Mittwoch, 8. Juli 2026

Bochum - Umbau Herz-Mariä-Kirche + Neubau Seniorenheim - In Planung

Für die ehemalige Herz-Mariä-Kirche im Bochumer Stadtteil Günnigfeld zeichnet sich eine neue Zukunft ab. Nach einem Vermarktungsverfahren steht der Verkauf des Kirchengebäudes sowie des rund 9.000 Quadratmeter großen Grundstücks kurz vor dem Abschluss. Neuer Eigentümer soll der Münchner Projektentwickler Commonground Real Estate werden.

Pflegeeinrichtung als erster Bauabschnitt

Das Entwicklungskonzept sieht eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten vor. Zunächst soll auf dem Grundstück eine stationäre Pflegeeinrichtung mit rund 100 Pflegeplätzen entstehen. Etwa zehn davon sind für die Kurzzeitpflege vorgesehen. Für den Neubau werden das bestehende Pfarrhaus sowie ein weiteres Wohngebäude auf dem Areal abgebrochen.

Nach Angaben des Projektentwicklers befindet sich die Entwurfsplanung bereits in Bearbeitung. Im Anschluss soll das Genehmigungsverfahren folgen. Die Fertigstellung der Pflegeeinrichtung wird derzeit für das Jahr 2030 angestrebt.

Bild: Max Office

Kirchengebäude bleibt erhalten

Im zweiten Bauabschnitt soll das ehemalige Kirchengebäude selbst umgenutzt werden. Geplant ist die Schaffung von Seniorenwohnungen innerhalb der bestehenden Kirche. Dabei soll die neugotische Außenfassade weitgehend erhalten bleiben.

Auch im Innenraum sollen nach Möglichkeit prägende Elemente des ursprünglichen Kirchengebäudes bewahrt werden. Die Wohnungen sollen in Modulbauweise entstehen: Vorgefertigte Wohnmodule werden in das bestehende Gebäude integriert. Die genaue Anzahl der entstehenden Wohneinheiten steht derzeit noch nicht fest.

Bewusste Entscheidung für den Erhalt

Obwohl die Herz-Mariä-Kirche nicht unter Denkmalschutz steht und ein Abriss grundsätzlich möglich gewesen wäre, fiel die Entscheidung zugunsten einer Umnutzung. Nach Angaben der katholischen Kirchengemeinde wurden mehrere Angebote geprüft. Ausschlaggebend sei letztlich das Konzept gewesen, das den größten Mehrwert für den Stadtteil verspreche.

Der letzte Gottesdienst in der Herz-Mariä-Kirche findet am 18. Juli 2026 statt. Anschließend wird das Gebäude für die geplante Entwicklung vorbereitet. Eine Zwischennutzung bis zum Beginn der Bauarbeiten ist derzeit nicht vorgesehen.

Mit dem Projekt erhält das markante Kirchengebäude eine neue Nutzung, während gleichzeitig zusätzliche Pflege- und Wohnangebote für Senioren in Bochum-Günnigfeld geschaffen werden.

Quelle: Katholische Kirche in Bochum verkauft: Neuer Eigentümer hat große Pläne - Paywall

Bochum - Wohn & Geschäftshaus - Kemnader Straße 329 - In Bau

Ende Januar haben die ersten Entkernungsarbeiten zur Errichtung eines neuen ALDI Marktes in Bochum-Stiepel begonnen. Das Besondere: Auf dem Dach des Marktes werden zwei Wohnungen entstehen. Auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Rumberg an der Kemnader Straße 329 wird im Zuge der Modernisierung des gesamten ALDI Nord Filialnetzes ein brandneuer ALDI Markt entstehen. Auf rund 1.040 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Kundinnen und Kunden alle Artikel des täglichen Bedarfs. Der Fokus der neuen Märkte liegt vor allem auf einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre.

Der neue Markt ist in vielerlei Hinsicht besonders: So befindet sich die Filiale aufgrund der speziellen Lage am Hang von der Kemnader Straße gesehen im Untergeschoss. Ebenerdig wird ein Parkplatz mit insgesamt 44 Stellplätzen entstehen, die von der Kemnader Straße aus angefahren werden können. Darüber befinden sich zwei Wohnungen mit einer Gesamtfläche von ca. 230 qm. Das gesamte Bebauungskonzept verbindet somit auf innovative Weise die Themen Einkaufen und Wohnen und fügt sich harmonisch in die bestehende Bebauung ein.

Die Warenanlieferung erfolgt über die Kemnader Straße über das dortige Parkdeck. Anschließend werden die Waren über einen Lastenaufzug auf die Ebene der Marktes transportiert. Die Abbrucharbeiten der bestehenden Gebäudeteile werden in dieser Woche starten. Aufgrund der anspruchsvollen topographischen Gegebenheiten vor Ort kann ein geplanter Eröffnungstermin erst zu einem späteren Zeitpunkt genannt werden.

Pressemitteilung: Neuer ALDI Markt in Bochum-Stiepel: Bauarbeiten haben begonnen



       Bilder: Aldi-Nord


Update 14.09.2025

In Bochum-Stiepel entsteht derzeit ein neuer Aldi-Markt auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Rumberg an der Kemnader Straße 329. Nach dem Abriss des Gebäudes im Februar 2025 schreiten die Bauarbeiten inzwischen deutlich voran. Der Rohbau ist nahezu fertiggestellt, im Laufe des Herbstes soll die Gebäudehülle geschlossen und die technische Ausstattung eingebaut werden. Aufgrund der Hanglage handelt es sich um ein anspruchsvolles Bauprojekt: Der Verkaufsraum mit rund 1040 Quadratmetern Fläche wird im Untergeschoss liegen und ist künftig über ein gläsernes Laufband vom Parkdeck aus erreichbar.

Auf dem oberen Plateau entstehen 44 Parkplätze sowie ein kleines Wohnhaus mit zwei Wohnungen. Zusätzlich wird eine Tiefgarage mit 28 Stellplätzen eingerichtet, die teilweise für Kunden und Mitarbeiter vorgesehen sind. Durch die Bauweise wird der Markt von der Kemnader Straße aus kaum sichtbar sein. Aldi hat die Pläne in den vergangenen Jahren mehrfach anpassen müssen, unter anderem wegen Problemen bei der Anlieferung und Verstößen gegen den Bebauungsplan. Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es noch nicht, das Unternehmen zeigt sich jedoch optimistisch, den neuen Markt kurz vor Weihnachten 2025 eröffnen zu können.

Quelle: WAZ - Aldi-Baustelle in Bochum: So gut kommen die Arbeiten voran - Paywall


Update 30.11.2025

Der geplante neue Aldi-Markt in Bochum-Stiepel wird entgegen den ursprünglichen Hoffnungen nicht mehr vor Weihnachten 2025 eröffnen. Der Discounter korrigiert seinen Zeitplan und rechnet nun mit einer Fertigstellung Anfang 2026. Als Grund für die Verzögerung nennt das Unternehmen die unerwartet lange Dauer der Bauarbeiten auf dem herausfordernden Hanggrundstück an der Kemnader Straße 329. Der Neubau, der auf dem früheren Gelände von Möbel Rumberg entsteht, ist architektonisch komplex, da die Verkaufsfläche in den Hang gebaut wird und sich im Untergeschoss befindet, während Parkplätze und Anlieferzone oben liegen. Diese spezielle Hanglage und frühere Planungsänderungen wegen Anwohnerbelangen haben den gesamten Prozess bereits über Jahre verzögert.

Quelle: WAZ - Neuer Aldi in Bochum: Eröffnungstermin stand fest – nun dauert es länger - Paywall


Update 24.01.2026

Der Neubau der Aldi-Filiale an der Kemnader Straße im Bochumer Stadtteil Stiepel verzögert sich weiter. Die ursprünglich für Ende 2025 geplante Eröffnung konnte nicht eingehalten werden, da die Bauarbeiten auf dem Hanggrundstück mehr Zeit in Anspruch nehmen als erwartet. Nach Angaben von Aldi Nord sollen zumindest die Rohbauarbeiten voraussichtlich bis Mitte Februar 2026 abgeschlossen werden.

Quelle: WAZ - Aldi-Neubau in Bochumer Stadtteil: Das ist der Stand der Dinge - Paywall


Update 28.03.2026

Aldi-Baustelle in Bochum-Stiepel: Eröffnung wohl erst im Sommer 2026

Der Neubau des Aldi-Marktes an der Kemnader Straße in Bochum-Stiepel sorgt derzeit für Verunsicherung. Seit der Fertigstellung des Rohbaus wirkt die Baustelle auf viele Anwohner wie stillgelegt.

Laut Aldi ist das jedoch nicht der Fall: Der Innenausbau habe bereits begonnen, auch wenn dies von außen kaum sichtbar sei. Von einem offiziellen Baustopp kann keine Rede sein. Auch die Stadt Bochum bestätigt, dass keine Probleme mit Genehmigungen vorliegen.

Ursprünglich sollte der Markt noch vor Weihnachten 2025 eröffnen. Dieser Termin wurde verpasst. Aktuell rechnet Aldi – bei planmäßigem Verlauf – mit einer Neueröffnung Ende Juni 2026.

Kritik gibt es weiterhin an der gesperrten Fußgänger-Treppe zwischen Kemnader Straße und Vogelrute. Dazu äußert sich das Unternehmen nicht konkret.

Der Markt entsteht teilweise im Hang und wird mit einem Parkdeck sowie Wohnraum kombiniert – ein vergleichsweise komplexes Bauprojekt. Mit der Eröffnung erhält Stiepel seinen ersten Discounter.

Quelle: WAZ - Stillstand auf Baustelle? Aldi gibt Prognose für Neueröffnung in Bochum ab - Paywall


Update 08.07.2026

Verzögerung beim Aldi-Neubau in Bochum-Stiepel: Eröffnung weiter offen

Der Neubau der Aldi-Filiale an der Kemnader Straße in Bochum-Stiepel verzögert sich erneut. Ein ursprünglich für Ende Juni 2026 geplanter Eröffnungstermin konnte nicht eingehalten werden. Nach Angaben von Aldi Nord ist derzeit kein neuer Termin für die Inbetriebnahme bekannt.

Parkdeck sorgt für Verzögerungen

Als Grund nennt Aldi Nord den aufwendigeren Ausbau des über der Verkaufsfläche entstehenden Parkdecks. Dadurch verschiebt sich die Fertigstellung des Gesamtprojekts. Weitere Details zu den Ursachen oder einem möglichen Zeitplan wurden vom Unternehmen bislang nicht veröffentlicht.

Das Bauprojekt ist als kombinierter Neubau konzipiert: Die Verkaufsfläche des Discounters entsteht im Hanggeschoss, darüber werden ein Parkdeck sowie ein Wohngebäude errichtet.


Quelle: Aldi-Eröffnung in Bochum verzögert sich: Warum das für den Stadtteil zum Problem wird - Paywall

Bochum - Neubau Schulzentrum Nord | In Bau

Der Sieger des Architekturwettbewerbs für das Schulzentrum Nord im Bochumer Stadtteil Gerthe steht fest. Wer das Preisgericht für den eigenen Entwurf gewinnen konnte, erfuhr die Bochumer Öffentlichkeit am Freitag, den 23. März 2018, im Technischen Rathaus der Stadt. Mit dem ersten Preis ehrte die Jury den Neubauentwurf des Essener Architektenteams Brüning Rein. Die Architekten überzeugten mit einem zukunftsweisenden, flexiblen und zugleich wirtschaftlichen Schulzentrum-Neubau und punkteten mit ihrem städtebaulichen Gesamtkonzept für einen grünen Campus im Stadtteil. Insgesamt elf Architekturvorschläge für das Schulzentrum des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums und der Anne-Frank-Realschule im Bochumer Norden waren zuvor eingereicht worden. Am 20. März 2018 hatte ein Preisgericht, zusammengesetzt aus unterschiedlichen Fachleuten, darunter Vertreter der Stadt Bochum, der Politik und dem Bereich Schule, über die Entwürfe entschieden.

Als kraftvolles, langgestrecktes Gebäude habe man das Schulzentrum entworfen, erklärt Julian Büchter, einer der geschäftsführenden Gesellschafter des Essener Siegerbüros Brüning Rein. Neben Gymnasium und Realschule beherbergt das Gebäude auch eine Stadtteilbücherei und das sogenannte IST, das Innovationszentrum Schule-Technik. „Es ging uns um eine belastbare, zugleich sehr flexible Gebäudestruktur, die zukünftig Veränderungen der einzelnen Schulen und ihrer pädagogischen Konzepte möglich macht“, sagt Büchter und ergänzt: „Im Innern bildet unser Gebäude eine spannungsvolle Abfolge öffentlicher Plätze und differenzierter, halböffentlicher Bereiche – bis in die Privatheit der Schulklassen. Unterschiedliche Orte der Kommunikation schaffen Angebote zum Verweilen, zur Begegnung und zur Bildung wohltuender Gemeinschaft.“

Als Bau, der den Stadtteil präge, beschreibt Eckart Kröck, Leiter des Amtes für Stadtplanung, den Essener Entwurf und spricht bereits vom wichtigsten Gebäude des Stadtteils – einem mutigen Entwurf. Ein Architekturkonzept, das sich Schülern und Bürgern des Stadtteils gleichermaßen öffne, bestätigt auch Arndt Brüning, geschäftsführender Gesellschafter des Preisträgerbüros. „Die angedachte neue Schul- und Stadtteilbibliothek könnte die Begegnung der Bürger mit den Schulen fördern“, betont Brüning. „Es gibt Ganztags- und Multifunktionsbereiche, eine Turnhalle für Sportvereine, einen Bolzplatz und einen ganzen Park, der auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.“ Dieser großzügige, grüne Campuspark, wie ihn die die Architekten des Siegerentwurfes nennen, erntete auch das Lob der Bürger. Durch die Positionierung des Gebäudekörpers am nördlichen Rand des Grundstückes sei diese große Freifläche im Süden entstanden, wobei die vorhandene Topografie wie selbstverständlich in die Erdgeschosszone integriert werde. Sie schaffe fließende Übergänge zwischen Innenraum und Außenraum, so das Preisgericht. Das Gebäude erscheine durch die weiß beschichtete und in Teilen bedruckte Glasfassade als heller, lichter Baukörper. Durch das Farbenspiel und die Stützen im Erdgeschoss werde zudem eine optische Verwebung mit dem vorhandenen Baumbestand erreicht, freut sich die Jury.

Nach zuletzt sinkenden Anmeldezahlen an beiden Schulen blickt der Schulleiter des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums, Michael Braß, nun optimistisch in die Zukunft. Die Sorge vor Umbau und Sanierungslärm hatten die Schülerzahlen in der Vergangenheit schrumpfen lassen, vermutet Braß. Er hoffe nun auf einen Neubau. Dann könne ein Umzug stattfinden, wenn der Neubau fertig sei. Der Siegerentwurf habe ihn zudem überzeugt – pädagogisch und menschlich. Eine Art Powerriegel für den Stadtteil und den Schulstandort. Und auch Martin Stempel, Leiter des Schulverwaltungsamtes, freut sich auf den geplanten Neubau: Der Tag der Siegerpräsentation sei ein besonderer Tag für die Bochumer Bildungslandschaft, den Stadtteil und die Schulen.

Pressemitteilung: Brüning Rein GmbH & Co. KG


Bild: Architekten Brüning Büchter

 
Update 26.03.2023

Im Bochumer Norden hat der Bau des neuen Schulzentrums begonnen: Am Freitag, 10. März, fand die feierliche Grundsteinlegung des Schulzentrums-Nord in Bochum-Gerthe statt. Zukünftig werden das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule in dem Gebäude untergebracht. Auch das Innovationszentrum Schule und Technik (IST) und die Stadtteilbücherei Gerthe bleiben in dem neuen Gebäudekomplex.

Auf 26.000 Quadratmetern wird es Räume für Unterricht und Pause, für Besprechungen und selbstständiges Lernen geben. Im Erdgeschoss sind alle gemeinsamen öffentlichen Funktionen beider Schulen sowie Räume zur Mitnutzung durch die Gerther Bürgerinnen und Bürger einladend über den Schulhof erschlossen. Ein besonderes Merkmal des Gebäudes werden seine ausschwingenden, überwiegend transparenten Fassaden sein.

Das Schulzentrum nimmt aus städtebaulicher Sicht für Gerthe eine wichtige Scharnierfunktion zwischen der Innenstadt und neu zu entwickelnden Wohnbauflächen am Ortsrand ein. Der entstehende Neubau ist ein 198 Meter langer Riegel, der in Stahlbetonmassivbauweise mit insgesamt einem Unter- und vier Obergeschossen errichtet wird. Das Erdgeschoss ist zurückgesetzt und mit einer vorgestellten Stützenreihe versehen. Die Obergeschosse sind durch horizontale Fensterbänder gegliedert, die Brüstungen sind durch mattierte Glasplatten verkleidet.

Das gemeinsame Forum, die Aula beider Schulen, geht in der Gebäudemitte zur Heinrichstraße durch und schafft so einen weiteren straßenseitigen Zugang. Im westlichen Gebäudeflügel befindet sich die Mensa mit dem angrenzenden Kulturraum für Veranstaltungen. Nach Osten schließen die Aufenthaltsräume des Ganztags, der Hauswirtschaft, die internationalen Klassenräume, ein durch die Musikschule mit nutzbarer Musikraum und das LegoEducation-Center an die Aula an. Den östlichen Abschluss im Erdgeschoss bildet die Bücherei Gerthe, die mit angrenzendem Café in die Erdgeschosszone integriert wird. Im Zusammenhang mit dem Ganztagsbereich, dem Lego-Education-Center, der Aula und dem Kulturraum entsteht ein flexibel nutzbarer Bereich, der durch Vereine und für Veranstaltungen mitgenutzt werden kann.

Über dem lichten Erdgeschoss scheinen drei Geschosse mit Klassentrakten auf filigranen Betonstützen, gleichsam eine Fortsetzung der Bäume außen, zu schweben. Sie werden von fünf Treppenkernen erschlossen, wovon zwei Treppenhäuser mit einem Aufzug die barrierefreie Erschließung der Obergeschosse gewährleisten. In den drei Regelgeschossen sind jeweils die Bereiche der Anne-Frank-Realschule im Westen und die des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums im Osten angeordnet. Die hohe Flexibilität des Gebäudes ermöglicht zukünftige Verschiebungen und Umnutzungen innerhalb der bestehenden Strukturen. Durch die fließenden Übergänge kann in Zukunft auf veränderte Schülerzahlen beider Schulen reagiert werden. Die Obergeschosse beherbergen zum großen Teil Klassenräume mit zugehörigen Differenzierungsräumen. Die Schulleitungen von der Anne-Frank-Realschule im Westen und der Heinrich-von-Kleist-Gymnasium im Osten sind an den Kopfseiten des Gebäudes positioniert.

Auf dem extensiv begrünten Flachdach entstehen eine Photovoltaikanlage sowie die zentralen Kälte- und Lüftungsanlagen für das Erdgeschoss und die Mittelzonen der Lernbereiche. Der Rohbau wird im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein. Die Fertigstellung und Übergabe an die Schulen ist für Ende 2025 vorgesehen. Die Kosten liegen bei rund 110 Millionen Euro. Das bestehende Gebäude ist brandschutz- und schadstofftechnisch in so schlechtem Zustand, dass vom Rat der Stadt Bochum beschlossen wurde, den Altbau abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.

Pressemitteilung: Stadt Bochum




Aktuelle Fotos von der Baustelle | Update 13.05.2023



Fotos: hanbrohat

Update 10.11.2024

Allein die Zahlen beeindrucken: 26.000 Quadratmeter für Unterricht und Pause, Besprechungen und selbstständiges Lernen stehen bald im Neubau für das Schulzentrum Nord zur Verfügung. 5.000 Quadratmeter Fundamentbeton werden verbaut, 11.000 Kubikmeter Stahlbeton für Decken, Wände und Stützen. Eine 6.000 Quadratmeter große Glasfassade entsteht, 320 mehrteilige Fensterelemente werden eingesetzt. Die Bauarbeiten am neuen Schulzentrum für den Bochumer Norden gehen zügig voran. Im März 2023 fand die Grundsteinlegung statt, nun folgte der nächste Meilenstein: Am Donnerstag, 7. November, fand das Richtfest mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern statt.

In dem Neubau werden das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule in dem Gebäude untergebracht. Auch das Innovationszentrum Schule und Technik (IST) und die Stadtteilbücherei Gerthe ziehen in den neuen Gebäudekomplex ein. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 vorgesehen, ab Februar 2026 kann das Gebäude genutzt werden.

Auf insgesamt 26.000 Quadratmetern entsteht ein hochmoderner Lernort. Im Erdgeschoss werden alle gemeinsam genutzten öffentlichen Flächen beider Schulen sowie Räume zur Mitnutzung durch die Gerther Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein. Sie werden einladend über den Schulhof erschlossen. Ein gemeinsames Forum, die Aula beider Schulen sowie auch die Mensa mit dem angrenzenden Kulturraum für Veranstaltungen werden den modernen Schulkomplex kennzeichnen. Aufenthaltsräume der Ganztagsbetreuung und der Hauswirtschaft, die internationalen Klassenräume sowie ein durch die Musikschule mit nutzbarer Musikraum und das Lego Education-Center werden sich an die Aula anschließen. Den östlichen Abschluss im Erdgeschoss wird die Bücherei Gerthe, die mit einem angrenzenden Café integriert wird, bilden. Insgesamt entsteht so ein flexibel nutzbarer Bereich, der durch Vereine und für Veranstaltungen der Bürgerinnen und Bürger mitgenutzt werden kann.

Auf dem Dach wird eine PV-Anlage installiert. 220 Module werden eine Gesamtfläche von 600 Quadratmetern bedecken. Die prognostizierte Stromerzeugung der Photovoltaikanlage wird 79.000 kWh betragen – damit wird sie den Jahresenergieverbrauch von rund 30 Privathaushalten decken. Die Errichtung der Photovoltaik-Dachanlage wird mit 157.500 Euro zu 90 Prozent aus dem Landesprogramm NRW „progress.nrw – Klimaschutztechnik“ gefördert.

Pressemitteilung: Stadt Bochum - Richtfest für das Schulzentrum Bochum-Nord


Update 16.01.2026

In Bochum-Gerthe entsteht derzeit mit dem Schulzentrum Nord eines der modernsten Schulgebäude der Stadt. Für rund 120 Millionen Euro werden dort das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule zusammengeführt, die im Sommer 2026 einziehen sollen. Doch noch bevor der Neubau fertig ist, zeigt sich, dass der Platz nicht für alle Schülerinnen und Schüler ausreichen wird. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen ist höher als ursprünglich angenommen, außerdem haben sich die schulbaulichen Vorgaben seit der Planung verändert. Zwar werden die 2019 beschlossenen 32 Klassenräume für das Gymnasium und 27 für die Realschule wie geplant gebaut, dennoch fehlen zusätzliche Räume.

Um den Unterricht dennoch sicherzustellen, greift die Stadt zu Übergangslösungen. Ein Teil der zusätzlichen Klassen soll vorerst im sogenannten Spanischen Pavillon auf dem Schulgelände untergebracht werden. Langfristig sind weitere Räume im Umfeld einer neuen Dreifachsporthalle vorgesehen, deren Fertigstellung allerdings frühestens für 2032 erwartet wird. Um Platz für die Schulen zu schaffen, muss das zdi-Netzwerk zur Förderung von MINT-Fächern vorübergehend ausgelagert werden.

Fest steht auch, dass das alte Schulgebäude nach dem Umzug abgerissen werden soll. Der Wunsch eines örtlichen Vereins, dort ein Stadtteilmuseum einzurichten, fand im Schulausschuss keine Mehrheit, da ein Erhalt des Gebäudes mit hohen Kosten und großem technischem Aufwand verbunden wäre. Stattdessen soll nun nach einer anderen Lösung im Stadtteil gesucht werden.

Quelle: WAZ - Bochum baut Schulzentrum für 120 Millionen Euro: Es ist schon jetzt zu klein - Paywall


Update 08.07.2026

Schulzentrum Nord in Bochum: Neubau vor Bezug – Abriss des Altbaus und weitere Bauabschnitte folgen

Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 wird das neue Schulzentrum Nord im Bochumer Stadtteil Gerthe erstmals vollständig genutzt. Rund 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 100 Lehrkräfte des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums und der Anne-Frank-Realschule ziehen nach den Sommerferien in den Neubau um. Gleichzeitig beginnt die nächste Phase des Gesamtprojekts: der Rückbau des bisherigen Schulgebäudes.

Abriss des Bestandsgebäudes bis Ende 2027

Der verbliebene Teil des in den 1970er-Jahren errichteten Schulzentrums wird zunächst umfassend schadstoffsaniert und anschließend abgebrochen. Bereits in den Jahren 2021 und 2022 war der nördliche Gebäudeteil entfernt worden, um Platz für den Neubau zu schaffen.

Auf einer Grundfläche von rund 6.700 Quadratmetern werden etwa 65.000 Kubikmeter umbauter Raum zurückgebaut. Nach dem Abriss wird die Baugrube verfüllt. Dafür sollen unter anderem Bodenmassen verwendet werden, die während der Errichtung des Neubaus angefallen und zwischengelagert wurden.

Schadstoffsanierung vor dem Rückbau

Vor Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten müssen verschiedene Schadstoffe fachgerecht entfernt werden. Nach Angaben der Stadt wurden unter anderem Asbest in Bodenbelägen und Fensterdichtungen sowie künstliche Mineralfasern (KMF), PCB-haltige Materialien und Holzschutzmittel nachgewiesen.

Der Rückbau erfolgt in zwei Abschnitten:

  • Bis Mitte Februar 2027: Schadstoffsanierung und anschließender Abriss des Ostflügels.
  • März bis Ende Juli 2027: Sanierung und Rückbau des Westflügels.

Zum Schutz der Umgebung sind umfangreiche Maßnahmen zur Staubbindung vorgesehen. Neben Wassersprühsystemen an den Abbruchgeräten soll zusätzlich eine Wasserkanone eingesetzt werden.

Weitere Bauprojekte auf dem Schulcampus

Mit dem Abschluss des Abrisses endet die Entwicklung des Schulstandorts noch nicht. Geplant ist der Bau einer neuen Dreifachsporthalle. Parallel wird geprüft, ob unterhalb der Sporthalle ein Lehrschwimmbecken entstehen kann. Eine Machbarkeitsstudie bestätigt die technische Umsetzbarkeit eines solchen Hallenbads.

Die Kosten für die geplanten Sportanlagen stehen derzeit noch nicht fest.

Neubau bereits an Kapazitätsgrenze

Obwohl der Schulneubau erst jetzt seinen Betrieb aufnimmt, reichen die vorhandenen Kapazitäten bereits nicht vollständig aus. Das Gebäude verfügt über 59 Klassenräume, benötigt werden jedoch zusätzliche Unterrichtsflächen.

Übergangsweise sollen deshalb vier Räume im sogenannten „Spanischen Pavillon“ auf dem Schulgelände genutzt werden. Langfristig ist vorgesehen, im Gebäude der neuen Dreifachsporthalle drei weitere Klassenräume zu integrieren.

Investitionsvolumen

Die Gesamtkosten für den Neubau des Schulzentrums einschließlich Außenanlagen und Nebenkosten belaufen sich nach Angaben der Stadt Bochum auf rund 119 Millionen Euro.

Mit dem Neubau entsteht eines der modernsten Schulzentren Bochums. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass die Entwicklung des Standorts über den Schulbezug hinaus fortgesetzt wird. Erst mit dem Abschluss des Abrisses des Altbaus sowie dem Bau der Sportanlagen wird das Gesamtvorhaben vollständig abgeschlossen sein.

Quelle: WAZ - Schulzentrum Nord in Bochum ist fast fertig – doch die Baustelle bleibt - Paywall

Montag, 6. Juli 2026

Bochum - Waldorf-Kita auf dem Gelände der GLS Bank - In Bau

Neue Waldorf-Kita auf dem Gelände der GLS Bank in Bochum-Ehrenfeld 

In Bochum-Ehrenfeld entsteht auf dem Gelände der GLS Bank eine neue Waldorf-Kindertagesstätte. Die Einrichtung mit dem Namen „Birkenhaus“ soll zum Betreuungsjahr 2027/28 ihren Betrieb aufnehmen und Platz für insgesamt 30 Kinder bieten. Zehn der Betreuungsplätze sind für Kinder unter drei Jahren vorgesehen.

Nachhaltiger Neubau in Holzbauweise

Die Kita wird als zweigeschossiger Anbau an das bestehende Verwaltungsgebäude der GLS Bank an der Christstraße errichtet. Ursprünglich war ein freistehendes Gebäude geplant. Im weiteren Planungsverlauf entschied sich die Bauherrin jedoch dafür, nicht mehr vollständig benötigte Flächen des Verwaltungsgebäudes in das Konzept einzubeziehen. Dadurch kann das Bauvorhaben ressourcenschonender umgesetzt werden.

Der Neubau entsteht in Holzbauweise und erhält ein Gründach. Nach Angaben der Projektbeteiligten kommen überwiegend nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz. Die Konstruktion umfasst unter anderem eine Holzskelettbauweise, Holzrahmenwände sowie Dübelholzdecken mit integrierten Akustikelementen. Zudem soll das Gebäude einen hohen energetischen Standard erfüllen.


Bild: ACMS Architekten

Betreuung für Familien im Stadtteil

Träger der neuen Einrichtung ist der Bochumer Waldorfkindergarten e.V. Die Platzvergabe wird künftig über den Verein erfolgen. Nach Angaben des Trägers steht die Kita allen Kindern offen und orientiert sich an den Grundsätzen der Waldorfpädagogik mit einem Schwerpunkt auf ganzheitlicher Bildung, kreativer Entwicklung und naturnahem Lernen.

Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Idee für das Projekt entstand innerhalb der Belegschaft der GLS Bank. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und gleichzeitig zusätzliche Betreuungsplätze im Stadtteil Bochum-Ehrenfeld zu schaffen.

Mit der Grundsteinlegung haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bochum, der GLS Bank und des Trägers den offiziellen Baubeginn eingeleitet. Die Eröffnung der neuen Waldorf-Kita ist für das Betreuungsjahr 2027/28 vorgesehen.

Bochum - Wohngebäude Pulverstraße 25 - In Planung

Neubauprojekt Pulverstraße 25 in Bochum-Höntrop: Moderne Eigentumswohnungen mit Haus-im-Haus-Konzept

Mit dem Neubauprojekt Pulverstraße 25 entsteht im Bochumer Stadtteil Höntrop ein modernes Wohnensemble mit insgesamt zwölf Wohneinheiten. Das Projekt richtet sich sowohl an Eigennutzer als auch an Kapitalanleger und verbindet zeitgemäße Architektur mit energieeffizienter Gebäudetechnik.

Wohnkonzept

Geplant sind sieben klassische Eigentumswohnungen sowie fünf sogenannte Haus-im-Haus-Einheiten. Diese erstrecken sich über zwei Ebenen, verfügen über einen separaten Eingang und einen eigenen Garten. Die Wohnflächen reichen von rund 63 bis 130 Quadratmetern und bieten unterschiedliche Grundrissvarianten für Singles, Paare und Familien.

Die Wohnungen in den Obergeschossen verfügen über Balkone, während die Erdgeschosswohnungen mit Terrassen und Gartenanteilen ausgestattet sind. Ergänzt wird das Wohnangebot durch einen gemeinschaftlichen Spielplatz und einen Gartenbereich für alle Bewohner.

Bild: Pro+ Immobilien GmbH

Moderne Ausstattung

Das Neubauprojekt setzt auf eine zeitgemäße technische Ausstattung. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Fußbodenheizung
  • elektrische Rollläden
  • Videogegensprechanlage
  • bodengleiche Duschen
  • Aufzug mit schwellenfreiem Zugang
  • Kellerräume sowie Wasch- und Trockenraum
  • Tiefgaragenstellplätze und optionale Außenstellplätze

Die Kombination aus energieeffizienter Heiztechnik und moderner Ausstattung entspricht den heutigen Anforderungen an komfortables und nachhaltiges Wohnen.

Lage in Bochum-Höntrop

Der Stadtteil Höntrop liegt im Westen Bochums und bietet eine gute Mischung aus ruhigem Wohnen und einer gut ausgebauten Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken, Schulen und Kindergärten befinden sich in der näheren Umgebung. Auch der Südpark sowie die Grünanlage „Saure Wiesen“ sind schnell erreichbar und bieten Möglichkeiten zur Naherholung.

Über den Bahnhof Höntrop-Wattenscheid besteht eine Anbindung an die S-Bahn-Linie S1 in Richtung Dortmund und Solingen. Zudem sind die Autobahnen A40 und A448 innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Projektentwickler

Realisiert wird das Bauvorhaben von der Pro+ Immobilien GmbH aus Bochum. Das Unternehmen entwickelt seit den 1990er-Jahren Wohnprojekte in der Region und arbeitet eng mit dem Architekturbüro Knaup + Krampe zusammen. Nach Unternehmensangaben werden die Bauvorhaben in Kalksandsteinbauweise ausgeführt und durch baubegleitende Qualitätsaudits der DEKRA überwacht.

Sonntag, 5. Juli 2026

Bochum + Herne | Lidl Lebensmittelverteilzentrum | Fertig (02/26)

Lidl geht den ersten Schritt zu einer optimierten Nahversorgung der Region: Gestern startete beim offiziellen Spatenstich der Bau eines weiteren nachhaltigen und hochmodernen Lebensmittelverteilzentrums neben dem Bestandsobjekt an der Südstraße in Herne. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich im Sommer 2024 in Betrieb genommen. Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes ist bis Frühjahr 2026 geplant. Mit dem neuen Gebäudekomplex sollen auf einer Gesamtfläche von 54.000 Quadratmetern die Verwaltung und Belieferung von bis zu 120 Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen mit Lebensmitteln und Waren sichergestellt werden.

Umweltfreundliche Bauweise

Das neue Gebäude setzt Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit: Die energieeffiziente Kälteanlage mit Wärmerückgewinnung des neuen Lebensmittelverteilzentrums „HerBo 43“ wird ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben, was den ökologischen CO2-Fußabdruck um bis zu 200 Tonnen pro Jahr verringert. Die Abwärme der Kälteanlage wird für die Heizung des gesamten Lagers und des Verwaltungstraktes genutzt. Somit kommt der Standort ohne fossile Energieträger aus und ist daher unabhängig von deren Verfügbarkeit.

Die Photovoltaikanlage auf dem Gebäudedach hat eine Leistung von 1.200 KWh und produziert rund eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresverbrauch von rund 225 Vier-Personen-Haushalten. Darüber hinaus werden E-Ladesäulen mit AC- und DC-Anschlüssen zur Verfügung stehen, an denen E-Fahrzeuge geladen werden können.

11.000 Quadratmeter Blühwiese und 7.400 Quadratmeter Gründach

Auf dem insgesamt 20 Hektar großen Areal in Herne und Bochum soll außerdem eine rund 11.000 Quadratmeter große Blühweise entstehen. Darüber hinaus wird eine rund 7.400 Quadratmeter große Dachfläche des Gebäudes zur Verdunstung und Abkühlung des Umfeldes begrünt. Zudem bindet es bis zu sechs Tonnen CO2 pro Jahr. Gleichzeitig trägt das Gründach zur Steigerung der Biodiversität bei.

Rund 200 zusätzliche Arbeitsplätze für die Region

In der bestehenden Lidl-Regionalgesellschaft in Herne sind derzeit etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Zahl soll sich nach der Vergrößerung mittelfristig fast verdoppeln. Die Mitarbeiter sind dann in mehr als 15 verschiedenen Berufsfeldern in den Bereichen Logistik, Vertrieb, Warengeschäft, Immobilien und Personal tätig.

Pressemitteilung: Bauarbeiten für „HerBo 43“ starten


Bild: Lidl

Update 20.01.2024

Das Hallengebäude des ersten Bauabschnitts direkt an der A43 ist bereits im Rohrbau fertiggestellt. Wenn der Neubau, wie geplant im Sommer fertiggestellt ist, geht die Arbeit in der direkten Nachbarschaft gleich weiter. Dabei wird das bestehende Lagergebäude abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau errichtet. Von hier aus will Lidl ab 2026 bis zu 120 Filialen in Nordrhein-Westfalen mit Lebensmitteln und Waren beliefern.



Update 01.10.2024

Am 16 September 2024 ist der erste Bauabschnitt des neuen Lidl Logistikzentrums in Betrieb genommen worden. Drinnen wurde teils vollautomatisierte Hochregallager und Kühlbereiche gebaut. Direkt neben dem Neubau liegt (komplett auf Herner Stadtgebiet) das gut 25 Jahre alte bisherige Lidl-Lager. Das Altlager wird ab dem 30. September 2024 zurückgebaut, um die Baufreiheit für den zweiten Bauabschnitt zu schaffen.Die Fertigstellung des gesamten Standorts ist bis zum Frühjahr 2026 geplant.

Quelle: WAZ - Mega-Lager von Lidl an A43 in Betrieb – was passiert drin?


Update 05.07.2026

Lidl nimmt neues Warenverteilzentrum „HerBo43“ in Herne vollständig in Betrieb

Lidl hat den zweiten Bauabschnitt seines Verwaltungs- und Warenverteilzentrums „HerBo43“ in Herne offiziell in Betrieb genommen. Mit der Fertigstellung ist der im April 2023 begonnene Neubau nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit vollständig abgeschlossen.

Der zweite Bauabschnitt umfasst rund 22.500 Quadratmeter und ist auf die Lagerung sowie den Umschlag temperaturgeführter und sensibler Warengruppen ausgelegt. Dazu zählen Kühl-Trockenprodukte, Molkereiprodukte, Frischfleisch und Tiefkühlkost. Durch die Erweiterung entstehen zusätzliche Lagerkapazitäten für etwa 10.000 Europaletten.

Insgesamt verfügt das Verwaltungs- und Warenverteilzentrum über eine Fläche von rund 54.000 Quadratmetern, einschließlich eines 3.500 Quadratmeter großen Verwaltungsbereichs. Auf dem rund 20 Hektar großen Grundstück stehen Lagerkapazitäten für insgesamt etwa 43.300 Europaletten zur Verfügung. Von dem Standort aus werden künftig bis zu 120 Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen beliefert.

Mit der Inbetriebnahme des vollständigen Standorts schafft Lidl rund 100 zusätzliche Arbeitsplätze in den Bereichen Logistik, Verwaltung und Technik. Damit steigt die Zahl der Beschäftigten am Standort auf rund 300 Mitarbeiter.

Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei dem Neubau eine wichtige Rolle. Zum Einsatz kommen eine energieeffiziente Kälteanlage, deren Abwärme zur Beheizung des Gebäudes genutzt wird, eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 500 kWp sowie eine extensive Dachbegrünung. Ergänzend werden 135 heimische Bäume gepflanzt und eine rund 39.000 Quadratmeter große Blühwiese angelegt, um die Biodiversität auf dem Gelände zu fördern.

Für den Lkw-Verkehr wurde eine Drivers Lounge mit Sanitäranlagen, Duschen, Küche sowie Wasch- und Trocknungsmöglichkeiten eingerichtet. Darüber hinaus verfügen 20 der insgesamt 60 Lkw-Stellplätze über Stromanschlüsse zur emissionsarmen Versorgung der Kühlaggregate. Für Mitarbeiter und Besucher stehen außerdem 24 Pkw-Stellplätze mit elf E-Ladesäulen zur Verfügung.

Mit dem vollständig in Betrieb genommenen Verwaltungs- und Warenverteilzentrum stärkt Lidl seine regionale Logistik im Ruhrgebiet und erweitert die Kapazitäten für die Versorgung seiner Filialen in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: Verwaltungs- und Warenverteilzentrum: Lidl nimmt in Herne Bereich für sensible Kühlprodukte in Betrieb


Foto: Lidl


Samstag, 4. Juli 2026

Essen | Barbara Höfe - Fertig (07/26)

Auf einem ca. 4.498 m2 großen Grundstück an der Elisenstraße / Barbarakirchgang realisiert die Wohnquartier Barbara Höfe GmbH den Neubau eines Wohnquartiers. Auf dem Gelände der bereits 2014 geschlossenen Barbarakirche entstehen nach deren Abriss 64 Etagenwohnungen sowie 61 Tiefgaragen- und 5 Außenstellplätze. 

Der Baubeginn ist bereits erfolgt und soll bis 2022 abgeschlossen sein. Die zu errichtende Wohnfläche beträgt insgesamt rd. 4.444 m2 und verteilt sich auf 1 bis 4- Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 34 m2 und 90 m2. Noch vor Baubeginn wurde das neue Wohnquartier bereits an Vivawest verkauft.


Update 28.06.2025

Nach der Insolvenz des Bauträgers Harfid im Herbst 2022 lag ein Rohbau im Essener Ostviertel brach. Die unvollendete Immobilie wurde von Obdachlosen genutzt, von Metalldieben geplündert und durch Wasserschäden schwer beschädigt.

Im Dezember 2024 übernahm Vivawest, ursprünglich nur als Käufer der fertigen Wohnungen vorgesehen, die Ruine und entschloss sich trotz erheblicher Risiken, den Bau selbst fertigzustellen. Dies erforderte umfangreiche Aufräumarbeiten, Reparaturen und Neuverhandlungen mit Architekten, Handwerkern und Behörden.

Seit Anfang 2025 laufen die Bauarbeiten wieder. Auf dem Gelände entstehen in fünf Gebäuden insgesamt 64 Wohnungen (zwischen 46 und 98 m²), alle mit Fernwärme, Balkon oder Terrasse. Dazu kommen 61 Tiefgaragenplätze, Außenstellplätze, ein Spielplatz und die Rückkehr der Barbara-Statue, die an die frühere Barbara-Kirche erinnert.

Die Vermarktung der Wohnungen soll Frühjahr 2026 starten, Einzug ab Herbst 2026. Mietpreise sollen bei rund 12 €/m² liegen. Genaue Investitionssummen nennt Vivawest nicht, betont aber, dass das Projekt trotz Verzögerungen „gut im Budget“ sei.


Quelle: WAZ - Happy End für Essener Harfid-Ruine: Vivawest baut 64 Wohnungen - hinter Paywall






Bilder: Vivawest


Update 04.07.2026

Sechs Jahre nach Baustart ziehen bald die ersten Mieter in die „Barbara Höfe“ im Ostviertel ein. Heute feierten VIVAWEST-Geschäftsführer Haluk Serhat und weitere Gäste die Fertigstellung der 64 Wohnungen am Barbarbakirchgang. Ein besonderer Höhepunkt: die Segnung der Heiligen Barbara. Die Statue war einst in der Barbarakirche, die bis 2020 an gleicher Stelle gestanden hatte, zu Hause. In Erinnerung an die Historie des Grundstücks und der Pfarrei St. Gertrud steht sie nun im Innenhof des Quartiers.

Mitte 2020 starteten die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Kirchenareal im Essener Ostviertel. Gut zwei Jahre später musste der ursprüngliche Projektentwickler, von dem VIVAWEST die Wohnungen nach Fertigstellung schlüsselfertig übernehmen sollte, Insolvenz anmelden. Nach einem langwierigen Prozess erwarb das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen das Grundstück und das Neubauprojekt und baute in Eigenregie weiter. Jetzt sind die fünf Mehrfamilienhäuser und 64 Wohnungen fertig. Den erfolgreichen Projektabschluss feierte VIVAWEST mit den beteiligten Projektpartnern und Vertretern des Bistums Essen, das das Grundstück verkauft hatte.


Modernes Wohnen in zentraler Lage

Die fertiggestellten drei- und viergeschossigen Mehrfamilienhäuser stehen auf einem rund 5.100 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Barbarakirchgang und Elisenstraße östlich der Essener Innenstadt. Die Grundrisse der 64 barrierearmen und hochwertig ausgestatteten 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sprechen mit Wohnflächen zwischen 35 und 101 Quadratmetern Singles, Senioren, Paare und kleine Familien an.

Alle fünf Wohngebäude werden per Fernwärme versorgt und entsprechen dem KfW 55-Standard. Für ausreichend Parkmöglichkeiten der künftigen Mieterinnen und Mieter sorgen eine Tiefgarage mit insgesamt 61 Stellplätzen sowie fünf Außenstellplätze auf dem Grundstück. Hinzu kommen 64 Fahrradstellplätze.

Mietergarten mit Besonderheit

Im grünen Innenhof des neuen VIVAWEST-Quartiers können Mieterinnen und Mieter künftig gemeinsam Zeit verbringen – und haben dabei Gesellschaft. Im Rahmen der Fertigstellung bezieht eine rund 90 Zentimeter große und über 100 Jahre alte Statue der „Heiligen Barbara“ eine für sie angefertigte Stele und bildet den Mittelpunkt des Mietergartens. Die Skulptur ist eine Referenz an die vorherige Nutzung des Grundstücks. Ab 1905 stand die zur Gemeinde St. Gertrud gehörende Barbarakirche auf dem Areal und war für viele Menschen aus der Umgebung eine feste Anlaufstelle. 2014 wurde die Kirche außer Dienst gestellt, profanisert und schließlich 2020 abgerissen. Die Statue erinnert an die bewegte Geschichte.



Vermarktung läuft – einige Wohnungen noch frei

Dank der zentralen Lage sind Geschäfte des täglichen Bedarfs schnell erreichbar. Eine Bushaltestelle liegt in direkter Nähe. Auch die Autobahnen A40 und A52 sind in wenigen Fahrminuten erreicht, der Hauptbahnhof und die Innenstadt liegen keine zwei Kilometer entfernt. Die Vermarktung der Wohnungen ist im Frühjahr gestartet, die ersten Mieterinnen und Mieter ziehen im September ein. Aktuell sind noch einige Einheiten frei.

Pressemitteilung: VIVAWEST feiert Fertigstellung von 64 Wohnungen in Essen