Samstag, 18. Juli 2026

Recklinghausen - Logistikzentrum der Haberkorn-Gruppe - In Bau

In Recklinghausen entsteht ein hochmodernes Logistikzentrum der Haberkorn-Gruppe. Der Rohbau durch PORR steht kurz vor dem Abschluss. Alle Informationen zum Bauprojekt, zur Architektur und zum aktuellen Stand im Juli 2026.

PORR errichtet modernes Logistikzentrum in Recklinghausen – Rohbau kurz vor dem Abschluss

In Recklinghausen entsteht derzeit eines der modernsten Logistikzentren Nordrhein-Westfalens. Mit dem Neubau investiert die österreichische Haberkorn-Gruppe rund 60 Millionen Euro in den Ausbau ihres deutschen Logistiknetzwerks. Die Bauausführung des Rohbaus übernimmt die PORR Hochbau West GmbH. Das Projekt verbindet moderne Industriearchitektur mit hochautomatisierter Lagertechnik und zählt zu den bedeutendsten Logistikentwicklungen der Region.


Bild: Feja + Kemper Architekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB


Großprojekt stärkt den Wirtschaftsstandort Recklinghausen

Der symbolische Spatenstich erfolgte im Februar 2025. Auf dem Gelände entsteht ein neuer Logistikstandort für die zur Haberkorn-Gruppe gehörende Schloemer GmbH, einen der führenden Anbieter von Arbeitsschutz, Industrietechnik und Betriebsausstattung.

Mit dem Neubau erweitert das Unternehmen seine Lager- und Logistikflächen um rund 13.000 Quadratmeter. Die gesamte Bruttogeschossfläche beträgt knapp 16.900 Quadratmeter, während das Gebäude eine Höhe von bis zu 20 Metern erreicht.

Der Neubau ersetzt nicht den bestehenden Standort, sondern ergänzt ihn und schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

Moderne Industriearchitektur mit Fokus auf Effizienz

Architektonisch folgt das Gebäude den Anforderungen moderner Logistikimmobilien. Große Spannweiten ermöglichen flexible Lagerbereiche ohne störende Stützen. Gleichzeitig sorgen großzügige Andienungszonen und optimierte Verkehrsflächen für einen effizienten Warenumschlag.

Besonderes Augenmerk liegt auf einer wirtschaftlichen Bauweise und einer späteren Erweiterungsfähigkeit. Wie viele aktuelle Logistikimmobilien setzt auch dieses Projekt auf funktionale Gestaltung, langlebige Materialien und energieeffiziente Gebäudetechnik.

AutoStore-System bildet das Herzstück

Ein Highlight des Projekts ist das geplante AutoStore-System. Dabei handelt es sich um ein vollautomatisches Behälterlager mit rund 175.000 Lagerbehältern. Roboter übernehmen künftig große Teile der Kommissionierung und sorgen für deutlich kürzere Zugriffszeiten sowie eine höhere Lagerdichte.

Mit dieser Technologie zählt das neue Logistikzentrum künftig zu den modernsten Standorten der Haberkorn-Gruppe in Deutschland.

Rohbau planmäßig nahezu abgeschlossen

Nach aktuellem Stand (Juli 2026) befindet sich der Rohbau in den letzten Bauabschnitten und steht kurz vor dem Abschluss. In den kommenden Monaten folgen der Innenausbau, die technische Gebäudeausrüstung sowie die Installation der automatisierten Lagertechnik.

Die erste Inbetriebnahme der Anlagen ist für Ende 2026 vorgesehen. Der vollständige Regelbetrieb soll anschließend schrittweise bis Ende 2027 aufgenommen werden.

Bedeutung für die Region

Mit dem Neubau investiert Haberkorn langfristig in den Standort Recklinghausen und stärkt gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Neben einer höheren Logistikleistung schafft das Projekt moderne Arbeitsplätze und verbessert die Versorgung von Industrie- und Handwerkskunden in ganz Deutschland.


Bottrop - Neubau Mehrfamilienhaus + Kita Tourcoingstraße - In Planung

An der Tourcoingstraße im Bottroper Stadtteil Eigen entsteht in den kommenden Jahren ein ungewöhnliches Neubauprojekt. Während der Projektentwickler Bonava auf dem angrenzenden Gelände eine neue Wohnsiedlung mit Einfamilien- und Reihenhäusern errichtet, entwickelt die städtische Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop (GBB) ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit integrierter Kindertagesstätte.

Kombination aus Wohnraum und Kita

Im Erdgeschoss des Neubaus ist eine viergruppige Kindertagesstätte vorgesehen. In den drei darüberliegenden Geschossen entstehen insgesamt zwölf öffentlich geförderte Mietwohnungen. Die Realisierung des geförderten Wohnraums ist Bestandteil des Bebauungsplans und soll das neue Wohnquartier sinnvoll ergänzen.

Für das Projekt nutzt die GBB sowohl ein bereits im Besitz befindliches Grundstück an der Ecke Tourcoingstraße/Börenstraße als auch einen Teil der angrenzenden Fläche des Bonava-Areals. Auf dem bisherigen, seit Jahren ungenutzten Bolzplatz wird künftig das Außengelände der Kita angelegt.


Holzbau als Pilotprojekt

Besonders bemerkenswert ist die geplante Bauweise. Während die Kindertagesstätte in klassischer Massivbauweise errichtet wird, entsteht der Wohnbereich nahezu vollständig in Holzbauweise. Lediglich Treppenhäuser und Aufzugsschächte werden aus Beton gefertigt.

Mit diesem Konzept betritt die GBB Neuland. Holz wird zwar seit Jahren erfolgreich im Einfamilienhausbau eingesetzt, im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist diese Bauweise jedoch noch vergleichsweise selten. Ziel ist es, den CO₂-Ausstoß beim Bau deutlich zu reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Bauweisen in Bottrop zu etablieren.

Vor der Umsetzung sollen Erfahrungen vergleichbarer Projekte ausgewertet und Experten des Landesbetriebs Wald und Holz NRW in die Planung eingebunden werden.

Energieeffizientes Gebäudekonzept

Auch bei der Haustechnik verfolgt die GBB einen ungewöhnlichen Ansatz. Um Feuchtigkeitsschäden an der Holzkonstruktion möglichst auszuschließen, verzichtet man auf klassische wassergeführte Heizsysteme.

Stattdessen setzt das Gebäude auf:

  • KfW-40-Energiestandard
  • große Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen
  • Batteriespeicher für den Eigenstromverbrauch
  • elektrische Infrarotheizungen
  • Balkonkraftwerke, die bereits in die Balkongeländer integriert werden

Zusätzlich werden sämtliche Installationsschächte mit Feuchtigkeitssensoren ausgestattet, um mögliche Leckagen frühzeitig zu erkennen.

Bild: Architekturbüro Ryvola | Architekturbüro Ryvola


Wohnungen für Familien

Geplant sind ausschließlich Drei-Zimmer-Wohnungen mit rund 80 Quadratmetern Wohnfläche und Balkon. Dank der öffentlichen Förderung soll die Nettokaltmiete bei lediglich 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen und damit deutlich unter dem aktuellen Marktniveau.

Das Gebäude wird L-förmig beziehungsweise im rechten Winkel zur Tourcoingstraße angeordnet. Die Balkone orientieren sich zur neuen Einfamilienhaussiedlung, während sich die Kita zur Tourcoingstraße öffnet.

Zeitplan

Nach damaliger Planung sollte der Baustart im Jahr 2026 erfolgen. Mit dem Projekt verbindet die GBB mehrere Ziele gleichzeitig: dringend benötigten geförderten Wohnraum schaffen, zusätzliche Kita-Plätze bereitstellen und gleichzeitig eine nachhaltige und zukunftsweisende Bauweise in Bottrop etablieren.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Datteln - Revitalisierung Stadtgalerie - In Planung

Die Stadtgalerie Datteln steht vor der größten baulichen Veränderung seit ihrer Eröffnung. Mit einer umfassenden Revitalisierung soll das Einkaufszentrum nicht nur optisch modernisiert, sondern auch funktional, energetisch und städtebaulich neu ausgerichtet werden. Ziel ist es, den Standort langfristig als Nahversorgungs- und Einkaufszentrum zu sichern und gleichzeitig die Verbindung zur Dattelner Innenstadt zu stärken. Nach mehreren Jahren der Planung und einigen Verzögerungen liegt inzwischen die Baugenehmigung vor. 

Ausgangssituation

Die heutige Stadtgalerie befindet sich am Neumarkt im Herzen der Dattelner Innenstadt. Das Gebäude entstand durch den Umbau des ehemaligen Hertie- beziehungsweise Karstadt-Warenhauses und wurde 2011 als Einkaufszentrum eröffnet. Zu den bekannten Mietern gehören unter anderem C&A, dm, Deichmann und TEDi.

Mit der Schließung des REWE-Marktes im Jahr 2021 verlor das Center jedoch seinen wichtigsten Lebensmittelanbieter. Gleichzeitig führten die allgemeinen Veränderungen im Einzelhandel sowie zunehmende Leerstände dazu, dass eine grundlegende Neuausrichtung des Centers erforderlich wurde. Bereits 2023 stellte der Eigentümer Greenman OPEN gemeinsam mit dem Immobilienmanagement GFORM erste Pläne für eine umfassende Revitalisierung vor.

Das Revitalisierungskonzept

Anstatt das Gebäude abzureißen, setzt der Eigentümer bewusst auf den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz. Damit folgt das Projekt einem aktuellen Trend im Städtebau, bei dem bestehende Gebäude nachhaltig weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst werden.

Die Planungen stammen vom Architekturbüro Rathke Architekten BDA aus Wuppertal. Die bauliche Umsetzung wird von White Bird, einer Tochtergesellschaft der Greenman-Gruppe, koordiniert. Ziel ist es, die Stadtgalerie sowohl gestalterisch als auch funktional deutlich aufzuwerten.

Geplant sind unter anderem:

  • vollständige Modernisierung der Innenbereiche
  • Neuordnung der Ladenflächen
  • Schaffung klarer Hauptwege innerhalb des Centers
  • zusätzliche Eingänge und bessere Anbindung an die Innenstadt
  • Neugestaltung der Westfassade
  • Fassadenbegrünung
  • Installation einer Photovoltaikanlage
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
  • moderne Gebäude- und Energiesteuerung mit intelligenter Sensorik
  • Neuorganisation der Tiefgarage, des Parkdecks und der Anlieferung
  • energetische Sanierung nach den Kriterien einer DGNB-Gold-Zertifizierung.

Kaufland wird neuer Ankermieter

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Ansiedlung eines neuen Lebensmittelmarktes. Diese Rolle übernimmt künftig Kaufland.

Das Unternehmen wird rund 5.000 Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss sowie weitere Flächen im Obergeschoss beziehen. Dadurch steigt der Anteil der Lebensmittelnutzung innerhalb des Centers von bislang rund 23 Prozent auf etwa 55 Prozent der gesamten Mietfläche.

Mit dieser Neuausrichtung soll die Stadtgalerie künftig deutlich stärker als Nahversorgungszentrum für Datteln und das Umland positioniert werden. Gleichzeitig soll der neue Ankermieter zusätzliche Besucherfrequenz für die übrigen Geschäfte erzeugen.


Nachhaltigkeit als wichtiger Bestandteil

Ein Schwerpunkt der Revitalisierung liegt auf einer möglichst nachhaltigen Modernisierung.

Da die bestehende Gebäudestruktur weitgehend erhalten bleibt, können erhebliche Mengen an Baumaterial und CO₂ eingespart werden. Ergänzend werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um den Betrieb des Centers energieeffizienter zu gestalten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • energieeffiziente Gebäudetechnik
  • intelligente Sensorik zur Überwachung von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen
  • Fassadenbegrünung
  • E-Ladestationen
  • DGNB-Gold-Zertifizierung als Nachhaltigkeitsziel.

Bedeutung für die Innenstadt

Die Revitalisierung soll nicht nur das Einkaufszentrum selbst stärken, sondern auch positive Impulse für die gesamte Dattelner Innenstadt setzen.

Durch neue Eingänge, offenere Fassaden und verbesserte Sichtbeziehungen wird das bislang eher abgeschlossene Gebäude stärker mit dem öffentlichen Raum verknüpft. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Besucherströme besser zwischen Einkaufszentrum und Fußgängerzone zu lenken.

Gerade für mittelgroße Innenstädte gelten solche Revitalisierungen als wichtiger Baustein, um den stationären Einzelhandel langfristig wettbewerbsfähig zu halten.

Bilder: Architekturbüro Rathke Architekten BDA


Zeitplan

Die Planungen wurden im September 2023 erstmals öffentlich vorgestellt. Ursprünglich war ein Baustart bereits im Jahr 2024 vorgesehen. Vertragsverhandlungen mit dem neuen Ankermieter sowie die Genehmigungsphase führten jedoch zu mehreren Verschiebungen.

Im April 2025 wurde schließlich die Baugenehmigung erteilt. Die Bauzeit wird mit etwa zwölf bis vierzehn Monaten angegeben und soll voraussichtlich Ende 2026 beginnen. Nach aktuellem Stand soll die modernisierte Stadtgalerie im Jahr 2028 eröffnen.

Fazit

Mit der Revitalisierung der Stadtgalerie erhält Datteln eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte der vergangenen Jahre. Statt eines Abrisses setzt der Eigentümer auf die nachhaltige Modernisierung der bestehenden Immobilie und kombiniert diese mit einer grundlegenden funktionalen Neuausrichtung.

Der neue Ankermieter Kaufland, die umfassende energetische Sanierung sowie die stärkere Öffnung des Gebäudes zur Innenstadt sollen die Attraktivität des Standorts langfristig sichern. Gelingt die Umsetzung wie geplant, könnte die Stadtgalerie künftig wieder eine zentrale Rolle für Einkauf, Nahversorgung und Aufenthaltsqualität in der Dattelner Innenstadt übernehmen.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Witten - Umbau Kaufhof Immobilie - In Bau

Das ehemalige Kaufhof-Gebäude in Witten steht seit Jahren leer – nun gibt es endlich konkrete Neuigkeiten. Die Saller Unternehmensgruppe aus Weimar, die bereits das Einkaufszentrum City Point in Bochum übernommen hat, treibt auch die Pläne für das Kaufhof-Gebäude in Witten voran. Schon 2026 sollen erste Bauarbeiten beginnen.

Geplant ist, das Erd- und Untergeschoss des Gebäudes an der Bahnhofstraße mit neuem Einzelhandel zu beleben. Dort sollen Geschäfte für den kurz- und mittelfristigen Bedarf entstehen. Namen der Mieter wurden noch nicht genannt, Gespräche befinden sich aber in der Abschlussphase. Ziel ist es, wieder mehr Frequenz in die Wittener Innenstadt zu bringen und den Leerstand endlich zu beenden.

Ursprünglich war auch die Stadt Witten als Mieter im Gespräch. Geplant war eine Nutzung des Obergeschosses unter anderem für VHS und Stadtarchiv. Doch die Verhandlungen sind an den Mietpreisvorstellungen gescheitert. Die Stadt zieht sich daher als Nutzer zurück, unterstützt den Investor aber weiterhin im Bereich der Genehmigungen. So müssen für die Warenanlieferung etwa städtische Flächen an der Casinostraße genutzt werden.

Die Saller Gruppe will noch 2025 den Bauantrag für die ersten Umbauten einreichen. Nach Genehmigung durch die Stadt Witten könnten die Bauarbeiten 2026 starten. Damit rückt eine wichtige Entwicklung für die Innenstadt in greifbare Nähe. Ein lebendiger Einzelhandel im ehemaligen Kaufhof-Gebäude gilt als große Chance, die Bahnhofstraße zu stärken und das Zentrum von Witten langfristig attraktiver zu machen.

Quelle: WAZ - Kaufhof in Witten: Eigentümer spricht von Baustart in 2026 - Paywall


Update 15.07.2026

Nach jahrelangem Leerstand kommt endlich Bewegung in eines der markantesten Gebäude der Wittener Innenstadt. Der ehemalige Kaufhof an der Bahnhofstraße wird von der Saller Unternehmensgruppe umgebaut und für neue Nutzungen vorbereitet.

Lange Zeit war das frühere Warenhaus ein Symbol für die schwierige Situation vieler Innenstädte. Nach der Schließung stand das Gebäude leer, während verschiedene Konzepte für eine neue Nutzung diskutiert wurden. Auch eine stärkere Beteiligung der Stadt Witten war im Gespräch – eine gemeinsame Lösung zwischen Stadt und Eigentümer kam jedoch nicht zustande.

Nun entwickelt die Saller-Gruppe das Gebäude eigenständig weiter. Die ersten Arbeiten haben bereits begonnen: Im Inneren laufen Rückbau- und Abrissmaßnahmen, alte Einbauten werden entfernt und das Gebäude auf die zukünftige Nutzung vorbereitet.



Drei neue Mieter bereits gefunden

Für den ehemaligen Kaufhof gibt es inzwischen konkrete Pläne. Nach Angaben der Saller-Gruppe wurden bereits drei Mietverträge abgeschlossen. Welche Unternehmen künftig in das Gebäude einziehen werden, wurde bislang nicht veröffentlicht. Bekannt ist lediglich, dass Nutzungen aus dem Bereich des kurz- und mittelfristigen Bedarfs vorgesehen sind.

Damit zeichnet sich ein Neustart für die große Innenstadtimmobilie ab, die über Jahre hinweg eine schwierige Lücke im Zentrum hinterlassen hat.

Umfangreicher Umbau ab 2026

Neben den ersten Rückbauarbeiten stehen umfangreiche Modernisierungen an. Dazu gehören unter anderem neue technische Anlagen, Brandschutzmaßnahmen sowie Arbeiten an Lüftungs- und Elektroinstallationen. Die Ausschreibungen der Saller-Gruppe zeigen, dass größere Ausbauarbeiten ab Sommer beziehungsweise Herbst 2026 starten sollen.

Auch die Tiefgarage soll modernisiert werden. Geplant ist eine offenere Gestaltung der Parkebenen, indem die bestehende Trennung zwischen den Bereichen entfernt wird. Ziel ist eine übersichtlichere und kundenfreundlichere Parkmöglichkeit.


Bilder: Saller-Gruppe


Neue Perspektive für die Wittener Innenstadt

Die Revitalisierung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes ist eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte der kommenden Jahre. Mit der geplanten Neunutzung könnte ein lange leerstehender Gebäudekomplex wieder zu einem wichtigen Bestandteil des Einkaufs- und Stadtlebens werden.

Nach Jahren der Diskussion beginnt damit ein neues Kapitel für die Immobilie an der Bahnhofstraße. Bis zur Eröffnung der neuen Nutzungen ist allerdings noch einiges an Bauarbeit notwendig.


Projekt: Revitalisierung ehemaliges Kaufhof-/Galeria-Gebäude
Standort: Bahnhofstraße 5, Witten
Eigentümer / Investor: Saller Unternehmensgruppe
Nutzung: Einzelhandel und Dienstleistungen (geplant)
Projektstand Juli 2026: Rückbau läuft, Ausbauphase vorbereitet
Geplante Bauphase: voraussichtlich 2026–2027

Bochum - Neuentwicklung Gelände der Lewackerschule - In Bau

Auf dem ehemaligen Gelände der Lewacker-Grundschule in Bochum-Linden entsteht eines der größten Wohnbauprojekte im Bochumer Südwesten. Das rund 13.000 Quadratmeter große Areal wird seit mehreren Jahren zu einem modernen Wohnquartier entwickelt. Neben Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern entsteht hier auch ein neues Wohnheim der Diakonie für Menschen mit Behinderung. Mit dem Baufortschritt wird das neue Quartier nun immer deutlicher sichtbar.

Vom Schulgelände zum modernen Wohnquartier

Bis 2019 befanden sich auf dem Grundstück die Gebäude der ehemaligen Lewacker-Grundschule, die zuletzt als Unterkunft für Geflüchtete genutzt wurden. Nach dem Abriss begann die Planung für ein neues Wohngebiet, das unterschiedliche Wohnformen miteinander verbindet.

Den Auftakt bildeten die umfangreichen Erschließungsarbeiten. Über den neu angelegten Gisela-Piedboeuf-Weg, benannt nach der ehemaligen Bezirksvorsteherin des Bochumer Südwestens, wird das Quartier künftig erschlossen. Im Zuge der Arbeiten wurden neue Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt sowie moderne Rigolen zur Versickerung des Niederschlagswassers eingebaut. Die aufwendige Entwässerung verzögerte den Baubeginn zwar um einige Zeit, bildet nun aber die Grundlage für die weitere Bebauung.

Vielfältige Wohnbebauung

Auf dem Areal entsteht ein abwechslungsreicher Mix verschiedener Wohnformen. Geplant beziehungsweise bereits realisiert werden:

  • sechs freistehende Einfamilienhäuser,
  • acht Doppelhaushälften,
  • zwei kleinere Mehrfamilienhäuser,
  • öffentlich geförderte Wohnungen,
  • sowie ein modernes Wohnheim der Diakonie.

Die Grundstücke für die Einfamilienhäuser und Doppelhäuser wurden an private Bauherren vergeben, während die Mehrfamilienhäuser von Investoren entwickelt werden. Ein Mehrfamilienhaus mit öffentlich geförderten Wohnungen wurde bereits fertiggestellt.

Modernes Wohnheim für 24 Menschen mit Behinderung

Den größten Gebäudekomplex im Quartier bildet das neue Wohnheim der Diakonie Ruhr an der Ecke Lewackerstraße/Langenberger Straße. Dort entstehen 24 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung, verteilt auf drei Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnerinnen und Bewohnern.

Die Bewohner werden zwischen etwa 40 und Mitte 70 Jahre alt sein. Viele leben derzeit noch im Ruhrlandheim oberhalb des Kemnader Sees, das gemeinsam mit einem zweiten Neubau in Bochum-Hamme ersetzt wird. Ziel ist es, den Menschen künftig ein deutlich selbstständigeres Leben mitten im Stadtteil zu ermöglichen.

Jeder Bewohner erhält ein rund 16 Quadratmeter großes Einzelzimmer mit eigenem Bad. Ergänzt wird das Gebäude durch großzügige Gemeinschaftsbereiche sowie einen Flachbau für die Tagesgestaltung mit Angeboten wie gemeinsames Kochen, Musik, Spielen oder kreativen Aktivitäten.

Offenes Haus für den Stadtteil

Die Diakonie verfolgt mit dem Neubau bewusst ein inklusives Konzept. Das Wohnheim soll kein abgeschlossener Bereich sein, sondern Teil des Quartiers werden. Deshalb sollen die Gemeinschaftsräume außerhalb der Betreuungszeiten auch Vereinen, Nachbarn oder Kursangeboten zur Verfügung stehen. Denkbar sind beispielsweise Yogakurse, Nachbarschaftstreffen oder gemeinsame Veranstaltungen.

Nach dem Einzug ist bereits ein Nachbarschaftsgrillen geplant, um Bewohner und Anwohner miteinander bekannt zu machen und den Austausch im Quartier zu fördern.

Sozialer Standort bleibt erhalten

Das Gelände blickt auf eine lange Geschichte sozialer Nutzung zurück. Zunächst befand sich hier eine Schule, später eine Förderschule und anschließend eine Flüchtlingsunterkunft. Mit dem Neubau des Wohnheims bleibt dieser soziale Charakter erhalten und wird zugleich zeitgemäß weiterentwickelt.

Auch Bezirksbürgermeister Marc Gräf begrüßt diese Entwicklung. Seiner Ansicht nach wird der soziale Zweck des Standortes damit sinnvoll fortgeführt und das neue Wohnheim bereichert den Stadtteil.

Bau nähert sich der Fertigstellung

Der Rohbau des Wohnheims soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Anschließend folgen Innenausbau und Möblierung. Der Einzug der Bewohner ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Damit entsteht auf dem ehemaligen Schulgelände ein modernes, vielfältiges Wohnquartier, das klassischen Wohnungsbau mit sozialer Infrastruktur verbindet. Die Kombination aus Eigenheimen, Mehrfamilienhäusern, öffentlich gefördertem Wohnraum und einem inklusiven Wohnheim macht das Projekt zu einem besonderen Beispiel für eine ausgewogene Quartiersentwicklung in Bochum-Linden.

Quelle: „Auch mal laut, aber immer herzlich“: Bochumer Neubaugebiet bekommt 24 neue Nachbarn - Paywall

Dienstag, 14. Juli 2026

Essen | Neubau Firmensitz Atlas Copco - Fertig (05/26)

Die TÜV NORD GROUP entwickelt den nördlichen Teil des Geländes am Technologiepark in Essen komplett neu. Das erste Großprojekt wird die neue Deutschlandzentrale von Atlas Copco. Die TÜV NORD GROUP plant es als Bauherr 2025 fertigzustellen und an den schwedischen Atlas Copco-Konzern als erstem Mieter zu übergeben; vermittelt hatte das Maklerunternehmen Brockhoff. Momentan betreibt er in der Langemarckstraße seine Deutschlandzentrale. Der neue Mietvertrag ist auf 15 Jahre angelegt mit der Option, diesen um weitere 12 Jahre zu verlängern.

Das Gebäude für Atlas Copco wird eine Bürofläche von etwa 6.600 Quadratmetern haben und den 350 Mitarbeitenden Platz bieten. Geplant sind im Gebäude auch sogenannte Multi-Space-Flächen und Kollaborationszonen für den interdisziplinären Austausch – hier werden Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten kombiniert mit Sonderflächen, die beispielsweise mit einem Kicker bestückt werden können. Außerdem ist eine Halle als Ausstellungs- und Ausrüstungsfläche mit etwa 1.600 Quadratmetern geplant.

Atlas Copco wird 2025 nach dann 25 Jahren eine Liegenschaft in der Langemarckstraße verlassen, die aufgrund des Baujahrs nicht mehr heutigen Büro- und energetischen Anforderungen entspricht. Das neue Gebäude ist hingegen ressourceneffizient geplant: Das Sparen von Energie, Wasser und Material stehen besonders im Fokus, das Dach ist für die Ausstattung mit einer Photovoltaikanlage konzipiert. Das Gebäude wird an das vorhandene Fernwärmenetz angeschlossen und trägt insofern zur Reduktion der CO2-Emmision bei. Einschließlich Parkhaus und Außenanlagen betragen die Investitionskosten über 50 Millionen Euro.

Quelle: Essener Technologiepark wird zeitgemäßes und nachhaltiges Gewerbegebiet

Bild: Arctum Architektubüro Köln

Foto: hanbrohat / 11/2025



Update 14.07.2026

Atlas Copco bezieht neue Deutschlandzentrale – Kita am Technologiepark Essen ebenfalls fertiggestellt

Im Technologiepark auf dem Gelände des TÜV NORD in Essen-Frillendorf ist eines der größten Gewerbeprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurden sowohl die neue Deutschlandzentrale der Atlas Copco Group als auch die Kita am Technologiepark fertiggestellt und in Betrieb genommen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für beide Neubauten beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro.

Neue Deutschlandzentrale für rund 380 Beschäftigte

Mit dem Bezug der neuen Unternehmenszentrale hat die Atlas Copco Group ihren bisherigen Standort an der Langemarckstraße aufgegeben und ist innerhalb Essens in den Technologiepark umgezogen. Das Unternehmen bekennt sich damit langfristig zum Wirtschaftsstandort Essen.

Der fünfgeschossige Neubau bietet auf rund 6.600 Quadratmetern moderne Büroflächen für etwa 380 Mitarbeitende. Das Gebäude wurde nach einem offenen Arbeitsplatzkonzept gestaltet und verfügt über Multi-Space-Büros, Besprechungsräume sowie flexible Kollaborations- und Workshopbereiche.

Direkt angeschlossen ist eine rund 2.300 Quadratmeter große Werkhalle mit Application Center, Showroom, Trainingsbereichen, Lagerflächen sowie Werkstätten und Prüflaboren für Industriewerkzeuge und Kompressoren.

Zum Campus gehört außerdem ein Parkhaus mit rund 220 Stellplätzen, von denen ein großer Teil für die Elektromobilität vorbereitet wurde.

Kita mit 60 Betreuungsplätzen eröffnet

Zeitgleich wurde auch die neue Kita am Technologiepark fertiggestellt und an den Betreiber Kinderhut übergeben. Die Einrichtung bietet auf rund 760 Quadratmetern Platz für bis zu 60 Kinder in vier Gruppen.

Ergänzt wird die Kindertagesstätte durch ein etwa 800 Quadratmeter großes Außengelände mit naturnahem Erlebnisbereich. Von den Betreuungsplätzen sind 20 Plätze für Kinder von Beschäftigten des TÜV NORD reserviert, weitere 10 Plätze stehen Mitarbeitenden der Atlas Copco Group zur Verfügung.

Mit der neuen Einrichtung wird das Betreuungsangebot im Stadtteil erweitert und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die ansässigen Unternehmen verbessert.

Nachhaltiger Technologiepark wächst weiter

Beide Gebäude wurden nach modernen Nachhaltigkeitsstandards errichtet. Aufbereitetes Abbruchmaterial der zuvor auf dem Grundstück befindlichen Gebäude wurde im Baugrund wiederverwendet. Photovoltaikanlagen erzeugen einen Teil des Strombedarfs, während die Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz erfolgt. Darüber hinaus wurden Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und E-Bikes installiert.

Mit der Fertigstellung der neuen Deutschlandzentrale der Atlas Copco Group und der Kita am Technologiepark gewinnt der Technologiepark Essen weiter an Bedeutung als moderner Wirtschaftsstandort. Das Projekt verbindet hochwertige Büro- und Produktionsflächen mit einer zeitgemäßen Infrastruktur sowie nachhaltigen Bau- und Energiekonzepten und stärkt den Innovationsstandort Essen langfristig.

Sonntag, 12. Juli 2026

Wetter | Seniorenheim Hartmannstraße 2 | Fertig (05/26)

An der Hartmannstraße 2 auf einer Grundstücksfläche von 2.700㎡ in Hanglage entsteht zur Zeit ein Seniorenheim mit weitläufigen Außenbereichen und einer Dachterrasse. Der Grundstein für den Neubau wurde letztes Jahr (2023) im März gelegt.

Investor ist die Firma urwohnen aus Puhlheim bei Köln. Die ESV wird das Haus künftig betreiben. Das neue Haus Magdalena wird ca. 3.200 qm Wohnfläche auf drei Etagen haben. Es entstehen 80 Einzelzimmer mit Bad. In allen drei Etagen stehen den Senioren dann großzügige Gruppen- und Speiseräume zur Verfügung.

Der Neubau wird ca. 60 Prozent weniger Energie verbrauchen, als herkömmliche Bauten. Dafür sorgen unter anderem eine Pelletheizung, starke Dämmung, eine Begrünung der Fassade und der Dachgarten mit heimischen Pflanzen und Sinnesgarten.

Das Investitionsvolumen beträgt rund 12 Millionen Euro. Die 60 Senioren, die im jetzigen Haus Magdalena neben der Klinik leben, sollen in das neue Haus umziehen. 20 weitere Plätze stehen den Menschen aus Volmarstein und Umgebung zur Verfügung.








Bilder: urwohnen

Update 12.07.2026

Seniorenheim an der Hartmannstraße fertiggestellt – Modernes Pflegezentrum in Volmarstein eröffnet

Mit der Fertigstellung des neuen Seniorenheims an der Hartmannstraße in Wetter-Volmarstein ist ein bedeutendes Bauprojekt für die regionale Pflegeinfrastruktur abgeschlossen. Das moderne Pflegezentrum wurde im Frühjahr 2026 offiziell eröffnet und ersetzt das bisherige Haus Magdalena.

Der Neubau bietet insgesamt 80 vollstationäre Pflegeplätze und wurde nach aktuellen Anforderungen an eine moderne, barrierefreie Pflegeeinrichtung geplant. Neben großzügigen Einzelzimmern verfügt das Gebäude über helle Aufenthaltsbereiche, Therapieräume, einen Mehrzweckraum sowie einen Dachgarten, der den Bewohnerinnen und Bewohnern zusätzliche Aufenthaltsqualität im Freien bietet.

Auch energetisch entspricht das Gebäude heutigen Standards und schafft zeitgemäße Arbeits- und Lebensbedingungen für Pflegekräfte sowie Bewohner. Die moderne Architektur verbindet Funktionalität mit einer freundlichen Gestaltung und fügt sich harmonisch in das Umfeld an der Hartmannstraße ein.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wurde zudem die während der Bauphase teilweise gesperrte Hartmannstraße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Damit sind sämtliche wesentlichen Arbeiten rund um das Projekt beendet.