Die Stadt Bochum setzt ihr umfassendes Bäderkonzept konsequent fort. Als nächstes Großprojekt steht die umfassende Sanierung und Modernisierung des Hallenbads in Langendreer (Ostbad) an. Mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro soll der Standort am Eschweg zukunftsfähig aufgestellt werden.
Für Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer bedeutet dies jedoch eine mindestens zweijährige Schließungsphase. Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick.
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| Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH |
Der Zeitplan: Baustart und Kopplung an das Südbad
Die Verantwortlichen der Wasserwelten Bochum verfolgen einen abgestimmten Zeitplan, um die Wasserflächen im Stadtgebiet optimal zu verwalten. Der Umbau in Langendreer ist direkt an die Fertigstellung des Südbads in Linden gekoppelt.
Voraussichtlicher Baubeginn: Sommer 2026 (nach vollständiger Inbetriebnahme des Südbads).
Geplante Dauer: Mindestens zwei Jahre.
Voraussichtliche Fertigstellung: Im Laufe des Jahres 2028.
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| Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH |
Sanierungsmaßnahmen: Das wird im Ostbad verändert
Ziel der Maßnahme ist nicht nur eine optische Aufwertung, sondern eine grundlegende technische und energetische Sanierung. Das Gebäude aus den 1960er/70er Jahren entspricht nicht mehr den aktuellen Standards.
Kernpunkte der Modernisierung:
Energetische Sanierung: Erneuerung von Dach und Fassade zur Steigerung der Energieeffizienz.
Erweiterung des Angebots: Anbau eines neuen Kursbeckens mit Hubboden, um die Kapazitäten für Aquakurse zu erhöhen.
Neubau des Kleinkindbereichs: Das Kinderbecken zur Wassergewöhnung wird komplett neu konzipiert.
Technik-Update: Modernisierung des 25-Meter-Kombibeckens sowie der gesamten Badetechnik.
Auswirkungen auf Schulen und Vereine
Da das Ostbad ein zentraler Knotenpunkt für den Schwimmsport im Bochumer Osten ist, müssen zahlreiche Nutzergruppen ausweichen. Betroffen sind unter anderem:
Vereine: SG Bochum Ost, Waspo Blau Gelb, DLRG Werne und DLRG Linden-Dahlhausen.
Institutionen: Das Polizeipräsidium Bochum und die örtlichen Schulen.
Ausweichstandorte und Lösungen
Um den Schwimmbetrieb aufrechtzuerhalten, werden alternative Wasserzeiten in den Bädern in Linden, Querenburg (Uni-Bad) und Hofstede koordiniert. Ein wichtiger Baustein ist zudem das Lehrschwimmbecken der Willy-Brandt-Gesamtschule, das nach aktueller Planung nach Ostern 2026 wieder zur Verfügung stehen soll.
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Bild: AVA Anderchalten Architekten GmbH
„Urban Blue“ bleibt erreichbar
Ein wichtiger Punkt für Familien: Der Außenbereich, der erst kürzlich zum Freizeit- und Wasserpark „Urban Blue“ umgestaltet wurde, soll auch während der Bauarbeiten am Hallenbad nutzbar bleiben. Je nach Baufortschritt kann es hier zu einer verkürzten Saison oder provisorischen Sanitärlösungen (Container) kommen, der Kernbetrieb des Außenparks soll jedoch gesichert werden.
Fazit: Ein Teil des 105-Millionen-Euro-Plans
Die Modernisierung in Langendreer ist ein Baustein des stadtweiten Bäderkonzepts. Bis zum Jahr 2030 planen die Wasserwelten Bochum, insgesamt 105 Millionen Euro in die Infrastruktur zu investieren, um alle städtischen Bäder auf einen modernen, energetisch effizienten Stand zu bringen.
Quelle: WAZ - Langer Schwimmbad-Umbau: Das sind die Auswirkungen für Vereine und Schulen - hinter Paywall


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