener Hellweg begonnen. Das Projekt umfasst einen viergeschossigen, kubusförmigen Gebäudekomplex auf einem etwa 60.000 Quadratmeter großen Gelände, mit einer geplanten Fertigstellung bis September 2027. Der Neubau entsteht auf dem Gelände zwischen Sheffieldring und Harpener Hellweg und wird über moderne Infrastruktur sowie nachhaltige Bauweise verfügen. Mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort ihren neuen Arbeitsplatz finden. Im Zusammenhang mit dem Bau mussten 59 Alleebäume am Harpener Hellweg gefällt werden, um Platz für das Präsidium und eine optimierte Verkehrsanbindung zu schaffen. Der Neubau soll den Anforderungen einer modernen Polizei gerecht werden und beinhaltet unter anderem eine hochmoderne Leitstelle sowie bürgerfreundliche Wartebereiche.

Quelle: Baustart für neues Polizeipräsidium in Bochum


Update 15.04.2025

Auf dem Gelände des künftigen Polizeipräsidiums in Bochum laufen bereits die Erdarbeiten, mit dem Bau soll jedoch erst im Jahr 2026 begonnen werden. Obwohl mit schwerem Gerät der Boden vorbereitet wird und archäologische Ausgrabungen stattfinden, wurde noch keine Baugenehmigung erteilt.Die Polizei und der Essener Bauträger Thelen hatten Ende 2023 der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass der geplante Fertigstellungstermin September 2027 sei, was nun nicht mehr umsetzbar sei. Joachim Bernstein, Sprecher von Thelen, wies darauf hin, dass die voraussichtliche Fertigstellung nun für das Jahr 2028 vorgesehen sei, abhängig von der für die Baugenehmigung notwendigen rechtskräftigen Feststellung des derzeit in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans. Die Stadt rechnet mit einer Entscheidung zu diesem Plan bis Ende 2025, so dass mit dem Bau im Jahr 2026 begonnen werden kann.

Es erfolgt ein Komplettumzug aller Abteilungen inklusive der Kriminalpolizei und der Präsidiumsleitung mit einem Umzug von über 900 Mitarbeitern. Die Baukosten werden auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Trotz des Umzugs wird die Polizeipräsenz im Stadtzentrum weiterhin stark sein und mögliche Bedenken hinsichtlich der Entfernung zum Zentrum werden als unbegründet erachtet.

Auch der Zufahrtsbereich am Harpener Hellweg wird deutlich verbessert, um insbesondere vor dem Hintergrund der bisherigen Verkehrsunfälle in der Region eine schnelle Reaktionszeit der Einsatzfahrzeuge zu gewährleisten. Was aus dem jetzigen Polizeigelände in der Uhlandstraße, das teilweise unter Denkmalschutz steht, wird, ist ungewiss.

Auf dem Gelände des künftigen Polizeipräsidiums haben Experten nach Angaben eines Archäologen Spuren einer über tausend Jahre alten Siedlung gefunden. Das neue Polizeipräsidium in Bochum-Harpen wird auf dem Gelände einer mittelalterlichen Siedlung errichtet. Überreste dieser Siedlung liegen seit über tausend Jahren im Baugebiet, das derzeit mit leistungsstarken Maschinen ausgegraben wird und dabei wertvolle Relikte freilegt.

Dr. Eva Cichy, Archäologin vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), bestätigte, dass bei vorbereitenden Erdarbeiten Siedlungsspuren aus dem Hochmittelalter entdeckt wurden. Dieser Zeitraum erstreckt sich vom 9. bis zum 12. Jahrhundert und umfasst Pfostenlöcher, wo einst Häuser standen. Es wurden auch größere Gruben mit Holzkohle und gebrannter Erde gefunden. Der Archäologe ist von diesen Erkenntnissen überzeugt.

Auf dem Gelände sind auch alte Gräber dokumentiert, deren Datierung jedoch noch nicht möglich ist. Der LWL weist darauf hin, dass möglicherweise Überreste aus der späten Bronzezeit vorhanden sind; entsprechende Untersuchungen dauern an. Spuren der Besiedlung können die Forscher anhand spezifischer Bodenverfärbungen erkennen.

Alle archäologischen Funde werden dokumentiert und konserviert. Eigentümer des Grundstücks ist die Thelen-Gruppe, die bei der archäologischen Untersuchung gemeinsam mit dem LWL vorgeht. Die Suche nach weiteren archäologischen Überresten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Gegenstände wie Tonscherben und Knochen werden zur Lagerung sichergestellt. Für den Bau des Polizeipräsidiums, der voraussichtlich bis 2028 fertiggestellt sein wird, stellen die Entdeckungen keine Gefahr dar. Die archäologische Bauaufsicht des LWL war bereits vor Projektbeginn an der Begutachtung des Geländes beteiligt. Die Ausgrabungen werden von Eggenstein Exca aus Dortmund durchgeführt.

Quelle: WAZ - Die Bagger rollen: Hier entsteht das neue PolizeipräsidiumArchäologie-Fund in Bochum: Mittelalter-Siedlung entdeckt / hinter Paywall


Update 07.02.2025

Der Neubau des Polizeipräsidiums Bochum am Harpener Hellweg soll nach einer Verzögerung im Frühjahr beginnen. Voraussetzung für den Baustart ist der noch ausstehende Satzungsbeschluss des Rates. Die Fertigstellung und Übergabe des Gebäudekomplexes ist für Juni 2028 vorgesehen. Investor ist die Thelen-Gruppe, die das Präsidium errichten und für mindestens 20 Jahre an die Polizei vermieten wird. In dem drei- bis fünfgeschossigen Neubau sollen künftig mehr als 1000 Beschäftigte arbeiten, darunter die Kriminalpolizei, die Behördenleitung, die Wache Bochum-Mitte, die Kriminalwache sowie die Polizeitaucher. Der Umzug erfolgt vom bisherigen Standort an der Uhlandstraße.

Parallel zum Hochbau wird der Harpener Hellweg zwischen dem Harpener Kreuz und der Straße Geisental ausgebaut und verbreitert. Dabei soll auch der Unfallschwerpunkt an der Ausfahrt der A40 entschärft werden. Für den Straßenumbau müssen zahlreiche 40 bis 50 Jahre alte Bäume gefällt werden. Die genauen Verkehrsführungen während der Bauzeit stehen noch nicht fest, da sich die Tiefbauarbeiten derzeit im Vergabeprozess befinden. Ein Kreisverkehr mit Ampel wurde im Rahmen der Verkehrsplanung verworfen, da er den Anforderungen der Polizei an eine schnelle Einsatzfähigkeit nicht gerecht würde.

Neben dem künftigen Polizeipräsidium ist die Entwicklung einer Kleingewerbefläche mit maximal zwei Geschossen vorgesehen, die eine eigene Verkehrsanbindung erhält. In der politischen Beratung wurde Kritik laut, da kein direkter Fußweg für Schülerinnen und Schüler aus Kornharpen zur nahegelegenen Bushaltestelle geplant ist. Das Polizeigelände soll aus Sicherheitsgründen nach außen abgeschirmt werden, was eine Durchwegung zusätzlich erschwert. Als Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft sind Neuanpflanzungen an verschiedenen Standorten vorgesehen. Zudem wird erwogen, für eine gegenüberliegende Fläche ein städtisches Vorkaufsrecht zu sichern, um eine spätere Bebauung zu ermöglichen.

Quelle: WAZ - Neues Bochumer Polizeipräsidium: Wann es mit dem Bau losgehen soll - Paywall

Bochum - Neubau Fakultät für Informatik RUB - In Planung

Bochum baut seine Rolle als wichtiger Standort für IT-Sicherheitsforschung konsequent weiter aus. Auf dem ehemaligen Opel-Werksgelände in Bochum-Laer, das heute unter dem Namen Mark 51/7 entwickelt wird, entsteht in direkter Nachbarschaft zum bereits im Bau befindlichen Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre ein weiterer großer Neubau. Dort soll künftig ein Teil der Fakultät für Informatik der Ruhr-Universität Bochum untergebracht werden. Die Finanzierung dafür ist nun gesichert, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen die entsprechenden Mittel freigegeben hat. Fertiggestellt werden soll das Gebäude im Jahr 2032. Trotz des neuen Standorts bleibt die Informatik-Fakultät auch weiterhin auf dem Uni-Campus präsent.

Bekanntgegeben wurde das Vorhaben im Rahmen eines Festakts in der Jahrhunderthalle. Dort wurde zugleich der Start der zweiten Förderphase des Exzellenzclusters CASA gefeiert, das sich mit IT-Sicherheit befasst. Nach rund 30 Millionen Euro in der ersten Phase erhält das Cluster nun weitere 43 Millionen Euro bis 2032 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Besonders hervorgehoben wurde dabei, dass Bochum bundesweit der einzige Standort ist, der im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern speziell für IT-Sicherheitsforschung gefördert wird. Vertreter aus Politik und Wissenschaft betonten, dass das Geld gut investiert sei, da die Bochumer Forschung auf diesem Gebiet inzwischen zu den führenden in Europa zählt.

Die IT-Sicherheitsforschung in Bochum ruht inzwischen auf mehreren starken Säulen. Neben dem Exzellenzcluster CASA gehören dazu das Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit, die 2021 gegründete Fakultät für Informatik sowie das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre. Letzteres wird künftig auf rund 14.000 Quadratmetern Platz für etwa 350 Forschende in 18 Arbeitsgruppen bieten. Die Baukosten liegen bei etwa 62 Millionen Euro, wovon der Großteil vom Land Nordrhein-Westfalen getragen wird. Mit dem geplanten Neubau der Informatik-Fakultät entsteht auf Mark 51/7 ein immer dichteres Forschungsumfeld, das den Austausch zwischen Universität und außeruniversitärer Forschung weiter erleichtern soll.

Quelle: WAZ - Millionen vom Land für Neubau auf Ex-Opel-Areal: Bochum bekommt neuen Leuchtturm - Paywall