Der Neubau der Rettungs- und Feuerwache in Herne, das größte und teuerste Bauprojekt in der Geschichte der Stadt, hat mit der Grundsteinlegung einen wichtigen Meilenstein erreicht. Obwohl das Gebäude derzeit nur digital existiert und mithilfe von Virtual-Reality-Technik bereits virtuell begehbar ist, sollen die Bauarbeiten bis 2027 abgeschlossen sein, sodass die neue Wache dann real in Betrieb gehen kann. Erste bauliche Fortschritte sind bereits sichtbar: Bodenplatten und erste Wände wurden errichtet, die Umrisse des Gebäudes zeichnen sich ab.
Die neue Rettungs- und Feuerwache entsteht am Florianweg an der Ecke Hölkeskampring/Trimbuschhof und wird über eine Bruttogeschossfläche von rund 24.000 Quadratmetern verfügen. Dort sollen künftig etwa 600 Menschen ihren Dienst verrichten. Neben dem Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr werden auch Verwaltungseinheiten, die Freiwillige Feuerwehr sowie die Kinder- und Jugendfeuerwehr untergebracht. Darüber hinaus ist die neue Wache als zentrale Anlaufstelle für Hilfsorganisationen und den Krisenstab der Stadt Herne vorgesehen. Herzstück des Neubaus wird eine hochmoderne Leitstelle sein, die mit einer großen Bildschirmwand, zahlreichen Monitoren und lichtdurchfluteten Arbeitsräumen optimale Bedingungen für die Koordination von Einsätzen bieten soll.
Feuerwehrchef Marco Diesing bezeichnete die Grundsteinlegung als einen sehr bedeutenden Tag für die Feuerwehr. Er hob hervor, dass es im Berufsleben selten vorkomme, den Neubau eines kompletten Feuerwehrstandorts begleiten zu können. Zugleich machte er deutlich, wie groß der Unterschied zwischen der bestehenden Feuerwache an der Sodinger Straße und dem Neubau sei. Die derzeitige Wache, die 1969 in Betrieb genommen wurde, sei zu klein, technisch überholt und in einem maroden Zustand. Die neue Rettungs- und Feuerwache hingegen werde zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in Deutschland zählen.
Auch Oberbürgermeister Frank Dudda unterstrich die Bedeutung des Projekts. Er verwies darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch auf Sicherheit hätten und dazu eine leistungsfähige Infrastruktur im sogenannten „Blauen Bereich“ gehöre, zu dem Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk zählen. Nachdem Polizei und THW in den vergangenen Jahren bereits neue Standorte erhalten hätten, sei nun die Feuerwehr an der Reihe. Trotz der angespannten finanziellen Lage der Stadt investiert Herne rund 140 Millionen Euro in den Neubau. Dudda betonte, dass diese Investition nicht nur der Sicherheit der Bevölkerung diene, sondern auch den Einsatzkräften bestmögliche Arbeitsbedingungen bieten solle, da sie häufig unter schwierigen und gefährlichen Umständen Hilfe leisten müssten. Zudem ermögliche der neue Standort schnellere Wege zu Einsatzstellen. Der Zeitplan für die Fertigstellung gilt als ambitioniert, dennoch sollen die Bauarbeiten planmäßig voranschreiten.
Quelle: WAZ - Meilenstein für historisches Bauprojekt der Stadt Herne - Paywall 06.11.2024Der Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache am Florianweg in Herne hat mit dem Richtfest am 26. August 2025 einen weiteren zentralen Meilenstein erreicht. Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehr, der Stadt Herne, des Architektur- und Fachplanungsbüros agn Niederberghaus & Partner GmbH sowie des ausführenden Bauunternehmens MBN Bau GmbH würdigten gemeinsam den Abschluss des Rohbaus. Mit einem Investitionsvolumen von rund 140 Millionen Euro handelt es sich um das größte kommunale Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Stadt.
Seit dem Spatenstich Ende April 2024 wird auf der Baustelle intensiv gearbeitet. Dabei wird besonderer Wert auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen gelegt. Nach Angaben der Stadt liegt das Projekt weiterhin im geplanten Zeit- und Kostenrahmen. Die Inbetriebnahme der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache ist für Mai 2027 vorgesehen.
Der Gebäudekomplex ist aufgrund seiner Funktion und technischen Ausstattung besonders anspruchsvoll. Künftig werden dort Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam untergebracht. Zusätzlich entsteht eine redundante, interkommunale Einsatzzentrale mit moderner IT- und Kommunikationstechnik, die einen durchgehenden Betrieb im Not- und Krisenfall gewährleistet. Mit dem Übergang vom Rohbau zur nächsten Bauphase wird unter anderem die Frequentis AG aus Wien in das Projekt eingebunden, ein Spezialist für Kommunikationslösungen in der kritischen Infrastruktur.
Die neue Hauptwache bietet moderne Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen, ausreichend Stellflächen für den erweiterten Fuhrpark, Sport- und Bereitschaftsräume sowie Übungs-, Ausbildungs- und Werkstattbereiche. Damit werden sowohl die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr als auch die Attraktivität des Standorts für zukünftige Nachwuchskräfte gestärkt.
Ein weiteres Element des Neubaus ist die Integration einer originalgetreuen Replik der „Florian“-Skulptur des Herner Bildhauers Hermann Gesing aus dem Jahr 1969, die künftig im Eingangsbereich der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache aufgestellt wird.
Quelle: Neue Hauptfeuer- und Rettungswache feiert Richtfest


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