Erweiterungsbau MKM Museum Küppersmühle in Duisburg
Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen wurde um einen zusätzlichen Ausstellungstrakt erweitert. Der viergeschossige Neubau entstand nach Plänen des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron und schafft rund 2.500 m² zusätzliche Ausstellungsfläche für die Sammlung Ströher.
Der Erweiterungsbau befindet sich an der Ostseite des bestehenden Museums und wurde über den historischen Silo-Trakt mit dem Stammhaus verbunden.
Projektdaten
| Projekt | Erweiterung MKM Museum Küppersmühle |
| Standort | Duisburger Innenhafen |
| Architektur | Herzog & de Meuron |
| Bauherr / Stiftung | MKM-Stiftung |
| Sammlung | Sammlung Ströher |
| Erweiterung | ca. 2.500 m² Ausstellungsfläche |
| Geschosse | 4 oberirdische Geschosse |
| Verbindung | über historischen Silo-Trakt |
| Baustart | 2017 |
| Grundsteinlegung | 2017 |
| Eröffnung | 2019 |
| Status | fertiggestellt |
Ursprüngliche Planung
Der erste Entwurf von Herzog & de Meuron sah einen viergeschossigen Erweiterungsbau an der Ostseite des Museums vor.
Der Neubau sollte sich architektonisch in die historische Backsteinbebauung des Duisburger Innenhafens einfügen und gleichzeitig den Abschluss der Gebäudezeile am Hafenbecken bilden.
Geplant waren zunächst rund 2.600 m² zusätzliche Ausstellungsfläche.
Durch die Erweiterung sollte deutlich mehr Platz geschaffen werden, um die umfangreiche Sammlung Ströher dauerhaft präsentieren zu können.
Grundsteinlegung
Mit der Grundsteinlegung begann die Realisierung des Erweiterungsbaus.
Der Neubau wurde über den historischen Silo-Trakt mit dem bestehenden Museumsgebäude verbunden. Gleichzeitig sollten die historischen Silos erstmals für Besucher zugänglich gemacht werden.
Für die Sammlung Ströher war die Erweiterung von großer Bedeutung. Die Sammlung umfasst rund 1.500 Werke deutscher Kunst von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. Vor dem Erweiterungsbau konnte nur ein Teil der Sammlung im Museum gezeigt werden.
Architektur
Der Entwurf von Herzog & de Meuron orientiert sich an der vorhandenen Architektur des Innenhafens.
Der Neubau nimmt die charakteristische Backsteinarchitektur des historischen Umfelds auf, interpretiert sie jedoch zeitgemäß. Dadurch sollte eine Verbindung zwischen dem historischen Museumsgebäude und dem neuen Ausstellungstrakt entstehen.
Ein besonderes Element ist die Einbindung der historischen Silos. Sie bilden die Verbindung zwischen Alt- und Neubau und wurden im Zuge der Erweiterung für Besucher geöffnet.
Sammlung Ströher
Die Sammlung von Sylvia und Ulrich Ströher umfasst rund 1.500 Werke und zählt zu den bedeutenden Sammlungen deutscher Nachkriegskunst.
Vertreten sind unter anderem:
- Georg Baselitz
- Peter Brüning
- Hanne Darboven
- K. O. Götz
- Candida Höfer
- Anselm Kiefer
- Markus Lüpertz
- A. R. Penck
- Gerhard Richter
- Emil Schumacher
- Bernard Schultze
Durch die zusätzlichen Ausstellungsflächen können die Werke künftig in größeren Zusammenhängen präsentiert werden.
Bauchronik
2016: Herzog & de Meuron werden mit der Planung des Erweiterungsbaus beauftragt.
2017: Grundsteinlegung für den viergeschossigen Erweiterungsbau.
2017–2018: Bau des neuen Ausstellungstraktes und Verbindung mit dem historischen Silo-Bestand.
2019: Eröffnung des Erweiterungsbaus.
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| Foto: Matthias Süßen / CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons / Aufnahme von Juni 2025 |
Quellen
- MKM Museum Küppersmühle – Erweiterungsbau
- Herzog & de Meuron – MKM Museum Küppersmühle, Extension
- Herzog & de Meuron – Fertigstellung des Erweiterungsbaus
- MKM Museum Küppersmühle – Sammlung Ströher
Bilder: MKM Museum Küppersmühle / Herzog & de Meuron




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