Mittwoch, 31. Dezember 2025

Bochum - Neubau Gebäude GC - RUB - In Bau

Der Gebäudekomplex GC wird in den kommenden Jahren schadstoffsaniert, zurückgebaut und schließlich neu errichtet. Bereits Anfang Juli 2023 haben die vorbereitenden Maßnahmen für das Projekt begonnen. So wird zum Beispiel das Gebäude entrümpelt, das Baufeld eingezäunt und ein Container-Dorf eingerichtet. Die Bautätigkeiten im Teilprojekt Abbruch haben im Juli 2023 mit Vorarbeiten begonnen, die Hauptleistungen werden ab Mitte August 2023 erbracht. Die Fertigstellung, d.h. kompletter Rückbau mit Erstellung der Baugrube und Baugrubensicherung ist für Ende Dezember 2024 geplant.

Der Baubeginn für den eigentlichen Ersatzneubau verschiebt sich entsprechend in Abhängigkeit von dem Rückbau des Bestandsgebäudes auf Anfang 2025, die Fertigstellung des Neubaus auf Ende 2028. Nach einer Inbetriebnahme-Phase soll dann das Gebäude im Frühjahr 2029 an die RUB übergeben werden. Eine Aufnahme der ersten Nutzungen wird zum Wintersemester 2029/30 angestrebt, eine verlässlichere Aussage hierzu ist aber erst in den kommenden Projektphasen möglich, wenn die Bauleistungen für den Neubau erfolgreich vergeben wurden und verlässliche Baufortschritte zu verzeichnen sind.

In den Ersatzneubau wird dann als Hauptnutzer die Fakultät für Philologie mit der Fachbibliothek einziehen. Weiter werden das Institut für Deutschlandforschung, das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung ZEFIR und der Optionalbereich Räume in dem Neubau beziehen. Die Bibliothek GC wird im Süden des Gebäudes auf 2 Ebenen verortet werden und mit einer Verbindung zur Bibliothek GD das nächste Bauteil der Reihenbibliothek G-Reihe bilden. Die neue Cafeteria des Akafö wird im Süden des Gebäudes untergebracht und um eine Außenterrasse erweitert. Außerdem erhalten natürlich die RUB-Betriebseinheiten Räumlichkeiten.


Bild: RUB Marquard - Das Gebäude GC wird einem Neubau weichen. Auf diesem Foto aus dem Jahr 2017 befand sich das angrenzende GD noch im Bau.

Update 31.12.2025

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat nach dem erfolgreichen Abschluss der Abbrucharbeiten mit dem Neubau des GC-Gebäudes auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum begonnen. Mit diesem Projekt wird die umfassende Campusmodernisierung der Universität weitergeführt. Die Erdarbeiten sind bereits angelaufen; insgesamt werden rund 61.000 Kubikmeter Boden ausgehoben, was einem Volumen von etwa 32 Olympiaschwimmbecken entspricht.

An der Stelle des ehemaligen GC-Gebäudes entsteht ein moderner Ersatzneubau für die Geisteswissenschaften, der sich in den denkmalgeschützten Campus einfügen und zugleich zeitgemäße Lehr- und Forschungsbedingungen bieten soll. Geplant sind moderne Büro- und Seminarräume für verschiedene Fakultäten, darunter die Fachbereiche Philologie und Ostasienwissenschaften. Ein zentrales Element des Neubaus ist eine großzügig konzipierte Bibliothek, die sich über mehrere Etagen erstreckt und als offenes Lern- und Arbeitsumfeld den fachlichen Austausch fördern soll. Ergänzend dazu ist eine Etage vorgesehen, die ausschließlich Seminarräumen vorbehalten ist.

Das ursprüngliche GC-Gebäude stammte aus der Gründungszeit der Ruhr-Universität Bochum und wurde Ende der 1960er Jahre errichtet. Aufgrund seines baulichen Zustands sowie vorhandener Schadstoffe war ein vollständiger Rückbau des denkmalgeschützten Gebäudes erforderlich. Dabei wurden alle 13 Geschosse mit einer Gesamtgrundfläche von mehr als 50.000 Quadratmetern in einem schrittweisen Verfahren zurückgebaut, um das unmittelbare Umfeld möglichst gering zu belasten.

Der Neubau folgt dem Prinzip des originalgetreuen Wiederaufbaus: Die charakteristische Architektur des 1960er-Jahre-Gebäudes sowie die prägende Fassadengestaltung und wesentliche konstruktive Merkmale bleiben erhalten. Die Bauarbeiten finden während des laufenden Universitätsbetriebs statt und werden durch ein Emissions-Monitoring begleitet, das Lärm- und Staubbelastungen kontinuierlich überwacht, um Beeinträchtigungen für den Hochschulbetrieb zu minimieren.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit des neuen Gebäudes. Eine Geothermieanlage soll künftig die Energieversorgung sicherstellen, ergänzt durch Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen sowie auf einer neu überdachten Parkplatzfläche. Begrünte Dächer tragen zusätzlich zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Insgesamt soll der neue GC-Bau als zukunftsfähiger, funktionaler und nachhaltiger Standort für die Geisteswissenschaften dienen.


Quelle: BLB NRW - Ein neuer Leuchtturm für die Geisteswissenschaften


Bild: Gerber Architekten

Foto: Ruhr-Universität Bochum


Montag, 29. Dezember 2025

Oberhausen - Neubau Gesamtschule Knappenstraße - In Planung

Der Neubau der Gesamtschule an der Knappenstraße in Oberhausen ist eines der größten und langfristig bedeutendsten Bildungsbauprojekte der Stadt. Nachdem die ehemalige Hauptschule auf dem Gelände bereits vor rund zwei Jahren abgerissen worden war und das Areal lange Zeit brachlag, liegt nun die entscheidende Baugenehmigung vor. Damit ist der Weg frei für den tatsächlichen Beginn der Bauarbeiten. Nach aktuellem Stand sollen im Januar 2026 zunächst die Tiefbauarbeiten starten. Die Fertigstellung des gesamten Schulkomplexes ist weiterhin für das Schuljahr 2029/30 vorgesehen.

Mit der neuen Gesamtschule reagiert die Stadt Oberhausen auf die seit Jahren angespannte Situation an den weiterführenden Schulen. Aufgrund steigender Schülerzahlen waren die bestehenden Kapazitäten zunehmend ausgeschöpft. Die neue Schule ist daher auf eine Größe von rund 1.300 Schülerinnen und Schülern ausgelegt und als moderne Ganztagsschule konzipiert. Sie soll zeitgemäße pädagogische Konzepte ermöglichen, unter anderem durch flexible Lernbereiche, Fachräume und gemeinschaftlich nutzbare Zonen. Bereits jetzt existiert die Schule organisatorisch: Der Unterricht findet übergangsweise in den Räumlichkeiten des ehemaligen Niederrheinkollegs an der Wehrstraße statt, bis der Neubau bezogen werden kann.

Der geplante Schulkomplex umfasst neben den Unterrichtsgebäuden auch zwei Dreifach-Sporthallen, die sowohl dem Schulbetrieb als auch dem Sportangebot dienen sollen. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Tiefgarage mit 77 Stellplätzen. Städtebaulich soll das Projekt nicht nur eine schulische Funktion erfüllen, sondern auch das Knappenviertel aufwerten und beleben. Die Gebäude sind so geplant, dass sie sich in das bestehende Quartier einfügen und zugleich neue Aufenthalts- und Bewegungsräume schaffen.

Der Weg bis zum Baustart war von erheblichen Verzögerungen geprägt. Ursprünglich war vorgesehen, die Schule bereits 2026 zu eröffnen. Dieser Termin wurde zunächst um zwei Jahre, später um weitere Zeit verschoben. Hauptgründe dafür waren komplexe Planungsprozesse, Kostensteigerungen im Bauwesen und notwendige Anpassungen der Entwürfe. Trotz dieser Verzögerungen hält die Stadt weiterhin am Ziel fest, den Neubau zum Schuljahr 2029/30 fertigzustellen.

Besonders deutlich zeigt sich die Dimension des Projekts bei den Kosten. Während in frühen, sehr groben Schätzungen noch von etwa 85 Millionen Euro ausgegangen worden war, stiegen die kalkulierten Baukosten im Laufe der detaillierten Planung erheblich an. Inzwischen liegt die Obergrenze bei 157 Millionen Euro. In der aktuellen Kalkulation ist ein Kostenpuffer von 14 Millionen Euro enthalten. Sollte es gelingen, innerhalb dieses Rahmens zu bleiben, rechnet die Stadt mit tatsächlichen Ausgaben von rund 143 Millionen Euro für die Schule inklusive Sporthallen und Tiefgarage.

Quelle: WAZ - Zwei Jahre nach Abriss: Baustart für neue Oberhausener Schule - Paywall



Bilder: Lorber Paul Architekten

Sonntag, 28. Dezember 2025

Essen - Neues Polizeipräsidium Essen - In Planung

Der Büropark Bredeney in Essen ist nach längerer Unsicherheit verkauft worden und soll nun zum neuen Polizeipräsidium der Stadt umgebaut werden. Erwerber sind die Düsseldorfer Projektentwicklungsfirma die developer Projektentwicklung GmbH sowie die Gustav-Zech-Stiftung, die zur Zech-Gruppe gehört. Der Kaufvertrag wurde bereits notariell beurkundet, der Vollzug ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Mit dem Eigentümerwechsel endet die mehr als einjährige Hängepartie, die durch die Insolvenz der vorherigen Eigentümerin ausgelöst worden war und die Weiterentwicklung des Areals blockiert hatte.

Der Büropark umfasst insgesamt rund 36.285 Quadratmeter Mietfläche und besteht aus zwei Gebäuden. Das zur Hatzper Straße gelegene Gebäude mit etwa 25.000 Quadratmetern soll nach den Plänen der Schrammen Architekten umfassend umgebaut und modernisiert werden und künftig das neue Polizeipräsidium Essen beherbergen. Vorgesehen sind eine grundlegende bauliche und technische Neugestaltung, eine moderne Fassadengestaltung mit gläsernen Elementen sowie eine klare funktionale Trennung der Gebäudeteile. Ziel ist es, ein zeitgemäßes und zukunftsfähiges Gebäude zu schaffen, das den steigenden Raumbedarf und die heutigen Anforderungen der Polizeiarbeit erfüllt.

Das zweite Gebäude des Ensembles bleibt als eigenständige Immobilie erhalten und wird von einem Unternehmen der Gustav-Zech-Stiftung in den eigenen Bestand übernommen. Es soll weiterhin von unterschiedlichen Firmen und Institutionen genutzt werden. Die neuen Eigentümer kündigten an, dem gesamten Areal eine klare Entwicklungsstrategie und ein langfristig tragfähiges Nutzungskonzept zu geben.

Der Umzug des Polizeipräsidiums aus dem bisherigen Sitz an der Büscherstraße ist bereits seit mehreren Jahren geplant. Das historische Gebäude gegenüber dem Landgericht soll aufgegeben werden, ein konkreter Termin für den Umzug nach Bredeney steht jedoch weiterhin nicht fest. Die Verzögerungen sind vor allem auf die Insolvenz der früheren Projektgesellschaft zurückzuführen, die bislang nur vorbereitende Maßnahmen für den Umbau umgesetzt hatte. Polizeipräsident Andreas Stüve begrüßt die neue Entwicklung und sieht in dem Projekt die Chance auf moderne Arbeitsbedingungen. Was künftig mit dem alten Polizeipräsidium an der Büscherstraße geschieht, ist noch offen; zunächst wird geprüft, ob andere Landeseinrichtungen dort untergebracht werden können, andernfalls soll das Gebäude vermarktet werden.

Quelle: WAZ - Büropark in Essen-Bredeney verkauft: Hier entsteht das neue Polizeipräsidium - Paywall


Bild: Schrammen Architekten

Samstag, 27. Dezember 2025

Oberhausen - Neubau XXXLutz am Brammenring - In Planung

Die Stadt Oberhausen hat die Baugenehmigung für den Neubau eines XXXLutz-Möbelhauses am Brammenring offiziell erteilt. Auf dem Gelände entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 33.000 Quadratmetern, wovon rund zwei Drittel für XXXLutz sowie rund ein Drittel für die unternehmenseigene Marke Mömax vorgesehen sind.

Wie im politischen Entscheidungsprozess gefordert, wurden in Genehmigungsverfahren die Gestaltung Außenanlagen im Sinne einer höheren Aufenthaltsqualität nochmals angepasst. Vorgesehen sind umfangreiche Begrünungen und eine deutliche Aufwertung der Freiflächen, unter anderem durch zusätzliche Bäume und Grünstrukturen. Die Eröffnung des neuen Möbelhauses ist für das Frühjahr 2028 geplant.

Parallel dazu wird die Zukunft der bestehenden XXXLutz-Fläche im Schladviertel in Alt-Oberhausen vorbereitet. Gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern soll das Areal nach dem Umzug des Möbelhauses nachhaltig und lebenswert weiterentwickelt werden. Die Stadt setzt damit auf eine aktive Beteiligung der Bürgerschaft und eine zukunftsorientierte Quartiersgestaltung.

Pressemitteilung: Stadt Oberhausen erteilt Baugenehmigung für XXXLutz am Brammenring

Freitag, 26. Dezember 2025

Dortmund - Amprion Projekthaus - In Planung

Amprion wächst am Standort Dortmund: Der Übertragungsnetzbetreiber plant auf Phoenix-West den Bau eines weiteren Projekthauses sowie eines separaten Parkhauses für die Mitarbeitenden. Ziel ist es, zusätzliche Arbeitsplätze für das wachsende Unternehmen zu schaffen und einen integrierten Campus mit einem Ausbildungszentrum aufzubauen.

Amprion plant mit dem „Projekthaus 2.0“ den Bau eines dritten Gebäudes am Standort Phoenix-West in Dortmund. Das neue, barrierefrei geplante Gebäude soll zunächst rund 500 Arbeitsplätze auf vier Etagen bieten und bei Bedarf um weitere 150 Arbeitsplätze erweitert werden. Vorgesehen sind neben Einzel-, Doppel- und Gruppenbüros auch flexible New-Work-Zonen, Besprechungsräume sowie ein Konferenzzentrum. Zudem entsteht ein Ausbildungszentrum mit einem IT-Labor und einer technischen Ausbildungswerkstatt für insgesamt bis zu 26 Auszubildende. Das Projekthaus orientiert sich in Nachhaltigkeit und Technik an den hohen Standards der bestehenden Amprion-Gebäude, von denen eines bereits mit dem DGNB-Platin-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Der Bauantrag soll noch in diesem Jahr eingereicht werden, die Genehmigung wird für Mitte 2026 erwartet. Nach einer etwa zweijährigen Bauphase ist der Einzug der ersten Mitarbeitenden für Mitte 2028 vorgesehen.

Pressemitteilung: Amprion plant neues Projekthaus in Dortmund


Bild: Amprion GmbH

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Dortmund - Wohngebäude + Kita Bornstr. 100 - 104 - In Bau

Am 23. Dezember 2025 wurde in der Dortmunder Nordstadt der Förderbescheid für ein größeres Wohn- und Sozialbauprojekt im Schleswiger Viertel übergeben. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt für das Bauvorhaben an der Ecke Bornstraße/Missundestraße rund 14 Millionen Euro aus der öffentlichen Wohnraumförderung zur Verfügung. Die Mittel umfassen auch einen Tilgungsnachlass. Empfängerin der Förderung ist die Türk Immobilien GmbH.

Auf dem etwa 1.680 Quadratmeter großen Grundstück soll ein sechsgeschossiges Gebäude mit 42 öffentlich geförderten Wohnungen sowie einer dreigruppigen Kindertagesstätte entstehen. Alle Wohneinheiten unterliegen der Wohnraumförderung und sollen qualitativ hochwertigen, bezahlbaren Wohnraum bieten. Das Wohnungsangebot reicht von kleinen Einheiten für Einzelpersonen bis zu größeren Wohnungen für Familien. Die Kindertagesstätte wird im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss untergebracht.

Das Grundstück wurde bereits 2017 von der Stadt Dortmund an den Projektentwickler verkauft. Erste Tiefbauarbeiten begannen im Oktober 2025. Der Start des Rohbaus ist für Anfang 2026 vorgesehen, die Fertigstellung des Gesamtprojekts wird derzeit für Juli 2027 erwartet. Der Entwurf des Gebäudes konnte im städtebaulichen Verfahren überzeugen und soll zur nachhaltigen Entwicklung des Quartiers beitragen.

Die Übergabe des Förderbescheids erfolgte durch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, gemeinsam mit Oberbürgermeister Alexander Kalouti. Beide betonten die Bedeutung des Projekts für die Nordstadt und für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Dortmund. Die Kombination aus Wohnen und sozialer Infrastruktur, insbesondere der Kita, wird als Beitrag zu einer familienfreundlichen Stadtentwicklung hervorgehoben.


Quelle: Stadt Dortmund - Neuer Wohnraum in der Nordstadt: Förderung für Bauvorhaben


Bild: Michael Türk Bauen, Planen & Architektur GmbH


Bild: Michael Türk Bauen, Planen & Architektur GmbH

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Dortmund - Wohnprojekt Am Wasserturm / Anne-Frank-Straße - In Bau

Im neuen Stadtquartier Kronprinzenviertel südlich der Dortmunder Innenstadt realisiert die Deutsche Wohnungsbau GmbH & Co. KG ein Wohnungsbauprojekt mit rund 40 Mietwohnungen. Die Neubauten entstehen an der Straße „Am Wasserturm / Anne-Frank-Straße“ und tragen zur Schaffung zusätzlicher innerstädtischer Wohnfläche bei.

Das Kronprinzenviertel ist ein großflächiges Entwicklungsgebiet auf dem ehemaligen Gelände des Dortmunder Südbahnhofs. Dort entsteht ein neues, urban geprägtes Quartier mit Wohn-, Gewerbe- und sozialen Nutzungen, das zu den größten innerstädtischen Wohnbauprojekten im Ruhrgebiet zählt. Geplant sind insgesamt mehrere hundert Wohneinheiten unterschiedlichster Bau- und Nutzungstypen, darunter frei finanzierte und öffentlich geförderte Wohnungen. Der Stadtteil wird in verschiedenen Bauabschnitten entwickelt und schließt eine stadtnahe Lücke im inneren Wohnungsmarkt.

Das konkrete Neubauprojekt umfasst:

  • Vier Gebäude mit jeweils drei Vollgeschossen und einem zurückgesetzten Staffelgeschoss.
  • Tiefgarage zur wohnungsbezogenen Stellplatzversorgung.
  • Schwellenfreier Zugang zu allen Wohnungen über Aufzüge.
  • Wohnungsgrößen von ca. 52 m² bis 134 m² in 2,5- bis 4,5-Zimmer-Grundrissen.
  • Erdgeschosswohnungen mit privaten Gärten.
  • Obergeschosswohnungen mit großzügigen Balkonen oder Dachterrassen.
Die Wohnungen sind barrierearm geplant und über Aufzüge erreichbar, was den Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erleichtert. Die Garten- und Balkonflächen sowie Dachterrassen schaffen private Außenräume in zentraler Lage. Die Tiefgarage dient der Ortsentlastung und ermöglicht eine geordnete Stellplatzsituation im Quartier.

m Kronprinzenviertel wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch ein gemischtes urbanes Umfeld mit gewerblichen Nutzungen und sozialen Einrichtungen geplant. Die Nähe zum historischen Wasserturm und die architektonische Orientierung an bestehenden Strukturen sollen ein stimmiges städtebauliches Gesamtbild erzeugen. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und moderne Wohnstandards stehen dabei neben funktionaler Durchmischung im Vordergrund.

Quelle: Am Wasserturm / Anne-Frank-Str. in Dortmund (Kronprinzenviertel)





Bilder: Deutsche Wohnungsbau GmbH & Co.KG

Dienstag, 23. Dezember 2025

Gelsenkirchen - Kita + Wohngebäude Emil-Zimmermann-Allee - In Planung

Das seit 2004 leerstehende „Schrotthochhaus“ an der Emil-Zimmermann-Allee in Gelsenkirchen, das über zwei Jahrzehnte als Schandfleck galt und sogar von der Autobahn A2 deutlich sichtbar war, wird abgerissen. Nachdem die Stadt 2019 erstmals ein Rückbaugebot erlassen hatte, zog sich ein langwieriger Rechtsstreit hin, der 2024 mit einem Urteil zugunsten Gelsenkirchens endete und bundesweit Beachtung fand. Damit konnte die Stadt den Abriss gegen den Widerstand des früheren Eigentümers durchsetzen und schuf ein Beispiel für den Umgang mit Problemimmobilien. 

Den Neubau übernimmt nun Investor Michael Türk aus Ratingen, der rund 22 Millionen Euro in das Projekt investiert. Vorgesehen ist der Abriss des Hochhauses sowie zweier benachbarter Mehrfamilienhäuser und anschließend der Bau eines viergeschossigen, L-förmigen Gebäudes mit 41 Wohnungen. Im Erdgeschoss entsteht eine sechsgruppige Kindertagesstätte von Gekita mit insgesamt 110 Plätzen, darunter 32 für Kinder unter drei Jahren. Erste vorbereitende Maßnahmen wie Baumfällungen und Teilabrisse sind bereits erfolgt; der vollständige Abriss soll unmittelbar nach Bewilligung des Förderbescheids beginnen und ohne Sprengung per Bagger erfolgen. Die Arbeiten werden voraussichtlich innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein. Der Neubau ist für 2026 angesetzt, die Fertigstellung wird bis 2027 erwartet. 

Das Projekt gilt nicht nur als städtebauliche Aufwertung, sondern auch als rechtlich und politisch bedeutendes Signal, da es den erfolgreichen Einsatz des Rückbaugebots dokumentiert. Während Anwohner den Abriss und die Neubebauung überwiegend begrüßen, gibt es Kritik an der geringen Zahl geplanter Pkw-Stellplätze – lediglich 13 an der Zahl, ergänzt um rund 70 Fahrradplätze. Die Stadt verweist darauf, dass die Planung den Vorgaben der Stellplatzverordnung NRW entspricht und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr berücksichtigt wurde. Insgesamt markiert das Vorhaben einen Meilenstein für die Stadtentwicklung in Gelsenkirchen und soll ein jahrelanges Problemareal in ein modernes Wohn- und Betreuungsangebot verwandeln.

Quelle: WAZ - 22-Millionen-Investition: So geht es am Schrotthochhaus weiter - Paywall


Update 23.12.2025

Das sogenannte Schrotthochhaus an der Emil-Zimmermann-Allee in Gelsenkirchen soll ab dem 10. Februar 2026 abgerissen werden. Der Investor Michael Türk nannte erstmals einen konkreten Termin für den Beginn der Abrissarbeiten. Das Gebäude steht seit rund 20 Jahren leer, ist bereits entkernt und gilt über die Stadtgrenzen hinaus als Symbol für Problemimmobilien in Gelsenkirchen. Möglich wird der Abriss durch einen Förderbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund elf Millionen Euro, den Bauministerin Ina Scharrenbach an den Investor übergab.

Der Abriss hatte sich über Jahre verzögert, unter anderem wegen eines langwierigen Rechtsstreits mit dem früheren Eigentümer. Die Stadt Gelsenkirchen hatte ein Rückbaugebot erlassen, gegen das juristisch vorgegangen wurde. Erst 2024 bestätigte das Verwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens, was dem Projekt endgültig den Weg ebnete. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch artenschutzrechtliche Prüfungen, da Fledermäuse in dem Gebäude lebten. Diese wurden inzwischen umgesiedelt.

Nach dem Abriss plant die Unternehmensgruppe Michael Türk auf dem Gelände den Bau von 41 Wohnungen sowie einer Kindertagesstätte in Trägerschaft der Gekita. Insgesamt sollen rund 22 Millionen Euro investiert werden. Der Investor betont, dass das Projekt langfristig angelegt sei und die Gebäude auch nach Fertigstellung im eigenen Bestand bleiben sollen. Stadt und Landesregierung sehen den Abriss als wichtigen Schritt im Rahmen der Stadterneuerung und kündigten an, auch weitere Problemimmobilien in Gelsenkirchen abzubrechen.

Quelle: WAZ - Gelsenkirchener Schrotthochhaus: Termin für den Abriss steht jetzt fest - Paywall


Bild: Unternehmensgruppe Michael Türk

Montag, 22. Dezember 2025

Gelsenkirchen | ecoPARK - Fertig (12/25)

Auf einer Teilfläche des ehemaligen Schalker Vereins realisiert die ecoPARKS GmbH einen besonders nachhaltigen Business- und Multiuser-Gewerbepark. Für die drei Hallenneubauten inklusive Büroräumen mit rund 12.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wurde nun an der Europastraße der symbolische Spatenstich gefeiert.

Die Stadt Gelsenkirchen war zuvor über zehn Jahre um eine Nachfolgenutzung des in der Vergangenheit industriell genutzten Standorts bemüht. Nachdem der Abbruch der maroden Bestandsgebäude auf dem Grundstück und ihrer Fundamente bereits weitestgehend erfolgt ist, können mit dem Spatenstich nun die Tiefbau- und Erdarbeiten beginnen, auf die dann der Rohbau folgen wird. Die Fertigstellung des Business- und Gewerbepark könnte schon Mitte 2024 erfolgen. Gespräche mit Mietinteressenten werden bereits geführt.

Weil die ecoPARKS GmbH, eine Schwestergesellschaft der Landmarken AG, auf nachhaltige Gewerbe- und Logistikimmobilien spezialisiert ist, soll der ecoPARK Gelsenkirchen im Betrieb vollständig auf fossile Energieträger verzichten können. Dazu wird auf den gesamten Dächern eine Photovoltaik-Anlage errichtet, die Strom zur Eigennutzung und zur Einspeisung ins lokale Netz produziert. Zum Heizen und Kühlen ist der Einsatz von Wärmepumpen geplant. Die Dachtragwerke der Neubauten werden in Holzbauweise errichtet. Das Gebäude wird nach KfW-40-Standard ausgelegt.

Fassaden und Dächer werden mit recycelten Baustoffen errichtet und anschließend begrünt, was zur Verbesserung des Mikroklimas und der Feinstaubreduzierung beitragen soll. An der Europastraße gelegen, bildet der ecoPARK Gelsenkirchen aus westlicher Sicht den Auftakt zum neuen Industrie-, Gewerbe- und Logistikpark. Bei der 27.400 Quadratmeter großen Fläche handelt es sich um das ehemalige Grundstück einer Fabrik für Metallverarbeitung mit einer Nachbarfläche, die bereits im vergangenen Jahr erworben wurden.


Bild: ecoParks GmbH

Update 01.10.2024

Ein gutes Jahr haben die aufwändigen Abbruch- und Entsorgungsarbeiten gedauert. In Kürze soll die Baugenehmigung vorliegen, so das mit dem Hochbau begonnen werden kann. Für 2,1 Millionen Euro hatte die Eco-Parks GmbH aus Monheim, eine Firmentochter der Landmarken AG, den Zuschlag bei einer Zwangsversteigerung erhalten. Allein die Aufbereitung des Grundstücks mit seinen Altlasten ist mit etwa einer Million Euro zu Buche geschlagen. Nun wird mehr als das Zwanzigfache investiert, also über 20 Millionen Euro in den Neubau des ecoParks. Mitte 2025 rechnet das Unternehmen mit der Fertigstellung des Gewerbeparks.

Quelle: WAZ - Baustart in Sicht für neuen Öko-Gewerbepark in Gelsenkirchen / hinter Paywall


Update 02.03.2025

Der ecoPARK Gelsenkirchen ist seiner Zeit voraus – auch, was den Bau angeht. Denn früher als geplant konnte nun für den besonders nachhaltigen Business- und Multiuser-Gewerbepark, den die ecoPARKS GmbH auf einer Teilfläche des ehemaligen Schalker Vereins realisiert, Richtfest gefeiert werden. Während die Gesamtfertigstellung für das 3. Quartal dieses Jahres geplant ist, wird die Fläche vermutlich schon ab Mai für potenzielle Mieter verfügbar sein. Insgesamt entstehen auf rund 15.800 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ein teilbarer Hallenneubau sowie moderne Büroräume.

Realisiert wird das Projekt in Partnerschaft mit AEW, einem der weltweit führenden Immobilien-Investment- und Asset-Manager. AEW ist wie die ecoPARKS GmbH vom Standort überzeugt und hat das ca. 27.000 m² große Grundstück mitsamt Projektentwicklung von ecoPARKS erworben.

Pressemitteilung: Richtfest: Der ecoPARK Gelsenkirchen ist seiner Zeit voraus


Update 22.12.2025

Das E-Commerce-Unternehmen Tech & Home Mate, eine Tochter der Düsseldorfer Landport Group, erweitert seine Präsenz im Ruhrgebiet und hat rund 16.000 Quadratmeter Hallen- und Bürofläche im neu fertiggestellten ecoPARK Gelsenkirchen angemietet. Der nachhaltige Business- und Gewerbepark wurde von der ecoPARKS GmbH in Partnerschaft mit dem Immobilieninvestor AEW auf dem Gelände eines ehemaligen Schalker Vereins realisiert und ist nun vollständig vermietet. Der Neubau überzeugt durch ein klimaneutrales Betriebskonzept in Holz-Hybrid-Bauweise, Photovoltaik auf dem Dach, Wärmepumpen sowie begrünte Fassaden und Dächer aus recycelten Materialien. Ausgelegt nach BEG-40-Standard strebt das Projekt eine DGNB-Platin-Zertifizierung an. Mit dem neuen Standort schafft Tech & Home Mate die Grundlage für weiteres Wachstum und moderne, nachhaltige Logistik im Ruhrgebiet. Die Vermietung wurde durch die Ruhr Real GmbH vermittelt, der Einzug in die Flächen erfolgt nach der Übergabe im Dezember schrittweise.

Quelle: Tech & Home Mate kommt: ecoPARK Gelsenkirchen ist vollvermietet

Sonntag, 7. Dezember 2025

Dortmund - Neubau Kinderklinik - In Planung

Das Klinikum Dortmund hat die entscheidende Förderzusage des Landes Nordrhein-Westfalen für den Bau einer neuen Kinderklinik erhalten. Nachdem bereits rund 10 Millionen Euro Fördersumme zugesagt worden waren, fördert das Land NRW den Neubau mit weiteren rund 59,6 Millionen Euro. Insgesamt erhält das Klinikum Dortmund damit rund 70 Millionen Euro aus Landesmitteln. Die Stadt Dortmund hatte bereits zuvor eine Unterstützung in Höhe von 50 Millionen Euro zugesagt. Damit ist die Finanzierung des seit vielen Jahren angestrebten Zukunftsprojekts gesichert. Der verbleibende Anteil für die geplante Gesamtinvestition in Höhe von ca. 131 Millionen Euro wird über Eigenmittel und Spenden gedeckt.

Der Beginn der Baumaßnahme ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Der sechsgeschossige Neubau wird auf dem Gelände des Klinikzentrums Mitte entstehen. Dafür wird zunächst die ehemalige Frauenklinik, das sogenannte Dudenstift, abgerissen. Die Fertigstellung ist für Ende 2030 vorgesehen. Die neue Kinderklinik wird nicht nur modernste Infrastruktur bieten, sondern auch eine klare räumliche und funktionale Neuordnung, die medizinische Abläufe optimiert und kurze Wege ermöglicht – für Personal, Patienten und Angehörige gleichermaßen.

Der moderne Neubau umfasst sämtliche Bereiche der Kinder- und Jugendmedizin unter einem Dach: Von pädiatrischen Stationen für Säuglinge, Schulkinder und Jugendliche über chirurgische Einheiten mit Kinderintensivstation bis hin zu einer Station für junge Erwachsene, einer onkologischen Abteilung und einer Palliativstation. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tagesklinik, Funktionsbereiche sowie ein Notfall-Zentrum für Kinder mit angegliederter, innovativer Aufnahmestation.

Ein Spielbereich im Innenhof und eine Cafeteria sorgen für Aufenthaltsqualität und schaffen Orte der Begegnung und Entlastung als wichtige Ergänzungen für die Versorgung der Familien.

Pressemitteilung: 70 Millionen vom Land NRW: Neue Kinderklinik wird gebaut


Bild: Klinikum Dortmund  gGmbH

Samstag, 6. Dezember 2025

Hattingen - Bebauung ''Alte Feuerwache'' - In Planung

Auf dem Gelände der alten Feuerwache in Hattingen plant die Hattinger Wohnungsgenossenschaft (HWG) ihr bislang größtes Neubauprojekt. Für rund 30 Millionen Euro sollen zwischen Friedrich- und Mörikestraße fünf moderne, klimaneutrale Gebäude mit insgesamt 64 Wohnungen entstehen. Der Bauantrag wurde im November 2023 eingereicht, eine Genehmigung steht noch aus.

Das neue Quartier ist autofrei und wird mit Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen versorgt. Eine große Tiefgarage mit 200 Fahrradstellplätzen entsteht unter den Gebäuden. Im Zentrum ist ein begrünter Quartiersplatz für nachbarschaftliche Begegnungen vorgesehen.

Besonders ist der soziale Ansatz: Neben regulären Wohnungen entstehen auch Einheiten für eine Tagespflege, eine Kurzzeitpflege, eine Senioren-WG, eine Behinderten-WG – und möglicherweise eine Hospiz-WG, die erste in Hattingen. 40 Prozent des Projekts sind öffentlich gefördert, 25 Prozent der Wohnungen sind für den sozialen Wohnungsbau mit gedeckelter Miete vorgesehen.


Bilder: HWG


Neubauprojekt „Alte Feuerwache“ in Hattingen


  • Standort: Friedrichstraße/Mörikestraße, ehemaliges Gelände der alten Feuerwache (seit 2020 brachliegend)
  • Investitionsvolumen: ca. 30 Mio. Euro
  • Bauherr: HWG (Hattinger Wohnungsgenossenschaft)
  • Status: Bauantrag im November 2023 eingereicht, noch nicht genehmigt
  • Geplante Bebauung
  • Gebäude: 5 vier- bis fünfgeschossige Baukörper in Holzhybridbauweise
  • Wohnungen: 64 Einheiten, davon viele für soziale Einrichtungen
  • Tagespflege
  • Kurzzeitpflege
  • Senioren-WG
  • Behinderten-WG
  • Option auf eine Hospiz-WG wird geprüft
  • Zentrum: Quartiersplatz zur Förderung nachbarschaftlicher Begegnung
  • Förderquote: 40 % staatlich gefördert
  • 25 % Sozialwohnungen mit gedeckelter Miete (6,15 €/m²)
 
Nachhaltigkeit und Mobilität

  • Klimaneutralität: autofreies Quartier mit Wärmepumpe und Photovoltaik
  • Begrünung: Grüne Freiflächen, organisch geschwungene Architektur

Mobilität:

  • Große Tiefgarage unter dem Quartier
  • 200 Fahrradstellplätze
  • Zugang zur Tiefgarage über ein zentrales, holzverkleidetes Rondell
 
Hintergrund

  • Ursprünglich als „Südstadt-Tor“ geplant (mit Ärztehaus, Apotheke, Café)
  • 2022: ursprüngliche Projektpartner (u.a. Prof. Rusche) steigen aus
  • HWG orientiert sich neu – Fokus nun auf genossenschaftliches und soziales Wohnen

Quelle: WAZ - Innovativ und klimaneutral: 64 neue Wohnungen in Hattingen - hinter Paywall


Update 06.12.2025

Die Wohnungsgenossenschaft HWG hat nach zweijähriger Wartezeit endlich die Baugenehmigung für ihr bislang größtes Neubauprojekt in Hattingen erhalten. Auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache an der Friedrichstraße sollen für rund 30 Millionen Euro fünf moderne, vier- bis fünfgeschossige Gebäude mit insgesamt 64 klimaneutralen Wohnungen entstehen. Das Projekt, dessen ursprüngliche Pläne 2022 scheiterten und dessen Bauantrag im November 2023 gestellt wurde, legt seinen Schwerpunkt auf Klimaeffizienz und Nachhaltigkeit. Die Gebäude werden als Holzhybridbau realisiert, sind mit Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen ausgestattet und haben begrünte Dächer. 

Das gesamte Quartier ist autofrei und umfasst eine Tiefgarage mit 200 Fahrradstellplätzen. Die 64 Wohnungen verteilen sich um einen begrünten Quartiersplatz; ein Teil davon wird an soziale Einrichtungen wie eine Tagespflege, eine Kurzzeitpflege, eine Senioren-WG und eine Behinderten-WG vermietet. Zusätzlich wird an Plänen für eine Hospiz-Wohngemeinschaft mit acht Plätzen gearbeitet, um die fehlenden Hospizplätze in Hattingen zu schaffen. Mit der vorliegenden Genehmigung kann die HWG nun mit den Ausschreibungen beginnen, wobei der genaue Einzugstermin der Mieter noch offen ist.

Quelle: WAZ - Nach zwei Jahren Warten: Jetzt gibt‘s die Baugenehmigung fürs Wohnprojekt - Paywall

Sonntag, 30. November 2025

Mülheim | Revitalisierung Rhein-Ruhr Zentrum - In Bau

Das Rhein-Ruhr Zentrum in Mülheim an der Ruhr wird umfassend revitalisiert: Nach dem Ankauf des Shopping-Centers samt der angrenzenden Karstadt Arkaden und des benachbarten Büroturms mit einer Gesamtmietfläche von 138.000 m² will das Joint Venture zwischen dem von Morgan Stanley Real Estate Investing (MSREI) verwalteten Immobilienfonds „North Haven Real Estate Fund IX Global“ und redos real estate das Rhein-Ruhr Zentrum zukunftsfähig ausrichten. Ziel ist es, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen, den Kunden mehr Vielfalt und Service zu bieten und so die Verweildauer zu erhöhen.

Mit über 80.000 m² genehmigter Verkaufsfläche, rund 180 Mieteinheiten und diversen Entertainmentangeboten gehört das Rhein-Ruhr Zentrum zu den fünf größten Shopping-Centern in Deutschland. Durch den Ankauf des Centers, der Karstadt Arkaden und des Büroturms wurden alle relevanten Teile des Standortes arrondiert. Somit ergibt sich nun die Möglichkeit, den Standort ganzheitlich zu entwickeln, um das starke Einzugsgebiet nachfragegerecht zu bedienen. Das Rhein-Ruhr Zentrum wurde 1973 eröffnet und ist nach wie vor eines der bekanntesten Shopping-Center Deutschlands, obwohl über Jahre nicht in das Center investiert wurde.

Pressemitteilung: Joint Venture vereinigt Rhein-Ruhr Zentrum in drei Transaktionen - von 10.03.2018


Update 19.09.2024

Nach dem der letzte Investor sich vom Projekt zurückzog, hat letztes Jahr Eurofund das Projekt übernommen und wird für 180 Mio Euro das Rhein-Ruhr Zentrum umfassend revitalisieren. Insgesamt wird sich der Umbau des Rhein-Ruhr-Zentrums in drei Etappen vollziehen, die sich über Jahre erstrecken. Die erste soll Vertrauen und Kunden zurückgewinnen. Dazu gehört die Umgestaltung der Shoppingmall und des Gastronomiebereiches. Die Etape soll im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden.

In einer zweiten Phase geht es um die geräumigen Bereiche auf dem Dach des Einkaufscenters, die heutigen Parkdecks. Hier sei eine Containerlösung denkbar, um weitere Angebote, etwa gastronomischer Art, zu installieren, heißt es bei Eurofund. Der Gedanke eines „Shopping Resort“, weit über Einkaufsmöglichkeiten hinaus, soll weiterentwickelt werden.

In einer dritten, finalen Phase will Eurofund die Umgebung des Centers angehen. Bereits im Februar hatte das Unternehmen bestätigt, dass man einen Abriss des 18-stöckigen Stinnes-Hochhauses erwägt. Der Ostflügel des RRZ könnte dann mit Neubauten erweitert werden, etwa für ein Hotel oder auch Wohnflächen.

Quelle: WAZ - Rhein-Ruhr-Zentrum: Umbau ab Oktober - die neuesten Pläne - hinter Paywall

Bild: Eurofund

Update 23.11.2024

Das Rhein-Ruhr Zentrum (RRZ) in Mülheim gewinnt einen neuen Ankermieter: den Freizeit-Anbieter ADVENTICA. Die Eigentümer des Zentrums, die Eurofund Group und Signal Capital Partners, haben nun einen langfristigen Mietvertrag über 3.300 Quadratmeter Fläche abgeschlossen. Die Eröffnung des ersten deutschen Standorts von ADVENTICA ist für das zweite Quartal 2025 geplant, während die Renovierungsarbeiten Anfang Oktober begannen.

Pressemitteilung: RRZ bringt Unterhaltungskonzept ADVENTICA nach Mülheim

Update 22.01.2025

Die Eurofund Group und Signal Capital Partners bauen die Zusammenarbeit mit dem Modeunternehmen Clinton Group im Rhein-Ruhr Zentrum in Mülheim weiter aus. Auf der ehemaligen Brecklinghaus-Fläche im ersten Geschoss der Ost-Mall in Richtung Foodlounge wird der Modeanbieter ab Mitte Februar auf knapp 230 qm sein Multilabel-Konzept SENSES & Co. präsentieren. Bereits heute betreibt das Unternehmen im Center einen kombinierten Camp David- und SOCCX-Store.

Pressemitteilung: Rhein-Ruhr Zentrum: Modeunternehmen Clinton eröffnet zweiten Store

Update 09.02.2025

Die Eurofund Group und Signal Capital Partners bringen die Müller Holding GmbH & Co. KG als neuen Ankermieter ins Rhein-Ruhr Zentrum in Mülheim. Die Eröffnung des Müller-Geschäfts ist als Teil des neu gestalteten westlichen Eingangsbereichs im Lauf des Jahres 2026 geplant. Auf einer Fläche von 2.400 Quadratmetern wird das Handelsunternehmen ein umfassendes Sortiment anbieten, das Kosmetik, Drogeriewaren, Schreibwaren, Spielzeug und Kurzwaren umfasst. Die Eigentümer des RRZ betrachten die langfristige Sicherung von Müller als einen äußerst wichtigen Schritt für die Zukunft des Zentrums, der das Convenience-Einzelhandelsangebot stärken und das Zentrum als alltäglichen Einkaufsort in der Rhein-Ruhr-Region etablieren wird. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren.

Nach Abschluss der Arbeiten erwartet die Gäste ein deutlich verbessertes Erlebnis ab ihrer Ankunft im Rhein-Ruhr Zentrum, mit optimiertem Zugang, besseren Verkehrswegen und einer verbesserten Gästeführung. Der neue Eingangsbereich des Convenience Hubs wird durch seine Höhe und das natürliche Licht bestechen, die Gäste mit einem frischen Design willkommen heißen und den Zugang zum Obergeschoss erleichtern, in dem sich Modehändler befinden werden.

Die Eröffnung von Müller und des Convenience Hubs wird die Attraktivität des Westflügels steigern und die Gästezahlen im gesamten Zentrum erhöhen, das insgesamt von der Schließung von Leerständen und der weiteren Stärkung des bereits heute vielfältigen Einzelhandelsangebots profitieren wird. Nachhaltigkeit ist sowohl für die Eigentümer als auch für Müller ein zentrales gemeinsames Anliegen, das die Transformation durch grünere Außenbereiche, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und den Einsatz nachhaltiger Architektur- und Baumethoden prägen wird.

Pressemitteilung: Das Rhein-Ruhr Zentrum bringt Müller nach Mülheim

Siehe auch: WAZ - XXL-Ansiedlung im Rhein-Ruhr-Zentrum: Das soll Müller bieten - hinter Paywall


Bild: EUROFUND

Update 13.02.2025

Die Eurofund Group und Signal Capital Partners haben Kaufland als neuen Ankermieter für das Rhein-Ruhr Zentrum Mülheim gewonnen. Die künftige Kaufland-Filiale bildet ein weiteres Herzstück des ab 2026 neu gestalteten Nahversorgungszentrums im westlichen Teil des Centers. Kaufland bietet auf einer Mietfläche von circa 7.300 Quadratmetern künftig ein großes Sortiment an Lebensmitteln und alles für den täglichen Bedarf. Dabei liegt der Fokus auf den Frischeabteilungen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie auf ansprechenden Bedienungstheken. Ergänzt wird dieses Angebot unter anderem durch Haushaltswaren, Elektroartikel, Schreib- und Spielwaren sowie durch wöchentlich und saisonal wechselnde Aktionsware. Die Eröffnung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Pressemitteilung: Kaufland kommt ins Rhein-Ruhr Zentrum nach Mülheim


Update 30.11.2025

Das Rhein-Ruhr Zentrum setzt seine weitreichende Neugestaltung fort und beginnt im Dezember 2025 mit dem nächsten zentralen Bauabschnitt im westlichen Flügel, der bis Juli 2026 andauern soll. Ziel ist es, die baulichen Voraussetzungen für die neuen Hauptmieter Kaufland und Müller sowie das umgebaute McFIT zu schaffen und das Center-Layout anzupassen. Die TKS Group wurde mit den Arbeiten an dem über 20.000 Quadratmeter großen Projekt beauftragt, dessen Auftragswert im zweistelligen Millionenbereich liegt. 

Während der Bauzeit wird die West Mall auf beiden Ebenen für einen Teil des Zeitraums geschlossen, wobei jedoch stets ein Zugang zum westlichen Center-Teil bestehen bleibt. Galeria und Aldi bleiben durchgehend geöffnet, wobei Besucher über temporäre Beschilderungen zu alternativen Eingängen geführt werden. Auch bei den Parkplätzen kommt es zu Einschränkungen: Der überdachte Parkplatz vor Galeria im Bereich E1 wird ab dem 3. November 2025 für etwa fünf Monate gesperrt, ebenso der dortige Eingang zur Galeria. Der Großteil der Parkflächen und der Zugang über den Dachparkbereich bleiben jedoch vollständig nutzbar. Mit Abschluss der Arbeiten im Sommer 2026 wird ein weiterer großer Meilenstein der Modernisierung erreicht sein.

Quelle: Rhein-Ruhr Zentrum: Umfassende Modernisierung startet im Dezember

Bochum - Schnellladepark Hofsteder Straße - In Planung

Die DGC Gruppe hat das Gewerbegrundstück an der Hofsteder Straße 182a in Bochum erfolgreich an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG veräußert. Das 2.898 m² große Areal, das zuletzt als Autohaus genutzt wurde, liegt in direkter Sichtlage zur Autobahn A40 und bietet somit ideale Voraussetzungen für die geplante Neuentwicklung. Die EnBW wird auf dem Grundstück einen innovativen Schnellladepark errichten und damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätswende im Ruhrgebiet leisten.

„Wir freuen uns, dass wir in der aktuell herausfordernden Marktphase mit der EnBW einen Käufer für das Grundstück gewinnen konnten, der dem Standort eine zukunftsweisende Nutzung gibt und das Thema Nachhaltigkeit aktiv vorantreibt. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Aufwertung des gesamten Gewerbegebiets bei, in dem sich auch weitere Immobilien im Besitz der DGC Gruppe befinden“, erklärt Tarek Prause, Leiter Transaktionsmanagement der DGC Gruppe.

Prressemitteilung: DGC Gruppe veräußert Gewerbegrundstück in Bochum an EnBW

Erwartete Ausstattung (basierend auf EnBW-Standards)

Obwohl die genaue Anzahl und Leistung der Ladesäulen für diesen Standort noch nicht öffentlich bekannt ist, entspricht das Projekt dem typischen Ausbau des EnBW HyperNetz:

  • Hohe Ladeleistung: Es werden High-Power-Charging (HPC)-Ladesäulen erwartet, die Ladeleistungen von bis zu 400 kW ermöglichen können.

  • Ökostrom: An allen von EnBW betriebenen Ladestationen wird in der Regel 100 % Ökostrom (aus Wasserkraft) zur Verfügung gestellt.

  • Komfort und Design: Die Schnellladeparks von EnBW verfügen oft über eine Überdachung (manchmal mit integriertem Solardach), um wettergeschütztes und komfortables Laden zu gewährleisten.

  • Zugänglichkeit: Solche Parks sind darauf ausgelegt, leicht zugänglich zu sein und die Ladeinfrastruktur in urbanen Gebieten zu verbessern.

Sonntag, 23. November 2025

Dortmund - Neubau der Jungen Bühne - In Planung

Im Sommer 2026 beginnen am Hiltropwall die Bauarbeiten für die Junge Bühne Dortmund, in der künftig das Kinder- und Jugendtheater sowie die Junge Oper unter einem Dach vereint werden. Das neue Gebäude soll ein architektonisches und kulturelles Highlight mit überregionaler Strahlkraft werden und ein offenes Forum für junge Kunst, Bildung und Teilhabe schaffen. Bevor der eigentliche Hochbau starten kann, sind jedoch umfangreiche Vorbereitungen notwendig: Ab Januar 2026 verlegt DONETZ Stromleitungen, wofür die Hövelstraße bis zur Kuhstraße voraussichtlich zwölf Wochen lang voll gesperrt wird. Eine Umleitung über die Hansastraße und Kuhstraße stellt die Erreichbarkeit von Parkhaus und Hotel sicher. Im April 2026 schließt DEW21 mit der Verlegung von Fernwärmeleitungen in der Kuhstraße an. Dafür wird dieser Straßenabschnitt gesperrt, während die Hövelstraße wieder befahrbar ist. Trotz der Bauarbeiten soll der Verkehr auf dem Wall weitestgehend ungestört fließen.

Die Stadt steht im engen Austausch mit Cityring und IHK, um für Gewerbetreibende und Lieferverkehr praktikable Lösungen zu sichern. Im Zuge der Arbeiten müssen mehrere Bäume weichen: Drei Platanen an der Ecke Hiltropwall/Hövelstraße sowie sechs Kastanien entlang des Walls können aufgrund der Baumaßnahmen und künftig anstehender Kanalarbeiten nicht erhalten bleiben. Nach Möglichkeit sollen später neue Bäume gepflanzt werden, um den Allee-Charakter wiederherzustellen. Da die Baustelle mitten in der Innenstadt liegt, ist zudem mit archäologischen Funden oder sogar Blindgängern zu rechnen, die den Baufortschritt beeinflussen könnten.

Die Junge Bühne Dortmund soll auf rund 10.060 Quadratmetern entstehen und eine Hauptbühne mit 304 Sitzplätzen (erweiterbar um 56 Plätze), eine Studiobühne mit 142 Plätzen sowie zwei Probebühnen umfassen. Bauherr ist das Theater Dortmund, das die Fertigstellung des 93,7 Millionen Euro teuren Projekts für das Jahr 2030 erwartet.

  • Baubeginn Vorarbeiten: Januar 2026
  • Hochbau-Start: Mitte 2026
  • Fertigstellung: voraussichtlich 2030
  • Kosten: 93,7 Mio. Euro
  • Fläche des Neubaus: ca. 10.060 m²
Quelle: Bald geht’s los: Am Hiltropwall wird der Baustart der Jungen Bühne Dortmund vorbereitet




Bilder: Playtime/JSWD

Essen - Kontorhaus Ost - In Bau

Das Kontorhausviertel in der Essener weststadt wächst: Die Hamburger Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-AG plant auf einer rund 35.000 m² großen stillgelegten Industriefläche westlich der Innenstadt, zwischen Hans-Böckler-Straße, Frohnhauser Straße und Schwanenkampstraße, vier neue Bauprojekte. Insgesamt entstehen bis zu 60.000 m² moderne Büroflächen, ergänzt durch Wohnungen, ein Hotel und Nahversorgungsmöglichkeiten. Den Auftakt bildet das Kontorhaus Ost – mit 104 Wohnungen und rund 11.000 m² hochflexiblen Büroflächen. Mit einem Spatenstich wurde der Baustart des Kontorhauses Ost gestern offiziell eingeläutet.

Vom Open-Space bis zum klassischen Einzelbüro – das Kontorhaus Ost bietet moderne und flexible Büroflächen in Größen von ca. 400 bis ca. 11.000 m². Zusätzlich entstehen 104 Wohnungen in Größen von ca. 65 bis ca. 100 m² mit einer Gesamtfläche von ca. 7.500 m². Die Fertigstellung des Bürogebäudes ist für Oktober 2027 geplant, das Wohngebäude soll im März 2028 bezugsfertig sein. Der erste Mieter steht auch schon fest: Die Stadt Essen hat für den Fachbereich Immobilienwirtschaft ca. 5.580 m² Bürofläche im neuen Kontorhaus Ost angemietet.

Das Kontorhaus Ost ergänzt die Reihe moderner Neubauprojekte in der Essener Weststadt und setzt wichtige städtebauliche Impulse. Auf dem früheren Zugang zur Krupp-Stadt ist ein lebendiges Quartier entstanden, das Arbeiten, Wohnen und Freizeitangebote miteinander verbindet. Die Stadtspitze betont, dass das Projekt beispielhaft für gelungene urbane Transformation steht und das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit Essens unterstreicht. Mit dem Engagement der Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-AG entstehen neben modernen Büroflächen auch 104 neue Wohnungen, die dringend benötigten Wohnraum schaffen und einen Beitrag zur Wohnbauinitiative des Landes leisten. Das Kontorhaus Ost bildet zugleich den Abschluss einer Entwicklung, die in den 1990er-Jahren begann und die Weststadt zu einem gefragten, vielseitigen Stadtteil mit Büros, Wohnungen, Einzelhandel, Hotels, Kino, Eventhalle und Grünflächen geformt hat.

Quelle: Baustart für das Kontorhausviertel in Essen / Projektseite: Kontorhausviertel-Essen


Bild: Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-AG

Sonntag, 16. November 2025

Oberhausen - Neubau Decathlon am Centro - In Bau

Nach jahrelangen Verzögerungen und intensiven rechtlichen Auseinandersetzungen rückt die Ansiedlung von Decathlon in Oberhausen nun deutlich näher. Auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände gegenüber dem Centro beginnen im November 2025 die Bauarbeiten für eine der größten Decathlon-Filialen Deutschlands. Die offizielle Grundsteinlegung findet am 20. November statt, begleitet von Oberbürgermeister Thorsten Berg, Vertretern der städtischen Wirtschaftsförderung, der Grundstückseigentümerin Euro Auctions sowie Verantwortlichen des Sportartikelhändlers. Mit dem Start der Bauphase endet eine lange Phase der Unsicherheit, in der das Projekt mehrfach aufgrund externer Einflüsse ins Stocken geraten war.

Geplant ist ein moderner und großflächiger Store mit rund 4500 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie einem etwa 500 Quadratmeter großen Außenbereich, der Raum für Produkttests und erweiterte Präsentationskonzepte bieten soll. In Oberhausen entsteht damit ein Flagship-Standort, der laut Stadtverwaltung über 100 neue Arbeitsplätze schaffen wird und als bedeutender wirtschaftlicher Impuls für das Umfeld der Neuen Mitte gilt. Die Lage am stark frequentierten Centro gilt als strategisch besonders attraktiv, da die Besucherströme des Einkaufs- und Freizeitkomplexes ein hohes Kundenpotenzial versprechen.

Die Vorgeschichte des Projekts ist jedoch geprägt von Widerstand und juristischen Konflikten. Insbesondere die Städte Essen und Bottrop hatten über Jahre hinweg gegen die Genehmigung geklagt, aus Sorge, die neue Filiale könne Kaufkraft aus ihren Innenstädten abziehen und damit bestehende Geschäftsstrukturen gefährden. Auch in Oberhausen selbst äußerten lokale Sporthändler Bedenken hinsichtlich möglicher Umsatzverluste. Diese Klagen führten zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan, scheiterten letztlich jedoch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster, das den Weg für den Bau frei machte.

Der Baustart markiert deshalb einen zentralen Meilenstein im langwierigen Verfahren, doch weiterhin bestehen Unklarheiten hinsichtlich des Eröffnungstermins. Ursprünglich peilte Decathlon das vierte Quartal 2026 an, inzwischen vermeidet das Unternehmen jedoch konkrete Aussagen, da weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden können. Trotz dieser Unsicherheiten wird die neue Filiale als wichtiger Baustein in der deutschen Expansionsstrategie des Unternehmens betrachtet, das seine Präsenz im stationären Handel kontinuierlich ausbaut und in den kommenden Jahren zahlreiche neue Standorte plant.

Insgesamt stellt das Projekt in Oberhausen sowohl für Decathlon als auch für die Stadt einen bedeutenden Entwicklungsschritt dar: Der Sporthändler erhält einen prominenten Standort in einem der größten Einkaufsareale Deutschlands, während Oberhausen von neuen Arbeitsplätzen, einer Aufwertung des Areals und zusätzlichen Besucherströmen profitieren dürfte – auch wenn der Wettbewerb für lokale Händler spürbar steigen wird.

Quelle: WAZ - Decathlon Oberhausen: Termin für Baustart am Centro steht fest - Paywall

Dortmund - Forschungsbau CALEDO - Fertig (10/25)

Die TU Dortmund hat am 10. Oktober 2025 ihren neuen Forschungsbau CALEDO – Center for Advanced Liquid-Phase Engineering Dortmund – feierlich eröffnet. Das hochmoderne Gebäude an der Otto-Hahn-Straße bietet auf rund 3.600 Quadratmetern Nutzfläche Platz für etwa 100 Wissenschaftler*innen und setzt infrastrukturelle Maßstäbe für internationale Spitzenforschung. Mit seinen spezialisierten Laborbereichen unterstützt CALEDO insbesondere die Forschung an innovativen Flüssigphasen, die für neuartige chemische, biotechnologische und pharmazeutische Verfahren von zentraler Bedeutung sind. Ziel ist es, molekulare Wechselwirkungen in Flüssigkeiten präziser zu verstehen, um toxische Lösungsmittel zu ersetzen, den Forschungsaufwand zu reduzieren und die Entwicklung stabilerer sowie wirksamerer Medikamente zu ermöglichen.

Finanziert wurde der rund 90 Millionen Euro teure Neubau gemeinschaftlich durch den Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die TU Dortmund. Die Ausstattung umfasst wissenschaftliche Großgeräte im Wert von rund zehn Millionen Euro und erlaubt eine analytische Tiefenschärfe, die bislang nur wenigen Forschungseinrichtungen zur Verfügung steht. Das viergeschossige Gebäude mit begrünter Innenhofarchitektur wurde vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW in Zusammenarbeit mit dem Dezernat Bau- und Facilitymanagement der TU Dortmund realisiert; der architektonische Entwurf stammt vom Dortmunder Büro Gerber Architekten und zeichnet sich durch rötliches Mauerwerk, abgerundete Gebäudeecken und umlaufende Fenster aus.

Bei der Eröffnung betonte NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes die Bedeutung des Forschungsbaus für die Entwicklung innovativer Lösungsmittel und für die Stärkung des gemeinsamen Exzellenzclusters RESOLV der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum. Auch TU-Rektor Prof. Manfred Bayer unterstrich die strategische Relevanz von CALEDO als zentrale Ressource für die Universität sowie für die Universitätsallianz Ruhr und das Ruhr Innovation Lab. Die Initiative für den Forschungsbau ging maßgeblich von Prof. Gabriele Sadowski und Dr. Christoph Brandenbusch aus, deren Antrag sich 2020 nach einem mehrstufigen Begutachtungsverfahren durchsetzen konnte. Damit verfügt die TU Dortmund nun über einen hochspezialisierten Forschungsstandort, der langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region im Bereich der Flüssigphasenforschung stärkt.


Pressemitteilung: Forschungsbau CALEDO feierlich eröffnet

Foto: Roland Baege / TU Dortmund

Samstag, 15. November 2025

Gelsenkirchen - Neubau Logistikzentrum Grothusstraße - In Planung

Der Immobilieninvestor EQT Real Estate hat das rund 36.000 Quadratmeter große Gelände des ehemaligen Schlachthofs an der Grothusstraße in Gelsenkirchen-Heßler von Westfleisch erworben. Das Areal, das zuletzt mehrere Jahre brachlag, soll zu einer modernen Logistikimmobilie entwickelt werden. Westfleisch hatte den Standort bis 2021 betrieben, nachdem der Schlachthof, dessen Geschichte bis ins Jahr 1913 zurückreicht, zuvor einer der modernsten in Deutschland gewesen war. 2019 investierte das Unternehmen noch über eine Million Euro in den 11.500 Quadratmeter großen Produktionsbereich; 2020 wurden dort rund 970.000 Schweine geschlachtet. Mit der Schließung des Betriebs im Oktober 2021 standen 140 Schlachthofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie 42 städtische Angestellte aus der Fleischkontrolle vor einem möglichen Jobverlust, für nahezu alle wurde jedoch eine Anschlusslösung in anderen Betrieben oder durch Eigeninitiative gefunden. Da der Betrieb nach der Stilllegung vollständig eingerichtet blieb, handelte es sich bei dem Grundstück um eine zentrale Industriebrache („Brownfield“) mit bestehender Infrastruktur und guter verkehrlicher Anbindung.

EQT Real Estate betont, dass die Entwicklung des Areals Teil der unternehmensweiten Strategie ist, brachliegende Industrieflächen in nachhaltige und wirtschaftlich nutzbare Immobilien zu transformieren. Mit dem geplanten Neubau einer Logistikimmobilie sollen moderne Kapazitäten geschaffen und ein Beitrag zur Revitalisierung des Standorts Gelsenkirchen geleistet werden. Auch politisch wird das Projekt positiv aufgenommen: Die SPD-Ratsfraktion bezeichnet die geplante Ansiedlung eines Logistikunternehmens in unmittelbarer Nähe zur Autobahnauffahrt als Gewinn für die Stadt, da Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse entstehen, ohne die Straßen der Innenstadt zusätzlich zu belasten. Die Transaktion wurde vom Immobilienberatungsunternehmen Colliers begleitet und reiht sich in die strategische Expansion des europäischen Logistikportfolios von EQT Real Estate ein. Insgesamt wird das Projekt als wichtiger Baustein der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Gelsenkirchens betrachtet.

Quellen: EQT Real Estate kauft Ex-Westfleisch-Areal in Gelsenkirchen / WAZ - Gelsenkirchen: Das

Bild: Colliers


Essen - Umbau Hochbunker an der Helenenstraße - In Bau

Der denkmalgeschützte Hochbunker an der Helenenstraße in Essen-Altendorf wird derzeit umfassend zu Wohnraum umgebaut. Auf dem Grundstück stehen der sechsstöckige Betonbau sowie ein kleines früheres Technikgebäude, dessen Erdgeschoss vollständig aus Haustechnik bestand. Nach der Aufgabe durch den Bund wurde der Bunker zunächst versteigert und ging schließlich in den Besitz des Essener Projektentwicklers Michael Nehring über, dessen Unternehmen bereits einen weiteren ehemaligen Bunker an der Körnerstraße zu 31 Appartements umgebaut hat. Für den Altendorfer Bunker sind zehn Wohnungen sowie ein rund 120 Quadratmeter großes Loft mit Dachterrasse geplant. Die Vermarktung hat bereits begonnen, obwohl die Baustelle aktuell noch im Rohzustand ist und aus der Außenwand massive Betonquader herausgeschnitten wurden, um neue Fensteröffnungen zu schaffen.

Der Umbau ist aufgrund der strengen denkmalrechtlichen Vorgaben besonders anspruchsvoll. Nur die Hälfte des Gebäudes darf zu Wohnraum umgenutzt werden, während die andere Hälfte als historisches Denkmal erhalten bleiben muss. Die Fassade darf lediglich im Bereich der Fenster verändert werden; der restliche Stahlbeton mit seinem teils natürlichen Bewuchs muss bestehen bleiben. Auch im Inneren bleiben historische Elemente sichtbar, darunter gusseiserne Treppengeländer und frühere Luftfilteranlagen. Die Zusammenarbeit mit Denkmalschutz- und Baubehörden wird von der Bauleitung als konstruktiv beschrieben.

Die baulichen Eingriffe sind erheblich: Ein Treppenhaus wurde zu Wohnraum umgebaut, Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser werden neu verlegt, und ein Fahrstuhlschacht wird bis ins Fundament hinein ausgebrochen. In der sechsten Etage entsteht eine nahezu vollständig verglaste Wohnung mit weitem Blick über Altendorf bis nach Gelsenkirchen-Buer und Bottrop. Auf dem Dach des zweiten Bunkerturms wird eine Terrasse errichtet, deren Böden derzeit vorbereitet werden. Für jede Mietpartei sollen auf jeder Etage separate Abstellräume eingerichtet werden, da klassische Kellerräume fehlen.

Trotz des sichtbaren Baustellenzustands geht die Bauleitung davon aus, dass die ersten Mieter bereits im Januar 2026 einziehen können. Die Innenarbeiten seien weit fortgeschritten: Vinylböden werden verlegt, Küchen sollen demnächst eingebaut werden, und im Außenbereich beginnen Ende November die Gartenarbeiten. Die Kaltmieten der neuen Wohnungen sollen zwischen 700 und 800 Euro liegen, während das Loft voraussichtlich mehr als 2000 Euro monatlich kosten wird. Der 1940 im Rahmen des „Führer-Sofortprogramms“ errichtete Bunker war während des Zweiten Weltkriegs der größte in Essen und bot auf sechs Etagen Schutz für bis zu 1150 Personen. Nach einer Modernisierung im Kalten Krieg blieb er bis 2017 in Bundeseigentum, bevor er versteigert wurde.


Quelle: WAZ - Wohnungen und Loft mit Dachterrasse: So wird ein Essener Bunker umgebaut - Paywall

Donnerstag, 13. November 2025

Bochum - „Quartier am Gesundheitscampus“ - In Planung

Auf dem Gelände der ehemaligen Erich-Kästner-Schule an der Markstraße in Bochum-Querenburg entsteht ein neues Wohnquartier mit rund 360 Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte. Das Areal umfasst etwa 7,2 Hektar und bleibt im Eigentum der Stadt Bochum, die die Grundstücke ausschließlich im Rahmen von Erbbaurechten für 75 Jahre an Investoren vergibt. Eigentumswohnungen sind daher nicht vorgesehen. Ziel der Stadt ist es, langfristig Einfluss auf die Nutzung und Mietpreisgestaltung zu behalten. Etwa 40 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden, was eine Begrenzung der Mieten und damit vergleichsweise günstigen Wohnraum ermöglicht.

Der Wohnungsbau ist Teil des sogenannten „Quartiers am Gesundheitscampus“, das in direkter Nachbarschaft zur Ruhr-Universität Bochum liegt. Geplant sind neben vier größeren Wohnblöcken und zwei Mehrfamilienhäusern auch ein Gebäude mit Gewerbeflächen sowie die Kita. In den Erdgeschossen sind kleinere Läden und Dienstleistungsangebote wie Bäckerei, Café oder Arztpraxen vorgesehen. Sollte sich dafür kein Bedarf ergeben, können diese Flächen ebenfalls zu Wohnungen umgebaut werden.

Der Baubeginn des Hochbaus ist für Anfang 2027 vorgesehen, nachdem zuvor im Frühjahr und Sommer 2026 die Erschließung mit Straßen- und Kanalbau erfolgt. Bis Sommer 2026 sollen auch alle Grundstücke an Investoren vergeben sein. Läuft alles nach Plan, könnten die ersten Wohnungen Ende 2028 oder Anfang 2029 bezogen werden.

Für die Vorbereitung des Geländes wurden bereits umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt, bei denen rund 48.000 Tonnen Boden bewegt wurden. Die Stadt Bochum investiert insgesamt etwa 15,5 Millionen Euro in die Entwicklung und Erschließung des Areals, darunter Kosten für Bebauungsplanverfahren, Gutachten, Straßen- und Kanalbau sowie Ausgleichsmaßnahmen. Diese Ausgaben sollen über die Laufzeit der Erbbaurechte durch die Zahlungen der Investoren refinanziert werden.

Das Projekt war in den vergangenen Jahren mehrfach Gegenstand kontroverser Diskussionen. Anwohner äußerten vor allem Sorgen wegen des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommens und des Verlusts von Grünflächen. Für das Bauvorhaben mussten rund 255 Bäume gefällt werden, was zu Kritik führte. Als Ausgleich plant die Stadt eine Wiederaufforstung von insgesamt 12.000 Quadratmetern in Bochum-Eppendorf sowie die Pflanzung von 50 neuen Bäumen innerhalb des Quartiers. Zur Entlastung des Verkehrs sind zwei neue Kreisverkehre an der Stiepeler Straße und an der Markstraße vorgesehen, außerdem wird die Stiepeler Straße saniert. Für die neuen Bewohner entstehen 150 überdachte Stellplätze in Form von Solar-Carports mit Photovoltaikanlage.

Parallel zur Quartiersentwicklung wird auch die abgebrannte Turnhalle der Erich-Kästner-Gesamtschule neu errichtet. Der Baustart ist ebenfalls für das Frühjahr oder den Sommer 2026 geplant, die Fertigstellung für den Herbst 2027. Damit soll die Schule, die seit dem Brand 2019 auf Ausweichstandorte angewiesen ist, wieder eine eigene Sportstätte erhalten.

Insgesamt sieht die Stadt Bochum in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und zur nachhaltigen Stadtentwicklung, bei der soziale Durchmischung, ökologische Aspekte und langfristige Steuerungsmöglichkeiten gleichermaßen berücksichtigt werden.


Quelle: WAZ - Neues Quartier in Bochum: Warum die 360 Wohnungen nur zur Miete sind - Paywall


Bild: Pesch Partner Architektur Stadtplanung GmbH


Sonntag, 9. November 2025

Gladbeck - „Soziale Quartier St. Franziskus“ - In Planung

In Gladbeck-Rentfort-Nord entsteht auf dem ehemaligen Gelände der katholischen Kirche St. Franziskus ein neues Stadtquartier, das weit mehr als nur Wohnraum schaffen soll. Das „Soziale Quartier St. Franziskus“ ist als ein modernes, generationenübergreifendes Zentrum konzipiert, das Wohnen, Bildung, Gemeinschaft und soziale Angebote miteinander verbindet. Investor und Projektentwickler ist das Bottroper Planungsbüro Haas & Höing unter der Leitung von Stefan Höing, der das Vorhaben bereits seit 2018 begleitet. Hintergrund ist die Aufgabe der Kirchengemeinde St. Franziskus und die städtebauliche Erneuerung des Stadtteils Rentfort-Nord, der lange Zeit als Problemviertel galt. Mit dem Abriss der Hochhausruine an der Schwechater Straße und der Eröffnung des neuen Einkaufszentrums „GZ Nord“ im Jahr 2024 begann ein umfassender Wandel, den das neue Quartier fortsetzen soll.

Auf dem ehemaligen Kirchengrundstück sind insgesamt vier Neubauten vorgesehen, die in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Der erste Bauabschnitt umfasst zwei Gebäude: eines, das im Erdgeschoss eine neue viergruppige Kindertagesstätte und in den oberen Etagen das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Allerlei Leben“ beherbergen wird, sowie ein weiteres Haus, das der Propsteipfarrei als neues Gemeindezentrum und Treffpunkt dienen soll. Im zweiten Bauabschnitt entstehen zwei weitere Gebäude mit insgesamt rund 80 Wohnungen, darunter 22 Eigentumswohnungen und mehrere öffentlich geförderte Mietwohnungen. Alle Gebäude sind als dreigeschossige Bauten mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss geplant. Die Architektur sieht helle Klinkerfassaden und eine moderne, offene Gestaltung vor, die zu einem einladenden Charakter des Quartiers beitragen soll.

Der Baustart ist für Anfang oder Mitte 2026 vorgesehen, das Baugenehmigungsverfahren läuft bereits. Die Zusammenarbeit zwischen Investor, Stadt Gladbeck und Kirchengemeinde gilt als sehr konstruktiv. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils in die Entwicklung einzubeziehen und ihre Vorstellungen in die Planung einzubringen. Auch der Übergang von den bestehenden Gebäuden zu den Neubauten ist sorgfältig abgestimmt: So wird die alte Kindertagesstätte erst abgerissen, wenn der Neubau bezugsfertig ist, und das bisherige Pfarrhaus bleibt während der Bauphase als provisorischer Gemeindestandort erhalten.

Das soziale Quartier St. Franziskus soll ein wichtiger Baustein für die weitere positive Entwicklung von Rentfort-Nord werden. Durch die Verbindung von Wohnen, Kita, Gemeinde und gemeinschaftlichen Angeboten entsteht ein lebendiger Ort, der Integration, Begegnung und Zusammenhalt im Stadtteil fördern soll.

Quelle: WAZ - Soziales Quartier St. Franziskus: Was das Leben dort besonders machen soll - Paywall


Bild: Haas & Höing