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Mittwoch, 26. August 2026

Mülheim | Rhein-Ruhr Zentrum: Umbau, neue Mieter und aktueller Baufortschritt

Rhein-Ruhr Zentrum Mülheim: Große Modernisierung geht in die nächste Phase

Das Rhein-Ruhr Zentrum (RRZ) in Mülheim an der Ruhr befindet sich in einem umfassenden Modernisierungsprozess. Das seit 1973 bestehende Einkaufszentrum soll schrittweise zu einem moderneren und vielseitigeren Standort für Einkaufen, Gastronomie und Freizeit entwickelt werden.

Mit mehr als 80.000 m² genehmigter Verkaufsfläche und rund 180 Mieteinheiten gehört das RRZ zu den größten Shopping-Centern Deutschlands. Nach Jahren mit vergleichsweise geringen Investitionen soll der Standort nun grundlegend aufgewertet werden.

Neuer Anlauf für das Rhein-Ruhr Zentrum

Die heutige Entwicklung wird von der Eurofund Group und Signal Capital Partners vorangetrieben. Das Investitionsvolumen für die umfassende Revitalisierung wurde mit rund 180 Millionen Euro angegeben.

Die Neugestaltung erfolgt in mehreren Phasen. Neben einer moderneren Mall sollen insbesondere Gastronomie, Freizeitangebote und die Aufenthaltsqualität gestärkt werden. Auch die bislang teilweise leerstehenden Flächen sollen wieder stärker genutzt werden.

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Strategie ist die Ansiedlung neuer großer Ankermieter.

Bild: Eurofund

Sonntag, 23. August 2026

Datteln - Schopp-Quartier: Baugenehmigung für 125 Wohnungen erteilt

Schopp-Quartier in Datteln: 130 Wohnungen auf ehemaligem Gewerbeareal

Datteln. Auf dem ehemaligen Gelände des Mercedes-Schopp-Betriebs entsteht mit dem Schopp-Quartier ein neues Wohnviertel mit rund 125 Wohnungen. Auf dem etwa 13.000 Quadratmeter großen Areal soll ein inklusives und generationenübergreifendes Quartier entstehen, das Wohnen mit Pflege, Betreuung und sozialen Angeboten verbindet.

Geplant sind unter anderem barrierefreie und altersgerechte Wohnungen, betreute Wohnformen und inklusive Wohngemeinschaften. Ein großer Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden.

Bild: Tor5 Architekten

Freitag, 21. August 2026

Boecker-Haus Gelsenkirchen: Neubau mit 40 Seniorenwohnungen geplant

Neubau am Gelsenkirchener Hauptbahnhof: Ehemaliges Boecker-Haus wird abgerissen

Gelsenkirchen. Das markante ehemalige Boecker-Haus am Bahnhofsvorplatz in Gelsenkirchen soll verschwinden. An seiner Stelle plant die Wohnungsgesellschaft Sahle Wohnen einen Neubau mit rund 40 seniorengerechten Wohnungen. Im Erdgeschoss sind Flächen für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen. Auch ein begrünter Dachbereich und ein Innenhof gehören zum Konzept.

Der ursprünglich für 2025 geplante Baustart verzögert sich allerdings. Unter anderem musste zunächst geklärt werden, was mit dem historischen Bahnhofsfenster an der Fassade des heutigen Gebäudes passiert. Inzwischen steht fest: Das Wahrzeichen wird ausgebaut, restauriert und soll später einen neuen Standort in der Nähe erhalten.

Ehemaliges Boecker-Haus wird durch Neubau ersetzt

Das Gebäude am Bahnhofsvorplatz steht bereits seit Frühjahr 2025 vollständig leer. Zuvor befand sich unter anderem die Eisdiele „Dolce Vita“ in dem Gebäude.

Nun soll das bestehende Haus weichen. Geplant ist ein vollständiger Rückbau bis auf die Kellerdecke. Anschließend soll an gleicher Stelle ein moderner Neubau entstehen.

Die Wohnungsgesellschaft Sahle Wohnen möchte damit einen bisher weitgehend ungenutzten Standort in zentraler Lage neu entwickeln.

Sonntag, 16. August 2026

Bottrop: Ehemaliges Karstadt-Gebäude wird zur Phönix-Galerie

Bottrop – Ehemaliges Karstadt-Gebäude wird zur Phönix-Galerie | Revitalisierung

Das ehemalige Karstadt-Gebäude an der Hansastraße in der Bottroper Innenstadt blickt auf eine wechselvolle Entwicklung zurück. Nach dem Ende der Warenhausnutzung wurde die Immobilie ab 2016 umfassend umgebaut. Unter dem Namen Althoff-Arkaden sollte ein neues Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit Einzelhandel und Hotel entstehen.

Das ursprünglich von der Devello Immobilien AG entwickelte Konzept wurde in wesentlichen Teilen umgesetzt. Inzwischen steht jedoch eine erneute Neuausrichtung an: Das Gebäude wird unter dem Namen Phönix-Galerie umfassend revitalisiert. Die Stadt Bottrop wird künftig einen großen Teil der oberen Geschosse als Verwaltungsstandort nutzen.

Umbau des ehemaligen Karstadt-Hauses

Nach den ersten Planungen sollten rund 30 bis 40 Millionen Euro in die Revitalisierung investiert werden. Das Gebäude wurde ab Ende 2016 nahezu vollständig entkernt. Lediglich die statisch notwendigen Bauteile blieben erhalten.

Vorgesehen waren damals rund zehn Einzelhandelsgeschäfte in den unteren Etagen. In den oberen Geschossen sollte ein Best Western Hotel entstehen. Außerdem sollte die historische Kaufhausfassade an der Hansastraße erhalten und modernisiert werden.

Auch die Verbindung zwischen Hochstraße und Hansastraße sollte barrierefrei durch das Gebäude geführt werden. 

Foto: Bärbel Miemietz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 / Foto von 2022

Samstag, 15. August 2026

Bochum - Edeka Neubau Hattinger Straße Bochum-Linden

Neubau Edeka Hattinger Straße in Bochum-Linden

Auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Wortmann an der Hattinger Straße in Bochum-Linden entsteht ein neuer Edeka-Supermarkt. Nach rund drei Jahren Umbauarbeiten befindet sich das Projekt inzwischen in der entscheidenden Phase der Fertigstellung. Die Eröffnung ist nach aktuellem Stand für Mitte bis Ende November 2026 vorgesehen.

Ehemaliges Kaufhaus Wortmann wird zum Edeka-Markt

Das ehemalige Kaufhaus Wortmann war über 70 Jahre lang eine feste Größe in Bochum-Linden. Nachdem das Kaufhaus 2014 geschlossen wurde, stand das Gebäude mehrere Jahre leer.

Bereits 2015 wurde bekannt, dass Edeka das ehemalige Kaufhaus sowie das angrenzende Grundstück einer früheren Volksbank erworben hatte. Statt das historische Gebäude vollständig abzureißen, wurde entschieden, große Teile der vorhandenen Bausubstanz und die Fassade zu erhalten und in den neuen Supermarkt zu integrieren.

Für den Edeka-Markt wurde das Gebäude umfangreich umgebaut und nach hinten erweitert.

Bild: EDEKA /Burkowski


Witten - Ehemaliger Kaufhof: Umbau und neue Geschäfte geplant

Ehemaliger Kaufhof in Witten wird umgebaut

Das ehemalige Kaufhof-/Galeria-Gebäude an der Bahnhofstraße in Witten steht seit Jahren leer. Nun kommt Bewegung in die markante Innenstadtimmobilie. Die Saller Unternehmensgruppe aus Weimar entwickelt das Gebäude neu und plant eine Revitalisierung mit neuen Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen.

Die ersten Rückbauarbeiten im Gebäude haben bereits begonnen. Ab Sommer beziehungsweise Herbst 2026 sollen umfangreiche Umbau- und Ausbauarbeiten folgen.

Bild: Saller Group


Freitag, 14. August 2026

Neubau in Essen-Altenessen: Wohnungen, Supermarkt und Tiefgarage

An der Altenessener Straße / Wilhelm-Nieswandt-Allee in Essen-Altenessen soll ein neuer Gebäudekomplex mit Wohnungen, einem großen Supermarkt und weiteren Gewerbeflächen entstehen. Der Investor Immobilienkontor Ruhr GmbH aus Bottrop plant auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Areal etwa 50 neue Wohnungen, einen Supermarkt, eine Bäckerei, Büros und weitere Geschäfte.

Ein großer Teil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden. Zusätzlich sind rund 90 Stellplätze für den Supermarkt, eine Tiefgarage für die Bewohner sowie begrünte Dächer und eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Neues Wohn- und Geschäftsgebäude an der Altenessener Straße

Das Baugrundstück befindet sich an der Ecke Altenessener Straße und Wilhelm-Nieswandt-Allee im Essener Stadtteil Altenessen-Nord.

Auf dem Areal standen früher zwei Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude wurden Ende 2023 nach längerem Leerstand abgerissen. Seitdem liegt die Fläche weitgehend brach.

Der Investor möchte das Grundstück gemeinsam mit angrenzenden Flächen neu entwickeln. Geplant ist ein bis zu viergeschossiger Gebäudekomplex, der den nördlichen Eingangsbereich des Zentrums von Altenessen städtebaulich aufwerten soll.

Bild: © Immobilienkontor Ruhr GmbH

Donnerstag, 16. Juli 2026

Datteln - Revitalisierung Stadtgalerie - In Planung

Die Stadtgalerie Datteln steht vor der größten baulichen Veränderung seit ihrer Eröffnung. Mit einer umfassenden Revitalisierung soll das Einkaufszentrum nicht nur optisch modernisiert, sondern auch funktional, energetisch und städtebaulich neu ausgerichtet werden. Ziel ist es, den Standort langfristig als Nahversorgungs- und Einkaufszentrum zu sichern und gleichzeitig die Verbindung zur Dattelner Innenstadt zu stärken. Nach mehreren Jahren der Planung und einigen Verzögerungen liegt inzwischen die Baugenehmigung vor. 

Ausgangssituation

Die heutige Stadtgalerie befindet sich am Neumarkt im Herzen der Dattelner Innenstadt. Das Gebäude entstand durch den Umbau des ehemaligen Hertie- beziehungsweise Karstadt-Warenhauses und wurde 2011 als Einkaufszentrum eröffnet. Zu den bekannten Mietern gehören unter anderem C&A, dm, Deichmann und TEDi.

Mit der Schließung des REWE-Marktes im Jahr 2021 verlor das Center jedoch seinen wichtigsten Lebensmittelanbieter. Gleichzeitig führten die allgemeinen Veränderungen im Einzelhandel sowie zunehmende Leerstände dazu, dass eine grundlegende Neuausrichtung des Centers erforderlich wurde. Bereits 2023 stellte der Eigentümer Greenman OPEN gemeinsam mit dem Immobilienmanagement GFORM erste Pläne für eine umfassende Revitalisierung vor.

Das Revitalisierungskonzept

Anstatt das Gebäude abzureißen, setzt der Eigentümer bewusst auf den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz. Damit folgt das Projekt einem aktuellen Trend im Städtebau, bei dem bestehende Gebäude nachhaltig weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst werden.

Die Planungen stammen vom Architekturbüro Rathke Architekten BDA aus Wuppertal. Die bauliche Umsetzung wird von White Bird, einer Tochtergesellschaft der Greenman-Gruppe, koordiniert. Ziel ist es, die Stadtgalerie sowohl gestalterisch als auch funktional deutlich aufzuwerten.

Geplant sind unter anderem:

  • vollständige Modernisierung der Innenbereiche
  • Neuordnung der Ladenflächen
  • Schaffung klarer Hauptwege innerhalb des Centers
  • zusätzliche Eingänge und bessere Anbindung an die Innenstadt
  • Neugestaltung der Westfassade
  • Fassadenbegrünung
  • Installation einer Photovoltaikanlage
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
  • moderne Gebäude- und Energiesteuerung mit intelligenter Sensorik
  • Neuorganisation der Tiefgarage, des Parkdecks und der Anlieferung
  • energetische Sanierung nach den Kriterien einer DGNB-Gold-Zertifizierung.

Kaufland wird neuer Ankermieter

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Ansiedlung eines neuen Lebensmittelmarktes. Diese Rolle übernimmt künftig Kaufland.

Das Unternehmen wird rund 5.000 Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss sowie weitere Flächen im Obergeschoss beziehen. Dadurch steigt der Anteil der Lebensmittelnutzung innerhalb des Centers von bislang rund 23 Prozent auf etwa 55 Prozent der gesamten Mietfläche.

Mit dieser Neuausrichtung soll die Stadtgalerie künftig deutlich stärker als Nahversorgungszentrum für Datteln und das Umland positioniert werden. Gleichzeitig soll der neue Ankermieter zusätzliche Besucherfrequenz für die übrigen Geschäfte erzeugen.


Nachhaltigkeit als wichtiger Bestandteil

Ein Schwerpunkt der Revitalisierung liegt auf einer möglichst nachhaltigen Modernisierung.

Da die bestehende Gebäudestruktur weitgehend erhalten bleibt, können erhebliche Mengen an Baumaterial und CO₂ eingespart werden. Ergänzend werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um den Betrieb des Centers energieeffizienter zu gestalten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • energieeffiziente Gebäudetechnik
  • intelligente Sensorik zur Überwachung von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen
  • Fassadenbegrünung
  • E-Ladestationen
  • DGNB-Gold-Zertifizierung als Nachhaltigkeitsziel.

Bedeutung für die Innenstadt

Die Revitalisierung soll nicht nur das Einkaufszentrum selbst stärken, sondern auch positive Impulse für die gesamte Dattelner Innenstadt setzen.

Durch neue Eingänge, offenere Fassaden und verbesserte Sichtbeziehungen wird das bislang eher abgeschlossene Gebäude stärker mit dem öffentlichen Raum verknüpft. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Besucherströme besser zwischen Einkaufszentrum und Fußgängerzone zu lenken.

Gerade für mittelgroße Innenstädte gelten solche Revitalisierungen als wichtiger Baustein, um den stationären Einzelhandel langfristig wettbewerbsfähig zu halten.

Bilder: Architekturbüro Rathke Architekten BDA


Zeitplan

Die Planungen wurden im September 2023 erstmals öffentlich vorgestellt. Ursprünglich war ein Baustart bereits im Jahr 2024 vorgesehen. Vertragsverhandlungen mit dem neuen Ankermieter sowie die Genehmigungsphase führten jedoch zu mehreren Verschiebungen.

Im April 2025 wurde schließlich die Baugenehmigung erteilt. Die Bauzeit wird mit etwa zwölf bis vierzehn Monaten angegeben und soll voraussichtlich Ende 2026 beginnen. Nach aktuellem Stand soll die modernisierte Stadtgalerie im Jahr 2028 eröffnen.

Fazit

Mit der Revitalisierung der Stadtgalerie erhält Datteln eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte der vergangenen Jahre. Statt eines Abrisses setzt der Eigentümer auf die nachhaltige Modernisierung der bestehenden Immobilie und kombiniert diese mit einer grundlegenden funktionalen Neuausrichtung.

Der neue Ankermieter Kaufland, die umfassende energetische Sanierung sowie die stärkere Öffnung des Gebäudes zur Innenstadt sollen die Attraktivität des Standorts langfristig sichern. Gelingt die Umsetzung wie geplant, könnte die Stadtgalerie künftig wieder eine zentrale Rolle für Einkauf, Nahversorgung und Aufenthaltsqualität in der Dattelner Innenstadt übernehmen.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Essen - Einkaufsquartier am Hellweg - In Planung

Einkaufsquartier am Hellweg in Essen-Freisenbruch: Abrissarbeiten wieder aufgenommen

Nach längerer Unterbrechung werden die Abrissarbeiten für das geplante Einkaufsquartier am Hellweg in Essen-Freisenbruch fortgesetzt. Auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Areal an der Bochumer Landstraße soll in den kommenden Jahren ein neues Nahversorgungszentrum entstehen.

Die Gebäude an der Bochumer Landstraße 354 bis 358 werden derzeit zurückgebaut. Zuvor waren die Arbeiten gestoppt worden, nachdem die beauftragte Fachfirma die Schadstoffsanierung nicht wie vorgesehen durchführen konnte. Nach einer Neuausschreibung konnten die Abbrucharbeiten nun wieder aufgenommen werden. Der vollständige Rückbau soll nach Angaben der Stadt Essen bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.

Unmittelbar im Anschluss ist der Umbau der Kreuzung Bochumer Landstraße, Rodenseelstraße und Sachsenring vorgesehen. Die neue Verkehrsführung soll das künftige Einkaufszentrum erschließen und die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes verbessern. Für die Dauer der Arbeiten kommt es bereits zu Fahrspursperrungen und geänderten Verkehrsführungen.



Planung wurde überarbeitet

Das Projekt wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Während ursprünglich ein zweigeschossiges Gebäude mit ergänzender Wohnnutzung vorgesehen war, soll nun ein eingeschossiges Nahversorgungszentrum realisiert werden. Zu den ursprünglich angekündigten Ankermietern gehörten Aldi, Edeka und dm. Ob diese weiterhin Bestandteil des Projekts sind, wurde zuletzt nicht bestätigt.

Die Stadt Essen rechnet derzeit mit der Erteilung der Baugenehmigung im Laufe des Jahres 2026. Anschließend könnte der Hochbau beginnen. Nach aktuellem Zeitplan ist eine Fertigstellung des Einkaufsquartiers jedoch nicht vor Ende 2028 zu erwarten.

Mit dem Neubau soll die Nahversorgung im Essener Stadtteil Freisenbruch langfristig gestärkt werden. In den vergangenen Jahren haben dort mehrere Einzelhandelsbetriebe geschlossen, wodurch sich das Angebot insbesondere für die wohnortnahe Versorgung deutlich verringert hat.


Bilder: List Develop Commercial


Projekt auf einen Blick

Projekt: Einkaufsquartier am Hellweg
Standort: Bochumer Landstraße, Essen-Freisenbruch
Grundstücksgröße: ca. 9.000 m²
Aktueller Stand: Abriss der Bestandsgebäude läuft
Nächster Schritt: Straßenbau und Umbau der Kreuzung
Geplanter Baubeginn: nach Erteilung der Baugenehmigung (voraussichtlich 2026)
Voraussichtliche Fertigstellung: frühestens Ende 2028



Fotos: hanbrohat / Abriss der Bestandsgebäude für das EKZ Juli 2026

Mittwoch, 1. April 2026

Dortmund - Neubau Sparkasse inkl Hochhaus - In Planung

Neubau der Sparkasse Dortmund: Impuls für die Innenstadtentwicklung

Die Sparkasse Dortmund plant die Errichtung einer neuen Unternehmenszentrale im Zentrum von Dortmund. Das Bauprojekt soll auf dem bestehenden Grundstück an der Kampstraße umgesetzt werden und gilt als bedeutender Baustein für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Ausgangslage und Entscheidungsprozess

Die derzeitige Zentrale besteht aus mehreren Gebäuden aus den 1960er Jahren. Trotz zwischenzeitlicher Modernisierungen entsprechen diese nicht mehr den heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze, technische Infrastruktur und Energieeffizienz. In einem mehrjährigen Prüfprozess wurden sowohl Sanierungs- als auch Neubauoptionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Neubau langfristig wirtschaftlicher und funktionaler ist.

Geplantes Bauvorhaben

Vorgesehen ist der Abriss zentraler Gebäudeteile, darunter das Hochhaus und die Kundenhalle. An ihrer Stelle sollen zwei neue Gebäude entstehen, von denen eines als Hochpunkt geplant ist. Ein bestehendes technisches Gebäude soll erhalten und in das neue Ensemble integriert werden.

Die Gesamtfläche wird im Zuge der Neuentwicklung von derzeit rund 26.000 Quadratmetern auf etwa 17.000 Quadratmeter reduziert. Grundlage dafür sind optimierte Flächennutzungen sowie moderne Arbeitskonzepte wie flexible Arbeitsplatzmodelle und gemeinsam genutzte Besprechungsbereiche.

Nutzungskonzept und Quartiersentwicklung

Neben der Eigennutzung durch die Sparkasse sind zusätzliche Flächen für externe Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen Büros, Gastronomie, Einzelhandel sowie ein Hotel. Ziel ist eine stärkere Belebung des Quartiers und eine funktionale Durchmischung.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Architekturwettbewerbs auch die Gestaltung der umliegenden Freiräume berücksichtigt, um eine qualitative Aufwertung des städtischen Umfelds zu erreichen.

Architekturwettbewerb

Für die Planung wurde ein international besetzter Architekturwettbewerb gestartet. Insgesamt elf Planungsteams nehmen daran teil. Nach einer Zwischenpräsentation im Sommer ist die finale Entscheidung durch eine Jury für Ende November vorgesehen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Die Sparkasse Dortmund strebt Klimaneutralität bis 2035 an. Entsprechend soll der Neubau hohe ökologische Standards erfüllen, darunter eine Zertifizierung nach dem DGNB-System in Gold. Neben energieeffizienter Bauweise trägt auch der teilweise Erhalt bestehender Gebäudestrukturen zur Ressourcenschonung bei.

Zeitplan und Umsetzung

Der Baubeginn ist derzeit für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Bauzeit wird auf etwa drei Jahre geschätzt, sodass eine Fertigstellung im Jahr 2031 angestrebt wird. Während der Bauphase wird ein Interimsstandort genutzt, unter anderem am Westfalenpark.

Quelle: Sparkasse Dortmund startet Architekturwettbewerb für neue Zentrale

Samstag, 27. Dezember 2025

Oberhausen - Neubau XXXLutz am Brammenring - In Planung

Die Stadt Oberhausen hat die Baugenehmigung für den Neubau eines XXXLutz-Möbelhauses am Brammenring offiziell erteilt. Auf dem Gelände entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 33.000 Quadratmetern, wovon rund zwei Drittel für XXXLutz sowie rund ein Drittel für die unternehmenseigene Marke Mömax vorgesehen sind.

Wie im politischen Entscheidungsprozess gefordert, wurden in Genehmigungsverfahren die Gestaltung Außenanlagen im Sinne einer höheren Aufenthaltsqualität nochmals angepasst. Vorgesehen sind umfangreiche Begrünungen und eine deutliche Aufwertung der Freiflächen, unter anderem durch zusätzliche Bäume und Grünstrukturen. Die Eröffnung des neuen Möbelhauses ist für das Frühjahr 2028 geplant.

Parallel dazu wird die Zukunft der bestehenden XXXLutz-Fläche im Schladviertel in Alt-Oberhausen vorbereitet. Gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern soll das Areal nach dem Umzug des Möbelhauses nachhaltig und lebenswert weiterentwickelt werden. Die Stadt setzt damit auf eine aktive Beteiligung der Bürgerschaft und eine zukunftsorientierte Quartiersgestaltung.

Pressemitteilung: Stadt Oberhausen erteilt Baugenehmigung für XXXLutz am Brammenring

Sonntag, 16. November 2025

Oberhausen - Neubau Decathlon am Centro - In Bau

Nach jahrelangen Verzögerungen und intensiven rechtlichen Auseinandersetzungen rückt die Ansiedlung von Decathlon in Oberhausen nun deutlich näher. Auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände gegenüber dem Centro beginnen im November 2025 die Bauarbeiten für eine der größten Decathlon-Filialen Deutschlands. Die offizielle Grundsteinlegung findet am 20. November statt, begleitet von Oberbürgermeister Thorsten Berg, Vertretern der städtischen Wirtschaftsförderung, der Grundstückseigentümerin Euro Auctions sowie Verantwortlichen des Sportartikelhändlers. Mit dem Start der Bauphase endet eine lange Phase der Unsicherheit, in der das Projekt mehrfach aufgrund externer Einflüsse ins Stocken geraten war.

Geplant ist ein moderner und großflächiger Store mit rund 4500 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie einem etwa 500 Quadratmeter großen Außenbereich, der Raum für Produkttests und erweiterte Präsentationskonzepte bieten soll. In Oberhausen entsteht damit ein Flagship-Standort, der laut Stadtverwaltung über 100 neue Arbeitsplätze schaffen wird und als bedeutender wirtschaftlicher Impuls für das Umfeld der Neuen Mitte gilt. Die Lage am stark frequentierten Centro gilt als strategisch besonders attraktiv, da die Besucherströme des Einkaufs- und Freizeitkomplexes ein hohes Kundenpotenzial versprechen.

Die Vorgeschichte des Projekts ist jedoch geprägt von Widerstand und juristischen Konflikten. Insbesondere die Städte Essen und Bottrop hatten über Jahre hinweg gegen die Genehmigung geklagt, aus Sorge, die neue Filiale könne Kaufkraft aus ihren Innenstädten abziehen und damit bestehende Geschäftsstrukturen gefährden. Auch in Oberhausen selbst äußerten lokale Sporthändler Bedenken hinsichtlich möglicher Umsatzverluste. Diese Klagen führten zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan, scheiterten letztlich jedoch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster, das den Weg für den Bau frei machte.

Der Baustart markiert deshalb einen zentralen Meilenstein im langwierigen Verfahren, doch weiterhin bestehen Unklarheiten hinsichtlich des Eröffnungstermins. Ursprünglich peilte Decathlon das vierte Quartal 2026 an, inzwischen vermeidet das Unternehmen jedoch konkrete Aussagen, da weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden können. Trotz dieser Unsicherheiten wird die neue Filiale als wichtiger Baustein in der deutschen Expansionsstrategie des Unternehmens betrachtet, das seine Präsenz im stationären Handel kontinuierlich ausbaut und in den kommenden Jahren zahlreiche neue Standorte plant.

Insgesamt stellt das Projekt in Oberhausen sowohl für Decathlon als auch für die Stadt einen bedeutenden Entwicklungsschritt dar: Der Sporthändler erhält einen prominenten Standort in einem der größten Einkaufsareale Deutschlands, während Oberhausen von neuen Arbeitsplätzen, einer Aufwertung des Areals und zusätzlichen Besucherströmen profitieren dürfte – auch wenn der Wettbewerb für lokale Händler spürbar steigen wird.

Quelle: WAZ - Decathlon Oberhausen: Termin für Baustart am Centro steht fest - Paywall

Donnerstag, 13. November 2025

Bochum - „Quartier am Gesundheitscampus“ - In Planung

Auf dem Gelände der ehemaligen Erich-Kästner-Schule an der Markstraße in Bochum-Querenburg entsteht ein neues Wohnquartier mit rund 360 Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte. Das Areal umfasst etwa 7,2 Hektar und bleibt im Eigentum der Stadt Bochum, die die Grundstücke ausschließlich im Rahmen von Erbbaurechten für 75 Jahre an Investoren vergibt. Eigentumswohnungen sind daher nicht vorgesehen. Ziel der Stadt ist es, langfristig Einfluss auf die Nutzung und Mietpreisgestaltung zu behalten. Etwa 40 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden, was eine Begrenzung der Mieten und damit vergleichsweise günstigen Wohnraum ermöglicht.

Der Wohnungsbau ist Teil des sogenannten „Quartiers am Gesundheitscampus“, das in direkter Nachbarschaft zur Ruhr-Universität Bochum liegt. Geplant sind neben vier größeren Wohnblöcken und zwei Mehrfamilienhäusern auch ein Gebäude mit Gewerbeflächen sowie die Kita. In den Erdgeschossen sind kleinere Läden und Dienstleistungsangebote wie Bäckerei, Café oder Arztpraxen vorgesehen. Sollte sich dafür kein Bedarf ergeben, können diese Flächen ebenfalls zu Wohnungen umgebaut werden.

Der Baubeginn des Hochbaus ist für Anfang 2027 vorgesehen, nachdem zuvor im Frühjahr und Sommer 2026 die Erschließung mit Straßen- und Kanalbau erfolgt. Bis Sommer 2026 sollen auch alle Grundstücke an Investoren vergeben sein. Läuft alles nach Plan, könnten die ersten Wohnungen Ende 2028 oder Anfang 2029 bezogen werden.

Für die Vorbereitung des Geländes wurden bereits umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt, bei denen rund 48.000 Tonnen Boden bewegt wurden. Die Stadt Bochum investiert insgesamt etwa 15,5 Millionen Euro in die Entwicklung und Erschließung des Areals, darunter Kosten für Bebauungsplanverfahren, Gutachten, Straßen- und Kanalbau sowie Ausgleichsmaßnahmen. Diese Ausgaben sollen über die Laufzeit der Erbbaurechte durch die Zahlungen der Investoren refinanziert werden.

Das Projekt war in den vergangenen Jahren mehrfach Gegenstand kontroverser Diskussionen. Anwohner äußerten vor allem Sorgen wegen des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommens und des Verlusts von Grünflächen. Für das Bauvorhaben mussten rund 255 Bäume gefällt werden, was zu Kritik führte. Als Ausgleich plant die Stadt eine Wiederaufforstung von insgesamt 12.000 Quadratmetern in Bochum-Eppendorf sowie die Pflanzung von 50 neuen Bäumen innerhalb des Quartiers. Zur Entlastung des Verkehrs sind zwei neue Kreisverkehre an der Stiepeler Straße und an der Markstraße vorgesehen, außerdem wird die Stiepeler Straße saniert. Für die neuen Bewohner entstehen 150 überdachte Stellplätze in Form von Solar-Carports mit Photovoltaikanlage.

Parallel zur Quartiersentwicklung wird auch die abgebrannte Turnhalle der Erich-Kästner-Gesamtschule neu errichtet. Der Baustart ist ebenfalls für das Frühjahr oder den Sommer 2026 geplant, die Fertigstellung für den Herbst 2027. Damit soll die Schule, die seit dem Brand 2019 auf Ausweichstandorte angewiesen ist, wieder eine eigene Sportstätte erhalten.

Insgesamt sieht die Stadt Bochum in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und zur nachhaltigen Stadtentwicklung, bei der soziale Durchmischung, ökologische Aspekte und langfristige Steuerungsmöglichkeiten gleichermaßen berücksichtigt werden.


Quelle: WAZ - Neues Quartier in Bochum: Warum die 360 Wohnungen nur zur Miete sind - Paywall


Bild: Pesch Partner Architektur Stadtplanung GmbH


Sonntag, 2. November 2025

Gladbeck | Wohnwelt Niessing - Umbau zum Wohn & Geschäftshaus | Fertig (11/25)

Im Zentrum von Gladbeck hat die Kreativ Bauen und Wohnen GmbH das Gebäude des ehemaligen Möbelgeschäfts Wohnwelt Niessing erworben. Das Objekt am Marktplatz wird in ein Wohn- und Geschäftshaus umgenutzt und energieeffizient saniert.

Nach dem Umbau stehen in den oberen Etagen 36 Apartments in unterschiedlichen Größen zur Verfügung, die urbanes Wohnen auf Zeit mit der noch relativ jungen Wohnform „Micro-Living“ kombinieren. Im Erdgeschoss soll ein Mix aus Gastronomie und Einzelhandel entstehen. Mit Cafe Extrablatt wurde bereits ein Mietvertrag unterzeichnet.

Der Umbau und die Sanierung sind im Februar 2023 gestartet. Das Gebäude ist mittlerweile komplett entkernt. Der Anbau, in dem sich früher auch die Verwaltung befunden hat, wurde zurückgebaut. Der Plan sehe so aus, dass Ende 2024, Anfang 2025 alles fertig sein soll.

Quelle: Das ZWO Gladbeck


Bilder: Kreativ Bauen und Wohnen GmbH

Update 02.11.2025

Das Projekt „Zwo Gladbeck“ realisiert der regionale Investor Kreativ Bauen und Wohnen GmbH im Herzen von Gladbeck: Auf dem Grundstück des ehemaligen Möbelhauses „Niessing“ am Marktplatz entsteht ein modern umgebautes Wohn- und Geschäftshaus. Im Erdgeschoss wurden zunächst Gewerbeflächen etabliert – unter anderem mit dem langjährigen Ankermieter Café Extrablatt – darüber befinden sich insgesamt 36 barrierefreie Wohneinheiten (Apartments und Wohnungen) mit Größen zwischen etwa 35 m² und 107 m². 

Die Wohnungen wurden hochwertig ausgestattet: Es sind teilmöblierte Einheiten mit modernen Einbauküchen, stilvollen Bädern, pflegeleichten Vinylböden, einer technischen Ausstattung mit Glasfaseranschluss, bedarfsgeführter Hybridlüftung sowie einer elektronischen Schließanlage mit AirKey. Der gesamte Komplex ist barrierefrei konzipiert – inklusive Aufzug und stufenlosem Zugang. 

Das Projekt wird als Kapitalanlage konzipiert: Die Einheiten sind bereits alle vermietet und werden vom Investor in Paketlösungen angeboten. So werden mehrere Wohnungspakete – z. B. ein Paket mit 6 Einheiten und etwa 374 m² Wohnfläche zum Preis von rund 1.359.515 € angeboten, ein weiteres Paket mit rund 300 m² zu etwa 1.222.530 €. Der Terminplan sieht vor, dass das Gebäude Ende drittes Quartal 2025 bis Anfang viertes Quartal 2025 bezugsfertig wird. Laut einer aktuellen Meldung im September 2025 sind die 36 Wohneinheiten bereits fertiggestellt.

Quelle: WAZ - Zwo Gladbeck: Nach Café Extrablatt werden nun Appartements zum Kauf angeboten

Allgemeines

  • Standort: Gladbecker Innenstadt, auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Niessing
  • Projektname: Zwo Gladbeck
  • Investor: Kreativ Bauen und Wohnen GmbH (Schermbeck)
  • Nutzung: Wohn- und Geschäftshaus mit Café im Erdgeschoss und Wohnungen darüber
  • Fertigstellung: bereits erfolgt (Sommer/Herbst 2025)
  • Projektseite: Zwo-Gladbeck

Samstag, 18. Oktober 2025

Essen - ''Königshof'' - Revitalisierung Kaufhof Immobilie - Fertig (10/25)

Das Projekt „Königshof“ in Essen zählt zu den bedeutendsten Revitalisierungsmaßnahmen in der Innenstadt. Auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhofs am Willy-Brandt-Platz entsteht seit 2021 eine multifunktionale Immobilie, die Handel, Gastronomie, Büros und Praxen miteinander verbindet. Eigentümer und Bauherr ist die Koerfer-Gruppe, die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit RKW Architektur+ sowie den Bauunternehmen Friedrich Wassermann und Hans Lamers. Ziel ist es, die Innenstadt von einer rein auf den Einzelhandel ausgerichteten Struktur hin zu einem lebendigen urbanen Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln.

Das Gebäude verfügt über eine Bruttogeschossfläche von rund 32.500 Quadratmetern und einen Bruttorauminhalt von etwa 159.000 Kubikmetern. Dafür wurde der Altbau nahezu vollständig entkernt und technisch modernisiert. Besondere Eingriffe waren der Einbau eines großzügigen Atriums zur besseren Belichtung der Innenbereiche, eine neue Fassadengestaltung mit Bezug zur historischen Natursteinoptik sowie die Wiederherstellung der markanten abgerundeten Gebäudeecke an der Lindenallee. Darüber hinaus wurden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen, moderne Lüftungs- und Haustechnik sowie eine direkte Anbindung an die U-Bahn integriert.

Die Nutzung des Gebäudes ist klar gegliedert: Im Untergeschoss sind bereits seit 2024 Supermärkte, ein türkischer und ein asiatischer Lebensmittelmarkt, kleinere Läden sowie ein Fitnessstudio angesiedelt. Im Erdgeschoss eröffnet am 9. Oktober 2025 die Markthalle mit insgesamt 37 Ständen, die ein breites gastronomisches Spektrum von koreanischer und persischer über italienische und türkische bis hin zu mexikanischer und indischer Küche abdeckt. Ergänzt wird das Angebot durch Spezialitätenstände, eine Vinothek, eine Düsseldorfer Kaffeerösterei sowie eine Tagesbar. Parallel nimmt das Hofbräuhaus Essen mit 550 Sitzplätzen seinen Betrieb auf und bietet bayerische Küche in einem modernen Ambiente. Ein vorgelagerter Biergarten auf dem Willy-Brandt-Platz sorgt zusätzlich für Freiluftgastronomie und Belebung des öffentlichen Raums.

In den Obergeschossen des Königshofs sind Büro- und Praxisflächen entstanden, von denen ein Teil bereits vermietet und bezogen ist. Gestalterisch setzt man hier auf eine offene Architektur mit sichtbarer Gebäudetechnik und industriell anmutenden Böden, die an die Geschichte der Stadt als Standort von Kohle und Stahl erinnern.

Das Projekt trägt nicht nur zur Aufwertung des Gebäudes selbst bei, sondern ist ein zentraler Baustein der städtischen Strategie zur Neubelebung der Essener Innenstadt. Durch die Mischung aus Nahversorgung, Gastronomie, Dienstleistungen und Arbeitsplätzen soll der Willy-Brandt-Platz als Standort gestärkt und wieder stärker frequentiert werden. Mit der Eröffnung von Markthalle und Hofbräuhaus im Herbst 2025 wird ein weiterer wichtiger Abschnitt dieser Entwicklung abgeschlossen.




Bilder: Koerffer-Gruppe

Update 18.10.2025

In Essen hat eine neue kulinarische Attraktion eröffnet: die Markthalle im Königshof. Seit dem 9. Oktober 2025 können Besucher im Untergeschoss des modernen Gebäudekomplexes mitten in der Essener Innenstadt eine große Vielfalt internationaler Speisen und Getränke entdecken. Auf einer Fläche von über 2000 Quadratmetern laden rund 40 Marktstände zum Probieren, Genießen und Verweilen ein. Das Angebot reicht von türkischer, spanischer, indischer und chinesischer bis hin zu koreanischer Küche und umfasst beliebte Trendgerichte wie Hotpot, Smashburger, Ramen, Matcha oder Soufflé-Pancakes. Neben den kulinarischen Highlights gibt es auch einige nicht gastronomische Anbieter, darunter eine Schmuckmanufaktur, einen Blumen- und Dekostand sowie einen Geschenke-Shop. 

Ein besonderes Highlight der neuen Markthalle ist das große bayerische Brauhaus, das 550 Sitzplätze, zwei separate Säle und eine Bühne für Livemusik bietet. Hier werden bayerische Spezialitäten und Biere serviert – perfekt für gemütliche Abende in geselliger Atmosphäre. Der neue Königshof, dessen Umgestaltung die Koerfer-Gruppe 2020 übernommen hat, vereint Einzelhandel, Gastronomie, Büros und Freizeitangebote und soll zu einem neuen Anziehungspunkt in der Essener Innenstadt werden. Die Markthalle ist montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Quelle: Rund 40 kulinarische Angebote: Riesige Markthalle in NRW eröffnet




Fotos: hanbrohat


Donnerstag, 2. Oktober 2025

Dortmund | Burgtor Quartier ink Hochhaus | In Bau

Die Nordstadt-Wache der Dortmunder Polizei zieht voraussichtlich Ende 2026 in einen Neubau um, den LINIM-Gruppe durch die Burgtor Immobilien GmbH auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Münsterstraße - Leopoldstraße - Freiherr-vom-Stein-Platz konzipiert und realisiert. Dort entsteht das neue Quartier Burgtor, in das die Polizei, ein großer Einzelhandel und weitere Mieter einziehen werden.

Die LINIM-Gruppe erhielt den Zuschlag in einem europaweiten Ausschreibeverfahren. Nach Abriss des noch bestehenden Gebäudekomplexes zu einem noch nicht genau feststehenden Zeitpunkt entsteht auf dem Gelände ein Neubau mit mehr als 18.000 Quadratmetern Mietflächen, inklusive einer mehrgeschossigen Tiefgarage.

Die Polizei nutzt in dem Neubau insgesamt 2800 Quadratmeter für den Wachbetrieb, den Bezirksdienst, ein Regionalkommissariat und auch die Führungsstelle der Polizeiinspektion 2, die dann von der Kerschensteiner Straße in Huckarde in das neue Burgwall-Quartier in der Nordstadt zieht.

Der operative Geschäftsführer der LINIM Service GmbH, Henning Wietzorke, möchte mit dem Neubau am Übergang City / Nordstadt „ein urbanes Quartier von hoher Qualität“ realisieren, das an dem Standort auch städtebaulich einen Akzent setzt. „Dieser architektonischen Aufgabe und Verantwortung an diesem Übergang im Dortmunder Zentrum sind wir uns bewusst. Wir freuen uns über die anspruchsvolle Herausforderung“, sagt Henning Wietzorke.

Für die Polizei einsatztaktisch von Vorteil: Die Wache an der Münsterstraße 17-19 wechselt beim Umzug voraussichtlich Ende 2026 nur die Straßenseite, muss ihren Betrieb während der Bauzeit nicht einschränken und erreicht vom neuen Standort aus alle Einsatzorte genauso schnell. Auch die neueste IT-Technik zieht in die Wache ein.

Für die Bürgerinnen und Bürger von Vorteil: Die neue Wache ist zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem öffentlichen Nahverkehr (Hauptbahnhof, Buslinien), per Auto und vor allem barrierefrei erreichbar. Der Empfangsbereich wird großzügig und modern gestaltet sein. Die Wache ist insgesamt bürgerfreundlicher.

Polizeipräsident Lange: „Die Nordstadt-Wache arbeitet rund um die Uhr engagiert für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Ich bin sehr froh darüber, dass es uns gelungen ist, die Finanzen zu sichern und dass wir jetzt planbar die Aussicht auf einen Neubau haben, der den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger und der Polizei gerecht wird. Die Arbeitsbedingungen werden sich damit deutlich verbessern – das ist ein wichtiges Signal für die sehr engagierten Polizistinnen und Polizisten.“

Pressemitteilung: Das Warten hat ein Ende: Endlich ein Neubau für die Polizei in der Nordstadt


Update 19.01.2024

Das Düsseldorfer Büro RKW Architektur+ hat den Fassadenwettbewerb für das neue Hochhaus am Burgtor gewonnen.

Die Aufgabe war es, eine neue städtebauliche Struktur inklusive Fassadenkonzept an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt zu entwickeln, die den Anspruch eines urbanen Quartiers von hoher Qualität erfüllt. Der Entwurf des Büros sieht einen zusammenhängenden Baukörper vor. Die Dimension des Quartierswurden durch eine gefaltete Blockrandbebauung und die Ausbildung von prägnanten Baukörperkanten auf die Umgebung abgestimmt. Gleichzeitig lassen sich so verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten unter einem Dach vereinen: Miet- und Seniorenwohnungen, Einzelhandel und Nahversorger, Gewerbe sowie eine Polizeileitstelle.

Das Fassadenkonzept basiert auf dem städtebaulichen Entwurf der Architekten sowie den individuellen Nutzerbedürfnissen. Bei der Gestaltung spielte das Material wiederum eine zentrale Rolle. Man hat sich für den im Ruhrgebiet typischen Backstein entschieden. Dieser unterstreicht die städtebauliche Grundidee, das Quartier Burgtor als neuer Stadtbaustein am nördlichen Eingang zur Innenstadt von Dortmund zu etablieren“, so Marius Schreilechner, Standortleiter in Dortmund.

Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn, der LINIM Gruppe. „Wir sind uns dieser architektonischen Aufgabe und Verantwortung am Übergang City / Nordstadt im Dortmunder Zentrum bewusst und freuen uns auf die anspruchsvolle Herausforderung“, sagte Henning Wietzorke, COO der LINIM Service GmbH.

Pressemitteilung: 1. Platz: „Wir sind stolz, mit einem so jungen Team in Dortmund solch einen tollen Erfolg gemeinsam feiern zu können“ so Dirk Völkering.


Bild: RKW+ Architektur

Update 02.10.2025

Bei den Bauarbeiten für das neue „Quartier Burgtor“ in Dortmund sind bedeutende archäologische Funde aus dem Mittelalter entdeckt worden. Aufgrund der Lage am Rand des alten Stadtkerns wurde die Baustelle von der Unteren Denkmalbehörde begleitet, während die Fachfirma EggensteinExca im Frühjahr 2025 die Ausgrabungen durchführte. Dabei kamen Keramiken aus dem Rheinland zum Vorschein, die die Bedeutung Dortmunds als Reichs- und Hansestadt mit weiten Handelsbeziehungen unterstreichen. Zudem wurden ein bogenförmiger Graben, mehrere Gruben und zwei sorgfältig gemauerte Schächte gefunden, die in das 11. bis 14. Jahrhundert datieren und möglicherweise auf eine frühe Besiedlung vor Errichtung der Stadtbefestigung hinweisen. Besonders die Schächte geben den Archäolog*innen Rätsel auf, da sie nicht als Brunnen zu identifizieren sind. Die Funde wurden fotografisch und per 3D-Scan dokumentiert, die Keramik und weitere Objekte gesichert, bevor die Bauarbeiten weitergingen.

Parallel zu den Ausgrabungen schreitet die Planung des Quartiers Burgtor voran. Auf dem Areal zwischen Münsterstraße, Steinstraße und Leopoldstraße entsteht ein gemischt genutztes Stadtquartier mit über 18.000 Quadratmetern Mietfläche, Wohnungen, Gewerbe, einem Hotel, betreutem Wohnen und Nahversorgung. Herzstück wird die neue Polizeiwache Nord, die moderne Arbeitsbedingungen für jährlich über 30.000 Einsätze schaffen soll. Ein 18-geschossiger Hochpunkt bildet dabei am nördlichen Eingang zur Innenstadt ein architektonisches Pendant zu den historischen Stadttoren, wie es das City-Konzept 2030 vorsieht. Die rote Backsteinfassade und ein begrünter Innenhof sollen das Projekt in die bestehende Stadtstruktur einfügen.

Auch die jüngere Stadtgeschichte ist mit dem Standort verbunden: Bis 2017 befand sich dort das „Studio X“, Dortmunds bekanntestes Pornokino, das in den 1970er Jahren den Europa-Palast ablöste. Vor dem Abriss wurde das Gebäude durch den Fotokünstler Hendrik Müller dokumentiert, der einen virtuellen Rundgang erstellte. Zudem widmete sich eine Ausstellung Ende 2024 der Geschichte des Kinos. So wird am Burgtor ein Stück Mittelalter ebenso wie ein Teil jüngerer Dortmunder Alltagskultur bewahrt, während auf derselben Fläche ein modernes Quartier entsteht, das Zukunft und Vergangenheit miteinander verbindet.

Quelle: Archäologische Funde am Burgtor geben neue Einblicke in Dortmunds mittelalterliche Geschichte


Foto: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Freitag, 15. August 2025

Bochum - Umbau EKZ City Point Bochum - In Planung

Im August 2025 wurde das Einkaufszentrum City Point in der Bochumer Innenstadt von der Saller Unternehmensgruppe aus Weimar übernommen. Das Unternehmen ist auf den Erwerb, die Entwicklung und den Betrieb von Handelsimmobilien spezialisiert und betreibt vergleichbare Objekte in Deutschland und im europäischen Ausland.

Ausgangssituation

Der City Point wurde in den 1990er-Jahren eröffnet. In den vergangenen Jahren kam es zu einem deutlichen Rückgang der Auslastung. Mehrere Flächen stehen leer, insbesondere in den oberen Etagen. Gründe dafür sind unter anderem die Veränderungen im Einzelhandel, der zunehmende Onlinehandel, Konkurrenzangebote wie das Einkaufszentrum „Ruhr Park“ sowie eine insgesamt rückläufige Besucherfrequenz in Teilen der Innenstadt.

Vorhandene Nutzungskonzepte

Bereits vor dem Eigentümerwechsel existierten Pläne zur Umstrukturierung. Diese sahen vor, die oberen Etagen überwiegend für Gesundheits- und medizinische Dienstleistungen zu nutzen, während die unteren Ebenen für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen sind. Erste Umsetzungen dieses Ansatzes erfolgten bereits, unter anderem durch den Einzug einer radiologischen Praxis.

Perspektiven nach der Übernahme

Konkrete bauliche Maßnahmen wurden durch die Saller Unternehmensgruppe bislang nicht veröffentlicht. Aus den bisherigen Informationen lässt sich jedoch ableiten, dass die neue Eigentümerin die eingeleitete Umstrukturierung fortsetzen und weiterentwickeln will.

Mögliche Schwerpunkte könnten sein:
  • Anpassung der Flächenaufteilung entsprechend den bestehenden Nutzungskonzepten
  • Modernisierung und Aufwertung der Innenbereiche
  • Attraktivitätssteigerung für unterschiedliche Zielgruppen durch ein erweitertes Angebot
Ob auch größere bauliche Veränderungen wie Fassadenmodernisierungen vorgesehen sind, ist derzeit nicht bekannt.

Ausblick

Mit dem Eigentümerwechsel bestehen Chancen für eine nachhaltige Neupositionierung des City Point Bochum. Die konkrete Ausgestaltung wird maßgeblich davon abhängen, welche Maßnahmen umgesetzt werden und wie diese in das Gesamtkonzept der Bochumer Innenstadtentwicklung eingebettet werden. Eine abschließende Bewertung ist derzeit nicht möglich, da weitere Planungsdetails ausstehen.

Sonntag, 3. August 2025

Duisburg - 6-Seen-Wedau / Nahversorgungszentrum - In Bau

Im Duisburger Neubaugebiet 6-Seen-Wedau entsteht derzeit eines der ambitioniertesten Nahversorgungsprojekte der Stadt. Herzstück des entstehenden Nahversorgungszentrums wird ein hochwertiger Edeka-Markt mit einer Verkaufsfläche von 2645 Quadratmetern – und damit der drittgrößte Edeka in ganz Duisburg. Betrieben wird der Markt von der bekannten Kaufmannsfamilie Tonscheidt, die bereits durch ihr E-Center am Angerbogen in Duisburg-Huckingen sowie einen weiteren Standort in Düsseldorf-Angermund große Erfolge verzeichnen konnte. Ihr Markt in Huckingen wurde 2023 sogar zum „Supermarkt des Jahres“ gekürt. Der neue Standort in 6-Seen-Wedau soll dieses Erfolgskonzept fortsetzen und auf eine neue Ebene heben.

Der Baustart für das Nahversorgungszentrum erfolgte im August 2024. Nach aktuellem Planungsstand soll die Fertigstellung zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2026 erfolgen. Investor ist die DIAG, die auch weitere Handels- und Dienstleistungsflächen auf dem Areal entwickelt. Mit dem Einzug von Edeka und Lidl als Ankermieter ist die Grundversorgung bereits gesichert, darüber hinaus werden noch Betreiber für Gastronomiebetriebe wie ein Restaurant oder ein Eiscafé gesucht. Auch weitere Einzelhandelsflächen stehen zur Vermarktung bereit.

Was den neuen Edeka besonders auszeichnet, ist das hochwertige Sortiment und die klare Ausrichtung auf Frische, Regionalität und Kundenerlebnis. Geplant sind großzügige Frischetheken mit Fleisch, Wurst, Käse und hausgemachten Produkten. Bereits am bestehenden Standort in Huckingen bieten die Tonscheidts Spezialitäten wie Wagyu- und Kobe-Rind sowie das exklusive finnische „Freygaard Choco Beef“ an – Fleisch von Rindern, die mit Schokolade gefüttert werden. Diese besonderen Angebote sollen auch in Wedau fortgeführt werden. Hinzu kommen eine Sushi-Bar, eine großflächige Obst- und Gemüseabteilung sowie ein insgesamt modern gestaltetes Marktumfeld.

Ein weiteres Highlight wird die integrierte Vinothek sein, die sich ebenfalls in der Hand der Familie Tonscheidt befinden wird. Geplant sind dort nicht nur ein erlesenes Weinsortiment, sondern auch regelmäßige Weinabende und Tastings – bei gutem Wetter womöglich sogar unter freiem Himmel. Die Pläne sehen dafür eine Außengastronomie vor. Ergänzt wird das Angebot durch einen separaten Getränkemarkt mit 255 Quadratmetern Verkaufsfläche. Dieser wird zwar kleiner ausfallen als der Getränkemarkt in Huckingen, soll aber dennoch ein hochwertiges Sortiment bieten.

Das gesamte Nahversorgungszentrum ist Teil des großen städtebaulichen Entwicklungsprojekts 6-Seen-Wedau, das auf dem Gelände eines ehemaligen Bahnbetriebswerks realisiert wird. Hier entsteht nicht nur Raum für Einzelhandel und Gastronomie, sondern auch für tausende neue Wohnungen, Grünflächen und Freizeitangebote. Der neue Edeka-Markt wird damit nicht nur die wachsende Bevölkerung vor Ort versorgen, sondern auch zu einem zentralen Anlaufpunkt für das gesamte Quartier.

Quelle: WAZ - Neuer Supermarkt: Duisburg bekommt hochwertigen Edeka in Top-Lage - Paywall



Bilder: 6-Seen-Wedau / DIAG

Donnerstag, 24. Juli 2025

Bochum - Wohn - und Geschäftshaus | Kortumstraße 46 | Fertig (07/25)

Das 8-geschossige Büro und Geschäftshaus auf der Ecke Kortumstraße / Südring sollte eigentlich von Grund auf Saniert sowie neu konzepiert werden. Doch leider kam es nicht dazu. Letztes Jahr wurde die Immobilie in einer exponierten Lage der Innenstadt zum Verkauf angeboten. Der Münchener Immobilienmakler Joeinig hatte das Gebäude-Ensemble mit seiner Nutzfläche von insgesamt rund 3359 Quadratmetern auf den Markt geworfen. Der Kaufpreis lag bei 5,4 Millionen Euro. Es sind verschiedene Nutzungen in Zukunft möglich. Die Möglichkeiten werden von einem Bürogebäude mit Geschäften, über ein Ärztehaus, über Kliniken bis zu Studentischem Wohnen angegeben.

Nun wurde bekannt, dass das ehemalige Möbelhaus Heiland an der Ecke Südring/Kortumstraße  an einen großen Düsseldorfer Immobilienkonzern verkauft wurde, der das Gebäude nun aufwändig sanieren wird. Vor allem die Fassade als Aushängeschild eines Gebäudes soll aufgewertet werden. Als Mieter kämen Rechtsanwälte, Notare und Ärzte in Frage. Für die Verkaufsräume im Erdgeschoss zeige eine große Juwelierkette großes Interesse.

Quelle: WAZ - Gravis-Pavillon in Bochum soll für ein Kontorhaus weichen


Update 15.04.2019

Im März hat die Solidare Real Estate Holding aus Düsseldorf das Objekt gekauft und kündigt nun eine umfassende „Revitalisierung“ an. Spätestens Anfang 2020 will der neue Eigentümer mit den Arbeiten anfangen. Nach Umbau und Neugestaltung der Fassade sollen in oberen Geschossen 28 Micro-Apartments und Co-Working-Space Büroflächen entstehen. Jeweils zwei bis drei Etagen sind dafür vorgesehen, im Erdgeschoss soll wieder Einzelhandel einziehen.

Quelle: WAZ - Problemhaus soll Top-Adresse in Bochumer City werden



Update 24.01.2020

In kürze sollen die Entkernungsarbeiten am Büro und Geschäftshaus beginnen. Der Eigentümer des ehemaligen Heiland-Möbelhauses, die Solidare Real Estate aus Düsseldorf, will das Haus bis Mitte des Jahres vollständig entkernen und die Fassade abhängen. Dabei wird auch der 2,50 Meter tiefe Vorbau der siebengeschossigen Immobilie zurückgebaut.

Das Erdgeschoss soll mit dunklen Ziegel verkleidet werden, in den Obergeschossen soll die Fassade verputzt und dann in einem beige-grauen Ton gestrichen werden. Allerdings könne sich diese Anmutung noch ändern, noch sei keine endgültige Absprache mit dem Gestaltungsbeirat erfolgt. Man wolle sich nämlich dabei an der Gestaltungssatzung der Stadt orientieren.

Voraussichtlich im Sommer soll die Neugestaltung beginnen. Noch im Februar soll der Bauantrag gestellt werden. Als Zeit für den Umbau veranschlagt der Projektleiter zwölf bis 18 Monate. Auch das Nutzungskonzept wurde überarbeitet. Nun sollen es 57 Mikro Apartments werden. Im Erdgeschoss ist weiterhin Einzelhandel/Gastronomie geplant. Direkt darüber Büros, etwa als Co-Working-Plätze.

Quelle: WAZ - Problemhaus in der City wird bis zum Sommer entkernt


Update 07.02.2020

Der Investor hat nun den Entwurf für die Fassade veröffentlicht. Klarere Linien und eine elegantere Anmutung soll das ehemalige Heiland-Möbelhaus bekommen. Es ist wohl noch nicht der endgültige Entwurf. Soll aber dem Endergebnis sehr nahe kommen.

Bild: Stadt Bochum


Update 18.10.2020

Wie es aussieht hat der Investor das Gebäude im Inneren bereits entkernen lassen. Man hat damit alle Arbeiten erledigt die ohne Baugenehmigung gemacht werden konnten. In zwei bis drei Wochen soll die Baugenehmigung vorliegen. Danach wolle man direkt mit dem Umbau beginnen. Dabei wird auch der Vorsprung vom Erdgeschoss bis zur ersten Etage verschwinden, wie auf der letzten Visualisierung zu sehen ist.



Update 16.10.2023

Die Freundlieb Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus Dortmund hat das zehngeschossige Eckgebäude an der Kortumstraße 46/48 mit mehr als 5.000 Quadratmetern Nutzfläche nun gekauft und wird es nach jetzigem Planungsstand bis Frühjahr 2025 revitalisieren.

Dabei kann Freundlieb bereits wenige Tage, nachdem der Kaufvertrag unterschrieben worden ist, einen großen Vermietungserfolg bekanntgeben. Bis auf das Erdgeschoss, das für den Einzelhandel vorgesehen ist, wurden alle Etagen langfristig an die Firma limehome vermietet. Das Münchener Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern und Betreibern von digitalisierten Design Apartments an mehr als 235 Standorten in Europa – und nach aktuellem Planungsstand ab 2025 auch in Bochum.

Grundstück und Gebäude blicken auf eine wechselvolle Geschichte zurück. War es früher als Möbelhaus Heiland in ganz Bochum eine feste Größe, verkam es auch aufgrund von Spekulationen und zuletzt Insolvenzen: Die wuchtige Fassade verfiel. Mit den negativen Auswirkungen hatte auch das Innenstadtmanagement der Bochum Wirtschaftsentwicklung zu kämpfen. Denn trotz niedriger Leerstandsquote in Höhe von nur sechs Prozent – weniger als 60 von 900 Geschäften sind aktuell nicht vermietet – hatte sich in den Köpfen der Bevölkerung dieses Gebäude als „Schandfleck“ festgesetzt. Die Bochum Wirtschaftsentwicklung geht bei der Entwicklung und inhaltlichen Nutzung dieser Fläche von positiven Impulsen für die Kortumstraße zwischen Südring und Husemannplatz aus.

Pressemitteilung: Schandfleck an der Kortumstraße wird entwickelt


Bild: HH-Vision

Update 15.08.2024

Im Januar 2024 wurde die Baustelle eingerichtet. Im Februar wurde mit dem Umbau begonnen.



Update 24.07.2025

In der Bochumer Innenstadt ist ein ehemaliges Problemgebäude an der Ecke Kortumstraße/Südring aufwendig saniert und in ein modernes Apartmenthaus des Anbieters Limehome umgewandelt worden. Das Münchener Unternehmen, das seit 2018 ein digitales Hotelkonzept verfolgt, betreibt mittlerweile über 300 Standorte in 13 Ländern. In Bochum eröffnete Limehome während des Stadtfestivals „Bochum Total“ eine neue Unterkunft mit 63 voll ausgestatteten Design-Apartments, verteilt auf sechs Etagen. Einige der Einheiten verfügen über Dachterrassen mit weitem Blick über die Stadt. Die Apartments sind zwischen 19 und 54 Quadratmeter groß und größtenteils mit Küchenzeile ausgestattet.

Das Konzept verzichtet bewusst auf klassische Hotelservices wie Rezeption, Frühstück, Restaurant oder Zimmerservice. Stattdessen läuft der gesamte Buchungs- und Check-in-Prozess digital. Gäste buchen online, erhalten ihre Zugangsdaten per Nachricht und öffnen Türen über Zahlencodes. Waschmaschinen stehen kostenfrei zur Verfügung, Tiefgaragenplätze und Gepäckschließfächer können genutzt werden. Ein Beispielpreis für ein 20-Quadratmeter-Apartment mit Balkon liegt bei etwa 67 Euro pro Nacht, variiert aber je nach Größe, Ausstattung und Nachfrage. Besonders Veranstaltungen wie Konzerte oder Stadtfeste wirken sich auf die Preisgestaltung aus, die automatisiert an aktuelle Buchungslagen angepasst wird.

Limehome richtet sich an Geschäftsreisende und Touristen, die eine moderne, servicearme, aber komfortable Unterkunft suchen. Der Standort in zentraler Lage mit guter ÖPNV-Anbindung und fußläufiger Nähe zum Bermudadreieck wird als strategisch vorteilhaft bewertet. Die Betreiber zeigen sich mit dem bisherigen Buchungsverlauf zufrieden, auch wenn das firmeneigene Ziel einer Auslastung von 90 Prozent noch nicht erreicht wurde.

Limehome ist Teil eines wachsenden Trends digital betriebener Apartmenthäuser in Bochum. Bereits vor zwei Jahren eröffnete das Berliner Unternehmen Nena ein ähnliches Konzept mit 108 Apartments an der Alleestraße. Noch im Sommer 2025 soll Stayery – ebenfalls aus Berlin – ein drittes Haus mit 90 Serviced Apartments an der Bessemer Straße eröffnen. Diese Anbieter setzen allesamt auf zeitgemäße Selbstversorgerkonzepte ohne klassische Hoteldienstleistungen, aber mit Co-Working-Bereichen, Gemeinschaftszonen und digitalem Zugang.

Branchenkenner rechnen in Bochum mit einem wachsenden Wettbewerbsdruck im Übernachtungsmarkt. Digitale Konzepte in zentralen Lagen gelten dabei als besonders zukunftsfähig. Die Rekordzahl an Übernachtungen im Jahr 2024 (786.961) zeigt zudem ein insgesamt wachsendes Interesse an Bochum als Reiseziel.

Quelle: WAZ - In früherem Problemhaus in Bochum sind nun Design-Apartments - Paywall



Fotos: hanbrohat


Ab dem 25. September wird im Erdgeschoss der dänische Möbelhändler BoConcept ein neues Geschäft eröffnen. Die Marke verlässt damit ihren bisherigen Standort an der Bongardstraße und bleibt der Innenstadt treu. Das Gebäude, einst Standort des Möbelhauses Heiland und zuletzt in schlechtem Zustand, wurde vom Immobilienentwickler Freundlieb aufwändig modernisiert. Die oberen Etagen beherbergen mittlerweile Design-Apartments, betrieben von Limehome.

BoConcept, das seit 2015 in Bochum vertreten ist, setzt mit dem neuen Standort seine Expansion in NRW fort – mit weiteren Filialen unter anderem in Dortmund, Essen und Düsseldorf. Zum Umzug bietet das Unternehmen Sonderaktionen an: Ausstellungsstücke werden stark reduziert verkauft, zudem gibt es Rabatte auf Neubestellungen.

Quelle: WAZ - Ehemaliger Schandfleck in Bochum: Ein Möbelhaus zieht ein - Paywall

Mittwoch, 23. Juli 2025

Essen - Umbau ehemaligen Sportscheck-Gebäude - „Like25“ - In Bau

Im ehemaligen Sportscheck-Gebäude an der Limbecker Straße plant der neue Eigentümer, die Berliner Concarus Real Estate Invest GmbH, die Ansiedlung eines weiteren Supermarktes. Wie Geschäftsführer Boris Milkov bestätigte, befindet sich das Unternehmen in fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Supermarktketten. Konkrete Namen nannte er zwar nicht, doch die Gespräche sollen bereits so weit gediehen sein, dass eine Eröffnung noch vor Weihnachten 2025, spätestens jedoch Anfang des kommenden Jahres realistisch erscheint.

Das Gebäude, das im oberen Bereich der Limbecker Straße liegt, stand in Teilen bereits seit Jahren leer. Nach dem Erwerb der Immobilie Ende 2023 aus einer Insolvenz heraus investiert Concarus nun einen zweistelligen Millionenbetrag in den umfassenden Umbau. Der Rückbau der früheren Einzelhandelsflächen – darunter auch die Flächen des ehemaligen Zara-Stores – ist bereits weit fortgeschritten. Auch die Rolltreppen- und Treppenanlagen sowie die Deckenöffnungen zwischen den Geschossen wurden fast vollständig entfernt. Der einstige Kletterfelsen, ein Überbleibsel aus Sportscheck-Zeiten, wurde bereits demontiert und entsorgt, nachdem sich kein Abnehmer für die Anlage fand.

Neben dem geplanten Supermarkt sollen im Erdgeschoss künftig auch weitere Einzelhandelsangebote einziehen, darunter ein Anbieter für Feinkost- und Spezialitätenprodukte. Die oberen Etagen des Gebäudes sollen hingegen für andere Nutzungen vorgesehen werden. So zieht im ersten Obergeschoss das Fitnessstudio Basic Fit ein, dessen Eröffnung für Anfang 2026 geplant ist. Die Übergabe der Fläche ist bereits für August 2025 vorgesehen. Weitere Mieter für die oberen Etagen will Concarus zeitnah bekannt geben.

Mit diesem Nutzungsmix verfolgt das Unternehmen ein modernes Konzept, das auf die veränderten Anforderungen im Immobilienmarkt reagiert. Reine Bürogebäude seien laut Milkov zunehmend schwer zu vermarkten, da Unternehmen ihren Mitarbeitenden heute mehr als nur Arbeitsfläche bieten wollten. Gemischt genutzte Immobilien mit Einzelhandel, Gastronomie, Sportangeboten und Büros gelten daher als attraktiver.

Das Projekt wird unter dem Namen „Like25“ vermarktet. Dieser setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Limbecker Straße und Kennedyplatz zusammen, an deren Kreuzung sich das Gebäude befindet. Die Zahl 25 steht für die Hausnummer. Mit dem neuen Namen möchte Concarus den bisherigen Begriff „Sportscheck-Haus“ ablösen und der Immobilie eine neue Identität verleihen.

Ziel des Umbaus ist es nicht nur, das Gebäude selbst aufzuwerten, sondern auch die Limbecker Straße als Einkaufs- und Aufenthaltsort zu stärken. In den vergangenen Jahren war die Umgebung zunehmend von Leerständen und kurzfristigen Pop-up-Läden geprägt. Concarus sieht in der Revitalisierung der Immobilie eine Chance, die Attraktivität der Innenstadt insgesamt zu steigern. Bereits andere Supermärkte wie Aldi Nord im Königshof oder Rewe auf einer ehemaligen Real-Fläche haben gezeigt, dass City-Lagen trotz geringerer Umsätze pro Kunde durch hohe Besucherfrequenz wirtschaftlich interessant sein können.


Foto: Concarus Real Estate Invest GmbH


  • Standort: Ehemaliges Sportscheck-Gebäude an der Limbecker Straße.
  • Eigentümer: Concarus Real Estate Invest GmbH (Berlin), seit Ende 2023 Eigentümer.

Geplante Nutzung:
  • Verhandlungen mit mehreren Supermarktketten laufen – Namen noch geheim.
  • Eröffnung könnte noch vor Weihnachten 2025 oder spätestens Anfang 2026 erfolgen.
  • Zusätzlich soll ein Feinkost- und Spezialitätenanbieter einziehen.

Weitere Pläne für das Gebäude („Like25“):
  • Nutzungsmix statt reiner Büroflächen.
  • Im 1. Obergeschoss: Basic Fit-Fitnessstudio – Eröffnung Anfang 2026 geplant.
  • Weitere Mieter für obere Etagen sollen folgen.
  • Nur noch im Erdgeschoss Einzelhandel vorgesehen.

Baumaßnahmen:
  • Start im April 2025.
  • Rückbau von Sportscheck- und Zara-Flächen sowie Treppenanlagen fast abgeschlossen.
  • Kletterwand bereits entsorgt.

Ziel:
  • Aufwertung der Limbecker Straße und Belebung des Umfelds.
  • Projektname: Like25 – abgeleitet von Limbecker Straße, Kennedyplatz und Hausnummer 25
Quelle: WAZ - Essener Innenstadt könnte weiteren Supermarkt bekommen - Paywall

Projektseite: like25.de