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Montag, 24. August 2026

Dortmund | Karlsquartier: 180 Wohn & Gewerbeeinheiten auf erstem Baufeld geplant

Karlsquartier Dortmund: 180 Wohnungen auf dem ersten Baufeld der ehemaligen Westfalenhütte

Dortmund-Innenstadt-Nord. Auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte entsteht mit dem Karlsquartier ein neues Wohnquartier. Für das erste Baufeld ist die Planung inzwischen konkretisiert. Auf dem rund 13.100 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 180 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Der Hochbau soll 2026 beginnen.

Das erste Baufeld wird von VIVAWEST realisiert. Die Bauarbeiten übernimmt PORR Hochbau West.

180 Wohnungen und Gewerbe

Auf dem ersten Baufeld sind insgesamt 180 Wohn- und Gewerbeeinheiten vorgesehen. Die Gebäude bieten rund 12.809 Quadratmeter Wohnfläche.

Geplant sind:

  • 130 freifinanzierte Wohnungen
  • 48 öffentlich geförderte Wohnungen
  • ein Gemeinschaftsraum
  • eine Gewerbeeinheit
  • Tiefgarage mit 112 Stellplätzen
  • 268 Fahrradstellplätze
  • Carsharing-Angebot

Damit entsteht auf dem ehemaligen Industrieareal ein gemischtes Wohnangebot mit einem erheblichen Anteil an geförderten Wohnungen.

Bild: FORMTOOL


Sonntag, 23. August 2026

Datteln - Schopp-Quartier: Baugenehmigung für 125 Wohnungen erteilt

Schopp-Quartier in Datteln: 130 Wohnungen auf ehemaligem Gewerbeareal

Datteln. Auf dem ehemaligen Gelände des Mercedes-Schopp-Betriebs entsteht mit dem Schopp-Quartier ein neues Wohnviertel mit rund 125 Wohnungen. Auf dem etwa 13.000 Quadratmeter großen Areal soll ein inklusives und generationenübergreifendes Quartier entstehen, das Wohnen mit Pflege, Betreuung und sozialen Angeboten verbindet.

Geplant sind unter anderem barrierefreie und altersgerechte Wohnungen, betreute Wohnformen und inklusive Wohngemeinschaften. Ein großer Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden.

Bild: Tor5 Architekten

Bochum - Wohnhäuser Hasenwinkler Straße: Baustart 2026

Wohnhäuser an der Hasenwinkler Straße in Bochum-Dahlhausen: Baustart 2026

Bochum-Dahlhausen. Auf dem Grundstück des ehemaligen Penny-Marktes an der Hasenwinkler Straße 160 soll neuer Wohnraum entstehen. Die seit Jahren brachliegende Fläche wird damit voraussichtlich einer neuen Nutzung zugeführt. Die FROHNE GRUPPE plant dort zwei Wohnhäuser mit insgesamt rund 2.500 Quadratmetern Wohnfläche. Der Baustart soll noch 2026 erfolgen.

Damit werden die bereits seit 2023 bekannten Überlegungen für eine Wohnbebauung auf dem ehemaligen Penny-Gelände konkreter.


Bild: Frohne Gruppe


Freitag, 21. August 2026

Boecker-Haus Gelsenkirchen: Neubau mit 40 Seniorenwohnungen geplant

Neubau am Gelsenkirchener Hauptbahnhof: Ehemaliges Boecker-Haus wird abgerissen

Gelsenkirchen. Das markante ehemalige Boecker-Haus am Bahnhofsvorplatz in Gelsenkirchen soll verschwinden. An seiner Stelle plant die Wohnungsgesellschaft Sahle Wohnen einen Neubau mit rund 40 seniorengerechten Wohnungen. Im Erdgeschoss sind Flächen für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen. Auch ein begrünter Dachbereich und ein Innenhof gehören zum Konzept.

Der ursprünglich für 2025 geplante Baustart verzögert sich allerdings. Unter anderem musste zunächst geklärt werden, was mit dem historischen Bahnhofsfenster an der Fassade des heutigen Gebäudes passiert. Inzwischen steht fest: Das Wahrzeichen wird ausgebaut, restauriert und soll später einen neuen Standort in der Nähe erhalten.

Ehemaliges Boecker-Haus wird durch Neubau ersetzt

Das Gebäude am Bahnhofsvorplatz steht bereits seit Frühjahr 2025 vollständig leer. Zuvor befand sich unter anderem die Eisdiele „Dolce Vita“ in dem Gebäude.

Nun soll das bestehende Haus weichen. Geplant ist ein vollständiger Rückbau bis auf die Kellerdecke. Anschließend soll an gleicher Stelle ein moderner Neubau entstehen.

Die Wohnungsgesellschaft Sahle Wohnen möchte damit einen bisher weitgehend ungenutzten Standort in zentraler Lage neu entwickeln.

Mittwoch, 19. August 2026

Gladbeck: Neues Wohnquartier St. Franziskus mit 80 Wohnungen geplant

Gladbeck-Rentfort-Nord: Neues „Soziales Quartier St. Franziskus“ geplant

Auf dem ehemaligen Gelände der katholischen Kirche St. Franziskus in Gladbeck-Rentfort-Nord soll ein neues Wohn- und Sozialquartier entstehen. Das Projekt verbindet Wohnungen mit einer Kindertagesstätte, einem Gemeindezentrum und generationenübergreifenden Angeboten. Damit soll das Areal zu einem neuen Mittelpunkt im Stadtteil werden.

Vier Neubauten auf dem ehemaligen Kirchengelände

Auf dem Grundstück sind insgesamt vier Neubauten vorgesehen, die in zwei Bauabschnitten realisiert werden sollen. Entwickelt wird das Projekt vom Bottroper Planungsbüro Haas & Höing unter der Leitung von Stefan Höing, das die Planungen bereits seit 2018 begleitet.

Der erste Bauabschnitt umfasst zwei Gebäude. In einem der Neubauten soll im Erdgeschoss eine viergruppige Kindertagesstätte entstehen. Darüber ist das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Allerlei Leben“ vorgesehen.

Ein weiteres Gebäude soll künftig als Gemeindezentrum der Propsteipfarrei dienen und Raum für Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten bieten.

Bild: Haas & Höing

Freitag, 14. August 2026

Neubau in Essen-Altenessen: Wohnungen, Supermarkt und Tiefgarage

An der Altenessener Straße / Wilhelm-Nieswandt-Allee in Essen-Altenessen soll ein neuer Gebäudekomplex mit Wohnungen, einem großen Supermarkt und weiteren Gewerbeflächen entstehen. Der Investor Immobilienkontor Ruhr GmbH aus Bottrop plant auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Areal etwa 50 neue Wohnungen, einen Supermarkt, eine Bäckerei, Büros und weitere Geschäfte.

Ein großer Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden. Zusätzlich sind rund 90 Stellplätze für den Supermarkt, eine Tiefgarage für die Bewohner sowie begrünte Dächer und eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Neues Wohn- und Geschäftsgebäude an der Altenessener Straße

Das Baugrundstück befindet sich an der Ecke Altenessener Straße und Wilhelm-Nieswandt-Allee im Essener Stadtteil Altenessen-Nord.

Auf dem Areal standen früher zwei Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude wurden Ende 2023 nach längerem Leerstand abgerissen. Seitdem liegt die Fläche weitgehend brach.

Der Investor möchte das Grundstück gemeinsam mit angrenzenden Flächen neu entwickeln. Geplant ist ein bis zu viergeschossiger Gebäudekomplex, der den nördlichen Eingangsbereich des Zentrums von Altenessen städtebaulich aufwerten soll.

Bild: © Immobilienkontor Ruhr GmbH

Samstag, 8. August 2026

Castrop-Rauxel - Neue Feuer- und Rettungswache: FURCAS

Neue Feuer- und Rettungswache FURCAS in Castrop-Rauxel

Auf dem Gelände des ehemaligen Klöckner-Kraftwerks in Castrop-Rauxel soll eine neue Feuer- und Rettungswache entstehen. Das Großprojekt trägt den Namen FURCAS und soll künftig Feuerwehr und Rettungsdienst unter einem modernen Gebäudekomplex zusammenführen.

Die Stadt Castrop-Rauxel hat den Auftrag für Planung, Bau und ausgewählte Betriebsleistungen an die GOLDBECK Public Partner GmbH vergeben. Das Projekt wird als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt.

Für die Stadt ist die neue Feuer- und Rettungswache eines der bedeutendsten Bauprojekte der kommenden Jahre.

Bild: GOLDBECK, SSP Architekten + Ingenieure, brandenfels landscape + environment)

Sonntag, 2. August 2026

Gelsenkirchen - Sanierung Wohnquartier Memeler Straße & Chaudronstraße - In Planung

In Gelsenkirchen-Rotthausen startet eines der größten Modernisierungsvorhaben im Wohnungsbestand der vergangenen Jahre. Die Gesellschaft für Wohnungsbau (GFW) investiert rund 26 Millionen Euro in die umfassende Erneuerung eines Wohnquartiers an der Memeler Straße und Chaudronstraße. Insgesamt 153 Wohnungen in 17 Mehrfamilienhäusern aus den Jahren 1976 bis 1979 werden energetisch und wohntechnisch auf den neuesten Stand gebracht.

Das Projekt gilt als eines der ersten großen Vorhaben im Rahmen der NRW-„Modernisierungsoffensive+“ und soll zeigen, wie bestehender Wohnraum nachhaltig modernisiert werden kann, ohne neue Flächen zu versiegeln.


Start der Bauarbeiten im Oktober 2026

Der erste Bauabschnitt soll im Oktober 2026 beginnen. Für diesen Abschnitt werden rund 9 Millionen Euro investiert. Davon stammen etwa 7,8 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt wird das Großprojekt in vier Bauabschnitten umgesetzt.

Nach Angaben der GFW wurden die Förderanträge für die weiteren Bauabschnitte bereits eingereicht.

Bild: Baubetreuungsbüro Schäf



Das wird modernisiert

Die Sanierung geht weit über eine klassische Fassadenerneuerung hinaus. Geplant sind unter anderem:

  • Austausch der alten Nachtspeicherheizungen gegen Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • energetische Dämmung von Dach und Fassaden
  • komplette Modernisierung der Badezimmer
  • neue Vorstellbalkone für alle Gebäude
  • Aufwertung der Außenanlagen
  • Reduzierung von Barrieren für ältere und mobilitätseingeschränkte Bewohner
  • Vergrößerung der Wohnflächen durch Integration der bisherigen Loggien in die Wohnungen

Dadurch sollen sowohl der Wohnkomfort als auch die Energieeffizienz deutlich verbessert werden.


Mehr Wohnqualität bei bezahlbaren Mieten

Das Förderprogramm „Modernisierungsoffensive+“, das 2021 vom Land Nordrhein-Westfalen aufgelegt wurde, verfolgt das Ziel, größere Wohnquartiere energetisch zu sanieren und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu erhalten.

Für die Mieter bedeutet das:

  • niedrigere Heizkosten durch moderne Technik,
  • zeitgemäß ausgestattete Wohnungen,
  • größere Wohnflächen,
  • mehr Barrierefreiheit,
  • sowie eine attraktivere Wohnumgebung.

GFW investiert in ihren Bestand

Die GFW besitzt rund 1.300 Wohnungen in Gelsenkirchen. Mit dem Projekt in Rotthausen wird künftig mehr als zehn Prozent des gesamten Wohnungsbestandes energetisch modernisiert.

GFW-Geschäftsführer Joachim Bracke betont, dass ein Projekt dieser Größenordnung ohne die umfangreichen Landesfördermittel wirtschaftlich kaum realisierbar gewesen wäre.

Auch Oberbürgermeisterin Andrea Henze bezeichnet das Vorhaben als wichtigen Schritt für die Stadtentwicklung. Statt ausschließlich auf Neubauten zu setzen, werde vorhandener Wohnraum nachhaltig modernisiert und langfristig erhalten.


Architektur bleibt erhalten – Erscheinungsbild wird deutlich moderner

Die Gebäude behalten ihre Grundstruktur, erhalten jedoch ein vollständig neues Erscheinungsbild. Helle Fassaden, moderne Balkone und eine freundlichere Gestaltung der Außenbereiche sollen das Quartier deutlich aufwerten.

Die Visualisierungen zeigen eine deutlich modernisierte Fassadengestaltung mit großzügigen Balkonen und einem zeitgemäßen Erscheinungsbild. Gleichzeitig bleibt der vorhandene Wohnraum erhalten – ein Ansatz, der sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Fazit

Mit Investitionen von rund 26 Millionen Euro entsteht in Rotthausen eines der derzeit größten Modernisierungsvorhaben im Gelsenkirchener Wohnungsbestand. Die Kombination aus energetischer Sanierung, moderner Haustechnik, mehr Barrierefreiheit und einer sichtbaren architektonischen Aufwertung macht das Projekt zu einem wichtigen Baustein für die zukünftige Wohnraumentwicklung der Stadt.

Der Baustart ist für Oktober 2026 vorgesehen. Nach Abschluss aller vier Bauabschnitte werden 153 Wohnungen fit für die kommenden Jahrzehnte sein – mit geringerem Energieverbrauch, höherem Wohnkomfort und einem deutlich moderneren Erscheinungsbild.

Samstag, 18. Juli 2026

Bottrop - Neubau Mehrfamilienhaus + Kita Tourcoingstraße - In Planung

An der Tourcoingstraße im Bottroper Stadtteil Eigen entsteht in den kommenden Jahren ein ungewöhnliches Neubauprojekt. Während der Projektentwickler Bonava auf dem angrenzenden Gelände eine neue Wohnsiedlung mit Einfamilien- und Reihenhäusern errichtet, entwickelt die städtische Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop (GBB) ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit integrierter Kindertagesstätte.

Kombination aus Wohnraum und Kita

Im Erdgeschoss des Neubaus ist eine viergruppige Kindertagesstätte vorgesehen. In den drei darüberliegenden Geschossen entstehen insgesamt zwölf öffentlich geförderte Mietwohnungen. Die Realisierung des geförderten Wohnraums ist Bestandteil des Bebauungsplans und soll das neue Wohnquartier sinnvoll ergänzen.

Für das Projekt nutzt die GBB sowohl ein bereits im Besitz befindliches Grundstück an der Ecke Tourcoingstraße/Börenstraße als auch einen Teil der angrenzenden Fläche des Bonava-Areals. Auf dem bisherigen, seit Jahren ungenutzten Bolzplatz wird künftig das Außengelände der Kita angelegt.


Holzbau als Pilotprojekt

Besonders bemerkenswert ist die geplante Bauweise. Während die Kindertagesstätte in klassischer Massivbauweise errichtet wird, entsteht der Wohnbereich nahezu vollständig in Holzbauweise. Lediglich Treppenhäuser und Aufzugsschächte werden aus Beton gefertigt.

Mit diesem Konzept betritt die GBB Neuland. Holz wird zwar seit Jahren erfolgreich im Einfamilienhausbau eingesetzt, im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist diese Bauweise jedoch noch vergleichsweise selten. Ziel ist es, den CO₂-Ausstoß beim Bau deutlich zu reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Bauweisen in Bottrop zu etablieren.

Vor der Umsetzung sollen Erfahrungen vergleichbarer Projekte ausgewertet und Experten des Landesbetriebs Wald und Holz NRW in die Planung eingebunden werden.

Energieeffizientes Gebäudekonzept

Auch bei der Haustechnik verfolgt die GBB einen ungewöhnlichen Ansatz. Um Feuchtigkeitsschäden an der Holzkonstruktion möglichst auszuschließen, verzichtet man auf klassische wassergeführte Heizsysteme.

Stattdessen setzt das Gebäude auf:

  • KfW-40-Energiestandard
  • große Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen
  • Batteriespeicher für den Eigenstromverbrauch
  • elektrische Infrarotheizungen
  • Balkonkraftwerke, die bereits in die Balkongeländer integriert werden

Zusätzlich werden sämtliche Installationsschächte mit Feuchtigkeitssensoren ausgestattet, um mögliche Leckagen frühzeitig zu erkennen.

Bild: Architekturbüro Ryvola | Architekturbüro Ryvola


Wohnungen für Familien

Geplant sind ausschließlich Drei-Zimmer-Wohnungen mit rund 80 Quadratmetern Wohnfläche und Balkon. Dank der öffentlichen Förderung soll die Nettokaltmiete bei lediglich 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen und damit deutlich unter dem aktuellen Marktniveau.

Das Gebäude wird L-förmig beziehungsweise im rechten Winkel zur Tourcoingstraße angeordnet. Die Balkone orientieren sich zur neuen Einfamilienhaussiedlung, während sich die Kita zur Tourcoingstraße öffnet.

Zeitplan

Nach damaliger Planung sollte der Baustart im Jahr 2026 erfolgen. Mit dem Projekt verbindet die GBB mehrere Ziele gleichzeitig: dringend benötigten geförderten Wohnraum schaffen, zusätzliche Kita-Plätze bereitstellen und gleichzeitig eine nachhaltige und zukunftsweisende Bauweise in Bottrop etablieren.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Datteln - Revitalisierung Stadtgalerie - In Planung

Die Stadtgalerie Datteln steht vor der größten baulichen Veränderung seit ihrer Eröffnung. Mit einer umfassenden Revitalisierung soll das Einkaufszentrum nicht nur optisch modernisiert, sondern auch funktional, energetisch und städtebaulich neu ausgerichtet werden. Ziel ist es, den Standort langfristig als Nahversorgungs- und Einkaufszentrum zu sichern und gleichzeitig die Verbindung zur Dattelner Innenstadt zu stärken. Nach mehreren Jahren der Planung und einigen Verzögerungen liegt inzwischen die Baugenehmigung vor. 

Ausgangssituation

Die heutige Stadtgalerie befindet sich am Neumarkt im Herzen der Dattelner Innenstadt. Das Gebäude entstand durch den Umbau des ehemaligen Hertie- beziehungsweise Karstadt-Warenhauses und wurde 2011 als Einkaufszentrum eröffnet. Zu den bekannten Mietern gehören unter anderem C&A, dm, Deichmann und TEDi.

Mit der Schließung des REWE-Marktes im Jahr 2021 verlor das Center jedoch seinen wichtigsten Lebensmittelanbieter. Gleichzeitig führten die allgemeinen Veränderungen im Einzelhandel sowie zunehmende Leerstände dazu, dass eine grundlegende Neuausrichtung des Centers erforderlich wurde. Bereits 2023 stellte der Eigentümer Greenman OPEN gemeinsam mit dem Immobilienmanagement GFORM erste Pläne für eine umfassende Revitalisierung vor.

Das Revitalisierungskonzept

Anstatt das Gebäude abzureißen, setzt der Eigentümer bewusst auf den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz. Damit folgt das Projekt einem aktuellen Trend im Städtebau, bei dem bestehende Gebäude nachhaltig weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst werden.

Die Planungen stammen vom Architekturbüro Rathke Architekten BDA aus Wuppertal. Die bauliche Umsetzung wird von White Bird, einer Tochtergesellschaft der Greenman-Gruppe, koordiniert. Ziel ist es, die Stadtgalerie sowohl gestalterisch als auch funktional deutlich aufzuwerten.

Geplant sind unter anderem:

  • vollständige Modernisierung der Innenbereiche
  • Neuordnung der Ladenflächen
  • Schaffung klarer Hauptwege innerhalb des Centers
  • zusätzliche Eingänge und bessere Anbindung an die Innenstadt
  • Neugestaltung der Westfassade
  • Fassadenbegrünung
  • Installation einer Photovoltaikanlage
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
  • moderne Gebäude- und Energiesteuerung mit intelligenter Sensorik
  • Neuorganisation der Tiefgarage, des Parkdecks und der Anlieferung
  • energetische Sanierung nach den Kriterien einer DGNB-Gold-Zertifizierung.

Kaufland wird neuer Ankermieter

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Ansiedlung eines neuen Lebensmittelmarktes. Diese Rolle übernimmt künftig Kaufland.

Das Unternehmen wird rund 5.000 Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss sowie weitere Flächen im Obergeschoss beziehen. Dadurch steigt der Anteil der Lebensmittelnutzung innerhalb des Centers von bislang rund 23 Prozent auf etwa 55 Prozent der gesamten Mietfläche.

Mit dieser Neuausrichtung soll die Stadtgalerie künftig deutlich stärker als Nahversorgungszentrum für Datteln und das Umland positioniert werden. Gleichzeitig soll der neue Ankermieter zusätzliche Besucherfrequenz für die übrigen Geschäfte erzeugen.


Nachhaltigkeit als wichtiger Bestandteil

Ein Schwerpunkt der Revitalisierung liegt auf einer möglichst nachhaltigen Modernisierung.

Da die bestehende Gebäudestruktur weitgehend erhalten bleibt, können erhebliche Mengen an Baumaterial und CO₂ eingespart werden. Ergänzend werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um den Betrieb des Centers energieeffizienter zu gestalten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • energieeffiziente Gebäudetechnik
  • intelligente Sensorik zur Überwachung von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen
  • Fassadenbegrünung
  • E-Ladestationen
  • DGNB-Gold-Zertifizierung als Nachhaltigkeitsziel.

Bedeutung für die Innenstadt

Die Revitalisierung soll nicht nur das Einkaufszentrum selbst stärken, sondern auch positive Impulse für die gesamte Dattelner Innenstadt setzen.

Durch neue Eingänge, offenere Fassaden und verbesserte Sichtbeziehungen wird das bislang eher abgeschlossene Gebäude stärker mit dem öffentlichen Raum verknüpft. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Besucherströme besser zwischen Einkaufszentrum und Fußgängerzone zu lenken.

Gerade für mittelgroße Innenstädte gelten solche Revitalisierungen als wichtiger Baustein, um den stationären Einzelhandel langfristig wettbewerbsfähig zu halten.

Bilder: Architekturbüro Rathke Architekten BDA


Zeitplan

Die Planungen wurden im September 2023 erstmals öffentlich vorgestellt. Ursprünglich war ein Baustart bereits im Jahr 2024 vorgesehen. Vertragsverhandlungen mit dem neuen Ankermieter sowie die Genehmigungsphase führten jedoch zu mehreren Verschiebungen.

Im April 2025 wurde schließlich die Baugenehmigung erteilt. Die Bauzeit wird mit etwa zwölf bis vierzehn Monaten angegeben und soll voraussichtlich Ende 2026 beginnen. Nach aktuellem Stand soll die modernisierte Stadtgalerie im Jahr 2028 eröffnen.

Fazit

Mit der Revitalisierung der Stadtgalerie erhält Datteln eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte der vergangenen Jahre. Statt eines Abrisses setzt der Eigentümer auf die nachhaltige Modernisierung der bestehenden Immobilie und kombiniert diese mit einer grundlegenden funktionalen Neuausrichtung.

Der neue Ankermieter Kaufland, die umfassende energetische Sanierung sowie die stärkere Öffnung des Gebäudes zur Innenstadt sollen die Attraktivität des Standorts langfristig sichern. Gelingt die Umsetzung wie geplant, könnte die Stadtgalerie künftig wieder eine zentrale Rolle für Einkauf, Nahversorgung und Aufenthaltsqualität in der Dattelner Innenstadt übernehmen.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Essen - Einkaufsquartier am Hellweg - In Planung

Einkaufsquartier am Hellweg in Essen-Freisenbruch: Abrissarbeiten wieder aufgenommen

Nach längerer Unterbrechung werden die Abrissarbeiten für das geplante Einkaufsquartier am Hellweg in Essen-Freisenbruch fortgesetzt. Auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Areal an der Bochumer Landstraße soll in den kommenden Jahren ein neues Nahversorgungszentrum entstehen.

Die Gebäude an der Bochumer Landstraße 354 bis 358 werden derzeit zurückgebaut. Zuvor waren die Arbeiten gestoppt worden, nachdem die beauftragte Fachfirma die Schadstoffsanierung nicht wie vorgesehen durchführen konnte. Nach einer Neuausschreibung konnten die Abbrucharbeiten nun wieder aufgenommen werden. Der vollständige Rückbau soll nach Angaben der Stadt Essen bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.

Unmittelbar im Anschluss ist der Umbau der Kreuzung Bochumer Landstraße, Rodenseelstraße und Sachsenring vorgesehen. Die neue Verkehrsführung soll das künftige Einkaufszentrum erschließen und die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes verbessern. Für die Dauer der Arbeiten kommt es bereits zu Fahrspursperrungen und geänderten Verkehrsführungen.



Planung wurde überarbeitet

Das Projekt wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Während ursprünglich ein zweigeschossiges Gebäude mit ergänzender Wohnnutzung vorgesehen war, soll nun ein eingeschossiges Nahversorgungszentrum realisiert werden. Zu den ursprünglich angekündigten Ankermietern gehörten Aldi, Edeka und dm. Ob diese weiterhin Bestandteil des Projekts sind, wurde zuletzt nicht bestätigt.

Die Stadt Essen rechnet derzeit mit der Erteilung der Baugenehmigung im Laufe des Jahres 2026. Anschließend könnte der Hochbau beginnen. Nach aktuellem Zeitplan ist eine Fertigstellung des Einkaufsquartiers jedoch nicht vor Ende 2028 zu erwarten.

Mit dem Neubau soll die Nahversorgung im Essener Stadtteil Freisenbruch langfristig gestärkt werden. In den vergangenen Jahren haben dort mehrere Einzelhandelsbetriebe geschlossen, wodurch sich das Angebot insbesondere für die wohnortnahe Versorgung deutlich verringert hat.


Bilder: List Develop Commercial


Projekt auf einen Blick

Projekt: Einkaufsquartier am Hellweg
Standort: Bochumer Landstraße, Essen-Freisenbruch
Grundstücksgröße: ca. 9.000 m²
Aktueller Stand: Abriss der Bestandsgebäude läuft
Nächster Schritt: Straßenbau und Umbau der Kreuzung
Geplanter Baubeginn: nach Erteilung der Baugenehmigung (voraussichtlich 2026)
Voraussichtliche Fertigstellung: frühestens Ende 2028



Fotos: hanbrohat / Abriss der Bestandsgebäude für das EKZ Juli 2026

Mittwoch, 8. Juli 2026

Bochum - Umbau Herz-Mariä-Kirche + Neubau Seniorenheim - In Planung

Für die ehemalige Herz-Mariä-Kirche im Bochumer Stadtteil Günnigfeld zeichnet sich eine neue Zukunft ab. Nach einem Vermarktungsverfahren steht der Verkauf des Kirchengebäudes sowie des rund 9.000 Quadratmeter großen Grundstücks kurz vor dem Abschluss. Neuer Eigentümer soll der Münchner Projektentwickler Commonground Real Estate werden.

Pflegeeinrichtung als erster Bauabschnitt

Das Entwicklungskonzept sieht eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten vor. Zunächst soll auf dem Grundstück eine stationäre Pflegeeinrichtung mit rund 100 Pflegeplätzen entstehen. Etwa zehn davon sind für die Kurzzeitpflege vorgesehen. Für den Neubau werden das bestehende Pfarrhaus sowie ein weiteres Wohngebäude auf dem Areal abgebrochen.

Nach Angaben des Projektentwicklers befindet sich die Entwurfsplanung bereits in Bearbeitung. Im Anschluss soll das Genehmigungsverfahren folgen. Die Fertigstellung der Pflegeeinrichtung wird derzeit für das Jahr 2030 angestrebt.

Bild: Max Office

Kirchengebäude bleibt erhalten

Im zweiten Bauabschnitt soll das ehemalige Kirchengebäude selbst umgenutzt werden. Geplant ist die Schaffung von Seniorenwohnungen innerhalb der bestehenden Kirche. Dabei soll die neugotische Außenfassade weitgehend erhalten bleiben.

Auch im Innenraum sollen nach Möglichkeit prägende Elemente des ursprünglichen Kirchengebäudes bewahrt werden. Die Wohnungen sollen in Modulbauweise entstehen: Vorgefertigte Wohnmodule werden in das bestehende Gebäude integriert. Die genaue Anzahl der entstehenden Wohneinheiten steht derzeit noch nicht fest.

Bewusste Entscheidung für den Erhalt

Obwohl die Herz-Mariä-Kirche nicht unter Denkmalschutz steht und ein Abriss grundsätzlich möglich gewesen wäre, fiel die Entscheidung zugunsten einer Umnutzung. Nach Angaben der katholischen Kirchengemeinde wurden mehrere Angebote geprüft. Ausschlaggebend sei letztlich das Konzept gewesen, das den größten Mehrwert für den Stadtteil verspreche.

Der letzte Gottesdienst in der Herz-Mariä-Kirche findet am 18. Juli 2026 statt. Anschließend wird das Gebäude für die geplante Entwicklung vorbereitet. Eine Zwischennutzung bis zum Beginn der Bauarbeiten ist derzeit nicht vorgesehen.

Mit dem Projekt erhält das markante Kirchengebäude eine neue Nutzung, während gleichzeitig zusätzliche Pflege- und Wohnangebote für Senioren in Bochum-Günnigfeld geschaffen werden.

Quelle: Katholische Kirche in Bochum verkauft: Neuer Eigentümer hat große Pläne - Paywall

Montag, 6. Juli 2026

Bochum - Wohngebäude Pulverstraße 25 - In Planung

Neubauprojekt Pulverstraße 25 in Bochum-Höntrop: Moderne Eigentumswohnungen mit Haus-im-Haus-Konzept

Mit dem Neubauprojekt Pulverstraße 25 entsteht im Bochumer Stadtteil Höntrop ein modernes Wohnensemble mit insgesamt zwölf Wohneinheiten. Das Projekt richtet sich sowohl an Eigennutzer als auch an Kapitalanleger und verbindet zeitgemäße Architektur mit energieeffizienter Gebäudetechnik.

Wohnkonzept

Geplant sind sieben klassische Eigentumswohnungen sowie fünf sogenannte Haus-im-Haus-Einheiten. Diese erstrecken sich über zwei Ebenen, verfügen über einen separaten Eingang und einen eigenen Garten. Die Wohnflächen reichen von rund 63 bis 130 Quadratmetern und bieten unterschiedliche Grundrissvarianten für Singles, Paare und Familien.

Die Wohnungen in den Obergeschossen verfügen über Balkone, während die Erdgeschosswohnungen mit Terrassen und Gartenanteilen ausgestattet sind. Ergänzt wird das Wohnangebot durch einen gemeinschaftlichen Spielplatz und einen Gartenbereich für alle Bewohner.

Bild: Pro+ Immobilien GmbH

Moderne Ausstattung

Das Neubauprojekt setzt auf eine zeitgemäße technische Ausstattung. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Fußbodenheizung
  • elektrische Rollläden
  • Videogegensprechanlage
  • bodengleiche Duschen
  • Aufzug mit schwellenfreiem Zugang
  • Kellerräume sowie Wasch- und Trockenraum
  • Tiefgaragenstellplätze und optionale Außenstellplätze

Die Kombination aus energieeffizienter Heiztechnik und moderner Ausstattung entspricht den heutigen Anforderungen an komfortables und nachhaltiges Wohnen.

Lage in Bochum-Höntrop

Der Stadtteil Höntrop liegt im Westen Bochums und bietet eine gute Mischung aus ruhigem Wohnen und einer gut ausgebauten Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken, Schulen und Kindergärten befinden sich in der näheren Umgebung. Auch der Südpark sowie die Grünanlage „Saure Wiesen“ sind schnell erreichbar und bieten Möglichkeiten zur Naherholung.

Über den Bahnhof Höntrop-Wattenscheid besteht eine Anbindung an die S-Bahn-Linie S1 in Richtung Dortmund und Solingen. Zudem sind die Autobahnen A40 und A448 innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Projektentwickler

Realisiert wird das Bauvorhaben von der Pro+ Immobilien GmbH aus Bochum. Das Unternehmen entwickelt seit den 1990er-Jahren Wohnprojekte in der Region und arbeitet eng mit dem Architekturbüro Knaup + Krampe zusammen. Nach Unternehmensangaben werden die Bauvorhaben in Kalksandsteinbauweise ausgeführt und durch baubegleitende Qualitätsaudits der DEKRA überwacht.

Sonntag, 14. Juni 2026

Bergkamen | Rathausquartier - In Planung

Die Stadt Bergkamen hat der Bauvoranfrage der INTERRA Immobilien AG für eine umfassende Quartierslösung auf dem Gelände der ehemaligen Turmarkaden stattgegeben. Auf zweieinhalb Hektar Fläche sollen mehrere zehntausend Quadratmeter Wohnraum und Gewerbeflächen entstehen.

Derzeit dominiert eine große Freifläche den Abschnitt der Töddinghauser Straße zwischen Hubert-Biernat- und Zentrumsstraße. Doch schon bald entstehen hier helle, mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser sowie einladende Grünflächen und Tiefgaragenplätze für Anwohner und Besucher des neuen Quartiers. Alleine rund 14.000 Quadratmeter neuen Wohnraum will die INTERRA Immobilien AG vor Ort errichten. Sie verteilen sich auf moderne Apartments mit zwischen 30 und 50 Quadratmetern Grundfläche und Wohnungen für mehrköpfige Familien. Hinzu kommt ein Ärztehaus, Gastroflächen und kleine Einzelhandelslokale für die Nahversorgung der neuen Anwohner. Außerdem hat INTERRA zwischen 5.000 und 7.000 Quadratmeter Fläche für betreutes Wohnen vorgesehen.

„Insgesamt planen wir auf dem zweieinhalb Hektar großen Areal Gebäude mit fast 38.000 Quadratmetern BGF und 450 Tiefgaragenplätzen. Damit prägen wir das Viertel langfristig und führen es einer zeitgemäßen gemischten Nutzung zu“, beschreibt Investor Alexander Dold das Projekt. Nur noch weniger der neu geschaffenen Flächen stehen Gewerbetreibenden offen. Erst kürzlich hat der Lebensmittelhändler EDEKA einen Mietvertrag über eine Fläche von 4.000 Quadratmetern in den neuen Immobilien unterzeichnet und damit eine regelrechte Sogwirkung entfaltet. Auch mit dem Drogeristen dm verliefen die Vertragsverhandlungen über ein Ladenlokal erfolgreich. Mit weiteren Interessenten steht Dold derzeit im vielversprechenden Austausch.

„Wir achten sehr genau auf eine gesunde und funktionierende gewerbliche Mietergemeinschaft vor Ort“, unterstreicht Dold. „Eine nachhaltig erfolgreiche Quartierslösung muss den Menschen am Platz alle Dinge des täglichen Bedarfes bieten – neben Einkaufsmöglichkeiten und Fachärzten gehört für uns auch der Blick ins Grüne dazu. Hier haben wir bereits die Weichen gestellt und errichten einen Terrassenpark, welcher als kleine grüne Lunge im Herzen von Bergkamen fungiert.“ Mit einem Baubeginn rechnet Dold im Laufe des Jahres. In den zurückliegenden Wochen hat INTERRA bereits zusammen mit dem Versorger GSW die Infrastruktur für eine ideale Versorgung der einzelnen Bauabschnitte geschaffen.


Das Quartier in Zahlen

  • 14.000 Quadratmeter Wohnraum
  • 5.000 bis 7.000 Quadratmeter betreutes Wohnen
  • 6.350 Quadratmeter Ärztehaus inklusive Apotheke und Sanitätshaus
  • 4.200 Quadratmeter (Lebensmittel-)Einzelhandel
  • 2.200 Quadratmeter Drogerist, Tiernahrung und kleinere Shops, Gastro
  • 2.000 Quadratmeter Fitnessanbieter 2.000 Quadratmeter Büro/Dienstleistung
  • 450 Tiefgaragenplätze + 142 ebenerdige Parkplätze

Die INTERRA Immobilien AG hatte die damaligen Bergkamener Turmarkaden im Jahr 2018 erworben und im darauffolgenden Jahr mit den Abriss der leerstehenden Mall begonnen. Nachdem der ursprüngliche Neubauplan für ein innerstädtisches Einkaufszentrum nicht auf das Einvernehmen der Stadtverwaltung traf und mit einer Veränderungssperre quittiert wurde, disponierte der Investor um und entwickelte im Spätsommer 2020 das nun freigegebene Projekt einer zentralen Quartierslösung. Dold ist sehr stolz auf die Arbeit seines Teams, welches in nur 9 Monaten den Turn-around von einer Veränderungssperre zum Bauvorbescheid hinbekommen hat.




Update 31.05.2022

Das Areal der ehemaligen Turmarkaden in Bergkamen wechselt den Besitzer. Käufer des innerstädtischen Projekts „Berg-Karree“ ist die Essener HARFID Unternehmensgruppe. Der inhabergeführte Projektentwickler und Totalunternehmer wird die von INTERRA geplante Quartiersentwicklung fortführen und realisieren.

Veräußerer des mehr als zwei Hektar großen Areals an der Töddinghauser Straße gegenüber dem Bergkamener Rathaus ist die INTERRA Immobilien AG aus Meerbusch. Die HARFID Unternehmensgruppe als neuer Eigentümer wird das bestehende Konzept der INTERRA für ein lebenswertes und urbanes Quartier in die Realität überführen. Schon in der Vergangenheit hat sich der Käufer mit der Entwicklung, Planung und der baulichen Umsetzung vergleichbarer Quartierslösungen einen Namen gemacht.


Die ersten Mieter wie EDEKA, dm, easy Apotheke und Sunpoint haben sich bereits Ladenlokale im „Berg-Karree“ gesichert. Weitere Mieter im Speziellen aus dem Bereich Betreutes Wohnen stehen kurz vor Unterschrift. Insgesamt wird das Projekt mehr als 26.500 m² Miet- und Nutzfläche für Wohnungen und Gewerbetreibende bieten. Hinzu kommen 550 Tiefgaragenparkplätze und einladende Grünflächen.


Bild: INTERRA Immobilien AG

Update 28.02.2025

Die INTERRA Immobilien AG gibt den erfolgreichen Verkauf des Stadtquartiers "Berg-Karree" in Bergkamen bekannt. Käuferinnen des Projekts sind gemeinschaftlich die EDEKA Unternehmensgruppe Stroetmann sowie die Stadt Bergkamen.

Mit dem Erwerb des Areals an der Töddinghauser Straße setzen die Käuferinnen ein bedeutendes städtebauliches Zeichen. EDEKA Stroetmann wird dort einen modernen Vollsortimenter mit rund 4.200 m² sowie eine dm-Filiale mit ca. 850 m² errichten. Die Stadt Bergkamen, in Zusammenarbeit mit der UKBS (Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft), plant die Entwicklung von ca. 150 geförderten Wohnungen, die langfristig im Bestand der UKBS verbleiben werden.

Mit dem Verkauf des Quartiers schließt INTERRA ein weiteres erfolgreiches Immobilienprojekt ab. Die Entwicklung des "Berg-Karree" stand im Zeichen einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Stadtentwicklung – mit einem klaren Fokus auf die Vernetzung von Einzelhandel und Wohnraum.

Alexander Dold, Vorstand der INTERRA Immobilien AG, kommentiert: "Wir freuen uns, dass das Berg-Karree mit der EDEKA Unternehmensgruppe Stroetmann und der Stadt Bergkamen starke Partner gefunden hat, die dieses Quartier mit Leben füllen und weiterentwickeln. Die Kombination aus hochwertigem Einzelhandel und gefördertem Wohnungsbau ist ein Gewinn für die Stadt und ihre Bürger. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die konstruktive und professionelle Zusammenarbeit."

Die INTERRA Immobilien AG wünscht den neuen Eigentümern viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung ihrer Pläne und freut sich, zur positiven Entwicklung von Bergkamen beigetragen zu haben.

Pressemitteilung: INTERRA verkauft das Stadtquartier Berg-Karree in Bergkamen


Update 14.06.2026

Rathausquartier Bergkamen nimmt Gestalt an: Nächster Meilenstein für eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte der Region

Die Entwicklung des neuen Rathausquartiers in Bergkamen schreitet weiter voran. Mit der Erteilung der Baugenehmigung für den nördlichen Teil des Areals ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Großprojekts gelungen. Auf dem ehemaligen Turmarkaden-Gelände entsteht in den kommenden Jahren ein modernes Stadtquartier, das Einzelhandel, Wohnen und Dienstleistungen miteinander verbindet.

Neue Mitte für Bergkamen

Das Projekt, das ursprünglich unter dem Namen „Berg-Karree“ entwickelt wurde, zählt zu den bedeutendsten Innenstadtentwicklungen in Bergkamen der vergangenen Jahrzehnte. Nachdem die INTERRA Immobilien AG das Areal erfolgreich entwickelt und an die EDEKA Unternehmensgruppe Stroetmann sowie die Stadt Bergkamen veräußert hatte, beginnt nun die konkrete Umsetzungsphase.

Im nördlichen Bereich des Quartiers plant die Unternehmensgruppe Stroetmann die Errichtung eines modernen EDEKA-Vollsortimenters mit einer Verkaufsfläche von rund 4.200 Quadratmetern. Ergänzt wird das Angebot durch einen dm-Drogeriemarkt mit etwa 850 Quadratmetern Verkaufsfläche. Darüber hinaus sind gastronomische Nutzungen sowie Seniorenwohnungen vorgesehen.

Wohnraum für die Zukunft

Der südliche Teil des Quartiers wird von der Stadt Bergkamen gemeinsam mit der UKBS (Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft) entwickelt. Geplant sind rund 150 geförderte Wohnungen, die langfristig im Bestand der UKBS verbleiben sollen. Damit soll nicht nur neuer Wohnraum geschaffen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Wohnraumversorgung in der Region geleistet werden.

Die Kombination aus Nahversorgung, Wohnen und ergänzenden Dienstleistungen entspricht den aktuellen Anforderungen moderner Stadtentwicklung. Kurze Wege, eine bessere Versorgung der Bevölkerung und die nachhaltige Nutzung innerstädtischer Flächen stehen dabei im Mittelpunkt.

Wichtiger Impuls für die Innenstadt

Das ehemalige Turmarkaden-Areal galt über Jahre als städtebauliche Herausforderung. Mit dem Rathausquartier wird nun eine Lösung umgesetzt, die das Stadtzentrum nachhaltig stärken soll. Die Ansiedlung eines leistungsfähigen Nahversorgungsstandorts wird die Attraktivität der Innenstadt erhöhen und zusätzliche Besucherströme in den zentralen Bereich Bergkamens lenken.

Gleichzeitig entsteht dringend benötigter Wohnraum in zentraler Lage. Die Verbindung von Handel und Wohnen schafft ein lebendiges Quartier, das auch außerhalb der klassischen Einkaufszeiten genutzt wird und somit zu einer dauerhaften Belebung der Innenstadt beitragen kann.

Fertigstellung bis 2027 geplant

Nach der erfolgreichen Genehmigungsphase soll das Projekt nun schrittweise umgesetzt werden. Die Fertigstellung des Handels- und Wohnquartiers wird derzeit für das Jahr 2027 angestrebt. Mit dem Rathausquartier erhält Bergkamen nicht nur einen neuen Nahversorgungsstandort, sondern auch ein zukunftsorientiertes Stadtquartier, das die Entwicklung der Innenstadt langfristig prägen dürfte.

Freitag, 22. Mai 2026

Essen - Ruhrturm: Umbau, Wohnungen, Rooftop-Bar und aktuelle Pläne

Ruhrturm Essen: Umbau zum modernen Mixed-Use-Komplex mit Wohnungen, Hotel und Rooftop-Bar

Essen-Huttrop. Der Ruhrturm an der Huttroper Straße/Ruhrallee steht vor einer umfassenden Neuausrichtung. Das markante Hochhaus soll in den kommenden Jahren von einem überwiegend gewerblich genutzten Gebäude zu einem modernen Mixed-Use-Komplex umgebaut werden.

Geplant sind unter anderem Wohnungen und Micro-Apartments, ein Hotel, Gastronomie, eine Rooftop-Bar, Gesundheitsangebote, eine Kindertagesstätte sowie Büro- und Konferenzflächen. Auch die Fassade soll umfassend modernisiert werden.

Neuer Eigentümer des Ruhrturms ist die P-Touch-Gruppe, ein international tätiges Family Office und Projektentwickler. Nach der Insolvenz der früheren Eigentümerin Fakt AG war das Gebäude verkauft worden.

Bild: WAZ / P-Touch Group


Sonntag, 17. Mai 2026

Moers - Neubau Volksbank Hülsdonker Straße - In Planung

Volksbank Niederrhein investiert in die Zukunft: Neubauprojekt in Moers gestartet

Die Volksbank Niederrhein setzt ein starkes Zeichen für Zukunft, Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit: In der Moerser Innenstadt entsteht ein modernes neues Bankgebäude im neu entwickelten WEYERPARK an der Hülsdonker Straße. Mit dem jetzt unterzeichneten Bauvertrag beginnt offiziell eines der bedeutendsten Projekte der Bank in den kommenden Jahren.

Ein klares Bekenntnis zum Standort Moers

Für Vorstandsvorsitzenden Guido Lohmann ist der Neubau weit mehr als nur ein modernes Verwaltungsgebäude. Vielmehr versteht die Bank das Projekt als langfristige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und als klares Bekenntnis zur Region Niederrhein.

Das neue Gebäude soll moderne Beratungswelten, attraktive Arbeitsplätze und nachhaltige Architektur miteinander verbinden. Gleichzeitig möchte die Volksbank einen offenen Begegnungsort für Mitglieder, Kunden und Mitarbeitende schaffen.

Bild: Volksbank Niederrhein

Modernes Kompetenzzentrum auf 1.600 Quadratmetern

Nach Fertigstellung stehen rund 1.600 Quadratmeter Büro-, Service- und Beratungsfläche zur Verfügung. Geplant ist ein zentraler Kompetenzstandort für die Region Moers, an dem künftig verschiedene Bereiche gebündelt werden:

  • Firmenkundenbetreuung
  • Private Banking
  • Baufinanzierung
  • Privatkundengeschäft

Besonderes Highlight wird ein Veranstaltungsbereich im obersten Stockwerk mit großzügiger Dachterrasse sein. Die Räumlichkeiten sollen nicht nur intern genutzt werden, sondern auch regionalen Vereinen und gemeinnützigen Organisationen kostenfrei für Veranstaltungen oder Jahreshauptversammlungen zur Verfügung stehen.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

Bei der Planung spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das Gebäude soll hohe energetische Standards erfüllen und ressourcenschonend betrieben werden. Vorgesehen sind unter anderem:

  • Energieversorgung über Solaranlagen und Wärmepumpentechnik
  • Fahrradstellplätze mit Solardächern
  • Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge
  • Gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

Damit möchte die Volksbank nicht nur wirtschaftlich investieren, sondern auch ökologische Verantwortung übernehmen.

Regionale Unternehmen übernehmen die Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit regionalen Partnern. Die Projektentwicklung übernimmt die Area & Clavis GmbH. Der Rohbau wird von der Malesevic Bau GmbH realisiert. Für die Innenarchitektur und bankspezifischen Konzepte wie Tresorräume oder Schließfachanlagen zeichnet die Raumplan GmbH verantwortlich.

Die enge Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen sei laut Vorstand ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Fertigstellung für 2028 geplant

Die Bauanträge wurden bereits eingereicht. Der Baubeginn ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird für Herbst 2028 erwartet.

Nach dem Umzug wird die Volksbank ihren bisherigen Standort an der Mühlenstraße aufgeben. Das derzeit genutzte Gebäude gilt laut Bank als energetisch und bautechnisch nicht mehr zeitgemäß sowie langfristig wirtschaftlich unattraktiv.

Samstag, 16. Mai 2026

Bochum - Neubau Mehrfamilienhaus Feldmark, Ecke Maria-Merian-Weg - In Planung

Familienfreundlicher Neubau im Ostpark geplant

Im Ostpark entsteht ein weiteres öffentlich gefördertes Wohnbauprojekt: Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) realisiert an der Feldmark, Ecke Maria-Merian-Weg insgesamt 39 Wohnungen mit Schwerpunkt auf familiengerechten Grundrissen. Das Vorhaben ergänzt die laufende Entwicklung des neuen Stadtquartiers und setzt zugleich auf energieeffiziente Gebäudetechnik sowie nachhaltige Freiraumkonzepte.

Bild: Tor5 Architekten, Bochum

Öffentlich geförderter Wohnraum für Familien

Die geplanten Wohnungen richten sich an Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen. Mit einer Nettokaltmiete von 7,45 Euro pro Quadratmeter bleibt das Projekt deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Vorgesehen sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, wobei der Fokus auf größeren Einheiten zwischen 80 und 110 Quadratmetern liegt – ein Segment, das im geförderten Wohnungsbau vieler Städte weiterhin knapp ist.

Das Gebäude umfasst vier Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss und erreicht eine Gesamtwohnfläche von rund 3.040 Quadratmetern. Die kompakte Bauweise reagiert auf die urbane Lage innerhalb des Entwicklungsgebiets Ostpark und kombiniert hohe Wohnraumausnutzung mit familienfreundlichen Wohnungszuschnitten.

Bild: Tor5 Architekten, Bochum

Nachhaltige Gebäudetechnik und Regenwassermanagement

Auch technisch orientiert sich das Projekt an aktuellen Anforderungen des nachhaltigen Wohnungsbaus. Der Neubau erfüllt den Effizienzhaus-40-Standard und wird mit einer Kombination aus Geothermie und Photovoltaik ausgestattet. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine extensive Dachbegrünung.

Besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem Entwässerungssystem im Quartier. Das Niederschlagswasser wird nicht direkt in die Kanalisation eingeleitet, sondern oberirdisch über Rinnen, Wasserläufe und Rückhaltebecken geführt und anschließend dem Harpener Bach zugeleitet. Das Konzept verbindet technische Infrastruktur mit landschaftsplanerischen Elementen und trägt zur klimaresilienten Quartiersentwicklung bei.

Bild: Tor5 Architekten, Bochum

Mobilitätskonzept mit Tiefgarage und Fahrradstellplätzen

Zur Entlastung des öffentlichen Raums entsteht unter dem Gebäude eine Tiefgarage mit 20 PKW-Stellplätzen. Ergänzend sind Fahrradstellplätze sowie Flächen für Lastenräder vorgesehen. Weitere Stellplätze stehen in der benachbarten Quartiersgarage zur Verfügung.

Das rund 2.230 Quadratmeter große Grundstück integriert damit unterschiedliche Mobilitätsformen und reagiert auf die veränderten Anforderungen urbaner Wohnquartiere.

Baustart ab Ende 2026 vorgesehen

Die Baugenehmigung für das Projekt liegt bereits vor. Ab Mai 2026 beginnen zunächst vorbereitende Bodenuntersuchungen. Der offizielle Spatenstich ist für November geplant, der eigentliche Baubeginn soll Ende des Jahres erfolgen.

Quelle: Ostpark wächst – mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien

Sonntag, 19. April 2026

Herne - Wohnquartier "Funkenberghöfe" - In Planung

Funkenberghöfe in Herne: Neues Wohnquartier mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Vielfalt

In Herne entsteht mit den „Funkenberghöfen“ ein neues Wohnquartier, das moderne Architektur mit ökologischen und sozialen Aspekten verbinden soll. Das Projekt ist Teil der Entwicklung des sogenannten Funkenbergquartiers im Stadtteil Baukau, unweit des Hauptbahnhofs.


Projektumfang und Zeitplan

Geplant sind insgesamt fünf Wohngebäude mit rund 87 Wohneinheiten. Die Realisierung erfolgt durch die Dorcon Projekt GmbH, während die architektonische Gestaltung vom Büro Tor 5 Architekten verantwortet wird. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa 30 Millionen Euro.

Nach aktuellem Stand soll der Bau im Sommer 2027 beginnen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Wohnkonzept und Zielgruppen

Das Wohnangebot umfasst unterschiedliche Wohnformen, darunter:

  • kompakte Wohnungen für Einzelpersonen
  • größere Einheiten für Familien
  • sogenannte Clusterwohnungen, die sich beispielsweise für Wohngemeinschaften eignen

Ein zentrales Merkmal ist die Kombination aus frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen. Damit soll ein breites Spektrum an Einkommensgruppen angesprochen werden. Als potenzielle Zielgruppen gelten unter anderem Studierende sowie Beschäftigte der nahegelegenen Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung.


Städtebauliches und ökologisches Konzept

Besonderes Augenmerk liegt auf der Gestaltung der Außenbereiche. Die Funkenberghöfe sind als Quartier mit begrünten Innenhöfen konzipiert, die unterschiedliche Nutzungen ermöglichen sollen. Vorgesehen sind unter anderem Aufenthaltsflächen, Gartenbereiche sowie Spiel- und Begegnungszonen.

Darüber hinaus sind Dachbegrünungen und Photovoltaikanlagen geplant. Alle Wohnungen sollen über Balkone verfügen, ergänzt durch Tiefgaragen für den ruhenden Verkehr. Insgesamt wird ein klimagerechter Baustandard angestrebt.


Mietpreise und Finanzierung

Konkrete Mietpreise stehen noch nicht fest. Erste Einschätzungen deuten jedoch auf etwa 6,50 Euro pro Quadratmeter für öffentlich geförderte Wohnungen und rund 16 Euro pro Quadratmeter für frei finanzierte Einheiten hin. Angaben zu Kaufpreisen für Eigentumswohnungen liegen derzeit noch nicht vor.

Bedeutung für die Stadtentwicklung

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Transformation des Funkenbergquartiers. Neben den Funkenberghöfen entstehen dort weitere Einrichtungen aus den Bereichen Bildung und Forschung, die künftig mehrere tausend Menschen an den Standort bringen sollen.

Vor diesem Hintergrund soll das neue Wohnquartier nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch zur Belebung des Stadtteils beitragen und eine stärkere Nutzung über die üblichen Arbeitszeiten hinaus ermöglichen.

Bilder: TOR5 Architekten, Bochum

Quelle: WAZ - „Funkenberghöfe“: Neues Wohnquartier in Herne mit grünen Plätzen und Dachgärten - Paywall


Sonntag, 5. April 2026

Duisburg - Neubau Verwaltungsgebäude ehemaliger Parkplatz „Old Daddy“ - In Planung

Neues Verwaltungsgebäude in Duisburg: Chancen, Kosten und städtebauliche Bedeutung

Seit Jahren prägt eine unbebaute Fläche die Duisburger Innenstadt – eine rund 7.300 Quadratmeter große Brache, die bislang als Symbol gescheiterter Investitionsprojekte galt. Nun plant die Stadt, das Areal selbst zu entwickeln und dort ein neues Verwaltungsgebäude zu errichten. Mit veranschlagten Kosten von etwa 136 Millionen Euro gehört das Vorhaben zu den größten kommunalen Bauprojekten der letzten Jahre.

Ziel: Zentralisierung der Verwaltung

Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Bündelung bislang verstreuter Verwaltungsstandorte. Aktuell sind zahlreiche Ämter über das gesamte Stadtgebiet verteilt, was sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Durch die Zusammenführung von rund 30 Standorten in einem neuen Gebäudekomplex erhofft sich die Verwaltung effizientere Abläufe sowie jährliche Einsparungen bei Mietkosten in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Darüber hinaus soll das neue Gebäude die Stadt als Arbeitgeberin attraktiver machen. Moderne Arbeitsbedingungen gelten zunehmend als wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte im öffentlichen Dienst.

Architektur und städtebauliche Integration

Geplant ist ein Gebäudekomplex mit rund 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, verteilt auf zwei Baukörper mit bis zu zehn Etagen. Die Architektur soll sich in die bestehende Innenstadtstruktur einfügen und gleichzeitig neue Akzente setzen. Vorgesehen ist unter anderem eine gestaffelte Fassadengestaltung, die wichtige Sichtachsen – etwa auf historische Bauwerke – erhält.

Eine neu angelegte Straße wird das Areal durchziehen und zusätzliche Verbindungen zur Altstadt schaffen. Damit reagiert die Planung auch auf Kritik aus der Vergangenheit, wonach die Brache als Barriere im innerstädtischen Gefüge wahrgenommen wurde.

Infrastruktur und Nutzungskonzept

Neben Büroflächen sind ergänzende Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder sowie publikumsnahe Angebote wie ein Café im Erdgeschoss. Auch eine Kindertagesstätte in der Umgebung ist geplant, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Im Inneren setzt die Stadt auf ein modernes Arbeitskonzept. Klassische Einzelbüros sollen weitgehend durch flexible Arbeitsbereiche ersetzt werden. Unterschiedliche Zonen für konzentriertes Arbeiten, Besprechungen und publikumsintensive Tätigkeiten sind vorgesehen. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass ein Teil der Arbeit künftig im Homeoffice erfolgt.

Zeitplan und Umsetzung

Über die konkrete Umsetzung soll im Rahmen politischer Beschlüsse entschieden werden. Vorgesehen ist, einen Generalunternehmer im Rahmen eines europaweiten Verfahrens zu beauftragen. Der Baubeginn wird derzeit für das Jahr 2027 anvisiert. Erste Teile des Gebäudes könnten Ende 2029 oder Anfang 2030 in Betrieb gehen.

Quelle: WAZ - Stadt Duisburg plant schicke Büros für 136 Millionen Euro - Paywall

Freitag, 3. April 2026

Bochum / Neubau Wohngebäude Nordring/Ecke Kortumstraße / In Planung

Auf einer Brachfläche am Nordring/Ecke Kortumstraße in der Bochumer Innenstadt plant ein Investor aus Dubai den Bau eines Mehrfamilienhauses. Der Grundstücksbesitzer leitet eine Firma in Bochum Hofstede und hat detaillierte Pläne, wie das neue Wohnhaus mit 17 Wohnungen und zwei Geschäften im Untergeschoss aussehen soll. Geplant sind 6 Etagen, plus Staffelgeschoss.

Weil das Grundstück mit 252 Quadratmetern sehr klein ist, hat sein Architekt Ziad Khalil Taufik aus Mülheim zudem Auskragungen ab dem ersten Obergeschoss vorgesehen, um die Fläche optimal für Wohnzwecke auszunutzen. Leider gibt es seitens der Stadt Vorbehalte gegenüber der Planung. So ist an diesem Grundstück höchstens eine 5 geschossige Bebauung vorgesehen. Die Gebäude müssen sich an der Umgebung orientieren. Doch aus Sicht des Investors würde sich eine 5 geschossige Bebauung wirtschaftlich nicht lohnen. Gleichwohl zeige die Stadt Interesse an einer Bebauung dieser Stelle.

Das Eckgrundstück ist eine klassische, offene Baulücke der Nachkriegszeit, die seit Jahrzehnten brachliegt bzw. nicht ideal genutzt wurde. Am Ring sollte in den Jahren des Wiederaufbaus eine geschlossene Bebauung desselben Haustyps entstehen, welche auf dem Eckgrundstück leider nie umgesetzt wurde. Das Grundstück bildet, im Übergang vom Stadtparkviertel, das nordwestliche Entrée in die Bochumer Innenstadt und ist deshalb von hoher städtebaulicher Bedeutung.

Quelle: WAZ - Investor will ein Mietshaus bauen: Streit um eine Etage - hinter Paywall


Update 03.04.2026

In der Bochumer Innenstadt sorgt ein geplantes Wohnbauprojekt seit geraumer Zeit für Diskussionen. Auf einem bislang unbebauten Grundstück an der Kortumstraße/Ecke Nordring möchte ein Investor ein Mehrfamilienhaus mit 17 Mietwohnungen errichten. Trotz mehrjähriger Abstimmungen mit der Stadt ist eine Genehmigung bislang nicht in Sicht.

Ausgangslage

Das Grundstück gilt seit Jahren als Baulücke. Nach einer Zwangsversteigerung im Jahr 2023 ging es in den Besitz eines privaten Investors über. Dieser plant, die Fläche durch ein mehrgeschossiges Wohngebäude zu nutzen. Aufgrund der geringen Grundstücksgröße von rund 252 Quadratmetern ist eine effiziente Flächennutzung zentral für die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Planung und Anpassungen

Ursprünglich sah die Planung ein Gebäude mit sechs Etagen plus Staffelgeschoss vor. Zudem sollten sogenannte Auskragungen – also über die Gebäudefläche hinausragende Bauteile – zusätzlichen Wohnraum schaffen.

Im Verlauf der Gespräche mit der Stadt wurde die Gebäudehöhe reduziert. Der Investor passte seine Planung entsprechend an und reichte überarbeitete Entwürfe ein. Dennoch kam es erneut zu keiner positiven Entscheidung.

Position der Stadt

Die Stadtverwaltung stellt klar, dass kein endgültiger Bauantrag abgelehnt worden sei. Vielmehr habe es sich um einen Antrag auf Vorbescheid gehandelt, der vom Bauherrn selbst zurückgezogen wurde.

Als zentrales Problem benennt die Stadt die geplanten Auskragungen. Diese würden teilweise in den öffentlichen Raum hineinragen und seien bereits in früheren Planungen negativ bewertet worden – sowohl von der Verwaltung als auch vom zuständigen Gestaltungsbeirat.

Kritik des Investors

Der Investor zeigt sich über die Entwicklung enttäuscht. Nach seiner Darstellung habe er die Anforderungen der Stadt berücksichtigt und sich kooperativ gezeigt. Dass dennoch keine Genehmigung in Aussicht steht, empfindet er als hinderlich für die Umsetzung des Projekts.

Auch der Architekt verweist darauf, dass es in der näheren Umgebung Gebäude mit vergleichbaren baulichen Elementen gebe. Aus seiner Sicht ist daher nicht nachvollziehbar, warum diese im aktuellen Fall nicht zulässig sein sollen.

Zentrale Konfliktpunkte

Der Konflikt lässt sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückführen:

  • Baurechtliche und gestalterische Vorgaben: Die Stadt sieht die Einhaltung von Baugrenzen und die Wahrung des Stadtbildes als entscheidend an.
  • Wirtschaftlichkeit des Projekts: Der Investor ist auf eine möglichst effiziente Nutzung der Fläche angewiesen, um das Vorhaben rentabel umzusetzen.

Fazit und Ausblick

Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Nachverdichtung innerstädtischer Flächen. Während zusätzlicher Wohnraum politisch gewünscht ist, treffen konkrete Bauvorhaben häufig auf rechtliche und gestalterische Grenzen.

Ob für das Grundstück an der Kortumstraße eine Lösung gefunden wird, ist derzeit offen. Der Investor prüft weitere Anpassungen seiner Planung, rechnet jedoch selbst nur mit geringen Erfolgsaussichten.

Quelle: WAZ - Eigentümer will Haus mit 17 Mietwohnungen bauen – bekommt aber keine Genehmigung - Paywall