Sonntag, 22. März 2026

Duisburg - St. Vincenz Quartier - Bauabschnitt #1 - In Bau

Neues Wohnquartier in Duisburg: 85 Mietwohnungen am St. Vincenz geplant

Im Duisburger Dellviertel steht die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers bevor. Auf dem Gelände des ehemaligen St. Vincenz-Hospitals sollen in den kommenden Jahren moderne Neubauten mit insgesamt 85 Mietwohnungen entstehen. Nach Verzögerungen in den vergangenen Jahren nimmt das Projekt nun konkrete Formen an.

Projektpartner und Hintergrund

Als zentraler Partner konnte der Wohnungsanbieter Vivawest gewonnen werden, der in Duisburg bereits einen umfangreichen Wohnungsbestand verwaltet. Gemeinsam mit dem Projektentwickler Fokus Development wurden die Planungen weiterentwickelt und insbesondere die Wohnungsgrundrisse optimiert.

Das Vorhaben ist Teil einer langfristigen Strategie, den Wohnungsbestand qualitativ zu erweitern und auf die steigende Nachfrage nach modernem Wohnraum in zentralen Lagen zu reagieren.

Wohnungsangebot und Ausstattung

Auf einer geplanten Wohnfläche von rund 6000 Quadratmetern entstehen unterschiedliche Wohnungstypen:

  • 15 Appartements
  • 28 Zwei-Zimmer-Wohnungen
  • 27 Drei-Zimmer-Wohnungen
  • 15 Vier-Zimmer-Wohnungen

Die Wohnungen sollen modern ausgestattet sein und sich an verschiedene Zielgruppen richten – von Singles bis hin zu Familien.

Ergänzt wird das Angebot durch:

  • eine Tiefgarage mit 45 Stellplätzen
  • 134 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder
Bild: Fokus Development

Investition und Bauumfang

Für das Projekt investiert Fokus Development rund 28 Millionen Euro. Insgesamt ist das Quartier in drei Bauabschnitte unterteilt. Neben den jetzt konkret geplanten 85 Wohnungen könnten langfristig bis zu etwa 330 Wohneinheiten im gesamten Entwicklungsgebiet entstehen.

Ein weiterer Bauabschnitt betrifft eine angrenzende Fläche, für die derzeit noch Abstimmungen mit der Stadt Duisburg laufen.

Zeitplan

Der Baustart verzögerte sich unter anderem durch die Corona-Pandemie sowie wirtschaftliche Entwicklungen in der Baubranche. Zunächst sind archäologische Untersuchungen vorgesehen, bevor der Abriss bestehender Gebäude erfolgt.

Mit der Fertigstellung der ersten Wohnungen und dem Einzug der Mieter wird aktuell frühestens im Jahr 2027 gerechnet.

Nutzungskonzept

Ursprünglich waren teilweise auch Eigentumswohnungen vorgesehen. Die aktuellen Planungen sehen jedoch ausschließlich Mietwohnungen vor. Damit soll ein einheitliches Quartier entstehen, das sich in den bestehenden Wohnungsmarkt integriert.

Aktueller Baufortschritt

Seit Anfang 2026 haben die Arbeiten sichtbar begonnen. Zunächst wurde mit dem Abriss bestehender Gebäude, insbesondere des ehemaligen Schwesternwohnheims, gestartet. Im Anschluss daran laufen bereits erste vorbereitende Maßnahmen für den Hochbau, darunter die Herstellung der Baugrube für die Neubauten.

Quelle: WAZ - St. Vincenz wird neues Quartier: So groß werden die Wohnungen - Paywall

Mülheim - Sanierung + Erweiterung Max-Planck-Institut für Kohlenforschung - In Bau

Großbaustelle in Mülheim: Max-Planck-Institut investiert in die Zukunft

In Mülheim an der Ruhr steht eine der bedeutendsten Forschungseinrichtungen der Region vor einem umfassenden Umbau. Das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung plant in den kommenden Jahren eine groß angelegte Modernisierung seines Campus. Insgesamt sollen rund 60 Millionen Euro investiert werden, um die Infrastruktur langfristig an die Anforderungen moderner Spitzenforschung anzupassen.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Bauarbeiten sind Teil einer strategischen Neuausrichtung. Ziel ist es, die Forschungsbedingungen nachhaltig zu verbessern und den Standort auch in Zukunft international wettbewerbsfähig zu halten. Laut Institutsleitung geht es dabei nicht nur um aktuelle Anforderungen, sondern um eine Perspektive für die nächsten Jahrzehnte. Gebäude und Arbeitsumgebungen sollen so gestaltet werden, dass sie auch zukünftigen wissenschaftlichen Entwicklungen gerecht werden.

Geplante Maßnahmen

Das Bauprojekt umfasst mehrere zentrale Vorhaben:

  • Neues Analytikgebäude:
    Die bislang auf verschiedene Gebäude verteilten analytischen Abteilungen werden künftig an einem Standort zusammengeführt. Dies soll Arbeitsabläufe effizienter gestalten und die Zusammenarbeit verbessern. Die Fertigstellung ist für das Ende des Jahrzehnts vorgesehen.
  • Abriss und Neubau der Verwaltung:
    Das bestehende Verwaltungsgebäude wird ab 2026 abgerissen. An gleicher Stelle entsteht ein moderner Neubau, der funktional mit den bestehenden Laborgebäuden verbunden wird. Übergangsweise zieht die Verwaltung in eine denkmalgeschützte Villa auf dem Gelände.
  • Neue Kantine:
    Nachdem es seit einiger Zeit keine feste Mensa mehr gibt, ist der Bau eines neuen Betriebsrestaurants geplant. Dieses soll die bisherige Übergangslösung mit Foodtrucks ersetzen und die Versorgung der Mitarbeitenden langfristig sichern.
  • Chemikalienlager und Sanierung:
    Zusätzlich wird ein neues Chemikalienlager errichtet. Auch bestehende Gebäude, darunter der historische Altbau, sollen schrittweise modernisiert werden.
  • Nachhaltige Gestaltung:
    Bei allen Maßnahmen spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Geplant sind unter anderem die Wiederverwendung von Baumaterialien sowie der Einsatz von Solartechnik. Zudem soll auf dem Campus eine „grüne Mitte“ als Aufenthalts- und Begegnungsfläche entstehen.
Bild: MPI für Kohlenforschung / Kantine im Vordergrund + Chemikalienlager rechts

Bild: MPI für Kohlenforschung / Analystikgebäude an der Lembkestraße

Zeitplan und Ablauf

Die ersten Arbeiten beginnen im Frühjahr 2025 mit Abrissmaßnahmen. Das Gesamtprojekt wird in mehreren Bauabschnitten umgesetzt und voraussichtlich erst Anfang der 2030er Jahre abgeschlossen sein.

Auswirkungen auf die Umgebung

Trotz der umfangreichen Bauarbeiten rechnet das Institut nicht mit einer deutlichen Erhöhung der Mitarbeiterzahlen. Auch zusätzliche Verkehrs- oder Parkplatzprobleme werden daher nicht erwartet. Gleichzeitig sollen möglichst viele Aufträge an lokale Unternehmen vergeben werden, sodass die regionale Wirtschaft von dem Projekt profitiert.

Dialog mit der Nachbarschaft

Um Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig einzubinden, setzt das Institut auf transparente Kommunikation. Informationsveranstaltungen bieten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über den Fortschritt der Bauarbeiten zu informieren.

Quelle: WAZ - Großbaustelle: MPI stellt sich den Fragen der Nachbarschaft - Paywall

Samstag, 21. März 2026

Datteln - Schopp-Quartier - In Planung

Schopp-Quartier in Datteln: Inklusives Wohnkonzept auf ehemaligem Gewerbeareal

Auf dem Gelände des ehemaligen Mercedes-Schopp-Betriebs in Datteln entsteht mit dem Schopp-Quartier ein neues, sozial orientiertes Wohnprojekt, das den Fokus auf Inklusion, Gemeinschaft und nachhaltige Stadtentwicklung legt. Auf einer Fläche von rund 13.000 Quadratmetern soll ab 2024 ein modernes Wohnquartier entwickelt werden, das unterschiedliche Lebensrealitäten zusammenführt und langfristig zur Entlastung des regionalen Wohnungsmarktes beiträgt.

Das Projekt umfasst insgesamt 130 Wohneinheiten und richtet sich an eine breit gefächerte Bewohnerschaft. Neben klassischen Mietwohnungen sind barrierefreie und altersgerechte Wohnformen vorgesehen, die insbesondere auf die Bedürfnisse älterer Menschen und Personen mit Unterstützungsbedarf zugeschnitten sind. Ergänzt wird das Angebot durch betreute Wohnformen sowie inklusive Wohngemeinschaften. Ziel ist es, ein generationenübergreifendes Zusammenleben zu ermöglichen, in dem Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder individuellen Einschränkungen gleichberechtigt am Alltag teilhaben können. 


Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Integration von Pflege- und Betreuungsangeboten direkt im Quartier. Geplant sind unter anderem ein ambulanter Pflegedienst, Tagespflegeeinrichtungen sowie spezielle Wohnangebote für Senioren und Menschen mit Behinderung. Dadurch entsteht eine wohnortnahe Versorgungsstruktur, die ein selbstbestimmtes Leben auch bei steigendem Unterstützungsbedarf ermöglicht.

Städtebaulich ist eine offene Bebauungsstruktur mit mehreren Gebäuden vorgesehen, die sich um eine großzügige, begrünte Quartiersmitte anordnen. Diese zentrale Freifläche dient als sozialer Treffpunkt und fördert den Austausch zwischen den Bewohnern. Die Gebäude sollen überwiegend vier bis fünf Geschosse umfassen und eine Mischung aus verschiedenen Wohnungsgrößen bieten, um unterschiedliche Haushaltsformen anzusprechen. Ergänzend sind teilweise gewerbliche Nutzungen vorgesehen, die zur Belebung des Quartiers beitragen können.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Ein erheblicher Anteil der Wohnungen ist als öffentlich geförderter Wohnungsbau geplant, wodurch auch einkommensschwächere Haushalte Zugang zu hochwertigem Wohnraum erhalten sollen. Diese soziale Durchmischung ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts.

Auch ökologische Aspekte spielen eine wichtige Rolle. Die bislang stark versiegelte Fläche wird im Zuge der Entwicklung deutlich aufgewertet und durch Grünflächen ergänzt. Neben der Entsiegelung sind Maßnahmen wie die Installation von Photovoltaikanlagen sowie eine weitgehend autofreie Gestaltung der Innenbereiche vorgesehen. Der ruhende Verkehr wird größtenteils in einer Tiefgarage organisiert, wodurch die Aufenthaltsqualität im Außenraum erhöht wird.


Bilder: Tor5 Architekten, Bochum

Das Quartier entsteht in einem städtebaulich interessanten Übergangsbereich zwischen gewerblich geprägten Flächen und bestehenden Wohngebieten. Durch die Umnutzung der zuvor industriell genutzten Fläche wird ein wichtiger Beitrag zur Innenentwicklung der Stadt geleistet. Gleichzeitig verbessert das Projekt die Vernetzung unterschiedlicher Stadtbereiche und schafft neuen Wohnraum ohne zusätzliche Flächenversiegelung im Außenbereich.

Der Bauantrag für das Projekt wurde Ende 2025 eingereicht. Der Baustart ist für den Sommer 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird derzeit für das Jahr 2028 angestrebt. Das Vorhaben befindet sich damit in einer fortgeschrittenen Planungsphase.

Insgesamt steht das Schopp-Quartier exemplarisch für aktuelle Entwicklungen in der Stadtplanung: die Umnutzung innerstädtischer Flächen, die Kombination von Wohnen, Pflege und sozialer Infrastruktur sowie die gezielte Förderung von inklusiven und nachhaltigen Lebensräumen. Das Projekt verfolgt den Anspruch, nicht nur neuen Wohnraum zu schaffen, sondern auch ein funktionierendes nachbarschaftliches Umfeld, das langfristig zur Lebensqualität in Datteln beiträgt.

Samstag, 14. März 2026

Bochum - Mehrgenerationen-Wohnprojekt Stiftstraße 36a - In Planung

Neues Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Langendream“ in Bochum

In Bochum entsteht ein neues genossenschaftliches Wohnprojekt: Das Mehrgenerationenhaus „Langendream“ soll im Stadtteil Langendreer gemeinschaftliches, nachhaltiges und altersübergreifendes Wohnen ermöglichen. Nachdem der Erbbaurechtsvertrag unterzeichnet wurde, kann die Projektgruppe nun in die konkrete Bauphase starten.

Standort und Konzept

Das Projekt wird an der Stiftstraße in Bochum-Langendreer errichtet, direkt neben dem bestehenden Mehrgenerationenhaus „Buntstift“. Insgesamt sind 16 Wohnungen geplant, in denen später bis zu 28 Menschen leben sollen. Die Wohnungsgrößen reichen von etwa 37 bis 95 Quadratmetern.

Ein besonderes Element des Hauses sind sogenannte Clusterwohnungen. Dabei verfügen die Bewohnerinnen und Bewohner über kleine private Apartments mit eigenem Bad. Zusätzlich gibt es gemeinschaftlich genutzte Bereiche, etwa eine große Küche und Wohnräume, die den Austausch und das Zusammenleben fördern sollen.

Genossenschaftliches Wohnmodell

Träger des Projekts ist die Wohnprojekt-Genossenschaft „Langendream eG“, die im Oktober 2024 gegründet wurde. Das Modell basiert auf gemeinschaftlichem Engagement der Mitglieder, die sowohl an der Planung als auch später am Zusammenleben aktiv beteiligt sind.

Ein Teil der Baukosten muss durch Eigenkapital der Mitglieder gedeckt werden. Nach Angaben der Projektgruppe liegt der erforderliche Anteil bei rund 1350 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Etwa 60 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden und können teilweise auch mit Wohnberechtigungsschein bezogen werden.

Nachhaltiger Neubau

Das Gebäude wird als Holz- beziehungsweise Holzhybridbau errichtet. Geplant sind außerdem Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung sowie Solewärmepumpen zur Wärmeerzeugung. Ergänzend sollen gemeinschaftliche Mobilitätsangebote wie Carsharing-Fahrzeuge und Leih- beziehungsweise Lastenräder zur Verfügung stehen.

Bild: Wohnprojekt Langendream e.G


Bauablauf und Zeitplan

Da die vorhandene Bausubstanz auf dem Grundstück nicht ausreichend erhalten werden konnte, wird das bestehende Gebäude vollständig abgerissen. Anschließend soll der Neubau in modularer Bauweise entstehen. Der Aushub der Baugrube ist derzeit für Oktober geplant.

Wenn der Bau wie vorgesehen verläuft, könnte der Einzug der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner Ende 2027 erfolgen.

Noch freie Wohnungen

Aktuell sind noch sechs Wohnungen verfügbar. Die Projektgruppe sucht insbesondere junge Familien, aber auch Singles und Paare, die Interesse an gemeinschaftlichem Wohnen haben und bereit sind, sich aktiv in das Projekt einzubringen.

Interessierte können sich direkt an die Projektgruppe wenden oder weitere Informationen über die Website des Projekts erhalten.

Kontakt für Interessierte: ag-erweiterung@langendream.de und www.langendream.de .

Quelle: WAZ - Wohntraum geht in Erfüllung: Bochumer bauen und suchen noch junge Familien - Paywall

Sonntag, 8. März 2026

Bochum - Erweiterungsbau Volkswagen Infotainment - In Planung

Der neue Hauptsitz von Volkswagen Infotainment wurde Anfang 2024 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Der rund 20.000 m² große Büro- und Technologiekomplex bündelt die zuvor auf mehrere Standorte verteilten Aktivitäten des Unternehmens in Bochum und bietet Arbeitsplätze für etwa 1.000 Mitarbeitende. Nun ist ein Erweiterungsbau geplant, der flexible Büroflächen zur Miete mit einer Gesamtfläche von etwa 7.592 m² bietet. Das Gebäude befindet sich derzeit in Planung bzw. Entwicklung und wird voraussichtlich im Jahr 2028 fertiggestellt, sodass ein Erstbezug ab dem dritten Quartal 2028 möglich ist.

Der Neubau wird nach modernen und nachhaltigen Standards errichtet und ermöglicht durch seine flexible Architektur unterschiedliche Büro- und Arbeitskonzepte. Die Ausstattung und Raumaufteilung können in Abstimmung mit dem Eigentümer an die Anforderungen der zukünftigen Mieter angepasst werden. Insgesamt stehen rund 175 Stellplätze im Parkhaus zur Verfügung, zudem ist ein Personenaufzug vorgesehen.


Bild: Brockhoff

Bochum - Büro & Wohnquartier Hüttenstraße - In Planung

Das ehemalige Druckerei-Gelände an der Hüttenstraße in Bochum wird zu einem urbanen Quartier mit einer Mischung aus Wohnen und Arbeiten entwickelt. Das rund 17.000 Quadratmeter große Areal wurde in zwei Bereiche aufgeteilt, die jeweils von unterschiedlichen Investoren genutzt werden. Im östlichen Teil errichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) einen Neubau für das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA). Etwa 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit noch auf dem nahegelegenen Campus Bergmannsheil tätig sind, werden künftig dort arbeiten. Das IPA beschäftigt sich mit arbeitsbedingten Erkrankungen, unterstützt Berufsgenossenschaften und ist zudem in der Lehre an der Ruhr-Universität Bochum aktiv. Der Baustart ist für Anfang 2026 geplant, derzeit läuft ein EU-weites Vergabeverfahren.

Im westlichen Teil des Geländes plant die Landmarken AG ein Wohnprojekt mit etwa 200 Wohnungen, von denen ein Großteil öffentlich gefördert sein soll. Zusätzlich ist der Bau einer Kindertagesstätte vorgesehen. Das Projekt soll eine ehemalige Gewerbebrache in dringend benötigten Wohnraum umwandeln, ohne neue Flächen zu versiegeln. Die Bauzeit wird auf etwa zwei Jahre geschätzt, vorbehaltlich eines Satzungsbeschlusses im laufenden Bebauungsplanverfahren. Die Stadt Bochum legt besonderen Wert auf eine durchdachte Einbindung in das umliegende Viertel, das durch Wohnbebauung, Kleingärten, Gewerbe und den Iduna-Park geprägt ist. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist mit der nahegelegenen Haltestelle „Bergmannsheil“ gewährleistet. Um eine große Platane auf dem Gelände zu erhalten, wurde die ursprüngliche Bauplanung überarbeitet und die Gebäudeanzahl reduziert. Statt fünf Baukörpern entstehen nun drei, wobei ein L-förmiger Gebäuderiegel das Quartier prägen wird. So entsteht ein modernes Stadtviertel, das Wohnen, Arbeiten und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Allgemeines

  • Standort: Ehemaliges Druckerei-Gelände Laupenmühlen, Hüttenstraße, Bochum
  • Gesamtfläche: ca. 17.000 m²
  • Zwei Teilbereiche: Forschungseinrichtung (östlich) & Wohnprojekt (westlich)

Forschungseinrichtung (DGUV / IPA)

  • Investor: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
  • Fläche: ca. 8550 m²
  • Nutzung: Neubau für das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA)
  • Beschäftigte: ca. 140 Mitarbeitende, derzeit noch am Campus Bergmannsheil
  • Forschungsschwerpunkt: Arbeitsbedingte Erkrankungen & Berufskrankheiten
  • Lehre: Fach Arbeitsmedizin an der Ruhr-Universität Bochum
  • Kooperationspartner: Uniklinik Bochum

Zeitplan:

  • EU-weites Vergabeverfahren läuft
  • Geplanter Baustart: 1. Quartal 2026
  • Investitionsvolumen: Noch nicht bekannt

Wohnprojekt (Landmarken AG)

  • Fläche: ca. 8459 m²
  • Planung: Bau von rund 200 Wohnungen, überwiegend öffentlich gefördert
  • Ziel: Umnutzung ehemals gewerblicher Brache, keine zusätzliche Flächenversiegelung
  • Investition: Mittlerer zweistelliger Millionenbetrag
  • Bebauungsplanverfahren läuft, Öffentlichkeitsbeteiligung im Sommer 2025
  • Geplante Bauzeit: ca. 2 Jahre (nach Satzungsbeschluss)
  • Besondere Nutzung: Kita im nördlichen Gebäudeteil geplant

Städtebauliche Aspekte

  • Integration in ein gemischtes Umfeld: Wohnbebauung, Kleingärten, Gewerbe, Iduna-Park
  • Gute Anbindung: Haltestelle „Bergmannsheil“ (Linien 308/318)
  • Anpassung der Bauplanung:
  • Reduktion von ursprünglich 5 auf 3 Gebäude
  • Erhalt einer großen Platane, daher Änderung der Gebäudeanordnung
  • L-förmiger Gebäuderiegel ersetzt ursprünglichen Entwurf an der Straße

Bochum - Wohnquartier Schloßstraße 96 - In Planung

Am Schlosspark im Stadtteil Weitmar in Bochum entsteht ein weiteres großes Wohnbauprojekt. Die Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH mit Sitz in Essen hat von der Stadt Bochum ein rund 5.150 Quadratmeter großes Grundstück an der Schloßstraße 96 erworben. Dem Kauf gingen intensive Verhandlungen voraus; zudem entwickelte das Unternehmen selbst den Bebauungsplan. Das neue Quartier erweitert das bereits gegenüber im Bau befindliche Projekt mit 250 Wohnungen und erhöht das Gesamtvolumen am Standort auf rund 320 Wohneinheiten.

Geplant ist ein hochwertiges Wohnquartier mit etwa 6.300 Quadratmetern Wohnfläche. Vorgesehen sind rund 35 Eigentumswohnungen sowie etwa 40 Mietwohnungen. Die Wohnungen umfassen Zwei- bis Fünf-Zimmer-Grundrisse mit Größen zwischen 50 und 220 Quadratmetern, darunter auch ein großzügiges Penthouse. Alle Einheiten erhalten große, zur Parkseite ausgerichtete Sonnenbalkone. Moderne, lichtdurchflutete Grundrisse mit offenen Wohnbereichen sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen – von Singles und Paaren bis hin zu Familien. Eine Tiefgarage sowie Aufzüge sorgen für barrierefreien Zugang von der Parkebene bis in die Wohnungen.

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist der geförderte Wohnraum: 60 Prozent der Mietwohnungen werden öffentlich gefördert realisiert. Damit soll ein Beitrag zur Entlastung des angespannten Bochumer Wohnungsmarktes geleistet werden. Gleichzeitig positioniert sich das Unternehmen weiterhin im hochwertigen Segment, insbesondere im Bereich der Eigentumswohnungen.

Der Vertrieb der Wohnungen soll im Frühsommer 2026 starten, der Baubeginn ist für den Sommer vorgesehen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2028 geplant. Geschäftsführend begleitet wird das Projekt unter anderem von Stefanie Anna Adams-Pescher, die das Vorhaben als Beitrag zu einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung mit ausgewogener Mischung aus Eigentum und Mietwohnraum beschreibt. Insgesamt entsteht damit eines der größeren zusammenhängenden Wohnbauprojekte in Bochum-Weitmar, das sowohl hochpreisigen Eigentumswohnraum als auch geförderte Mietwohnungen kombiniert und den Stadtteil langfristig prägen dürfte.

Quellen: WAZ - Investorin kündigt luxuriösen Neubau in Bochum mit Riesen-Penthouse an - Paywall / Schlosspark Bochum-Weitmar: Grundstückskauf für neues Wohnprojekt




Grundstück & Entwicklung

  • Größe: ca. 5.150 m²
  • Verkäufer: Stadt Bochum
  • Käufer / Projektentwickler: Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH
  • Bebauungsplan wurde vom Unternehmen erstellt
  • Erweiterung des bereits laufenden Projekts mit 250 Wohnungen gegenüber
  • Geplantes Wohnquartier
  • Gesamtwohnfläche: ca. 6.300 m²

Wohnungsmix:

  • ca. 35 Eigentumswohnungen
  • ca. 40 Mietwohnungen
  • Wohnungsgrößen: 2–5 Zimmer, 50–220 m²
  • Alle Einheiten mit großen, sonnigen Balkonen ins Grüne
  • Tiefgarage + Aufzug, barrierefrei bis in die Wohnung
  • Baubeginn Sommer 2026
  • Geplante Fertigstellung: Sommer 2028

Bild: Eckehard Adams