Sonntag, 19. April 2026

Bochum - Mehrfamilienhaus an der Tippelsberger Straße 20 - Fertig (12/25)

Fertiggestelltes Mehrfamilienhaus an der Tippelsberger Straße 20 in Bochum

An der Tippelsberger Straße 20 im Bochumer Stadtteil Riemke wurde kürzlich ein modernes Mehrfamilienhaus fertiggestellt. Das Projekt wurde von der Bochumer Wohnstätten Genossenschaft realisiert und ist Teil der lokalen Wohnraumentwicklung mit Fokus auf energieeffizientes und barrierefreies Wohnen.


Projektübersicht

Das Gebäude umfasst drei Geschosse mit insgesamt zwölf Wohneinheiten. Die Wohnungen sind als Zwei-Zimmer-Apartments konzipiert und verfügen über Wohnflächen von etwa 60 bis 63 Quadratmetern. Das Angebot richtet sich vor allem an Singles und Paare.

Mit der Fertigstellung steht nun zusätzlicher Wohnraum im Stadtteil zur Verfügung.

Bauweise und Ausstattung

Das Mehrfamilienhaus wurde nach modernen energetischen Standards errichtet. Eine Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Batteriespeicher trägt zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zu einer nachhaltigen Versorgung bei.

Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen:

  • Barrierefreier Zugang zu allen Wohnungen
  • Aufzug innerhalb des Gebäudes
  • Fußbodenheizung
  • Loggien für jede Wohneinheit
  • Gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse
  • Begrünte Dachflächen

Die Fassadengestaltung kombiniert Klinker- und Putzflächen und fügt sich in die bestehende Bebauung ein.

Fotos: MACON BAU GmbH

Außenanlagen und Infrastruktur

Auf dem Grundstück wurden zwölf Stellplätze geschaffen, teilweise mit Vorbereitung für Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Spielfläche sowie gemeinschaftliche Bereiche.

Die Erschließung erfolgt über Laubengänge auf der Hofseite, wodurch eine funktionale und platzsparende Lösung umgesetzt wurde.

Standortentwicklung

Das Gebäude wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Gaststätte errichtet, die zuvor abgerissen worden war. Durch die Neubebauung wurde die Fläche einer neuen Nutzung zugeführt und trägt zur Nachverdichtung im Stadtteil bei.

Herne - Wohnquartier "Funkenberghöfe" - In Planung

Funkenberghöfe in Herne: Neues Wohnquartier mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Vielfalt

In Herne entsteht mit den „Funkenberghöfen“ ein neues Wohnquartier, das moderne Architektur mit ökologischen und sozialen Aspekten verbinden soll. Das Projekt ist Teil der Entwicklung des sogenannten Funkenbergquartiers im Stadtteil Baukau, unweit des Hauptbahnhofs.


Projektumfang und Zeitplan

Geplant sind insgesamt fünf Wohngebäude mit rund 87 Wohneinheiten. Die Realisierung erfolgt durch die Dorcon Projekt GmbH, während die architektonische Gestaltung vom Büro Tor 5 Architekten verantwortet wird. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa 30 Millionen Euro.

Nach aktuellem Stand soll der Bau im Sommer 2027 beginnen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Wohnkonzept und Zielgruppen

Das Wohnangebot umfasst unterschiedliche Wohnformen, darunter:

  • kompakte Wohnungen für Einzelpersonen
  • größere Einheiten für Familien
  • sogenannte Clusterwohnungen, die sich beispielsweise für Wohngemeinschaften eignen

Ein zentrales Merkmal ist die Kombination aus frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen. Damit soll ein breites Spektrum an Einkommensgruppen angesprochen werden. Als potenzielle Zielgruppen gelten unter anderem Studierende sowie Beschäftigte der nahegelegenen Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung.


Städtebauliches und ökologisches Konzept

Besonderes Augenmerk liegt auf der Gestaltung der Außenbereiche. Die Funkenberghöfe sind als Quartier mit begrünten Innenhöfen konzipiert, die unterschiedliche Nutzungen ermöglichen sollen. Vorgesehen sind unter anderem Aufenthaltsflächen, Gartenbereiche sowie Spiel- und Begegnungszonen.

Darüber hinaus sind Dachbegrünungen und Photovoltaikanlagen geplant. Alle Wohnungen sollen über Balkone verfügen, ergänzt durch Tiefgaragen für den ruhenden Verkehr. Insgesamt wird ein klimagerechter Baustandard angestrebt.


Mietpreise und Finanzierung

Konkrete Mietpreise stehen noch nicht fest. Erste Einschätzungen deuten jedoch auf etwa 6,50 Euro pro Quadratmeter für öffentlich geförderte Wohnungen und rund 16 Euro pro Quadratmeter für frei finanzierte Einheiten hin. Angaben zu Kaufpreisen für Eigentumswohnungen liegen derzeit noch nicht vor.

Bedeutung für die Stadtentwicklung

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Transformation des Funkenbergquartiers. Neben den Funkenberghöfen entstehen dort weitere Einrichtungen aus den Bereichen Bildung und Forschung, die künftig mehrere tausend Menschen an den Standort bringen sollen.

Vor diesem Hintergrund soll das neue Wohnquartier nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch zur Belebung des Stadtteils beitragen und eine stärkere Nutzung über die üblichen Arbeitszeiten hinaus ermöglichen.

Bilder: TOR5 Architekten, Bochum

Quelle: WAZ - „Funkenberghöfe“: Neues Wohnquartier in Herne mit grünen Plätzen und Dachgärten - Paywall


Freitag, 10. April 2026

Bochum - Wohnen am Stadtpark - In Planung

Wohnen am Stadtpark in Bochum: Kontext, Konzept und städtebauliche Qualität

Die Entwicklung neuer Wohnprojekte im innerstädtischen Bereich stellt Städte wie Bochum vor die Herausforderung, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die gewachsene Struktur sensibel weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt „Wohnen am Stadtpark“ verfolgt das Wohnungsunternehmen Vivawest genau diesen Ansatz. Auf einem Grundstück im Stadtparkviertel entsteht ein moderner Wohnkomplex, der sich bewusst auf seine Umgebung bezieht und zugleich zeitgemäße Wohnformen integriert.


Städtebaulicher Kontext: Bauen im gewachsenen Umfeld

Das Plangebiet befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stadtpark Bochum, einem der bedeutendsten innerstädtischen Grünräume der Stadt. Ergänzt wird der Kontext durch die historisch gewachsenen Wohnquartiere aus dem späten 19. Jahrhundert sowie die prägnant gelegene Lutherkirche Bochum.

Diese Umgebung ist durch unterschiedliche städtebauliche Strukturen geprägt:

  • heterogene Baufluchten
  • variierende Gebäudehöhen
  • unterschiedliche architektonische Ausdrucksformen

Die daraus resultierende „uneindeutige städtebauliche Situation“ bildet den Ausgangspunkt für den Entwurf. Anstatt diese Brüche zu ignorieren, greift das Konzept sie auf und übersetzt sie in eine vermittelnde architektonische Form.


Entwurfsstrategie: Aufnahme und Transformation von Fluchten

Ein zentrales Element des Entwurfs ist die bewusste Aufnahme vorhandener Baufluchten. Dabei orientiert sich das Gebäude an mehreren Bezugspunkten:

  • im Westen: das Katharina-von-Bora-Haus sowie die Lutherkirche
  • im Süden: die bestehende Wohnbebauung der angrenzenden Siedlung

Durch das gezielte Umlenken dieser Fluchten entsteht ein Baukörper, der die unterschiedlichen Richtungen und Raumkanten miteinander verbindet. Das Gebäude fungiert somit als vermittelndes Element zwischen verschiedenen städtebaulichen Ordnungen.

Diese Herangehensweise ist typisch für qualitätsvolle Nachverdichtung: Sie stärkt bestehende Strukturen, anstatt sie zu überformen.

Bild: Rübsamen Partner, Bochum


Gebäudekonzept und Erschließung

Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die effiziente Organisation der Erschließung. Das gesamte Gebäude wird über lediglich zwei Erschließungskerne organisiert. Daraus ergibt sich eine klare innere Struktur mit mehreren Vorteilen:

  • Reduktion von Verkehrsflächen
  • wirtschaftliche Bauweise
  • kompakte Organisation

Gleichzeitig entsteht im Inneren ein umlaufender Laubengang. Dieser übernimmt nicht nur die Funktion der Erschließung, sondern wird bewusst als sozialer Raum gestaltet. Geplant sind:

  • Aufenthaltsbereiche
  • Begegnungszonen für die Bewohner
  • integrierte Bepflanzungselemente

Der Laubengang entwickelt sich damit zu einem halböffentlichen Raum, der die Kommunikation innerhalb der Hausgemeinschaft fördert und über eine reine Funktionsfläche hinausgeht.


Material- und Fassadenkonzept

Die architektonische Gestaltung orientiert sich stark an der unmittelbaren Umgebung, insbesondere an der Lutherkirche. Ziel ist es, einen gestalterischen Zusammenhang herzustellen, ohne historische Formen zu imitieren.

Die Fassadengestaltung folgt einem differenzierten Konzept:

  • Westlicher Baukörper (zur Klinikstraße):
    Ziegelfassade mit Anlehnung an die Struktur und Farbigkeit des Muschelkalks der Kirche
  • Übrige Fassaden:
    • Kratzputzoberflächen
    • farblich durchgefärbte Betonfertigteile für Balkonbrüstungen
    • Klinkersockel zur Erdgeschosszone

Diese Kombination erzeugt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Robustheit, Dauerhaftigkeit und gestalterischer Differenzierung. Gleichzeitig wird eine visuelle Verbindung zur historischen Nachbarschaft hergestellt.


Freiraumgestaltung: Orientierung am Landschaftspark

Auch die Gestaltung der Außenräume folgt einem klaren Leitbild. Inspiriert von Konzepten des englischen Landschaftsparks werden die Freiflächen naturnah entwickelt. Charakteristisch dafür sind:

  • weich geschwungene Wegeführungen
  • lockere, landschaftliche Bepflanzung
  • fließende Übergänge zwischen bebauten und unbebauten Flächen

Diese Gestaltung trägt zur Aufenthaltsqualität bei und schafft eine Verbindung zum nahegelegenen Stadtpark.


Projektumfang und Nutzungskonzept

Das Projekt „Wohnen am Stadtpark“ umfasst insgesamt:

  • 88 frei finanzierte Wohnungen
  • unterschiedliche Wohnungsgrößen für diverse Zielgruppen
  • eine Tiefgarage
  • ein kleines Ladenlokal (z. B. für Café oder Bäckerei)

Damit wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch ein Beitrag zur Belebung des Quartiers geleistet.


Zeitplan und Baubeginn

Ein konkreter Starttermin für die Bauarbeiten steht inzwischen ebenfalls fest:
Der Baubeginn ist für das kommende Jahr vorgesehen, also voraussichtlich 2027, sofern die Planungen und Genehmigungen wie vorgesehen umgesetzt werden.

Damit befindet sich das Projekt aktuell noch in der Vorbereitungs- und Planungsphase, hat jedoch mit der positiven Bewertung durch den Gestaltungsbeirat bereits eine wichtige Hürde genommen.


Einordnung und Bewertung

Der Entwurf des Bochumer Architekturbüros „Rübsamen Partner“ wurde vom Gestaltungsbeirat der Stadt positiv bewertet. Unter dem Vorsitz von Heiner Farwick wurde insbesondere hervorgehoben, dass sich das Projekt intensiv mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzt.

Aus fachlicher Sicht lassen sich mehrere Qualitäten feststellen:

  • Kontextsensibilität:
    Der Entwurf reagiert differenziert auf die vorhandene städtebauliche Situation
  • Nachverdichtung mit Qualität:
    Es wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln
  • Soziale Aspekte:
    Gemeinschaftsorientierte Räume wie der Laubengang fördern nachbarschaftliche Interaktion
  • Gestalterische Kohärenz:
    Materialwahl und Fassadengliederung schaffen eine Verbindung zwischen Alt und Neu
Quelle: WAZ - Wohnen am Stadtpark in Bochum: Gestaltungsbeirat lobt Entwurf für Neubau

Sonntag, 5. April 2026

Duisburg - Neubau Verwaltungsgebäude ehemaliger Parkplatz „Old Daddy“ - In Planung

Neues Verwaltungsgebäude in Duisburg: Chancen, Kosten und städtebauliche Bedeutung

Seit Jahren prägt eine unbebaute Fläche die Duisburger Innenstadt – eine rund 7.300 Quadratmeter große Brache, die bislang als Symbol gescheiterter Investitionsprojekte galt. Nun plant die Stadt, das Areal selbst zu entwickeln und dort ein neues Verwaltungsgebäude zu errichten. Mit veranschlagten Kosten von etwa 136 Millionen Euro gehört das Vorhaben zu den größten kommunalen Bauprojekten der letzten Jahre.

Ziel: Zentralisierung der Verwaltung

Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Bündelung bislang verstreuter Verwaltungsstandorte. Aktuell sind zahlreiche Ämter über das gesamte Stadtgebiet verteilt, was sowohl organisatorische als auch wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt. Durch die Zusammenführung von rund 30 Standorten in einem neuen Gebäudekomplex erhofft sich die Verwaltung effizientere Abläufe sowie jährliche Einsparungen bei Mietkosten in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

Darüber hinaus soll das neue Gebäude die Stadt als Arbeitgeberin attraktiver machen. Moderne Arbeitsbedingungen gelten zunehmend als wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte im öffentlichen Dienst.

Architektur und städtebauliche Integration

Geplant ist ein Gebäudekomplex mit rund 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, verteilt auf zwei Baukörper mit bis zu zehn Etagen. Die Architektur soll sich in die bestehende Innenstadtstruktur einfügen und gleichzeitig neue Akzente setzen. Vorgesehen ist unter anderem eine gestaffelte Fassadengestaltung, die wichtige Sichtachsen – etwa auf historische Bauwerke – erhält.

Eine neu angelegte Straße wird das Areal durchziehen und zusätzliche Verbindungen zur Altstadt schaffen. Damit reagiert die Planung auch auf Kritik aus der Vergangenheit, wonach die Brache als Barriere im innerstädtischen Gefüge wahrgenommen wurde.

Infrastruktur und Nutzungskonzept

Neben Büroflächen sind ergänzende Nutzungen vorgesehen. Dazu zählen eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder sowie publikumsnahe Angebote wie ein Café im Erdgeschoss. Auch eine Kindertagesstätte in der Umgebung ist geplant, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Im Inneren setzt die Stadt auf ein modernes Arbeitskonzept. Klassische Einzelbüros sollen weitgehend durch flexible Arbeitsbereiche ersetzt werden. Unterschiedliche Zonen für konzentriertes Arbeiten, Besprechungen und publikumsintensive Tätigkeiten sind vorgesehen. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass ein Teil der Arbeit künftig im Homeoffice erfolgt.

Zeitplan und Umsetzung

Über die konkrete Umsetzung soll im Rahmen politischer Beschlüsse entschieden werden. Vorgesehen ist, einen Generalunternehmer im Rahmen eines europaweiten Verfahrens zu beauftragen. Der Baubeginn wird derzeit für das Jahr 2027 anvisiert. Erste Teile des Gebäudes könnten Ende 2029 oder Anfang 2030 in Betrieb gehen.

Quelle: WAZ - Stadt Duisburg plant schicke Büros für 136 Millionen Euro - Paywall

Duisburg - Wohnquartier in Obermarxloh - In Bau

Neues Wohnquartier in Duisburg-Obermarxloh: 82 Mietwohnungen geplant

In Duisburg entsteht derzeit ein neues Wohnquartier im Stadtteil Obermarxloh. Auf einer bislang ungenutzten Fläche sollen insgesamt 82 Mietwohnungen gebaut werden. Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und soll zur Aufwertung des Duisburger Nordens beitragen.

Projektüberblick

Das Bauvorhaben umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier Vollgeschossen sowie einem zusätzlichen Staffelgeschoss. Geplant sind:

  • 61 geförderte Sozialwohnungen
  • 21 frei finanzierte Mietwohnungen
  • Wohnungsgrößen zwischen 45 und 100 Quadratmetern

Die Fertigstellung ist für Herbst 2026 vorgesehen. Erste Mieterinnen und Mieter könnten kurz danach einziehen.

Zielgruppen und Nutzung

Das Wohnangebot richtet sich bewusst breit gefächert an:

  • Familien
  • Singles
  • Paare
  • Seniorinnen und Senioren

Damit soll eine gemischte Bewohnerschaft entstehen und das Quartier langfristig stabilisiert werden.

Ausstattung und energetischer Standard

Das Quartier soll modernen Wohnansprüchen entsprechen. Zu den geplanten Ausstattungsmerkmalen gehören:

  • Fußbodenheizung in allen Wohnungen
  • Balkon, Terrasse oder Dachterrasse
  • Begrünte Dachflächen
  • Einsatz von Photovoltaikanlagen
  • Hoher energetischer Standard zur Reduzierung des Energieverbrauchs

Kellerräume sind nicht vorgesehen. Stattdessen verfügt jede Wohnung über einen eigenen Hauswirtschaftsraum.

Bild: DD Planquadrat Architekten GmbH

Infrastruktur und Lage

Neben den Wohngebäuden sind ergänzende Einrichtungen geplant:

  • 42 Stellplätze für Pkw
  • Fahrradabstellmöglichkeiten
  • Kinderspielplatz
  • Gemeinschaftsflächen im Quartier

Die Lage bietet eine gute Verkehrsanbindung. Neben öffentlichen Verkehrsmitteln besteht eine schnelle Erreichbarkeit der Autobahnen A3, A42 und A59. Auch Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindertagesstätten befinden sich in der näheren Umgebung.

Bedeutung für den Stadtteil

Das Projekt verfolgt das Ziel, den Duisburger Norden städtebaulich aufzuwerten. Insbesondere in Stadtteilen wie Obermarxloh sollen neue Impulse gesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Kombination aus gefördertem Wohnraum und moderner Bauweise, um die Attraktivität von Sozialwohnungen zu erhöhen.

Weitere Entwicklungsperspektiven

Für ein angrenzendes Grundstück sind bereits weitere Planungen im Gespräch. Dort könnten zusätzliche Wohnungen sowie Angebote wie Gruppenwohnen oder Tagespflege entstehen. Ein Investor für dieses Teilprojekt wird derzeit noch gesucht.

Quelle: WAZ - Neues Quartier in Duisburg: Hier suchen 82 Wohnungen neue Mieter - Paywall

Samstag, 4. April 2026

Bochum - Umbau des „Kubus“ am Schulzentrum Bochum-Wiemelhausen - In Bau

Am 26. März 2026 wurde der Zuschlag für die Herrichtung des sogenannten „Kubus“ am Schulzentrum in Bochum erteilt. Das Gebäude aus dem Jahr 1969, das seit 2016 leer stand, wird damit einer neuen Nutzung zugeführt und in das bestehende Schulensemble integriert.

Der Baukörper wurde bereits in den Jahren 2024/25 vollständig entkernt und von Schadstoffen befreit. Diese vorbereitenden Maßnahmen schaffen die Grundlage für eine umfassende bauliche und technische Erneuerung. Ziel des Projekts ist es, zusätzliche Flächen für die Hans-Böckler-Realschule und das Neue Gymnasium Bochum bereitzustellen und damit die bestehenden Raumkapazitäten nachhaltig zu entlasten.

Das Entwurfskonzept orientiert sich an der vorhandenen Tragstruktur des Gebäudes. Durch den weitgehenden Erhalt des Rohbaus können sowohl Ressourcen geschont als auch Eingriffe in die bestehende Substanz minimiert werden. Gleichzeitig ermöglicht die klare Skelettstruktur eine flexible Neuorganisation der Grundrisse. Geplant sind zusätzliche Unterrichtsräume sowie ergänzende Flächen für unterschiedliche Lern- und Nutzungsszenarien.

Ein zentrales Element des Umbaus ist die Neuordnung der Erschließung. Für beide Schulen werden eigenständige, barrierefreie Zugänge geschaffen, die eine klare Orientierung und unabhängige Nutzung gewährleisten. Ergänzend wird ein zentraler Versorgungskern integriert, in dem technische und funktionale Infrastrukturen gebündelt werden.

Auch die technische Gebäudeausrüstung wird vollständig erneuert und an aktuelle Anforderungen angepasst. Dies umfasst unter anderem die Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär sowie die digitale Infrastruktur. Darüber hinaus werden sämtliche sicherheitsrelevanten Vorgaben berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf Brandschutz und die Ausbildung von zwei unabhängigen Rettungswegen.

Die Fassadengestaltung greift die kubische Form des Bestandsgebäudes auf und entwickelt diese gestalterisch weiter. Ziel ist ein zeitgemäßes Erscheinungsbild, das sich in das Umfeld einfügt und gleichzeitig eine eigenständige Identität ausbildet.

Im Sinne nachhaltigen Bauens setzt das Projekt auf den Erhalt vorhandener Strukturen, den Einsatz recyclingfähiger Materialien sowie flexible Ausbausysteme. Diese ermöglichen eine langfristige Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Anforderungen im Schulbetrieb.


Bild: SSP AG

Freitag, 3. April 2026

Bochum / Neubau Wohngebäude Nordring/Ecke Kortumstraße / In Planung

Auf einer Brachfläche am Nordring/Ecke Kortumstraße in der Bochumer Innenstadt plant ein Investor aus Dubai den Bau eines Mehrfamilienhauses. Der Grundstücksbesitzer leitet eine Firma in Bochum Hofstede und hat detaillierte Pläne, wie das neue Wohnhaus mit 17 Wohnungen und zwei Geschäften im Untergeschoss aussehen soll. Geplant sind 6 Etagen, plus Staffelgeschoss.

Weil das Grundstück mit 252 Quadratmetern sehr klein ist, hat sein Architekt Ziad Khalil Taufik aus Mülheim zudem Auskragungen ab dem ersten Obergeschoss vorgesehen, um die Fläche optimal für Wohnzwecke auszunutzen. Leider gibt es seitens der Stadt Vorbehalte gegenüber der Planung. So ist an diesem Grundstück höchstens eine 5 geschossige Bebauung vorgesehen. Die Gebäude müssen sich an der Umgebung orientieren. Doch aus Sicht des Investors würde sich eine 5 geschossige Bebauung wirtschaftlich nicht lohnen. Gleichwohl zeige die Stadt Interesse an einer Bebauung dieser Stelle.

Das Eckgrundstück ist eine klassische, offene Baulücke der Nachkriegszeit, die seit Jahrzehnten brachliegt bzw. nicht ideal genutzt wurde. Am Ring sollte in den Jahren des Wiederaufbaus eine geschlossene Bebauung desselben Haustyps entstehen, welche auf dem Eckgrundstück leider nie umgesetzt wurde. Das Grundstück bildet, im Übergang vom Stadtparkviertel, das nordwestliche Entrée in die Bochumer Innenstadt und ist deshalb von hoher städtebaulicher Bedeutung.

Quelle: WAZ - Investor will ein Mietshaus bauen: Streit um eine Etage - hinter Paywall


Update 03.04.2026

In der Bochumer Innenstadt sorgt ein geplantes Wohnbauprojekt seit geraumer Zeit für Diskussionen. Auf einem bislang unbebauten Grundstück an der Kortumstraße/Ecke Nordring möchte ein Investor ein Mehrfamilienhaus mit 17 Mietwohnungen errichten. Trotz mehrjähriger Abstimmungen mit der Stadt ist eine Genehmigung bislang nicht in Sicht.

Ausgangslage

Das Grundstück gilt seit Jahren als Baulücke. Nach einer Zwangsversteigerung im Jahr 2023 ging es in den Besitz eines privaten Investors über. Dieser plant, die Fläche durch ein mehrgeschossiges Wohngebäude zu nutzen. Aufgrund der geringen Grundstücksgröße von rund 252 Quadratmetern ist eine effiziente Flächennutzung zentral für die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Planung und Anpassungen

Ursprünglich sah die Planung ein Gebäude mit sechs Etagen plus Staffelgeschoss vor. Zudem sollten sogenannte Auskragungen – also über die Gebäudefläche hinausragende Bauteile – zusätzlichen Wohnraum schaffen.

Im Verlauf der Gespräche mit der Stadt wurde die Gebäudehöhe reduziert. Der Investor passte seine Planung entsprechend an und reichte überarbeitete Entwürfe ein. Dennoch kam es erneut zu keiner positiven Entscheidung.

Position der Stadt

Die Stadtverwaltung stellt klar, dass kein endgültiger Bauantrag abgelehnt worden sei. Vielmehr habe es sich um einen Antrag auf Vorbescheid gehandelt, der vom Bauherrn selbst zurückgezogen wurde.

Als zentrales Problem benennt die Stadt die geplanten Auskragungen. Diese würden teilweise in den öffentlichen Raum hineinragen und seien bereits in früheren Planungen negativ bewertet worden – sowohl von der Verwaltung als auch vom zuständigen Gestaltungsbeirat.

Kritik des Investors

Der Investor zeigt sich über die Entwicklung enttäuscht. Nach seiner Darstellung habe er die Anforderungen der Stadt berücksichtigt und sich kooperativ gezeigt. Dass dennoch keine Genehmigung in Aussicht steht, empfindet er als hinderlich für die Umsetzung des Projekts.

Auch der Architekt verweist darauf, dass es in der näheren Umgebung Gebäude mit vergleichbaren baulichen Elementen gebe. Aus seiner Sicht ist daher nicht nachvollziehbar, warum diese im aktuellen Fall nicht zulässig sein sollen.

Zentrale Konfliktpunkte

Der Konflikt lässt sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückführen:

  • Baurechtliche und gestalterische Vorgaben: Die Stadt sieht die Einhaltung von Baugrenzen und die Wahrung des Stadtbildes als entscheidend an.
  • Wirtschaftlichkeit des Projekts: Der Investor ist auf eine möglichst effiziente Nutzung der Fläche angewiesen, um das Vorhaben rentabel umzusetzen.

Fazit und Ausblick

Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen bei der Nachverdichtung innerstädtischer Flächen. Während zusätzlicher Wohnraum politisch gewünscht ist, treffen konkrete Bauvorhaben häufig auf rechtliche und gestalterische Grenzen.

Ob für das Grundstück an der Kortumstraße eine Lösung gefunden wird, ist derzeit offen. Der Investor prüft weitere Anpassungen seiner Planung, rechnet jedoch selbst nur mit geringen Erfolgsaussichten.

Quelle: WAZ - Eigentümer will Haus mit 17 Mietwohnungen bauen – bekommt aber keine Genehmigung - Paywall