Montag, 28. Mai 2018

Herne: Ehemaliges Stadtwerkehaus wird zum neuen Stadthaus

Herne – Umbau des ehemaligen Stadtwerkehauses zum Stadthaus

Das ehemalige Stadtwerkehaus am Robert-Brauner-Platz beziehungsweise an der Bahnhofstraße 64 wurde ab 2016 umfassend umgebaut und zu einem gemischt genutzten Stadthaus entwickelt. Ziel war es, das markante Gebäude in der Herner Innenstadt neu zu beleben und verschiedene Nutzungen aus den Bereichen Gastronomie, Büro, Bildung und Wohnen unter einem Dach zu vereinen.

Für die Planung und Realisierung war das Architekturbüro Hütténes verantwortlich. Das Gebäude wurde zunächst weitgehend entkernt. Vorgesehen waren unter anderem neue Terrassen und Balkone auf der zur Innenstadt orientierten Seite sowie eine neue Gestaltung und Illumination der Fassade.

Bild: Architekturbüro Hüttenes


Projektdaten



StandortBahnhofstraße 64 / Robert-Brauner-Platz, Herne
BauherrHerner Wirtschaftstreuhand GmbH
ArchitekturHütténes Architekten
Flächeca. 2.500 m²
Umbauab 2016
Fertigstellungca. 2018
ErdgeschossCafé Extrablatt / Gastronomie
1. OGWAZ, Wochenblatt und Anzeigenabteilung
2.–3. OGSenioren-Wohngemeinschaften
4. OGLingua-Sprachschule
obere Etagenbarrierefreie Apartments
BesonderheitenBalkone, Terrassen, neue Fassadengestaltung
StatusFertiggestellt / umgesetzt

Gastronomie im Erdgeschoss

Eine zentrale neue Nutzung war das Café Extrablatt. Das Restaurant sollte sich über rund 700 Quadratmeter im Erdgeschoss erstrecken und zusätzlich einen Außenbereich erhalten.

Damit sollte das Gebäude stärker zum öffentlichen Raum der Innenstadt geöffnet und gleichzeitig ein neuer Anziehungspunkt am Robert-Brauner-Platz geschaffen werden. Die Stadt Herne bezeichnete das Projekt während der Bauphase als wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt.

Büros und Redaktionen

Im ersten Obergeschoss wurden Flächen für die Herner Lokalredaktionen der WAZ und des Wochenblatts sowie die Anzeigenabteilung vorgesehen. Damit wurden mehrere zuvor getrennte Nutzungen an einem zentralen Standort zusammengeführt.

Auch die bereits im Gebäude ansässige Lingua-Sprachschule sollte weiterhin im Haus bleiben. Im vierten Obergeschoss waren Sprachkurse und Fortbildungen vorgesehen.

Senioren-Wohngemeinschaften

Ein besonderer Bestandteil des Konzeptes waren die geplanten Seniorenwohnungen. Auf rund 800 Quadratmetern entstanden beziehungsweise entstanden nach den Planungen zwei Senioren-Wohngemeinschaften des Caritasverbandes.

Jede Wohngemeinschaft war für zehn Bewohner ausgelegt. Damit wurde das klassische Büro- und Geschäftshaus um eine soziale und wohnbezogene Nutzung ergänzt. Die Kombination aus Wohnen, Arbeiten und Gastronomie sollte einen Beitrag zur Belebung der Herner Innenstadt leisten.

Barrierefreie Wohnungen

In den darüberliegenden Etagen wurden zusätzlich barrierefreie Apartments geplant. Die Wohnungen waren für ein bis zwei Personen ausgelegt und sollten Wohnflächen von etwa 65 bis 75 Quadratmetern bieten.

Besonders auffällig waren die geplanten großzügigen Balkone mit Ausrichtung nach Süden und Westen. Damit wurde das Gebäude nicht nur funktional umgebaut, sondern auch hinsichtlich seiner Wohnqualität deutlich aufgewertet.

Bauphase 2017

Im Juni 2017 war der Umbau bereits deutlich sichtbar. Das Gebäude war zu diesem Zeitpunkt weitgehend entkernt, gleichzeitig liefen die Arbeiten an Rohbau, Fassade und Innenbereichen. Aufnahmen der Stadt Herne zeigen unter anderem den Bauzustand an der Viktor-Reuter-Straße, das Gerüst, den Rohbau und das Treppenhaus.

Die ursprüngliche Planung sah eine Bauzeit von ungefähr einem Jahr und eine Fertigstellung Mitte 2017 vor. Tatsächlich zog sich die Fertigstellung etwas länger hin.

Bereits Anfang 2019 wurde von der Stadt Herne berichtet, dass die Sanierung des Stadthauses abgeschlossen war. Zu diesem Zeitpunkt waren unter anderem das Café und zwei Redaktionen eingezogen; außerdem waren Wohnangebote der Caritas und Mietwohnungen eingerichtet.

Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne


Weiterentwicklung nach dem Umbau

Das Gebäude erhielt durch den Umbau eine deutlich gemischtere Nutzung. Auch später kamen weitere Einrichtungen hinzu. So bezog beispielsweise das Management Office der Hochschulallianz ruhrvalley rund 480 Quadratmeter im Stadtwerkehaus. Die Räumlichkeiten dienen seitdem unter anderem der Koordination gemeinsamer Forschungs- und Innovationsprojekte der beteiligten Hochschulen.

Damit entwickelte sich das ehemalige Stadtwerkehaus tatsächlich zu einem gemischt genutzten Stadthaus mitten in der Herner Innenstadt.

Quelle: inHerne – Umbau zum Stadthaus am Robert-Brauner-Platz · Bochum Tourismus – Stadthaus im ehemaligen Stadtwerkehaus

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