Familienfreundlicher Neubau im Ostpark geplant
Im Ostpark entsteht ein weiteres öffentlich gefördertes Wohnbauprojekt: Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum eG (GWV) realisiert an der Feldmark, Ecke Maria-Merian-Weg insgesamt 39 Wohnungen mit Schwerpunkt auf familiengerechten Grundrissen. Das Vorhaben ergänzt die laufende Entwicklung des neuen Stadtquartiers und setzt zugleich auf energieeffiziente Gebäudetechnik sowie nachhaltige Freiraumkonzepte.
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| Bild: Tor5 Architekten, Bochum |
Öffentlich geförderter Wohnraum für Familien
Die geplanten Wohnungen richten sich an Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen. Mit einer Nettokaltmiete von 7,45 Euro pro Quadratmeter bleibt das Projekt deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Vorgesehen sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, wobei der Fokus auf größeren Einheiten zwischen 80 und 110 Quadratmetern liegt – ein Segment, das im geförderten Wohnungsbau vieler Städte weiterhin knapp ist.
Das Gebäude umfasst vier Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss und erreicht eine Gesamtwohnfläche von rund 3.040 Quadratmetern. Die kompakte Bauweise reagiert auf die urbane Lage innerhalb des Entwicklungsgebiets Ostpark und kombiniert hohe Wohnraumausnutzung mit familienfreundlichen Wohnungszuschnitten.
Nachhaltige Gebäudetechnik und Regenwassermanagement
Auch technisch orientiert sich das Projekt an aktuellen Anforderungen des nachhaltigen Wohnungsbaus. Der Neubau erfüllt den Effizienzhaus-40-Standard und wird mit einer Kombination aus Geothermie und Photovoltaik ausgestattet. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine extensive Dachbegrünung.
Besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem Entwässerungssystem im Quartier. Das Niederschlagswasser wird nicht direkt in die Kanalisation eingeleitet, sondern oberirdisch über Rinnen, Wasserläufe und Rückhaltebecken geführt und anschließend dem Harpener Bach zugeleitet. Das Konzept verbindet technische Infrastruktur mit landschaftsplanerischen Elementen und trägt zur klimaresilienten Quartiersentwicklung bei.
Mobilitätskonzept mit Tiefgarage und Fahrradstellplätzen
Zur Entlastung des öffentlichen Raums entsteht unter dem Gebäude eine Tiefgarage mit 20 PKW-Stellplätzen. Ergänzend sind Fahrradstellplätze sowie Flächen für Lastenräder vorgesehen. Weitere Stellplätze stehen in der benachbarten Quartiersgarage zur Verfügung.
Das rund 2.230 Quadratmeter große Grundstück integriert damit unterschiedliche Mobilitätsformen und reagiert auf die veränderten Anforderungen urbaner Wohnquartiere.
Baustart ab Ende 2026 vorgesehen
Die Baugenehmigung für das Projekt liegt bereits vor. Ab Mai 2026 beginnen zunächst vorbereitende Bodenuntersuchungen. Der offizielle Spatenstich ist für November geplant, der eigentliche Baubeginn soll Ende des Jahres erfolgen.
Quelle: Ostpark wächst – mehr bezahlbarer Wohnraum für Familien
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