Sonntag, 29. März 2026

Bottrop - Light-Industrial-Projekt „Central Ruhr“ - In Bau

Das Light-Industrial-Projekt „Central Ruhr“ in Bottrop

Mit dem Projekt „Central Ruhr“ entsteht in Bottrop ein moderner Gewerbe- und Logistikstandort, der gezielt auf die Anforderungen zeitgemäßer Produktions- und Logistikunternehmen ausgerichtet ist. Hinter der Entwicklung steht der Investor und Projektentwickler Swiss Life Asset Managers, der das Areal als Teil seiner europäischen Logistikstrategie erschließt.

Grundlage des Projekts ist ein rund 100.000 Quadratmeter großes Brownfield-Grundstück im Bottroper Stadtteil Eigen. Die Entwicklung sieht eine Logistikimmobilie mit insgesamt etwa 33.000 bis 33.400 Quadratmetern Mietfläche vor. Davon entfallen rund 30.000 Quadratmeter auf Lagerflächen, ergänzt durch etwa 2.000 Quadratmeter Mezzanine-Flächen sowie rund 1.300 bis 1.800 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. Zusätzlich entsteht ein separater Büroneubau mit etwa 842 Quadratmetern Fläche. 

Bild: Swiss Life Asset Managers

Die Immobilie wird in drei Halleneinheiten mit einer lichten Höhe von rund zwölf Metern unterteilt und kann sowohl von einem einzelnen Großnutzer als auch von mehreren Mietern genutzt werden. Insgesamt sind etwa 30 Verladetore sowie mehrere ebenerdige Zufahrten vorgesehen, um flexible Logistikprozesse zu ermöglichen. 

Der Baustart für „Central Ruhr“ ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Erste Baufortschritte wurden bereits im selben Jahr sichtbar, unter anderem mit dem Richtfest für Teile des Bürogebäudes. Die Fertigstellung wird marktüblich in einem Zeitraum von etwa 18 bis 24 Monaten nach Baubeginn erwartet, sodass eine Inbetriebnahme voraussichtlich im Zeitraum 2026 bis 2027 erfolgen kann.

Ein konkretes Investitionsvolumen oder Baukosten wurden bislang nicht öffentlich kommuniziert. Vergleichbare Logistikentwicklungen dieser Größenordnung bewegen sich jedoch üblicherweise im mittleren zweistelligen Millionenbereich, abhängig von Bauqualität, ESG-Standards und technischer Ausstattung.

Inhaltlich folgt das Projekt dem Konzept moderner Light-Industrial-Immobilien. Diese kombinieren klassische Lagerflächen mit Elementen leichter Produktion, E-Commerce-Abwicklung und urbaner Fertigung. Zielgruppen sind insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Fulfillment, Automotive-Zulieferung, High-Tech-Montage sowie urbane Produktionsbetriebe.

Ein besonderer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Geplant sind unter anderem Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen, der Einsatz von Wärmepumpen sowie eine Gebäudezertifizierung nach BREEAM-Standard „Very Good“. Damit positioniert sich „Central Ruhr“ als ESG-konforme Immobilie innerhalb eines zunehmend regulierten Marktes für Gewerbeimmobilien. 

Die Standortwahl in Bottrop ist strategisch begründet. Das Ruhrgebiet zählt zu den größten Logistikregionen Europas und bietet Zugang zu einem Einzugsgebiet von mehreren Millionen Menschen. Die Nähe zu Städten wie Essen, Oberhausen und Gelsenkirchen sowie die Anbindung an zentrale Autobahnen ermöglichen insbesondere effiziente Last-Mile-Logistiklösungen.

Darüber hinaus steht das Projekt exemplarisch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Auf ehemaligen Industrieflächen entstehen neue, zukunftsorientierte Gewerbestandorte, die traditionelle Nutzungsmuster ablösen und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen. „Central Ruhr“ reiht sich damit in eine Vielzahl von Transformationsprojekten ein, die den Wandel von der Montanindustrie hin zu einer diversifizierten Wirtschaftsstruktur vorantreiben.

Insgesamt zeigt das Projekt, wie sich moderne Logistik- und Light-Industrial-Immobilien zunehmend als zentrale Bausteine urbaner Wirtschaftsräume etablieren. Die Kombination aus Lagequalität, Flexibilität und Nachhaltigkeit macht „Central Ruhr“ zu einem typischen Vertreter dieser neuen Immobiliengeneration.

Quelle: Immobilienmanager

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