Sonntag, 8. Februar 2026

Bochum - Neubau für Grönemeyer Institut und Med 360° | Fertig (04/25)

Das international bekannte Grönemeyer Institut und die Med 360° investieren an der Herner Straße im Stadtteil Riemke in den Neubau eines neuen Unternehmensstandortes. Auf dem etwa 17.500 Quadratmeter großen Areal an der Ecke Herner Straße/Rensingstraße entsteht ein Ensemble aus insgesamt drei Gebäuden, zwischen denen ein urbaner Platz mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden soll. Der Gebäudekomplex genügt darüber hinaus besonders nachhaltigen und ökologischen Aspekten. So wird beispielsweise bei der Dach- und Außengestaltung darauf geachtet, dass Aspekte der Luftreinigung, der Wärmeregulierung und der Artenvielfalt berücksichtigt werden.

Das Grönemeyer Institut zieht vom bisherigen Standort, dem Campus der Ruhr-Universität Bochum, nach Riemke, da die Universität Eigenbedarf für ihre weitere Expansion beantragt hat. Baubeginn des neuen Gebäude-Ensembles ist für Anfang kommenden Jahres geplant, der Umzug soll 2023 erfolgen.
Das geplante Ensemble wird in insgesamt drei Bauabschnitten entwickelt. Im ersten Bauabschnitt ist die Nutzung durch das Grönemeyer Institut und Praxen und Einrichtungen der Med 360° geplant.


"Wir möchten hier ein interdisziplinäres Gesundheitszentrum für Diagnostik und Therapie aufbauen, von dem nicht nur die Menschen im Stadtteil, sondern auch über Bochum hinaus profitieren können. Neben dem Grönemeyer Institut werden am neuen Standort auch eine Radiologie 360°, eine Orthopädie 360°, eine Physiotherapie 360° und ein Sanitätshaus 360° ihren Betrieb aufnehmen", sagt Patricia Haenisch, Leiterin Marketing und Kommunikation der Med 360°. Am neuen Standort sollen etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden.

Der erste Bauabschnitt des geplanten Ensembles umfasst einen Baukörper mit ca. 7.000 qm Nutzfläche an der Ecke Herner Straße/Rensingstraße und ein Parkhaus, welches bereits auf den Gesamtbedarf der vorgesehenen Bebauung ausgelegt ist. Diesem vorgelagert entsteht ein Grünbereich. In Verlängerung entlang der Herner Straße soll sich im zweiten Bauabschnitt ein Gebäude mit ca. 3.000 qm Nutzfläche anschließen. Im Verlauf der Rensingstraße zur Meesmann-Straße erstreckt sich der dritte Bauabschnitt mit einem Baukörper mit ca. 6.000 qm Nutzfläche. In einem ersten Schritt wurde das Projekt Anfang Mai im Beirat für Gestaltung und Baukultur der Stadt Bochum vorgestellt. Der Beirat würdigte das Projekt ausdrücklich als wichtigen Stadtbaustein mit großem Potential und positiver Strahlkraft. Die Stadt Bochum wird die Weiterentwicklung begleiten und in die bauliche Entwicklung die Empfehlungen des hochkarätigen Beirates für Gestaltung und Baukultur einfließen lassen.

Pressemitteilung: Klare Entscheidung für Bochum: Grönemeyer Institut und Med 360° investieren in Neubau an der Herner Straße


Update 17.07.2022

Laut dem ausführenden Bauunternehmen Rotterdam Bau begannen auf dem ehemaligen Grundstück des Möbelhauses 'Unger' an der Herner Strasse 419 im Juni die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt. Der Medizindienstleister Med 360° und die Grönemeyer Medizin GmbH werden auf dem 17.500 m² großen Grundstück in Bochum-Riemke mit dem ersten Bauabschnitt ein medizinisches Versorgungszentrum mit Abteilungen für Radiologie, Orthopädie, Physiotherapie, Neurologie, Gynäkologie, Allgemeinmedizin sowie ein Sanitätshaus ansiedeln. Ebenso erfolgt in diesem Zuge die Errichtung eines Parkhauses.

Update 12.09.2022

Im aktuellen WAZ Artikel wird über den Neubau des Grönemeyer Instituts berichtet. Demnach soll der Einzug Anfang 2024 stattfinden. Zunächst 200 Menschen werden künftig dort arbeiten. Es werden rund 50 Mio Euro in den Neubau investiert. Dafür gibt es nicht nur Grundstück und Gebäude. Das Gesundheitszentrum wird auch komplett neu eingerichtet; darunter mit zehn Computertomographen (CT) und drei Magnetresonanztomographen (MRT).


Update 08.02.2026

Das neue Grönemeyer-Medizinzentrum an der Herner Straße in Bochum-Riemke ist auf dem ehemaligen Gelände von „Möbel Unger“ errichtet worden und wurde am 1. April 2025 den Betrieb genommen. Der Einzug der Einrichtungen war für Ende März 2025 vorgesehen. Der Neubau hatte bereits seit Längerem fertiggestanden, dennoch hatte sich die Inbetriebnahme verzögert. Ursprünglich war eine Eröffnung Anfang 2024 geplant gewesen, dieser Termin hatte jedoch nicht eingehalten werden können. Als Gründe waren unter anderem noch ausstehende Restarbeiten an der Elektro- und EDV-Infrastruktur, die hohen technischen und infrastrukturellen Anforderungen eines medizinischen Großzentrums, umfangreiche Brandschutzauflagen sowie eine angespannte Personalsituation in der Baubranche und teilweise lange Lieferzeiten genannt worden.

Die baubehördliche Abnahme des Gebäudes war im September 2024 erfolgt. Zu Beginn des Jahres 2025 war mit dem Einbau der EDV-Infrastruktur, der Möblierung sowie der Installation der medizinischen Großgeräte begonnen worden. Vorgesehen gewesen waren drei Magnetresonanztomografen (MRT) und zehn Computertomografen (CT). Der Neubau war statisch speziell auf diese tonnenschweren Geräte ausgelegt worden und hatte über entsprechende Einbringungsöffnungen verfügt.

In dem rund 7000 Quadratmeter großen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sind ab April 2025 die bisherigen Standorte des Grönemeyer-Instituts zur Behandlung von Rückenschmerzen sowie der Einrichtungen „Radiologie 360°“ und „Orthopädie 360°“ zusammengeführt worden, die zuvor im Technologiezentrum auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt gewesen waren. Zusätzlich war der Umzug des zum Unternehmen gehörenden MVZ „Medi Plaza“ mit Angeboten in der Allgemeinmedizin und Gynäkologie geplant worden, der im Verlauf des zweiten Quartals 2025 erfolgen sollte.

Der neue Standort ist aufgrund seiner zentralen Lage sowie der guten Anbindung an die Autobahn A43 und den öffentlichen Nahverkehr als besonders geeignet bewertet worden und hat zudem Erweiterungspotenzial für zukünftige medizinische Angebote. Eigentümer des Gebäudes ist eine Immobiliengruppe aus Leverkusen, die einen hohen achtstelligen Betrag, nach Angaben mehr als 50 Millionen Euro, in den Neubau investiert hatte. 

Quelle: WAZ - Neues Grönemeyer-Institut in Bochum-Riemke: Wann es eröffnet - Paywall


Fotos: Graner + Partner Ingenieure


Essen - Umbau Immobilie Viehofer Straße 62 zum Apartmenthaus - In Planung

In der Viehofer Straße 62 in Essen, dem ehemaligen Standort des Traditionsgeschäfts Leuchten Kaiser, entsteht ein größeres Wohnungsprojekt mit dem Ziel, lebendige Strukturen in die Innenstadt zurückzubringen. Das langjährige Lampengeschäft wurde verkauft und wird derzeit umfangreich umgebaut. Auf dem Grundstück sollen in den kommenden Jahren insgesamt 84 möblierte Apartments auf Hotelniveau entstehen, die sich sowohl an Studierende als auch an junge berufstätige Akademiker richten sollen. Teil des Konzepts sind ein Concierge-Service, eine große Dachterrasse für die Bewohner sowie zusätzliche Serviceangebote im Erdgeschoss, etwa ein Fitnessstudio oder Räume für Freizeitnutzungen wie eine E-Sports-Arena. Die Umplanung und Gestaltung wird in Zusammenarbeit mit den Projektentwicklern von Maas & Partner und UND Real umgesetzt.

Die geplanten Wohneinheiten sollen sowohl Langzeit- als auch Kurzzeitvermietungen ermöglichen und damit unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die Nähe zum Campus der Universität Duisburg-Essen und zur Innenstadt macht den Standort besonders attraktiv für Studierende, Dozenten, junge Fachkräfte und Pendler. Durch diese Nutzungsmischung erhoffen sich die Akteure eine Belebung des bislang stark vom Leerstand geprägten Straßenzugs, der zwischen Einkaufsstraßen und Universitätsviertel liegt.

Die Investitionssumme für Ankauf, Umbau und energetische Sanierung des ehemaligen Kaufhauses wird mit rund 13 bis 14,5 Millionen Euro beziffert. Das Projekt ließe sich ohne staatliche Förderprogramme und Zuschüsse wirtschaftlich nur schwer realisieren, weshalb verschiedene Fördermittel zur Finanzierung herangezogen werden.

Quelle: WAZ - Innenstädte: Investoren setzen auf Wohnungen in Kaufhäusern - Paywall


Bild: Mass & Partner Architekten mbB


Samstag, 7. Februar 2026

Essen - Haverkamp-Quartier - In Bau

In Essen-Burgaltendorf entstehen am Haverkamp vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 29 Eigentumswohnungen. Auf dem Grundstück, auf dem zuvor ein Einfamilienhaus und ein Doppelhaus standen, haben nach dem Abriss nun die Bauarbeiten begonnen. Geplant sind drei Gebäude mit jeweils acht Wohneinheiten sowie ein weiteres Haus mit fünf Wohnungen. Die Wohnungen verfügen über zwei bis fünf Zimmer und Wohnflächen zwischen etwa 70 und 177 Quadratmetern. Zur Ausstattung gehören Aufzüge, Gärten, Dachterrassen, Penthouse-Ebenen sowie eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen.

Die Vermarktung der Wohnungen hat bereits begonnen. Neun Einheiten sind verkauft, vier weitere reserviert. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen rund 4.800 und 5.650 Euro, ein Stellplatz in der Tiefgarage kostet 26.000 Euro. Interessenten kommen vor allem aus Burgaltendorf, von der Ruhrhalbinsel und aus der Nachbarstadt Hattingen. Häufig handelt es sich um Käufer, die aus Einfamilienhäusern in barrierefreie Wohnungen wechseln oder Wohnungen zunächst als Kapitalanlage erwerben und einen späteren Eigenbedarf planen.

Das Projekt wurde nach erteiltem Bauvorbescheid, Genehmigung und Ausführungsplanung offiziell gestartet. Die Bauzeit ist mit etwa 24 Monaten angesetzt, ein Einzug der künftigen Bewohner wird gegen Ende des Jahres 2027 erwartet.

Quelle: WAZ - Neubauten im Essener Süden: Die Vermarktung der 29 Wohnungen ist gestartet - Paywall





Bilder: Arsatec


Bochum - Neubau Polizeipräsidium Bochum - In Planung

Die Polizei sucht in Bochum nach einer Liegenschaft für ein neues Polizeipräsidium. Mit Wehmut trennt sich die Polizei Bochum vom bisherigen Standort. Um die Polizei für Bochum, Herne und Witten für die nächsten Jahrzehnte zukunftssicher aufzustellen, startete am 16.03.2022 ein europaweites Vergabeverfahren.
Das neue Präsidium soll alle Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Polizeibehörde erfüllen. Gleichzeitig soll das Gebäude der zunehmenden Digitalisierung und Technisierung in der Gesamtgesellschaft sowie in der polizeilichen Arbeit Rechnung tragen. Deshalb sucht die Polizei Bochum nun nach einem geeigneten Standort/Neubau in zentraler Lage von Bochum.

Das Polizeipräsidium Bochum ist mit knapp 2.000 Beschäftigten als fünftgrößte Polizeibehörde in NRW für die Sicherheit von über 600.000 Menschen in Bochum, Herne und Witten verantwortlich. Das künftige Präsidiumsgebäude muss in zentraler, verkehrsgünstiger Lage liegen, um für die Bürgerinnen und Bürger optimal erreichbar zu sein - auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In den Neubau wird die gesamte polizeiliche Verwaltung einziehen, ebenso wie eine Polizeiwache und ein Großteil der Kriminal- und Verkehrskommissariate. Darüber hinaus ist die Errichtung einer öffentlich zugänglichen Kantine vorgesehen.

Der Mietvertrag soll nach aktuellen Planungen eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren haben.

Nähere Informationen zum europaweiten Vergabeverfahren, den Anforderungen sowie dem weiteren Vorgehen, ergeben sich aus den Vergabeunterlagen unter folgendem Link: https://url.nrw/ausschreibung_polizei_bochum


Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/5177410

Update 14.12.2023

Das neue Polizeipräsidium wird verkehrsgünstig umgeben vom Sheffield-Ring und Harpener Hellweg entstehen. Durch die optimale Infrastruktur können alle Einsatzorte weiterhin schnell und effizient erreicht werden. Für die Erreichbarkeit rund um die Uhr am neuen Standort sorgen unter anderem die integrierte Polizeiwache Mitte und die Kriminalwache. Aber nicht nur die Polizei- und die Kriminalwache ziehen um, sondern unter anderem auch die Dienststellen, die derzeit noch an der Uhlandstraße untergebracht sind, sowie die Behördenleitung. Insgesamt werden mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort zukünftig ihre neue dienstliche Heimat finden.

Polizeipräsident Jörg Lukat ist überaus zufrieden, dass die intensive mehrjährige Vorbereitungszeit im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens mit der Unterzeichnung des Mietvertrags nun einen gewaltigen Schritt weiter ist.

In Harpen entsteht nun bis September 2027 auf einem rund 60.000 qm großen Grundstück ein viergeschossiger, kubusförmiger Gebäudekomplex - hell, einladend und modern integriert sich das Präsidium in die bestehende Infrastruktur. Das Gebäude ist sowohl individuell als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Natürlich sind Bürgerinnen und Bürger auch eingeladen, die öffentliche Kantine zu nutzen, ohne ein polizeiliches Anliegen zu haben.

"Dieser Schritt in Richtung eines Neubaus war aus mehreren Gründen unumgänglich", so Jörg Lukat. "Das bisherige Polizeipräsidium war über ein Jahrhundert Dienstsitz der Polizei Bochum. Dieses zu verlassen fällt nicht leicht, allerdings war eine Sanierung des Gebäudes und eine technische Ertüchtigung im benötigten Umfang schlichtweg nicht möglich. Um den zukünftigen Anforderungen an eine erfolgreiche und effiziente Gewährleistung der Sicherheit im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Bochum nachkommen zu können, bietet der Neubau neben dem Einsatz fortschrittlichster Technologien auch organisatorisch herausragende Möglichkeiten."

Das Gebäude zeichnet sich durch die zentrale Lage des Dienstgebäudes mit Parkmöglichkeiten für Besuchende, integrierte bürgerfreundliche Wartebereiche, die Berücksichtigung komplexer Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz, eine hochmoderne Leitstelle nebst Führungsraum sowohl zur kompetenten Bewältigung des täglichen Dienstes als auch für besondere Lagen - um nur einige Beispiele zu nennen - aus. Mit ihm wird eine optimale Arbeitsumgebung und zugleich eine solide Basis für anspruchsvolle Arbeit einer modernen Polizei und ihrer Erreichbarkeit geschaffen, ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger der Städte Bochum, Herne und Witten, für deren Sicherheit das Präsidium verantwortlich ist.

"Mit der Thelen Gruppe ist es uns nach intensiven Planungen gelungen, einen starken und erfahrenen Investor zu gewinnen. Die Bürgerinnen und Bürger werden sich schnell mit dem modern und offen gestalteten Präsidium an dieser exponierten Stelle identifizieren, da bin ich mir sicher!", so Lukat.

Auch die Stadt Bochum begrüßt die aktuelle Entwicklung. "Eine leistungsstarke Polizei braucht optimale Rahmenbedingungen für ihre Aufgabenwahrnehmung. Dies wird durch den zukunftsorientierten Neubau an herausgehobener und verkehrlich gut angebundener Stelle in Bochum geschaffen," so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Es handele sich um ein wichtiges Projekt mit großer Strahlkraft für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. "Ich freue mich, dass die bereits in der Vergangenheit gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und der Stadt Bochum an neuem Standort erfolgreich und langfristig gesichert fortgesetzt werden kann."

Pressemitteilung: Polizei Bochum

Bild: Polizei Bochum

Update 07.04.2025

Im Dezember 2024 haben die Bauarbeiten für das neue Polizeipräsidium Bochum am Harpener Hellweg begonnen. Das Projekt umfasst einen viergeschossigen, kubusförmigen Gebäudekomplex auf einem etwa 60.000 Quadratmeter großen Gelände, mit einer geplanten Fertigstellung bis September 2027. Der Neubau entsteht auf dem Gelände zwischen Sheffieldring und Harpener Hellweg und wird über moderne Infrastruktur sowie nachhaltige Bauweise verfügen. Mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort ihren neuen Arbeitsplatz finden. Im Zusammenhang mit dem Bau mussten 59 Alleebäume am Harpener Hellweg gefällt werden, um Platz für das Präsidium und eine optimierte Verkehrsanbindung zu schaffen. Der Neubau soll den Anforderungen einer modernen Polizei gerecht werden und beinhaltet unter anderem eine hochmoderne Leitstelle sowie bürgerfreundliche Wartebereiche.

Quelle: Baustart für neues Polizeipräsidium in Bochum


Update 15.04.2025

Auf dem Gelände des künftigen Polizeipräsidiums in Bochum laufen bereits die Erdarbeiten, mit dem Bau soll jedoch erst im Jahr 2026 begonnen werden. Obwohl mit schwerem Gerät der Boden vorbereitet wird und archäologische Ausgrabungen stattfinden, wurde noch keine Baugenehmigung erteilt.Die Polizei und der Essener Bauträger Thelen hatten Ende 2023 der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass der geplante Fertigstellungstermin September 2027 sei, was nun nicht mehr umsetzbar sei. Joachim Bernstein, Sprecher von Thelen, wies darauf hin, dass die voraussichtliche Fertigstellung nun für das Jahr 2028 vorgesehen sei, abhängig von der für die Baugenehmigung notwendigen rechtskräftigen Feststellung des derzeit in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans. Die Stadt rechnet mit einer Entscheidung zu diesem Plan bis Ende 2025, so dass mit dem Bau im Jahr 2026 begonnen werden kann.

Es erfolgt ein Komplettumzug aller Abteilungen inklusive der Kriminalpolizei und der Präsidiumsleitung mit einem Umzug von über 900 Mitarbeitern. Die Baukosten werden auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Trotz des Umzugs wird die Polizeipräsenz im Stadtzentrum weiterhin stark sein und mögliche Bedenken hinsichtlich der Entfernung zum Zentrum werden als unbegründet erachtet.

Auch der Zufahrtsbereich am Harpener Hellweg wird deutlich verbessert, um insbesondere vor dem Hintergrund der bisherigen Verkehrsunfälle in der Region eine schnelle Reaktionszeit der Einsatzfahrzeuge zu gewährleisten. Was aus dem jetzigen Polizeigelände in der Uhlandstraße, das teilweise unter Denkmalschutz steht, wird, ist ungewiss.

Auf dem Gelände des künftigen Polizeipräsidiums haben Experten nach Angaben eines Archäologen Spuren einer über tausend Jahre alten Siedlung gefunden. Das neue Polizeipräsidium in Bochum-Harpen wird auf dem Gelände einer mittelalterlichen Siedlung errichtet. Überreste dieser Siedlung liegen seit über tausend Jahren im Baugebiet, das derzeit mit leistungsstarken Maschinen ausgegraben wird und dabei wertvolle Relikte freilegt.

Dr. Eva Cichy, Archäologin vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), bestätigte, dass bei vorbereitenden Erdarbeiten Siedlungsspuren aus dem Hochmittelalter entdeckt wurden. Dieser Zeitraum erstreckt sich vom 9. bis zum 12. Jahrhundert und umfasst Pfostenlöcher, wo einst Häuser standen. Es wurden auch größere Gruben mit Holzkohle und gebrannter Erde gefunden. Der Archäologe ist von diesen Erkenntnissen überzeugt.

Auf dem Gelände sind auch alte Gräber dokumentiert, deren Datierung jedoch noch nicht möglich ist. Der LWL weist darauf hin, dass möglicherweise Überreste aus der späten Bronzezeit vorhanden sind; entsprechende Untersuchungen dauern an. Spuren der Besiedlung können die Forscher anhand spezifischer Bodenverfärbungen erkennen.

Alle archäologischen Funde werden dokumentiert und konserviert. Eigentümer des Grundstücks ist die Thelen-Gruppe, die bei der archäologischen Untersuchung gemeinsam mit dem LWL vorgeht. Die Suche nach weiteren archäologischen Überresten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Gegenstände wie Tonscherben und Knochen werden zur Lagerung sichergestellt. Für den Bau des Polizeipräsidiums, der voraussichtlich bis 2028 fertiggestellt sein wird, stellen die Entdeckungen keine Gefahr dar. Die archäologische Bauaufsicht des LWL war bereits vor Projektbeginn an der Begutachtung des Geländes beteiligt. Die Ausgrabungen werden von Eggenstein Exca aus Dortmund durchgeführt.

Quelle: WAZ - Die Bagger rollen: Hier entsteht das neue PolizeipräsidiumArchäologie-Fund in Bochum: Mittelalter-Siedlung entdeckt / hinter Paywall


Update 07.02.2025

Der Neubau des Polizeipräsidiums Bochum am Harpener Hellweg soll nach einer Verzögerung im Frühjahr beginnen. Voraussetzung für den Baustart ist der noch ausstehende Satzungsbeschluss des Rates. Die Fertigstellung und Übergabe des Gebäudekomplexes ist für Juni 2028 vorgesehen. Investor ist die Thelen-Gruppe, die das Präsidium errichten und für mindestens 20 Jahre an die Polizei vermieten wird. In dem drei- bis fünfgeschossigen Neubau sollen künftig mehr als 1000 Beschäftigte arbeiten, darunter die Kriminalpolizei, die Behördenleitung, die Wache Bochum-Mitte, die Kriminalwache sowie die Polizeitaucher. Der Umzug erfolgt vom bisherigen Standort an der Uhlandstraße.

Parallel zum Hochbau wird der Harpener Hellweg zwischen dem Harpener Kreuz und der Straße Geisental ausgebaut und verbreitert. Dabei soll auch der Unfallschwerpunkt an der Ausfahrt der A40 entschärft werden. Für den Straßenumbau müssen zahlreiche 40 bis 50 Jahre alte Bäume gefällt werden. Die genauen Verkehrsführungen während der Bauzeit stehen noch nicht fest, da sich die Tiefbauarbeiten derzeit im Vergabeprozess befinden. Ein Kreisverkehr mit Ampel wurde im Rahmen der Verkehrsplanung verworfen, da er den Anforderungen der Polizei an eine schnelle Einsatzfähigkeit nicht gerecht würde.

Neben dem künftigen Polizeipräsidium ist die Entwicklung einer Kleingewerbefläche mit maximal zwei Geschossen vorgesehen, die eine eigene Verkehrsanbindung erhält. In der politischen Beratung wurde Kritik laut, da kein direkter Fußweg für Schülerinnen und Schüler aus Kornharpen zur nahegelegenen Bushaltestelle geplant ist. Das Polizeigelände soll aus Sicherheitsgründen nach außen abgeschirmt werden, was eine Durchwegung zusätzlich erschwert. Als Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft sind Neuanpflanzungen an verschiedenen Standorten vorgesehen. Zudem wird erwogen, für eine gegenüberliegende Fläche ein städtisches Vorkaufsrecht zu sichern, um eine spätere Bebauung zu ermöglichen.

Quelle: WAZ - Neues Bochumer Polizeipräsidium: Wann es mit dem Bau losgehen soll - Paywall

Bochum - Neubau Fakultät für Informatik RUB - In Planung

Bochum baut seine Rolle als wichtiger Standort für IT-Sicherheitsforschung konsequent weiter aus. Auf dem ehemaligen Opel-Werksgelände in Bochum-Laer, das heute unter dem Namen Mark 51/7 entwickelt wird, entsteht in direkter Nachbarschaft zum bereits im Bau befindlichen Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre ein weiterer großer Neubau. Dort soll künftig ein Teil der Fakultät für Informatik der Ruhr-Universität Bochum untergebracht werden. Die Finanzierung dafür ist nun gesichert, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen die entsprechenden Mittel freigegeben hat. Fertiggestellt werden soll das Gebäude im Jahr 2032. Trotz des neuen Standorts bleibt die Informatik-Fakultät auch weiterhin auf dem Uni-Campus präsent.

Bekanntgegeben wurde das Vorhaben im Rahmen eines Festakts in der Jahrhunderthalle. Dort wurde zugleich der Start der zweiten Förderphase des Exzellenzclusters CASA gefeiert, das sich mit IT-Sicherheit befasst. Nach rund 30 Millionen Euro in der ersten Phase erhält das Cluster nun weitere 43 Millionen Euro bis 2032 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Besonders hervorgehoben wurde dabei, dass Bochum bundesweit der einzige Standort ist, der im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern speziell für IT-Sicherheitsforschung gefördert wird. Vertreter aus Politik und Wissenschaft betonten, dass das Geld gut investiert sei, da die Bochumer Forschung auf diesem Gebiet inzwischen zu den führenden in Europa zählt.

Die IT-Sicherheitsforschung in Bochum ruht inzwischen auf mehreren starken Säulen. Neben dem Exzellenzcluster CASA gehören dazu das Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit, die 2021 gegründete Fakultät für Informatik sowie das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre. Letzteres wird künftig auf rund 14.000 Quadratmetern Platz für etwa 350 Forschende in 18 Arbeitsgruppen bieten. Die Baukosten liegen bei etwa 62 Millionen Euro, wovon der Großteil vom Land Nordrhein-Westfalen getragen wird. Mit dem geplanten Neubau der Informatik-Fakultät entsteht auf Mark 51/7 ein immer dichteres Forschungsumfeld, das den Austausch zwischen Universität und außeruniversitärer Forschung weiter erleichtern soll.

Quelle: WAZ - Millionen vom Land für Neubau auf Ex-Opel-Areal: Bochum bekommt neuen Leuchtturm - Paywall

Bochum - Neubau VALEARA Kinder- und Jugendpsychiatrie Klinik - In Bau

Nach dem Scheitern des ursprünglich geplanten 80-Millionen-Euro-Projekts des Investors ICG nimmt die Zukunft des ehemaligen St.-Josefs-Hospitals in Bochum-Linden nun klare Formen an. Das Medizinunternehmen Valeara errichtet auf einem Teil des 2,9 Hektar großen Areals eine neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Der Neubau kostet 32 Millionen Euro und wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit 22,5 Millionen Euro gefördert. Bereits im Dezember 2025 sollen die vorbereitenden Arbeiten beginnen, der Spatenstich ist für das erste Quartal 2026 geplant, die Inbetriebnahme für Anfang 2027.

Die neue, fünfgeschossige und U-förmig angelegte Klinik wird rund 8500 Quadratmeter umfassen. Vorgesehen sind 63 stationäre Betten sowie zwei Tageskliniken mit insgesamt 57 Plätzen. Die Zahl der Fachärztinnen und -ärzte sowie Psychologinnen und Psychologen steigt auf 45, zudem werden künftig etwa 160 Mitarbeitende in Pflege und Therapie beschäftigt sein. Gebaut wird in einer hybriden Holzbauweise, die Nachhaltigkeit, Effizienz und eine warme Innenraumatmosphäre vereinen soll. Für Architektur und Innenarchitektur sind das Schweizer Büro TEC Architecture und der international erfahrene Architekt Stephen Williams aus Hamburg verantwortlich.

Valeara betreibt bereits seit 2022 eine kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtung im benachbarten Gebäude, die nach dem Rückzug des früheren Trägers Helios vor der Schließung stand. Da die geplante Quartiersentwicklung von ICG nicht umgesetzt wurde, hat Valeara nun selbst ein Teilgrundstück erworben und startet als erstes Unternehmen den Ausbau des Areals. Helios besitzt weiterhin den Großteil des Geländes und arbeitet zusammen mit der Stadt Bochum an der künftigen städtebaulichen Planung, die unter anderem die spätere Unterbringung der Ferdinand-Krüger-Schule einschließt. Das Projekt erfährt breite politische Unterstützung und gilt als wichtiger Schritt zur Sicherung und Modernisierung der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung in Bochum und dem Ruhrgebiet.

Pressemitteilung: VALEARA erhält 22,5 Millionen Euro Förderung für neuen Klinikbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bochum Linden


Zahlen & Fakten auf einen Blick
  • Investitionsvolumen: 32 Mio. €
  • Förderung Land NRW: 22,5 Mio. €
  • Gesamtfläche: ca. 15.100 m²
  • Innen: ca. 8.500 m²
  • Außen: ca. 6.600 m²
  • davon ca. 3.000 m² Grün- und Nutzflächen

Kapazitäten:
  • 63 stationäre Betten
  • 29 Tagesklinikplätze
  • 28 Tagesklinikplätze für Familien und junge Erwachsene
  • 5.000 Behandlungen jährlich in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA)
  • Mitarbeitende: über 230
  • Spatenstich: 5 März 2026
  • Fertigstellung: Q1 2027




Bilder: Valeara


Samstag, 31. Januar 2026

Bochum - Neubau Hauptsitz ''OCS Optical Control Systems'' - In Bau

Die OCS Optical Control Systems GmbH plant den Bau ihres neuen Hauptsitzes auf dem Zukunftsareal Mark 51°7 in Bochum. Auf einem rund 5.800 Quadratmeter großen Grundstück, direkt hinter den geplanten Bauten der Kölbl Group, entsteht ein modernes und zukunftsorientiertes Unternehmensgebäude.

Der Baubeginn ist für Oktober 2025 vorgesehen, die Fertigstellung für das erste Quartal 2028. Mit dem offiziellen Spatenstich, der kürzlich gemeinsam mit den Projektpartnern Otto Quast GmbH, Runkel Bau GmbH, smp architekten GmbH und der Bochum Perspektive GmbH erfolgte, wurde der Startschuss für das Bauprojekt gegeben.

Das neue Hauptquartier wird die verschiedenen Unternehmensbereiche von OCS künftig an einem Standort zusammenführen. Geplant sind effiziente Produktionsflächen, ein Testzentrum für technologische Entwicklungen sowie flexible Büro- und Kommunikationszonen, die moderne Arbeitsformen unterstützen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Vorgesehen sind begrünte Dächer mit Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung, Retentionsdächer für ein ökologisches Regenwassermanagement und begrünte Außenbereiche, die das Arbeitsumfeld aufwerten.

Auch die Mitarbeiterfreundlichkeit steht im Fokus: Neben modernen Arbeitsplätzen entstehen Erholungs- und Begegnungsbereiche wie Dachterrassen und Innenhöfe. Zudem wird das Thema nachhaltige Mobilität durch Fahrradstellplätze und Ladestationen für Elektrofahrzeuge gefördert.

Das Gebäude wird nahezu die gesamte Grundstücksfläche ausnutzen und umfasst auch einen großzügigen Anlieferungsbereich sowie eine Tiefgarage. Mit diesem Neubau setzt OCS einen wichtigen Meilenstein in seiner Unternehmensentwicklung und schafft einen Standort, der Funktionalität, Nachhaltigkeit und architektonische Qualität vereint.

Quelle: OCS -Neuer Hauptsitz für die Zukunft

  • Projekt: Neubau des Hauptsitzes der OCS Optical Control Systems GmbH
  • Standort: Mark 51°7, Bochum
  • Grundstücksgröße: ca. 5.800 m²
  • Baubeginn: Oktober 2025
  • Fertigstellung: Erstes Quartal 2028
  • Projektpartner: Otto Quast GmbH, Runkel Bau GmbH, smp architekten GmbH, Bochum Perspektive GmbH



Bilder: OCS


Update 31.01.2026

Nach dem symbolischen ersten Spatenstich im Oktober haben nun die Erdarbeiten für den Bau der neuen OCS-Firmenzentrale begonnen. Interessierte können den Baufortschritt über eine Bauwebcam verfolgen.