Am 26. März 2026 wurde der Zuschlag für die Herrichtung des sogenannten „Kubus“ am Schulzentrum in Bochum erteilt. Das Gebäude aus dem Jahr 1969, das seit 2016 leer stand, wird damit einer neuen Nutzung zugeführt und in das bestehende Schulensemble integriert.
Der Baukörper wurde bereits in den Jahren 2024/25 vollständig entkernt und von Schadstoffen befreit. Diese vorbereitenden Maßnahmen schaffen die Grundlage für eine umfassende bauliche und technische Erneuerung. Ziel des Projekts ist es, zusätzliche Flächen für die Hans-Böckler-Realschule und das Neue Gymnasium Bochum bereitzustellen und damit die bestehenden Raumkapazitäten nachhaltig zu entlasten.
Das Entwurfskonzept orientiert sich an der vorhandenen Tragstruktur des Gebäudes. Durch den weitgehenden Erhalt des Rohbaus können sowohl Ressourcen geschont als auch Eingriffe in die bestehende Substanz minimiert werden. Gleichzeitig ermöglicht die klare Skelettstruktur eine flexible Neuorganisation der Grundrisse. Geplant sind zusätzliche Unterrichtsräume sowie ergänzende Flächen für unterschiedliche Lern- und Nutzungsszenarien.
Ein zentrales Element des Umbaus ist die Neuordnung der Erschließung. Für beide Schulen werden eigenständige, barrierefreie Zugänge geschaffen, die eine klare Orientierung und unabhängige Nutzung gewährleisten. Ergänzend wird ein zentraler Versorgungskern integriert, in dem technische und funktionale Infrastrukturen gebündelt werden.
Auch die technische Gebäudeausrüstung wird vollständig erneuert und an aktuelle Anforderungen angepasst. Dies umfasst unter anderem die Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär sowie die digitale Infrastruktur. Darüber hinaus werden sämtliche sicherheitsrelevanten Vorgaben berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf Brandschutz und die Ausbildung von zwei unabhängigen Rettungswegen.
Die Fassadengestaltung greift die kubische Form des Bestandsgebäudes auf und entwickelt diese gestalterisch weiter. Ziel ist ein zeitgemäßes Erscheinungsbild, das sich in das Umfeld einfügt und gleichzeitig eine eigenständige Identität ausbildet.
Im Sinne nachhaltigen Bauens setzt das Projekt auf den Erhalt vorhandener Strukturen, den Einsatz recyclingfähiger Materialien sowie flexible Ausbausysteme. Diese ermöglichen eine langfristige Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Anforderungen im Schulbetrieb.
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| Bild: SSP AG |

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