Freitag, 10. April 2026

Bochum - Wohnen am Stadtpark - In Planung

Wohnen am Stadtpark in Bochum: Kontext, Konzept und städtebauliche Qualität

Die Entwicklung neuer Wohnprojekte im innerstädtischen Bereich stellt Städte wie Bochum vor die Herausforderung, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die gewachsene Struktur sensibel weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt „Wohnen am Stadtpark“ verfolgt das Wohnungsunternehmen Vivawest genau diesen Ansatz. Auf einem Grundstück im Stadtparkviertel entsteht ein moderner Wohnkomplex, der sich bewusst auf seine Umgebung bezieht und zugleich zeitgemäße Wohnformen integriert.


Städtebaulicher Kontext: Bauen im gewachsenen Umfeld

Das Plangebiet befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stadtpark Bochum, einem der bedeutendsten innerstädtischen Grünräume der Stadt. Ergänzt wird der Kontext durch die historisch gewachsenen Wohnquartiere aus dem späten 19. Jahrhundert sowie die prägnant gelegene Lutherkirche Bochum.

Diese Umgebung ist durch unterschiedliche städtebauliche Strukturen geprägt:

  • heterogene Baufluchten
  • variierende Gebäudehöhen
  • unterschiedliche architektonische Ausdrucksformen

Die daraus resultierende „uneindeutige städtebauliche Situation“ bildet den Ausgangspunkt für den Entwurf. Anstatt diese Brüche zu ignorieren, greift das Konzept sie auf und übersetzt sie in eine vermittelnde architektonische Form.


Entwurfsstrategie: Aufnahme und Transformation von Fluchten

Ein zentrales Element des Entwurfs ist die bewusste Aufnahme vorhandener Baufluchten. Dabei orientiert sich das Gebäude an mehreren Bezugspunkten:

  • im Westen: das Katharina-von-Bora-Haus sowie die Lutherkirche
  • im Süden: die bestehende Wohnbebauung der angrenzenden Siedlung

Durch das gezielte Umlenken dieser Fluchten entsteht ein Baukörper, der die unterschiedlichen Richtungen und Raumkanten miteinander verbindet. Das Gebäude fungiert somit als vermittelndes Element zwischen verschiedenen städtebaulichen Ordnungen.

Diese Herangehensweise ist typisch für qualitätsvolle Nachverdichtung: Sie stärkt bestehende Strukturen, anstatt sie zu überformen.

Bild: Rübsamen Partner, Bochum


Gebäudekonzept und Erschließung

Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die effiziente Organisation der Erschließung. Das gesamte Gebäude wird über lediglich zwei Erschließungskerne organisiert. Daraus ergibt sich eine klare innere Struktur mit mehreren Vorteilen:

  • Reduktion von Verkehrsflächen
  • wirtschaftliche Bauweise
  • kompakte Organisation

Gleichzeitig entsteht im Inneren ein umlaufender Laubengang. Dieser übernimmt nicht nur die Funktion der Erschließung, sondern wird bewusst als sozialer Raum gestaltet. Geplant sind:

  • Aufenthaltsbereiche
  • Begegnungszonen für die Bewohner
  • integrierte Bepflanzungselemente

Der Laubengang entwickelt sich damit zu einem halböffentlichen Raum, der die Kommunikation innerhalb der Hausgemeinschaft fördert und über eine reine Funktionsfläche hinausgeht.


Material- und Fassadenkonzept

Die architektonische Gestaltung orientiert sich stark an der unmittelbaren Umgebung, insbesondere an der Lutherkirche. Ziel ist es, einen gestalterischen Zusammenhang herzustellen, ohne historische Formen zu imitieren.

Die Fassadengestaltung folgt einem differenzierten Konzept:

  • Westlicher Baukörper (zur Klinikstraße):
    Ziegelfassade mit Anlehnung an die Struktur und Farbigkeit des Muschelkalks der Kirche
  • Übrige Fassaden:
    • Kratzputzoberflächen
    • farblich durchgefärbte Betonfertigteile für Balkonbrüstungen
    • Klinkersockel zur Erdgeschosszone

Diese Kombination erzeugt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Robustheit, Dauerhaftigkeit und gestalterischer Differenzierung. Gleichzeitig wird eine visuelle Verbindung zur historischen Nachbarschaft hergestellt.


Freiraumgestaltung: Orientierung am Landschaftspark

Auch die Gestaltung der Außenräume folgt einem klaren Leitbild. Inspiriert von Konzepten des englischen Landschaftsparks werden die Freiflächen naturnah entwickelt. Charakteristisch dafür sind:

  • weich geschwungene Wegeführungen
  • lockere, landschaftliche Bepflanzung
  • fließende Übergänge zwischen bebauten und unbebauten Flächen

Diese Gestaltung trägt zur Aufenthaltsqualität bei und schafft eine Verbindung zum nahegelegenen Stadtpark.


Projektumfang und Nutzungskonzept

Das Projekt „Wohnen am Stadtpark“ umfasst insgesamt:

  • 88 frei finanzierte Wohnungen
  • unterschiedliche Wohnungsgrößen für diverse Zielgruppen
  • eine Tiefgarage
  • ein kleines Ladenlokal (z. B. für Café oder Bäckerei)

Damit wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch ein Beitrag zur Belebung des Quartiers geleistet.


Zeitplan und Baubeginn

Ein konkreter Starttermin für die Bauarbeiten steht inzwischen ebenfalls fest:
Der Baubeginn ist für das kommende Jahr vorgesehen, also voraussichtlich 2027, sofern die Planungen und Genehmigungen wie vorgesehen umgesetzt werden.

Damit befindet sich das Projekt aktuell noch in der Vorbereitungs- und Planungsphase, hat jedoch mit der positiven Bewertung durch den Gestaltungsbeirat bereits eine wichtige Hürde genommen.


Einordnung und Bewertung

Der Entwurf des Bochumer Architekturbüros „Rübsamen Partner“ wurde vom Gestaltungsbeirat der Stadt positiv bewertet. Unter dem Vorsitz von Heiner Farwick wurde insbesondere hervorgehoben, dass sich das Projekt intensiv mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzt.

Aus fachlicher Sicht lassen sich mehrere Qualitäten feststellen:

  • Kontextsensibilität:
    Der Entwurf reagiert differenziert auf die vorhandene städtebauliche Situation
  • Nachverdichtung mit Qualität:
    Es wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln
  • Soziale Aspekte:
    Gemeinschaftsorientierte Räume wie der Laubengang fördern nachbarschaftliche Interaktion
  • Gestalterische Kohärenz:
    Materialwahl und Fassadengliederung schaffen eine Verbindung zwischen Alt und Neu
Quelle: WAZ - Wohnen am Stadtpark in Bochum: Gestaltungsbeirat lobt Entwurf für Neubau

Sonntag, 5. April 2026

Duisburg - Neubau Verwaltungsgebäude ehemaliger Parkplatz „Old Daddy“ - In Planung

Neues Verwaltungsgebäude in Duisburg: Chancen, Kosten und städtebauliche Bedeutung

Seit Jahren prägt eine unbebaute Fläche die Duisburger Innenstadt – eine rund 7.300 Quadratmeter große Brache, die bislang als Symbol gescheiterter Investitionsprojekte galt. Nun plant die Stadt, das Areal selbst zu entwickeln und dort ein neues Verwaltungsgebäude zu errichten. Mit veranschlagten Kosten von etwa 136 Millionen Euro gehört das Vorhaben zu den größten kommunalen Bauprojekten der letzten Jahre.

Ziel: Zentralisierung der Verwaltung

Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Bündelung bislang verstreuter Verwaltungsstandorte. Aktuell sind zahlreiche Ämter über das gesamte Stadtgebiet verteilt, was sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Durch die Zusammenführung von rund 30 Standorten in einem neuen Gebäudekomplex erhofft sich die Verwaltung effizientere Abläufe sowie jährliche Einsparungen bei Mietkosten in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Darüber hinaus soll das neue Gebäude die Stadt als Arbeitgeberin attraktiver machen. Moderne Arbeitsbedingungen gelten zunehmend als wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte im öffentlichen Dienst.

Architektur und städtebauliche Integration

Geplant ist ein Gebäudekomplex mit rund 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, verteilt auf zwei Baukörper mit bis zu zehn Etagen. Die Architektur soll sich in die bestehende Innenstadtstruktur einfügen und gleichzeitig neue Akzente setzen. Vorgesehen ist unter anderem eine gestaffelte Fassadengestaltung, die wichtige Sichtachsen – etwa auf historische Bauwerke – erhält.

Eine neu angelegte Straße wird das Areal durchziehen und zusätzliche Verbindungen zur Altstadt schaffen. Damit reagiert die Planung auch auf Kritik aus der Vergangenheit, wonach die Brache als Barriere im innerstädtischen Gefüge wahrgenommen wurde.

Infrastruktur und Nutzungskonzept

Neben Büroflächen sind ergänzende Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder sowie publikumsnahe Angebote wie ein Café im Erdgeschoss. Auch eine Kindertagesstätte in der Umgebung ist geplant, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Im Inneren setzt die Stadt auf ein modernes Arbeitskonzept. Klassische Einzelbüros sollen weitgehend durch flexible Arbeitsbereiche ersetzt werden. Unterschiedliche Zonen für konzentriertes Arbeiten, Besprechungen und publikumsintensive Tätigkeiten sind vorgesehen. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass ein Teil der Arbeit künftig im Homeoffice erfolgt.

Zeitplan und Umsetzung

Über die konkrete Umsetzung soll im Rahmen politischer Beschlüsse entschieden werden. Vorgesehen ist, einen Generalunternehmer im Rahmen eines europaweiten Verfahrens zu beauftragen. Der Baubeginn wird derzeit für das Jahr 2027 anvisiert. Erste Teile des Gebäudes könnten Ende 2029 oder Anfang 2030 in Betrieb gehen.

Quelle: WAZ - Stadt Duisburg plant schicke Büros für 136 Millionen Euro - Paywall

Duisburg - Wohnquartier in Obermarxloh - In Bau

Neues Wohnquartier in Duisburg-Obermarxloh: 82 Mietwohnungen geplant

In Duisburg entsteht derzeit ein neues Wohnquartier im Stadtteil Obermarxloh. Auf einer bislang ungenutzten Fläche sollen insgesamt 82 Mietwohnungen gebaut werden. Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und soll zur Aufwertung des Duisburger Nordens beitragen.

Projektüberblick

Das Bauvorhaben umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier Vollgeschossen sowie einem zusätzlichen Staffelgeschoss. Geplant sind:

  • 61 geförderte Sozialwohnungen
  • 21 frei finanzierte Mietwohnungen
  • Wohnungsgrößen zwischen 45 und 100 Quadratmetern

Die Fertigstellung ist für Herbst 2026 vorgesehen. Erste Mieterinnen und Mieter könnten kurz danach einziehen.

Zielgruppen und Nutzung

Das Wohnangebot richtet sich bewusst breit gefächert an:

  • Familien
  • Singles
  • Paare
  • Seniorinnen und Senioren

Damit soll eine gemischte Bewohnerschaft entstehen und das Quartier langfristig stabilisiert werden.

Ausstattung und energetischer Standard

Das Quartier soll modernen Wohnansprüchen entsprechen. Zu den geplanten Ausstattungsmerkmalen gehören:

  • Fußbodenheizung in allen Wohnungen
  • Balkon, Terrasse oder Dachterrasse
  • Begrünte Dachflächen
  • Einsatz von Photovoltaikanlagen
  • Hoher energetischer Standard zur Reduzierung des Energieverbrauchs

Kellerräume sind nicht vorgesehen. Stattdessen verfügt jede Wohnung über einen eigenen Hauswirtschaftsraum.

Bild: DD Planquadrat Architekten GmbH

Infrastruktur und Lage

Neben den Wohngebäuden sind ergänzende Einrichtungen geplant:

  • 42 Stellplätze für Pkw
  • Fahrradabstellmöglichkeiten
  • Kinderspielplatz
  • Gemeinschaftsflächen im Quartier

Die Lage bietet eine gute Verkehrsanbindung. Neben öffentlichen Verkehrsmitteln besteht eine schnelle Erreichbarkeit der Autobahnen A3, A42 und A59. Auch Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindertagesstätten befinden sich in der näheren Umgebung.

Bedeutung für den Stadtteil

Das Projekt verfolgt das Ziel, den Duisburger Norden städtebaulich aufzuwerten. Insbesondere in Stadtteilen wie Obermarxloh sollen neue Impulse gesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Kombination aus gefördertem Wohnraum und moderner Bauweise, um die Attraktivität von Sozialwohnungen zu erhöhen.

Weitere Entwicklungsperspektiven

Für ein angrenzendes Grundstück sind bereits weitere Planungen im Gespräch. Dort könnten zusätzliche Wohnungen sowie Angebote wie Gruppenwohnen oder Tagespflege entstehen. Ein Investor für dieses Teilprojekt wird derzeit noch gesucht.

Quelle: WAZ - Neues Quartier in Duisburg: Hier suchen 82 Wohnungen neue Mieter - Paywall

Samstag, 4. April 2026

Bochum - Umbau des „Kubus“ am Schulzentrum Bochum-Wiemelhausen - In Bau

Am 26. März 2026 wurde der Zuschlag für die Herrichtung des sogenannten „Kubus“ am Schulzentrum in Bochum erteilt. Das Gebäude aus dem Jahr 1969, das seit 2016 leer stand, wird damit einer neuen Nutzung zugeführt und in das bestehende Schulensemble integriert.

Der Baukörper wurde bereits in den Jahren 2024/25 vollständig entkernt und von Schadstoffen befreit. Diese vorbereitenden Maßnahmen schaffen die Grundlage für eine umfassende bauliche und technische Erneuerung. Ziel des Projekts ist es, zusätzliche Flächen für die Hans-Böckler-Realschule und das Neue Gymnasium Bochum bereitzustellen und damit die bestehenden Raumkapazitäten nachhaltig zu entlasten.

Das Entwurfskonzept orientiert sich an der vorhandenen Tragstruktur des Gebäudes. Durch den weitgehenden Erhalt des Rohbaus können sowohl Ressourcen geschont als auch Eingriffe in die bestehende Substanz minimiert werden. Gleichzeitig ermöglicht die klare Skelettstruktur eine flexible Neuorganisation der Grundrisse. Geplant sind zusätzliche Unterrichtsräume sowie ergänzende Flächen für unterschiedliche Lern- und Nutzungsszenarien.

Ein zentrales Element des Umbaus ist die Neuordnung der Erschließung. Für beide Schulen werden eigenständige, barrierefreie Zugänge geschaffen, die eine klare Orientierung und unabhängige Nutzung gewährleisten. Ergänzend wird ein zentraler Versorgungskern integriert, in dem technische und funktionale Infrastrukturen gebündelt werden.

Auch die technische Gebäudeausrüstung wird vollständig erneuert und an aktuelle Anforderungen angepasst. Dies umfasst unter anderem die Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär sowie die digitale Infrastruktur. Darüber hinaus werden sämtliche sicherheitsrelevanten Vorgaben berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf Brandschutz und die Ausbildung von zwei unabhängigen Rettungswegen.

Die Fassadengestaltung greift die kubische Form des Bestandsgebäudes auf und entwickelt diese gestalterisch weiter. Ziel ist ein zeitgemäßes Erscheinungsbild, das sich in das Umfeld einfügt und gleichzeitig eine eigenständige Identität ausbildet.

Im Sinne nachhaltigen Bauens setzt das Projekt auf den Erhalt vorhandener Strukturen, den Einsatz recyclingfähiger Materialien sowie flexible Ausbausysteme. Diese ermöglichen eine langfristige Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Anforderungen im Schulbetrieb.


Bild: SSP AG

Freitag, 3. April 2026

Bochum / Neubau Wohngebäude Nordring/Ecke Kortumstraße / In Planung

Auf einer Brachfläche am Nordring/Ecke Kortumstraße in der Bochumer Innenstadt plant ein Investor aus Dubai den Bau eines Mehrfamilienhauses. Der Grundstücksbesitzer leitet eine Firma in Bochum Hofstede und hat detaillierte Pläne, wie das neue Wohnhaus mit 17 Wohnungen und zwei Geschäften im Untergeschoss aussehen soll. Geplant sind 6 Etagen, plus Staffelgeschoss.

Weil das Grundstück mit 252 Quadratmetern sehr klein ist, hat sein Architekt Ziad Khalil Taufik aus Mülheim zudem Auskragungen ab dem ersten Obergeschoss vorgesehen, um die Fläche optimal für Wohnzwecke auszunutzen. Leider gibt es seitens der Stadt Vorbehalte gegenüber der Planung. So ist an diesem Grundstück höchstens eine 5 geschossige Bebauung vorgesehen. Die Gebäude müssen sich an der Umgebung orientieren. Doch aus Sicht des Investors würde sich eine 5 geschossige Bebauung wirtschaftlich nicht lohnen. Gleichwohl zeige die Stadt Interesse an einer Bebauung dieser Stelle.

Das Eckgrundstück ist eine klassische, offene Baulücke der Nachkriegszeit, die seit Jahrzehnten brachliegt bzw. nicht ideal genutzt wurde. Am Ring sollte in den Jahren des Wiederaufbaus eine geschlossene Bebauung desselben Haustyps entstehen, welche auf dem Eckgrundstück leider nie umgesetzt wurde. Das Grundstück bildet, im Übergang vom Stadtparkviertel, das nordwestliche Entrée in die Bochumer Innenstadt und ist deshalb von hoher städtebaulicher Bedeutung.

Quelle: WAZ - Investor will ein Mietshaus bauen: Streit um eine Etage - hinter Paywall


Update 03.04.2026

In der Bochumer Innenstadt sorgt ein geplantes Wohnbauprojekt seit geraumer Zeit für Diskussionen. Auf einem bislang unbebauten Grundstück an der Kortumstraße/Ecke Nordring möchte ein Investor ein Mehrfamilienhaus mit 17 Mietwohnungen errichten. Trotz mehrjähriger Abstimmungen mit der Stadt ist eine Genehmigung bislang nicht in Sicht.

Ausgangslage

Das Grundstück gilt seit Jahren als Baulücke. Nach einer Zwangsversteigerung im Jahr 2023 ging es in den Besitz eines privaten Investors über. Dieser plant, die Fläche durch ein mehrgeschossiges Wohngebäude zu nutzen. Aufgrund der geringen Grundstücksgröße von rund 252 Quadratmetern ist eine effiziente Flächennutzung zentral für die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Planung und Anpassungen

Ursprünglich sah die Planung ein Gebäude mit sechs Etagen plus Staffelgeschoss vor. Zudem sollten sogenannte Auskragungen – also über die Gebäudefläche hinausragende Bauteile – zusätzlichen Wohnraum schaffen.

Im Verlauf der Gespräche mit der Stadt wurde die Gebäudehöhe reduziert. Der Investor passte seine Planung entsprechend an und reichte überarbeitete Entwürfe ein. Dennoch kam es erneut zu keiner positiven Entscheidung.

Position der Stadt

Die Stadtverwaltung stellt klar, dass kein endgültiger Bauantrag abgelehnt worden sei. Vielmehr habe es sich um einen Antrag auf Vorbescheid gehandelt, der vom Bauherrn selbst zurückgezogen wurde.

Als zentrales Problem benennt die Stadt die geplanten Auskragungen. Diese würden teilweise in den öffentlichen Raum hineinragen und seien bereits in früheren Planungen negativ bewertet worden – sowohl von der Verwaltung als auch vom zuständigen Gestaltungsbeirat.

Kritik des Investors

Der Investor zeigt sich über die Entwicklung enttäuscht. Nach seiner Darstellung habe er die Anforderungen der Stadt berücksichtigt und sich kooperativ gezeigt. Dass dennoch keine Genehmigung in Aussicht steht, empfindet er als hinderlich für die Umsetzung des Projekts.

Auch der Architekt verweist darauf, dass es in der näheren Umgebung Gebäude mit vergleichbaren baulichen Elementen gebe. Aus seiner Sicht ist daher nicht nachvollziehbar, warum diese im aktuellen Fall nicht zulässig sein sollen.

Zentrale Konfliktpunkte

Der Konflikt lässt sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückführen:

  • Baurechtliche und gestalterische Vorgaben: Die Stadt sieht die Einhaltung von Baugrenzen und die Wahrung des Stadtbildes als entscheidend an.
  • Wirtschaftlichkeit des Projekts: Der Investor ist auf eine möglichst effiziente Nutzung der Fläche angewiesen, um das Vorhaben rentabel umzusetzen.

Fazit und Ausblick

Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Nachverdichtung innerstädtischer Flächen. Während zusätzlicher Wohnraum politisch gewünscht ist, treffen konkrete Bauvorhaben häufig auf rechtliche und gestalterische Grenzen.

Ob für das Grundstück an der Kortumstraße eine Lösung gefunden wird, ist derzeit offen. Der Investor prüft weitere Anpassungen seiner Planung, rechnet jedoch selbst nur mit geringen Erfolgsaussichten.

Quelle: WAZ - Eigentümer will Haus mit 17 Mietwohnungen bauen – bekommt aber keine Genehmigung - Paywall

Mittwoch, 1. April 2026

Bochum | Q47 - Wohnbebauung Querenburger Straße | In Bau

Im vorderen Bereich an der Querenburger Straße plant der Kirchenkreis „hochwertige Eigentumswohnungen“, und zwar im Erbbauprinzip. Aktuell sei man ,,im Gespräch mit Investoren“. In dieser Woche wurde mit dem Abriss des ehemaligen Veranstaltungs- und Tagungsgebäudes begonnen. Es stand seit fünf Jahren leer.

Im hinteren Bereich soll ebenfalls gebaut werden, allerdings in Form einer „Inselbebauung“. Dabei soll die Wohnbebauung einen parkähnlichen Charakter erhalten. Der Planungsausschuss wird am 18. März über die Aufstellung eines Bebauungsplans entscheiden. „Mögliche gestalterische Vorgaben und Wünsche, wie z. B. eine aufgelockerte Bebauung mit parkähnlichem Charakter, werden dann im laufenden Verfahren abgearbeitet“, so die Stadtverwaltung.

2009 hatte das Büro Dreibund-Architekten für die Evangelische Kirchengemeinde eine Machbarkeitsstudie für die Bebauung des Areals entwickelt. Es sah die Bebauung des Areals mit fünf bis sechs Einheiten von je drei villenartigen Solitären unterschiedlicher Größe verteilt in einer parkähnlichen Landschaft vor.

Quelle: WAZ - (22.02.2014)


Update 12.11.2017

Auf einer Gesamtfläche von ca. 33.000 Quadratmetern werden in den kommenden vier Jahren mehrere Mehr- und Einfamilienhäuser in der Querenburger Straße entstehen. Zusätzlich werden im vorderen Bereich 120 Wohnungen realisiert. Dabei liegt der Fokus auf der Gestaltung von 60 bis 150 Quadratmeter großen Wohnungen. Diese sollen möglichst schwellenfrei mit Aufzügen erreicht werden können.

Durch den Erhalt der vorhandenen Bäume wird eine angenehme Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Dadurch wird das „Wohnen im Park“ zu einem künftigen Geheimtipp für angenehmes Wohnen in Bochum. Vor zwei Jahren wurde das „Haus der Kirche“ an der Querenburgerstraße, direkt neben dem Neuen Gymnasium, abgerissen. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Evangelischen Kirche stammte aus den 1970er Jahren und war vollständig sanierungsbedürftig. Nun wird dort ein Wohnquartier entstehen. Es werden ca. 40 Mio Euro in das Projekt investiert.

Quelle: WAZ - Neues Wohnprojekt an der Querenburger Straße


Update.23.03.2019

Es wurde nun ein überarbeiteter Entwurf der Planung vorgestellt, in den auch die Anregungen und Stellungnahmen der Anwohner bei der Bürgerversammlung im Juni 2017 mit eingeflossen sind. So wird die Geschosshöhe der Häuser verringert – und somit dem Wunsch vieler Anwohner entsprochen. Zunächst waren bis zu sechs Geschosse geplant, nun werden es maximal drei bis vier Vollgeschosse – mit der Option auf ein Staffelgeschoss. Zudem wird das Neubaugebiet etwas größer – um etwa 900 Quadratmeter.

Die höheren Mehrfamilienhäuser werden zum Neuen Gymnasium hin gebaut, die zweigeschossigen Gebäude zu den umliegenden Wohngebieten hin. Insgesamt 270 Wohnungen sollen entstehen. Die meisten davon zur Miete (auch sozialverträglich) in den Mehrfamilienhäusern. Aber auch Einfamilienhäuser – sowohl freistehend als auch in Form von Doppel- und Reihenhäusern sind geplant. Die zu den Häusern gehörigen Stellflächen werden allesamt unterirdisch in Tiefgaragen untergebracht. Mitte des Neubaugebietes entsteht ein großer Spielplatz mit vielen Grünanlagen drumherum, die bespielbar sind.

Quelle: WAZ - Neubaugebiet an der Querenburger Straße wird etwas größer

Update 12.01.2020


Der Bebauungsplan für das neue Wohnquartier steht. Im Juni sollen laut Generalunternehmer HARFID aus Essen die Bauarbeiten beginnen. Insgesamt errichtet das Unternehmen 21 Mehrfamilienhäuser mit 219 WE und eine Tiefgarage mit 210 Stellplätzen. Dazu kommen noch die Einfamilienhäuser die anscheinend durch ein anderes Unternehmen realisiert werden. Ende 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

 




Bilder: Vivawest

Update 07.11.2020

Auf dem Grundstück haben die ersten Arbeiten für das neue Wohnquartier begonnen. Zuerst werden die Straßen errichtet. Auf die Einfamilienhäuser gibt es bereits jetzt einen großen Andrang, obwohl die Preise bei mehr als 500.000 Euro angesiedelt sind. Doch erst ab Mitte 2021 wird mit dem Start der Vermarktung begonnen. Man kann sich aber jetzt schon auf eine Warteliste eintragen lassen. Rund 12 Monate Bauzeit wrd für die Erschließung veranschlagt. Ende 2022 könnten die ersten Häuser bezogen werden. 

Insgesamt 256 neue Wohnungen sollen an der Querenburger Straße am Ende entstehen.
Es wird 13 freistehende Einfamilienhäuser geben, dazu sechs Doppelhaushälften und vier Reihenhäuser. 23 Eigentumswohnungen stehen zudem in drei Mehrfamilienhäusern zum Verkauf. Hinzu kommen 21 Mietshäuser mit insgesamt 210 Wohnungen, die zum Teil öffentlich gefördert werden.



Update 07/2022



Update 14.01.2023

Insgesamt 256 neue Wohnungen sollen an der Querenburger Straße, oberhalb des Neuen Gymnasiums, am Ende entstehen. 13 frei stehende Einfamilienhäuser, dazu sechs Doppelhaushälften, vier Reihenhäuser und 23 Eigentumswohnungen in drei Mehrfamilienhäusern. Hinzu kommen 21 Mietshäuser (Vivawest). Von 210 Wohnungen, die zum Teil öffentlich gefördert werden, ist hier die Rede. Stillstand gibt es aktuell bei den Mietshäusern der Vivawest, die zur Querenburger Straße hin gebaut werden. Das hänge mit der Insolvenz der Harfid GmbH zusammen.

Vivawest sei bei dem Bauvorhaben an der Querenburger Straße Grundstückseigentümerin und Auftraggeberin der Hochbauleitung. ''In dieser Rolle befindet man sich mit dem übernehmenden Generalunternehmer und dem Insolvenzverwalter in Abstimmung über die Wiederaufnahme der Bautätigkeit.“ Ziel bleibe weiterhin, „das Projekt zeitnah umzusetzen“. Derzeit sei die Fertigstellung der Mietshäuser für das dritte Quartal 2024 vorgesehen, „bezugsfertig wären die Wohnungen somit Ende 2024.

Die Einfamilienhäuser im hinteren Bereich des Geländes sind dagegen bereits zum Teil fertiggestellt und werden aktuell bereits bezogen.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…arschaft-id237267619.html


Update 24.02.2024

Anfang April soll dem Vernehmen nach an der Querenburger Straße weitergebaut werden. Die vorbereitenden Arbeiten laufen seit Dezember 2023 wieder. An der Querenburger Straße, wo das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen Vivawest den Bau von 213 Wohnungen in Auftrag gegeben hat, führt der österreichische Baukonzern Porr die Arbeiten fort. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Projekt voraussichtlich im Herbst 2026 fertiggestellt sein wird.


Update 14.05.2025

Das Wohnungsunternehmen VIVAWEST hat die Halbzeit seines Neubauprojekts an der Querenburger Straße in Bochum mit einem traditionellen Bergfest gefeiert. Auf dem über 33.000 Quadratmeter großen Grundstück am südlichen Rand der Bochumer Innenstadt entsteht seit 2021 das Quartier „Q47“, benannt nach der Hausnummer an der Querenburger Straße. Nach einer zwischenzeitlichen Baupause aufgrund der Insolvenz des ursprünglich beauftragten Generalunternehmers wurde das Projekt Ende 2023 mit der PORR Hochbau West GmbH als neuem Partner erfolgreich wieder aufgenommen.

Bis zur geplanten Fertigstellung Anfang 2027 entstehen auf dem Areal in fünf Baufeldern insgesamt 213 moderne, barrierearme Wohnungen, davon 48 öffentlich gefördert. Die 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von 50 bis 119 Quadratmetern verteilen sich auf 21 Mehrfamilienhäuser mit zwei bis vier Geschossen. Hinzu kommen zehn Tiefgaragen mit insgesamt 212 PKW-Stellplätzen, die allesamt für die Nachrüstung mit E-Ladestationen vorgerüstet sind.

Das Projekt folgt den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen von VIVAWEST. So werden alle Gebäude gemäß dem KfW-Effizienzhaus-Standard 55 errichtet und über Fernwärme beheizt. Damit kombiniert das Quartier zeitgemäßen Wohnkomfort mit einem ressourcenschonenden Energiekonzept.

VIVAWEST-Geschäftsführer Uwe Eichner betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts für den angespannten Bochumer Wohnungsmarkt. Durch die Mischung aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen und Finanzierungsarten soll ein vielfältiger und bezahlbarer Wohnraum für verschiedene Zielgruppen geschaffen werden. Eichner lobte außerdem die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum und den neuen Projektpartner PORR.

Auch Bernward Schmitz, technischer Geschäftsführer von PORR Hochbau West, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Baufortschritt. Trotz der Herausforderung, das Projekt im laufenden Bau zu übernehmen, sehe man dies als Zeichen des Vertrauens und wolle es im vorgesehenen Zeit- und Qualitätsrahmen umsetzen.

Bochums Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke unterstrich die Bedeutung von Neubauprojekten wie „Q47“ für die Stadtentwicklung. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum sei groß, weshalb verlässliche Partner wie VIVAWEST eine wichtige Rolle einnehmen.

Quelle: Ein neues Wohnquartier für Bochum: VIVAWEST feiert Bergfest für 213 Wohnungen in Wiemelhausen


Update 01.04.2026

Quartier Q47 in Bochum-Wiemelhausen: Bauprojekt im Zeitplan

Im Bochumer Stadtteil Wiemelhausen entsteht mit dem Quartier Q47 an der Querenburger Straße 47 ein umfangreiches Wohnbauprojekt. Auf einer Fläche von rund 33.000 Quadratmetern werden insgesamt 21 Mehrfamilienhäuser mit 213 Wohnungen realisiert. Ein Teil der Wohnungen ist öffentlich gefördert und soll damit zur Entlastung des regionalen Wohnungsmarktes beitragen.

Bauherr des Projekts ist VIVAWEST, die Umsetzung erfolgt durch die PORR Niederlassung Münster. Ergänzt wird das Quartier durch zehn Tiefgaragen mit insgesamt 212 Stellplätzen, wodurch zusätzlicher Parkraum für die zukünftigen Bewohner geschaffen wird.


Baufortschritt in mehreren Abschnitten

Das Bauvorhaben ist in fünf Baufelder unterteilt, die sich derzeit in unterschiedlichen Bauphasen befinden. Diese parallele Umsetzung ermöglicht einen effizienten Bauablauf und trägt dazu bei, den Zeitplan einzuhalten.

Im ersten Baufeld laufen bereits die Vorbereitungen für die Abnahmen zur Jahresmitte. Neben der Fertigstellung der Außenanlagen werden hier aktuell Malerarbeiten, Fliesen- und Bodenbelagsarbeiten sowie der Einbau der Innentüren durchgeführt.

Im zweiten Baufeld konzentrieren sich die Arbeiten derzeit auf Fliesenarbeiten in Bädern und Treppenhäusern sowie auf Elektroinstallationen. Auf Baufeld 3 sind die technischen Installationen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro bereits abgeschlossen. Dort folgen nun Trockenbau- und Estricharbeiten.

Im vierten Baufeld schreiten Installationen, Trockenbauarbeiten und Maßnahmen zur Wärmedämmung voran. Auf dem fünften Baufeld steht der Rohbau kurz vor der Fertigstellung. Parallel dazu haben bereits Dach- und Dämmarbeiten sowie erste Ausbaumaßnahmen begonnen.

Fotos: Porr GmbH & Co.KGaA


Koordinierter Bauablauf als Erfolgsfaktor

Die parallele Bearbeitung mehrerer Bauabschnitte erfordert eine präzise Planung und enge Abstimmung aller beteiligten Gewerke. Durch die strukturierte Organisation können Material, Personal und Geräte effizient eingesetzt werden. Dies trägt dazu bei, dass der Baufortschritt trotz der Projektgröße planmäßig verläuft.

Beitrag zur Stadtentwicklung

Mit dem Quartier Q47 wird neuer Wohnraum im Bochumer Süden geschaffen. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Wohnstandorts Bochum und reagiert auf die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum in der Region. Durch die Kombination aus freifinanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen entsteht ein durchmischtes Wohnangebot.

Pressemitteilung: Quartier Q47 entwickelt sich planmäßig in Wiemelhausen

Dortmund - Neubau Sparkasse inkl Hochhaus - In Planung

Neubau der Sparkasse Dortmund: Impuls für die Innenstadtentwicklung

Die Sparkasse Dortmund plant die Errichtung einer neuen Unternehmenszentrale im Zentrum von Dortmund. Das Bauprojekt soll auf dem bestehenden Grundstück an der Kampstraße umgesetzt werden und gilt als bedeutender Baustein für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Ausgangslage und Entscheidungsprozess

Die derzeitige Zentrale besteht aus mehreren Gebäuden aus den 1960er Jahren. Trotz zwischenzeitlicher Modernisierungen entsprechen diese nicht mehr den heutigen Anforderungen an Arbeitsplätze, technische Infrastruktur und Energieeffizienz. In einem mehrjährigen Prüfprozess wurden sowohl Sanierungs- als auch Neubauoptionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Neubau langfristig wirtschaftlicher und funktionaler ist.

Geplantes Bauvorhaben

Vorgesehen ist der Abriss zentraler Gebäudeteile, darunter das Hochhaus und die Kundenhalle. An ihrer Stelle sollen zwei neue Gebäude entstehen, von denen eines als Hochpunkt geplant ist. Ein bestehendes technisches Gebäude soll erhalten und in das neue Ensemble integriert werden.

Die Gesamtfläche wird im Zuge der Neuentwicklung von derzeit rund 26.000 Quadratmetern auf etwa 17.000 Quadratmeter reduziert. Grundlage dafür sind optimierte Flächennutzungen sowie moderne Arbeitskonzepte wie flexible Arbeitsplatzmodelle und gemeinsam genutzte Besprechungsbereiche.

Nutzungskonzept und Quartiersentwicklung

Neben der Eigennutzung durch die Sparkasse sind zusätzliche Flächen für externe Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen Büros, Gastronomie, Einzelhandel sowie ein Hotel. Ziel ist eine stärkere Belebung des Quartiers und eine funktionale Durchmischung.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Architekturwettbewerbs auch die Gestaltung der umliegenden Freiräume berücksichtigt, um eine qualitative Aufwertung des städtischen Umfelds zu erreichen.

Architekturwettbewerb

Für die Planung wurde ein international besetzter Architekturwettbewerb gestartet. Insgesamt elf Planungsteams nehmen daran teil. Nach einer Zwischenpräsentation im Sommer ist die finale Entscheidung durch eine Jury für Ende November vorgesehen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Die Sparkasse Dortmund strebt Klimaneutralität bis 2035 an. Entsprechend soll der Neubau hohe ökologische Standards erfüllen, darunter eine Zertifizierung nach dem DGNB-System in Gold. Neben energieeffizienter Bauweise trägt auch der teilweise Erhalt bestehender Gebäudestrukturen zur Ressourcenschonung bei.

Zeitplan und Umsetzung

Der Baubeginn ist derzeit für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Bauzeit wird auf etwa drei Jahre geschätzt, sodass eine Fertigstellung im Jahr 2031 angestrebt wird. Während der Bauphase wird ein Interimsstandort genutzt, unter anderem am Westfalenpark.

Quelle: Sparkasse Dortmund startet Architekturwettbewerb für neue Zentrale