Das von Fellow Capital Partners gemeinsam mit der lanian Immobilien GmbH & Co. KG entwickelte „VITALUM - das Gesundheitszentrum“ entsteht in ressourcenschonender, modularer Bauweise. Mit seiner digitalen Ausstattung ist als intelligentes, energieeffiziente Gebäude konzipiert. Ebenfalls zum Konzept gehören ein Restaurant sowie eine Lehrküche für gesunde Ernährung.
Nach dem Vorbild des „VITALUM - das Gesundheitszentrum“ in Duisburg, das als erstes pandemietaugliches Gesundheitszentrum der Primärversorgung mit Allgemeinmedizin, Prävention (bewegen, ernähren, denken) und Geriatrie in Deutschland entsteht, sind weitere Häuser in Troisdorf, Krefeld, Saarbrücken und Plauen sowie in der Region Marburg geplant. Bis zu zehn dieser Objekte jährlich möchte FCP in den kommenden Jahren innerhalb partnerschaftlicher Strukturen realisieren. Investiert werden jeweils zwischen 20 und 30 Millionen Euro. Finanzierungspartner sind Banken, Sparkassen und Fonds.
„Gesundheitsimmobilie 4.0“: Antwort auf Hausärztemangel außerhalb der Metropolen
„VITALUM - das Gesundheitszentrum“ in Duisburg ist von seiner Lage in der Nähe des Neubaugebietes Kaspersfeld aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Ab der ersten Jahreshälfte 2024 wird es eine multiprofessionelle haus- und fachärztliche Grundversorgung sowie ergänzende Leistungen auf vier Etagen bieten. Eine Bepflanzung der Außenanlage mit regionaler, insektenfreundlicher Flora sowie die Dachbegrünung runden das VITALUM ökologisch ab. Realisiert werden zudem eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen und Ladestationen für E-Mobilität sowie knapp 60 Fahrradstellplätze. In dem nach dem „WELL-Building“ Standard geplanten Gebäude können bis zu 25.000 Menschen eines oder mehrerer Stadtteile bzw. Ortschaften in Form einer erweiterten Hausärzteversorgung betreut werden.
Das Gesundheitszentrum „Vitalum“ an der Kaiser-Friedrich-Straße in Duisburg-Röttgersbach ist bislang nicht eröffnet. Das ursprünglich für Mitte 2024 geplante Projekt hat sich deutlich verzögert. Hauptgründe dafür sind unerwartete technische Probleme – insbesondere der Fund von Grundwasser beim Bau des Therapieschwimmbads –, zusätzliche behördliche Anforderungen wie Verkehrs- und Lärmgutachten sowie stark gestiegene Bau- und Materialkosten. Diese Faktoren führten zu erheblichen Mehrkosten, weshalb ein zweiter Investor gesucht wird; entsprechende Gespräche laufen, die finanzierende Bank unterstützt die Fertigstellung.
Ein Baustopp liegt nach Angaben des Bauherrn nicht vor. Der Innenausbau wurde und wird weitergeführt, auch wenn von außen zeitweise wenig Fortschritt sichtbar ist. Der zuletzt kommunizierte realistische Eröffnungstermin lag bei Herbst 2025. Bis Anfang 2026 gibt es jedoch keine bestätigte offizielle Meldung, dass das Vitalum tatsächlich den Betrieb aufgenommen hat. Das Projekt gilt damit weiterhin als im Bau bzw. in der Fertigstellungsphase.
Quelle: WAZ - „Vitalum“ in Duisburg: So steht es um das neue Gesundheitszentrum - Paywall
Update 15.02.2026
Vitalum Duisburg: Insolvenz und ungewisse Zukunft des Gesundheitszentrums
Das ambitionierte Prestigeprojekt Vitalum in Duisburg-Röttgersbach sorgt weiterhin für Schlagzeilen – allerdings nicht mit medizinischen Erfolgen, sondern mit Bauverzögerungen und finanziellen Turbulenzen. Nachdem der geplante Eröffnungstermin mehrfach verschoben wurde, steht das Gesundheitszentrum an der Kaiser-Friedrich-Straße nun vor einer entscheidenden Phase. Die hinter dem Projekt stehende Lanian Immobilien GmbH & Co. KG ist insolvent.
Stillstand auf der Baustelle: Was ist passiert?
Ursprünglich sollte das Vitalum bereits Mitte 2024 seine Pforten öffnen. Doch wer heute an der Baustelle im Duisburger Norden vorbeifährt, sieht ein Gebäude, das bereits Patina und Grünspan ansetzt. Die Bauzäune blockieren seit über drei Jahren wichtige Rad- und Gehwege, was zunehmend den Unmut der Anwohner und der Lokalpolitik auf den Plan ruft.
Bauherr Dr. Uwe Heinen führt die Verzögerungen auf eine Kombination aus bürokratischen Hürden, technischen Komplikationen und massiv gestiegenen Kosten im Bausektor zurück. Um das Projekt zu retten, wird nun händringend nach einem neuen Investor gesucht.
Das neue Konzept: Fokus auf medizinische Kernkompetenz
Die ursprünglichen Pläne für das Vitalum waren weitreichend, müssen nun aber aufgrund der wirtschaftlichen Realität angepasst werden. Eine geplante Dachterrasse mit Restaurant und Blick über das Stahlwerk Bruckhausen wurde offenbar gestrichen.
Stattdessen liegt der Fokus nun konsequent auf der medizinischen Versorgung:
Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ): Hauptmieter mit über 22 Behandlungsräumen und acht Fachärzten.
Apotheke & Sanitätshaus: Die Nahversorgung soll durch die Ansiedlung einer Fachapotheke gesichert werden.
Therapieangebote: Geplant sind Praxen für Physiotherapie (inklusive Schwimmbecken im Keller), Logopädie, Ergotherapie und Podologie.
Seniorenwohnen: Ein innovatives Konzept für eine geriatrische Reha-Wohngruppe sowie seniorengerechte Mietwohnungen.
Sanierung durch Insolvenz: Wie geht es weiter?
Die Insolvenz der Lanian Immobilien GmbH & Co. KG wird vom Bauherrn als Sanierungsinstrument bezeichnet. Ziel ist eine geordnete Restrukturierung oder eine vollständige Übernahme durch einen Investor. Laut aktuellen Informationen wurden bereits Mantelgesellschaften (wie die Vitalum Holding und die Restaurant GmbH) veräußert, um laufende Kosten zu senken.
Wichtige Termine für 2026
Die Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes soll spätestens bis zum Ende des ersten Quartals 2026 fallen. Derzeit werden verschiedene Modelle geprüft:
Eine gemeinsame Umsetzung mit einem neuen Partner.
Eine investorengetragene Weiterentwicklung.
Die vollständige Übernahme der Immobilie durch einen neuen Betreiber.
Fazit für die Bürger in Duisburg-Röttgersbach
Für die Bewohner im Duisburger Norden bleibt die Situation unbefriedigend. Während die medizinische Infrastruktur dringend benötigt wird, bleibt das Vitalum vorerst ein "Sorgenkind" der Stadtentwicklung. Sollte bis zum Frühjahr keine tragfähige Lösung gefunden werden, fordert die Politik bereits den Rückbau der Bauzäune, um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer wiederherzustellen.
Quelle: WAZ - Vitalum ist insolvent: Prestigeprojekt steht vor einer unsicheren Zukunft - hinter Paywall

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