Wohnpark Brantheke in Hagen: 84 neue Wohnungen für den Stadtteil Emst
Mit dem Richtfest für den ersten Bauabschnitt hat das Wohnquartier Brantheke in Hagen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Hagener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (ha.ge.we) und das Bauunternehmen Goldbeck treiben das Projekt an der Elmenhorststraße planmäßig voran. Bis 2028 soll hier ein neues Wohnquartier mit insgesamt 84 Wohnungen entstehen.
Vom Altbestand zum modernen Wohnquartier
Dem Neubauprojekt ging ein umfassender Strukturwandel voraus. Auf dem Gelände standen zuvor elf ältere Wohngebäude, die als nicht mehr wirtschaftlich sanierungsfähig eingestuft wurden. Diese wurden abgerissen, um Platz für ein komplett neues Quartier zu schaffen. An ihrer Stelle entstehen nun neun moderne Mehrfamilienhäuser in zwei Bauabschnitten.
Der erste Bauabschnitt umfasst vier Gebäude mit insgesamt 40 Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Anschließend folgt der zweite Bauabschnitt mit weiteren 44 Wohnungen. Nach aktuellen Planungen soll das Gesamtprojekt bis 2028 abgeschlossen sein.
Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen
Die Wohnungen richten sich bewusst an verschiedene Bevölkerungsgruppen. Geplant sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 52 und 114 Quadratmetern. Das Angebot soll Singles, Paare, Familien sowie Seniorinnen und Senioren gleichermaßen ansprechen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem geförderten Wohnungsbau. Im ersten Bauabschnitt entstehen 33 öffentlich geförderte Wohnungen. Insgesamt wird ein Mix aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen geschaffen, um Menschen mit unterschiedlichen Einkommenssituationen Wohnraum anbieten zu können.
Millionenförderung durch das Land NRW
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Projekt mit umfangreichen Fördermitteln. Für den ersten Bauabschnitt wurden rund 7,92 Millionen Euro bereitgestellt. Für den zweiten Bauabschnitt kamen weitere rund 6,96 Millionen Euro hinzu. Die Förderung soll dazu beitragen, langfristig bezahlbare Mieten zu sichern.
Die geförderten Wohnungen werden über die Stadt Hagen vergeben. Dabei kommen sowohl Wohnungen für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppe A als auch der Einkommensgruppe B auf den Markt. Dadurch können auch Haushalte mit mittleren Einkommen von den Förderangeboten profitieren.
Nach Angaben der ha.ge.we liegen die Mieten je nach Förderstatus und Ausstattung zwischen etwa 6,63 Euro und 9,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
Nachhaltigkeit und moderne Bauweise
Das neue Quartier setzt auf energieeffiziente Gebäudetechnik. Geplant sind Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und eine nachhaltige Energieversorgung. Zudem wird das Projekt nach dem Nachhaltigkeitsstandard QNG umgesetzt.
Errichtet werden die Gebäude in serieller beziehungsweise systematisierter Bauweise durch Goldbeck. Diese Bauweise ermöglicht eine vergleichsweise schnelle und wirtschaftliche Umsetzung bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards.
Mehr als nur Wohnungen
Besonders bemerkenswert ist das städtebauliche Konzept des Wohnparks Brantheke. Die Planung beschränkt sich nicht auf den Wohnungsbau, sondern umfasst auch großzügige Grünflächen, Spielbereiche und Begegnungsorte für die Bewohner.
Eine Besonderheit ist die Einbindung der angrenzenden Kleingartenanlage in die Quartiersplanung. Zwischen den Gebäuden soll ein zentraler Quartiersplatz entstehen, der als Treffpunkt für Bewohner und Kleingärtner dienen wird. Darüber hinaus ist ein gestalterischer Übergang zur umliegenden Wald- und Wiesenlandschaft vorgesehen. Damit soll ein Wohnumfeld geschaffen werden, das die naturnahe Lage am Fuße von Emst bewusst einbezieht.
Bedeutung für den Hagener Wohnungsmarkt
Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten aktuellen Wohnungsbauvorhaben der ha.ge.we. Angesichts der steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum soll der Wohnpark Brantheke einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Hagener Wohnungsmarktes leisten.
Mit der Mischung aus geförderten und frei finanzierten Wohnungen, moderner Energieversorgung und einem umfassenden Quartierskonzept entsteht in Emst ein neues Wohngebiet, das langfristig Wohnraum für unterschiedliche Generationen und Einkommensgruppen bieten soll.
Mit dem abgeschlossenen Rohbau des ersten Bauabschnitts beginnt nun die nächste Phase: der Innenausbau. Die ersten Bewohner könnten bereits im Herbst 2026 ihre neuen Wohnungen beziehen.








